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Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen mit durch Relais
gesteuerten Einrichtungen zur Freigabe erlaubter und Sperrung nicht erlaubter Amtsverbindungen
Relaisgesteuerte Einrichtungen zur Überwachung der Nummernstromstoßgabe weisen gegenüber
den früher allein üblichen Sperrmitlaufeinrichtungen mit Schrittschaltwerken beachtliche
Vorteile auf, die insbesondere darin bestehen, daß relaisgesteuerte überwachungseinrichtungen
eine vereinfachte Verdrahtung für die Sperrziffernkombinationen zulassen, daß ihre
Rückführung in die Ruhelage fast ohne Zeitaufwand geschieht, daß sie leichter auf
übertragene Impulse ansprechen, während für die Einstellung der Schrittschaltwerke
ausgeprägte Impulse erforderlich sind, mithin bei relaisgesteuerten überwachungseinrichtungen
die Gefahr der Verfälschung von Impulsen und Impulsreihen wegfällt u. a. m.
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Man hat daher im Verlauf der Entwicklung mehr von relaisgesteuerten
Impulsifberwachungseinrichtungen Gebrauch gemacht und sie immer weiter zu verbessern
versucht. Im Zuge dieser Entwicklung ist eine Anordnung (deutsche Patentschrift
1100 713) bekanntgeworden, bei der die Vorzüge zur Überwachung der Nummerngabe
über zwei Kontaktreihen gesteuert werden, von denen an -die eine Sperrziffern kennzeichnende
Relaisgruppen (Stellenrelais) nacheinander angeschaltet werden, -derart, daß durch
immer nur ein Relais einer Gruppe bis zur vorletzten Stelle der Sperrnummer die
fortschreitende Sperrziffernkombination gekennzeichnet wird, worauf dieses Kennzeichen
in die zweite Kontaktreihe übertragen wird, über welche, je nachdem, ob die letzte
Kennziffern zur Sperrnummer führt oder nicht, der Vorgang zur Sperrung oder Freigabe
des Verbindungsaufbaues gesteuert wird.
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Diese bekannte Anordnung bedeutet zweifellos eine vorteilhafte Weiterentwicklung
von relaisgesteuerten Überwachungseinrichtungen, jedoch benötigt sie immerhin zwei
besondere Kontaktreihen, um die an sie gestellten Forderungen zu erfüllen.
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Die vorliegende Erfindung erstrebt eine weitere Verbesserung solcher
Einrichtungen, und zwar dadurch, daß über dieselbe, die Impulszahlen der einzelnen
Sperrziffern zum Ausdruck bringende Kontaktreihe sowohl die die jeweiligen Stellen
der Sperrziffern bzw. Sperrziffernkombinationen kennzeichnenden, die Sperrdrohung
weitergebenden Relais als auch Stromkreise gesteuert werden, die nach der letzten
Ziffer der Kennummern den weiteren Verbindungsaufbau ermöglichen oder verhindern
bzw. die Auslösung :der Verbindung veranlassen.
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Außer der Tatsache, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung nur noch
eine Kontaktreihe vorhanden ist, ermöglicht sie die Einsparung noch weiterer Schaltmittel.
Für die Anschaltung von die einzelnen Stellen von Kennziffernkombinationen kennzeichnenden
Relais werden nämlich nur noch zwei Anschalte- ,bzw. Umschalterelais benötigt, die
abwechselnd von Stedle zu Stelle in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander die Stellenrelais
unter den Einfiuß der die Impulszahlen der jeweiligen Kennziffern kennzeichnenden
Kontaktreihe bringen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht. Die nur soweit wie zum Verständnis erforderlich gezeigte relaisgesteuerte
Impulsüberwachungseinrichtung besteht in ihren wesentlichen Teilen aus l.. der Relaiskette
S 1 bis S 5 einschließlich Relais U,
dielen jeweils ausgesandten Ziffern
entsprechend beeinfiußt werden, 2. der Kontaktreihe KR, über die die Vorgänge zur
Überwachung der einzelnen Sperrziffern gesteuert werden, 3. den Stellenrelais
A 1, A 2, A 3,. . . , B 1, B 2, . . . ,
die dazu dienen, bei Sperrziffern
bzw. Sperrziffernkombinationen die Sperrdrohung von Stelle zu Stelle weiterzugeben,
bis feststeht, ob es sich um eine freizugebende oder eine nicht erlaubte Verbindung
handelt, 4. den Relais Y1, Y2 zur An- und Umschaltung der unter 3. .genannten Relais
in der Weise, daß das eine dieser Relais bei jeweilig geradzahliger Stelle, das
andere bei jeweilig ungeradzahliger Stelle der Sperrziffernkombination wirksam wird,
5. den Relais B, H, durch die das Endergebnis »Sperrung oder Freigabe der
gewählten Verbindung« tunmittelbar herbeigeführt wird.
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Mit BL ist eine von der Amtsübertragung kommende Belegtleitung,
mit JL die zur Übertragung der
Nummernstromstoßgabe . dienende Leitung,
mit TL
die Trennleitung bezeichnet, über die ein Organ der Amtsübertragung
zur Auslösung des Verbindungsweges beeinflußt wird.
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Nach Aussendung der Amtsziffer und Belegung der Amtsübertragung liegt
Erdpotential an den Leitungen JL und BL. Nach Ansprechen des Relais
J
über Wicklung I ist für Relais B folgender Stromkreis geschlossen:
+, BL, 63i (Arbeitsseite), 65h, B, -.
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Durch Kontakt 64 b wird die Wicklung 1I des Relais J abgeschaltet.
Zu Beginn des ersten übertragenen Impulses fällt Relais J ab, so daß Relais V anspricht:
+, BL, 63i, 62b, V (II und I), -.
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Durch Schließen des Kontaktes 61 v verleiht sich das Relais V einen
verzögerten Abfall, so daß es während der Stromstoßreihen nicht abfällt. Mit Kontakt
68 v wird Relais H (I) eingeschaltet, das sich unabhängig von dem genannten Kontakt
über Widerstand Wi3 und Kontakt 69h bindet. Relais B bleibt während der Stromstoßgabe
über Kontakt 67v gehalten. über Arbeitskontakte 59 b und 57 v liegt Pluspotential
an dem Kontakt 60i, durch den die Impulse der gewählten Ziffern auf die Abzählkette
(Relais S1 bis S5) übertragen werden. Dieses Pluspotential bildet während des Impulsabzählvorganges
einen Kurzschluß für die rechts oben dargestellte Kontaktreihe KR, so daß erst nach
öffnen des Kontaktes 57v Schaltvorgänge über die Kontaktreihe gesteuert werden.
Die Relais S1 bis S5 mit eingeschaltetem oder nicht eingeschaltetem Relais
U (Kontakt 2111 in Ruhe- oder Arbeitsstellung) kennzeichnen in der Kontaktreihe
KR die Ziffernpunkte 1 bis 5 über die Ruheseite des Kontaktes 21 u, die Ziffernpunkte
6 bis 9 und 0 über die Arbeitsseite des Kontaktes 21 lt.
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In der Kontaktreihe KR sind die Ziffernpunkte, über die Verzweigungen
möglich sind, in bekannter Weise durch Gleichrichter entkoppelt. Um diese Gleichrichter
aus wirtschaftlichen Gründen so klein wie möglich zu halten, ist die Anordnung so
getroffen, daß die Gleichrichter unmittelbar nach Kennzeichnung der letzten Ziffer
der Sperrnummer (Abfall des Relais B bei gehaltenem Relais H) durch
Kurzschluß über Ruhekontakt 59b und Arbeitskontakt 58 h ausgeschaltet sind.
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Im einzelnen arbeitet die Impulsabzähleinrichtung folgendermaßen:
Nach Beendigung des ersten Impulses (Wiederansprechen des Relais J) kommt für Relais
S1 folgender Stromkreis zustande: +, 59 b (Arbeitsseite), 57 v, 60 i,
56 s 5, 51 s 4,
49s3, 47s2, 46v, S1, -.
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Wenn zu Beginn des zweiten Impulses Relais J abfällt, wird Relais
S2 eingeschaltet, gleichzeitig S 1 gehalten: +, 59b, 41i, 43s1 (Arbeitsweise),
S2 (I),
45s1, 46v, S1, -.
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Bei Beendigung des zweiten Impulses (Wiederansprechen des Relais J)
wird der Stromkreis für Relais S1 unterbrochen, nur ein Stromkreis für Relais S2
besteht weiter: +, 59b, 57v, 60i, 56s5, 51s4, 49s3, 47.Y2 (Arbeitsseite),
S 2 (II), -. Bei Beginn des nächsten (dritten) Impulses wird über Kontakte 43-s1
(Ruheseite) und 48s2 (Arbeitsseite) Relais S3(I) eingeschaltet, Relais S2(II) gehalten.
Bei Beendigung des Impulses (Ansprechen des Relais J) bleibt über Arbeitskontakt
49s3 nur Relais S3 (II) gehalten. Zu Beginn des nächsten (vierten) Impulses wird
über Kontakte 43s1, 48.s2 und 50s3 (Arbeitsseite) das Relais S4(I) eingeschaltet,
Relais S3(11) gehalten. Nach dem Impuls bleibt über Kontakt 51s4 (Arbeitsseite)
nur Relais S4(II) eingeschaltet. Zu Beginn des nächsten Impulses wird über Kontakte
43 s l, 48 s2, 50.s3 und 52s4 (Arbeitsseite) Relais S5(I) eingeschaltet, Relais
S4(II) gehalten. Bei Beendigung dieses Impulsas wird nur Relais S5(II) über Arbeitskontakt
56s5 gehalten. Zu Beginn des nächsten (sechsten) Impulses wird Relais 1.1
eingeschaltet, Relais S5 (1I) gehalten: +, 59b, 41i, 43s1, 48s2, 50s3,
52s4,
53s5, 54u, U (I), S5(11), -.
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Relais U bindet sich: +, 596, 40u, U(II), -.
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Durch Kontakt 54u wird Relais S5 abgeschaltet, so daß
nach Beginn des sechsten Impulses sämtliche Kettenrelais in der Ruhelage sind. Zwecks
Kennzeichnung von mehr als fünf Impulsen können die Kettenglieder in der beschriebenen
Weise noch einmal durchlaufen werden. Durch Relais U werden, wie schon angedeutet,
über den Ruhekontakt 21u in der rechts oben dargestellten Kontaktreihe KR die Ziffernpunkte
1 bis 5 (über Kontakte 16s1, 17s2, 18s3, 19s4, 20s5), über Arbeitskontakt21u
die Ziffernpunkte 6 bis 9, 0 (über Kontakte 23 s 1, 24 s
2,
25s3, 26s4, 27.s5) gekennzeichnet.
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Nach jeder Ziffernstromstoßreihe fällt durch längeres öffnen des Ruhekontaktes
63 i das Relais V ab. Durch Vorgänge, die später beschrieben werden, wird, solange
eine ausgesandte Ziffer bzw. Ziffernkombination zu einer Sperrnummer ergänzt werden
kann, sofort nach jeder Stromstoßreihe das Relais H abgeworfen, was zur Folge hat,
daß über den sich schließenden Kontakt 65h das Relais B weiter erregt
gehalten wird. Bei einer erlaubten Verbindung bleibt Relais H gehalten, so
daß Relais B nach V abfällt.
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Von den erwähnten Stellenrelais A 1, A 2, A 3;
A 4, .. ,
B 1, B 2, . . ., die nur bei mehrstelligen Sperrnummern wirksam werden, dient
das Relais A 1 zur Kennzeichnung der Sperrziffer »5« an erster Stelle, das Relais
A 2 zur Kennzeichnung der Sperrziffer »8« an zweiter Stelle, das Relais A 3 zur
Kennzeichnung der Sperrziffer »7« an dritter Stelle, das Relais A 4 zur Kennzeichnung
der Sperrziffer »9« an vierter Stelle, das Relais B 1 zur Kennzeichnung der Sperrziffer
»1« an erster Stelle, das Relais B2 zur Kennzeichnung der Sperrziffer »1« an zweiter
Stelle. Entsprechend anderen weiteren Sperrnummern können nun weitere Relais bzw.
weitere Verdrahtungen in den »Sperrziffernschaltungsplan« eingefügt werden.
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Allen diesen Relais gemeinsam sind zwei Umschalterelais Y1,
Y2, die dafür sorgen, daß die Überwachungsstromkreise in der richtigen Reihenfolge
vorbereitet werden bzw. zur Wirkung kommen. Sie werden von Stelle zu Stelle wechselweise
ein-und ausgeschaltet derart, daß nach einer geradzahligen Stelle der Sperrnummer
das eine (Y2), nach einer ungeradzahligen Stelle das andere (Y1) eingeschaltet wird.
Solange
eine Ziffer bzw. eine Ziffernkombination noch zu einer Sperrnummer ergänzt werden
kann, wird im Zusammenwirken mit den Umschalterelais, angefangen von dem die erste
Stelle der Sperrnummer markierenden Relais fortschreitend von Stelle zu Stelle ein
bestimmtes weiteres Stellenrelais eingeschaltet und auf diese Weise das Kennzeichen
der drohenden Sperrung weitergegeben. Da durch das jeweils zuletzt eingeschaltete
Stellenrelais die bis zu dieser Stufe reichende Sperrziffernkombination gekennzeichnet
ist, ist es nicht nötig, Stellenrelais der davorliegenden Stufen eingeschaltet zu
halten. Es wird also jeweils nur durch ein Relais die jeweils fortgeschrittene Sperrziffernkombination
gekennzeichnet.
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Es seien zunächst die Vorgänge beschrieben, die eintreten, wenn eine
nicht gesperrte Verbindungsrichtung gewählt wird, beispielsweise eine nach der Amtskennziffer
mit »2« beginnende Anrufnummer. Es wird in Erinnerung gebracht, daß mit beginnender
Impulsgabe außer Relais J die Relais B, H und V erregt sind. Nach
Empfang zweier Impulse entsprechend der Ziffer »2« ist in der Impulsabzählkette
das Relais S2 eingeschaltet: -I-, 59b, 57v, 60i, 56s5, 51s4, 49s3, 47s2
(Arbeitsseite),
S2(11), -.
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Die über Kontakte 59 b und 57 v auch an dem Widerstand Wi 4
und Kontakt 21u (Ruheseite) anliegende Erde bleibt ohne Wirkung, da die über den
Kontakt 17s2 angeschaltete Leitung an einem offenen Kontakt endet. Wenn somit nach
Abfall des Relais V die Kontakte 57 v und 67 v öffnen, wird das Relais S 2 und damit
die Impulsabzählkette in die Ruhelage und erst dann das mit Verzögerung arbeitende
Relais B zum Abfall gebracht. über die Leitung TL
kommt somit kein
Schaltvorgang zustande, da vor Schließen des Kontaktes 75b der Kontakt 71s2 geöffnet
ist. Für Relais J (1I) ist über Kontakte 64b und 63i ein Dauerstromkreis geschlossen,
so daß nachfolgend ausgesandte Impulse auf die gezeigte Anordnung ohne Wirkung bleiben.
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1. Sperrziffer »0« Am Ende :des zehnten Impulses ist für das RelaisS5
folgender Stromkreis geschlossen: -h , 59b, 57v, 60i, 56s5 (Arbeitsseite),
S5(II), -.
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Nach Abfall des Relais V und öffnen des Kontaktes 57v liegt weiter
Halteerde am Relais S 5 (II) über 56s5, 60i, Wi 4, 21u (Arbeitsseite),
27s5, 8 y 1, 10y2, -f-. Nach der Verzögerungszeit fällt Relais B ab, so daß das
die Ablösung der Verbindung veranlassende Erdpotential über Kontakte 75b
und 74s5 an die Trennleitung TL gelegt wind. Der Teilnehmer erhält aus der
Amtsübertragung Besetztzeichen und muß den Verbindungsversuch aufgeben. (Vorgang
zur Gleichrichterentlastung wird .später geschildert.) 2. Sperrnummer »55« Nach
dem fünften übertragenen Impuls für die erste Sperrziffer ist ein Haltestromkreis
für Relais S5
geschlossen: -i-, 59 b, 57 v, 60 i, 56 S 5, S
5 (1I), - .
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Wenn nach Abfall des Relais V das bis dahin am Arbeitskontakt 59b
liegende direkte Erdpotential abgeschaltet wird, ist folgender Stromkreis geschlossen:
-h , 10y2, 8 y 1, 9 a 1, A l(1), Gleichrichter, 20s5, 21u,
Wi4, 60i, 56s5, S5(11), -.
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Das dadurch ansprechende Relais A 1 legt sich in folgenden Haltestromkreis:
-1f--, 59 b, 3 a 1, A 1(11), Y 1(I), -und parallel :dazu
Y 1(11), 36 y 1, GR, H (1I), 39 h, Wi 2, - .
Durch Kontakt
9 a 1 wird der obengenannte Haltestromkreis für Relais S5 aufgetrennt und
damit die Impulsabzählkette in die Ruhelage gebracht. In dem Haltestromkreis für
Relais A 1 kann Relais Y 1 zu-
nächst nicht ansprechen, da beide Wicklungen
gegeneinander geschaltet sind, jedoch wird das Relais H durch Erregung der Gegenwicklung
II abgeworfen. Dadurch ist ein Abfall des Relais B verhindert, da nach öffnen des
Kontaktes 67v der Stromkreis für Relais B über Kontakte 63 i und
65 h erhalten bleibt. Nach Abfall des Relais H ist an dem mit »x« bezeichneten
Punkt direktes Erdpotential angeschaltet: -I-, 42b, 45s, 47s2, 51s3, 51s4,
56s5, 60i,
58h (Ruheseite), 59b, -I -.
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Dadurch wird die Differenzwirkung für Relais Y 1 aufgehoben. Es spricht
an, schaltet am Kontakt 37 y 1 vorbereitend das Relais Y2 an und legt ebenfalls
vorbereitend mit Kontakt 8 y 1 Erdpotential an ein weiteres benötigtes Stellenrelais.
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In diesem Zustand des Verbindungsaufbaues sind also die Relais J,
B; Y1 und A 1 erregt. Wird als nächste die Ziffer »5« gewählt, dadurch also die
Sperrnummer »55« vervollständigt, spricht beim ersten Abfall des Relais J das Relais
V und dadurch das Relais H mit Haltestromkreis an. Nach den fünf Stromstößen ist
wiederum. das Relais S5 eingeschaltet, das nach Abfall des Relais V in folgendem
Haltestromkreis liegt: -, S 5 (1I), 56s5, 60i, W14, 21u, 20s5,
Gleichrichter,
30a 1, 8 y1, 10y2, +.
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Nach Abfall des Relais B (Relais H bleibt erregt) ist
der Haltestromkreis für Relais S5 über an den Kontakten 59b (Ruheseite) und
58h (Arbeitsseite) liegende direkte Erde geführt, wodurch erreicht wird,
daß der über Kontakt 20s5 eingeschaltete Entkopplungsgleichrichter stillgelegt
wird. Der Sinn dieser Maßnahme ist, daß es durch die minimale Einschaltezeit ermöglicht
wird, Gleichrichter kleinsten Ausmaßes, soganannte »Punktgleichrichter« zu verwenden,
`was sich für die Gesamtanordnung wirtschaftlich gesehen günstig auswirkt.
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Nach Abfall des Relais B bei eingeschaltetem Relais S5 wird
über Kontakte 75b und 745 Trennpotential an die Leitung TL gelegt
und dadurch der Auslösevorgang eingeleitet.
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Würde an Stelle einer. mit der Kennummer »55« beginnenden gesperrten
Verbindungsrichtung eine beispielsweise mit der Kennummer »54« beginnende erlaubte
Verkehrsrichtung gewählt, so würde nach Aussendung der zweiten Ziffer »4« das Ziffernrelais
S 4 mit folgendem Haltestromkreis eingeschaltet sein: -, S 4 (II),
51s4, 56s5, 601, 57v, 59b,
@-- .
Im Gegensatz
zu einer Sperrnummer kann nun kein weiterer Haltestromkreis für Relais S4 über die
Kontaktreihe KR zustande kommen, da der Kontakt 19s4 infolge Offenseins des Kontaktes
14b2 keinen Zugang zu der am Kontakt 10y2 liegenden Erde hat. Die Haltung für Relais
S4 wird also allein über Kontakte 59h und 57v gesteuert. Wenn nach der Stromstoßreihe
Relais V abfällt, wird also zunächst das Kettenrelais S4 abfallen und dann
erst Relais B. Es wird also kein Trennvorgang über die Leitung
TL
gesteuert. Über Kontakte 63 i und 64 b ist für Relais J ein Dauerstromkreis
geschlossen, der es verhindert, daß weitere ausgesandte Impulse die gezeigte Anordnung
beeinflussen. Außer dem Relais J bleibt für die Dauer der Verbindung nur noch das
Relais H erregt. 3. Sperrnummer »1l3« Nach Wahl der Ziffer »l« ist das KettenrelaisSl
erregt: +, 59b, 57v, 601, 56s5, 51s4, 49s3, 47s2, 45s1, S1, -.
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Nach Abfall des Relais V und öffnen des Kontaktes 57v (Abschaltung
von Direkterde) kommt folgender Stromkreis zustande: +, 10y2, 8y1, 12b1, B1(1),
16s1, 2111,
Wi4,60i und weiter wie vorherüberRelaisSl. Das in diesem Stromkreis
ansprechende Relais B 1 legt sich in folgenden Haltestromkreis: +, 59 b,
5 b 1, B 1(11), Y 1(I), -und parallel dazu Y l(11), 37y 1,
GR, H (II), 39h, W i 2, - .
Infolge Gegenschaltung seiner beiden Wicklungen
kann Relais Y1 zunächst nicht ansprechen, jedoch wird Relais H durch Gegenerregung
abgeworfen, wodurch (am Kontakt 65h) der Fortbestand des Stromkreises für
Relais B gesichert ist. Durch Kontakt 12b1 wurde der obengenannte Haltestromkreis
für das Kettenrelais S1 geöffnet. Nach Abfall dieses Relais und des Relais
H liegt an dem Punkt »x« direktes Erdpotential: x, 42b, 45s
1, 47s 2, 49s 3, 51s 4, 56s 5, 60i, 58h (Ruheseite), 59b (Arbeitsseite),
+.
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Wie schon erwähnt, wird dadurch die Differenzwirkung für Relais Y1
aufgehoben, es spricht an.
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Nach Wahl der an zweiter Stelle stehenden Ziffer »1« wird nach den
Relais V und H wiederum das Kettenrelais S1 eingeschaltet, da sich wie vorher über
Kontakte 59 6 und 57 v bindet. Nach Abfall des Relais V wird folgender Stromkreis
wirksam: +, 10y2, 8 y 1 (Arbeitsseite), 29b1, B 2 (I), 16s1, 21u,
Wi4, 60i und weiter wie vorher über Relais S1.
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Das in diesem Stromkreis ansprechende Relais B 2 schließt mit Kontakt
4 b 2 die Haltewicklung des Relais. B 1(I1) kurz, so daß dieses abfällt. Durch Kontakt
29b 1 wird der Haltestromkreis für das Kettenrelais S1 geöffnet, so daß auch dieses
abfällt. Vorher wurde über Kontakt 32b2 folgender Stromkreis geschlossen:
-1 -, 59 b, 32 b 2, B 2 (1I), Y 2 (I), -
und parallel dazu Y2(II),
38y2, 37y1, GR, H(II), 39h, Wi2, Infolge Gegenschaltung seiner beiden Wicklungen
kann Relais Y2 zunächst nicht ansprechen, jedoch wird Relais H, wie schon beschrieben,
abgeworfen, dadurch am Kontakt 65h für Relais B der Sicherheitsstromkreis
geschlossen. Nach Abfall der Relais S1 und H liegt in der beschriebenen Weise direktes
Erdpotential am Punkt »x«, so daß die Differenzwirkung für Relais Y2 aufgehoben
wird und es anspricht. Durch Kontakt 1y2 wird der bis dahin bestehende Stromkreis
für Relais Y1 aufgehoben.
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Nach Wahl der nächsten Ziffer »3«, durch die die Sperrnummer vervollständigt
wird, muß das Auslösekriterium wirksam werden. Nach der Stromstoßreihe spricht das
Kettenrelais S3 an. Nach Abfall des Relais V bleibt das Kettenrelais weiter erregt
über ' +, 10y2 (Arbeitsseite), 14 b2, 18s3, 21u, Wi4, 60i und weiter über
Kettenrelais S3(II), Da das Relais H nach dieser Stromstoßreihe nicht zum Abfall
kommt, wird Relais B nach der Verzögerungszeit abfallen. über Kontakte
75b und 72s3 wird, wie vorher beschrieben, Auslöseerde an die Leitung
TL gelegt (Gleichrichterentlastung über 59b und 58 h).
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Die an den Kontakt 14 b 2 herangeführte Leitung hat
außer zu dem Kontakt 18s3 Zugang zu den Kontakten 19s4, 20s5, 23s1,
24s2 und 25s3. Damit ist erreicht, daß auch bei Aussendung der Kennummern
» 114«, » 115«, » 1l6«, » 117« und » 118« die Sperrung und Auslösung herbeigeführt
wird.
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Würde die eine erlaubte Verbindung kennzeichnende Kennummer »112«
ausgesandt werden, so würde nach der dritten Ziffer »2« nur die Halteerde über Kontakte
59 b und 57 v für das Kettenrelais SZ wirksam werden, jedoch keine Erde über Kontakt
17s2, da Kontakt 15a4 geöffnet ist. Das Kettenrelais S2 würde also nach Abfall des
Relais V (öffnen des Kontaktes 57v) abfallen und erst dann nach der Verzögerungszeit
das Relais B. Es wird also kein Trennkriterium an die Leitung TL gelegt.
Relais J(II) wird, wie vorher erwähnt, in einen Dauerstromkreis gelegt, so daß weitere
ausgesandte Impulse ohne Wirkung auf,die gezeigte Anordnung bleiben.
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4. Sperrnummer »58792« Nach der ersten Stromstoßreihe wird das Kettenrelais
SS mit Haltestromkreis über Kontakte 57v und 59b erregt. Ferner werden, wie
oben bei Ziffer »5« an erster Stelle beschrieben, die Relais A 1
und Y1 eingeschaltet.
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Zustand vor Wahl der zweiten Ziffer »8«: Relais J, B, Y l, A 1
erregt. Zu Beginn der Stromstoßreihe werden wie stets die Relais V jund
H erregt. Nach der Impulsreihe ist das Kettenrelais S3 mit dem Relais
U erregt. Nach Abfall des Relais V wird folgender Stromkreis wirksam:
+, 10 y 2, 8 y 1 (Arbeitsseite), 30 a 1, A 2 (I), Gleichrichter, 25s3, 21u (Arbeitsseite),
Wi4, 60i und weiter zum Kettenrelais S3 (II), -.
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Relais A2 spricht an. Über Kontakt 2a2 wird für Relais
A 1 ein Kurzschluß hergestellt und dieses zum Abfallen gebracht. Durch Kontakt 30a1
wird der
oben aufgeführte Stromkreis für das Kettenrelais S3 geöffnet.
Inzwischen war für Relais A 2 folgender Haltestromkreis zustande gekommen:
+, 59 b, 34 a 2, A 2 (1I), Y 2 (1), -
und parallel dazu
Y 2 (II), 38y2, 37y 1, GR, H (H), 39h,
Wi2,
-.
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Relais Y2 kann zunächst noch nicht ansprechen, Relais H wird durch
Gegenerregung abgeworfen. Durch direkte Erdanschalüung an Punkt »x« in der mehrfach
beschriebenen Weise wird Relais Y2 eingeschaltet, das durch öffnen seines Kontaktes
1y2 das Relais Y1 zum Abfall bringt.
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Zustand vor der Wahl der dritten Ziffer »7«: Relais J, B, A2, Y2
erregt. Am Ende der Impulsreihe ist das Kettenrelais S2 zusammen mit Relais U eingeschaltet.
Nach Abfall des Relais V und öffnen des, Kontaktes 57v ist für Relais S2 folgender
Haltestromkreis geschlossen: +, 10 y 2 (Arbeitsseite), 13 a 2, A 3 (I), Gleichrichter,
24 s 2, 21 u, Wi 4, 60 i und weiter über S2(II), -.
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In diesem Stromkreis spricht auch Relais A 3 an, dessen Kontakt
35a3 zusammen mit dem Ruhekontakt 36y l das Relais. A 2 (II) durch
Kurzschluß abwirft. Durch Kontakt 13a2 wird der obergenannte Stromkreis für Relais
A 3 (1) und Kettenrelais S 2 geöffnet. Inzwischen ist folgender Haltestromkreis
für Relaiss A 3 zustande gekommen: +, 59b, 7a3, A 3 (II), Y 1(I),
-und parallel dazu Y 1(II), 37y 1, GR, H (II), 39h, Wi 2, - .
Relais
Y1 kann noch nicht ansprechen, jedoch wird Relais H abgeworfen. Es kommt die schon
mehrfach erwähnte direkte Erdanschaltung an den Punkt »x« zustande, wodurch Relais
Y 1 anspricht. Durch Kontakt 36y1 wird der Stromkreis für Relais Y2 geöffnet.
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Zustand vor der Wahl der vierten Ziffer »9«: Relais J, B,
Y 1, A 3 erregt. Am Ende der Impulsreihe ist das Kettenrelais S4 zusammen
mit dem Relais U
erregt. Nach Abfall des Relais V und öffnen des Kontaktes
57 v ist für das Kettenrelais S 4 folgender Haltestromkreis geschlossen: +, 10y2
(Ruheseite), 8y1 (Arbeitsseite), 28a3, A 4(1), 26s4, 21u,
W14, 60i und weiter zum Kettenrelais S 4 (1I), -.
-
Relais A 4 spricht an, dessen Kontakt 6a4 zusammen mit dem Kontakt
1v2 das Relais A 3 durch Kurzschluß abwirft. Durch Kontakt 28a3 wird der obergenannte
Stromkreis für Relais A 4 (I) und Kettenrelais S4 geöffnet. Inzwischen ist folgender
Haltestromkreis für Relais A 4 zustande gekommen: +, 59 b, 31 a 4,
A 4 (I1), Y2 (I), -
und parallel dazu Y 2 (II), 38y2,
37y 1, GR, H (II), 39h, W12, Relais Y2 kann noch nicht ansprechen,
jedoch wird Relais H durch Gegenerregung abgeworfen. Es kommt wieder die direkte
Erdanschaltung an den Durch Kontakt 1 y 2 wird der Stromkreis für Relais Y 1 geöffnet.
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Zustand vor der Wahl der fünften Ziffer »2«: Relais J, B, Y2, A4
erregt. Am Ende der Impulsreihe spricht das Kettenrelais S2 an. Nach Abfall des
Relais Y und öffnen des Kontaktes 57v wird das Kettenrelais weiter erregt gehalten:
+, 10y2 (Arbeitsseite), 15a4, 17s2, 21u,
Wi 4, 60 i Und weiter
zum Kettenrelais S 2 (1I), Die Erregung des Kettenrelais S2 überdauert in
diesem Fall die Verzögerungszeit des Relais B, da dessen Haltung, da Relais H nicht
abgeworfen wird, allein vom Kontakt 67v abhängigist. über Kontakte 75b und
71s2 wird das Trennpotential an die Leitung TL gelegt und dadurch Sperrung und Auslösung
in beschriebener Weise herbeigeführt. Nach Abfall des Relais B wird wie bei allen
vollendeten Sperrnummern zur Entlastung der Gleichrichter direktes Erdpotential
über Kontakte 59b (Ruheseite) und 58h (Arbeitsseite) angeschaltet.