DE1021078B - Elektromagnetisches Relais und seine Verwendung in einer Schaltungsanordnung zur Waehlerpruefung - Google Patents
Elektromagnetisches Relais und seine Verwendung in einer Schaltungsanordnung zur WaehlerpruefungInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
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Description
Die durch die Schaltungstechnik an elektromagnetische Relais gestellten Forderungen sind im allgemeinen sehr
unterschiedlicher Art. So kann z. B. die Forderung gestellt werden, das bestimmte Kontakte innerhalb einer
Schaltung vor anderen Kontakten, die zum gleichen Relais gehören, betätigt werden.
Bei den bekannten Relais wird diese Forderung durch zusätzlichen mechanischen Aufwand an Federn oder
Ankerteilen erfüllt. Abgesehen von der Störanfälligkeit derartiger Relais müssen in vielen Fällen Schaltungskunstgriffe, die einen zusätzlichen Aufwand an Schaltelementen,
z. B. Kondensatoren, Gleichrichter od. dgl., mit sich bringen, angewendet werden, um ein einwandfreies
Arbeiten der Relais innerhalb der Schaltung zu ermöglichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile der bekannten Relais zu vermeiden. Erreicht wird dies dadurch,
daß erfindungsgemäß in dem Streuweg einer einen Anker betätigenden Spule Kontakte (Schutzrohrkontakte) angeordnet
sind, deren Kontaktfedern den sie betätigenden Magnetfluß führen. Bei Erregung der Spule werden
zunächst die im Streuweg der Spule angeordneten Kontakte und dann die über den Anker beeinflußten Kontakte
betätigt. Ein derartiges Relais kann z. B. sehr zweckmäßig in den Prüfschaltungen von schnellschaltenden
Schrittschaltwählern oder Motorwählern verwendet werden. Bei den bekannten Prüfschaltungen für Motorwähler
werden zwei Relais verwendet, von denen das erste als schnellschaltendes Relais nur wenige Kontakte
hat und lediglich zur Stillsetzung des Wählers dient, während das zweite vom ersten eingeschalteten Prüfhilfsrelais
die übrigen Schaltaufgaben der Prüfschaltung, z. B. Durchschalten, Sperren usw., übernimmt. Durch
die Erfindung wird der Aufwand derartiger Prüfschaltungen herabgesetzt, da das beschriebene Relais sowohl
die an das schnellschaltende Relais als auch die an das Prüfhilfsrelais gestellten Forderungen erfüllt.
Das Relais kann ferner so ausgebildet sein, daß die im Streuweg der Spule angeordneten Kontakte bereits bei
einer Erregung des Relais betätigt werden, die zur Betätigung des Ankers noch nicht ausreicht. Ob der Anker
weitere Kontakte, ein Schrittschaltwerk, Druckwerk oder einen Zähler betätigt, ist für die Erfindung unwesentlich.
So ist es z. B. denkbar, daß die Schutzrohrkontakte im Streuweg der Spule eines Zählwerkes angeordnet sind.
Die Kontakte können dann entweder zusammen mit dem Zähler oder bei entsprechender Anordnung oder Ausbildung
mit einer für die Betätigung des Ankers nicht ausreichenden Erregung der Spule allein betätigt werden.
In den Fig. 1 und 2 ist ein derartiges Zählwerk dargestellt; gezeigt sind jedoch nur die wesentlichen Einzelheiten
dieses Zählwerkes.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Zählwerk, Hg. 2 den in der Fig. 1 angedeuteten Schnitt I-I; in
Elektromagnetisches Relais
und seine Verwendung in einer
Schaltungsanordnung zur Wählerprüfung
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Gerhard Rolle, München,
und Helmut Hahn, München-Großhadern,
sind als Erfinder genannt worden
Fig. 3 bis 5 sind drei Schaltungsbeispiele für ein Zählwerk dargestellt, bei denen gemäß weiterer Ausbildung
der Erfindung die in dem Streuweg der Spule angeordneten Kontakte, in den in Fernsprechanlagen bei Abheben
des Hörers an einer Teilnehmerstelle vor Aufprüfen eines Anrufsuchers oder Vorwählers geschlossenen Speisestromkreis
bzw. in die Sprechadern der Teilnehmerleitung und/oder in den Stromkreis eines die Durchschaltung
der Teilnehmerleitung bewirkenden Schaltmittels geschaltet sind.
Zunächst soll an Hand der Fig. 1 und 2 der Aufbau des Zählwerkes im einzelnen beschrieben werden.
Die Spule 2, in deren Streuweg Kontakte 3 angeordnet sind, ist um den Kern 6 gewickelt, der an seinen beiden
aus der Spule herausragenden Enden 7 abgewinkelt ist. Mit den Enden 7 des Kernes 6 sind die Kontaktfederenden
5 der Kontaktfedern 4 magnetisch leitend, jedoch elektrisch isoliert verbunden. Die Flußleitbleche 8 sind
teilweise magnetisch leitend mit den Kontaktfederenden 5 verbunden und verlaufen teilweise parallel zu den Kontaktfedern,
so daß bei Erregung der Spule jede der Kontaktfedern von dem ihr zugeordneten Flußleitblech
in Richtung zu der anderen Kontaktfeder abgestoßen wird.
Die in dem Streuweg der Spule befindlichen Kontakte können so angeordnet bzw. die Flußleitbleche können
derart ausgebildet werden, daß an verschiedenen Stellen befindliche Kontakte bei einer unterschiedlichen Erregung
betätigt werden. So ist es z. B. denkbar, daß die in dem Schnitt I-I in der Fig. 2 dargestellten äußeren
Kontakte erst bei einer größeren Erregung betätigt werden als die inneren Kontakte.
709 810/253
Der Anker 1 des Relais kann ebenfalls bei einer anderen Erregung betätigt werden, z. B. bei einer dritten noch
stärkeren Erregungsstufe. Bei Betätigung des Ankers wird über den Hebel 10 die Ziffernscheibe 9 des Zählwerkes
verstellt. Es ist jedoch, wie bereits ausgeführt, auch denkbar, daß der Anker weitere Kontakte betätigt
oder einen Wähler fortschaltet.
An Hand der Fig. 3 bis 5 soll nachstehend der Aufbau und die Wirkungsweise von Schaltungen zur Wählerprüfung
unter Verwendung vorgenannter Relais im einzelnen beschrieben werden. Bei dem in der Fig. 3
gezeigten Schaltungsbeispiel sind in dem Streuweg des Zählrelais Z Kontakte 1 ζ bis 4z angeordnet. Diese
Kontakte übernehmen die Aufgabe der Kontakte eines in den bekannten Teilnehmerschaltungen zusätzlich zum
Zähler Z und Ruf relais R aufgewendeten Trennrelais;
sie werden über die Wicklung I des Zählers Z betätigt, unabhängig davon, ob Erde direkt oder über den Widerstand
Wi an die Wicklung des Zählers angeschaltet wird. Der Anker des Zählers dagegen, der die Ziffernscheiben
verstellt, wird nur betätigt, wenn Erde direkt an die Wicklung I angeschaltet wird.
Beim Abheben des Hörers an der Teilnehmerstelle Tn
spricht das Rufrelais R in einem über die Teilnehmerleitung verlaufenden Stromkreis an:
1. Erde, 2z, b, Tn, a, Iz, R, —.
Das Relais R bewirkt die Anlassung des Wählers W, der sich mit seinen Schaltarmen aw, bw, cw und zw auf den
rufenden Teilnehmer einstellt. Auf dem Schritt, an dem der rufende Teilnehmer angeschaltet ist, wird das Prüfrelais
P eingeschaltet:
2. Erde, ..., P, cw, ..., Wi, IZ, —.
Gleichzeitig mit dem Relais P wird der Zähler Z des Teilnehmers in erster Stufe erregt. Dadurch werden die
im Streuweg der Spule angeordneten Kontakte betätigt. Die Kontakte Iz1 2z öffnen, und die Kontakte 3z, 42
schließen. Durch Öffnen der Kontakte Iz, 2z wird der
Stromkreis 1 unterbrochen und das Relais R von der Teilnehmerleitung abgeschaltet. An den Kontakten 3^
und 4ζ werden die anderen der Leitungen ajb und al/bl
durchgeschaltet.
Bei Eintreffen von Zählimpulsen wird jeweils der Kontakt 16 ζ 1 geschlossen und damit über den Schaltarm
zw eine Stromverstärkung zu dem Zähler Z gegeben, so daß dieser auch seinen Anker betätigt. Gleichzeitig mit
dem Anker können durch Stromverstärkung auch weitere im Streuweg der Spule befindliche Kontakte betätigt
werden, über die beispielsweise bei Zählung an der Teilnehmerstelle die Zählimpulsstromquelle an die Teilnehmerleitung
angeschaltet werden kann.
Bei dem in der Fig. 4 gezeigten Schaltungsbeispiel ersetzen in dem Streuweg des Zählers Z angeordnete
Kontakte das Rufrelais der Teilnehmerschaltung, während das Trennrelais T gesondert ausgeführt ist.
Beim Abheben des Hörers an der Teilnehmerstelle Tn
spricht das Relais Z in einem über die Teilnehmerleitung verlaufenden Stromkreis an:
3. Erde, 12t, b, Tn, a, Ut1IlZ, —.
Mit diesem Stromkreis wird der Zähler Z nur in erster
Stufe erregt, so daß er lediglich die im Streuweg der Spule angeordneten Kontakte betätigt. Am Kontakt 15z
wird das Trennrelais T an den Prüf arm cw des Wählers W angeschaltet. Bei Einstellung des Wählers auf den dem
rufenden Teilnehmer zugeordneten Schritt wird ein Stromkreis für das Prüfrelais P und das Trennrelais T geschlossen:
■ --..
4. Erde, ..., P, cw, ISz, T, —.
Prüf relais P und Trennrelais T sprechen an. Das Relais Γ öffnet seine Kontakte 111, 12t und schaltet die
Wicklung HZ von der α-Ader der Teilnehmerleitung ab. An den Kontakten 131, 14t wird die Verbindung durchgeschaltet.
Bei Eintreffen von Zählimpulsen wird am Kontakt 16z 1, wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3, ein Impuls
über den Arm zw des Wählers gegeben. Der Zähler Z wird dadurch über seine Wicklungen I und II in zweiter Stufe
erregt, so daß er seinen Anker betätigt.
Bei dem in der Fig. 5 gezeigten Schaltungsbeispiel ersetzen die in dem Streuweg des Zählers Z angeordneten
Kontakte sowohl das Rufrelais R als auch das Trennrelais T.
Über die Wicklung II wird der Zähler Z in erster Stufe erregt, bei der er seinen Kontakt 15z betätigt und damit
die Wicklung III an die vom Prüf arm cw des Wählers W
bestrichenen Bankkontaktreihen anschaltet.
Im Prüfstromkreis wird der Zähler Z über seine Wicklung III in zweiter Stufe erregt, bei der er seine Kontakte
21z, 22z öffnet und seine Kontakte 23z, 24z schließt.
Bei Eintreffen von Zählimpulsen schließlich wird der Zähler über seine Wicklung I in dritter Stufe erregt,
soweit er jeweils seinen Anker betätigt.
Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 können in den Fig. 4 und 5 die verschiedenen Wicklungen des
Zählers in einer zusammengefaßt und die einzelnen Stromstufen durch vorgeschaltete Widerstände erzielt
werden.
Claims (7)
1. Elektromagnetisches Relais, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Streuweg einer einen Anker (1)
betätigenden Spule (2) Kontakte (Schutzrohrkontakte 3) angeordnet sind, deren Kontaktfedern (4)
den sie betätigenden Magnetfluß führen.
2. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kontaktfederenden (5) der in dem Streuweg der Spule (2) angeordneten
Kontakte (3) magnetisch leitend, jedoch elektrisch isoliert mit dem in der Spule (2) befindlichen Kern (6)
verbunden sind.
3. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfederenden
(5) der in dem Streuweg der Spule (2) angeordneten Kontakte (3) magnetisch leitend, jedoch
elektrisch isoliert mit abgewinkelten Enden (7) des Spulenkerns (6) verbunden sind.
4. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Streuweg der Spule (2) Flußleitbleche (8) angeordnet sind, die teilweise magnetisch leitend mit
den Kontaktfederenden (5) verbunden und teilweise parallel zu den Kontaktfedern (4) geführt sind, derart,
daß bei Erregung der Spule (2) jede der Kontaktfedern (4) von dem ihr zugeordneten Flußleitblech (8)
in Richtung zu der anderen Kontaktfeder abgestoßen wird.
5. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehrere Kontakte (3) derart in dem Streuweg der Spule (2) angeordnet sind, daß sie bei
einem bestimmten magnetischen Fluß, andere Kontakte (3) derart, daß sie bei einem stärkeren oder
schwächeren magnetischen Fluß betätigt werden.
6. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spule (2), in deren Streuweg die Kontakte (3), deren Kontaktfedern (4) den sie betätigenden Magnetfluß
führen, angeordnet sind, einen Anker (1) betätigt,
der in an sich bekannter Weise ein Zählwerk (Ziffernrad 9) weiterschaltet.
7. Schaltungsanordnung zur Wählerprüfung unter Verwendung eines elektromagnetischen Relais nach
Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Streuweg der Spule (2 bzw. Wicklungen I Z, II Z,
III Z) angeordneten Kontakte (3 bzw. z) in den in Fernsprechanlagen bei Abheben des Hörers an einer
Teilnehmerstelle (Tn) vor Aufprüfen eines Anrufsuchers oder Vorwählers geschlossenen Speisestromkreis
bzw. in die Sprechadern (a, b) der Teilnehmerleitung und/oder in den Stromkreis eines die Durchschaltung
der Teilnehmerleitung bewirkenden Schaltmittels (T bzw. Ill Z) geschaltet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES50571A DE1021078B (de) | 1956-09-27 | 1956-09-27 | Elektromagnetisches Relais und seine Verwendung in einer Schaltungsanordnung zur Waehlerpruefung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES50571A DE1021078B (de) | 1956-09-27 | 1956-09-27 | Elektromagnetisches Relais und seine Verwendung in einer Schaltungsanordnung zur Waehlerpruefung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1021078B true DE1021078B (de) | 1957-12-19 |
Family
ID=7487813
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES50571A Pending DE1021078B (de) | 1956-09-27 | 1956-09-27 | Elektromagnetisches Relais und seine Verwendung in einer Schaltungsanordnung zur Waehlerpruefung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1021078B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242273B (de) * | 1962-11-19 | 1967-06-15 | C I T Cie Ind Des Telecomm | Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Doppelbelegungen bei automatischen Vermittlungsanlagen |
| DE1260027B (de) * | 1962-04-30 | 1968-02-01 | Automatic Elect Lab | Schutzrohrkontaktrelais |
-
1956
- 1956-09-27 DE DES50571A patent/DE1021078B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1260027B (de) * | 1962-04-30 | 1968-02-01 | Automatic Elect Lab | Schutzrohrkontaktrelais |
| DE1242273B (de) * | 1962-11-19 | 1967-06-15 | C I T Cie Ind Des Telecomm | Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Doppelbelegungen bei automatischen Vermittlungsanlagen |
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