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DE1240825B - Verfahren zum Ziehen von Einkristallen aus Halbleitermaterial - Google Patents

Verfahren zum Ziehen von Einkristallen aus Halbleitermaterial

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Publication number
DE1240825B
DE1240825B DE1962J0022101 DEJ0022101A DE1240825B DE 1240825 B DE1240825 B DE 1240825B DE 1962J0022101 DE1962J0022101 DE 1962J0022101 DE J0022101 A DEJ0022101 A DE J0022101A DE 1240825 B DE1240825 B DE 1240825B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
semiconductor material
melt
coil
rod
semiconductor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1962J0022101
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Erich Schoene
Dipl-Phys Heinz Vater
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB
Original Assignee
Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB filed Critical Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB
Priority to DE1962J0022101 priority Critical patent/DE1240825B/de
Publication of DE1240825B publication Critical patent/DE1240825B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C30CRYSTAL GROWTH
    • C30BSINGLE-CRYSTAL GROWTH; UNIDIRECTIONAL SOLIDIFICATION OF EUTECTIC MATERIAL OR UNIDIRECTIONAL DEMIXING OF EUTECTOID MATERIAL; REFINING BY ZONE-MELTING OF MATERIAL; PRODUCTION OF A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; SINGLE CRYSTALS OR HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; AFTER-TREATMENT OF SINGLE CRYSTALS OR A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; APPARATUS THEREFOR
    • C30B15/00Single-crystal growth by pulling from a melt, e.g. Czochralski method
    • C30B15/14Heating of the melt or the crystallised materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C30CRYSTAL GROWTH
    • C30BSINGLE-CRYSTAL GROWTH; UNIDIRECTIONAL SOLIDIFICATION OF EUTECTIC MATERIAL OR UNIDIRECTIONAL DEMIXING OF EUTECTOID MATERIAL; REFINING BY ZONE-MELTING OF MATERIAL; PRODUCTION OF A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; SINGLE CRYSTALS OR HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; AFTER-TREATMENT OF SINGLE CRYSTALS OR A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; APPARATUS THEREFOR
    • C30B15/00Single-crystal growth by pulling from a melt, e.g. Czochralski method
    • C30B15/02Single-crystal growth by pulling from a melt, e.g. Czochralski method adding crystallising materials or reactants forming it in situ to the melt
    • C30B15/04Single-crystal growth by pulling from a melt, e.g. Czochralski method adding crystallising materials or reactants forming it in situ to the melt adding doping materials, e.g. for n-p-junction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Liquid Deposition Of Substances Of Which Semiconductor Devices Are Composed (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ziehen von Einkristallen aus Halbleitermaterial Halbleiterbauelemente können nur aus einkristallinem Halbleitermaterial hergestellt werden, welches ganz bestimmte Eigenschaften hat. Die Herstellung solcher Kristalle ist verhältnismäßig kompliziert und die Art der Herstellung teilweise vom verwendeten Halbleitermaterial abhängig.
  • Man kann bei der Herstellung geeigneter Kristalle drei Arbeitsgänge unterscheiden: die physikalische Reinigung des chemisch hergestellten Ausgangsmaterials, die Dotierung und das Herstellen des Einkristalls im Hochvakuum.
  • Es ist bekannt, je nach Art des Halbleitermaterials bei der Durchführung der drei Arbeitsgänge unterschiedliche Wege einzuschlagen. Entweder wird, insbesondere bei Germanium, das bekannte Czochralski-Verfahren angewendet, bei dem das vorher physikalisch gereinigte Halbleitermaterial zwecks Dotierung und Einkristallzüchtung in einem meist durch eine gekühlte Induktionsspule beheizten Tiegel aufgeschmolzen wird. Oder man bedient sich, z. B. bei Silicium, des bekannten tiegellosen Zonenschmelzens. Bei diesem Verfahren wird zunächst zum Zweck der Reinigung ein an beiden Enden gehalteter Stab aus halbleitendem Material mehrfach durch eine Hochfrequenzinduktionsspule geführt, so daß ein Schmelztropfen den Stab jeweils in einer Richtung durchwandert. Dabei tritt infolge des Segrationseffektes ein Transport von Verunreinigungen an ein Stabende auf. Nach Entfernung der verunreinigten Stabenden wird sodann in derselben Apparatur, gegebenenfalls in Verbindung mit einer Dotierung, mittels eines angesetzten Impfkristalls in einem Zonendurchgang der Einkristall hergestellt.
  • Wird das gereinigte Halbleitermaterial in einem Tiegel aufgeschmolzen, dann gelangen aber wieder Verunreinigungen, insbesondere aus der Tiegelwand, in die Schmelze. Dies ist dann der Fall, wenn der Schmelzpunkt des Halbleitermaterials hoch ist und eine große chemische Affinität vorliegt. Das trifft nun besonders für Silicium zu. Bei der Einkristallzüchtung durch ziegelfreies Zonenschmelzen tritt dieser Nachteil nicht auf.
  • Auch hinsichtlich der Qualität des hergestellten Einkristalls bestehen bei beiden Verfahren wesentliche Unterschiede.
  • Bei der Einkristallzüchtung nach dem Zonenschmelzverfahren wird der Vorteil der Tiegelfreiheit mit dem Nachteil einer relativ hohen Versetzungsfehlordnung im Einkristall erkauft. Das hängt mit ungünstigen thermischen Verhältnissen zusammen, die bei diesem Verfahren an der Phasengrenzfläche gegeben sind. Die hohe Versetzungsdichte stellt die Verwendung eines solchen Kristalls für bestimmte Bauelementetypen in Frage. Demgegenüber erbringt die Einkristallzüchtung aus dem Schmelztiegel nach dem Czochralski Verfahren, welches jedoch bei Materialien mit hohem Schmelzpunkt, also beispielsweise bei Silicium, aus den bereits genannten Gründen nicht verwendbar ist, Einkristalle mit geringer Versetzungsdichte. Dies ist auf günstige thermische Verhältnisse an der Phasengrenzfiäche zurückzuführen.
  • Für die beiden hauptsächlichen Arbeitsgänge eines kombinierten Reinigungs- und Einkristallziehverfahrens ist es daher in gleichem Maße wünschenswert, nicht nur einen kleinen Teil, wie das bei dem Schmelztropfen des Zonenschmelzens der Fall ist, sondern das gesamte eingesetzte Halbleitermaterial tiegelfrei geschmolzen zu haben und aus einer gereinigten Schmelze, ohne die Gefahr des erneuten Eindringens von Verunreinigungen, den Einkristall herzustellen unter für eine geringe Versetzungsfehlordnung günstigen thermischen Bedingungen an der Phasengrenzfläche.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zum Ziehen von Einkristallen aus Halbleitermaterial im Hochvakuum aus einer im Feld einer gekühlten Hochfrequenzinduktionsspule befindlichen Schmelze des Halbleitermaterials mittels eines in die Schmelze getauchten und nach oben gezogenen Impfkristalls dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß durch allmähliches Einführen und schließlich vollständiges Aufschmelzen eines Stabes aus dem Halbleitermaterial in dem Feld einer gekühlten Hochfrequenzinduktionsspule die Schmelze ziegellos erzeugt und in an sichbekannterWeise durch die Stützwirkung derInduktionsspule in der Schwebe gehalten wird, und zwar so lange, bis Verunreinigungen verdampft sind, worauf aus der so gehaltenen Schmelze der Einkristall gezogen wird. Halbleitermaterial, welches bei Raumtemperatur eine so geringe Leitfähigkeit aufweist, daß der Schmelzeffekt in dem hochfrequenten Magnetfeld noch nicht in Gang kommt, muß bis auf etwa 300° C vorgewärmt werden. Bei ausreichender Leitfähigkeit des Halbleitermaterials ist eine Einrichtung zu dessen Vorwärmung nicht erforderlich.
  • Die Arbeitsgänge Reinigen, Dotieren und Einkristallziehen werden unmittelbar hintereinander in demselben Vakuum- durchgeführt. Der mit dem Zonenschmelzverfahren verbundene Mangel der Beschränkung auf relativ kleine Durchmesser der Einkristalle entfällt ebenso wie das beim Zonenreinigen unvermeidbare Auftreten verunreinigter Rückstände und der Verlust verunreinigter Stabenden. Die Reinigung erfolgt ausschließlich durch Verdampfen der Verunreinigungen, wobei die gesamte Schmelze bei guter Durchmischung diesem Prozeß unterworfen ist. Der reinigende Verdampfungseffekt kann sich weiterhin voll auswirken durch die Möglichkeit, das Halbleitermaterial während der Reinigung einer Temperatur auszusetzen, welche - im Gegensatz zu dem Zonenschmelzverfahren - wesentlich über der Schmelztemperatur liegt.
  • Für das Gelingen des Schwebevorganges ist Voraussetzung, daß das zu schmelzende Material dem hochfrequenten Feld genügend Leistung entnimmt (d. h., daß die Wirbelstromdichte groß genug ist), damit ausreichend große Kraftwirkungen entstehen, um eine nennenswerte Materialmenge in der Schwebe zu halten. Voraussetzung dafür ist weiterhin eine genügend große Leitfähigkeit des schwebenden Stoffes. Im Gegensatz zu elektrisch leitenden Metallen besitzen Halbleiter eine um mehrere Zehnerpotenzen geringere spezifische Leitfähigkeit. Man ist daher versucht anzunehmen, daß sich das Schwebeverfahren auf Halbleitermaterialien nicht übertragen läßt. Im vorliegenden Fall handelt es sich jedoch um Halbleiter im geschmolzenen Zustand, die wegen des negativen Temperaturkoeffizienten des spezifischen Widerstandes bei Schmelztemperatur eine Leitfähigkeit haben, welche derjenigen der Metalle nahekommt. So besitzt z. B. reines Silicium bei 300° K einen spezifischen Widerstand von 2,5 - 105 Ohm - cm, bei 1700° K einen solchen von etwa 2 - 10-3 Ohm # cm, d. h. eine um acht Zehnerpotenzen größere Leitfähigkeit. Das Schwebeprinzip läßt sich also bei Halbleitern ebenso verwirklichen wie bei Metallen.
  • Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens enthalten in einem gegebenenfalls gekühlten Hochvakuumgefäß aus Metall oder Quarzglas als wesentlichen Bestandteil einen aus gekühlten Induktionsspulenwindungen gebildeten Spulenkorb sowie durch die Wandung des Hochvakuumgefäßes vakuumdicht durchgeführteEinrichtungenzum Einführen des Dotierungsmaterials, zur Beschickung des Spulenkorbes mit dem zu schmelzenden Ausgangsmaterial und zum Einführen und Zurückziehen des Impfkeimes. Die beiden zuletzt genannten Einrichtungen können aus einer einzigen, beiden Zwecken dienenden bestehen, welche den am Impfkristall hängend angeschmolzenen Halbleiterstab in den Spulenkorb hineinsenkt und den Einkristall aus diesem herauszieht. Es können aber auch zwei unabhängig voneinander bewegbare, durch die Wand des Hochvakuumgefäßes durchgeführte Gestänge vorgesehen sein, von denen das obere lediglich der Abundaufbewegung des Impfkeimes dient, während das unterhalb des Spulenkorbes in das Hochvakuumgefäß durchgeführte Gestänge das halbleitende Grundmaterial in der Form eines Halbleiterstabes trägt. Das obere Gestängeende kann auch mit einem Kolben versehen sein, welcher das in einen gekühlten Zylinder eingefüllte stück- oder pulverförmige Halbleitermaterial nach oben in den Spulenkorb hineinbefördert. In beiden Fällen müssen die Spulenwindungen eine ausreichend große Öffnung im Boden des Spulenkorbes frei lassen.
  • Um die Schmelz- und Schwebewirkung des Spulenkorbes besser abstimmen zu können, kann es zweckmäßig sein, entweder eine einzige Spule über geeignete Entkopplungsglieder mit zwei unabhängig voneinander regelbaren Wechselspannungen verschiedener Frequenz zu speisen oder zwei mit verschiedenen Frequenzen gespeiste und mit ihren Windungen ineinandergreifende oder räumlich getrennte Induktionsspulen vorzusehen. Zusätzlich hierzu oder auch für sich allein läßt sich die Schwebewirkung noch dadurch beeinflussen, daß eine oder mehrere der obersten, den Spulenkorb bildenden Windungen einen gegenläufigen Windungssinn haben.
  • In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise schematisch dargestellt, und zwar zeigt F i g.1 eine Vorrichtung mit unten geschlossenem Spulenkorb, F i g. 2 dieselbe Vorrichtung in der Stellung vor Beginn des Einkristallziehens, F i g. 3 eine Vorrichtung mit am Boden offenem Spulenkorb und unterer Beschickung durch einen Halbleiterstab, F i g. 4 eine Vorrichtung mit einem Spulenkorb entsprechend F i g. 3 und unteren Beschickung mit stückigem oder pulverförmigem Halbleitermaterial und F i g. 5 eine Vorrichtung in der Stellung der F i g. 2 mit einem aus zwei Hochfrequenzspulen gebildeten Spulenkorb.
  • Bei der Darstellung der Vorrichtung wurde auf die Abbildung des an sich bekannten und gegebenenfalls gekühlten Hochvakuumgefäßes aus Metall oder Quarzglas mit den oberen bzw. oberen und unteren vakuumdichten Durchführungen verzichtet. Aus Gründen der Vereinfachung wurde weiterhin darstellungsmäßig nicht zum Ausdruck gebracht, daß die obersten Spulenwindungen - wie bereits erwähnt - einen umgekehrten Windungssinn aufweisen können.
  • Bei der Vorrichtung gemäß F i g. 1 ist innerhalb des - nicht dargestellten - Hochvakuumgefäßes eine wassergekühlte Hochfrequenzspule angeordnet, deren Windungen 1 einen Spulenkorb 2 bilden. Die Spulenenden sind durch die Wandung des Hochvakuumgefäßes hindurchgeführt und sowohl an einen Generator als auch an einen Wasserzu- und -abfluß angeschlossen. Oberhalb des Spulenkorbes 2 ist ein in an sich bekannter Weise durch einen mechanischen Antrieb in vertikaler Richtung bewegbares und vakuumdicht durch die Wand des Hochvakuumgefäßes hindurchgeführtes Gestänge 3 vorgesehen, das unten eine Klemme 4 trägt. Schließlich mündet über dem Spulenkorb 2 und etwas außerhalb von dessen Mitte ein Beschickungsröhrchen 5, welches durch die Wand des Hochvakuumgefäßes hindurchgeführt und außerhalb dessen verschließbar ist. Das erfindungsgemäße Verfahren kommt mit der Vorrichtung wie folgt zur Anwendung: Zunächst wird an der Klemme 4 ein Impfkeim 6 befestigt, an welchem ein Halbleiterstab 7 angeschmolzen ist. Sodann wird das Hochvakuumgefäß evakuiert und der Halbleiterstab 7, nachdem er gegebenenfalls von außerhalb des Hochvakuumgefäßes auf herkömmliche Weise, z. B. durch Bestrahlen mit Infrarotlicht, auf etwa 300° C erhitzt wurde, in den Spulenkorb abgesenkt. Sein unteres Ende nimmt aus dem hochfrequenten Magnetfeld des an den Generator angeschlossenen Spulenkorbes 2 Leistung auf und schmilzt, wobei der Schmelztropfen 8 frei im Magnetfeld hängt. Durch weiteres Nachschieben in Richtung des Pfeiles A schmilzt der Halbleiterstab 7 schließlich bis zu dem oben angeschmolzenen Impfkeim 6 auf, wobei sich der schwebende Schmelztropfen 8 ständig vergrößert. Der Impfkeim 6 wird dann entgegen der Richtung des Pfeiles A wieder in seine Ausgangsstellung zurückgeführt. Der Schmelztropfen 8 bleibt nun so lange in der Schwebe, bis - in Abhängigkeit von Temperatur und Vakuum - die im Halbleiterstab enthalten gewesene Verunreinigungen abgedampft sind und sich an der Oberfläche der Windungen 1 des Spulenkorbes 2 und an der Innenfläche des Hochvakuumgefäßes, falls dieses gekühlt wird, niedergeschlagen haben. Danach wird durch das Beschickungsröhrchen 5 das Dotierungsmaterial in die Schmelze eingebracht und anschließend der Impfkeim 6 bei entsprechend herabgesetzter Temperatur in die Schmelze eingetaucht und in Richtung des Pfeiles B (s. F i g. 2) langsam wieder nach oben bewegt. Dabei wächst an diesem ein Kristall in der von dem Impfkeim 6 angegebenen Orientierung an.
  • Unter Berücksichtigung der Verdampfungskoeffizienten des Dotierungsmaterials kann durch eine geeignete Programmsteuerung der Ziehgeschwindigkeit erreicht werden, daß die Dotierung gleichmäßig über die ganze Stablänge erfolgt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, durch gezielte Beigabe von Dotierungselementen oder durch Variierung der Ziehparameter im wachsenden Kristall p-n-Strukturen zu erzeugen. Weitgehende Versetzungsfreiheit des Kristalls kann man durch Animpfen mit einem dünnen Impfkristall und anfängliches Dünnziehen erzielen.
  • Eine andere Möglichkeit, das Ausgangsmaterial in Form des Halbleiterstabes 7 in den Spulenkorb einzuführen, zeigt F i g. 3. Hier ist an der oberen Klemme 4 des Gestänges 3 lediglich der Impfkeim 6 befestigt, während der Halbleiterstab 7 von einer unterhalb des Spulenkorbes 2 angeordneten Klemme 9 getragen wird, die auf einem unabhängig vom Gestänge 3 auf und ab bewegbaren Gestänge 10 sitzt Die unterste Windung des Spulenkorbes ist so groß gehalten, daß der Halbleiterstab 7 durch sie von unten in den Spulenkorb 2 in Richtung des Pfeiles C eingeführt werden kann. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, den oben dargestellten Ablauf des Verfahrens in einer Vorrichtung gemäß F i g. 3 in umgekehrter Richtung ablaufen zu lassen, also den Halbleiterstab von oben einzuführen und den Einkristall nach unten wegzuziehen.
  • Die in F i g. 4 dargestellte Vorrichtung hat mit der vorher besprochenen gemeinsam, daß die Beschikkung von unten erfolgt, jedoch mit der Abweichung, daß das Halbleitermaterial in stückiger oder pulvriger Form vorliegen kann. Zu diesem Zweck trägt das untere Gestänge 10 einen Kolben 12, welcher in einem wassergekühlten Zylinder 13 das vorher eingefüllte Halbleitermaterial 11 in Richtung des Pfeiles C nach oben in den Spulenkorb 2 drückt.
  • Die Möglichkeit einer besseren Abstimmung der Schmelz- und Schwebewirkung bietet die Ausbildung des Spulenkorbes 2 der Vorrichtung der F i g. 5, welche im übrigen mit der der F i g. 1 und 2 übereinstimmt. Die erwähnte bessere Abstimmung wird hier erzielt durch die Anordnung von zwei ineinandergreifenden Hochfrequenzspulen, von denen die Spule 14 mit einer niedrigen Frequenz gespeist wird und bei vernachlässigbarer Schmelzwirkung die Schwebekraft erzeugt, während die mit Hochfrequenz gespeiste Spule 15 zum Aufschmelzen des Halbleitermaterials dient bei verschwindend kleiner Stützkraft. Beide Hochfrequenzspulen können in ihrer Zueinanderordnung auch so gestaltet sein, daß die die Schwebekraft erzeugende Spule den obersten und untersten Teil des Spulenkorbes bildet und die der Schmelzwirkung dienende dessen mittleren Teil.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Ziehen von Einkristallen aus Halbleitermaterial im Hochvakuum aus einer im Feld einer gekühlten Hochfrequenzinduktionsspule befindlichen Schmelze des Halbleitermaterials mittels eines in die Schmelze getauchten und nach oben gezogenen Impfkristalls, d a d u r c h gekennzeichnet, daß durch allmähliches Einführen und schließlich vollständiges Aufschmelzen eines Stabes aus dem Halbleitermaterial in dem Feld der Spule die Schmelze tiegellos erzeugt und in an sich bekannter Weise durch die Stützwirkung der Induktionsspule in der Schwebe gehalten wird, und zwar so lange, bis Verunreinigungen verdampft sind, worauf aus der so gehaltenen Schmelze der Einkristall gezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halbleitermaterial während der Verdampfung der Verunreinigungen auf einer Temperatur gehalten wird, die wesentlich über seiner Schmelztemperatur liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 686 864.
DE1962J0022101 1962-07-14 1962-07-14 Verfahren zum Ziehen von Einkristallen aus Halbleitermaterial Pending DE1240825B (de)

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