DE1233833B - Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere Halbleitereinkristalls - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere HalbleitereinkristallsInfo
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- C30B—SINGLE-CRYSTAL GROWTH; UNIDIRECTIONAL SOLIDIFICATION OF EUTECTIC MATERIAL OR UNIDIRECTIONAL DEMIXING OF EUTECTOID MATERIAL; REFINING BY ZONE-MELTING OF MATERIAL; PRODUCTION OF A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; SINGLE CRYSTALS OR HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; AFTER-TREATMENT OF SINGLE CRYSTALS OR A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; APPARATUS THEREFOR
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Q.:
BOIj
C 30 B 2 3 '00 5
Deutsche Kl.: 12 g-17/30
Nummer: 1 233 833
Aktenzeichen: N 197981V c/12 g
Anmeldetag: 27. März 1961
Auslegetag: 9. Februar 1967
Es ist ein Verfahren bekannt, bei dem in einem geschlossenen
länglichen Rohr, z. B. in einem Quarzrohr, an einem Ende eine Menge der zu behandelnden
Substanz hoch erhitzt und verdampft wird. Dieser Dampf wird durch einen im Rohr mittels eines
Ofens erzeugten Temperaturgradienten zu einem kälteren Teil des Rohres geführt, wo die Substanz aus
der Dampfphase in kristalliner Form abgelagert wird. Auch ist zur Herstellung von Einkristallen aus Verbindungen,
z. B. aus CdS, bereits ein Verfahren bekannt, bei dem in einem mit Zu- und Ableitungen
versehenen Rohr ein Trägergas, das eine Komponente der Verbindung enthält, z. B. Schwefelwasserstoff,
über eine hocherhitzte Charge der anderen Komponente, z. B. Cadmium, geleitet wird, worauf der Trägergasstrom,
mit CdS-Dampf beladen, an einer anderen Stelle des Gefäßes in kristalliner Form abgelagert
wird.
Nach diesem Verfahren ist es zwar möglich, eine große Anzahl kleiner Kristalle mit untereinander ver- ao
schiedener Form, z. B. Nadeln und Plättchen, und verschiedenen Abmessungen zu erhalten, es ist jedoch
praktisch nicht möglich oder äußerst schwierig, in dieser Weise einen einzigen Kristall zu züchten.
Zur Verbesserung des Kristallwachstums während der Ablagerung hat man bereits vorgeschlagen, das Gefäß
entsprechend der Wachstumsgeschwindigkeit mit Bezug auf den Temperaturgradienten zu verschieben.
Zur Verbesserung der Abscheidung und Erzeugung eines einzigen Kristalls wurde weiter vorgeschlagen,
ein Gefäß mit einem verjüngten Endteil, insbesondere mit einem zu einer Spitze ausgezogenen Ende
zu verwenden. Durch örtliche Kühlung der Spitze wird dann zuerst in der Spitze ein Keim gebildet, und
von diesem Keim aus kann der Kristall in das Gefäß hineinwachsen. Eventuell bei der örtlichen Kühlung
entstehende weitere Keime können durch örtliche Erhitzung der betreffenden Stellen des Gefäßes vorher
noch entfernt werden.
Dieses Abscheidungsverfahren ist jedoch schwierig, und es hat sich weiter erwiesen, daß auch nach Anwendung
dieser Verbesserungen in vielen Fällen noch nicht ein regelmäßiges Wachstum eines größeren Kristalls
erreicht werden kann, da auch nach vorangehender intensiver Reinigung des Gefäßes die BiI-dung
eines einzigen Keimes nicht erreicht werden kann und während der weiteren Abscheidung neue
Keime an den Gefäßwänden gebildet werden, welche ein regelmäßiges Wachstum des Hauptkeimes stören
oder verhindern.
Diese Nachteile können bei einem Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere Halb-Verfahren
zur Herstellung eines Einkristalls,
insbesondere Halbleitereinkristalls
insbesondere Halbleitereinkristalls
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. E. Walther, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Als Erfinder benannt:
Adrianus Johannes Eland,
Eindhoven (Niederlande)
Adrianus Johannes Eland,
Eindhoven (Niederlande)
leitereinkristalls, durch Überführen eines Ausgangsmaterials in die Dampfphase und Abscheiden des
Einkristalls, wobei zunächst die Umgebung der Abscheidungsstelle im Reaktionsgefäß auf erhöhte Temperatur
gebracht und anschließend ein für die Abscheidung erforderlicher Temperaturgradient eingestellt wird und wobei während der Abscheidung das
Ausgangsmaterial in dem Gefäßteil höherer Temperatur angeordnet ist und die Abscheidung in dem
Gefäßteil niederer Temperatur stattfindet, vermieden werden, wenn erfindungsgemäß zur Reinigung der
Umgebung der Abscheidungsstelle ein Temperaturgradient angewandt wird, der dem bei der Abschei-»
dung angewandten Temperaturgradienten in seiner Richtung entgegengesetzt ist.
Durch diese der Abscheidung unmittelbar vorangehende Behandlung mit einem Temperaturgradienten
entgegengesetzter Richtung wird erreicht, daß in der Nähe der Abscheidungsstellej auch nach äußerster
Reinigung vorhandene Teilchen der Substanz oder sonstige Störstoffe, welche die Bildung von störenden
zusätzlichen Keimen begünstigen, weitgehend zum anderen Ende des Gefäßes übergeführt werden.
Dadurch wird die Abscheidung^vereinfacht und die Wahrscheinlichkeit der Bildung von zusätzlichen störenden
Keimen während der Abscheidung weitgehend herabgesetzt.
Der Temperaturgradient entgegengesetzter Richtung kann z. B. mittels eines Ofens erzeugt werden,
der am Anfang zeitweise die Temperatur des betreffenden Teiles des Gefäßes erhöht. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird zur Herstellung ein Ofen mit einer Tem-
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3 4
peraturvcrteilung verwendet welche zwischen zwei Fig. 2 zeigt eine graphische Abbildung der Tem-
Temperaturminima ein Maximum aufweist, wobei in peraturverteilung in dem bei der Apparatur von
dem einen dieser Temperaturgradienten die Abschci- Fig. 1 verwendeten Ofen.
dung und in dem anderen dieser Temperaturgradien- An Hand dieser Figuren wird jetzt als Bei-
ten die Reinigung vor der Abscheidung durchgeführt 5 spiel die Herstellung eines CdS-EinkriMaüs beschrie-
wird. Die ganze Behandlung wird dann in einfacher ben.
Weise durch Verlegung des Gefäßes in demselben Wie in Fig. 1 gezeigt, erfolgt die Herstellung in
Ofen erreicht. einem geschlossenen Quarzrohr 1 (Länge 20 cm; In-Nach der Behandlung mit dem Temperaturgradien- nendurchmesser 1 cm) mit einem gleichmäßig verten
entgegengesetzter Richtung kann die Abscheidung io jungten zu einer Spitze 2 ausgezogenen Ende, das
dadurch erfolgen, daß das Gefäß in dem dem Wachs- eine öse 3 aufweist. Mit dieser öse 3 ist ein Quarztum
entsprechenden Temperaturgradienten so ange- stab 4 verbunden, der aus dem Ofen 5 hinausragt und
ordnet wird, daß sich das äußerste Ende des Gefäßes durch eine Führung 6 an einem Stahldraht 7 langsam
auf einer Temperatur unterhalb der Abscheidungs- hochgezogen werden kann. Dabei bewegt sich das
temperatur befindet. Vorzugsweise wird dazu nach 15 Rohr 1 in vertikaler Richtung durch den Widerder
Behandlung mit dem Temperaturgradienten ent- standsofen 5, der eine Länge von etwa 80 cm und
gegengesetzter Richtung das Gefäß mit seinem zur einen Innendurchmesser von etwa 4 cm hat. An der
Abscheidung bestimmten äußeren Ende mit Bezug Unterseite ist der Ofen 5 mit einem Stöpsel 8 aus
auf den einen Temperaturgradienlen so angeordnet, thermisch isolierendem Material abgedichtet und an
daß an der Stelle noch keine Abscheidung stattfinden 20 der Oberseite mit einer Asbestscheibe 9.
kann, und anschließend wird das Gefäß mit seinem In Fig. 2 wird graphisch der Temperaturverlauf äußersten Ende langsam in Richtung der Abschei- in der Achse des Ofens durch die Kurve 10 dargedungstemperatur verschoben. Auf diese Weise wird stellt. Horizontal ist in dieser Figur die Temperatur Γ selbständig und in einfacher Weise erzwungen, daß linear in 0C aufgetragen, während vertikal der Absich der Kristall tatsächlich am äußeren Ende bildet, 35 stand χ vom Boden des Ofens angegeben ist. Wie ohne daß man zusätzliche Maßnahmen treffen muß, sich aus dieser Figur ergibt, weist die Temperaturum die Abscheidung nur dort stattfinden zu lassen. In verteilung im Ofen etwa in der Mitte ein Maximum besonders einfacher Weise kann dieses Verfahren in von etwa 11800C auf. Beiderseits des Maximums dem obenerwähnten Ofen mit zwei Temperaturgra- /dT\ , , ,,
dienten entgegengesetzter Richtung durch Verschie- 3O treten Temperaturgradienten (djr) umgekehrten Vor-
kann, und anschließend wird das Gefäß mit seinem In Fig. 2 wird graphisch der Temperaturverlauf äußersten Ende langsam in Richtung der Abschei- in der Achse des Ofens durch die Kurve 10 dargedungstemperatur verschoben. Auf diese Weise wird stellt. Horizontal ist in dieser Figur die Temperatur Γ selbständig und in einfacher Weise erzwungen, daß linear in 0C aufgetragen, während vertikal der Absich der Kristall tatsächlich am äußeren Ende bildet, 35 stand χ vom Boden des Ofens angegeben ist. Wie ohne daß man zusätzliche Maßnahmen treffen muß, sich aus dieser Figur ergibt, weist die Temperaturum die Abscheidung nur dort stattfinden zu lassen. In verteilung im Ofen etwa in der Mitte ein Maximum besonders einfacher Weise kann dieses Verfahren in von etwa 11800C auf. Beiderseits des Maximums dem obenerwähnten Ofen mit zwei Temperaturgra- /dT\ , , ,,
dienten entgegengesetzter Richtung durch Verschie- 3O treten Temperaturgradienten (djr) umgekehrten Vor-
bung des Gefäßes zwischen den beiden Gradienten zeichens auf. Während die Temperatur vom Boden
erreicht werden. des Gefäßes aus bis an das Maximum gleichmäßig
Wenn einmal der Kristallkeim gebildet ist, kann zunimmt, nimmt die Temperatur im Bereich 11 der
durch Aufrechterhalten des Temperaturgradienten die Kurve zuerst stark ab, wobei der Temperatursprung
weitere Abscheidung erfolgen. Vorzugsweise wird das 35 etwa 30"J C ist, und nimmt dann weiter wieder ab.
Gefäß mit seinem äußersten Ende während der Ab- Dieser Temperatursprung kann in an sich bekannter
scheidung auf dem Keim mit Bezug auf den Tempe- Weise durch entsprechende ungleichmäßige Bewick-
raturgradienten verschoben. Durch diese Verschie- lung des Heizrohres erzeugt werden. In diesem Tem-
bung! entsprechend der Ablagerungsgeschwindigkeit, peraturbereich erfolgt die Sublimation. Es wird be-
werden an der Wachstumoberfläche immer dieselben 40 merkt, daß. obwohl vorzugsweise ein solcher Tempe-
Temperaturbedingungen eingehalten, wodurch das ratursprung angewandt wird, es auch möglich ist. als
Wachstum gleichmäßig von dem Keim aus stattfin- Wachstumgradienten den normalen Temperaturab-
den kann und die zusätzliche Abscheidung noch mehr fall (also dieselbe Kurve ohne den Sprungbereich 11)
erschwert wird. anzuwenden.
In besonders einfacher Weise kann die Vorbehand- 45 Das in der Fig. 1 gestrichelt angegebene Quarz-
lung, Abscheidung und Ablagerung in einem Ofen, rohr Γ mit der Spitze 2' und öse 3' entspricht dem-
dessen Temperaturverteilung zwischen zwei Tempe- selben Quarzrohr 1 mit Spitze 2 und öse 3 aber nur
raturminima ein Maximum aufweist, dadurch erfol- jn einem früheren Stadium des Verfahrens, nämlich*
gen, daß man das Gefäß den Ofen in einer Richtung in der Anfangslage beim Verfahren. In dieser An-
durchlaufen läßt. 5o fangslage enthält das Quarzrohr Γ am Boden 10 g
Es hat sich besonders vorteilhaft erwiesen, die CdS-Pulver. Das Vorbereiten und Füllen des Quarz-Herstellung
in einem geschlossenen zylinderförmigen rohres wurde in folgender Weise durchgeführt:
Gefäß, insbesondere mit verjüngtem Endteil, durch- Zuerst wurde das noch an seinem der Spitze 2 zuführen. Dabei wird das Gefäß vorzugsweise in ver- gegenüberliegenden Ende offen» Quarzrohr 1 mit tikaler Richtung von unten nach oben durch einen 55 Salpetersäure ausgekocht und nach mehrmaligem Ofen geführt, wobei die Ausgangssubstanz am unte- Auskochen mit destilliertem Wasser einige Stunden ren Ende des Gefäßes angeordnet ist und die Ab- bei 100° C getrocknet. Dann wurde das Rohr an die Scheidung am oberen Ende des Gefäßes erfolgt. Es Evakuierungspumpe angeschlossen, und nach Einfülist jedoch auch möglich, ein Gefäß mit Ab- und Zu- Jen von 10 g CdS-Pulver wurde unter weiterem Evaleitungen zu verwenden, durch die ein Trägergas- 6o kuieren noch eine Viertelstunde auf etwa 900 C erstrom geleitet werden kann. Bei Verwendung eines hitzt, wonach das Rohr abgeschmolzen wurde,
geschlossenen Gefäßes wird jedoch Verunreinigung Nach Aufheizen des Ofens 5, bis die Maximalder Abscheidungsstelle weitgebend vermieden. temperatur 1180° C betrug, wurde das Quarzrohr in
Gefäß, insbesondere mit verjüngtem Endteil, durch- Zuerst wurde das noch an seinem der Spitze 2 zuführen. Dabei wird das Gefäß vorzugsweise in ver- gegenüberliegenden Ende offen» Quarzrohr 1 mit tikaler Richtung von unten nach oben durch einen 55 Salpetersäure ausgekocht und nach mehrmaligem Ofen geführt, wobei die Ausgangssubstanz am unte- Auskochen mit destilliertem Wasser einige Stunden ren Ende des Gefäßes angeordnet ist und die Ab- bei 100° C getrocknet. Dann wurde das Rohr an die Scheidung am oberen Ende des Gefäßes erfolgt. Es Evakuierungspumpe angeschlossen, und nach Einfülist jedoch auch möglich, ein Gefäß mit Ab- und Zu- Jen von 10 g CdS-Pulver wurde unter weiterem Evaleitungen zu verwenden, durch die ein Trägergas- 6o kuieren noch eine Viertelstunde auf etwa 900 C erstrom geleitet werden kann. Bei Verwendung eines hitzt, wonach das Rohr abgeschmolzen wurde,
geschlossenen Gefäßes wird jedoch Verunreinigung Nach Aufheizen des Ofens 5, bis die Maximalder Abscheidungsstelle weitgebend vermieden. temperatur 1180° C betrug, wurde das Quarzrohr in
Die Erfindung wird jetzt noch an einem Beispiel der in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Lagel' im
und zwei Figuren näher erläutert. 65 Ofen angeordnet, wobei sich, wie sich beim Vergleich
Fig. 1 zeigt schematisch im Längsdurchschnitt mit Fig. 2 ergibt, die Spitze 2' etwa auf der Maxieine
Apparatur zur Anwendung des erfindungs- maltemperatur befindet, so daß im Gefäß Γ ein Temgemäßen
Verfahrens; peraturgradienl herrscht, der eventuelle im oberen
Ende, insbesondere in der Spitze 2' befindliche Teilchen der Substanz oder sonstige Störstoffe, welche
später als störende Keime wirken könnten, zum Boden des Gefäßes, wo sieh die Ausgangscharge 13
befindet, überführt. Hierdurch wird die Spitze sehr intensiv gereinigt. Nachdem das Rohr etwa 2 Stunden
in dieser Lage 1' belassen war, wurde mit dem Hochziehen angefangen. Die Aufziehgeschwindigkeit
wurde auf 2 cm pro 24 Stunden genau konstant gehalten. Nach Durchlaufen der Maximaltemperatur to
und des Temperatursprunges 11 der Kurve 10 von Fig. 2 wird diejenige Temperatur an der Spitze
erreicht, bei der sich am äußeren Ende ein Keim bilden kann. Dadurch, daß gemäß einer bevorzugten
Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor der Keimbildung die Spitzel' mit ihrem äußersten
Ende im Ofen noch vor der Keimbildungstemperatur angeordnet wird und von dort aus die Spitze 2' langsam
zur Keimbildungstemperatur bewegt wird, wird der Vorteil erreicht, daß automatisch erzwungen ao
wird, daß sich der Keim am äußersten Ende bildet und daß dabei an anderen Teilen der Spitze noch
keine störenden Keime auftreten können.
Nach Bildung des Keimes kann das Rohr über eine kurze Strecke nach oben verlegt und in dieser as
Lage belassen werden, um die weitere Ablagerung erfolgen zu lassen. Vorzugsweise wird jedoch das
Rohr auch während der Ablagerung langsam aufgezogen, 7. B. mit derselben Aufeiehgeschwindigkcit
von 2 cm pro 24 Stunden.
Nach 6 Tagen Aufziehen von der gestrichelten Ausgangslage (1', 2', 3') aus befand sich das Rohr
in der in Fig. 1 angegebenen Lage(1,2,3). Beim Herausnehmen des Rohres aus dem Ofen ergab sich,
daß sich das Ausgangspulver 13 in den 6 Tagen am oberen Ende des Rohres, ausgehend von der Spitze 2,
als Hinkristnil 14 in der Form eines Stäbchens von etwa ft cm Länge und an die weitere Form des
Rohres ancepaßt abgeschieden hatte.
In ähnlicher Weise wurden Einkristalle von ZnTe und CdSe hergestellt.
Zur Massenfertigung können mehrere Gefäße hintereinander durch denselben Ofen gezogen werden,
und es kann ein Quarzstab mit mehreren Armen verwendet werden, die je ein Gefäß tragen. Die
erfindungsgemäßen Maßnahmen können in ähnlicher Weise auch auf diejenigen Herstellungsverfahren angewendet
werden, bei denen die Verbindung aus ihren Komponenten durch Reaktion aus der Dampfphase
gebildet wird. Es können z. B. im Ofen mehrere Temperaturgradienten zugelassen werden, wobei sich
die Ausgangssubstanz nicht gleichzeitig vollständig auf hoher Temperatur befindet, aber eine Zone hoher
Temperatur entsprechend der Verschiebung durch das Ausgangsmaterial wandert.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere Halbleitereinkristalls, durch Überführen
eines Ausgangsmaterials in die Dampfphase und Abscheiden des Einkristalls, wobei
zunächst die Umgebung der Abschcidungsstelle im Reaktionsgefäß auf erhöhte Temperatur gebracht
und anschließend ein für die Abscheidung erforderlicher Temperaturgradient eingestellt wird
und wobei während der Abscheidung das Ausgangsmalerial in dem Gefäßteil höherer Temperatur
angeordnet ist und die Abscheidung in dem Gefäßteil niederer Temperatur stattfindet,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Reinigung der Umgebung der Abscheidungsstelle ein
Temperaturgradient angewandt wird, der dem bei der Abscheidung angewandten Temperaturgradienten
in seiner Richtung entgegengesetzt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des Einkristalls
ein Ofen mit einer Temperaturverteilung verwendet wird, welche zwischen zwei Temperaturminima
ein Maximum aufweist, wobei in dem einen der dadurch entstehenden Temperaturgradienten
die Reinigung vor der Abscheidung und in dem anderen dieser Temperaturgradienten
die Abscheidung durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Reinigungsbehandlung
mit dem Reinigungstemperaturgradienten das Gefäß mit seinem zur Abscheidung bestimmten
Ende in bezug auf den Abscheidungstemperaturgradienten so angeordnet wird, daß an
dieser Stelle noch keine Abscheidung stattfinden kann, und daß anschließend das Gefäß mit seinem
zur Abscheidung bestimmten Ende langsam in Richtung der Abscheidungstemperatur verschoben
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gefäß den ein
Temperaturmaximum aufweisenden Ofen in einer Richtung vom Anfang bis Ende durchlaufen läßt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung des Einkristalls
in einem geschlossenen, senkrecht stehenden zylinderförmigen Gefäß, insbesondere mit
verjüngtem oberem Ende, durchgeführt wird, wobei das Ausgangsmaterial am unteren Ende dap
Gefäßes angeordnet und das Gefäß in vertikaler Richtung von unten nach oben durch einen Ofen
geführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift für Elektrochemie, 58 (1954), S. 322; J. appl. phys., 31 (1960), 10, S. 1733.
Zeitschrift für Elektrochemie, 58 (1954), S. 322; J. appl. phys., 31 (1960), 10, S. 1733.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
7O9 5O8'3O0 1.67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN19798A DE1233833B (de) | 1961-03-27 | 1961-03-27 | Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere Halbleitereinkristalls |
| US179892A US3210149A (en) | 1961-03-27 | 1962-03-15 | Method of producing monocrystals of a semiconductor via the vapor phase |
| GB11250/62A GB963158A (en) | 1961-03-27 | 1962-03-23 | Improvements in or relating to methods of producing monocrystals |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN19798A DE1233833B (de) | 1961-03-27 | 1961-03-27 | Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere Halbleitereinkristalls |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1233833B true DE1233833B (de) | 1967-02-09 |
| DE1233833C2 DE1233833C2 (de) | 1967-09-21 |
Family
ID=7341030
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN19798A Granted DE1233833B (de) | 1961-03-27 | 1961-03-27 | Verfahren zur Herstellung eines Einkristalls, insbesondere Halbleitereinkristalls |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3210149A (de) |
| DE (1) | DE1233833B (de) |
| GB (1) | GB963158A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3042501A (en) * | 1955-10-28 | 1962-07-03 | Harvey L Noblitt | Separation and recovery of volatile sulphides from sulphide materials |
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1961
- 1961-03-27 DE DEN19798A patent/DE1233833B/de active Granted
-
1962
- 1962-03-15 US US179892A patent/US3210149A/en not_active Expired - Lifetime
- 1962-03-23 GB GB11250/62A patent/GB963158A/en not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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|---|
| None * |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE1233833C2 (de) | 1967-09-21 |
| GB963158A (en) | 1964-07-08 |
| US3210149A (en) | 1965-10-05 |
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