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DE1240513B - Verfahren zur Fluorierung von Tetrachlormethan - Google Patents

Verfahren zur Fluorierung von Tetrachlormethan

Info

Publication number
DE1240513B
DE1240513B DE1964F0043589 DEF0043589A DE1240513B DE 1240513 B DE1240513 B DE 1240513B DE 1964F0043589 DE1964F0043589 DE 1964F0043589 DE F0043589 A DEF0043589 A DE F0043589A DE 1240513 B DE1240513 B DE 1240513B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nacl
fecl
mol
caf
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964F0043589
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otto Scherer
Dr Bernhard Wojtech
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE1964F0043589 priority Critical patent/DE1240513B/de
Priority to FR26123A priority patent/FR1445032A/fr
Priority to GB3229265A priority patent/GB1104997A/en
Publication of DE1240513B publication Critical patent/DE1240513B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/20Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of halogen atoms by other halogen atoms
    • C07C17/202Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of halogen atoms by other halogen atoms two or more compounds being involved in the reaction
    • C07C17/208Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of halogen atoms by other halogen atoms two or more compounds being involved in the reaction the other compound being MX

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche KL: 12 ο - 2/01
Nummer: 1240 513
Aktenzeichen: F 43589 IV b/12 ο
Anmeldetag: 28. Juli 1964
Auslegetag: 18. Mai 1967
Es ist aus der deutschen Patentschrift 662 627 bekannt, Chlorkohlenwasserstoffe, vorzugsweise Tetrachlorkohlenstoff, mit CaF2 bei hohen Temperaturen zu fluorhaltigen Verbindungen umzusetzen. Aus Tetrachlorkohlenstoff entsteht so Mono-fluor-trichlorkohlenstoff und Difluordichlorkohlen stoff unter gleichzeitiger Bildung von Calciumchlorid.
Die technische Durchführung dieses Verfahrens stößt allerdings auf eine Reihe von Schwierigkeiten. Die Reaktion verläuft sehr langsam, so daß — insbesondere zur Gewinnung von CCl2F2 — hohe Verweilzeiten und hohe Temperaturen angewandt werden müssen, bei denen aber bereits eine merkliche Zersetzung des CCl4 stattfindet. Außerdem geht die Reaktionsgeschwindigkeit mit steigendem Umsatz zurück, bis bei etwa 10 bis 30 % Umsatz — je nach Beschaffenheit des eingesetzten CaF2 — praktisch Stillstand eintritt, vermutlich dadurch, daß das entstehende CaCl2 die ursprünglich frei zugängliche Oberfläche des CaF2 bedeckt. Auch eine Durchführung der Reaktion im Wirbelbett bringt keine wesentliche Verbesserung.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Fluorierung von Tetrachlormethan durch Umsetzung mit CaF2, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Umsetzung bei Temperaturen oberhalb 3500C, vorzugsweise bei 400 bis 6500C, in Gegenwart von FeCl3 und NaCl erfolgt. Dabei soll vorzugsweise das molare Verhältnis von FeCl3: NaCl 0,8:1 bis 1,2:1 betragen. Man geht vorteilhaft so vor, daß die Umsetzung in einer FeCla-NaCl-Schmelze stattfindet und daß das CaF2 in Form von natürlichem Flußspat verwendet wird.
An Stelle von NaCl können auch die Na-Verbindungen verwendet werden, die sich mit CCl4 zu NaCl umsetzen, wie z. B. NaF, Na2SiF6, NaOH, Na2CO3 oder andere sauerstoffhaltige Na-Salze. Das gleiche gilt von den Fe-Verbindungen, die im Reaktionsmedium FeCl3 ergeben, wie z. B. Eisenoxyd.
Um eine möglichst große Kontaktoberfläche zu erhalten, legt man vorteilhaft das NaCl in feinpulverisierter Form vor. Eine zweckmäßige Ausführung besteht darin, das CaF2 in einer NaCl-Lösung zu suspendieren, die anschließend getrocknet wird, oder daß man dem Flußspat gleich bei der Mahlung NaCl zusetzt.
Eine katalytische Wirkung wird bereits mit kleinen Mengen FeCl3 und NaCl erzielt, z. B. 0,01 bis 1 Gewichtsprozent an FeCl3, bezogen auf die eingesetzte Menge an CaF2. Vorteilhaft verwendet man 1 bis 10 Gewichtsprozent FeCl3. Die angewandten Mengen an NaCl betragen das 0,1- bis lOOfache an molarer Verfahren zur Fluorierung von Tetrachlormethan
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius &Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dr. Otto Scherer, Bad Soden (Taunus);
Dr. Bernhard Wojtech,
Frankfurt/M.-Unterliederbach
Menge, bezogen auf die eingesetzte Menge FeCl3 in Mol, vorzugsweise das 0,5- bis lOfache. Die Anwendung größerer Mengen an FeCl3 und der entsprechenden Mengen an NaCl, z. B. bis 50 Gewichtsprozent oder bis 400 Gewichtsprozent FeCl3, ist möglich, sie bewirkt eine weitere, jedoch immer langsamer ansteigende Wirkung auf die Umsetzung des CaF2.
Eine bevorzugte Ausführung des Verfahrens besteht, wie oben erwähnt, in der Verwendung solcher Mengen an FeCl3 und NaCl, daß bei Reaktionstemperatur eine Schmelze entsteht, in der das CaF2 im suspendierten Zustand reagieren kann.
Vorzugsweise wird dafür ein Gemisch FeCl3: NaCl im molaren Verhältnis von 0,8 :1 bis 1,2:1 verwendet. Diese Schmelze kann auch ungelöste Anteile von NaCl oder FeCl3 enthalten. Die Gewichtsverhältnisse zwischen Schmelze und CaF2 liegen beispielsweise bei 4:1 bis 50:1 oder mehr, vorzugsweise 8:1 bis 20:1. Die Rührung des Systems kann auf mechanischem Wege oder mittels der durchtretenden Gasblasen des Chlorkohlenwasserstoffes erfolgen. Die geringe Löslichkeit der Ca-Salze in der Schmelze erlaubt eine leichte Abtrennung, insbesondere des CaCl2, z. B. durch Filtrieren oder Zentrifugieren. Dadurch läßt sich das Verfahren leicht kontinuierlich gestalten, z. B. indem man nach dem Gegenstromprinzip arbeitet, gegebenenfalls in einer Kaskade.
In den folgenden Beispielen sind zu Vergleichszwecken auch Austauschreaktionen ohne NaCl mit aufgenommen. Alle Reaktionen wurden mit einem feingemahlenen natürlichen Flußspat durchgeführt. Da der Austauschgrad im CaF2-Festbett an der Eintrittzone des CCl4 einen Maximalwert aufweist, wurde zur weiteren Charakterisierung des Umsatzes auch dieser Wert aufgeführt.
709 580/274
Beispiel 1
a) 35 g (0,45 Mol) CaF2, das durch Eindunsten einer wäßrigen NaCl-Lösung mit 4 g NaCl (0,068 Mol) vermengt war, wurde mit 6 g FeCl3 (0,037 Mol) vermischt und in einen Rohrreaktor aus Glas von etwa 35 mm Weite eingebracht. Durch das vertikal in einen elektrischen Ofen eingesetzte Rohr wurden bei 4500C in 6 Stunden 760 g CCl4 (5 Mol) unter Atmosphärendruck durchgeleitet. Der Halogenaustausch betrug im Durchschnitt 72%, in der CC^-Eintrittszone 80%.
b) Sind die 35 g CaF2 nur mit 1,4 g NaCl (0,024 Mol) vermengt, so erhält man unter den gleichen Bedingungen mit 6 g FeCl3 (0,037 Mol) einen Durchschnittsaustausch von 71%, in der Eintrittszone von 75%.
Ein Gemisch von 35 g CaF2 und 6 g FeCl3 ohne NaCl führte unter denselben Reaktionsbedingungen nur zu einem durchschnittlichen Austauschwert von 38% und in der CC^-Eintrittszone von 46%·
Beispiel 2
70 g CaF2 (0,9MoI), das mit 5,8 g feinpulverisiertem NaCl (0,1MoI) und 5 g FeCl3 (0,031 Mol) vermischt war, wurde in der gleichen Apparatur wie im Beispiel 1 ebenfalls mit 760 g CCl4 (5MoI) bei 4500C 6 Stunden behandelt. Der erzielte Austauschwert war 58% im Durchschnitt und 72% in der COU-Eintrittszone. Ohne NaCl wird 30% im Durchschnitt und 45% in der Eintrittszone erhalten. Läßt man FeCl3 und NaCl weg, so erhält man unter den gleichen Bedingungen nur 24% und in der Eintrittszone 29%.
Beispiel 3
Je 35 g CaF2 (0,45MoI), das mit 2,5 g FeCl3 (0,015 Mol) vermischt war, wurde mit feinpulverisiertem NaCl, und zwar
a) 6,2 g (0,16 Mol) NaCl,
b) 1,5 g (0,026 Mol) NaCl
gut vermengt. Die Behandlung mit 760 g CCl4 (5 Mol) bei 4500C während 6 Stunden geschah unter den gleichen Bedingungen wie in den Beispielen 1 und 2. Die durchschnittlichen Austauschwerte waren bei a) 55 0I0, bei b) 51%, in der CCl4-Eintrittszone bei a) 76%, bei b) 68%.
Ohne NaCl wurde ein Durchschnittswert von 34% und in der Eintrittszone von 39% erhalten.
Beispiel 4
Je drei Proben von 35 g CaF2 (0,45 Mol) wurden durch Eindunsten wäßriger NaCl-Lösungen mit 3 verschiedenen NaCl-Mengen a), b) und c) versetzt. Nach dem Trocknen wurde so viel FeCl3 zugemischt, daß das FeCl3: NaCl-Gewichtsverhältnis bei allen Proben 2,8:1 (Molverhältnis 1:1) betrug.
a) 0,5 g NaCl, 1,4 g FeCl3 (0,086 Mol),
b) 1 g NaCl, 2,8 g FeCl3 (0,172 Mol),
c) 2 g NaCl, 5,6 g FeCl3 (0,344 Mol).
Die Austauschreaktion wurde wiederum bei 4500C mit 760 g CCl4 (5 Mol) während 6 Stunden in der vorgenannten Apparatur mit folgenden Resultaten durchgeführt:
15 Durchschnittswerte Austausch in der CCl4-
Eintrittszone
a
b
20 c
56%
61%
70%
62%
74%
80%
35
40
45
Beispiel 5
Durch eine Schmelze aus 244 g FeCl3 (1,5 Mol) und g NaCl (1,5 Mol), in der 35 g CaF2 (0,45 Mol) suspendiert waren, wurde bei 4500C in 6 Stunden unter Rührung
a) 760 g CCl4 (5 Mol)
b) 1 200 g CCl4 (7,8 Mol)
geleitet. Der erzielte Halogenaustausch betrug bei a) 86%, bei b) 100%.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Fluorierung von Tetrachlormethan durch Umsetzung mit CaF2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei Temperaturen oberhalb 3500C, vorzugsweise bei 400 bis 65O0C, in Gegenwart von FeCl3 und NaCl oder von Eisen- bzw. Natriumverbindungen, die in der Umsetzungszone FeCl3 bzw. NaCl bilden, ausführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Molverhältnis von FeCl3: NaCl wie 0,8 :1 bis 1,2:1 verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einer FeCl8-NaCI-Schmelze ausführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das CaF2 in Form von natürlichem Flußspat verwendet.
DE1964F0043589 1964-07-28 1964-07-28 Verfahren zur Fluorierung von Tetrachlormethan Pending DE1240513B (de)

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