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DE1240332B - Einrichtung zum Betrieb einer Brennkraftmaschine mit Abgasturboaufladung - Google Patents

Einrichtung zum Betrieb einer Brennkraftmaschine mit Abgasturboaufladung

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Publication number
DE1240332B
DE1240332B DEM58330A DEM0058330A DE1240332B DE 1240332 B DE1240332 B DE 1240332B DE M58330 A DEM58330 A DE M58330A DE M0058330 A DEM0058330 A DE M0058330A DE 1240332 B DE1240332 B DE 1240332B
Authority
DE
Germany
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air
additional
engine
internal combustion
combustion engine
Prior art date
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Pending
Application number
DEM58330A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Otto Voigt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OTTO VOIGT DIPL ING
Original Assignee
OTTO VOIGT DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OTTO VOIGT DIPL ING filed Critical OTTO VOIGT DIPL ING
Priority to DEM58330A priority Critical patent/DE1240332B/de
Publication of DE1240332B publication Critical patent/DE1240332B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D9/00Controlling engines by throttling air or fuel-and-air induction conduits or exhaust conduits
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D2700/00Mechanical control of speed or power of a single cylinder piston engine
    • F02D2700/02Controlling by changing the air or fuel supply
    • F02D2700/0217Controlling by changing the air or fuel supply for mixture compressing engines using liquid fuel
    • F02D2700/0225Control of air or mixture supply
    • F02D2700/0246Control of air or mixture supply for engines with compressor
    • F02D2700/0256Control of air or mixture supply for engines with compressor by changing the speed of the compressor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Supercharger (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Betrieb einer Brennkraftmaschine mit Abgasturboaufladung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Betrieb einer Brennkraftmaschine, insbesondere Dieselmaschine, mit Abgasturboaufladung, bei der der Ab- gasturbine zu ihrer Beschleunigung zwecks Aufrechterhaltung oder Steigerung des Ladedruckes, besonders bei niedrigen Motordrehzahlen, eine zusätzliche, in mindestens einem Motorzylinder erzeugte Treibmittelmenge zugeführt wird.
  • Bekanntlich bewirkt der Abgasturbolader beim Anfahren und auch beim schnellen Hochfahren des Motors sowohl auf der Ansaugseite als auch auf der Abgasseite eine erhebliche Drosselung des Luft- bzw. Gasstromes, so daß bei der motorischen Verbrennung Sauerstoffmangel auftritt. Da dabei auch die Abgasmenge geringer wird, nimmt die Laderdrehzahl ab, so daß auch der Ladedruck absinkt und der Motor stark rußt oder gar stehenbleibt.
  • Zur Behebung dieses Mangels hat man bereits vorgeschlagen, die Brennstoffmenge entsprechend der bei niedrigen Motordrehzahlen vom Lader gelieferten geringen Luftmenge zu steuern. Hierbei erzielt man zwar eine rußfreie Verbrennung, der Motor kann jedoch nur sehr langsam auf höhere Leistung gebracht werden. Besonders nachteilig wirkt sich diese Steuerung bei der Beschleunigung eines Fahrzeuges aus, wenn eine hohe Drehmomentabgabe vom Motor verlangt wird.
  • Nach einem anderen bekannten Vorschlag wird der Abgasturbolader durch ein zusätzliches Treibmittel beschleunigt, das a) einer zusätzlichen Turbinenbeschaufelung am Laufrad des Ladegebläses zugeführt wird und nach Entspannung in den Motor gelangt oder b) in die Turbinenspeiseleitung geführt wird und nach Mischung mit den Motorabgasen die Turbinenschaufeln beaufschlagt.
  • Zur Erhöhung des Energieinhalts des zusätzlichen Treibmittels wurde auch schon vorgeschlagen, das Zusatztreibmittel erst nach Aufheizung in einer Hilfsbrennkammer den Turbinendüsen zuzuführen.
  • Der Vorschlag nach a) hat den Nachteil, daß der Gegendruck des Ladegebläses durch das in die Ladeluftleitung einströmende Treibmittel erhöht wird und dadurch der Betriebspunkt dieses Gebläses rasch in das Pumpgebiet gelangen kann. Mit dem Vorschlag nach b) können zwar relativ kurze Beschleunigungszeiten erzielt werden, jedoch reichen auch hierbei die Gasdurchsätze zur Erzeugung eines hohen Drehmomentes, z. B. beim Anfahren eines Fahrzeuges am Berg, nicht aus. Die Anordnung einer Hilfsbrennkammer könnte hierbei zwar Abhilfe schaffen, jedoch bedingt diese einen nicht unbeträchtlichen Mehraufwand, da mit der Brennkammer auch noch Brennstoffzuführungs- und Zerstäubungsvorrichtungen sowie eine Zündvorrichtung vorgesehen werden müssen. Diese Hilfsvorrichtungen müßten bei jeder Einleituno, eines Beschleunigungsvorganges erst in Betrieb gesetzt werden, wodurch wertvolle Zeit verlorengeht.
  • Die vorliegende Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß bei einer mit Abgasturboaufladung betriebenen Brennkraftmaschine bereits Brennkammern vorhanden sind ' nämlich die Motorzylinder. Dieser Gedanke liegt auch der in der deutschen Patentschrift 565 097 beschriebenen Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Abgasturbine und Hilfsturbine zugrunde, bei der zur Erzeugung einer energiereicheren Treibgasmenge mindestens ein besonderer, unabhängig von der Hauptmaschine geregelter Hilfszylinder vorgesehen ist, dessen Abgasmenge entweder ausschließlich, oder von dessen Abgasmenge nur die Teilmenge des Vorauspuffes einem zusätzlich angeordneten Turbinenrad zugeführt wird. Dieser Vorschlag ist aber kompliziert. Denn es ist nicht nur ein von der Belastung der Hauptmaschine unabhängig geregelter Hilfszylinder - der nach einer Version sogar im Viertakt-Verfahren betrieben werden soll - erforderlich, man benötigt außerdem ein für das energiereichere Treibgas ausgelegtes Hilfsturbinenrad bzw. eine Hilfsturbine. Schon im Interesse einer rationellen Fertigung wird man aber denjenigen Lösungen den Vorzug geben, bei denen der Motor ebensogut ohne Aufladung betrieben werden kann und die Turbine bei im wesentlichen gleicher Grundkonzeption für möglichst viele Zwecke verwendbar ist. Damit ist zugleich die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problemstellung umrissen, die also darauf abzielt, die Hauptbauteile des Motors möglichst unverändert zu lassen und die Zufuhr des zusätzlichen Treibmittels zu den Zylindern so zu steuern, daß der Gaswechselprozeß, besonders die für den Gaswechsel bei. Zweitaktmotoren erforderlichen Druckverhältnisse zwischen Zylindereinlaß und -auslaß, nicht gestört werden.
  • Zur Lösung dieses Problems wird in Anwendung an der eingangs geschilderten Einrichtung erfindungsgemäß vorgeschlagen, zur Erzeugung des zusätzlichen Treibmittels die regulären Motorzylinder zu verwenden, denen die zusätzliche Verbrennungsluft nach Beendigung des Gaswechselprozesses, und zwar zu Beginn des Kompressionshubes, zugeführt wird.
  • Der Aufwand für eine derartige Beschleunigungseinrichtung ist im Vergleich zu den zuletzt beschriebenen bekannten Einrichtungen gering, denn da bei der polytropischen Verdichtung der Frischluft z. B. bei einer Einspritzbrennkraftmaschine der Kompressionsdruck in der ersten Hälfte des Kolbenhubes nur gering ansteigt, braucht auch der Druck des Hilfstreibmittels nur gering zu sein.
  • Da ferner die periodische Einspeisung des Zusatztreibmittels im gleichen Rhythmus, jedoch nur mit etwa 180' kW Phas#enverschiebung zur Brennstoffeinspritzung bzw. Zündung erfolgt, kann die Steuerung der Ventile für das Zusatztreibmittel gleichzeitig von der Nockenwelle der Ventilsteuerung oder der Einspritzpumpe vorgenommen werden. Für die Verwirklichung der Erfindung benötigt man also äußerstenfalls eine der Zylinderzahl entsprechende Anzahl von Ventilen oder Düsen für die Einbringung des Zusatztreibmittels in die Zylinder sowie eine ebenso große Anzahl von Steuerventilen, die von der Nokkenwelle der Einspritzpumpe betätigt werden können, und eine Pumpe zur Förderung des Zusatztreibmittels. Bei Vielzylindermaschinen wird es jedoch meist genügen, wenn nur einige Zylinder mit Zusatztreibmittel gespeist werden. Als solches wird man zweckmäßig atmosphärische Luft verwenden, bei einem Schienen- oder Straßenfahrzeug z. B. die aus dem Bremsluftbehälter abgeblasene und in einem Speicher aufgefangene Abblasluft. Bei Zweitaktmaschinen können auch die Kolbenunterseiten zur Verdichtung der Zusatzluft herangezogen werden. Da aber der Energieinhalt des nach der erfindungsgemäßen Einrichtung erzeugten Zusatztreibmittels erheblich größer ist als bei den bekannten Einrichtungen, ist die Zusatzluftmenge gegenüber diesen wesentlich geringer, so daß ein kleiner, schnellaufender Hilfskompressor, der nach Aufladung eines Druckluftbehälters automatisch abschaltet, in jedem Fall ausreicht.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung ist sowohl bei Viertakt- als auch bei Zweitaktmaschinen, und zwar gleichermaßen bei Diesel- und Ottomotoren, anwendbar. Besonders vorteilhaft ist seine Anwendung bei Brennkraftmaschinen mit abgeteilten Brennräumen, wie Vor- und Wirbelkammermaschinen, und bei i Zweitaktmaschinen mit Umkehrspülung, weil bei diesen Brennkraftmaschinen besonders im Teillastbetrieb die Spülung des abgeteilten Brennraumes bzw. des oberen Zylinderraumes nur unvollkommen ist.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich für i den Fahrzeugbetrieb auch hinsichtlich der Reinhaltung der Luft von brennbaren Rückständen und unvollständig verbrannten Gasen, da es mit dieser Einrichtung möglich ist, den Motorzylindem in jeder Betriebsphase die zur vollständigen Verbrennung erforderliche Luft zuzuführen. Da die Zusatzluft in den Zylindern sogleich in heißes Treibgas umgesetzt wird, welches infolge Arbeitsleistung in der Turbine das Ladegebläse auf höhere Drehzahlen mit höheren Ladeluftdrücken und größeren Ladeluftmengen bringt, ermöglicht die Erfindung zugleich das Minimum an zusätzlichem Luftaufwand.
  • Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands erläutert. Die Zeichnungen zeigen in F i g. 1 die Gesamtanordnung dieser Einrichtung und F i g. 2 ein Steuerventil in größerer Darstellung.
  • Es bezeichnet 1 eine Viertakt-Einspritzbrennkraftmaschine mit im Zylinderkopf 2 untergebrachter zentraler Vorkammer 3, in die der von der Einspritzpumpe 4 kommende Brennstoff mit Hilfe der mit Druckzerstäubung arbeitenden Einspritzdüse 5 eingespritzt wird.
  • Die vom Gebläse 6 des Abgasturboladers vorverdichtete Ladeluft wird durch die Leitung 7 den Motorzylindern zugeführt. Die Motorabgase gelangen durch die Leitung 8 zur Abgasturbine 9.
  • Zur Beschleunigung der Abgasturbine 9 auf höhere Drehzahl, d. h. zur Erzielung höherer Ladedrücke, ist die Einspritzdüse 5 von einer Luftdüse 10 umschlossen, durch die dem Druckluftbehälter 11 entnommene und über das einstellbare Drosselventil 12, das Steuerventil 13 und die Leitung 14 geleitete Luft mit einem Druck von 1,5 bis 3 ata zugeführt wird. Die Druckluft wird hierbei von einem kleinen, schnellaufenden Kompressor 15 mit volumetrischer Verdichtung geliefert, der entweder von der Brennkraftmaschine 1 oder von einem kleinen Hilfsmotor (z. B. Elektromotor) angetrieben sein kann und der nur so lange läuft, bis der Behälter 11 mit Luft von einem bestimmten Druck, z. B. 3 ata, aufgeladen ist.
  • Die Steuerung des Steuerventils 13 für die Zusatzluft erfolgt mit der Nockenwelle 4' der Einspritzpumpe 4, und zwar so, daß die Einblasung zu Beginn des Kompressionshubes beginnt, zu einem Zeitpunkt also, wo die Ein- und Auslaßventile der Zylinder praktisch geschlossen sind und der Druck der darin eingeschlossenen Luft nur unwesentlich vom atmosphärischen Druck abweicht.
  • Die Fig.2 zeigt das Steuerventil 13 im größeren Maßstab. Das Gehäuse 16 ist an das Gehäuse 4" der Einspritzpumpe 4 angeflanscht. Es enthält den Stößel 17 und den Kolbenschieber 18, welch letzterer sich über die Feder 19 am Boden 16a des Gehäuses abstützt. Die Kopplung von Stößel 17 und Schieber 18 erfolgt hydraulisch, wobei als Druckmittel das Schmieröl der Brennkraftmaschine verwendet werden kann. Das Drucköl wird von der Pumpe 20 aus der Ölwanne 21 angesaugt und in die Leitung 22 gepreßt von der die überdruckleitung 23 mit dem überdruckventil 24 abzweigt. Die Leitung 22, in die noch das Druckminderventil 22a eingeschaltet ist, mündet in den Druckraum 25, aus dem das Druckmittel bei normalem Betrieb der Brennkraftmaschine 1 über das dann geöffnete Ventil 26 und die Rücklaufleitung 27 in die ölwanne zurückgeführt wird. In dieser Betriebsstellung wird der Stößel 17 von der Feder 28 von der Nockenwelle 4' abgehoben, und der Kolbenschieber 18 wird durch die Feder 19 in Schließstellung gehalten, so daß der Luftdurchgang vom Anschluß 29 zum Anschluß 30, an welchen die Leitung 14 angeschlossen ist, unterbrochen ist.
  • Der Hebel 31 des Ventils 26 ist nun über ein Gestänge 32 mit einer Katarakt-Vorrichtung 33 und einer Rückholfeder 34 mit dem Fahrhebel 35, beim Fahrzeug z. B. mit dem Gaspedal, verbunden. Beim langsamen »Gasgeben« bleibt daher das Ventil 26 geöffnet, und nur bei schneller Betätigung des Fahrhebels wird es - wie in den Zeichnungen gezeigt - in die Schließstellung gebracht. Jetzt wird in dem Raum 25 des Steuerventils 13 ein Druck aufgebaut, der entsprechend der Reduktion des Druckminderventils 22a geringer ist als der am Überströmventil 24 eingestellte Druck. Infolge des Druckes im Raum 25 wird der Stößel 17 an die Nockenwelle 4' geschoben, wogegen die Feder 19 so abgestimmt ist, daß der Kolbenschieber 18 in der Stellung verbleibt, bei der die Schlitze 36 verschlossen bleiben. Erst bei weiterem Druckanstieg infolge Verdrängerwirkung des auf den Nocken auflaufenden Stößels 17 wird der Schieber 18 entgegen der Kraft der Feder 19 nach rechts verschoben, und dabei werden die Schlitze 36 freigegeben. Jetzt ist also der Druckluft aus dem Behälter 11 der Weg durch die Leitung 14 zur Luftdüse 10 freigegeben, so daß zu Beginn des Kompressionshubes noch zusätzlich Luft einströmt. Die zusätzliche Luftmenge nimmt dabei selbsttätig mit zunehmender Motordrehzahl ab, da der für den Luftdurchlaß maßgebliche Zeitquerschnitt der Schlitze, 36 mit zunehmender Motordrehzahl kleiner wird. Schon dadurch wird die Abgasturbine 9 gegen Durchgehen gesichert. Als zusätzliche Sicherung ist noch die Rückstellfeder 34 vorgesehen, welche nach einer von der Motorgröße abhängigen Zeit das Ventil 26 wieder öffnet, wodurch Raum 25 wieder drucklos wird, der Stößel 17 also wieder abgehoben und der Kolbenschieber 18 wieder in Schließstellung gebracht wird, so daß jeg- liche weitere Zufuhr von Zusatzluft unterbunden wird. Notfalls kann durch Zurückführen des Fahrhebels 35 und nochmaliges schnelles »Gasgeben« ein weiterer Beschleunigungsvorgang eingeleitet werden.
  • Statt der oben beschriebenen halbautomatischen Steuerung des Ventils 26 kann dieses auch vollautomatisch in Abhängigkeit von der Drehzahl und/oder vom Drehmoment der Brennkraftmaschine gesteuert werden.
  • Die vorgeschlagene Einrichtung kann nun besonders in Anwendung auf Großmotoren in der Weise erweitert werden, daß man statt der Luftdüse eine kleine mit Druckluftzerstäubung arbeitende Einspritzdüse außer der regulären Einspritzdüse vorsieht, wobei jene nur soviel Brennstoff zu Beginn des Kompressionshubes in den Zylinder einspritzt, daß das gesamte Brennstoff-Luft-Gemisch - unter Berücksichtigung des Kompressionsenddruckes - noch nicht zündfähig ist. Die Zusatzbrennstoffmenge sollte nicht größer sein als die im Verhältnis zur Zusatzluftmenge stöchiometrische Brennstoffmenge, um zu verhindern, daß der Motor bei der Einleitung eines Beschleunigungsvorganges rußt. Die Steuerung dieser Einspritz-Hilfsdüse kann ebenfalls in der oben angegebenen Weise erfolgen. Im Gegensatz zu den bekannten Einspritzdüsen mit Druckluftzerstäubung, bei denen der Luftdruck größer als der Zünddruck sein muß, kommt man bei diesem Verfahren ebenfalls mit geringen Zerstäubungsdrücken aus. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei der moto-C, rischen Verbrennung auch bei Einführung von Zusatzluft der Luftüberschuß nicht zu groß wird, der Motor sofort das gewünschte p., abgeben kann und der Abgasturbolader infolge der mit der Verbrennung einer zusätzlichen Brennstoffmenge sich ergebenden Vergrößerung der Abgasmenge noch schneller den für den neuen Betriebszustand erforderlichen Ladedruck erzeugen kann.
  • Sofern man auf die Zuführung einer zusätzlichen Brennstoffmenge verzichten will, kann man das bei solchen Großmotoren meist vorhandene Anlaß-Luftventil für die Einbringung der Zusatzluftmenge verwenden. Dieses Ventil muß dann zur Einleitung einer Beschleunigung so umgesteuert werden, daß es zu Beginn des Kompressionshubes kurzzeitig öffnet. Während der Beschleunigungsperiode wird es zweckmäßig vom Anlaßluftbehälter abgeschaltet und mit dem Behälter für Zusatzluft in Verbindung gebracht, da die Verwendung der auf 30 bis 60 atü verdichteten Anlaßluft für diesen Zweck zu kostspielig wäre.

Claims (2)

  1. Patentanspräche: 1. Einrichtung zum Betrieb einer Brennkraftmaschine, insbesondere Dieselmaschine, mit Abgasturboaufladung, bei der der Abgästurbine zu ihrer Beschleunigung zwecks Aufrechterhaltung oder Steigerung des Ladedruckes, besonders bei niedrigen Motordrehzahlen, eine zusätzliche, in mindestens einem Motorzylinder erzeugte Treibgasmenge zugeführt wird, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß zur Erzeugung des zusätzlichen Treibmittels die regulären Motorzylinder verwendet werden, denen die zusätzliche Verbrennungsluft nach Beendigung des Gaswechselprozesses, und zwar zu Beginn des Kompressionshubes, zugeführt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatztreibmittelmenge mit zunehmender Motordrehzahl geringer wird. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr von Zusatztreibmittel nach einer bestimmten Zeit selbsttätig abgeschaltet wird. 4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatztreibmittel Luft niedrigen Druckes verwendet wird und daß zu Beginn des Kompressionshubes eine dieser Luftmenge höchstens im stöchiometrischen Verhältnis entsprechende Brennstoffmenge in die Brennräume des Motors eingeführt wird. 5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung des Zusatztreibmittels beim Erreichen eines Drehzahl- und/oder Drehmomentminimums automatisch einsetzt. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bei einer Einspritzbrennkraftmaschine, gekennzeichnet durch eine die Einspritzdüse (5) umschließende Luftdüse (10), welcher von einem Druckluftspeicher (11) Luft niederen Druckes zugeführt wird. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einblasung der Zusatzluft von einer der Nockenwellen der Brennkraftmaschine gesteuert wird, z. B. von der Nockenwelle (4') der Einspritzpumpe. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) für die Zusatzluft mit schmalen Steuerschlitzen (36) für den Luftdurchlaß ausgestattet ist, die von einem Kolbenschieber (18) gesteuert werden. 9. Einrichtung nach Anspruch 7 und 8, gekennzeichnet durch eine hydraulische Kopplung eines von der Nockenwelle angetriebenen Stößels (17) mit dem Kolbenschieber (18). 10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß hinter einem Druckraum (25) des Steuerventils (13) ein Absperrventil (26) angeordnet ist, das mit dem Fahrhebel (35) der Brennkraftmaschine (1) über eine Katarakt-Vorrichtung (33) derart verbunden ist, daß bei schneller Betätigung des Fahrhebels (35) im Sinne einer Vergrößerung der Brennstoffzufuhr das Ventil (26) geschlossen und die Kopplung hergestellt und nach einer bestimmten Zeit mittels einer Feder (34) wieder aufgehoben wird. 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckmittel das Schmier-öl der Brennkraftmaschine (1) verwendet wird. 12. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einlaß des Druckmittels in den Druckraum (25) ein Druckminderventil (22a) angeordnet ist. 13. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (17) im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine (1) von der Nokkenwelle (4') abgehoben ist. 14. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für. die Zuführung der zusätzlichen Luft- und Brennstoffmenge eine mit Druckluftzerstäubung arbeitende Einspritzdüse ang&-ordnet ist, 15. Einrichtung nach Anspruch 1 bei einer mit Anlaß-Luftventilen ausgestatteten Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einleitung einer Beschleunigung das Anlaß-Luftventil so umgesteuert wird, daß es zu Beginn des Kompressionshubes kurzzeitig öffnet, und daß es während der Beschleunigungsperiode vom Anlaßluftbehälter abgeschaltet und mit dem Behälter für Zusatzluft verbunden wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 520 263, 565 097, 688 745; schweizerische Patentschrift Nr. 121405; USA.-Patentschrift Nr. 3 052 224; MTZ, 1962, S. 21 bis 27.
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