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DE1137989B - Verfahren zur Herstellung eines poroesen, tonerde- und kieselsaeurehaltigen Gutes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines poroesen, tonerde- und kieselsaeurehaltigen Gutes

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Publication number
DE1137989B
DE1137989B DED31948A DED0031948A DE1137989B DE 1137989 B DE1137989 B DE 1137989B DE D31948 A DED31948 A DE D31948A DE D0031948 A DED0031948 A DE D0031948A DE 1137989 B DE1137989 B DE 1137989B
Authority
DE
Germany
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drum
rotary
kiln
drying
cold air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED31948A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Veit Dennert KG
Original Assignee
Veit Dennert KG
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Filing date
Publication date
Application filed by Veit Dennert KG filed Critical Veit Dennert KG
Priority to DED31948A priority Critical patent/DE1137989B/de
Publication of DE1137989B publication Critical patent/DE1137989B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/02Treatment
    • C04B20/04Heat treatment
    • C04B20/06Expanding clay, perlite, vermiculite or like granular materials
    • C04B20/061Expanding clay, perlite, vermiculite or like granular materials in rotary kilns

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines porösen, tonerde- und kieselsäurehaltigen Gutes Um ein poröses, tonerde- und kieselsäurehaltiges Gut aus entsprechend zusammengesetzten Rohstoffen, z. B. Ton oder Schiefer, zu gewinnen, sind nacheinander drei Verfahrensschritte durchzuführen, nämlich Trocknung und Erhitzung, Brennen bis auf Sintertemperatur und anschließend Abkühlung. Wie man ein solches Verfahren führt, hängt davon ab, welche Eigenschaften man vom fertigen Gut verlangt. In den folgenden Ausführungen sei davon ausgegangen, daß es sich um die Herstellung von granulierteni Blähton handeln soll, der für Isolierungszwecke und als Zuschlag für Baustoffe (Zement) besondere Bedeutung hat. Es kommt darauf an, ob man ein Gut mit geschlossener Oberfläche der Granalien oder ein Gut erhalten will, das zwar gebläht ist, dessen Oberfläche aber zerklüftet (porig) ist.
  • Es sei mit der zweiten Gattung begonnen. Ein solches Gut kann man erhalten, wenn man die Trocknung der Granalien so langsam durchführt, daß ein Dichttrocknen und ein durch die eintretende Dampfspannung verursachtes Platzen der Körner vermieden ist. Sind nämlich die Granalien bereits bei der Trocknung aufgeplatzt, so ist ein anschließendes Blähen durch Oxydation der in den Granalien umsetzbaren Bestandteile offensichtlich nicht mehr möglich. Die vorgoretrockneten Granalien werden dann weitererhitzt, um sie abriebfest zu machen, und werden dann in einen Drehrohrofen eingebracht, in dem sie in den pyroplastischen Zustand übergeführt werden, In diesem Zustand tritt die Oxydation der gasentwickelnden Bestandteile ein, welche nunmehr die Granalien aufblähen. Die Blähgase treten an der Oberfläche aus, da diese keine den Durchtritt hindernde Schicht hat. Man erhält Blähton, dessen Granalien eine poröse zerklüftete Oberfläche haben. Die in einer Veröffentlichung über dieses Verfahren gemachte Angabe, man könne mit ihm mathematisch runde Kugeln erzeugen, ist irrig; da die Blähgase ungehindert die Kernmasse durchdringen, ist die Voraussetzung für die Bildung von Kugeln nicht gegeben.
  • Anders liegen die Verhältnisse, wenn man Granalien mit geschlossener Oberfläche erzielen will, die in zahlreichen Fällen einen weit wertvolleren Werkstoff darstellen. Hier ist es erforderlich, daß sich vor der Gasentwicklung im Kominneren auf ihm zunächst eine Glashaut bildet, die plastisch ist und den Durchtritt der Blähgase nach außen verhindert. Die Glashaut dehnt sich beim Blähen etwa so aus wie ein Ballon beim Füllen. Die Schwierigkeit dieses Verfahrens liegt darin, die Glashaut zu bilden, ehe die Gasentwicklung in nennenswertem Maße einsetzt. Man hat geglaubt, dieses Ziel dadurch, zu erreichen, daß man das granulierte Gut unmittelbar in die heiße Flamme eingibt. In diesem Verfahren liegt aber ein Irrtum. Geht man in dieser Weise vor, so setzt die Gasbildung bereits ein, ehe eine Glashaut hinreichender Dicke gebildet ist; sie wird durch das gebildete Gas bereits während ihrer Entstehung wieder zerstört.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das die Sicherheit gibt, daß die Glashaut vor einer nennenswerten Gasentwicklung in hinreichender Stärke gebildet ist. Das wird dadurch erreicht, daß das Rohmaterial in einer Drehtrommel zwecks Trocknung zunächst auf etwa 800' C erhitzt wird und hiernach das getrocknete Gut in einem Drehrohrofen bei 1100 bis 1200' C, zweckmäßigerweise zwischen 1150 und 1200' C, in einer stets auf Sintertemperatur befindlichen Zone kurze Zeit intensiv gebrannt wird. Anschließend wird das Gut nach der Kühlung in bekannter Weise aufbereitet.
  • Wesentlich für das Verfahren gemäß der Erfindung ist, daß der Temperaturbereich zwischen 800 und 1100 bzw. 1150' C übersprungen wird. Die allmähliche Aufheizung von der unteren auf die obere Temperatur entfällt und damit die Möglichkeit einer vorzeitigen Gasentwicklung. Wenn das Gut mit 8000 C in ein Temperaturgebiet um 1100' C kommt, bildet sich sofort eine Glashaut hinreichender Stärke, ehe eine nennenswerte Gasentwicklung im Korn eintritt. Das Korn wird gebläht, behält aber seine geschlossene Oberfläche. Diese ist unter Umständen rauh, was aber bei derVerwendung des Blähgutes als Füllstoff nützlich ist, da dann der Betonschleim besser haftet. Wichtig ist jedenfalls, daß ein Korn mit im wesentlichen geschlossener Oberfläche entsteht. Die Trocknung des Gutes in der ersten Erhitzungsstufe wird zweckmäßigerweise verhältnismäßig langsam vorgenommen, da sich dies, wie man festgestellt hat, auf die Erzielung geringer Schüttgewichte günstig auswirkt.
  • Bei Anwendung einer Drehtrommel für die Trocknung wird also die Durchlaufzeit bzw. die Umdrehungsgeschwindigkeit verhältnismäßig klein gehalten. Die Drehtrommel muß also entsprechend groß dimensioniert sein. Selbstverständlich kann die Trocknung auch in jeder anderen für diesen Zweck geeigneten Vorrichtung, z. B. auf einem Wanderrost oder in einer Kammer, durchgeführt werden.
  • Im Gegensatz zuder Trocknung des Gutes soll das Brennen in der zweiten Erhitzungsstufe schnell, möglichst nicht länger als 5 Minuten ' erfolgen; denn eine längere Einwirkung der Wärme bringt einen Verlust an Treibgas mit sich, so daß die Schüttgewichte ansteigen, was natürlich unerwünscht ist. Ein kurzes, aber intensives Brennen des Gutes ist besonders wichtig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Dadurch wird nicht nur der Verlust an Treibgas wesentlich herabgesetzt, sondern auch die Leistung der Anlage kann um ein Vielfaches erhöht werden. Dieser Gesichtspunkt ist vor allem bei Tonen zu beachten, die zwar ein gutes Erweichungsverhalten zeigen, die aber nur einen ungenügenden Betrag gasentwickelnder Beimengungen besitzen.
  • Abgesehen von dem ungünstigen Einfluß, den eine längere Erhitzung beim Brennen des Blähgutes auf dessen Schüttgewicht hat, wird hierdurch auch die Vergasung unter Umständen zu weit getrieben, was die Festigkeitseigenschaften des einzelnen Korns herabsetzt. Des weiteren bildet sich bei längerem Erhitzen eine sehr glatte Oberfläche aus, was, wie sich aus vorstehendem ergibt, im Hinblick auf die Verarbeitung des Blähgutes mit Bindemitteln unerwünscht ist; denn durch eine glatte Oberfläche wird die Haftfestigkeit zwischen dem Korn des Blähgutes und dem Binden-üttel vermindert.
  • Das Brennen des Blähgutes erfolgt in einem Drehrohrofen, der erfindungsgemäß stets auf Brenntemperatur, also 1100 bis 1200' C, vorzugsweise 1150 bis 1200' C, gehalten wird. Entsprechend dem oben über die Zeitdauer in der zweiten Erhitzungsstufe Gesagten soll die Verweilzeit des Gutes in dern, Drehrohrofen gering bzw. die Durchlaufgeschwindigkeit groß sein. Folglich können die Abmessungen des Drehrohr- (Brenn-) Ofens im Vergleich zu der Dreh-(Trocken-) Trommel für die erste Erhitzungsstufe klein gehalten werden. Die Durchlaufzeit kann nicht nur vermittels der Drehgeschwindigkeit, sondern auch durch die Neigung des Ofens reguliert werden, was natürlich auch für die Dreh- (Trocken-) Trommel gilt.
  • Für das Brennen des Blähgutes kann selbstverständlich auch eine andere geignete Vorrichtung, beispielsweise ein Schacht- oder Ringofen, benutzt werden, wenngleich hierbei eine kontinuierliche Verfahrensführung kaum möglich ist.
  • Das Blähgut wird am Ausgangsende des Drehrohr-(Brenn-) Ofens als klinkerartiges Produkt abgezogen. Durch anschließende Abkühlung des Gutes bleibt die aufgeblähte Form erhalten.
  • Die Abkühlung kann in einer Kühltrommel, die hinter den Brennofen geschaltet ist, erfolgen.
  • Nach dem Verlassen der Kühltrommel wird der Blähton klassiert und getrocknet. Die übergroßen Körner -werden gegebenenfalls gebrochen. Bei der Erzeugung von Blähton spielt die Wärmewirtschaft eine besonders wichtige Rolle, da sie sich auf die Gestehungskosten des Gutes maßgeblich auswirkt. Auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren finden wärmewirtschaftliche Gesichtspunkte besondere Beachtung. So wird zunächst vorgeschlagen, daß die Abkühlung des gebrannten Gutes mit der Verbrennungsluft für die zweite Erhitzungsstufe durchgeführt wird. Demnach wird die Verbrennungs- (Kalt-) Luft zunächst durch die Kühltrommel, in der sich die noch glühenden Blähtonkörner befinden, hindurchgeführt und erst hiernach dem Brenner bzw. der Feuerung für die Brenntrommel zugeleitet.
  • Die durch den Brenner, der mit Gas, öl oder Staubkohle gespeist werden kann, erzeugte Flamme ergibt innerhalb der Brenntrommel eine Temperatur, die auf der gesamten Länge des Brennofens nahezu gleichbleibt, so daß bei einer Brenntemperatur von beispielsweise 1200' C die Abgase beim Verlassen des Brennofens noch eine Temperatur von 1100' C haben.
  • Diese heißen Abgase werden, wie die Erfmdung weiter vorschlägt, zur Aufheizung des Gutes in der ersten Erhitzungs- (Trocknungs-) Stufe verwendet. Die Temperatur kann dabei durch Beimischung von Kaltluft zu den heißen Abgasen aus der ersten Erhitzungsstufe, gegebenenfalls unter Benutzung eines Ventilators, reguliert werden, so daß das so erhaltene Luftgemisch das Rohprodukt auf die gewünschte Temperatur, im allgemeinen auf etwa 800' C oder eine hierunter liegende Temperatur erhitzt. Während des Durchgangs durch die Dreh- (Trocken-) Trommel kühlt sich das Luftgemisch stark ab. Die Restwärme des die Dreh- (Trocken-) Trommel verlassenden Ab- gases kann gegebenenfalls zur Trocknung des Rohprodukts noch vor der Aufbereitung oder für andere Zwecke verwendet werden.
  • Die vorstehend beschriebene Führung des Luft-bzw. Gasstroms gewährleistet einen besonders wirtschaftlichen Wärmehaushalt bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Nachstehend sind einige Beispiele angegeben, welche die fortschrittliche Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem bisher bekannten Verfahren zur Erzeugung von Blähton an Hand der Eigenschaften des in den verschiedenen Fällen erhaltenen Blähprodukts wiedergeben sollen.
  • Beispiel 1 Ein granuliertes Tonprodukt wurde langsam von 20 auf 1200' C erhitzt. Es wurde hierbei kein Aufblähen des Rohprodukts beobachtet; das Schüttgewicht lag bei 850 g/l.
  • Beispiel 2 Vorgetrocknete Tongranalien wurden einer Ofentemperatur von 1150'C ausgesetzt und innerhalb etwa 10 Minuten auf 1200'C erhitzt. Das aufgeblähte Produkt besaß ein Schüttgewicht von 520 g/l. Beispiel 3 Ein granulierter, vorgetrockneter Ton wurde einer Ofentemperatur von 1150' C ausgesetzt und schnell, d. h. innerhalb von 5 Minuten, auf 12000 C erhitzt. Es wurde ein äußerst starkes Aufblähen des Gutes beobachtet, so daß das Schüttgewicht des Fertigprodukts bei 350 gll lag. Das Korn besaß eine geschlossene Außenhaut sowie eine rauhe Oberfläche und ein gleichmäßiges, festes Porengefüge.
  • Die in diesem Beispiel geschilderte Arbeitsweise entspricht dem erfindungsgemäßen Verfahren. Beispiel 4 Vorgetrocknete Tongranalien wurden einer Ofentemperatur von 950' C ausgesetzt und innerhalb etwa 25 Minuten - also mit einer dem herkömmlichen Drehofenverfahren etwa entsprechenden Verweilzeit - auf 1250' C erhitzt. Das Ergebnis war ein gutes Aufblähen zu einem Schüttgewicht von 380 g/l. Die Kornummantelung war jedoch sehr dünn und damit die Kornfestigkeit vermindert. Die Kornhaut war glasig gebrannt, also sehr glatt. Die Körner waren teilweise miteinander zu traubenartigen Klumpen verwachsen und klebten an der Ofenplatte fest.
  • In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in zwei Ausführungsformen schematisch dargestellt.
  • Die Anlage umfaßt die Dreh- (Trocken-) Trommel 1, den Drehrohr- (Brenn-) Ofen 2 und die Dreh- (Kühl-) Trommel 3. Am Eingangsende der Drehtrommel 1 ist der Fülltrichter 4 mit dem Füllstutzen 5 für das Rohrprodukt vorgesehen. Das Gebläse 6 am Abgabeende der Drehtrommel 1 saugt Kaltluft an, die den über die Leitung 7 von dem Brennofen 2 der Trockentrommel 1 zugeführten Abgasen beigemischt wird.
  • Zwischen dem Abgabeende der Trockentrommel 1 und dem Eingangsende des Drehrohrofens 2 ist eine Förderverbindung 8 für das Gut vorgesehen.
  • Die Förderverbindung 9 zwischen dem Abgabeende des Drehrohrofens 2 und dem Eingangsende der Kühltrommel 3 dient der Weiterleitung des Brenngutes aus dem Ofen 2 in die Trommel 3.
  • In die öffnung des Abgabeendes des Drehrohrofens 2 ragt der Brenner 10 hinein, der mit öl, Gas oder Staubkohle gespeist werden kann.
  • Den Trommeln 1, 2 und 3 wird die Drehbewegung jeweils über die Zahntriebe 11, ll, lt' vermittelt, die jeweils die Zahnkränze 12, 12', 12" auf dem Trommelumfang kämmen. Die Trommeln 1, 2, 3 rollen jeweils auf den Lagern 13, 13', lY' ab.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Drehrohr- (Brenn-) Ofen 2 gegenüber der Dreh-(Trocken-) Trommel 1 tiefer angeordnet, was naturgemäß den Materialfluß erleichtert. Die beiden Trommeln können aber auch koaxial zueinander angeordnet sein bzw. in jeder beliebigen Richtung zur Längs- bzw. Querachse der Dreh- (Trocken-) Trommel 1.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Drehrohrofen 2 kleiner dimensioniert als die Drehtrommel 1. Dies ist deshalb möglich, weil die Verweilzeit des Gutes in dem Drehrohrofen 2 kleiner ist als in der Drehtrommel 1. Demgemäß ist auch die Neigung des Drehrohrofens 2 gegen die Horizontale stärker als diejenige der Drehtrommel 1.
  • Da die Temperatur in der Dreh- (Trocken-) Trommel 1 erfindungsgemäß unterhalb der Blähtemperatur, also im allgemeinen bei etwa 800' C oder einer tieferen Trocknungstemperatur liegt, braucht die Trommel auf der Innenseite nicht mit einer Schamottierung versehen zu sein, die sehr teuer und gegenüber korrodierenden Einflüssen sehr anfällig wäre. Es genügt, wenn die Trommel mit einer billigen, jederzeit zugänglichen Außenisolierung versehen ist. Durch die verhältnismäßig kleine Dimensionierung des Brennofens 2, dessen Größe unter Umständen nur ein Viertel der Drehtrommel 1 zu betragen braucht, wird eine bedeutende Ersparnis an dem für die Innenauskleidung benötigten feuerfesten Baustoff (Schamotte) erzielt. Dies ist auch für die von Zeit zu Zeit erforderliche Reparatur bzw. Erneuerung der Auskleidung von Vorteil.
  • Nachstehend sei nochmals zusammenfassend die Arbeitsweise der Anlage für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben.
  • Das dem Eingangsende der Trommel 1 über den Fülltrichter4 bzw. den Stutzen5 zugeführte, granulierte Rohprodukt wird beim Durchlaufen der Trommel 1 aufgeheizt, und zwar auf eine Temperatur, die unterhalb der Blähtemperatur liegt. Dabei wird das Gut getrocknet. In der Drehtrommel 1 läuft demnach die erste Erhitzungsstufe des erfindungsgemäßen Verfahrens ab. Die Aufheizung des Gutes erfolgt hierbei durch die heißen Abgase aus dem Drehrohrofen 2. Da diese eine Temperatur von etwa 1100' C aufweisen, müssen sie vor ihrem Einleiten in die Drehtrommel 1 durch Vermischen mit Kaltluft, die über das Gebläse 6 regulierbar zugeführt wird, abgekühlt werden.
  • Zur Einführung der Kaltluft in die Trockentrommel 1 kann an deren Eingangsende auch ein Exhaustor 14 vorgesehen sein. Zur Regulierung der Kaltluftmenge ist in der am Ausgangsende der Trommel 1 angeordneten Eintrittsleitung 15 für die Kaltluft ein Schieber 16 vorgesehen. Der Exhaustor 14 kann auch genauso mit einem Gebläse 6 arbeiten. Das getrocknete Gut gelangt aus der Drehtrommel 1 über die Fördervorrichtung 8 in den stets auf Sintertemperatur befindlichen Drehrohrofen 2. Dieser wird durch den Brenner 10 aufgeheizt. In dem Brennofen 2 findet demnach die zweite Erhitzungsstufe des Verfahrens nach der Erfindung statt.
  • Das gebrannte, klinkerartige noch heiße Brenngut kommt dann über die Fördervorrichtung 9 in die Kühltrommel 3. Hier gibt das heiße Gut seine Wärme an die Verbrennungskaltluft ab, die der Kühltrommel 3 in Pfeilrichtung zugeführt wird.
  • Nach dem Verlassen der Kühltrommel 3 wird das Gut klassiert und das überkom gegebenenfalls gebrochen.

Claims (2)

  1. PATENT.ANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines geblähten, tonerde- und kieselsäurehaltigen Gutes (z. B. Ton oder Schiefer) durch Trocknen und anschließende Behandlung bei Sintertemperatur im Drehrohrofen, dadurch gekennzeichnet, daß das insbesondere granulierte Gut zunächst in einer Drehtrommel mit großer Verweildauer langsam auf die Trocknungstemperatur (etwa 800' Q erhitzt und hierauf in einem auf Sintertemperatur (etwa 1100 bis 1200' Q gehaltenen Drehrohrofen mit kurzer Verweilzeit des Gutes gebläht wird.
  2. 2. Verfahren nach vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkühlung des gebrannten Gutes mit der Verbrennungsluft für die zweite Erhitzungsstufe durchgeführt wird. 3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufheizung des Gutes in der ersten Erhitzungsstufe durch die Abgase der zweiten Erhitzungsstufe, gegebenenfalls unter Beimischung von Kaltluft, erfolgt. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Abgasen der ersten Erhitzungsstufe das Gut vorgetrocknet wird. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die erste und zweite Erhitzungsstufe jeweils eine Dreh- (Trocken-) Trommel (1) bzw. ein Dreh- (Brenn-) Ofen (2) vorgesehen ist und daß zwischen dein Abgabeende der Drehtrommel und dem Eingangsende des Brennofens eine Förderverbindung (8) für das Gut vorgesehen ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Drehtrommel und Drehofen koaxial zueinander angeordnet sind. 7, Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehofen gegenüber der Drehtrommel tiefer und in jeder beliebigen Richtung zur Längs- oder Querachse. der Dreh-(Trocken-) Trommel (1) angeordnet ist. 8. Vorrichtung nach Ansprach 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Abgabeende des Brennofens und der Kühltrommel (3) eine Förderverbindung (9) für das Gut vorgesehen ist. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abgasleitung (7) zwischen Drehtrommel und Brennofen ein Gebräse (6) für die dem Abgas des Brennofens zuzumischende regulierbare Kaltluft angeordnet ist. 10. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Eingangsende der Dreh- (Trocken-) Trommel (1) ein Exhaustür (14) vorgesehen ist, der vom Ausgangsende der Trominel (1) her die dem Abgas des Brennofens (2) zuzumischende Kaltluft ansaugt, 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regulierung der Kaltluftmenge in der Zuführungsleitung (15) Schieber (16) ad. dü angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1054 004; Silikattechnik, 1956, S. 224 bis 226.
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