DE1137458B - Mit Sauerstofflanze und drehbarem Gefaess arbeitende Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen - Google Patents
Mit Sauerstofflanze und drehbarem Gefaess arbeitende Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus RoheisenInfo
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- DE1137458B DE1137458B DED25657A DED0025657A DE1137458B DE 1137458 B DE1137458 B DE 1137458B DE D25657 A DED25657 A DE D25657A DE D0025657 A DED0025657 A DE D0025657A DE 1137458 B DE1137458 B DE 1137458B
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C5/00—Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
- C21C5/28—Manufacture of steel in the converter
- C21C5/42—Constructional features of converters
- C21C5/46—Details or accessories
- C21C5/50—Tilting mechanisms for converters
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Description
- Mit Sauerstofflanze und drehbarem Gefäß arbeitende Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen Die Erfindung betrifft eine Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen mit Hilfe eines um seine Längsachse sowie um eine hierzu senkrechte Achse drehbaren Konvertergefäßes, in dessen Mund eine Sauerstofflanze hineinragt.
- Sowohl die nur kippbaren als auch die umlaufenden Konverter werden bekannterweise mit waagerechten Drehzapfen ausgerüstet, auf die die gesamten auf den Konverter wirkenden Kräfte übertragen werden. Insbesondere bei den umlaufenden Konvertern sind von den meist ziemlich umfangreichen Lagerungen die Kräfte nach der Mitte hinzuführen, wo sich die waagerechten Drehzapfen befinden. Solche Kraftumleitungen und Kraftkonzentrationen ergeben schwere und komplizierte Konstruktionsteile, die praktisch zum großen Teil in Stahlguß ausgeführt werden müssen. Insgesamt bedeutet dies eine teure Bauart, bei der man im übrigen noch von der Lieferzeit der Stahlgießereien in starkem Maße abhängig ist.
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Konverterbauart, bei der man mit einfachen, durch Schweißen herzustellenden Teilen auskommt und die überdies noch eine Reihe weiterer Vorteile bietet.
- Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, das Konvertergefäß drehbar in einem Käfig anzuordnen, der aus zwei auf Rollen gelagerten Reifen und mehreren über den Umfang der Reifen verteilten, diese zu einem Käfig vereinigenden Traversen besteht. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Reifen Mittel, beispielsweise Rollen oder mit Rollen versehene Balanciers, zur axialen Festlegung des umlaufenden Ofengefäßes aufweisen und die Traversen mit Stützrollen für die um das Konvertergefäß gelegten Laufschienen versehen sind.
- Es liegt auf der Hand, daß zwei solcher Laufringe mit Querstreben ein viel einfacher herzustellendes Gerüst bilden als die bisher übliche Zapfenkonstruktion. Die Laufringe können aus starken Blechen geschweißt werden. Die Querstreben können entweder aus Normalprofileisen oder Blechen hergestellt werden.
- Zwar sind schon ringförmige Tragkonstruktionen schlechthin für umlaufende Öfen vorgeschlagen worden, jedoch haben diese mehr oder weniger unkonkreten Vorschläge es keineswegs vermocht, zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe, ein kippbares und umlaufendes Konvertergefäß in einem käfigartigen Gestell einfach und sicher zu lagern, irgendwie beizutragen.
- Die neue Bauart bietet überdies noch den weiteren Vorteil, daß das gesamte Gestell durch verhältnismäßig einfache Maßnahmen gegen etwaige Durchbrüche des flüssigen Stahles geschützt werden kann. Solche Durchbrüche kommen immerhin gelegentlich vor und sind bei umlaufenden Konvertern mit besonderen Gefahren verbunden. Dem kann nach der weiteren Erfindung dadurch entgegengetreten werden, daß man die Laufringe durch entsprechende Blechverkleidungen zu einem Zylinder ergänzt, der praktisch völlig geschlossen sein kann und aus dem dann nur der Konvertermund herausragt. Der Mantel kann aus Blechen bestehen, die innen mit einer Isolierschicht ausgekleidet sind. Es können an wenig gefährdeten Stellen Sehschlitze angebracht werden, damit das Innere des Mantels bzw. das Gefäß und seine Lagerung beobachtet werden können. Man kann die Sehschlitze an beliebiger Stelle anbringen, sofern Abstreicher od. ä. Hilfsmittel vorgesehen werden, die bei etwaigen Durchbrüchen das flüssige Metall in Drehrichtung des Konverters abstreichen, so daß es die beobachtenden Personen nicht gefährden kann.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in drei Figuren dargestellt.
- Fig. 1 stellt schematisch eine Vorderansicht des kreiselwipperartigen Gestelles dar, Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht dazu, Fig. 3 zeigt im Ausschnitt einen Teil eines Verkleidungsbleches für die Ringe nebst Beobachtungsschlitz. Das Konvertergefäß 1 ist um seine Längsachse 2 drehbar und zu diesem Zweck mit zwei Laufringen 3 und 4 versehen, die in entsprechenden Laufrollen 5 gehalten sind. Diese Laufrollen 5 sind in Querstreben 6 gelagert, die zwei Laufringe 7 und 8 zu einem Drehgestell verbinden. Die Laufringe 7 und 8 stützen sich auf ortsfesten Rollen 9 ab, so daß das ganze Gestell 6, 7, 8 um die waagerechte Achse 10 gedreht werden kann.
- Die Ringe 7 und 8 tragen auch Lagerbleche 11 für die Abstützrollen 12 bzw. Ausgleichhebe113, in denen solche Rollen gelagert sind.
- Während des Frischens wird eine Lanze 19 in das Gefäß 1 eingeführt. Das Gefäß läuft um. Zum Einfüllen des Roheisens und der Zuschläge, zum Blasen, Abschlacken, nachträglichen Einfüllen von Zuschlägen und zum Entleeren wird das Gefäß jeweils in die erforderliche Lage gebracht, wobei die Rollen 9 angetrieben werden können, wie bei 14 -angedeutet ist. In diesem Fall erfolgt die Drehung durch Reibungsschluß. Sie kann aber auch beispielsweise durch Anwendung von Zahnkränzen oder Triebstockkränzen zwangläufig herbeigeführt werden.
- Ein ähnlicher Antrieb kann für die Rollen 5 vorgesehen werden. Beispielsweise kann er zwischen den Querstreben 6 angeordnet sein. Nach der Zeichnung ist das Gestell mit offenen Ringen 7, 8 ausgebildet. Das hat den Vorteil, daß die Laufbahnen und das Gefäß jederzeit bequem beobachtet werden können; außerdem ist die Schmierung und Wartung einfach.
- Man kann aber auch das ganze Gefäß einschließen. In diesem Fall wird die Mittelöffnung der Ringe 7, 8 durch Bleche verschlossen, außerdem wird ein zylindrischer Mantel zwischen die Ringe 7, 8 gelegt, aus dem dann nur der Konvertermund herauszuragen braucht. Man kann diese Bleche ganz oder teilweise abnehmbar machen. Ferner können sie mit Beobachtungsschlitzen versehen werden. Ein Beispiel dafür ist in Fig. 3 dargestellt. Das zylindrische Mantelblech zwischen den Ringen 7 und 8 ist mit 15 und die Isolierschicht mit 16 bezeichnet. In dem Blech 15 sind Öffnungen 17 angebracht, die mit Abstreifblechen 18 versehen sind. Bei der durch den Pfeil angedeuteten Umlaufrichtung des Gefäßes 1 können etwaige Metallspritzer dem Beobachtungsmann nicht gefährlich sein. Anstatt in die Laufringe 7, 8 Deckel oder Abdeckbleche einzusetzen, kann man diese Ringe auch als durchlaufende Scheiben ausbilden.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen mit Hilfe eines um seine Längsachse sowie um eine hierzu senkrechte Achse drehbaren Konvertergefäßes, in dessen Mund eine Sauerstofflanze hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß das Konvertergefäß drehbar in einem Käfig angeordnet ist, der aus zwei auf Rollen (9) gelagerten Reifen (7, 8) und mehreren über den Umfang der Reifen verteilten, diese zu einem Käfig vereinigenden Traversen (6) besteht.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reifen (7, 8) Mittel (Rollen oder mit Rollen 12 versehene Balanciers 13) zur axialen Festlegung des umlaufenden Ofengefäßes (1) und die Traverse (6) Stützrollen (5) für die um das Konvertergefäß gelegten Laufschienen aufweisen.
- 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Mantel (15), der die Ringe (7, 8) zu einem geschlossenen Zylinder ergänzt, aus dem nur der Konvertermund herausragt.
- 4. Konverter nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch in dem Mantel (15) vorgesehene Beobachtungsschlitze (17), die mit Schutzvorrichtungen, insbesondere Abstreifern (18) gegen etwaige Metallspritzer versehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 657 561, 674 091, 671312, 813 581; französische Patentschrift Nr. 1124 851; Zeitschrift »Blast Fumace and Steel Plant«, vom Februar 1957, S. 200 bis 203.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED25657A DE1137458B (de) | 1957-05-22 | 1957-05-22 | Mit Sauerstofflanze und drehbarem Gefaess arbeitende Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED25657A DE1137458B (de) | 1957-05-22 | 1957-05-22 | Mit Sauerstofflanze und drehbarem Gefaess arbeitende Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1137458B true DE1137458B (de) | 1962-10-04 |
Family
ID=7038613
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED25657A Pending DE1137458B (de) | 1957-05-22 | 1957-05-22 | Mit Sauerstofflanze und drehbarem Gefaess arbeitende Konverteranlage zur Erzeugung von Stahl aus Roheisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1137458B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1230054B (de) * | 1963-11-26 | 1966-12-08 | Demag Ag | Schuettelkonverter |
| DE2428819A1 (de) * | 1973-06-21 | 1975-01-16 | Metallo Chimique Sa | Ofen fuer metallurgische verarbeitung |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE657561C (de) * | 1936-06-04 | 1938-03-07 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Umlaufender Trommelschmelzofen |
| DE671312C (de) * | 1936-01-03 | 1939-02-03 | Fritz Thomas Dr Ing | Kippbarer Drehtrommelofen |
| DE674091C (de) * | 1937-02-26 | 1939-04-06 | Karl Gottschalk Dipl Ing | Kippvorrichtung fuer um ihre Laengsachse umlaufende Trommelschmelzoefen |
| DE813581C (de) * | 1947-03-05 | 1951-09-13 | Herbert Pontzen | Schmelzofen fuer metallene und keramische Werkstoffe |
| FR1124851A (fr) * | 1955-05-20 | 1956-10-19 | Bamag Koln Bayenthal Zweignied | Four en forme de tambour cylindrique, destiné à l'élaboration d'un acier de haute qualité dans les aciéries |
-
1957
- 1957-05-22 DE DED25657A patent/DE1137458B/de active Pending
Patent Citations (5)
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