DE1137012B - Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thionophosphonsaeureestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. ThionophosphonsaeureesternInfo
- Publication number
- DE1137012B DE1137012B DEF24304A DEF0024304A DE1137012B DE 1137012 B DE1137012 B DE 1137012B DE F24304 A DEF24304 A DE F24304A DE F0024304 A DEF0024304 A DE F0024304A DE 1137012 B DE1137012 B DE 1137012B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- phosphonic
- ester
- alk
- benzene
- stirring
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/28—Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
- C07F9/38—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
- C07F9/40—Esters thereof
- C07F9/4071—Esters thereof the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic
- C07F9/4075—Esters with hydroxyalkyl compounds
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
F 24304 IVb/12 ο
ANMELDETAG: 2. NOVEMBER 1957
Gegenstand des Hauptpatentes 1 058 992 ist ein Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsäureestern
der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung von
Phosphon- bzw. Thionophosphonsäureestem
Phosphon- bzw. Thionophosphonsäureestem
Zusatz zum Patent 1 058 992
S(O)
Il OR/
R-P R"
S —Alk —N
R"'
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen
in welcher R ein über Kohlenstoff an Phosphor gebundener organischer Rest ist, R', R", R"' niedere
Alkylreste bedeuten, wobei R" und R'" über eine Stickstoffbrücke auch zu einem Ring vereinigt sein
können, und Alk für einen Alkylenrest steht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß Phosphonsäure-
bzw. Thionophosphonsäureesterhalogenide mit Aminoalkylmercaptanen umgesetzt werden.
Nach den Angaben der vorgenannten Patentschrift stellen die Thiophosphonsäureester der oben angegebenen
Formel hervorragende Insektizide dar, die vor allem im Pflanzenschutz Verwendung finden.
Im Zuge der weiteren Bearbeitung des obigen Erfindungsgegenstandes wurde nun gefunden, daß
ebenfalls insektizid hochwirksame Phosphon- bzw. Thionophonsäureester der allgemeinen Formel
Dr. Dr. h. c. Gerhard Schrader,
Wuppertal-Cronenberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
O(S)
OR'
OR'
R —P
R'
O —Alk—N
R"
erhalten werden, wenn man Phosphon- bzw. Thionophosphonsäure-O-alkylesterhalogenide
der Formel
O(S)
OR'
OR'
mit Aminoalkoholen der allgemeinen Struktur
Halogen
HO —Alk —N
R'
umsetzt.
In vorgenannten Formeln steht R für einen niederen Alkyl-, Cycloalkyl-, Phenyl- sowie einen gegebenenfalls
durch eine Phenyl- oder Alkoxygruppe substituierten Alkenylrest und R' für einen niederen
Alkylrest, während R" und R'" niedere Alkylreste bedeuten, die auch zu einem gegebenenfalls durch
Sauerstoff unterbrochenen heterocyclischen Ring geschlossen sein können, und Alk für einen niederen
Alkylenrest steht.
Die verfahrensgemäße Umsetzung wird in analoger Weise, wie im Hauptpatent beschrieben, bevorzugt
in Gegenwart. säurebindender Mittel durchgeführt. Als solche haben sich vor allem Alkalialkoholate,
z. B. Kalium- und Natriummethylat, bewährt. Nach einer bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden zunächst (beispielsweise mit Hilfe von metallischem Natrium) die entsprechenden
Alkalisalze der obengenannten Aminoalkohole hergestellt und diese anschließend im Sinne der vorliegenden
Erfindung mit den Phosphon- bzw. Thionophosphonsäureesterhalogeniden der obigen allgemeinen Formel umgesetzt.
209 658/423
Weiterhin führt man die verfahrensgemäße Reaktion
vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie Methyläthylketon, Aceton, Benzol,
Chloroform u. ä. durch. Schließlich hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Umsetzung bei Zimmeroder
schwach bis mäßig erhöhter Temperatur vorzunehmen und das Reaktionsgemisch nach Vereinigung
der Ausgangskomponenten noch einige Zeit unter Erwärmen nachzurühren. Man erhält
dann die Verfahrensprodukte mit besonders guten Ausbeuten sowie in vorzüglicher Reinheit.
Die neuen verfahrensgemäß herstellbaren Phosphon- bzw. Thionophosphonsäureester zeichnen sich
— wie oben bereits erwähnt — durch hervorragende insektizide Eigenschaften aus; sie sind in dieser
Hinsicht sowohl den bekannten Thiophosphorsäureestern analoger Zusammensetzung als auch den im
Hauptpatent 1 058 992 beschriebenen Verbindungen eindeutig überlegen.
Gegenüber den Thiophosphorsäure-0-alkylestern,
deren einer O-Alkylesterrest durch eine Alkylaminogruppe
substituiert ist, zeigen die Verfahrensprodukte bei Anwendung gegen Spinnmilben eine ausgesprochene
ovizide Wirksamkeit, die den analog
ίο gebauten Vergleichspräparaten fehlt. Die bessere
insektizide Wirkung der erfindungsgemäßen Phosphonsäurederivate im Vergleich zu den entsprechenden
aus dem Hauptpatent beschriebenen Verbindungen geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
| Verbindung Nr. | Konstitution | Abtötungsprozentsatz von Fliegenmaden bei Anwendung 0,010/oiger Wirkstofilösungen |
| 1 | S OC2H5 | 100 |
| O — CH2 — CH2 — N(C2Hs)2 | ||
| (erfindungsgemäß, Beispiel 4) | ||
| 2 | S OC2H5 (CH3)2C = CH — P |
0 |
| S-CH2- CH2 — N(C2Hs)2 | ||
| (deutsche Auslegeschrift 1 058 992, Beispiel 9) | ||
| 3 | (CH3)3C S OC2H5 C-P / \ (CHa)2C O — CH2 — CH2 — N(C2Hs)2 |
100 |
| (erfindungsgemäß, Beispiel 5) | ||
| (CH3)3C S OC2H5 | ||
| 4 | \ II/ C-P |
0 |
| (deutsche Auslegeschrift 1 058 992, Beispiel 10) |
Auf Grund ihrer hervorragenden Insektiziden
Eigenschaften werden die neuen Phosphon- bzw.
Thionophosphonsäureester als Schädlingsbekämpfungsmittel vor allem im Pflanzenschutz eingesetzt.
Die Anwendung der Verfahrensprodukte für den
genannten Zweck erfolgt dabei in der für Insektizide
auf Phosphorsäureesterbasis üblichen Weise, d. h.
bevorzugt in Kombination mit geeigneten festen oder
flüssigen Streck- oder Verdünnungsmitteln, wie
Talkum, Kreide, Bentonite oder, falls flüssige Verdünnungen gewünscht sind, vor allem mit Wasser, dies in Verbindung mit geeigneten handelsüblichen Emulgatoren und Lösungshilfsmitteln.
Eigenschaften werden die neuen Phosphon- bzw.
Thionophosphonsäureester als Schädlingsbekämpfungsmittel vor allem im Pflanzenschutz eingesetzt.
Die Anwendung der Verfahrensprodukte für den
genannten Zweck erfolgt dabei in der für Insektizide
auf Phosphorsäureesterbasis üblichen Weise, d. h.
bevorzugt in Kombination mit geeigneten festen oder
flüssigen Streck- oder Verdünnungsmitteln, wie
Talkum, Kreide, Bentonite oder, falls flüssige Verdünnungen gewünscht sind, vor allem mit Wasser, dies in Verbindung mit geeigneten handelsüblichen Emulgatoren und Lösungshilfsmitteln.
Den bekannten Thiophosphorsäureestern gegenüber, die als einen Esterrest eine Aminoalkylgruppe
besitzen, zeichnen sich die neuen erfindungsgemäßen Phosphonsäureester, deren einer Esterrest eine Aminoalkylgruppe
ist, durch eine ovizide Wirkung bei Spinnmilben aus. Diese ovizide Wirkung geht den
Phosphorsäureestern ab.
Die folgenden Beispiele mögen das Verfahren erläutern:
S OC2H5
Q-CH2- CH2 ■ N(C2Hs)2
60 g Diäthylamino-äthanol gibt man zu einer Anschlämmung von 6 g Natriumpulver in 50 ecm
Benzol unter Rühren bei 50° C. Nach kurzer Zeit ist das Natrium gelöst. Dann tropft man unter weiterem
Rühren 57 g Phenylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid (Kp.0,01 75° C) zu. Man hält noch 1 Stunde
bei 50° C und gibt das auf Zimmertemperatur erkaltete Gemisch in Wasser. Die wäßrige Schicht
wird getrennt, das abgeschiedene Öl wird mit einer 4%igen Bikarbonatlösung neutral gewaschen. Nach
dem Abtrennen und Trocknen des Lösungsmittels mit Natriumsulfat erhält man 45 g des neuen Esters
vom Kp.OlO1 120° C. Ausbeute 60% der Theorie.
Der Ester ist in Wasser praktisch unlöslich.
An der Ratte per os zeigt der Ester eine mittlere Toxizität von 10 mg/kg.
0,001 %ige Suspensionen töten die Eier der roten Spinne sicher ab. Bei gleicher Arbeitsweise und mit
40 g Methylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid wird folgende Verbindung erhalten:
CH,-P
S OC2H5
O — CH2 — CH2 — N(C2Hs)2
Ausbeute 45% der Theorie.
S OC2H5
C2H5O-CH = CH-P
C2H5O-CH = CH-P
45
Q-CH2- CH2 · N(C2Hs)2
6 g Natriumpulver werden in 50 ecm Benzol angeschlämmt. Bei 50° C gibt man unter Rühren 60 g
Diäthylamino-äthanol hinzu. Nach dem Lösen des Natriums tropft man unter Rühren 55 g /?-Äthoxyvinylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid
(Kp.o,oi 60° C) hinzu. Man läßt noch 1 Stunde nachrühren
und arbeitet dann in üblicher Weise auf. Es werden 64 g des neuen Esters vom Kp.o,oi 114° C erhalten.
Ausbeute 86% der Theorie.
0,01 %ige Lösungen des Esters haben eine ausgesprochene ovizide Wirkung auf die Eier der roten
Spinne.
S OC2H5
CH = CH — P
CH = CH — P
35 6 g Natriumpulver werden in 50 ecm Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man unter Rühren 60 g
Diäthylamino-äthanol bei 50° C. Nach dem Lösen des Natriums tropft man unter weiterem Rühren bei
ί 50° C 64 g Styrylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid (Kp.o,oi 97° C) hinzu. Nach dem üblichen
Aufarbeiten erhält man 65 g des neuen Esters als gelbes, wasserunlösliches Öl. Die Verbindung läßt
sich auch im Hochvakuum nur unter Zersetzung destillieren. Ausbeute 80% der Theorie.
Blattläuse werden mit 0,01%igen Lösungen zu 100% abgetötet.
Beispiel 4
S OC2H5
S OC2H5
II/
(CHs)2C = CH-P
O ■ CH2 · CH2 · N(C2Hs)2
6 g Natriumpulver werden in 50 ecm Benzol angeschlämmt. Unter Rühren gibt man bei 50° C
60 g Diäthylamino-äthanol hinzu. Man erwärmt noch 2 Stunden auf 50° C. Das Natrium ist dann
gelöst. Unter weiterem Rühren tropft man bei 50° C 51 g Isobutenylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid
(Kp.o,Oi 50° C) hinzu. Man läßt noch 1 Stunde
bei 50° C nachrühren, gibt dann den Ansatz in Wasser und arbeitet in üblicher Weise auf. Es werden
59 g des neuen Esters vom Kp.o,oi 89° C erhalten. Ausbeute 85% der Theorie. Der Ester ist in Wasser
wenig löslich. An der Ratte per os zeigt der Ester eine mittlere Toxizität von 25 mg/kg.
40 i/
S = P
S = P
OC2H5
O · CH2 · CH2 · N(C2Hg)2
6 g Natriumpulver werden in 50 ecm Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man unter Rühren bei
50° C 60 g Diäthylamino-äthanol. Nach 2 Stunden ist das Natrium gelöst. Dann tropft man bei 50° C
unter weiterem Rühren 65 g Diisobutenylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid (Kp.0,01 70° C) hinzu.
Man läßt noch 1 Stunde bei 50° C nachrühren und arbeitet dann in üblicher Weise auf. Es werden
65 g des neuen Esters vom Kp.0,01 107° C erhalten.
Ausbeute 77% der Theorie. Der Ester ist wenig wasserlöslich. Raupen werden mit 0,l%igen Lösungen
des Esters zu 100% vernichtet.
C2H5O · CH = CH
S OC2H5
-P
O · CH2 · CH2 · N(CH3)2
Q-CH2- CH2 · N(C2Hs)2
6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man unter Rühren bei
50° C 50 g Dimethylaminoäthanol. Man erwärmt
noch 1 Stunde auf 50° C und gibt dann bei der angegebenen Temperatur 55 g /5-Äthoxyvinylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid
hinzu. Das Reaktionsprodukt wird noch 1 Stunde auf 60° C gehalten und dann in 300 ecm Eiswasser gegeben. Das ausgeschiedene
Öl nimmt man in viel Benzol auf, trennt die Benzolschicht ab und trocknet. Das
Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt. Man erhält auf diese Weise 32 g des neuen Esters. Ausbeute
49<V0 der Theorie. Ratte per os DL50 250 mg/kg.
S OC2H5
\
O · CH2 · CH2 · N(CH3)2 6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man bei 50° C unter Rühren 50 g N-/i-Oxäthyl-piperidin (Kp.9 78° C). Man hält 2 Stunden bei 50° C und tropft dann bei der angegebenen Temperatur 57 g Phenylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid hinzu. Nach dem üblichen Aufarbeiten erhält man 53 g des neuen Esters als gelbes, wasserunlösliches Öl. Ausbeute 68% der Theorie.
O · CH2 · CH2 · N(CH3)2 6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man bei 50° C unter Rühren 50 g N-/i-Oxäthyl-piperidin (Kp.9 78° C). Man hält 2 Stunden bei 50° C und tropft dann bei der angegebenen Temperatur 57 g Phenylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid hinzu. Nach dem üblichen Aufarbeiten erhält man 53 g des neuen Esters als gelbes, wasserunlösliches Öl. Ausbeute 68% der Theorie.
Molgewicht 313:
Berechnet
gefunden
gefunden
N4,40/0s S lO,2O/o, P9,80/0;
N 4,5O/o, S 10,20/0, P 9,90/0.
6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Bei 50° C gibt man zu dieser Anschlämmung
50 g Dimethylaminoäthanol. Man erwärmt unter Rühren 2 Stunden auf 50° C. Das Natrium ist dann in Lösung gegangen. Dann tropft
man bei der angegebenen Temperatur unter weiterem Rühren 57 g Phenylthionophosphonsäure-äthylesterehlorid
(Kp.g,oi 75° C) zu. Man hält noch 1 Stunde bei 50° C5 gibt dann das Reaktionsprodukt in viel
Wasser und nimmt das ausgeschiedene Öl in Benzol auf. Nach dem üblichen Aufarbeiten erhält man 38 g
des neuen Esters als farbloses, wenig wasserlösliches Öl vom Kp.0,01 110° C. Ausbeute 56<y0 der Theorie.
Ratte per os DL50 25 mg/kg.
40
S OC2H5
P CH2 ■ CH2
O · CH2 -CH2-N CH2
CH2 CH2
S OC2H5
II/
0 · CH2 · CH2 · N
CH2-CH2
CH2 CH2
6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol
angeschlämmt. Dazu gibt man bei 50° C unter Rühren 50 g N-^-Chloräthyl-morpholin (Kp11 78° C).
Man hält 1 Stunde bei 50° C und gibt dann unter weiterem Rühren 57 g Phenylthionophosphonsäureäthylesterchlorid
hinzu. Das Reaktionsprodukt wird noch 1 Stunde bei 60° C gehalten und dann in üblicher Weise aufgearbeitet. Man erhält 56 g des
neuen Esters als schwachgelbgefärbtes Öl. Ausbeute 71% der Theorie.
Molgewicht 315:
Berechnet
gefunden
gefunden
N 4,40/0, P9,70/0,
N 4,7O/o, P 9,60/0,
S 10,1 o/o;
s 10,20/0.
S OCH3
W/
C2H5O-CH = CH-P
O — CH2 — CH2 — N(C2H5)2
6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol
angeschlämmt. Dazu gibt man bei 50° C unter Rühren 50 g Diäthylaminoäthanol. Man läßt
V2 Stunde bei 50° C nachrühren. Das Natrium ist dann in Lösung gegangen. Bei der genannten Temperatur
gibt man dann unter weiterem Rühren 53 g β - Äthoxyvinylthionophosphonsäure - methylester
chlorid (Kp.0,01 55° C) zu. Man läßt 1 Stunde weiterrühren, verdünnt dann das Reaktionsprodukt mit
300 ecm Benzol und gibt den Ansatz in 300 ecm Eiswasser. Man trennt die benzolische Schicht ab,
trocknet sie mit Natriumsulfat und fraktioniert das Filtrat. Es werden 67 g des neuen Esters vom
Kp.0,01 80° C erhalten. Ausbeute 940/0 der Theorie.
Beispiel 11
S OC2H5
= CH-P
S OC2H5
= CH-P
O — CH2 — CH2 — N(CH3J2
produkt in 200 ecm Eiswasser. Man trennt die benzolische Lösung ab, wäscht sie nochmal mit
Wasser und trocknet mit Natriumsulfat. Beim Fraktionieren der benzolischen Lösung werden 31 g des
neuen Esters als gelbes wasserlösliches Öl erhalten. Ausbeute 74% der Theorie.
Molgewicht 291 :
6 g Natriumpulver werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man bei 50° C 50 g Dimethylaminoäthanol.
Man läßt 1 Stunde bei 50° C rühren. Das Natrium ist dann in Lösung gegangen. Nun tropft man bei 50° C 53 g Isobutenylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid
(Kp.o,oi 50 C) dazu, läßt 1 Stunde nachrühren, verdünnt dann mit
-200 ecm Benzol und wäscht den Ansatz mit 250 ecm Wasser durch. Die benzolische Schicht wird abgetrennt
und mit Natriumsulfat getrocknet. Anschließend wird das Filtrat fraktioniert. Man erhält
47 g des neuen Esters als farbloses, wasserunlösliches Öl. Ausbeute 75% der Theorie.
An der Ratte per os zeigt der neue Ester eine mittlere Toxizität von 150 mg/kg.
Q-CH2- CH2 · N(C2Hs)2
6 g Natriumpulver (0,25 Mol) werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Bei 50° C gibt man unter
Rühren 60 g Diäthylaminoäthanol zu. Man hält 2 Stunden bei 50° C und tropft dann unter weiterem
Rühren 57 g Cyclohexylthionophosphonsäure-äthylesterchlorid
(Κρ-ο,οι 63° C) hinzu. Man läßt noch
1 Stunde nachrühren und gibt dann das Reaktionsprodukt in 200 ecm Eiswasser. Das ausgeschiedene
Öl wird in 200 ecm Benzol aufgenommen, mit Wasser neutral gewaschen und anschließend mit Natriumsulfat
getrocknet. Beim Fraktionieren erhält man 68 g des neuen Esters vom Kp.0,qi 122° C. Ausbeute
88% der Theorie. Mittlere Toxizität Ratte per os 250 mg/kg.
Q-CH2- CH2 · N(C2Hj)2
3,5 g Natriumpulver (0,143 Mol) werden in 100 ecm Benzol angeschlämmt. Unter Rühren gibt man bei
500C 25 g Diäthylaminoäthanol zu. Man hält
2 Stunden bei 50° C und tropft dann unter weiterem Rühren 30 g Cyclohexylphosphonsäure-äthylesterchlorid
(Kp.! 115° C) hinzu. Man läßt noch 1 Stunde
bei 50° C nachrühren und gibt dann das Reaktions-
45
55
60 Berechnet ... N 4,8<>/0, P 10,7%;
gefunden ... N4,io/O, P ll,oo/o.
Mittlere Toxizität Ratte per os 1000 mg/kg.
gefunden ... N4,io/O, P ll,oo/o.
Mittlere Toxizität Ratte per os 1000 mg/kg.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thionophosphonsäureestern in weiterer Ausbildung des Hauptpatents 1 058 992, dadurch gekennzeichnet, daß man Phosphon- bzw. Thionophosphonsäureesterhalogenide der FormelO(S)OR'Halogenin der R einen niederen Alkyl-, Cycloalkyl-, Phenyl sowie einen gegebenenfalls durch eine Phenyl-, oder Alkoxygruppe substituierten Alkenylrest bedeutet und R' für einen niederen Alkylrest steht, mit Aminoalkoholen der allgemeinen FormelHO —Alk —NR'R'"worin R" und R"' niedere Alkylreste bedeuten, die auch zu einem gegebenenfalls durch Sauerstoff unterbrochenen heterocyclischen Ring geschlossen sein können, während Alk für einen niederen Alkylenrest steht, in Gegenwart säurebindender Mittel zu Verbindungen der allgemeinen FormelO(S)
OR'R-P R"O —Alk —Numsetzt, wobei R, R', R", R"' und Alk die weiter oben angegebene Bedeutung haben.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 845 801;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 058 992.1 209 65&H23 9.62
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE568845D BE568845A (de) | 1957-06-24 | ||
| DEF23322A DE1058992B (de) | 1957-06-24 | 1957-06-24 | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsaeureestern |
| DEF24304A DE1137012B (de) | 1957-06-24 | 1957-11-02 | Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thionophosphonsaeureestern |
| CH6043058A CH376917A (de) | 1957-06-24 | 1958-06-10 | Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thiophosphonsäureestern |
| GB2008558A GB847550A (en) | 1957-06-24 | 1958-06-23 | Phosphonic acid esters |
| FR1207524D FR1207524A (fr) | 1957-06-24 | 1958-06-24 | Procédé de préparation d'esters phosphoniques et thiophosphoniques |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF23322A DE1058992B (de) | 1957-06-24 | 1957-06-24 | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsaeureestern |
| DEF24304A DE1137012B (de) | 1957-06-24 | 1957-11-02 | Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thionophosphonsaeureestern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1137012B true DE1137012B (de) | 1962-09-27 |
Family
ID=25974041
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF23322A Pending DE1058992B (de) | 1957-06-24 | 1957-06-24 | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsaeureestern |
| DEF24304A Pending DE1137012B (de) | 1957-06-24 | 1957-11-02 | Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thionophosphonsaeureestern |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF23322A Pending DE1058992B (de) | 1957-06-24 | 1957-06-24 | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsaeureestern |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE568845A (de) |
| CH (1) | CH376917A (de) |
| DE (2) | DE1058992B (de) |
| FR (1) | FR1207524A (de) |
| GB (1) | GB847550A (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE568845A (de) * | 1957-06-24 | |||
| BE594550A (de) * | 1959-09-03 | 1900-01-01 | ||
| NL125074C (de) | 1959-10-02 | |||
| BE598513A (de) * | 1959-12-23 | |||
| US4012464A (en) * | 1965-09-24 | 1977-03-15 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | S-(2-diisopropylamino-ethyl)O-ethyl methylphosphonothioate stabilized with soluble carbodiimides |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE845801C (de) * | 1949-05-30 | 1952-08-04 | Jan Marcel Didier Aron Samuel | Verfahren zur Herstellung von Orthophosphorsaeuremonoestern tertiaerer Aminoalkohole |
| DE1058992B (de) * | 1957-06-24 | 1959-06-11 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsaeureestern |
-
0
- BE BE568845D patent/BE568845A/xx unknown
-
1957
- 1957-06-24 DE DEF23322A patent/DE1058992B/de active Pending
- 1957-11-02 DE DEF24304A patent/DE1137012B/de active Pending
-
1958
- 1958-06-10 CH CH6043058A patent/CH376917A/de unknown
- 1958-06-23 GB GB2008558A patent/GB847550A/en not_active Expired
- 1958-06-24 FR FR1207524D patent/FR1207524A/fr not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE845801C (de) * | 1949-05-30 | 1952-08-04 | Jan Marcel Didier Aron Samuel | Verfahren zur Herstellung von Orthophosphorsaeuremonoestern tertiaerer Aminoalkohole |
| DE1058992B (de) * | 1957-06-24 | 1959-06-11 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphonsaeureestern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH376917A (de) | 1964-04-30 |
| DE1058992B (de) | 1959-06-11 |
| FR1207524A (fr) | 1960-02-17 |
| BE568845A (de) | |
| GB847550A (en) | 1960-09-07 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1135905B (de) | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern | |
| DE1134372B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphin-bzw. Thionophosphinsaeureestern | |
| DE1170400B (de) | Verfahren zur Herstellung von (Thio)-Phosphor-(Phosphon-, -Phosphin-) Saeureestern | |
| DE1116656B (de) | Verfahren zur Herstellung von Thionophosphorsaeureestern | |
| DE1044812B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphonsaeureestern | |
| DE1137012B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphon- bzw. Thionophosphonsaeureestern | |
| DE930446C (de) | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern | |
| DE1160440B (de) | Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Phosphor-, Phosphon-, Phosphin- bzw. Thionophosphor-, -phosphon-, -phosphinsaeureestern | |
| DE1195758B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphor-, Phosphon- bzw. Thiono-phosphor- oder -phosphonsaeureestern | |
| DE1138049B (de) | Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphonsaeureestern | |
| DE1099533B (de) | Verfahren zur Herstellung von Dithio- oder Thiolphosphor-, -phosphon- oder -phosphinsaeureestern | |
| DE1024509B (de) | Verfahren zur Herstellung von O, O-Dialkyl-thiol-phosphorsaeure- und -thiol-thiono-phsphorsaeureestern | |
| DE1121882B (de) | Schaedlingsbekaempfungsmittel mit insektizider und akarizider Wirkung | |
| DE1057112B (de) | Verfahren zur Herstellung von Thionophosphonsaeureestern | |
| AT233589B (de) | Verfahren zur Herstellung neuer organischer Phosphorverbindungen | |
| DE1150972B (de) | Verfahren zur Herstellung von Thio- bzw. Dithiophosphor-(-on, -in)-saeureestern | |
| AT235859B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen, beispielsweise zur Schädlingsbekämpfung verwendbaren Phosphonsäureestern | |
| AT214940B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Thiophosphor-, Thiophosphon- bzw. Thiophosphinsäureestern | |
| DE1192202B (de) | Verfahren zur Herstellung von (Thiono) Phosphor-(on, in)-saeureestern | |
| AT210438B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Phosphon- bzw. Thiophosphonsäureestern | |
| AT233591B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Thiophosphorsäureestern | |
| AT233592B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen, beispielsweise zur Schädlingsbekämpfung verwendbaren Organophosphorverbindungen | |
| DE1443264C (de) | Thiol- bzw. Thionothiolphosphor- bzw. -phosphonsäureester und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1167845B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure-, Phosphonsaeure- und Phosphinsaeureestern bzw. den entsprechenden Thiono-Estern des 5-Oxypiazthiols | |
| DE1063155B (de) | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern |