DE1135207B - Vorrichtung zum Ausgleichen von Unwuchten an umlaufenden Koerpern, insbesondere an Schleifscheiben - Google Patents
Vorrichtung zum Ausgleichen von Unwuchten an umlaufenden Koerpern, insbesondere an SchleifscheibenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausgleichen von Unwuchten an umlaufenden
Körpern, insbesondere an Schleifscheiben, bei der die Größe der Unwucht durch zwei Wuchtmassen ausgeglichen
wird, indem zuerst die Winkellage der Unwucht durch gemeinsames Verschwenken beider
Wuchtmassen im gleichen Drehsinn ermittelt und danach die Größe der Unwucht durch Verschwenken
der Wuchtmassen in entgegengesetztem Drehsinn ausgeglichen wird.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Sie ist im wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wuchtmassen aus Planetenrädern bestehen, die einerseits in
sie umschließenden innenverzahnten und über ihr Gehäuse die Drehbewegungen der auszuwuchtenden
Schleifscheibe mitmachenden Ringen kämmen und die andererseits mit zentralen Zwischenrädern kämmen,
deren Hülsen bzw. Wellen weitere Zwischenräder tragen, die mit zwei Planetenrädergruppen eines
frei drehbaren Planetenkäfigs kämmen, während eine dritte Planetenrädergruppe des Planetenkäfigs mit
einem die Drehbewegungen des Gehäuses mitmachenden Zahnrad im Eingriff steht, wobei die beiden erstgenannten
Planetenrädergruppen mit innenverzahnten Stellringen, die dritte Planetenrädergruppe dagegen
mit einer innenverzahnten, frei drehbaren, jedoch abbremsbaren Bedienungskappe im Eingriff steht.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es stellen
dar
Fig. 1 die mit einer Unwucht versehene Schleifscheibe sowie die an diese angesetzte neue Auswuchteinrichtung
und
Fig. 2 in schematischer Darstellung einen Schnitt durch die vergrößert gezeichnete Auswuchteinrichtung.
Am Schleifscheibenflansch 2 mit der auszuwuchtenden Schleifscheibe 1 ist das Gehäuse 3 der Auswuchteinrichtung
mit den Schrauben 4 abnehmbar befestigt. Die aus der Schleifscheibenabdeckung 28 herausragende
drehbare Bedienungskappe 7 der Auswuchteinrichtung enthält die beiden Stellringe 5 und 6.
Im Gehäuse 3 sind fest die innenverzahnten Ringe 8 und 9 angebracht. Im Zahnring 8 kämmt das Planetenrad
14, im Zahnring 9 kämmt das Planetenrad 10. Das Planetenrad 14 kämmt zugleich auch im Zahnrad
13, das Planetenrad 10 auf dem Zahnrad 12 der Hülse 22. Das Planetenrad 14 trägt die Wuchtmasse
15, das Planetenrad 10 die Wuchtmasse 11.
Die Hülse 22 ist fest verbunden mit dem Zahnrad 20, das Zahnrad 13 ist durch die Welle 23 fest mit
Vorrichtung zum Ausgleichen
von Unwuchten an umlaufenden Körpern,
insbesondere an Schleifscheiben
Anmelder:
HARTEX
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Maschinen- und Werkzeugfabrik,
Berlin-Marienfelde, Großbeerenstr. 146
Berlin-Marienfelde, Großbeerenstr. 146
Beanspruchte Priorität:
Schaustellung auf der am 11. September 1960 eröffneten
Werkzeugmaschinen-Ausstellung Hannover
in Hannover
Günter Achilles, Berlin-Mariendorf,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
dem Zahnrad 21 verbunden. Das dritte Zahnrad 26 ist an dem Hals des Gehäuses 3 befestigt.
Der Planetenkäfig 19 und die Bedienungskappe 7 sind auf der Welle 23 drehbar gelagert. Der Planetenkäfig
19 trägt die Planetenrädergruppen 16, 17, 18. Die Planetenrädergrappe 16 kämmt einerseits auf dem
Zahnrad 26 und andererseits in dem innenverzahnten Ring 27, der fest mit der Bedienungskappe 7 verbunden
ist. Die Planetengruppe 17 kämmt einerseits auf dem Zahnrad 20 und andererseits in dem innenverzahnten
Stellring 5. Die Planetenradgruppe 18 kämmt auf dem Zahnrad 21 und in dem Stellring 6. Die Stellringe
5 und 6 werden in axialer Richtung mittels des Bremsringes 24 durch die Kraft der Feder 25 gegen
die Schulter 29 gedrückt.
Zweck der gesamten Zahnräderanordnung ist es, die Wuchtmassen 11 und 15 so zu bewegen, daß durch
das Zusammenwirken beider Wuchtmassen 11 und 15 eine in Richtung und Größe der in der Schleifscheibe
vorhandenen Unwucht entgegengesetzte gleich große Gegenwucht gebildet wird. Die Verstellung der Wuchtmassen
11 und 15 ist bei laufender Schleifscheibe 1 möglich.
Die aus der Schleifscheibenabdeckung 28 herausragende Bedienungskappe 7 kann trotz umlaufender
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Schleifscheibe angehalten werden. Die Stellringe 5 und 6 können verdreht werden, und dadurch werden
die Planetenräder 10 und 14 in dem umlaufenden Gehäuse 3, das im Schleifscheibenflansch 2 befestigt ist,
in ihrer Lage verändert. Durch die Betätigung des Stellringes 5 wird über die Zahnräder 17 und 20,
Hülse 22, Zahnrad 12 das Planetenrad 10 mit der Wuchtmasse 11 bewegt, und durch die Verstellung
des Stellringes 6 wird über die Zahnräder 18 und 21, die Welle 23 und das Zahnrad 13 das Planetenrad 14
mit der Wuchtmasse 15 bewegt.
Die Übertragung der Stellbewegungen der Stellringe 5 und 6 auf die Planetenräder 10 und 14 trotz Stehens
der Bedienungskappe 7 und Umlaufens des Gehäuses 3 ist dadurch möglich, daß der Planetenkäfig 19
mit seinen Planetengruppen 16,17,18 frei umlaufen kann, und daß der Planetenkäfig 19 bei einer Stellbewegung
der Stellringe 5 und 6 einen Rückhalt an dem Zahnrad 26 und dem innenverzahnten Ring 27
findet. Jede relative Veränderung der Lage der drei innenverzahnten Ringe 27, 5 und 6 zueinander muß
zwangläufig trotz umlaufenden Gehäuses 3 eine entsprechende relative Veränderung der Planetenräder 10
und 14 zur Folge haben.
Die Wirkung der Veränderung der Wuchtmassen 11 und 15 wird sichtbar gemacht, indem die von der
Schleifscheibe ausgehenden mechanischen Unwuchtschwingungen von einem mechanischen, auf die
Schleifscheibendrehzahl abgestimmten Schwinger aufgenommen und verstärkt im magischen Auge als Veränderung
der Amplitudengröße angezeigt werden.
Wenn die mit einer Unwucht versehene Schleifscheibe 1 anläuft, dann laufen sowohl die Bedienungskappe 7 als auch die Stellringe 5 und 6 synchron mit.
Der Bremsring 24 verhindert bei diesem Anlauf ein Rutschen der Stellringe 5 und 6. Um die Unwucht
der Schleifscheibe 1 zu beseitigen, wird zunächst die Bedienungskappe 7 festgehalten, also an ihrer weiteren
Drehung gehindert, was zur Folge hat, daß auch die Stellringe 5 und 6 stehenbleiben. Es werden nun
die beiden Stellringe 5, 6 gemeinsam in einer Richtung gedreht, bis sich ein Minimum an Unwucht ergibt.
Damit sind die beiden Wuchtmassen 11,15 in die richtige Winkellage zur Unwucht der Schleifscheibe
1 gebracht. Nunmehr werden die beiden Stellringe 5 und 6 gemeinsam in entgegengesetzter Richtung,
also beispielsweise der Stellring 5 um denselben Winkelbetrag nach links wie der Stellring 6 um denselben
Winkelbetrag nach rechts gedreht. Diese grundsätzliche Drehung der beiden Stellringe 5, 6 wird so
lange fortgesetzt, bis die Unwucht der Schleifscheibe 1 ganz verschwunden ist. Die Unwucht der Schleifscheibe
1 und die aus den beiden Wuchtmassen H515
resultierende gemeinsame Gegenunwucht heben sich nunmehr auf.
Im allgemeinen ist es zweckmäßig, zwei gleich große Wuchtmassen 11,15 zu verwenden. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung kann aber auch derart abgewandelt werden, daß ungleiche Wuchtmassen 11,15 verwendet
werden, die dann an ebenfalls ungleichen Radien wirken, so daß jeweils das Produkt aus Masse
und Radius gleiche Größe aufweist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ausgleichen von Unwuchten an umlaufenden Körpern bietet
mannigfache Vorteile. Da das Gehäuse 3 mit dem Planetengetriebe und die Bedienungskappe 7 ein geschlossenes
Aggregat bilden, ist ein Festpunkt an der Maschine nicht erforderlich. Rückdruckkräfte und
Verstellkräfte, welche die Schleifscheibenspindel beeinflussen könnten, treten nicht auf. Das ganze Unwuchtgerät kann abgenommen und an verschiedenen
Maschinen verwendet werden. Die Schleifscheibenspindel braucht nicht angebohrt zu werden. Da die
Anordnung und die Größe der Wuchtmassen nicht so sehr durch konstruktive Gegebenheiten behindert
werden, kann die von den beiden Wuchtmassen ausgeübte Gegenwucht so groß gewählt werden, daß
auch eine Schleifscheibe mit großer Unwucht oder eine sehr breite Schleifscheibe mit großer Masse ausgewuchtet
werden kann. Dadurch, daß die Planetenräder mit ihren Wuchtmassen 10,11 sowie 14,15 die
Doppelfunktion als Getriebeteile und Ausgleichgewiehte besitzen, ist das nachfolgende Getriebe einfacher
zu gestalten. Da das Planetenrädergetriebe ein Untersetzungsgetriebe mit hoher Übersetzung darstellt,
sperrt es sich beim Anlaufen der Scheibe selbst, und die Planetenräder verändern ihre Lage nicht.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Ausgleichen von Unwuchten an umlaufenden Körpern, insbesondere an
Schleifscheiben, bei der die Größe der Unwucht durch zwei Wuchtmassen ausgeglichen wird, indem
zuerst die Winkellage der Unwucht durch gemeinsames Verschwenken beider Wuchtmassen im
gleichen Drehsinn ermittelt und danach die Größe der Unwucht durch Verschwenken der Wuchtmassen
in entgegengesetztem Drehsinn ausgeglichen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Wuchtmassen (U, 15) aus Planetenrädern (10, 14) bestehen, die einerseits in sie umschließenden
innenverzahnten und über ihr Gehäuse (3) die Drehbewegungen der auszuwuchtenden Schleifscheibe
(1) mitmachenden Ringen (8, 9) kämmen und die andererseits mit zentralen Zahnrädern
(12, 13) kämmen, deren Hülsen bzw. Wellen (22, 23) weitere Zahnräder (20, 21) tragen, die mit
den Planetenrädergruppen (17, 18) eines frei drehbaren Planetenkäfigs (19) kämmen, während eine
dritte Planetenrädergruppe (16) des Planetenkäfigs (19) mit einem die Drehbewegungen des Gehäuses
(3) mitmachenden Zahnrad (26) im Eingriff steht, wobei die erstgenannten Planetenrädergruppen
(17, 18) mit innenverzahnten Stellringen (5, 6), die dritte Planetenrädergruppe (16) dagegen mit
einer innenverzahnten, frei drehbaren, jedoch abbremsbaren Bedienungskappe (7) im Eingriff steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in axialer Richtung hintereinanderliegenden
Stellringe (5, 6) mittels des unter der Kraft von Federn (25) stehenden Bremsringes
(24) gegen eine Schulter (29) gedrückt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (3)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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