DE1134925B - Ventilsack aus Papier od. dgl. mit einer Ventileinlage aus einer bei Waermeeinwirkung schrumpffaehigen Kunststoff-Folie - Google Patents
Ventilsack aus Papier od. dgl. mit einer Ventileinlage aus einer bei Waermeeinwirkung schrumpffaehigen Kunststoff-FolieInfo
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Description
- Ventilsack aus Papier od. dgl. mit einer Ventileinlage aus einer bei Wärmeeinwirkung schrumpffähigen Kunststoff-Folie Zusatz zur Patentanmeldung N 17728 VII b /54 b (Auslegeschrift 1 126 720) Die Hauptpatentanmeldung N 17728 VIIb/54b betrifft einen Ventilsack aus Papier od. dgl. mit einer Ventileinlage aus einer bei Wärmeeinwirkung schrumpffähigen Kunststoff-Folie, die in Ausbildung als Innenventilschlauch aus einer solchen Kunststoff-Folie besteht, die auf höhere Temperatur gebracht, so weitgehend schrumpft, daß an dem in das Sackinnere hineinragenden Ende des Folienschlauches durch das Schrumpfen eine nahezu völlig abdichtende Verengung erreichbar ist.
- Es wurde nun gefunden, daß der Ventilabschluß dadurch verbessert werden kann, daß nur eine Schlauchhälfte, und zwar vornehmlich die Oberseite aus bei höherer Temperatur weitgehend schrumpffähigem Material besteht.
- Hierbei wird als bekannt vorausgesetzt, daß Ventileinlagen, die aus zwei an den Längsrändern miteinander verbundenen Lagen bestehen, bekannt waren. Bei diesen bekannten Ventilschläuchen bestanden die beiden Lagen aus verschiedenen Papierarten.
- Wenn man eine Ventileinlage nach der Erfindung erwärmt, so schrumpft die aus schrumpffähigem Folienmaterial bestehende Schlauchhälfte, und zwar beispielsweise die obere Hälfte in sich zusammen, während sich die aus nicht schrumpffähigem Material bestehende Hälfte, die aus Papier od. dgl. bestehen kann, sich um die zusammengeschrumpfte Folie herumlegt. Durch den Füllgutdruck wird dieser Abschluß noch vervollständigt, so daß ein solcher Ventilsack nach dem Füllen im wesentlichen streudicht und außerdem klimadicht ist, wenn der nicht schrumpfende Teil aus entsprechend imprägniertem Papier oder aus einer nur sehr geringfügig schrumpfenden Kunststoff-Folie besteht.
- Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung, und zwar Fig. 1 eine Oberansicht eines Sackbodens, und zwar eines geklebten Kreuzbodens, der teilweise geöffnet ist, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Schlaucheinlage, Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Schlaucheinlage.
- Mit 1 ist das Schlauchwerkstück eines Sackes aus ein- oder mehrlagigem gegebenenfalls teilweise kaschiertem Papier aus Kunststoff-Folien, Gewebe, wie Jute od. dgl. oder sonstigem geeignetem Material bezeichnet. An einem solchen Schlauchwerkstück können an beiden Enden Bodenabschlüsse durch Abnähen gebildet sein, oder es werden geklebte Kreuzböden vorgesehen. Bei geklebten Kreuzböden können die verschiedenen Papierlagen auch gegeneinander gestaffelt sein, und zwar sowohl an den Eckeinschlägen als auch an den Bodenseitenumschlägen.
- An dem einen Ende des einen Kreuzbodens befindet sich das übliche Sackventil, durch das hindurch der Ventilsack auf einer Füllmaschine gefüllt werden kann.
- Das Sackventil ist mit einer Schlaucheinlage ausgestattet, welche aus den beiden Teilen 40 und 41 besteht. Die obere Hälfte 41 besteht aus einer Folie aus schrumpffähigem Material, so z. B. aus Terephtalsäureester-Folien, gereckten Niederdruck-Polyäthylen-Folien oder sonstigen Folien, welche bei Temperaturen zwischen 50 und 1500 C zusammenschrumpfen. Die untere Hälfte 40 besteht aus beliebigem anderem, vornehmlich geschmeidigem Material, so z.B. sehr dünnem Papier, das auch gekreppt sein kann und mit wasserdampfdichter Beschichtung versehen ist. Sehr vorteilhaft erweist sich die Verwendung einer Folie 40, welche nur geringfügig schrumpft, wie z. B. einer Polyäthylen-Folie. Mit Randumschlägen 42 kann man die Folien 40, 41 miteinander verleimen oder verschweißen bzw. heißsiegeln.
- Um dieses Schlauchventil aus Folien beim Einschieben eines Füllstutzens auf die Füllmaschine nicht zu beschädigen, kann man am Sackventileingang eine Schutzhülle 43 aus Papier vorsehen, welche um die Folien oben und unten herumgeschlagen ist und mit welcher Schutzhülle dann die Schlauchfolie im Sackboden befestigt wird. Die Innenlage dieser Schutzhülle 43 kann man im Bedarfsfalle mit in der Längsrichtung des Sackventiles verlaufenden Schlitzen versehen.
- Wenn ein mit einem derartigen Schlauchventil 40, 41 ausgestatteter Ventilsack gefüllt ist, so läßt man auf das Schlauchventil einen Wärmestoß einwirken, z. B. durch geeignete Elektroden, Hochfrequenzbeheizung oder besser durch Heißluft, der so hoch bemessen ist, daß die obere Schlauchhälfte 41 zusammenschrumpft.
- Diesen Wärmestoß kann man auch nach dem Füllen und Abwerfen der Säcke dann ausüben, wenn diese beispielsweise bereits auf ein Förderband abgeworfen sind, und zwar derart, daß die Sackventile nach außen gerichtet sind. Es genügt dann ein Vorbeiführen an einer Heißluftquelle, wobei die Heißluft von außen durch den leicht geöffneten Sackventileingang nach innen eindringt und dabei die obere Folienhälfte so erwärmt, daß sie schrumpft.
- Durch das Schrumpfen der einen Folienhälite 41 wird die andere Folie 40 außen herumgezogen und legt sich bogenförmig um die zusammengeschrumpfte Folie 41 herum, wobei eine völlige Abdichtung des Sackventiles erreicht wird. Diese Abdichtung wird dadurch noch verbessert, daß der Boden von oben aus einen Druck gegen das Sackventil bzw. die zusammengeschrumpfte Folie ausübt. In Fig. 1 und 3 ist die zusammengeschrumpfte Folienhälfte 41 strichpunktiert eingezeichnet.
- Je nach der Ausbildung des Ventilsackes kann man auch die schrumpffähige Folie an einer beliebigen Außenseite des Schlauches oder auch an der Unterseite vorsehen, jedoch besser erweist sich stets eine Schrumpffolie an der Oberseite.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ventilsack aus Papier od. dgl. mit einer Ventileinlage aus einer bei Wärmeeinwirkung schrumpffähigen Kunststoff-Folie nach Patentanmeldung N 17728 VIIb/ 54b, wobei der Ventilschlauch aus zwei an den Längsrändern miteinander verbundenen Lagen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Schlauchhälfte und zwar vornehmlich die Oberseite (41) aus bei höherer Temperatur weitgehend schrumpffähigem Folienmaterial besteht.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 959 879; Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 025 255.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN19300A DE1134925B (de) | 1960-12-09 | 1960-12-09 | Ventilsack aus Papier od. dgl. mit einer Ventileinlage aus einer bei Waermeeinwirkung schrumpffaehigen Kunststoff-Folie |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1134925B true DE1134925B (de) | 1962-08-16 |
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ID=7340827
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1134925B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1205891B (de) | 1961-12-19 | 1965-11-25 | Johnsons Emballageindustrier | Ventileinlage an Ventilsaecken aus Papier |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959879C (de) * | 1951-07-03 | 1957-03-14 | Paul Graf | Ventilsack mit in die Ventiloeffnung eingeklebter Ventileinlage und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE1025255B (de) * | 1952-11-14 | 1958-02-27 | Ernst Klein | Sack aus Papier oder aus einem aehnlichen Werkstoff mit einem Ventilschauch im Einfuellventil des Sackes |
-
1960
- 1960-12-09 DE DEN19300A patent/DE1134925B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959879C (de) * | 1951-07-03 | 1957-03-14 | Paul Graf | Ventilsack mit in die Ventiloeffnung eingeklebter Ventileinlage und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE1025255B (de) * | 1952-11-14 | 1958-02-27 | Ernst Klein | Sack aus Papier oder aus einem aehnlichen Werkstoff mit einem Ventilschauch im Einfuellventil des Sackes |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1205891B (de) | 1961-12-19 | 1965-11-25 | Johnsons Emballageindustrier | Ventileinlage an Ventilsaecken aus Papier |
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