[go: up one dir, main page]

DE1134581B - Einaeugige Spiegelreflexkamera - Google Patents

Einaeugige Spiegelreflexkamera

Info

Publication number
DE1134581B
DE1134581B DEZ8167A DEZ0008167A DE1134581B DE 1134581 B DE1134581 B DE 1134581B DE Z8167 A DEZ8167 A DE Z8167A DE Z0008167 A DEZ0008167 A DE Z0008167A DE 1134581 B DE1134581 B DE 1134581B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
camera according
shutter
locking
mirror
camera
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ8167A
Other languages
English (en)
Inventor
Willi Guenther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zeiss Ikon AG
Original Assignee
Zeiss Ikon AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zeiss Ikon AG filed Critical Zeiss Ikon AG
Priority to DEZ8167A priority Critical patent/DE1134581B/de
Publication of DE1134581B publication Critical patent/DE1134581B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B19/00Cameras
    • G03B19/02Still-picture cameras
    • G03B19/12Reflex cameras with single objective and a movable reflector or a partly-transmitting mirror

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras In General (AREA)

Description

  • Einäugige Spiegelreflexkamera Es ist eine einäugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluß bekannt, bei welcher gleichzeitig mit dem Filmtransport und dem Verschlußaufzug ein Kraftspeicher gespannt wird, der ein vom Kameraauslöser in Gang zu setzendes Getriebe zur Durchführung mehrerer Funktionen betätig .,t. Die erste Funktion ist das Verbringen der für die Aufnahme zu verstellenden Organe aus der Ruhe- bzw. Sucherstellung in die Aufnahmestellung, d. h. also das Schließen der Verschlußsektoren, das Zuziehen der Blende auf den vorgewählten Wert, das Hochklappen des Reflexspiegels und das Entfernen der Lichtschutzklappe vom Bildfenster. Die zweite Funktion ist das Auslösen des Verschlußwerks und die dritte das Zurückbringen aller verstellten Organe in die Ruhe- bzw. Sucherstellung, d. h. also das Wiedereinschwenken des Reflexspiegels in die Beobachtungslage, das Heranklappen der Lichtschutzklappe, das völlige Aufziehen der Blende und das öffnen der Verschlußsektoren. Nachteilio, ist hierbei der umständliche Aufbau des Getriebes, das aus ebenso vielen Kurvenscheiben und von diesen gesteuerten Hebeln besteht -, als Organe zu steuern sind, daß die durchgeführten drei Funktionen, vom Verschlußauslöser in Gang gesetzt, unter dem Zwangsablauf des Gesamtgetriebes durchgeführt werden. Das bedeutet also, daß die dritte Funktion, die zu ihrem zeitlich richtig einsetzenden Ablauf einer Ingangsetzung durch den Verschluß bedürfte, in Ermangelung eines solchen zu früh oder zu spät einsetzen kann, was vermieden werden muß.
  • Eine zeitliche Abhängigkeit der Spiegelrückkehr ist zwar bei einer bekannten anderen einäugigen Spiegelreflexkamera gegeben, die mit einem Schlitzverschluß arbeitet. In Abhängigkeit von einem mit nahezu vollendetemVerschlußablauf wirksam werdenden Steuerstift wird der Reflexspiegel unter der Wirkung eines frei werdenden Kraftspeichers wieder in die Beobachtunglage zurückgeführt, wobei der Spiegel auch gleichzeitig die Blende voll aufzieht. Ein an Stelle des Schlitzverschlusses eingebauter Objektivverschluß würde zur Wiederöffnung seiner Sektoren zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen, die das Rückstellgetriebe wieder umfangreicher gestalten würden.
  • Es ist schließlich eine einäugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluß bekannt, welche mit Mitteln zur selbsttätigen Spiegelrückkehr sowie zur zusätzlichen Sektorenöffnung nach durchgeführtem Belichtungsvorgang versehen ist. Diese Mittel sind innerhalb des Verschlußgehäuses eingebaut und bestehen im wesentlichen aus einem vom Verschluß gesteuerten und als Impulsgeber wirkenden Hauptantriebsorgan, aus Sperr- und Verriegelungshebeln und einem am Sektorensteuerring angreifenden öffnungs- und Schließhebel, die allesamt mit Drehbewegungen verursachenden Federn versehen sind. Das bei voll niedergedrücktem Kameraauslöser entriegelte und am Ende des Belichtungsvorganges vom Verschlußwert in Gang gesetzte, als Impulsgeber für die Spiegelrückkehr und die zusätzliche Sektorenöffnung wirkende Hauptantriebsorgan stößt die zwischen ihm und dem Spiegelmechanismus befindliche Hebelkette an, die auslösend auf den Spiegelmechanismus einwirkt, der mittels örtlicher, gespannter und nun frei werdender Kraftspeicher (Federn) in die Beobachtungslage umgesteuert wird. Gleichzeitig wird der am Sektorensteuerring angreifende Hebel in Richtung auf Sektorenöffnung angetrieben.
  • Nachteilig bei der bekannten Kamera ist zunächst, daß die Anbringung der die Spiegelrückkehr und die zusätzliche Sektorenöffnung bewirkenden Mittel einen Eingriff in das Verschlußinnere voraussetzt, was die Verwendung von handelsüblichen Verschlüssen unmöglich macht. Des weiteren ist eine Vielzahl von Einzelteilen (Hebeln) nachteilig, wobei ebenso viele, lediglich mit ihren Detailaufgaben betraute Kraftspeicher (Federn) vorgesehen sind.
  • Die Erfindung, welche sich die Aufgabe gestellt hat, bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluß die erneute selbsttätig erfolgende Sucherdurchsicht nach durchgeführter Aufnahme und eine Vorbereitung auf die nächste Aufnahme mit einfachen Mitteln zu erreichen, kennzeichnet sich grundsätzlich dadurch, daß unter Verwendung eines handelsüblichen Verschlusses, der mit einem Impulsgeber versehen wird, eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, die das Rückführen des Spiegels und Wiederöffnen der Verschlußsektoren in Abhängigkeit vom Belichtungsvorgang mittels einer der Steuereinrichtung zugeordneten, in Abhängigkeit vom Betriebszustand der die Belichtung durchführenden Verschlußeinrichtung in Tätigkeit gesetzten Kraftquelle bewirkt.
  • Vorzugsweise ist als Kraftquelle der Steuereinrichtung ein Federkraftspeicher vorgesehen, der beim Aufziehen der Kamera (Fümtransport, Spiegel- und Verschlußstellen) gespannt wird. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung bildet es, daß die Steuereinrichtung sich in der Kamera, d. h. außerhalb des Verschlusses, befindet.
  • Die Steuereinrichtung ist so in das Aufzugs- und Ablaufgetriebe der Kamera als Getriebeteil eingefügt, daß der Federkraftspeicher während des Kameraaufzugs bis zum Einrücken eines Verriegelungsorgans spannbar ist. Dieses Verriegelungsorgan wird zwecks Auslösens der Speicherkraft für die Spiegelrückkehr und das Wiederöffnen der Verschlußsektoren durch die Verschlußeinrichtung, bzw. ein von ihr gesteuertes Impulsgeberglied, im Sinne einer Entriegelung beeinflußt.
  • Der Federkraftspeicher besteht nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung aus einer zwischen zwei Scheiben ausgespannten und an je einem Widerlager der Scheiben anliegenden Biegefeder. Die beim Spannen des Kraftspeichers zwischen den beiden Scheiben bestehende Federkupplung gewährt bei diesem Spannvorgang den großen Vorteil der Ermöglichung eines überzuges, wodurch Bewegungstoleranzen der angeschlossenen Getriebeteile, die fabrikatorische Ursachen haben können oder beim Gebrauch sich einstellen, mit Sicherheit überbrückt werden können. Die Scheiben sind nach Erreichen des Spannzustandes der Feder gegeneinander verriegelt, so daß sie eine Bewegung als Ganzes ohne Änderung des Spannungszustandes der Feder ausführen können. Diese Bewegung findet mit Verschlußauslösung statt. Die eine Scheibe ist mit der Verschlußeinrichtung einerseits und dem Spiegel- und Lichtschutzklappenmechanismus andererseits verbunden und bewirkt bei dieser gemeinsamen Drehbewegung beider Scheiben, die durch eine mit Verschlußauslösung frei werdende Feder im Verschluß und gegebenenfalls eine zusätzliche, außerhalb des Verschlusses angeordnete Feder hervorgerufen wird, die Unischaltung von Spiegel- und Lichtschutzklappe aus der Beobachtungsstellung in ihre Aufnahmestellung.
  • Nach Ablauf des Verschlußwerks wird mittels einer vom Verschluß gesteuerten Impulsgebereinrichtung und einer Servoeinrichtung die Verriegelung des zwischen den beiden Scheiben der Steuereinrichtung ausgespannten Kraftspeichers (Biegefeder) aufgehoben, so daß dieser Kraftspeicher in Aktion tritt. Durch einen Anschlag wird dabei die eine Scheibe festgehalten, so daß lediglich die mit dem Verschluß einerseits und dem Spiegel- und Lichtschutzklappengetriebe andererseits verbundene Scheibe sich unter der Wirkung des Kraftspeichers drehen kann. Spiegel-und Lichtschutzklappe werden wieder in die Beobachtungslage zurückgesteuert und durch selbsttätigen Verschlußaufzug die Verschlußsektoren nebst Blendenlamellen zwecks Sucherdurchsicht wieder geöffnet.
  • Die erwähnte, zwischen verschlußgesteuertem Impulsgeber und Kraftspeicher bzw. dessen Verriegelungsklinke vorgesehene Servo- oder Relaiseinrichtung dient dazu, den Verschluß zu entlasten. Eine Belastung der Verschlußwelle mit den zur Entriegelung des Kraftspeichers benötigten Kräften würde den Verschluß schädlich beeinflussen und zur Ve#randerung der von ihm zu liefernden Belichtungszeiten Anlaß geben. Die im wesentlichen mit ungleicharmigen Hebeln und entsprechenden Federn arbeitende Servo- oder Relaiseinrichtung gestattet die richtige Anpassung und Kraftübertragung.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine nach Belieben zu betätigende Abschalteinrichtung vorgesehen, die eine von außen zu bedienende Handhabe (Drehknopf od. dgl.) aufweist. Sie dient in ihrer wirksamen Lage dazu, die beschriebenen, nach Verschlußablauf bewirkten Rückführvorgänge zu verhindern, so daß die Kamera als normale Spiegelreflexkamera weiterarbeitet, bis die Handhabe der Abschalteinrichtung wieder aus der wirksamen in die unwirksame Lage zurückgesteuert wird.
  • Schließlich ist nach einer weiteren zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung ein Hemmwerk vorgesehen, das an derjenigen Scheibe der Steuereinrichtung angreift., die, nach Verschlußablauf vom Kraftspeicher angetrieben, die Rückführvorgänge veranlaßt. Durch dieses Hemmwerk wird ein schlagartiges Zurückschnellen der Scheibe verhindert und ein sanfterer, die an die Scheibe angeschlossenen Getriebe schonender Rücklauf erreicht.
  • Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert, in der die Fig. 1 die Steuereinrichtung bei gespannter Kamera, die Fig. 2 die Steuereinrichtung zur Zeit der Verschlußauslösung und die Fig. 3 die Steuereinrichtung zur Zeit des ganz bzw. nahezu vollendeten Verschlußablaufs zeigt.
  • In den Figuren ist 1 die eine Steuerscheibe der Steuereinrichtung, welche über ein Zahnseginent 2 mit dem Zahnrad 3 in Verbindung steht, das seinerseits vom Fihntransporthebel angetrieben wird. Die Steuerscheibe 1 weist Ansätze 4 und 5 auf, von denen der erstgenannte an einen gehäusefesten Stift 51 zwecks Laufblockierung in der einen Richtung anschlagen kann und der letztgenannte 5 als Verriegelungsflächen 6 und 7 aufweist, die eine Verklinkung mit einem auf der Steuerscheibe 8 drehbar befestigten Verriegelungshebel 9 zulassen. Der Verriegelungshebel 9 ist um eine auf der Steuerscheibe 8 befestigte Achse 10 drehbar, wobei eine Feder 11 bestrebt ist, den Hebel 9 in die Verklinkungsrichtung mit dem Ansatz 5 der Steuerscheibe 1 zu ziehen.
  • Die Steuerscheibe 8 weist zwei Zahnsegmente 12 und 13 auf, von denen das erstgenannte mit einem Zahnrad 14 zusammenarbeitet, dessen Achse 15 als Antriebsachse für den Spiegel- und Lichtschutzklappenmechanismus dient, Dieser Mechanismus und sein Antrieb sind bekannt und bedürfen in diesem Zusammenhange keiner weiteren Darstellung bzw. Erläuterung. Das zweite Zahnsegment 13 arbeitet mit einem Zahnrad 16 zusammen, das auf der Verschlußaufzugsachse 17 sitzt. Diese Achse 17 trägt auf einem Lager 37 eine Lagerbuchse 39, die einen als Impulsgeber dienenden Arm oder Nocken 18 aufweist. Mitgenommen wird der Impulsgeber durch eine Anschlagsverbindung, wobei der eine, verschlußseitige Anschlag 41 an einer Scheibe 38 und der impulsseitige Anschlag 42 auf dem Tellerflansch der Buchse 39 sitzt. Eine bei 43 am Gehäuse festgemachte Feder 40 hält die Verbindung zwischen 41 und 42 aufrecht. Mit der Bewegung der Achse 17 wird auch gleichzeitig der Blendenmechanismus gesteuert, d. h., es wird bewirkt, daß mit der Verschlußauslösung die Blende auf den vorgewählten Wert zusammengezogen wird und daß mit dem Verschlußspannen die Blendenlamellen sich wieder voll öffnen. Die Anordnungen zur Durchführung dieser Funktionen sind bekannt, stellen nicht das Wesen der Erfindung dar und bedürfen daher weder einer gesonderten Darstellung noch Beschreibung.
  • Die auf einer gemeinsamen Achse 19 sich drehenden Steuerscheiben 1, 8 sind, von der zeitweilig gegebenen Verklinkung mittels des Verriegelungshebels 9 abgesehen, lediglich durch die den Kraftspeicher für die selbsttätigen Rückführfunktionen nach einer Aufnahme darstellende Feder 20 verbunden, welche um die Achse 19 herumgelegt und zwischen den Widerlagern (Anschlagstifte 21 und 22) ausgespannt ist. Der Anschlagstift 21 befindet sich auf der Scheibe 8, während der Anschlagstift 22 sich auf der Scheibe 1 befindet. In gespanntem Zustand ist die Feder 20 bestrebt, die Scheibe 1 im Uhrzeigersinne und die Scheibe 8 gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Liegt, wie in der Position der Fig. 2 und 3, die Steuerscheibe 1. mit ihrem Ansatz 4 an dem festen Anschlag 51 an, dann ist nach Entriegelung der Scheibe 1, d. h. nach Freiwerden der Wirkung der Feder 20, nur noch die Drehung der Steuerscheibe 8 gegen den Uhrzeigersinn möglich. Die Scheibe 1 ververharrt dann in ihrer Anschlaglage an 51.
  • Die Steuerscheiben 1 und 8 weisen eine gegenseitige Laufbegrenzung auf, indem zwischen ihnen eine Stift-Schlitz-Anschlaganordnung, bestehend aus dem der Steuerscheibe 1 angehörenden Stift 23 und der in der Scheibe 8 vorgesehenen nierenförmigen Ausnehmung 24, vorgesehen ist. Darüber hinaus arbeitet der Stift 23 mit dem abgewinkelten Hebelarm 27b des Winkelhebels in noch darzulegender Weise zusammen. Der Anschlag 23, 24 ist justierbar. Zweckmäßig befindet sich ein weiterer justierbarer Anschlag 45, 46 an der Scheibe 8, der aus einem Ausschnitt 45 an dieser Scheibe und einer in einem Gehäusegewinde verdrehbaren *Schraube 46 besteht. Durch diesen Anschlag wird der Rücklauf der Scheibe 8 begrenzend festgelegt.
  • Um den Verschluß zu entlasten, sind Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die einesteils in den bereits erwähnten justierbaren Stift-Schlitz-Anschlägen und andererseits in einem Servo- oder Relaishebelmechanismus bestehen, der im wesentlichen aus dem im Wirkungsbereich des Nockens 18 (Impulsgeber) liegenden, ungleicharmigen, um eine gehäusefeste Achse 25 drehbaren Khnkenhebel 26 und dem mit ihm zusammenarbeitenden Winkelhebel 27 besteht, der sich um eine ebenfalls gehäusefeste Achse 28 drehen kann. Der Hebelarin 27a steht unter der Wirkung Feder 29, welche bestrebt ist, den Winkelhebel 27 gegen den Uhrzeigersinn zu verdrehen. Der Hebelarm 27a weist des weiteren eine Ausnehmung 30 auf, in die das klinkenartig ausgebildete Ende 31 des Hebels 26 hineinragt, der durch eine Feder 22 in eine Verklinkungslage mit 27 a gedrückt wird. Die Feder 32 und die Breite der Ausnehmung 30 gestatten, daß der Hebel 26, vom Impulsgeber (Nocken 18) angestoßen, Auslenkbewegungen vollführen kann. Der Hebelarm 27 a arbeitet mit dem einen Hebelarm 9a des Verriegelungshebels 9 zusammen, der zweckmäßig mit einer Anschlagnase 33 versehen ist und mittels dieser an dem Hebelarm 27a anliegt. Bei einer Auslenkung des Hebels 26 mittels des Impulsgebers 18 wird auf Grund der sich öffnenden Verklinkung zwischen 27 und 31 die Federkraft von 29 frei, die eine Drehung des Winkelhebels 27 entgegengesetzt dem Uhrzeiger bewirkt, was zur Folge hat, daß der Verriegelungshebel 9 ebenfalls ausgelenkt wird und die Verklinkung zwischen seiner Verklinkungsnase 34 und der Fläche 7 am Ansatzstück 5 der Steuerscheibe 1 öffnet. Damit ist gleichzeitig die Verriegelung des Kraftspeichers 20 aufgehoben und dieser zur Wirkungsentfaltung freigegeben.
  • Der Hebelarm 27 b des Winkelhebels 27 ragt in den Laufbereich des Anschlagstiftes 23 an der Steuerscheibe 1 hinein und bewirkt, daß zusammen mit der über die Bewegung der Steuerscheibe 1 erfolgenden Verschlußaufzugsbewegung der Relaishebelmechanismus wieder in seine Verklinkungsstellung zurückkehrt und die Relaisfeder 29 wieder gespannt wird.
  • Die Verschlußachse 17, von der der Impulsgeber 18 betätigt wird, kann nicht über eine bestimmte Kraft hinaus belastet werden, da sonst der Verschluß schädlich beeinflußt wird und die Verschlußzeiten sich ändern. Zur Erzielung der erforderlichen Entriegelungskraft an 26, 27 dient der ungleicharmige Hebel 26. Nach Aufhebung dieser Verriegelung zwischen 26 und 27 ist sowohl die Verbindung zwischen der Steuereinrichtung 1, 8, 20 und dem Verschluß unterbrochen als auch wird die über den Hebelarm 27 a auf den Verriegelungshebel 9 wirkende Kraft der Feder 29 frei, die letzten Endes mit der Lösung der Verklinkung zwischen 9 bzw. 34 und Verklinkungsansatz 5 zur Entsperrung des Kraftspeichers 20 führt. Um den anderen Nachteil zu beheben, daß beim selbsttätigen Verschlußaufzug die starke Feder 20 sich bis zum Ende des Verschlußaufzuges auf den Verschlußmechanismus auswirken kann, d. h. durch den an das Ende des Aufzugsweges angelangten Verschluß selbst abgebremst wird, sind die justierbaren Stift-Schlitz-Verbindungen 23, 24 und 45, 46 vorgesehen, die so eingestellt sind, daß sie mit ganz oder nahezu erreichtem Verschlußaufzug in Wirksamkeit treten und den Schlag der Feder 20 aufnehmen.
  • Zur Erzielung eines einstellbar verlangsamten Rücklaufs der Scheibe 8 ist ein Hemmwerk 49, 50 vorgesehen, das über das Ritzel 48 an eine Verzahnung passender Ausdehnung 47 an der Scheibe 8 angreift.
  • Mit 35 ist eine auf der Drehachse 36 befestigte Exzenterscheibe bezeichnet, die die Abschaltvorrichtung für die selbsttätige Spiegelrückkehr darstellt und in eine mit stark ausgezogenen Linien wiedergegebene unwirksame Lage wie auch in eine gestrichelt dargestellte wirksame Lage umgesteuert werden kann (Fig. 1). Bei Einnahme der unwirksamen Lage wird die Entriegelungsbewegung des Relaiswinkelhebels 27, die die Freigabe der als Kraftspeicher wirkenden Feder 20 zur Folge hat, nicht behindert. Bei Einnahme der wirksamen oder Abschaltlage dagegen liegt der Exzenter am Winkelhebel 27 bzw. an dessen Hebelarm. 27 a an und blockiert dessen Entriegelungsbewegung. Die Bewegung der Verschlußaufzugsachse 17 mit dem Impulsgeber 18 wird dagegen nicht behindert, wodurch die Auslenkung des Hebels 26 entgegen der Wirkung der Feder 32 nach wie vor durchführbar ist. Der Kamerabenutzer kann nach Belieben die selbsttätige SpiegehÜckkehr herbeiführen oder auf sie verzichten.
  • Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung ist folgende: Bei der Betätigung des Filmtransporthebels, der bei abgeschalteter Spiegelrückkehr auch gleichzeitig Verschlußspannhebel ist, wird das mit ihm verbundene Zahnrad 3 im Uhrzeigersinn gedreht, so daß gegenüber der entspannten Lage der Fig. 3 die Steuerscheibe 1 gegen den Uhrzeigersinn in die Spannlage der Feder 20 geführt wird. Am Ende des Spannweges tritt Verklinkung zwischen dem Verriegelungshebel 9 und dem Verriegelungsansatz 5 der Steuerscheibe 1 ein; auch ist über den Winkelhebel 27 und den ihn schwenkenden Anschlagstift 23 die Relaisfeder 29 wieder gespannt und die Verklinkung mit dem Hebel 26 wiederhergestellt worden (Fig. 1). In dieser Lage der Steuereinrichtung ist der Verschluß gespannt, und der Reflexspiegel und die Lichtschutzklappe sind in ihre Beobachtungsstellung gegangen.
  • Bei Verschlußauslösung wird eine an sich bekannte, hier nicht dargestellte Blockierung des Verschlusses freigegeben, und beide durch die Verriegelungseinrichtung 9, 5 miteinander verbundenen Steuerscheiben 1 und 8 beginnen, (im Uhrzeigersinn) gemeinsam unter der Wirkung einer im Verschluß vorgesehenen, nicht gezeigten Feder und gegebenenfalls unter der zusätzlichen Wirkung einer am Ansatz 4 der Scheibe 1 angreifenden Feder 44, deren anderes Ende am Gehäuse festgemacht ist, abzulaufen, bis der Ansatz 4 der Scheibe 1. an dem laufbegrenzenden Anschlag 51 angekommen ist. Dabei sind der Spiegel- und Lichtschutzklappenmechanismus in die Aufnahmestellung umgesteuert worden, und es hat der Verschluß seine Ablauffunktionen (Schheßen der Sektoren und öffnen und Schließen über die eingestellte Zeit) durchgeführt. Auch ist die Blende auf den voreingestellten Wert zugegangen. Die Fig. 2 zeigt die Lage der Steuereinrichtung kurz vor vollendetem Verschlußablauf. Die Feder 20 ist nach wie vor gespannt.
  • Bei Vollendung oder nahezu erreichter Vollendung des Verschlußablaufs tritt der als Impulsgeber für die Rückführvorgänge dienende, von der Verschlußwelle 17 gesteuerte Nocken 18 in Tätigkeit. Wie in Fig. 3 dargestellt, wird durch ihn der Hebel 26 gegen die Wirkung der Feder 32 ausgelenkt und die VerkEnkung zwischen ihm und dem Winkelhebel 27 geöffnet, worauf dieser unter der Wirkung der Relaisfeder 29 entgegen dem Uhrzeiger schwenkt und durch Druck auf den Arm 9 a des Verriegelungshebels 9 die Blockierung des Kraftspeichers (Feder 20) aufhebt. Die daraufhin erfolgende Drehung der Steuerscheibe 8 gegenüber der an 51 festliegenden Steuerscheibe 1 bewirkt, daß sowohl der Verschluß über 13, 16 und 17 wieder aufgezogen als auch der Spiegel- und Lichtschutzklappenmechanismus über 12, 14 und 15 wieder auf Beobachtungslage umgesteuert wird. Gleichzeitig mit der mit dem Verschlußaufzug bewirkten Wiederöffnung der Sektoren wird auch die Blende wieder voll geöffnet.
  • Dadurch, daß der Verschluß nach vollzogener Aufnahme selbsttätig wieder gespannt wird, ergibt sich der Vorteil, daß ein für die zusätzliche Sektorenöffnung erforderlich werdender besonderer Kraftspeicher entfällt. Man kommt nach der Lehre der Erfindung mit einer einen einzigen Kraftspeicher 20 aufweisenden zentralen Steuereinrichtung aus, die die letzte, wichtige Phase ihrer Funktionen, nämlich die Wiederherstellung der vollen Sucherdurchsicht in zeitlicher Ab- hängigkeit und Steuerung vom ablaufenden Verschußwerk durchführt, so daß ein zeitlich verfehlter Einsatz vermieden wird. Der weitere wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Steuereinrichtung außerhalb des Verschlußgehäuses in das Kameragetriebe eingefügt ist. Es kann daher mit handelsüblichen Verschlüssen gearbeitet werden, wobei die einzige äußere Veränderung das Aufbringen der Impulsgebereinrichtung auf die Verschlußwelle ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE. 1. Einäugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluß, bei welcher nach einer Belichtung selbsttätig der Spiegel sowie eine gegebenenfalls vorhandene Lichtschutzklappe in die Beobachtungsstellung zurückgeführt und die Verschlußsektoren, gegebenenfalls auch die Blende, wieder geöffnet werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines mit einem Impulsgeber (18) versehenen Verschlusses eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, die das Rückführen des Spiegels und Wiederöffnen der Verschlußsektoren mittels einer der Steuereinrichtung zugeordneten, in Abhängigkeit vom Betriebszustand der die Belichtung durchführenden Verschlußeinrichtung in Tätigkeit gesetzten Kraftquelle (20) bewirkt.
  2. 2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftquelle der Steuereinrichtung ein Federkraftspeicher ist, der beim Aufziehen der Kamera (Filmtransport, Spiegel- und Verschlußstellen) gespannt wird und nach der Belichtung in Tätigkeit tritt. 3. Kamera nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung außerhalb des Verschlusses vorgesehen ist. 4. Kamera nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (1, 8, 9, 20) als Getriebeteil in das Aufzugs- und Ablaufgetriebe der Kamera so einangeordnet ist, daß der Federkraftspeicher während des Kameraaufzugs bis zum Einrücken eines Verriegelungsorgans (9) spannbar ist, das zum Auslösen der Speicherkraft für die Spiegelrückkehr und das Wiederöffnen der Verschlußsektoren einer Einwirkung der Verschlußeinrichtung unterliegt. 5. Kamera nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen Kraftspeicher aus einer Blegungsfeder (20) zwischen zwei Scheiben (1, 8), die im Spannzustand der Feder mittels einer an ihnen befindlichen Verriegelungsvorrichtung (9, 11, 34, 5 bis 7) gegenseitig blockierbar sind. 6. Kamera nach Ansprach 4 oder 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (Stift-Schlitz-Anordnung 23, 24) zur internen Hubbegrenzung der den Kraftspeicher tragenden Scheiben (1, 8). 7. Kamera nach Anspruch 4 bis 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (45, 46) zur einstellbaren Begrenzung des die Spiegelrückkehr und die Wiederöffnung der Sektoren bewirkenden Rücklaufs der Scheibe 8. 8. Kamera nach Anspruch 3, 4 oder 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (51, 4) zur Richtungssteuerung der extemen Wirkung des Kraftspeichers. 9. Kamera nach Anspruch 2 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher (20) auf die im Aufzugs- und Ablaufgetriebes der Kamera vor der Getriebeverzweigung zum Spiegel und zu den Verschlußsektoren liegende Scheibe (8) wirkend geschaltet ist. 10. Kamera nach Anspruch 2 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftquelle (20) gußer auf Organe zum Rückkehren des Spiegels, gegebenenfalls auch einer Lichtschutzklappe, und zum Wiederöffnen der Verschlußsektoren noch auf weitere Verschlußorgane wirkend geschaltet ist, vorzugsweise dadurch, daß sie mit einer Verschlußspannwelle in Verbindung steht, deren dem Wirkungssinn der Kraftquelle entsprechende Drehung die Verschlußsektoren, gegebenenfalls auch die Blende, öffnet und das Verschlußlaufwerk spannt während eine Drehung der Spannwelle im andern. Sinn die Verschlußsektoren schließt und gegebenenfalls auch die Blende zugehen läßt. 11. Kamera nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußorgan (Verschlußwelle 17) über eine Impulsgebereinrichtung (17, 18, 37 bis 43) auf die Steuereinrichtung zwecks Auslösung des Kraftspeichers (20) wirkt. 12. Kamera nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Impulsgebereinrichtung und Steuereinrichtung, insbesondere in Tätigkeit zu setzenden Kraftspeicher (20), eine Servoeinrichtung (26, 27, 29, 30, 32) vorgesehen ist. 13. Kamera nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abschaltvorrichtung (35, 36) vorgesehen ist, welche eine unwirksame und eine wirksame Stellung wahlweise einnehmen kann und welche in der wirksamen die Rückführfunktionen von Spiegel und gegebenenfalls auch von Verschluß und Blende verhindert. 14. Kamera nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschalteinrichtung (35, 36) als Exzenter ausgebildet ist, der in der wirksamen Stellung das Arbeiten der Servoeinrichtung und insbesondere des die Verriegelung des Kraftspeichers (20) aufhebenden Winkelhebels (27) blockiert. 15. Kamera nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet durch ein an der Scheibe (8) angreifendes Hemmwerk (49, 50).
DEZ8167A 1960-07-28 1960-07-28 Einaeugige Spiegelreflexkamera Pending DE1134581B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ8167A DE1134581B (de) 1960-07-28 1960-07-28 Einaeugige Spiegelreflexkamera

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ8167A DE1134581B (de) 1960-07-28 1960-07-28 Einaeugige Spiegelreflexkamera

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1134581B true DE1134581B (de) 1962-08-09

Family

ID=7620403

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEZ8167A Pending DE1134581B (de) 1960-07-28 1960-07-28 Einaeugige Spiegelreflexkamera

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1134581B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE942061C (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit gekuppeltem Filmtransport und Verschlussaufzug
DE891187C (de) Photographische Kamera mit Objektivverschluss und Lichtsicherung
DE2440448A1 (de) Kamera mit elektronisch steuerbarem verschluss
DE1134581B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera
DE1267084B (de) Photographische Spiegelreflexkamera
DE2804291C3 (de) Fotografische Kamera mit selbsttätiger Blendeneinstellung und einem Schlitzverschluß
DE1169283B (de) Spiegelsteuerung fuer einaeugige Spiegelreflex-kameras mit Spiegelrueckkehrgetriebe
DE2515916A1 (de) Verfahren und anordnung zur manuellen betaetigung einer einzelobjektiv-reflexkamera
DE1129045B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Einrichtung zur selbsttaetigen Spiegelrueckkehr
AT210254B (de) Einäugige Spiegelreflexkamera
DE1138627B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluss
DE1906333U (de) Einaeugige spiegelreflexkamera mit automatischer wiederherstellung des beobachtungszustandes nach der belichtung.
DE1843085U (de) Einaeugige spiegelreflexkamera.
DE1103129B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera
DE1157905B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera
DE1137944B (de) Photographischer Verschluss
DE1125757B (de) Ausloese- und Sperreinrichtung fuer einaeugige Spiegelreflexkameras
DE1856385U (de) Einaeugige spiegelreflexkamera.
DE1157904B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Spiegelrueckkehr
DE1833871U (de) Spiegelreflexkamera mit zentralverschluss.
DE1137945B (de) Automatverschluss
DE1138618B (de) Lichtbildaufnahmegeraet
DE1746884U (de) Ausloesesperre fuer photographische kameras.
DE3827097A1 (de) Kameraverschluss
DE1214992B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluss und einer Einrichtung zur automatischen Spiegelrueckkehr in die Beobachtungsstellung nach erfolgter Belichtung