DE1134569B - Speisevorrichtung fuer Walzenstuehle - Google Patents
Speisevorrichtung fuer WalzenstuehleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C4/00—Crushing or disintegrating by roller mills
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Description
- Speisevorrichtung für Walzenstühle Die Erfindung bezieht sich auf eine Speisevorrichtung für Walzenstühle zum Vermahlen trockener Feinstoffe zwischen zwei gegenläufigen Walzen verschiedener Umfangsgeschwindigkeit. Über dem Mahlspalt der Walzen ist in üblicher Weise eine Vorrichtung zum Bilden eines Mahlgutschleiers angeordnet.
- Dieser Mahlgutschleier wird durch den von den Mahlwalzen mitgerissenen Wind stark inhoiriogenisiert mit der Wirkung ungleichen Mahlerfolgs.
- Um dies zu verhindern, ist die Führung des den Mahlwalzen zuzuspeisenden Guts innerhalb abgeschlossener Kanäle vorgeschlagen worden, wobei sich als verbietender Nachteil gezeigt hat, daß die Führungsflächen nicht saubergehalten oder vom Zuwachsen bewahrt werden können. Dies gilt auch für einseitig offene Führungen, durch die nur die untere Walze abgedeckt und damit die gegenseitige aerodynamische Störung im wesentlichen verhindert wird. Die Führungen stellen aber über die ganze Walzenlänge sich erstreckende Einbauten dar, die Sicht und Zugänglichkeit behindern sowie Staubablagerungen begünstigen, so daß eine befriedigende Beseitigung der eingangs geschilderten Nachteile nicht gelungen ist.
- Dies gelingt aber auf aerodynamischem Wege dadurch, daß gemäß der Erfindung über dem Mahlspalt in naher Nachbarschaft beider Mahlwalzen und achsparallel zu diesen als sogenannte »Windwalze« eine Walze mit gegenüber den Mahlwalzen wesentlich kleinerem Durchmesser angeordnet ist, die etwa gleiche Umfangsgeschwindigkeit wie die schnellere Mahlwalze hat und zu dieser entgegengesetzt umläuft, derart, daß der oberhalb der Windwalze erzeugte Mahlgutschleier zwischen der schnelleren Mahlwalze und der Windwalze durchgeschleust wird.
- Vorzugsweise soll die Windwalze von der schnelleren Mahlwalze geringeren freien Abstand haben als von der langsameren Mahlwalze. Gegebenenfalls wird eine Windwalze mit aufgerauhter oder gerippter Oberfläche benutzt.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert, die einen Schnitt durch Teile eines Walzenstuhles darstellt.
- Der Mahlspalt der Walzenpaarung liegt zwischen der schnellen Mahlwalze 1 und der langsamen Mahlwalze 2, deren unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten durch den Doppelpfeil v1 und den einfachen Pfeil v2 angedeutet sind. Von der Speisewalze 16 oder einer anderen Speisevorrichtung fällt der Mahlgutschleier 15 herab, der in den Mahlspalt zwischen den Walzen 1 und 2 eintritt.
- Gemäß der Erfindung ist in naher Nachbarschaft der Walzen 1, 2 über dem Mahlspalt eine Walze wesentlich kleineren Durchmessers angeordnet, die als Windwalze 3 bezeichnet worden ist. Diese Walze . liegt achsparallel zu den anderen Walzen, hat etwa gleiche Umfangsgeschwindigkeit wie die schnelle Walze 1 und entgegengesetzte Drehrichtung, wie der Doppelpfeil vß erkennen läßt. Die Windwalze 3 ist so angeordnet, daß der Mahlgutschleier 15 erst durch den Zwischenraum zwischen der Windwalze 3 und der schnellen Walze 1 durchtritt und dann in den Mahlspalt eintritt. Die Zeichnung läßt auch erkennen, daß die Windwalze 3 im dargestellten Falle von der schnellen Walze 1 etwas kleineren Abstand hat als von der langsamen Walze 2.
- Mit der beschriebenen Anordnung wird in den geschilderten Fällen hoher Walzendrehzahlen oder leichten Mahlgutes eine überraschende Verbesserung des Vermahlungsvorganges erreicht. Offenbar erklärt sich die Wirkungsweise folgendermaßen: Die rotierenden Walzen bringen benachbarte Luftschichten in Bewegung, und an der Walzenoberfläche hat die Grenzschicht der Luft die Umfangsgeschwindigkeit der Walze. Die von der schnellen und der langsamen Walze an der Oberfläche mitgeführten Luftschichten prallen vor dem Mahlspalt gegeneinander und rufen dort einen Anstieg des Luftdruckes hervor, weil die Geschwindigkeitsenergie zum größten Teil in Druckenergie umgesetzt wird. Bei dem in Frage kommenden Geschwindigkeiten treten beispielsweise Drucksteigerungen um 5 bis 10 mm WS ein. Angeregt durch kleine Ungleichmäßigkeiten des Mahlgutschleiers treten Verschiebungen der Druckzonen ein, die zur Streifenbildung und zum Hin- und Herpendeln solcher Streifen führen. Zur Bekämpfung solcher Erscheinungen hat man. bereits nahe am Mahlspalt Abstreichbleche angeordnet, welche die Luft von den Walzen gleichsam abkratzen sollen. Auch sind besondere Leitflächen für das Mahlgut über dem Mahlspalt angeordnet worden. Solche Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sich Mahlgut ansetzt, wodurch die Arbeitsweise gestört wird und unhygienische Zustände entstehen. Bei der dargestellten Anordnung sind dagegen keine Leitflächen erforderlich. .
- Die von der schnellen. Walze 1 und von der Windwalze 3 erzeugten gleichsinnigen Luftströme werden vor dem Mahlspalt vereinigt. Es entsteht eine Luftströmung in Richtung des gestrichelten Pfeiles 14, die die von der Oberfläche der langsamen Walze 2 mitgeführte Luft zurückdrängt und den Mahlspalt von schädlichen Luftstauungen freihält. Durch die Vereinigung der erwähnten Luftströme kann leichtes Mahlgut stark beschleunigt werden, so daß es annähernd die Umfangsgeschwindigkeit der schnellen Mahlwalze 1 annimmt. Das Mahlgut wird infolge der Zentrifugalwirkung in den Mahlspalt geschleudert, da es nicht imstande ist, die scharfe Krümmung der kleinen Windwalze entlang zu wandern.
- Die Oberflächenbeschaffenheit der beteiligten Walzen hat auf die Ausbildung der beschriebenen Luftströmungen nur geringen Einfiuß, wie eine Rechnung zeigt. Es genügt daher meist, die Windwalze mit glatter Oberfläche oder ganz feiner Riffelung auszubilden. Es liegt jedoch im Rahmen der Erfindung, die Oberfläche der Windwalze aufzurauhen oder mit Rippen zu versehen, um eine ausgesprochene Schleuderwirkung auf das Mahlgut auszuüben.
- Durch die Erfindung wird die Streifenbildung im Mahlspalt von Walzenstühlen vermieden; dadurch wird insbesondere bei leichtem Mahlgut die Vermahhing erleichtert und verbessert. Allgemein wird durch Benutzung der Erfindung eine Leistungssteigerung von Walzenstühlen durch Erhöhen der Walzendrehzahlen ermöglicht. Versuche haben eine bessere Auflösung des Mahlgutes beim Anwenden der Windwalze ergeben. Dabei bleibt das Innere des Walzenstuhles auch bei ihrem Einbau übersichtlich, und ein solcher Einbau ist auch nachträglich noch möglich.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Speisevorrichtung für einen Walzenstuhl zum Vermahlen trockener Feinstoffe zwischen zwei gegenläufigen Walzen unterschiedlicher Umfangsgeschwindigkeit, über deren Mahlspalt eine Vorrichtung zum Bilden eines Mahlgutschleiers vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Mahlspalt in naher Nachbarschaft beider Mahlwalzen (1, 2) und achsparallel zu diesen als Windwalze (3) eine Walze wesentlich kleineren Durchmessers als die Mahlwalzen, etwa gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie deren schnellere und zu dieser entgegengesetzter Drehrichtung derart angeordnet ist, daß der oberhalb der Windwalze (3) erzeugte Mahlgutschleier (15) zwischen der schnelleren Mahlwalze (1) und der Windwalze (3) durchgeschleust wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Windwalze (3) von der schnelleren Mahlwalze (1) geringeren freien Abstand hat als von der langsameren Mahlwalze (2).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; daß die Windwalze (3) eine aufgerauhte oder mit Rippen versehene Oberfläche aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1100 430, 1054 809, 261545, 17 225; britische Patentschrift Nr. 853154.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM47206A DE1134569B (de) | 1960-11-24 | 1960-11-24 | Speisevorrichtung fuer Walzenstuehle |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM47206A DE1134569B (de) | 1960-11-24 | 1960-11-24 | Speisevorrichtung fuer Walzenstuehle |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1134569B true DE1134569B (de) | 1962-08-09 |
Family
ID=7305843
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEM47206A Pending DE1134569B (de) | 1960-11-24 | 1960-11-24 | Speisevorrichtung fuer Walzenstuehle |
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Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE261545C (de) * | ||||
| DE17225C (de) * | "H. SECK in Frankfurt a. M | Neuerungen an Schleuderwerken als Speisevorrichtung für Walzenmühlen | ||
| DE1054809B (de) | 1956-07-13 | 1959-04-09 | Simon Ltd Henry | Walzenstuhl |
| GB853154A (en) * | 1958-08-22 | 1960-11-02 | Simon Ltd Henry | Improvements in roller mills for grinding cereal products |
| DE1100430B (de) | 1956-09-19 | 1961-02-23 | Abram Neufeld | Speisevorrichtung fuer Walzenmuehlen |
-
1960
- 1960-11-24 DE DEM47206A patent/DE1134569B/de active Pending
Patent Citations (5)
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|---|---|---|---|---|
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| DE17225C (de) * | "H. SECK in Frankfurt a. M | Neuerungen an Schleuderwerken als Speisevorrichtung für Walzenmühlen | ||
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