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Anordnung für Gabelumschalter in Fernsprechapparaten Die Erfindung
betrifft eine Anordnung für Gabelumschalter in Fernsprechapparaten. Man hat schon
vorgeschlagen, die Gabelumschalter-Kontaktfedersätze durch ein geschlossenes Gehäuse
abzudecken und dadurch vor Staub zu schützen. Schwierigkeiten bereitet dabei, die
Bewegung der Schaltwippe auf die Kontaktfedern zu übertragen. Das erfordert nämlich
eine Aussparung im Gehäuse. Zwar kann man diese Aussparung in Kauf nehmen, weil
das Gehäuse den Kontaktfedersatz immer noch genügend gegen Staub schützt. Die Lagerung
der Schaltwippe ist aber verhältnismäßig schwierig, auch muß das Gehäuse abgebaut
werden, um zu den Kontakten zu gelangen.
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Die Erfindung hat zur Aufgabe, eine Anordnung zu schaffen, die die
Kontaktfedersätze ausreichend gegen Staub schützt, darüber hinaus aber die Kontaktsätze
leicht zugänglich macht und eine betriebssichere Lagerung der Schaltwippe ermöglicht.
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Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß der Kontaktfedersatz
von einem Schutzmantel umgeben ist, der von einer durch die Gabelauflage kippbaren
und die Kontakte steuernden Haube abgedeckt ist. Gemäß der Erfindung ist also das
Gehäuse unterteilt, wobei die den Gehäusemantel abdeckende Haube als Schaltwippe
verwendet wird. Die Lagerung der Haube soll ohne weiteres von außen zugänglich sein.
Nimmt man die Haube ab, dann ist der Kontaktfedersatz frei zugänglich.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die kippbare Wippe auf
zwei Winkeln gelagert, die mit nach innen ragenden, den Schutzmantel mit dem Kontaktsatz
formschlüssig verbindenden Lappen versehen sind.
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Bei Prüfarbeiten am Fernsprechapparat kann es erwünscht sein, bei
abgenommenem Apparategehäuse den Zustand festzulegen, als sei der Handapparat auf
die Apparategabel aufgelegt. Diese Bedingung wird gemäß weiterer Ausbildung der
Erfindung dadurch erreicht, daß die kippbare Haube einen Vorsprung trägt, der mit
einer bei abgehobenem Gehäuse wirksamen Blattfeder od. dgl. zusammenwirkt, die mittels
eines Vorsprungs des Gehäuses bei aufgesetztem Gehäuse in Ruhestellung gehalten
ist. Beim Aufsetzen des Gehäuses wird automatisch die sperrende Blattfeder in Ruhestellung
gebracht.
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Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Fig. 1 einen Gabelumschalter eines Fernsprechapparates in Seitenansicht,
teilweise im Schnitt, Fig.2 eine Vorderansicht des Gabelumschalters nach Fig. 1,
teilweise im Schnitt, Fig. 3 den Gabelumschalter nach Fig. 1 in Seitenansicht in
Sperrstellung bei abgenommenem Gehäuse und Fig. 4 eine Darstellung nach Art der
Fig. 3, jedoch in der durch Aufsetzen des Gehäuses bestimmten Ruhestellung.
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Auf einer auf der Unterseite die gedruckte Schaltung tragenden Grundplatte
1 aus Isolierstoff ist eine Leiste 2 aus Isolierstoff aufrecht abgestellt, die auf
beiden Flachseiten mit vorspringenden angeformten Stiften 3 versehen ist.
Je zwei einander gegenüberliegende und miteinander fluchtende Stifte tragen ein
Paar Kontaktfedern 4 und 5. Die Anzahl der Kontaktfederpaare, für die die Leiste
2 eingerichtet ist, richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck. Bei
dem dargestellten Gabelumschalter sind drei Kontaktpaare vorgesehen. Die Federn
4 und 5 sind mittels Löchern auf die Stifte 3 aufgeschoben. Jede Feder
besitzt eine Lötfahne 6, die die Grundplatte 1 durchsetzt und mit ihrem vorstehenden
Teil mit der gedruckten Schaltung verlötet sein kann.
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Äuf die Stifte 3 der Leiste 2 sind ferner Druckstücke 7 und
8 aufgesteckt, und zwar je ein Druckstück auf jeder Seite der Leiste
2. Jedes Druckstück besitzt im Bereich jedes Stiftes 3 eine kastenförmige
Aussparung 9. Die in der Aussparung vorstehenden Enden der Stifte 3 sind nach dem
Zusammensetzen des Kontaktfedersatzes verformt, so daß Leiste 2, Kontaktfedern und
Druckstücke ein starres zusammengepreßtes Ganzes bilden.
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Auf dem aus den drei Federpaaren bestehenden Kontaktfedersatz ist
ein Schutzmantel 10 rechteckigen
Querschnitts aufgeschoben,
der an den Schmalseiten rechtwinklig abstehende Lappen 11 besitzt, die winklige
Auflagen bilden, mit denen der Schutzmantel auf den Druckstücken 7 und 8 aufsitzt.
Mit den Lappen 11 und gegebenenfalls auch an den Längsseiten vorgesehenen übergreifenden
Lappen ist eine formschlüssige Verbindung zwischen den Druckstücken und mit dem
Federsatz und dem Schutzmantel geschaffen.
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An beiden Schmalseiten des Federsatzes sind auf der Grundplatte 1
aufrecht stehende Metallwinkel 12 mittels Schrauben 13 befestigt. Jeder Winkel
12 besitzt einen nach innen abgebogenen Lappen 14, der auf den Lappen
11 des Schutzmantels 10 aufliegt und damit den Schutzmantel auf dem
Kontaktsatz fixiert.
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Jeder Winkel bildet auf seinem der Grundplatte 1 entgegengesetzten
Ende eine Kerbe 15 als Kipplager für eine Haube 16, die den Schutzmantel 10 kappenförmig
abdeckt. Die Haube 16 ist mittels einer Verbindungsleiste 17 mit einem Metallblech
18 verbunden, das zu einer Auflage 19 geformt ist, auf die die im Fernsprechgehäuse
20 gelagerte Gabel für den Fernsprechhörer einwirkt. Zu beiden Schmalseiten der
Haube 16 ist das Blech abgebogen und bildet je einen Lappen 21, dessen Rand
zu einer Leiste 22 geformt ist, die die in jeder ihr zugeordneten Kerbe 15
eingreifende Schneiden bildet. Jede Leiste 22 besitzt noch einen Vorsprung,
auf der ein Knopf 23 aufgesetzt ist. Jeder Knopf ist von einer Feder
24 umwickelt, die sich einerseits am Winkel 12 und andererseits an
der Auflage 19 abstützt. Die Federn 24 sind bestrebt, die Haube 16
in die in Fig. 4 veranschaulichte Stellung zu bewegen, die der Stellung bei abgenommenem
Fernsprechhörer entspricht. Ober- und Unterteil werden durch die Federn
24 form- und kraftschlüssig verbunden.
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Die Verbindungsleiste 17 der Haube 16 ist so ausgebildet, daß ihr
leistenartiger Vorsprung 25 auf die zu steuernden Kontaktfedern 5 einwirken
kann, und zwar derart, daß bei aufgelegtem Fernsprechhörer, wie in Fig. 1 dargestellt,
die Kontaktfedern 4 und 5 voneinander getrennt sind.
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Die Lappen 21 besitzen eine solche Länge, daß ihre Enden 26 (Fig.
3 und 4) Anschläge für Abbiegungen 27 der Winkel 12 bilden. Dadurch ist die Schwenkbewegeng
der Haube 16 begrenzt.
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Die beiden Winkel 12 sind durch eine Leiste 28
starr
miteinander verbunden. An der Leiste ist eine Blattfeder 29 befestigt, die eine
Abbiegung 30, und eine Abwinklung 31 besitzt. Die Abbiegung 30 wirkt auf einen Vorsprung
32 des Metallbleches 18, und zwar derart, daß bei abgenommenem Gehäuse
20 und niedergedrückter Auflage 19 die kippbare Haube 16 in der in Fig. 3 veranschaulichten
Lage einrastet. Die Form der Blattfeder 29 ist derart, daß die Abwinklung
31 bei aufgesetztem Gehäuse 20 im Bereich eines Vorsprungs
33 des Gehäuses liegt und dadurch in eine Stellung kommt, in der die Abbiegung
30 nicht mehr auf den Vorsprung 32 einwirkt, wie in Fig. 4 dargestellt. Leiste
2, Druckstücke 7 und 8, Schutzmantel 10,
Haube 16 und
Verbindungsleiste 17 bestehen zweckmäßigerweise aus durchsichtigem Kunststoff.
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Der Zusammenbau des Gabelumschalters ergibt sich aus der vorstehenden
Beschreibung. Der Gabelumschalter zeichnet sich durch Einfachheit des Aufbaus und
Höhe der Betriebssicherheit aus. Er eignet sich auch insbesondere für Prüfzwecke,
weil er sich bei abgehobenem Gehäuse in einer dem aufgelegten Fernsprechhörer entsprechenden
Stellung sperren läßt. Gleichzeitig ist aber zwangläufig sichergestellt, daß beim
Aufsetzen des Fernsprechgehäuses die Sperrung aufgehoben wird.