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DE1134049B - Vorrichtung zur Abdichtung von Gasabsaugebohrloechern in Bergwerksbetrieben - Google Patents

Vorrichtung zur Abdichtung von Gasabsaugebohrloechern in Bergwerksbetrieben

Info

Publication number
DE1134049B
DE1134049B DEM42882A DEM0042882A DE1134049B DE 1134049 B DE1134049 B DE 1134049B DE M42882 A DEM42882 A DE M42882A DE M0042882 A DEM0042882 A DE M0042882A DE 1134049 B DE1134049 B DE 1134049B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
intermediate piece
annular chamber
filler
sealing
valves
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM42882A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Duempelmann
Herbert Finkler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Maschinenfabrik Korfmann GmbH
Original Assignee
Maschinenfabrik Korfmann GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Korfmann GmbH filed Critical Maschinenfabrik Korfmann GmbH
Priority to DEM42882A priority Critical patent/DE1134049B/de
Publication of DE1134049B publication Critical patent/DE1134049B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F7/00Methods or devices for drawing- off gases with or without subsequent use of the gas for any purpose

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Abdichtung von Gasabsaugebohrlöchern in Bergwerksbetrieben Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Abdichtung der Rohre von Gasabsaugebohrlöchern in Bergwerksbetrieben mittels einer nach außen durch eine elastische Gummi- oder Kunststoffmanschette abgeschlossenen und das Rohr umgebenden aufweitbaren Ringkammer.
  • Als wirksames Mittel zur Bekämpfung von Schlagwetteransammlungen hat sich die Anwendung der sogenannten Absaugungen von hauptsächlich CH4 mittels Bohrlöchern im Hangenden oder Liegenden erwiesen. Dabei ist das Abdichten der sogenannten Standrohre gegenüber dem Wetterstrom von entscheidender Bedeutung. Die Wirksamkeit und das Gasausbringen dieser Bohrlöcher zum Absaugen von Grubengas aus dem Nebengestein hängt einmal davon ab, daß die Bohrlöcher mit entsprechender Neigung und Länge in die Zonen großen Gasreichtums gebracht und zum anderen aus. wirtschaftlichen Gründen jede Bohrung auch aktiv zum Absaugen gebracht werden kann.
  • Die Abdichtung erfolgt im Innern des Gasbohrloches und hat die Aufgabe, das eingebrachte Stahlrohr (Bohrstandrohr) gegen das es im oberen Teil umgebende Kohlengebirge (Sandstein, Ton- und Sandschiefer, Tonstein und Kohle) abzudichten. Zweck der Abdichtung ist der, das im Gebirge anstehende Methangas möglichst in seiner vollen Konzentration und Menge hereinzugewinnen, damit es später als Energiequelle verwendet werden kann. Das Methan befindet sich über und unter dem abzubauenden Kohlenflöz in tektonisch verschiedenartig beschaffenen Schichtenzonen: 1. in einer direkt über dem Flöz liegenden, stark durch den Abbaudruck (Kämpferdruck) zerstörten Schichtfolge und 2. in einer weniger, lediglich durch die ursprünglich in ihr vorhandenen Risse und Klüfte gestörten Zone.
  • Das einzubringende Gasabsaugebohrloch durchörtert diese beiden Zonen, wobei sich im Zustand der Absaugung um den oberen Bohrlochteil eine Unterdruckzone bildet. Hierbei würden aus dem Spaltenraum der stark zerklüfteten Zone Grubenwetter mit angesaugt, so daß einmal mit nur geringen Unterdrücken abgesaugt werden könnte (Folge: Mengenverlust an C H4), zum anderen aber auch ein Konzentrationsverlust des Methans eintreten würde. Um dieses zu verhindern, wird die 1. Zone mit einer Verrohrung derart versehen, daß bei Anwendung einer entsprechenden Dichtungsart die beiden Gebirgszonen innerhalb des Bohrloches gegeneinander abgedichtet werden. Es können demnach mit einer wirksamen Abdichtung keine Wetterkurzschlußströme mehr aus den Grubenbauen in das Bohrloch eingesaugt werden. Die Abdichtung kommt also zwischen die beiden, verschieden gestörten Gebirgszonen zu liegen.
  • Die bisher im Bergbau üblichen Abdichtungsarten für Standrohre führten meist nicht zu dem gewünschten Erfolg. Es wurde bei der Zementierungsmethode festgestellt, daß oft schon kurz nach dem Abbindevorgang des Zement-Staub-Gemisches Undichtigkeiten auftraten. Die umgehenden Gebirgsbewegungen hatten den Betonblock um das Standrohr herum zerstört und rissig gemacht, so daß Wetterkurzschlußströme auftraten. Bei diesem vorbekannten Verfahren kam es mitunter gar nicht zu einer wirklichen Abbindung des Zementes, da die Gebirgskräfte schon während dieses Vorganges in Erscheinung traten. Dies trat um so wahrscheinlicher ein, als man die Zementabdichtung in den Spaltenraum einbrachte, also in jenen Raum, der laufend vom Gebirgsdruck durchbewegt wird. Andererseits hatten Untersuchungen auf einigen Zechen gezeigt, daß die praktische Einbringung der Zementtrübe oft nur oberflächlich und unvollständig durchgeführt wurde. Vor allem wurden vielfach die Mischungen für die Zementtrübe vollkommen falsch angefertigt, so daß sich häufig nur ein geringmächtiger Sedimentationsmantel um das Standrohr bildete. Man sieht also, daß diese Methode von sehr vielenUnsicherheitsfaktoren begleitet wurde.
  • Ähnlich verhält es sich mit der Abdichtung mit Hilfe von mit Dichtmaterial getränkten Binden. Da man heute weiß, daß es bei der Gasabsaugung in der Hauptsache auf eine vollkommene Abdichtung am oberen Teil der Standrohrsäule ankommt, ist eine wirksame Abdichtung mittels solcher Binden in vielen Fällen ebenfalls nicht gegeben. Der Bindenpfropfen kann sich während des Einbringens - vor allem bei großen Standrohrlängen - derart verformen, daß nach dem endgültigen Festdrücken der Standrohrsäule durch die Bohrmaschine eine wirksame Abdichtung kaum erreicht wird.
  • Das weiterhin vorbekannte Abdichtungsverfahren mittels Doppelstandrohren unter Zwischenschaltung von Dichtungsmuffen stellt eine bessere Abdichtungsart dar als die Zementier- und Bindenmethode. Allerdings ist sie von dem maßgeblichen Nachteil behaftet, das teuerste aller bisherigen Verfahren zu sein. Zudem ist es bei brüchigen Hangenden nicht anzuwenden, da hier die Doppelstandrohre wohl kaum auf die notwendige Länge eingeführt werden können. Ein weiterer Nachteil ist das große Gewicht der Doppelrohre sowie die für eine sichere Abdichtung erforderliche große Kraft.
  • Es ist auch bereits eine Abdichtung für Gasabsaugebohrlöcher bekannt, bei welcher eine - eine Ringkammer bildende - elastische Manschette, welche die Rohrwand umgibt, durch Druck eines Mediums gegen das Gebirge angedrückt wird. Allerdings wird als Medium Druckluft verwendet, deren Druck dauernd überwacht werden muß.
  • Hier setzt nun die vorliegende Erfindung ein. und bezweckt, eine derartige Abdichtung noch zu vereinfachen. Erreicht wird dieses gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch, daß die Ringkammer einen absperrbaren Wasseranschluß zum Rohrinnern hin aufweist und mit einem vorzugsweise pulvrigen Füllstoff gefüllt ist, der bei Wassereinwirkung quillt. Es ist an sich zur Abdichtung der Elemente eines Schachtausbaues bekannt, Manschetten mit selbsthärtenden Kunststoffen zu füllen, doch werden diese Manschetten erst nach dem Einbau im Schacht gefüllt und die Füllung bläht die Manschetten nur, wenn sie unter Druck eingebracht wird. Wohl aus diesem Grunde hat der bekannte Vorschlag keine Anregung zur Ausbildung von Dichtungen für Standrohre in Gasabsaugebohrlöchern gegeben.
  • Die Erfindung kann dadurch vorteilhaft weiterentwickelt werden, daß die den Füllstoff aufnehmende Kammer an einem beidseitig mit Anschlußgewinde für ein normales Rohrgestänge versehenen Zwischenstück angeordnet ist und über Rückschlagventile und Bohrungen mit dem Innern des rohrförmigen Zwischenstückes in Verbindung steht. Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn das Zwischenstück oberhalb der Bohrungen einen gegenüber der normalen Innenbohrung des Zwischenstückes verkleinerten Ringsitz für eine Ventilkugel aufweist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausbildung ergibt sich dadurch, daß der größte äußere Durchmesser der den Füllstoff aufnehmenden Ringkammer im ungespannten Zustand nicht über den Außendurchmesser der Anschlußbohrleitung hinausgeht.
  • Auch ist es zweckmäßig, wenn die als Außenwand der Ringkammer dienende elastische Manschette mittels zweier Fed'erstahlringe am Zwischenstück festgehalten ist. Ebenfalls ist es vorteilhaft, wenn in den vom Innern des Zwischenstückes zur Ringkammer gehenden Leitungen für das Druckwasser einstellbare Druckventile angeordnet sind. Dabei scheint es zweckmäßig, daß für die Einstellung der Druckventile innerhalb des Anschlußgewindes des Zwischenstückes ein Gewindestellstück eingeschraubt ist, das als verstellbares Gegenlager für die Druckfedern der Ventile dient.
  • Ein weiteres Ausbildungsmerkmal wird darin gesehen, daß die die den Füllstoff aufnehmende Ringkammer abschließende elastische Manschette in ihren Endbereichen mittels Gewindeprofilierungen innerhalb entsprechender Aussparungen des Rohrprofils liegt. Auch ist es möglich, daß das Zwischenstück zum Anschluß an beliebige Verrohrungen mit entsprechenden auswechselbaren Anschlußnippeln ausgerüstet ist.
  • Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung, die mehrere beliebige Ausführungsbeispiele zum Teil schematisch darstellt, näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine Strecke mit Gasabsaugebohrungen und eingebrachtem Standrohr mit Abdichtung, Fig. 2 die Dichtvorrichtung im Längsschnitt und Fig.3 die erfindungsgemäße Dichtung in etwas anderer Ausführung.
  • Wie Fig. 1 zeigt, wird die Gasabsaugebohrung 25 über die sogenannte Spaltenraumzone 20 bis in die weniger oder gar nicht gestörten Schichtenzonen 21, 22 und 23 vorgetrieben. Dann wird diese Bohrung, wie mit 26 angedeutet ist, zur Aufnahme der Standrohre 1 bis in den Bereich der weniger gestörten Schichtenzonen 21, 22 aufgebohrt, wobei die Standrohre im vorderen Bereich beispielsweise mit einer Bohrkrone 2 versehen sind. Anschließend erfolgt im Punkt 10 die entsprechende Abdichtung.
  • Die erfindungsgemäße Abdichtung wird in Verbindung mit der Bohrstandrohrmethode an Hand der Fig. 2 näher beschrieben. Sie läßt sich aber genauso für alle bisher in Anwendung stehenden Verrohrungsarten verwenden, ohne daß der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung verlassen wird. Die Dichtung besteht im wesentlichen aus einem zwischen Bohrstandrohrgestänge 1 und Bohrkrone 2 einschraubbaren Zwischenstück 3, welches die neue Abdichtung aufnimmt. Der Abdichtungsgedanke besteht darin, ein zwischen einem Rohrstück und einer Manschette eingebrachtes Füllstoffpulver mit Hilfe von Wasser zum Quellen zu bringen, so daß sich die Manschette fest an die Bohrlochwand anlegt und somit auf unbegrenzte Zeit eineAbdichtung zwischen Gebirge und Bohrstandrohr erzeugt wird.
  • Das Zwischenstück 3 besteht aus dem Rohrstück 4 und dem Verbindungsnippel 5. Das Rohrstück 4 hat hat am oberen Ende ein Innengewinde zum Verschrauben mit der Bohrkrone 2 sowie am unteren Ende ein Außengewinde zum Verschrauben mit dem Verbindungsnippels. Im oberen Teil des Zwischenstückes 3 sind im Innenraum Bohrungen 6 vorgesehen, über die Druckwasser zu Druckventilen 7 gelangt. Diese Druckventile 7 sitzen in Bohrungen des Rohrstückes 4 und bestehen in an sich bekannter Art aus dem Ventilkörper, dem Ventilkegel und einer Druckfeder. Die Druckfeder des Ventils ist auf einen bestimmten Wasserdruck eingestellt. Die Ventile werden in der Bohrung durch den Nutring 11 abgedichtet. Die Ventile 7 werden durch den Distanzring 13 in ihrer Lage gehalten. Dieser Distanzring ist mit einem Gewinde verschraubbar und kann daher in seiner Lage der jeweils gewünschten Federkraft angepaßt werden, wodurch letzthin die Möglichkeit gegeben ist, sich dem Wasserdruck in der Streckenwasserleitung anzugleichen. Das Druckwasser gelangt aus den Ventilen 7 in Wasserkanäle 14, vor deren unteren Öffnungen ein Siebring 15 angeordnet ist. Dieser dient dem Zweck, das Eindringen von Füllpulver in die Kanäle 14 zu verhindern. Der unter den Wasserkanälen liegende Ringraum 9, gebildet aus der Rohrwandung des Rohres 4 und der in den beiden Gewinden 16 verschraubten Kunststoffmanschette 17, enthält das Füllstoffpulver 18. Die Manschette 17 wird oben und unten jeweils über ihrem Gewindeteil von zwei Stahlbandagen 19 von außen her festgehalten.
  • Die der Abdichtung des Bohrstandrohres 1 gegenüber dem aufsteigenden Druckwasser dienende Dichtkugel 26 aus Gummii oder Kunststoff liegt, durch den Druck des durch die Pfeile 8 angedeuteten Wassers festgehalten, in dem Ringsitz 27 in der Bohrkrone 2.
  • Das Einfüllen des Füllpulvers 18 kann auf folgende Weise erfolgen: Auf das Rohrstück 4 ist die Manschette 17 aufgeschraubt worden. Danach wird der Siebring 15 zum Verschließen der Wasserkanäle 14 eingelegt. Das Füllpulver 18 wird nun in den Ringraum eingegeben und durch Aufstoßen des Rohrstückes fest zusammengeschüttelt. Der Ringraum wird sodann durch Einschrauben des Verbindungsnippels 5 verschlossen. Der Verbindungsnippe15 hat unten ein Innengewinde, das der Verbindung mit dem Bohrstandrohr 1 dient. Am oberen Teil nimmt innen ein Gewinde das Rohrstück 4 auf, und ein Außengewinde hält die Manschette 17 fest. Hiernach werden die beiden Stahlbandagen 19 aufgezogen. Nach Einstellung der Druckventile 7 auf den zu erwartenden Wasserdruck der Streckenleitung unter Tage ist das Zwischenstück zur Abdichtung auf Füllstoffbasis einsatzfähig und kann zwischen Bohrkrone 2 und Bohrstandrohrgestänge 1 eingeschraubt werden.
  • Das eigentliche Gasabsaugebohrloch 25 wird in der üblichen Weise beispielsweise mit einem Druckmesser von 65 mm zur Endteufe hochgestoßen. Danach erfolgt das Nachschneiden auf etwa 85 mm Durchmesser und gleichzeitig Verrohren des Bohrloches bis zur festgelegten Abdichtungsteufe (ermittelt durch die Sondenmessung). Vorher wurde zwischen Bohrkrone 2 und erstes Bohrstandrohr Gestänge das Abdichtungszwischenstück 3 mit der Füllstoffpackung eingeschraubt, nachdem die Druckventile 7 auf den mit der Streckenwasserleitung erreichbaren Druck eingestellt wurden. Ist zum Beispiel der mit Sicherheit zu erreichende Maximaldruck in der Streckenwasserleitung 12 at, so werden die Ventile mit Schraubenfedern von 10 at Öffnungsdruck ausgerüstet. Das Einsetzen der Federn kann bei bekanntem Streckenleitungsdruck bereits über Tage vorgenommen werden. Beim Nachschneiden und Erweitern des Bohrloches mit dem Bohrstandrohr darf nun nicht mit einem Spülwasserdruck gefahren werden, der gleich oder größer als 10 at ist. Die Regulierung und Einhaltung dieser Druckbegrenzung des Spülwasserstromes während des Bohrens geschieht mit Hilfe des am Bohrtisch angebrachten, nicht näher dargestellten Regulierventils mit Manometeranzeige. Diese Maßnahme erfüllt den Zweck, daß während des Bohrens und Setzens des Standrohres der Dichtmechanismus nicht ausgelöst werden kann.
  • Ist die vorgesehene Abdichtungsteufe erreicht, so wird das Bohrstandrohr festgelegt und von der Bohrspindel der Maschine gelöst. Danach wird die Dichtkugel 26 aus Gummi oder Kunststoff (gegebenenfalls mit Stahlkerneinlage) in das Bohrstandrohr 1 eingeführt. Nun wird Spülwasser von einem höheren Druck als 10 at aufgegeben. Der Wasserstrom schleudert die Dichtkugel 5 nach oben in den Ringsitz 21 der Bohrkrone und verhindert den Wasserabluß ins Gebirge. Gleichzeitig gelangt das Wasser durch die Öffnungen 6 zu den Druckventilen 7, welche sich bei dem nunmehr größeren Druck als 10 at öffnen und den Weg über die Wasserkanäle 14 zum Füllstoffringraum 9 freigeben. Unter Wassereinwirkung beginnt nun die Füllstoffmasse zu quellen und preßt die Kunststoffmanschette 17 gegen die Bohrlochwandung 10. Die Ventile 7 bleiben so lange unter Druck, bis nach empirischen Wertem das gesamte Füllpulver aufgequollen ist. Danach wird das Wasser abgelassen und die heruntergefallene Dichtkugel 26 dem Bohrstandrohr 1 wieder entnommen. Die Ventile 7 haben sich wieder geschlossen, und der Abdichtungsvorgang ist beendet.
  • Die erfindungsgemäße Abdichtungsart in der vorliegenden Ausführung läßt sich immer in Verbindung mit der Bohrstandrohnnethode zur Herstellung von Hangend- und Liegendgasbohrlöchern verwenden. Die Dichtung ist jedoch, entsprechend abgeändert, wie Fig. 3 zeigt, für alle bisher im Bergbau angewendeten Verrohrungsarten zu gebrauchen. In diesem Falle ist in das Zwischenstück 3 zur Aufnahme der Dichtkugel 26 ein besonderer Ringsitz 28 eingeschraubt, wobei ein solcher Gewindebereich 29 frei bleibt, daß an diesen jeder beliebige weitere Anschluß erfolgen kann.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Abdichtung der Rohre von Gasabsaugebohrlöchern in Bergwerksbetrieben mittels einer nach außen durch eine elastische Gummi- oder Kunststoffmanschette abgeschlossenen und das Rohr umgebenden aufweitbaren Ringkammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (9) einen absperrbaren Wasseranschluß zum Rohrinnern hin aufweist und mit einem vorzugsweise pulvrigen Füllstoff (18) gefüllt ist, der bei Wassereinwirkung quillt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Füllstoff (18) aufnehmende Kammer (9) an einem beidseitig mit Anschlußgewinde für ein normales Rohrgestänge versehenen Zwischenstück angeordnet ist und über Rückschlagventile (7) und Bohrungen (6) mit dem Inneren des rohrförmigen Zwischenstückes (3, 4) in Verbindung steht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (3, 4) oberhalb der Bohrungen (6) einen gegenüber der normalen Innenbohrung des Zwischenstückes (3, 4) verkleinerten Ringsitz (27) für eine Ventilkugel (26) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der größte äußere Durchmesser der den Füllstoff aufnehmenden Ringkammer (9) im ungespannten Zustand nicht über den Außendurchmesser der Anschlußbohrleitung hinausgeht.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die als Außenwand der Ringkammer (9) dienende elastische Manschette (17) mittels zweier Federstahlringe (19) am Zwischenstück (3, 4) festgehalten ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den vom Inneren des Zwischenstückes (3, 4) zur Ringkammer (9) gehenden Leitungen für das Druckwasser einstellbare Druckventile (7) angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß für die Einstellung der Druckventile (7) innerhalb des Anschlußgewindes des Zwischenstückes (3, 4) ein Gewindestellstück (13) eingeschraubt ist, das als verstellbares Gegenlager für die Druckfedern der Ventile (7) dient. B.
  8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die den Füllstoff (18) aufnehmende Ringkammer abschließende elastische Manschette (17) in ihren Randbereichen mittels Gewindeprofilierungen (16) innerhalb entsprechender Aussparungen des Rohrprofils (4) liegt.
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (3, 4) zum Anschluß an beliebige Verrohrungen mit entsprechenden auswechselbaren Anschlußnippeln ausgerüstet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1028 059; Zeitschrift »Glückauf«, 1935, S. 964.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028059B (de) * 1957-06-19 1958-04-17 Veruschacht Vereinigte Unterta Tuebbingschachtausbau mit durch Dichtungsbaender abgedichteten Flanschenstossverbindungen und Verfahren zur Abdichtung derselben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028059B (de) * 1957-06-19 1958-04-17 Veruschacht Vereinigte Unterta Tuebbingschachtausbau mit durch Dichtungsbaender abgedichteten Flanschenstossverbindungen und Verfahren zur Abdichtung derselben

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