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DE1133851B - Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwaechter und mit einer Plueschvorrichtung - Google Patents

Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwaechter und mit einer Plueschvorrichtung

Info

Publication number
DE1133851B
DE1133851B DEW23966A DEW0023966A DE1133851B DE 1133851 B DE1133851 B DE 1133851B DE W23966 A DEW23966 A DE W23966A DE W0023966 A DEW0023966 A DE W0023966A DE 1133851 B DE1133851 B DE 1133851B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plush
thread
circular knitting
tongue
knitting machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW23966A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Percy Saunders
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wildt and Co Ltd
Original Assignee
Wildt and Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wildt and Co Ltd filed Critical Wildt and Co Ltd
Publication of DE1133851B publication Critical patent/DE1133851B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/10Circular knitting machines with independently-movable needles with two needle cylinders for purl work or for Links-Links loop formation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwächter und mit einer Plüschvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen mit einer Plüschvorrichtung, d. h. auf Maschinen mit einem drehbaren unteren oder Glattstrickzylinder und einem drehbaren oberen oder Rippstrickzylinder, Doppelzungennadeln zur Betätigung in diesen Zylindern, ebenfalls in diesen Zylindern befindlichen unteren und oberen Schiebern zur Betätigung der Nadeln und zur Überführung derselben von einem Zylinder zum andern sowie mit einem Plüschfadenlührer und innerhalb des oberen Zylinders schwenkbar angeordneten Plüschplatinen.
  • Obwohl die Erfindung in erster Linie zur Anwendung auf Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen für nahtlose Strumpf- und Halbstrumpfware bestimmt ist, die sowohl im Rundlauf als auch bei der Herstellung der Fersen- und Spitzentaschen im Pendelgang arbeiten. ist die Erfindung insofern nicht beschränkt, sondern kann allgemein bei Doppelzylindermaschinen mit Plüschvorrichtung Anwendung finden.
  • Im Falle der Anwendung einer Doppelzylinder-Rundstrickmaschine für nahtlose Strumpf- oder Halbstrumpfware ist diese Maschine mit in zwei Gruppen unterteilten Nadeln ausgerüstet, d. h. mit einer Gruppe von Spannadeln und einer weiteren Gruppe von Fersen- und Spitzennadeln, sowie mit Nadelbetätigungsorganen, die so angeordnet sind, daß sie im Pendelgang der Nadelzylinder Nadelmaschen stricken können, die aus mindestens einem Grundgarn sowie einem zugeordneten Plüschgarn bestehen, weiter mit Plüschplatinen zur Bildung von Plüschmaschen, d. h. verlängerten Platinenmaschen aus dem Plüschgarn, und mit Mitteln, durch welche die Plüschplatinen gemeinsam mit der Betätigung der Nadeln der Fersen-und Spitzengruppe so betätigt werden, daß sie im Fuß des Strumpfes eine Hochferse, eine Ferse, eine Sohle und eine Spitze bilden, die Plüschmaschen enthalten. In einer Maschine dieser Art sind gewöhnlich weitere Plüschplatinen zur ähnlichen Betätigung in Verbindung mit der Gruppe c'er Spannadeln vorgesehen, deren Aufgabe darin besteht, die Bildung von Plüschmaschen auf dem ganzen Warenumfang, z. B. für eine Ringspitze, zu ermöglichen.
  • Daher werden in an sich bekannter Weise das Grundgarn und das Plüschgarn den Nadeln im unteren Zylinder in plattierender Weise zugeführt, wobei die Plüschmaschen, welche länger gezogen werden als die Nadelmaschen, von der Innenfläche der Ware abstehen und derart eine weich anzufühlende Fläche ergeben, welche Wirkung durch Kämmen oder Bürsten der Plüschmaschen verstärkt werden kann.
  • Bei diesen Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen ist ein feststehender Zungenwächter vorgesehen, der üblicherweise mit einer glatten unterbrechungsfreien Innenfläche versehen ist, die den Zungen der Nadeln in beiden Zylindern dargeboten wird, und der einen Durchbruch aufweist, durch welchen das Grundgarn in eine Lage geführt ist, die für die einwandfreie Zuführung zu den Nadeln am günstigsten ist. Wenn in einer solchen Maschine ein zusätzliches Garn zur zeitweiligen Zuführung an Stelle des Grundgarns oder zur zeitweiligen Zuführung zu den Nadeln zusammen mit dem Grundgarn erforderlich wird, dann wird dieses zusätzliche Garn bisher in der üblichen Weise den Nadeln durch einen Garnführer oder -fingen zugeführt, der so angeordnet ist, daß er im Betriebszustand unterhalb des Zungenwächters von einer Stellung auf der Außenseite der letzteren zuführt, welche Stellung sehr wenig einer idealen Fadenzuführung bei den beim Garnwechsel bestehenden Bedingungen entspricht.
  • Hauptziel der Erfindung ist es nun, den Zungenwächter in einer Maschine der erwähnten Art so auszubilden, daß eine günstige Stellung eines Garnführers erhalten wird, der für die zeitweilige Zuführung eines Plüschgarns entweder allein oder gemeinsam mit einem oder mehreren Grundgarnen erforderlich ist.
  • Insbesondere bezweckt die Erfindung die Ausbildung einer Doppelzylinder-Rundstrickmaschine für Strumpf- oder Halbstrumpfware, in welcher ein gestricktes Fußbekleidungsstück hergestellt werden kann, das im Fuß Plüschflächen aufweist, wobei die Plüschmaschen aus einem Garn gebildet werden, das von dem Garn oder den Garnen im übrigen Teil des Fußbekleidungsstücks verschieden ist, wobei die Plüschfersen- und -spitzentaschen und jeder sich über die Hälfte oder einen anderen Teil des Umfangs erstreckende Abschnitt mit Plüschschlaufen ohne flottierende Fäden gebildet werden, so daß die Notwendigkeit entfällt, solche flottierende Fäden herauszuschneiden, nachdem die Ware aus der Maschine herausgenommen worden ist.
  • In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß bei der Herstellung eines gestrickten Fußbekleidungsstück mit Plüschbereichen der erwähnten Art normalerweise das Grundgarn und das Plüschgarn miteinander über die ganze Ware plattierend verstrickt werden, wobei das Plüschgarn zur Bildung der längeren Platinenmaschen nur zu bestimmten Zeitpunkten während des Strickvorgangs über die Plüschplatinen gelegt wird. Auf diesem Grunde wird, welches Garn auch zur Bildung der Plüschmaschen verwendet wird, dieses dem Bein und dem Spann der Ware einverleibt. Durch die Erfindung sollen jedoch das Bein und der Spann der Ware aus Grundgarn allein gestrickt werden können, so daß das Plüschgarn nur in den Fuß als zusätzliches Garn eingearbeitet wird. Selbst wenn jedoch das Bein und der Spann noch durch zwei Garne in plattierender Weise gestrickt werden, ermöglicht die Erfindung den Ersatz des jeweils in Frage kommenden dieser Garne durch ein mit diesen beiden Garnen kontrastierendes Plüschgarn.
  • Auf diese Weise kann das geeignetste Plüschgarn bester Qualität verwendet werden, welches eine größtmögliche Annehmlichkeit und hygienische Bedingungen für den Fuß schafft, ohne daß der Preis der Ware dadurch erhöht wird.
  • Bekannt ist es gewesen, an einer Doppelzylindermaschine im feststehenden Zungenwächter einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Schlitz für die Fadenzuführung anzuordnen. Der in diesem Fall vorgesehene sich in Umfangsrichtung erstreckende Schlitz ist jedoch an beiden Enden geschlossen und dient dazu, ein Grundgarn kontinuierlich zuzuführen. Dieses Grundgarn wird nicht gewechselt, so daß dasselbe während des gesamten Strickvorgangs in den herzustellenden Gegenstand eingestrickt wird. Der genannte Schlitz soll es dem Grundgarn ermöglichen, sich während des hin- und hergehenden Strickens bei der Erzeugung einer Fersen- oder einer Spitzentasche von einem zum anderen Ende des Schlitzes zu bewegen. Dagegen wird ein Plüsch- oder Frotteefaden in diesem Falle lediglich durch einen kleinen Durchbruch zugeführt, welcher sich im Zungenwächter oberhalb des genannten Schlitzes befindet. Auch bezüglich dieses Plüschfadens ist kein Garnwechsel vorgesehen. Tatsächlich kann der Plüschfaden dann, wenn er während des Strickens der Ware zurückgezogen worden ist, nicht wieder eingeführt werden. Die hierbei vorgesehene Technik des Fadeneinführens ist daher die übliche, wobei der Zungenwächter so ausgebildet ist, daß er den Nadelzungen eine ununterbrochene Zungenwächterfläche darbietet. Außerdem wird der Plüschfaden auch nicht durch einen beweglichen Plüschfadenführer zugeführt.
  • Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform weist der Zungenwächter einen Ausschnitt auf, durch den die ein- und auslegbaren Fadenführer in ihrer eingelegten Stellung hindurchgreifen. Jedoch weist der Zungenwächter in diesem Falle keinen Schlitz auf und bildet daher auch keinen freien Raum für einen bewegbaren Fadenführer, um denselben genau an einer gewünschten Stelle des Zungenwächters in bezug auf Umfang und Höhe anzuordnen. Tatsächlich wird der Faden unterhalb des Zungenwächters zugeführt.
  • Auch bei einer weiteren bekannten Maschine ist, der Zungenwächter nicht unterteilt, um einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Schlitz innerhalb dieses Wächters auszubilden. Dieser bekannte Wächter ist dagegen lediglich beweglich angeordnet, um eine Umkehrplattierung und nicht einen Garnwechsel durchführen zu können.
  • Gemäß dem wesentlichen Merkmal der Erfindung ist für eine Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwächter, der das vorzeitige Schließen offener Nadelzungen verhindert, und mit einer Plüschvorrichtung, die innerhalb des oberen Nadelzylinders schwenkbar angeordnete Plüschplatinen aufweist, nunmehr vorgesehen, daß in dem Zungenwächter ein sich in Umfangsrichtung erstreckender Spalt angeordnet ist, der am einen Ende offen ist und durch den mindestens ein ein- und ausrückbarer Plüschfadenführer, der mit einer auf der Außenseite des Zungenwächters unterhalb des Spalts angeordneten Fadenklemm- und -schneidvorrichtung zusammenarbeitet, mit seinem Arbeitsende in eingerückter Stellung von außen hindurchgreift, gegebenenfalls nur an diesen Spalt herangeführt wird, um seinen Plüschfaden den Plüschplatinen und den Nadeln zuzuführen, während ein- und ausrückbare Grundfadenführer den Nadeln mindestens einen Grundfaden unterhalb des Zungenwächters zuführen.
  • Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht daher allgemein darin, statt des bisher vergleichsweise kleinen und engen Zuführungsdurchbruches, der normalerweise in einem Zungenwächter üblicher Art vorhanden ist, einen einendig offenen, erweiterten Umfangsspalt und einen beweglichen Plüschfadenführer in Zusammenarbeit mit demselben vorzusehen, welcher, wenn er in seine Arbeitsstellung nahe an den oder durch den Umfangsspalt des Fadenwächters hindurchbewegt wird, genau an einer gewünschten Stelle innerhalb der gesamten Umfangs- und Höhenerstreckung dieses Spalts eingesetzt werden kann, wobei das offene Ende des Spalts ein beliebiges Ein-und Auslegen oder Wechseln des Plüschfadens gestattet.
  • Zum erleichterten Verständnis der Erfindung wird diese nachstehend beispielsweise in Anwendung bei einer Doppelzylinder-Rundstrickmaschine für nahtlose Strumpf- oder Halbstrumpfware an Hand schematischer Zeichnungen erläutert, mit der gestrickte Fußbekleidungsstücke mit Plüschbereichen im Fuß hergestellt werden sollen. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht im senkrechten Schnitt derjenigen Teile der Maschine, die für die Darstellung der Anwendung eines mit einem Umfangsspalt versehenen Zungenwächters erforderlich ist, wobei einer von zwei gegeneinander auswechselbarer Plüschfadenführern in seiner Zuführungsstellung gezeigt ist, Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht des Zungenwächters in stark vergrößertem Maßstab und von der Außenseite der Maschine her gesehen, wobei außer den beiden Plüschfadenführern ein Grundfadenführer und weitere zugeordnete Fadenführer einer Garnwechseleinrichtung gezeigt sind, Fig.3 eine weitere Ansicht des Zungenwächters, von der Innenseite der Maschine her gesehen, wobei ein Plüschfadenführer bei der Zuführung eines Plüschgarns zu den Nadeln und zu in der Arbeitsstellung befindlichen Plüschplatinen dargestellt ist, Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil der Maschine, gesehen in Richtung des Pfeils A der Fig. 1, zur Darstellung einer umlaufenden Steuertrommel, durch welche die jeweiligen Plüschfadenführer und die Fadenklemm- und -schneidvorrichtung zur i-Ierstellung eines sich über den halben Schlauchumfang erstreckenden Plüschs betätigt und gesteuert werden, Fig. 5 einen teilweise geschnittenen Aufriß. gesehen in Richtung des Pfeils B und nach Linie V-V der Fig.4, welche die Verbindungen zur Steuerung der gegeneinander auswechselbaren Plüschfadenführer von der Hauptsteuertrommel aus erläutert, Fig. 6 eine Ansicht, gesehen in Richtung des Pfeils C der Fig. 4, Fig. 7 eine Teilansicht, gesehen in Richtung des Pfeils D der Fig. 5, welche einen der Trommelhebel in den Plüschfadenführer-Steuerverbindungen erläutert, Fig.8 eine Seitenansicht der zwei gegeneinander auswechselbaren Plüschfadenführer, und zwar gesehen von der rechten Seite der Fig. 4, Fig. 9 eine Vorderansicht einer mit Schlitzen versehenen Führungsplatte zur Führung der Plüschfadenführer in ihre und aus ihren Zuführungsstellungen, Fig. 10 eine Seitenansicht der den Plüschfadenführern zugeordneten Fadenklemm- und -schneidvorrichtung, Fig. 11 eine Teilansicht, welche die Verbindungen zur Betätigung des Abdeckschiebers für das Schließen und Öffnen des Umfangsspalts im Zungenwächter darstellt, Fig. 12 eine Draufsicht auf die in Fig. 11 gezeigten Teile, gesehen in Richtung des Pfeils E, und Fig. 13 ein Diagramm, welches die Arbeitsweise der Plüschvorrichtung während der Bildung der Plüschmaschen mit den Maschen der glatten Ware zeigt.
  • In Fig. 1 bezeichnet 1 den unteren oder Glattstrickzylinder der Maschine, während der obere oder Rippstrickzylinder mit 2 bezeichnet ist. Zur Betätigung in den Zylindern sind Doppelzungennadeln 3 vorgesehen. Zur Betätigung der Nadeln und für ihre Übertragung von einem Zylinder zum anderen, je nach den jeweiligen Erfordernissen der Strickarbeit, sind untere Schieber 4 und obere Schieber 5 vorgesehen. Mit 6 ist der untere Schloßmantel und mit 7 der obere Schloßmantel der Maschine bezeichnet.
  • In Verbindung mit dem oberen Zylinder ist eine kreisförmige Reihe langer flacher Plüschplatinen 8 senkrecht in einem in Längsrichtung genuteten zylindrischen Träger 9 angeordnet, der innerhalb des oberen Nadelzylinders 2 starr befestigt ist.
  • Wie in Fig. 13 gezeigt, weist jede Plüschplatine 8 etwa in der Mitte zwischen ihren Enden einen Stützpunkt 8 a auf, der gegen die Rückseite der entsprechenden Längsnut 9 cc im Träger 9 anliegt und eine Schwenkbewegung der Plüschplatine in dieser Nut ermöglicht. Das obere Ende der Plüschplatine 8 ist mit einem senkrechten Ansatz 8 b und einem waagerechten Ansatz 8 c versehen. An ihrem unteren Ende ist jede Plüschplatine so gestaltet, daß sie einen fußähnlichen Ansatz 8 d mit einer Spitze 8 e aufweist, der dazu dient, ein Plüschgarn T bei der Bildung einer Plüschmasche zu halten. Ferner ist eine Schloßbahn 10 zwischen senkrecht in Abstand voneinander befindlichen Schloßteilen 11 und 12 (Fig. 13) für das Zusammenwirken mit den Ansätzen 8 c angeordnet, um die Plüschplatinen 8 in der am besten in Fig. 3 gezeigten Höhenlage zu halten, in welcher das Plüschgarn T über ihre Spitzen 8 e gelegt wird. Die beispielsweise bei 13, 14, 15 und 16 dargestellten Schloßteile wirken auf die Rückseite der senkrechten Ansätze 8 b, um das Zurückziehen der unteren Enden 8 d der Plüschplatinen in eine Ruhestellung zu bewirken. Weitere waagerechte Ansätze der Plüschplatinen, wie die beispielsweise bei 8f, 8g, 8 h und 8 i dargestellten, sind für das Zusammenwirken mit Druckhebeln 17, 9.8, 19 und 20 vorgesehen, welche die oberen Teile der Plüschplatinen zurückdrücken können, um auf diese Weise eine Auswärtsbewegung der unteren Enden 8 d in eine Arbeitsstellung für verschiedene Aufgaben zu bewirken, die jedoch im Rahmen der Erfindung nicht von Bedeutung sind.
  • Der Zungenwächter der Maschine ist bei L dargestellt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht dieser Wächter aus 2 Teilen, nämlich aus einem Hauptteil 21, der an dem üblichen Wächterblock 22 (Fig. 1) befestigt und an einem Ende so ausgeschnitten ist, daß in diesem ein offenendiger Umfangsspalt 23 vorhanden ist, und aus einem in Umfangsrichtung gleitbaren Abdeckschieber 24, der zur Vorwärts- und Rückwärtsbewegung auf dem Zungenwächterblock 22 angeordnet ist und unter der Wirkung einer Feder 25 (siehe Fig. 2) steht. Der Umfangsspalt 23 im Hauptteil 21 befindet sich unmittelbar unterhalb des Wächterblocks 22 und weist eine waagerecht liegende Oberseite 23 n sowie eine waagerecht liegende Unterseite 23 b auf, die in Höhenrichtung geeigneten Abstand voneinander haben, sowie ein in geeigneter Weise abgerundetes geschlossenes inneres Ende 23 c. Am entgegengesetzten offenen oder Eintrittsende des Spalts 23 ist dessen Unterseite 23 b so gestaltet, daß eine verhältnismäßig dünne Lippe 26 vorhanden ist, die mit einer geeigneten Krümmung ausgebildet ist, welche eine nockenartige Kante darstellt, um welche ein Plüschgarn T in eine geeignete Zuführungsstellung durch den jeweiligen Plüschfadenführer (d. h. durch den Fadenführer, der für die Zufuhr von Plüschgarn zu den Nadeln und den Plüschplatinen bestimmt ist) gezogen wird und durch welche dieses Garn gleitend zur Innenseite des mit einem Spalt ausgebildeten Zungenwächters L verlagert wird. Der federgesteuerte gleitbare Abdeckschieber 24 des Zungenwächters ist mit einer nach unten geneigten Vorderkante 24 a und mit einer waagerechten Unterkante 24 b ausgebildet, die sich unmittelbar oberhalb der Haken 27a der Einschließplatinen 27 der Maschine befindet. Immer, wenn der Abdeckschieber 24 in Umfangsrichtung bewegt wird, um das Eintrittsende des Umfangsspalts 23 (in der in Fig. 3 dargestellten Weise) zu schließen, kommt die geneigte Vorderkante 24 n mit der abgerundeten Lippe 26 in Berührung.
  • Bei dem dargestellten Beispiel sind zwei gegeneinander auswechselbare Plüschfadenführer 28 und 29 vorgesehen, wobei der eine für die Zufuhr eines Plüschgarns T zu den Nadeln 3 und zu den Plüschplatinen 8 bestimmt ist und der andere dazu dient, in ähnlicher Weise ein weiteres Plüschgarn T' (Fig. 2) zuzuführen. Die Plüschgarne T und T' können von kontrastierenden Farben sein, so daß durch wahlweise Betätigung der Plüschfadenführer 28 und 29 eines der beiden Plüschgarne den Nadeln und den Plüschplatinen zugeführt und je nach den jeweiligen Erfordernissen durch das andere ersetzt werden kann, z. B. bei der Herstellung waagerecht gestreifter Plüschware. Gegebenenfalls können die Garne T und T' hinsichtlich Art, Beschaffenheit oder/und Qualität voneinander abweichen. In jedem Falle sind beide Plüschfadenführer 28 und 29 unter einer geeigneten Steuerung von der Hauptsteuertrommel 30 (Fig. 6 und 7) der Maschine aus betätigbar. Außerdem ist der Plüschfadenführer 29 im Bedarfsfalle von einer gesonderten Steuereinrichtung aus zur Herstellung einer sich nur über den halben Schlauchumfang erstreckenden Plüscharbeit, wie nachstehend näher beschrieben wird, betätigbar.
  • Unmittelbar unterhalb des Abdeckschiebers 24 des mit einem Spalt versehenen Zungenwächters L sind zwei senkrecht angeordnete Fadenklemm- und -schneidvorrichturgen 31 und 32 vorgesehen, von denen die eine, 31, zum Klemmen und Schneiden des Plüschgarns T bestimmt ist und die andere, 32, zum Klemmen und Schneiden des Plüschgarns T'. Jede dieser Vorrichtungen weist eine verlagerbare kombinierte Klemm- und Schneidklinge 33 auf, welche, wie in Fig. 10 dargestellt, mit einem seitlich abstehenden Ansatz 33 a versehen ist, der in einen geschlitzten Betätigungshebel 34 eingreift. Jeder Hebel 34 ist bei 35 auf der einen Seite eines in geeigneter Weise genuteten Blocks 36 schwenkbar, in welchem die entsprechende Klinge 33 gleitbar angeordnet ist. Der Block 36 ist beiden Klemm- und Schneidvorrichtungen 31, 32 gemeinsam, wobei jeder Betätigungshebel 34 unter der Wirkung einer Zugfeder 37 (Fig. 10) steht und an seinem hinteren Ende mit einem Betätigungsglied gelenkig verbunden ist. Die Betätigungsglieder für die beiden Vorrichtungen 31, 32 sind mit 38 und 39 bezeichnet. Der gemeinsame Block 36 ist mit einem nach rückwärts abstehenden Stift 36 a od. dgl. versehen, an welchem die hinteren Enden der Federn 37 verankert sind. Immer wenn ein Plüschfaden aus der Strickarbeit herausgenommen wird, gleitet er an der geneigten Vorderkante 24a des Abdeckschiebers 24 des Zungenwächters L nach unten und wird durch diese in die entsprechende Klemm- und Schneidvorrichtung 31 oder 32 geführt. Der Abdeckschieber 24 hat ferner die Aufgabe, den Nadelzungen 3 a bei geöffnetem Nadelhaken eine ununterbrochene Innenfläche darzubieten, um das Schließen dieser Zungen beim Rückwärtsstricken zu verhindern und das Einlaßende des Umfangsspalts 23 für den vorangehend beschriebenen Zweck abzuschließen.
  • Hierbei sei erwähnt, daß ein Grundfadenführer 40 unmittelbar unterhalb des mit einem Spalt versehenen Zungenwächters L für die Zuführung des Grundgarns G unterhalb der Unterkante des Wächters vorgesehen ist. Wie in Fig. 2 dargestellt, sind dem Grundfadenführer 40 zwei weitere Fadenführer 41 und 42 einer Garnwechselvorrichtung, z. B. zur Bildung waagerechter Streifen, an sich bekannter Art mit Fadenklemm- und -schneidvorrichtungen 106 und 107 zugeordnet, die ähnlich wie die Plüschfadenklemm-und -schneidvorrichtungen 31, 32 ausgebildet sein und in nahezu gleicher Weise betätigt werden können. Die Grundfadenführer 41 und 42 liefern die Grundgarne G1 und G2. Wie sich aus Fig. 2 und 4 ergibt, sind die den Plüschfadenführern 28 und 29 zugeordneten Klemm- und Schneidvorrichtungen 31 und 32 an einer Stelle am Nadelkreis angeordnet, an welcher sich die Nadeln 3 gerade an dem nicht gezeigten Abzugsschloßteil des Systems vorbeibewegt haben, während die den Grundfadenführern 40, 41 und 42 zugeordneten Klemm- und Schneidvorrichtungen an einer Stelle des Nadelkreises angeordnet sind, an welcher sich die Nadeln dem Abzugsschloßteil nähern.
  • Der hintere Teil des Plüschfadenführers 28 erstreckt sich durch eine Querbohrung eines waagerechten Bolzens 43, der in einem senkrecht geschlitzten Bauteil 44 um seine Achse frei drehbar ist. Nach der vorausgehenden Einstellung im Bolzen 43 wird der Plüschfadenführer 28 in seiner Lage durch eine Stellschraube 45 festgestellt. Der geschlitzte Bauteil 44 ist selbst wieder um eine senkrechte Achse drehbar gelagert, für welchen Zweck er mit einem nach unten abstehenden und gleichachsigen Schaft 46 ausgebildet ist, der in einer Hülse 47 frei drehbar ist, welche in einem waagerechten Arm 48 angeordnet ist, der auf dem unteren Schloßmantel 6 befestigt ist. Der Plüschfadenführer 28 ist daher zur Auf- und Abbewegung um die Achse des Bolzens 43 schwenkbar, so daß er gleichzeitig eine senkrechte und waagerechte Bewegung ausführen kann, wenn er beim Ein- oder Auslegen des Plüschgarns T in den Umfangsspalt 23 des Zungenwächters L hineinbewegt bzw. aus diesem zurückgezogen wird. Diese gleichzeitige senkrechte und waagerechte Bewegung des Plüschfadenführers 28 wird durch einen geeignet gestalteten kurvenförmigen Führungsschlitz 49 gesteuert, der in einer festen senkrechten Kurvenplatte 50 (Fig. 9) vorgesehen ist und durch den sich das hintere Ende des Plüschfadenführers erstreckt. Die Kurvenplatte 50 ist am äußeren Ende des Armes 48 befestigt. Wenn der Plüschfadenführer 28 aus seiner Ruhestellung in eine Zuführungsstellung bewegt wird, bewegt er sich zuerst von der Klemm- und Schneidvorrichtung 31 nach oben an der gekrümmten Lippe 26 der Unterseite 23 b des zu diesem Zeitpunkt offenen Umfangsspalts 23 im Hauptteil 21 des Zungenwächters vorbei nach oben und dann in den Spalt und längs diesem so nahe als möglich an dessen Unterseite. Der Plüschfadenführer 28 bewegt sich längs des gleichen Weges, jedoch in der entgegengesetzten Richtung, wenn er in seine Ruhestellung zurückgezogen wird.
  • In ähnlicher Weise erstreckt sich der hintere Teil des zweiten Plüschfadenführers 29 durch eine Querbohrung eines kurzen Bolzens 51, der in einem senkrecht geschlitzten seitlich abstehenden Teil 52a eines Bauteils 52 frei um seine Achse schwenkbar ist. Eine Stellschraube 53 dient zur Feststellung des Plüschfadenführers 29 in seiner Stellung in diesem Bauteil. Der letzterwähnte Bauteil sitzt auf der Oberfläche des Armes 48 auf und besteht aus einem Stück mit dem oberen Ende der Hülse 47, die so angeordnet ist, daß sie sich im Arm 48 um ihre Achse drehen kann. Der senkrecht geschlitzte Bauteil 44 sitzt auf der Oberseite des Bauteils 52 auf. Der Schaft 46 und die Hülse 47 sind daher konzentrisch zur relativen und unabhängigen Drehbewegung zueinander zusammen mit den von ihnen getragenen geschlitzten Bauteilen 44 und 52 angeordnet. Infolge dieser Ausbildung und Anordnung ist der Plüschfadenführer 29 zur Auf- und Abbewegung um die Achse des Bolzens 51 schwenkbar und kann daher gleichzeitig eine senkrechte und waaerechte Bewegung ausführen, wenn er zum Ein-C, oder Auslegen des Plüschgarns T' in den Umfangsspalt 31 hineinbewegt bzw. aus diesem zurückgezogen wird. Dabei werden die Bewegungen des Plüschfadenführers 29 durch einen zweiten kurvenförmigen Führungsschlitz 54 in der senkrechten Kurvenplatte 50 gesteuert.
  • Wie erwähnt, sind beide Plüschfadenführer im Bedarfsfalle von der Hauptsteuertrommel 30 der Maschine aus betätigbar und steuerbar. Aus Fig. 4 und 5 ergibt sich, daß ein Ende des im senkrecht geschlitzten Bauteil 44 drehbaren Bolzens 43 sich radial durch das letztere erstreckt und ein Element bildet, durch welches das Bauelement hin und her gedreht werden kann, um den Plüschfadenführer 28 in die Zuführungsstellung innerhalb des Spalts 23 des Zungenwächters bzw. aus diesem heraus zu bewegen. Zur Wirkung auf diese Verlängerung des Bolzens 43 ist ein Winkelhebel 55 vorgesehen, der bei 56 auf einem mit dem Arm 48 verbundenen Block 57 schwenkbar ist und an dem, wie gezeigt, eine Feder 58 angreift. Ein Arm 55a des Winkelhebels 55 liegt Gegen den Bolzen 43 an, während dessen anderer Arm 55 b bei 59 mit dem oberen Ende eines senkrechten Betätigungsgliedes 60 gelenkig verbunden ist. Das untere Ende dieses Gliedes ist mit dem einen Arm 61a eines zweiarmigen Steuerhebels 61 verbunden, der um eine waagerechte Welle 62 (Fig. 5) schwenkbar angeordnet ist. Der andere Arm 61 b des Steuerhebels ist, wie in Fig. 7 dargestellt, mit einer Spitze 61 c versehen, die für das Zusammenwirken mit einem Nocken oder mit Nocken 63 auf der Hauptsteuertrommel bestimmt ist.
  • In ähnlicher Weise ist in dem Bauteil 52 ein sich radial erstreckender Bolzen 64 befestigt, so daß der Bauteil hin und her gedreht werden kann, um den Plüschfadenführer 29 in seine Zuführungsstellung bzw. aus dieser heraus zu bewegen. Auf den Bolzen 64 wirkt der Arm 65 a eines weiteren Winkelhebels 65, der im Block 57 schwenkbar gelagert ist und dessen Arm 65 b mit einem Betätigungsglied 66 gelenkig verbunden ist. Der Winkelhebel 65 ist durch eine Zugfeder 67 in geeigneter Weise gespannt. Das Betätigungsglied 66 ist mit einem Steuerhebel 68 verbunden, welcher wie der Hebel 61 auf der Welle 62 angeordnet ist und durch einen Nocken oder durch Nocken auf der Hauptsteuertrommel 30 betätigt werden kann.
  • Die den Plüschfadenführern 28 und 29 zugeordneten Klemm- und Schneidvorrichtungen 31, 32 können ebenfalls von der Hauptsteuertrommel 30 aus betätigt und gesteuert werden, und zwar in der Weise, daß jedesmal, wenn einer der Plüschfadenführer aus dem Umfangsspalt 23 im Zungenwächter in seine Ruhestellung zurückgezogen wird, das entsprechende Plüschgarn geklemmt und abgeschnitten wird. Für diesen Zweck ist das Betätigungsglied 38 der Vorrichtung 31 mit einem Steuerhebel 69 verbunden, der auf der gemeinsamen Steuerhebelwelle 62 angeordnet ist und durch einen Nocken oder Nocken auf der Hauptsteuertrommel betätigt werden kann. Obwohl dies zur Vereinfachung der Darstellung nicht gezeigt ist, ist das Betätigungsglied 39 der Plüschfadenklemm- und -schneidvorrichtung 32 auch nach unten verlängert und mit einem durch die Hauptsteuertrommel betätigten Steuerhebel verbunden.
  • Wie sich aus dem Vorangehenden ergibt, kann jeder der beiden Plüschfadenführer 28 und 29 (von denen jeder durch den anderen bei einem Garnwechselvorgang ersetzt werden kann) verwendet werden: a) bei der Herstellung einer sich über den ganzen Schlauchumfang erstreckenden Plüscharbeit, beispielsweise für einen Plüschrand oder eine Plüschringspitze durch Stricken im Rundlauf, oder b) bei der Herstellung einer Plüschferse oder -spitze durch hin- und hergehendes Stricken.
  • Im Falle b) wird der gewählte Plüschfadenführer in den Spalt 23 am Beginn der Fersen- oder Spitzentasche bewegt und kann in diesem Spalt (in welchem er entweder in einer geeigneten Zuführungsstellung feststehen oder von Seite zu Seite schwingen kann) bis zur Fertigstellung des Tasche verbleiben, worauf der Plüschfadenführer zum Auslegen des Plüschgarns zurückgezogen wird. Das gewählte Plüschgarn wird daher zusammen mit einem Grundgarn verstrickt, das unterhalb des Zungenwächters L ununterbrochen für die ganze Ferse oder Spitze zugeführt und erst nach Fertigstellung der letzteren geklemmt und abgeschnitten wird.
  • Wenn einer der Plüschfadenführer 28 und 29 innerhalb des Umfangsspalts 23 beim hin- und hergehenden Stricken in seitliche Schwingungen versetzt werden soll, kann eine geeignete Einrichtung, die ein solches Schwingen bewirkt, vorgesehen werden. Beispielsweise kann dieses Schwingen von einer auf der Antriebswelle der Maschine angeordneten Nockenscheibe aus über Zwischenverbindungen bewirkt werden.
  • Für das Stricken eines sich über den halben Schlauchumfang erstreckenden Plüschbereichs, beispielsweise der Hochferse oder Sohle eines Sockens, werden nur der Plüschfadenführer 29, der das Plüschgarn T' zuführt, und die zugeordnete Klemm- und Schneidvorrichtung 32 verwendet, welche für diesen Zweck in einem geeigneten zeitlichen Verhältnis nicht von der Hauptsteuertrommel 30 aus betätigt und gesteuert werden, sondern von einer kleinen und unabhängigen Steuertrommel, beispielsweise von der bei 70 in Fig. 4, 5 und 6 dargestellten Art, welche nur zu bestimmten Zeiten mit einer Drehzahl 1:1 mit Bezug auf die umlaufenden Nadelzylinder der Maschine angetrieben werden kann.
  • Beim Stricken eines sich über den halben Schlauchumfang erstreckenden Plüschbereichs wird der Plüschfadenführer 29 in den Umfangsspalt 23 bewegt, um das Plüschgarn T' der Fersen- und Spitzengruppe der Nadeln und den zugeordneten Plüschplatinen 8 in jeder Maschenreihe zuzuführen, und wird nach Vorbeigang dieser Nadelgruppe aus dem Spalt in jeder Maschenreihe zurückgezogen, um das Plüschgarn auszulegen und es in die Klemm- und Schneidvorrichtung zu bringen, in welcher es am Ende der erwähnten Nadelgruppe abgeschnitten wird.
  • Aus Fig. 4, 5 und 6 ergibt sich, daß die kleine Steuertrommel 70 frei auf einer senkrechten Antriebsspindel 71 angeordnet ist, die von einem Hauptzahnrad 72 (Fig. 6) über ein Ritzel 73 angetrieben werden kann. Die Steuertrommel 70 ist auf einem Rahmen 74 angeordnet, in welchem die Spindel 71 in geeigneter Weise gelagert ist. Mit dem oberen Ende dieser Spindel ist ein umlaufendes Kupplungselement 75 verkeilt, das für den Eingriff mit einem zugehörigen Kupplungsteil der Steuertrommel 70 zu entsprechenden Zeiten unter der Steuerung der Hauptsteuertrommel 30 abgesenkt bzw. außer Eingriff angehoben werden kann. Für diesen Zweck ist das Kupplungselement 75 mit einer Umfangsnut 76 zur Aufnahme von Stiften oder Rollen an einem gegabelten Kupplungsbetätigungshebel 77 (Fig. 6) versehen. Der Kupplungsbetätigungshebe177 ist bei 78 schwenkbar gelagert und durch ein Glied 79 mit einem Steuerhebel 80 verbunden, der mit einer Spitze 80 a für das Zusammenwirken mit einem Nocken oder mit Nocken 81 auf der Hauptsteuertrommel ausgebildet ist. Daher wird jedesmal, wenn ein sich über den halben Schlauchumfang erstreckender Plüschbereich hergestellt werden soll, das Kupplungselement 75 bewegt, um die Steuertrommel 70 mit der Spindel 71 zu verbinden. Die Steuertrommel 70 ist stufenförmig ausgebildet und mit einem geeignet gestalteten äußeren Nocken 82 sowie mit einem inneren Nocken 83 versehen. Der äußere Nocken 82 ist für das Zusammenwirken mit einer Rolle 84 bestimmt, die an dem einen Arm 85 a eines Winkelhebels 85 gelagert ist, welcher an einem Halter 86 schwenkbar ist, der auf dem Rahmen 74 angeordnet ist bzw. mit diesem aus einem Stück besteht. Der andere Arm 85 b des Winkelhebels ist über ein Glied 87 mit einem Arm 88a (Fig. 8) verbunden, der an einer Hülse 88 ausgebildet ist, welche durch eine Schraube 89 starr am unteren Ende der Hülse 47 befestigt ist, die mit dem drehbaren, den Plüschfadenführer 29 tragenden Bauelement 52 fest verbunden ist bzw. mit diesem aus einem Stück besteht. Der innere Nocken 83 ist dagegen für das Zusammenwirken mit einer Rolle 90 bestimmt, die an dem einen Arm 91 a eines zweiarmigen Hebels 91 gelagert ist, dessen anderer Arm 91 b gelenkig mit dem unteren Ende des Betätigungsgliedes 39 der Klemm- und Schneidvorrichtung 32 verbunden ist.
  • Der vorangehend beschriebene bewegliche Abdeckschieber 24 des Zungenwächters L wird während des Pendelgangs von einem auf dem drehbaren oberen Zylinder 2 (siehe Fig. 12) befestigten Nocken 92 betätigt. Dieser Nocken 92 wirkt auf einen sich selbst einstellenden Hebel 93, der bei 94 auf der oberen Platte 95 der Maschine schwenkbar gelagert und durch eine Feder 96 so gesteuert wird, daß er normalerweise in einer Mittellage gehalten und in diese zurückgeführt wird, nachdem er durch den Nocken 92 in der einen oder in der anderen Richtung verschwenkt und wieder freigegeben worden ist. Die Feder 96 ist eine Zugfeder und an Nasen verankert und zwischen diesen gespannt, die an zwei kleinen sich übergreifenden Hebeln 97, 98 vorgesehen sind, welche bei 99 und 100 auf der oberen Platte 95 schwenkbar und so angeordnet sind, daß sie an ihren Arbeitsenden auf entgegengesetzte Seiten eines Stifts 101 wirken, der in dem dem Nocken 92 abgekehrten Ende des Hebels 93 befestigt ist. Auf einem Halter 102 auf der oberen Platte 95 ist benachbart dem Mittellagehebel 93 ein zweiarmiger Hebel 103 gelagert, dessen einer Arm 103 a so angeordnet ist, daß er durch den Mittellagehebe193 jedesmal, wenn dieser seitlich durch den Nocken 92 während eines Rückhubes des oberen Zylinders 2 verschwenkt wird, gefangen und gedreht wird. Wie ersichtlich, wird bei jedem Vorwärtshub des oberen Zylinders 2 der Mittellagehebel 93 (in der entgegengesetzten Richtung) ebenfalls verschwenkt, jedoch ist in diesem Falle seine Schwenkbewegung keine Arbeitsbewegung. Der zweiarmige Hebe1103, der mit einem Fuß 103b ausgebildet ist, welcher so angeordnet ist, daß er auf der oberen Platte 95 zur Auflage kommt und dadurch die normale Lage dieses Hebels und damit auch die Stellung des Abdeck-Schiebers 24 des Zungenwächters L, in welcher der Spalt 23 offen ist, bestimmt, ist durch ein sich nach unten erstreckendes Glied 104 mit einem Winkelhebel 105 (Fig. 11) verbunden, der auf dem oberen Schloßmantel 7 gelagert ist. Der Arm 105a dieses Winkelhebels 105 wirkt auf den Abdeckschieber 24, um diesen bei jedem Rückhub der Zylinder beim Stricken im Pendelgang in die Stellung zu bewegen. in welcher der Spalt geschlossen ist.
  • Die übliche Garnwechselvorrichtung für die Zuführung eines gewählten Grundgarns ist in Fig. 5 schematisch bei S angedeutet.
  • Der unterhalb des Zungenwächters L befindliche Grundfadenführer 40, 41 oder 42 kann so angeordnet werden, daß er in eine Stellung federt, welche mit der Mitte des Zungenwächters bei der Herstellung einer Ferse oder einer Spitze zusammenfällt. Beim Stricken der übrigen Teile der Ware kann der jeweils zuführende Grundfadenführer selbsttätig durch von der Hauptsteuertrommel aus gesteuerte Verbindungen nach links aus seiner Fersen- und Spitzenstellung bewegt werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwächter, der das vorzeitige Schließen offener Nadelzungen verhindert, und mit einer Plüschvorrichtung, die innerhalb des oberen Nadelzylinders schwenkbar angeordnete Plüschplatinen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zungenwächter (L) ein sich in Umfangsrichtung erstreckender Spalt (23) angeordnet ist, der am einen Ende offen ist und durch den mindestens ein ein- und ausrückbarer Plüschfadenführer (28, 29), der mit einer auf der Außenseite des Zungenwächters unterhalb des Spalts angeordneten Fadenklemm- und -schneidvorrichtung (31) zusammenarbeitet, mit seinem Arbeitsende in eingerückter Stellung von außen hindurchgreift, gegebenenfalls nur an diesen Spalt (23) herangeführt wird, um seinen Plüschfaden (T, T') den Plüschplatinen (8) und den Nadeln (3) zuzuführen, während ein- und ausrückbare Grundfadenführer (40, 41, 42) den Nadeln mindestens einen Grundfaden (G, G1, G2) unterhalb des Zungenwächters zuführen.
  2. 2. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei wahlweise betätigbare Plüschfadenführer (28, 29) für gegeneinander austauschbare kontrastierende Plüschgarne (T, T') sowie eine der Zahl der Plüschfadenführer entsprechende Anzahl von Fadenklemm- und -schneidvorrichtungen (31, 32) vorgesehen sind.
  3. 3. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen gleitbar angeordneten Abdeckschieber (24) zum Verschließen des offenen Eintrittsendes, des Umfangsspalts (23) im Zungenwächter (L) bei jedem während des Pendelganges erfolgenden Rückwärtshub der Nadelzylinder.
  4. 4. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckschieber (24) über Zwischenglieder (93. 103, 104, 105) von einem Nocken (92) betätigt wird, der am oberen Nadelzylinder (2) befestigt ist.
  5. 5. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder jeder Plüschfadenführer (28 oder 29) in an sich bekannter Weise um eine waagerechte Achse (43) und um eine senkrechte Achse (46) schwenkbar angeordnet und zur Ausführung einer aus einer waagerechten und einer senkrechten Komponente zusammengesetzten Schwenkbewegung mit seinem hinteren Ende in einer feststehenden Kurvenplatte (50) geführt ist.
  6. 6. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Stricken einer sich in jeder Maschenreihe nur über einen Teil des Schlauchumfangs erstreckenden, im Rundlauf gearbeiteten Plüschverstärkung der Plüschfadenführer (28, 29) in bekannter Weise von einer mit der Drehzahl der Nadelzylinder umlaufenden Steuertrommmel (70) derart steuerbar ist, daß er bei jedem Zylinderumlauf zu Beginn der Plüschfläche in den Umfangsspalt (23) des Zungenwächters (L) eingeführt und am Ende der Plüschfläche wieder ausgelegt wird unter Klemmen und Schneiden des Plüschfadens.
  7. 7. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Plüschfadenführer (28) von der Hauptsteuertrommel (30) der Maschine aus ein- und ausschaltbar ist. B. Doppelzylinder-Rundstrickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung einer Fersen- oder einer Spitzentasche im Pendelgang der Plüschfadenführer (28) in den Umfangsspalt (23) des Zungenwächters (L) am Beginn der Tasche bewegt wird und dort bis zur Fertigstellung der Tasche verbleibt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 813 417, 554 327, 331429; französische Patentschrift Nr. 671861; Diebler, Albert, Technologie der Rundstrickerei, des Rundstrick-Strumpfautomat, Stuttgart, 1942, S. 146 und 147.
DEW23966A 1957-08-23 1958-08-23 Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwaechter und mit einer Plueschvorrichtung Pending DE1133851B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187341B (de) 1959-03-11 1965-02-18 Gottlieb Eppinger K G Maschine Doppelzylinder-Rundstrickmaschine

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DE331429C (de) * 1919-06-26 1921-01-07 G F Grosser Fa Fadenfuehrervorrichtung fuer Rundstrick- und Rundwirkmaschinen zur Herstellung von Ringelware
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