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DE554327C - Vorrichtung zum Fadenwechsel fuer Rundstrickmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Fadenwechsel fuer Rundstrickmaschinen

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Publication number
DE554327C
DE554327C DES94269D DES0094269D DE554327C DE 554327 C DE554327 C DE 554327C DE S94269 D DES94269 D DE S94269D DE S0094269 D DES0094269 D DE S0094269D DE 554327 C DE554327 C DE 554327C
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DE
Germany
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thread
carrier
guide
rotatable
thread guide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES94269D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALFRED WOODWARD KENT
Spiers William Ltd
Original Assignee
ALFRED WOODWARD KENT
Spiers William Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALFRED WOODWARD KENT, Spiers William Ltd filed Critical ALFRED WOODWARD KENT
Application granted granted Critical
Publication of DE554327C publication Critical patent/DE554327C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B15/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B15/38Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
    • D04B15/54Thread guides
    • D04B15/58Thread guides for circular knitting machines; Thread-changing devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. JULI 1932
REICHSPATENTAMT
Bibliothek
KLASSE 25 a GRUPPE
Die Erfindung besteht in einer den Fadenwechsel bewirkenden Vorrichtung für Rundstrickmaschinen, die einen drehbaren Träger für mehrere abwechselnd in Stellung zu bringende Fadenführer und eine besondere Vorrichtung umfaßt, mittels welcher diese Fadenführer einer nach dem anderen in Stellung gebracht werden, so daß sie die Fäden unmittelbar an die Nadeln liefern.
Jeder der Fadenführer ist derart konstruiert, daß er den Nadeln den Faden auf einer gewissen Länge in Nähe der Strickstelle und mit solcher Haltung vorlegt, daß der Faden zwischen die Haken und die sich schließenden Zungen derselben gelangt. Der Faden wird hiernach also zwischen die Nadelhaken und die sich schließenden Zungen gelegt, so daß die letzteren den Faden in die Nadelhaken hineinziehen bzw. auf jeden Fall verhindern, daß der Faden den Haken verfehlt.
Um das zu erreichen, ist jeder Fadenführer zum Durchzug des Fadens mit einem Loch o. dgl. und daneben mit einem Fortsatz versehen, derart, daß zwischen Fortsatz und dem erwähnten Loch der Faden auf einer bestimmten Länge straff gehalten und den Nadeln im wesentlichen tangential zum Nadelkreis vorgelegt wird, damit die Nadeln, wie schon oben erwähnt, den Faden auch tatsächlich sicher.aufnehmen.
Soll eine größere Anzahl derartiger Fadenführer in dem drehbaren Träger verwendet werden, so wird das Gewicht des mit dem Fadenführerträger zusammenarbeitenden drehbaren Spulenträgers zusammengenommen mit dem der Spulen verhältnismäßig groß ausfallen. Hieraus folgt wiederum, daß es einer ziemlichen Kraft bedarf, um das Trägheitsvermögen des Spulenträgers zu überwinden, und daß außerdem beim Anhalten des in Drehung gesetzten Spulenträgers ein ziemlich kräftiger Stoß abzufangen ist, sofern die erforderliche Drehung des Spulenträgers in einem einzigen Arbeitsgang erfolgt.
Die Erfindung umfaßt hiernach auch eine besondere Einrichtung, durch welche dem Spulenträger bei Vornahme eines Fadenwechsels eine Drehung in zwei Stufen bzw. eine langsamere Bewegung als der die Fadenführer tragenden Fadenwechsel ausführenden Vorrichtung zuteil wird. Beide Vorrichtungen, die zum eigentlichen Fadenwechsel und die zum Tragen der Spulen, sind voneinander unabhängig konstruiert und so angeordnet, daß der von ihnen in der Maschine in Anspruch genommene Raum sich auf ein Minimum beschränkt. Die Fadenführer sind in einer besonderen Ausführungsform dieser Erfindung in ihrem drehbaren Träger beweglich angeordnet. Zum Ein- und Ausrücken der Fadenführer sind dabei ebenfalls besondere Vorrichtungen getroffen.
Mit jedem Fadenführer sind weiterhin Fadenklemm- und Schneidvorrichtungen vorgesehen,
die so gesteuert werden, daß der Jeweils aus der Fadenzuführungsstelle wegzunehmende Faden nicht eher geklemmt und abgeschnitten wird bevor nicht der Ersatzfaden von den Nadeln aufgenommen ist.
Mit der Vorrichtung zum Fadenwechsel ist ein drehbarer Spulenträger kombiniert und durch dieselbe Einrichtung steuerbar, welche dazu bestimmt ist, die Drehung des Spulenträgers zu steuern. Z. B. kann die drehbare Vorrichtung für den Fadenwechsel absatzweise in Drehung gesetzt werden durch ein Sperrklinkengetriebe.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand einer Rundstrickmaschine beschrieben.
Die Zeichnungen stellen dar: Abb. ι diese Ausführungsform der Erfindung im senkrechten Schnitt,
Abb. 2 einen Teil der Einrichtung zum Antrieb der drehbaren Fadenwechselvorrichtung und des Spulenträgers,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie HI-III der Abb. i,
Abb. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. i,
Abb. 5 und 6 Teilkonstruktionen, auf die des näheren erst weiter unten eingegangen werden soll, und
Abb. 7 eine besondere Ausführung des Antriebes des Spulenträgers.
In der in den Abb. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsform ist eine runde Scheibe 1 gegeben, die mit mehreren, hier z. B. mit insgesamt 12, radialen Führungsnuten 2 zur Aufnahme von ebenso vielen verschiebbaren Fadenführern versehen ist. Jeder Fadenführer besteht aus einem im wesentlichen T-förmigen Körper 3, dessen Kopf 3° mit einem Loch 4 zur Durchführung des Fadens und daneben mit einem Fortsatz 5 versehen ist. Das mit 3* bezeichnete Ende des im großen und ganzen T-förmigen Fadenführers ist selbstverständlich in die Führungsnuten 2 verschiebbar eingelagert und so, daß der Kopf nach vorn bzw. nach außen zeigt. Auf der Scheibe sind zwischen den Fadenführern ebenso viele Fadenklemm- und Schneidvorrichtungen 6, 7 vorgesehen. Die Anordnung ist so, daß jede Klemm- und Schneidvorrichtung, so wie aus Abb. 3 ersichtlich, neben den obenerwähnten Fortsatz des jeweils zugehörigen Fadenführers zu liegen kommt. Der Faden 8_ eines jeden Fadenführers ist nach Abzug von der Spule (hier nicht dargestellt) durch eine Fadenspann-Vorrichtung gezogen, auf die des näheren erst weiter unten eingegangen wird, dann durch eine ortsfeste Fadenführung 9 und schließlich durch das Loch 4 des Fadenführers hindurch vorn über den Fortsatz 5 und in die Fadenklemme 6 eingezogen. Der Fortsatz 5 besitzt eine Nut 5α, in die sich der Faden, wenn der betreffende Fadenführer sich der Zuführungsstelle nähert, hineinlegt. Die Anordnung ist nun so getroffen, daß zwischen dem Loch 4 und dem Fortsatz des Fadenführers eine gewisse Fadenlänge, so wie es in Abb. 3 bei χ dargestellt ist, mehr oder weniger straff gehalten und den Nadeln 10 im wesentlich tangential vorgelgt wird. Jeder der Fadenführer 3 ist mit einem Fuß 11 und auf demselben mit einer Rolle 12 versehen. Unter der drehbaren Scheibe ist eine Platte 13 angeordnet, in die eine Kurvennut 14 eingearbeitet ist. Die Kurvennut ist zur Aufnahme der eben erwähnten Rollen 12 der Fadenführer bestimmt. Der größte Teil der Nut ist zur Scheibe 1 exzentrisch. Gegenüber der Zuführungsstelle ist die Nut jedoch auswärts gezogen, und zwar so weit, wie es erforderlich ist, um einen Fadenführer in die Zuführungsstellung vor- und danach auch wieder aus der Zuführungsstellung herauszudrücken. Bei jedesmaliger Bewegung der Scheibe wird somit ein in der Zuführungsstellung befindlicher Fadenführer zurückgenommen und der nächstfolgende in die Zuführungsstellung vorgerückt.
Die drehbare Scheibe ist auf einer Welle oder Achse 15 montiert, die vertikal in einem auf der Grundplatte 17 der Maschine oder auf irgendeinem anderen stationären Teil befestigten Lager 16 gehalten ist. Die Anordnung ist hier so getroffen, daß die Enden der Fadenführer mit dem zwischen den Nadelzylindern 18 vorhandenen freien Raum im wesentlichen auf gleicher Höhe liegen (s. hierzu Abb. 1). So wie jeder Fadenführer in die Zufuhrungsstellung bewegt wird, wird er mit seinem Ende dicht an die Nadeln 10 herangerückt, so daß die schon eingangs erwähnte Fadenlänge im wesentlichen tangential vorgelegt und zwischen die Haken und die sich schließenden Zungen der nach unten in die Abschlagsstellung gehenden Nadeln gelegt wird. Indem die Nadeln die erwähnte Fadenlänge aufnehmen, ziehen sie das Fadenende aus der Fadenklemme, die zur gleichen Zeit geöffnet werden mag, heraus.
Jede Fadenschneidvorrichtung 7 wird nach Bedarf unmittelbar durch einen Nocken ig geöffnet und geschlossen. Der Nocken 19 ist auf der Scheibe 20 gebildet, die auf der ebenfalls schon erwähnten Welle oder Achse oberhalb der rotierenden Scheibe 1 befestigt ist. Die dazuehörige Fadenklemme wird für gewöhnlich mit einer Feder 21 geschlossen gehalten und durch die Schneidvorrichtung geöffnet, sobald letztere geöffnet wird. Eigens zu diesem Zweck ist an der Fadenklemme ein Fortsatz 22 angebracht und das Schneidmesser unter diesen Fortsatz gesetzt. Der Nocken 19 ist so angeordnet, daß, wenn der eine Fadenführer in Stellung gebracht wird, die Fadenklemm- und Schneidvorrichtung des jeweils vorangehenden Fadenführers noch kurze Zeit, d.h. so lange offen gehalten wird, bis
einige wenige Nadeln beide Fäden aufgenommen haben. Erst nachdem das geschehen, soll der Nocken die betreffende Fadenklemm- und Schneidvorrichtung zum Abschneiden und Einklemmen des aus der Zuführungsstellung herausgenommenen Fadens in Tätigkeit setzen. Dem Zungenwächter A oder einem anderen geeigneten Maschinenteil ist ein federgesteuertes Hakenglied 23 (Abb. 6) angelenkt und so, daß sein eigentlicher Haken 23° den aus der Zuführungsstellung herauszunehmenden Faden 8a faßt, um ihn so lange noch gegen die Nadeln zu halten, bis der nachfolgende Fadenführer in Stellung gebracht ist. Auf diese Weise ist die Gewähr gegeben, daß beide Fäden noch von einigen wenigen Nadeln, so wie oben erwähnt, aufgenommen werden und der ausscheidende Faden nicht zu früh von den Nadeln fortgenommen wird. Sobald der einzurückende Fadenführer in die Zuführungsstellung kommt, erfaßt er das Hakenglied und drückt es entgegen der Wirkung seiner Feder in eine unwirksame Stellung so lange, bis der nächste Fadenwechsel vor sich geht.
Die Scheibe 1 kann mit radialen Nuten o. dgl. für den Eingriff einer Klinke 24 versehen werden. Es sitzt diese Klinke an einem Hebel 25, der um die Achse der Scheibenwelle schwingbar ist. In der dargestellten Ausführung soll die erwähnte Klinke in die Führungsnuten 2 eingreifen. Der Hebel 25 ist durch einen Lenker 26 und einen Winkelhebel 27 mit einer federgesteuerten Stoßstange 28 verbunden, die neben einem Hebel 29 gelagert ist, mit demselben jedoch für gewöhnlich außer Eingriff gehalten wird. Der Hebel 29 wird durch einen Nocken 30 dauernd in Schwingung gehalten. Die Stange 28 wird mit dem Hebel 29 außer Eingriff gehalten durch einen federgesteuerten Hebel 31. Derselbe wird wiederum gesteuert durch ein Glied d, welches zur Auslösung der Stange 28 in gegebenen Abständen durch die Musternocken e einer Musterkette f beeinflußt wird. Die Stange 28 ist zu dem Zweck, nach ihrer Auslösung mit einer an dem Hebel 29 sitzenden Rolle 29® in Eingriff zu gelangen, mit einem Ausschnitt 280 versehen. Bei Auslösung der Stoßstange 28 wird dieselbe durch den Hebel 29 in Bewegung gesetzt und auf diese Weise die genannte Klinke zu dem schon angegebenen Zweck in Bewegung gesetzt. Eine Gegenklinke 32 verhindert mit dem Eingriff in eine Führungsnut 2, daß sich die Scheibe 1, nachdem sie durch Vermittlung der Klinke 24 gedreht worden ist, irgendwie von selbst noch weiter verdrehen kann.
Über der Scheibe 1 ist auf der oberen Platte 33 , ein Lager 34 für einen aus zwei Teilen 35, 35" zusammengesetzten drehbaren Spulenträger angeordnet. Die Teile 35, 35s sind von beiden Seiten her in das Lager eingepaßt und mit Schrauben zusammengeschlossen (die Schrauben sind hier nicht dargestellt). Der Teil 35 des drehbaren Spulenträgers ist mit radialen Armen 36 (in Abb. 4 nicht dargestellt) und mit einer Klinkenverzahnung 37 versehen, in die eine für gewöhnlich unwirksame Klinke o. dgl. eingreift. Die Klinke wird zur gegebenen Zeit wirksam, indem mit einem Nocken 39 auf einen Hebel 40 und eine federgesteuerte Stoßstange 41 gearbeitet wird. Der Nocken rotiert dauernd, und die Stange 41 wird, bevor nicht ein Fadenwechsel erfolgt, vor einer Beeinflussung von Seiten des Hebels 40 durch vom Hebel 31 gesteuerte Mittel bewahrt. Zu diesen Mitteln gehört ein Sperrhebel 42, dessen eines Ende 420 normalerweise mit einer in der Stoßstange 41 vorgesehenen Nut 41™ in Eingriff gehalten wird (s. Abb. 2 und 4). Auf diese Weise wird also die Stoßstange in unwirksame Stellung gehalten. Das andere Ende 42s des Hebels ist mit einer Schräge versehen und mit einem an dem Hebel 31 sitzenden Zapfen in Eingriff gesetzt. Wird der Hebel 31 durch das Glied d verstellt, so wird der Zapfen 43 mit Wirkung auf die Schrägfläche des Hebels 42 den letzteren aus der Nut 4ia der Stoßstange herausheben, so daß jetzt die Stoßstange unter dem Einfluß einer Feder hochgehen und durch den Hebel 40 betätigt werden kann. Die Stoßstange ist über einen Lenker 44 einem Winkelhebel 45 angeschlossen, der drehbar auf der oberen Platte 33 gelagert und mit der Klinke 38 verbunden ist. Der Hebel 40 wirkt auf eine an der Stoßstange sitzende Rolle 47 und drückt die Stoßstange nach unten. Die Bewegung der Stoßstange in der entgegengesetzten Richtung wird bewirkt durch eine Feder, die hier nicht besonders dargestellt ist. Der Nocken 39 erteilt dem Spulenträger eine verhältnismäßig langsame und gleichmäßige Bewegung.
In einer anderen in Abb. 7 dargestellten Ausführung wird die Sperrklinkenverzahnung 37° an einer Stelle von einer Klinke 48 o. dgl. angegriffen, die über einen Winkelhebel 49 und einen Lenker bzw. eine Stange 50 mit einem Fortsatz 27" des schon erwähnten Hebels 27 in Verbindung gesetzt ist (Abb. 1). Ferner ist hier auf der oberen Platte 33 eine Klinke 51 angeordnet, und zwar exzentrisch auf einer in geeigneter Weise angetriebenen vertikalen Welle 52, welche die Klinke in dauernder Hinundherbewegung hält. In der Sperrklinkenverzahnung sind abwechselnd lange und kurze Zähne vorgesehen. Es könnten auch zwischen den langen Zähnen jeweils zwei kurze Zähne vorgesehen werden. Für gewöhnlich arbeitet die dauernd in Bewegung stehende Klinke auf dem Rücken eines langen Zahnes. Sobald die drehbare Scheibe 1 in Bewegung gesetzt wird, wird auch der Spulenträger durch die Klinke 48 in Bewegung gesetzt, jedoch nur so weit, wie es erforderlich ist, um die Klinke 51 von dem Rücken des langen Zahnes
herunter und mit der nächstfolgenden Zahnlücke in Eingriff zu bringen. Es ist hier natürlich selbstverständlich, daß die beweglichen Teile entsprechend diesem Zwecke dimensioniert werden. Nachdem die Klinke 51 mit der Zahnlücke hinter dem langen Zahn in Eingriff gebracht ist, wird sie den Spulenträger je nach der gewählten Anordnung der Zähne um einen oder um zwei Schritte weiterschalten und dies so daß die vollständige Bewegung des Spulenträgers derjenigen der drehbaren Scheibe entspricht. Nach dieser Bewegung wird die Klinke 51 wieder im Leergang auf dem Rücken des nächstfolgenden langen Zahnes hin und her bewegt.
Der untere Teil 35° des Spulenträgers besitzt die schon eingangs erwähnten Fadenspannvorrichtungen, von denen je eine für einen jeden Faden vorgesehen ist. Die Anordnung der Fadenspannvorrichtungen ist radial. Es besteht jede dieser Fadenspannvorrichtungen aus einem federgesteuerten Kolben 53, der mit einer Scheibe 54 versehen und verschiebbar gelagert ist in einer ebenfalls mit einer Scheibe 56 versehenen Buchse 55. Der Faden wird zwischen den Scheiben durchgezogen. Die Scheiben wiederum werden für gewöhnlich durch eine besondere, hier nicht dargestellte Feder gegeneinandergehalten. Aufgabe dieser Fadenspannvorrichtungen ist es, den Faden zur Vorlage an den Nadeln genügend straff zu halten. An oder in Nähe der Zuführungsstelle ist eine Vorrichtung, z. B. ein schwenkbarer Finger 57 (Abb. i), vorgesehen, durch welchen jede Spannvorrichtung geöffnet werden kann, um den in die Zuführungsstellung gebrachten Faden freizugeben. Die Anordnung ist so, daß, wenn der Faden von den Nadeln abgezogen wird, jener Finger in Funktion tritt und mit seinem oberen Ende gegen das äußere Ende des Kolbens 53 wirkt, und zwar im Sinne einer Öffnung des Fadenspanners (s. hierzu Abb. 1). Der Finger 57 mag beim Hinundherstricken auch zum Aufnehmen loser Fadenteile dienen.
Die verschiedenen Fäden laufen von den Spulen durch Löcher oder Führungen 58, 59, die längs durch beide Teile 35, 35"? des Spulenträgers geführt sind, dann weiter durch die Fadenspanner und zu den auf der Scheibe 1 festsitzenden Fadenführungen 9 und von hier schließlich zu den auf der Scheibe 1 verschiebbar gelagerten Fadenführern.
Die Fadenführer decken sich, sobald sie in die Zuführungsstellung gebracht sind, mit einem im Zungenwächter A vorgesehenen Ausschnitt 60. Der Zweck ist in diesem Falle der, dem Fadenführer die Möglichkeit zu geben, den Faden so dicht wie nur möglich an die Nadeln heranzubringen.
Zur Lieferung eines Verstärkungsfadens zusammen mit irgendeinem der vom drehbaren Spulenträger aus gelieferten Fäden ist eine besondere Einrichtung vorgesehen. Es gehören zu dieser Einrichtung ein schwenkbares Glied 61 und eine Fadenklemm- und Schneidvorrichtung 62. Die Steuerung erfolgt hier durch eine Mustervorrichtung und so, daß der Verstärkungsfaden mit dem Hauptfaden in Eingriff gebracht wird.
Irgendeiner oder auch mehrere Fadenführer der drehbaren Scheibe können verwendet werden, um zwecks Plattierung mehrere Fäden zuzuführen.
Der Spulenträger kann statt koaxial zu der den eigentlichen Fadenwechsel verrichtenden Vorrichtung auch etwas exzentrisch gesetzt werden, so daß in jedem Faden bei Überführung desselben in die ZuführungssteEung jede unerwünschte Schlaffheit beseitigt wird.
Die mit dieser Erfindung geschaffene drehbare Vorrichtung zur Ausführung des Fadenwechsels gestattet die Zuführung einer größeren Anzahl Fäden und so, daß dieselben stets bestimmt und regelrecht von den Nadeln aufgenommen werden. Je nach der Zahl der verwendeten Fäden sowie je nach der Folge der Fadenwechsel können ohne weiteres und mit Plattierung oder auch ohne Plattierung horizontale Streifen bzw. Ringelmuster in den verschiedensten Variationen hergestellt werden.
Ein besonders wichtiges Kennzeichen der Erfindung liegt darin, daß eine zur Ausführung des Fadenwechsels bestimmte drehbare Vorrichtung geschaffen ist, bei welcher die Fäden den Nadeln so vorgelegt werden, daß sie von letzteren unmittelbar aufgenommen werden. Sonach unterscheidet sich die Erfindung wesentlich von Vorrichtungen älterer Bauart, bei denen noch besondere Hilfsmittel, wie z. B. platinenartige Teile o. dgl., in der Nähe des Fadenführers erforderlich sind, um die Fäden zu fassen und sie den Nadeln vorzulegen, wenn die Fadenführer sich der Zuführungsstelle nähern. In der oben und mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschriebenen Ausführung wird beim Fadenwechsel der in die Zuführungsstellung zu bringende Faden, kurz bevor der Fadenwechsel restlos durchgeführt ist, zwischen die Haken und die sich schließenden Zungen der Nadeln gelegt bzw. von den Zungen der schon in die Abschlagstellung niedergehenden Nadeln gefaßt, weshalb es zweckmäßig ist, an dieser Stelle in der Bewegung eine kleine Pause intreten zu lassen, damit der zugeführte Faden von den Nadeln und noch bevor der ausscheidende Faden abgeschnitten wird, definitiv gefaßt wird. Eigens zu diesem Zweck ist der Nocken mit einer Rast 30° versehen, durch welche die Bewegung des Hebels 29 zur gegebenen Zeit eine momentane Unterbrechung erfährt. Mit der letzten Bewegung des Hebels 29 wird die Drehung der den Fadenwechsel ausführenden
Vorrichtung zu Ende geführt und die Fadenklemm- und Schneidvorrichtung des aus der Zuführungsstellung herausgehenden Fadenführers zum Einklemmen und Durchschneiden des betreffenden Fadens in Tätigkeit gesetzt.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Fadenwechsel für Rundstrickmaschinen, bestehend aus einem
ίο mit mehreren Fadenführern und den dazugehörigen Fadenhaltemitteln versehenen Träger, der absatzweise drehbar ist, um die Fadenführer nacheinander in die Fadenzuführungsstellung rücken zu können, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Träger zwischen jedem Fadenführer und der dazugehörigen Fadenklemme ein Fadenvorleger (5) vorgesehen ist.
2. Fadenwechselvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Fadenführer aus einem im wesentlichen T-förmigen, in dem drehbaren Träger radial verschiebbaren Körper (3) und mit dem Fadenvorleger (5) aus einem Stück besteht und daß zum Vorstoßen und Zurückholen der Fadenführer eine Nockenbahn (14) vorgesehen ist.
3. Fadenwechselvorrichtung nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Verein mit dem drehbaren Träger der Fadenführer ein von diesem Träger vollkommen unabhängiger drehbarer Spulenträger angeordnet ist und daß bei Vornahme eines Fadenwechsels dem Spulenträger eine zweistufige oder ähnliche Bewegung bzw. eine Bewegung langsamer als die des drehbaren Trägers der Fadenführer zuteil wird.
4. Fadenwechselvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Drehung des Trägers der Fadenführer durch einen mustergesteuerten Hebel beeinflußt wird, der zugleich auch der Steuerung einer aus einer Klinke und einem Nocken bestehenden Vorrichtung dient, durch die dem Spulenträger eine langsame Drehung erteilt wird.
5. Fadenwechselvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Drehung des Trägers der Fadenführer auch dazu dient, dem Spulenträger eine erste Drehung zu erteilen und diese Drehung in einer oder in mehreren Stufen vollendet wird mit Hilfe eines zusätzlichen Schaltklinkengetriebes.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DES94269D 1928-10-11 1929-10-10 Vorrichtung zum Fadenwechsel fuer Rundstrickmaschinen Expired DE554327C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB682980X 1928-10-11

Publications (1)

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DE554327C true DE554327C (de) 1932-07-08

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ID=10492595

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DES94269D Expired DE554327C (de) 1928-10-11 1929-10-10 Vorrichtung zum Fadenwechsel fuer Rundstrickmaschinen

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DE (1) DE554327C (de)
FR (1) FR682980A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1133851B (de) * 1957-08-23 1962-07-26 Wildt & Co Ltd Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwaechter und mit einer Plueschvorrichtung
FR2214002A1 (de) * 1973-01-16 1974-08-09 Wildt Mellor Bromley Ltd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1133851B (de) * 1957-08-23 1962-07-26 Wildt & Co Ltd Doppelzylinder-Rundstrickmaschine mit einem feststehenden Zungenwaechter und mit einer Plueschvorrichtung
FR2214002A1 (de) * 1973-01-16 1974-08-09 Wildt Mellor Bromley Ltd

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FR682980A (fr) 1930-06-04

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