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DE1130831B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von staubfreien Granulaten gleichmaessigerKorngroesse aus Superphosphat oder Mehrnaehrstoffduengemitteln auf Superphosphatbasis - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von staubfreien Granulaten gleichmaessigerKorngroesse aus Superphosphat oder Mehrnaehrstoffduengemitteln auf Superphosphatbasis

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Publication number
DE1130831B
DE1130831B DES65554A DES0065554A DE1130831B DE 1130831 B DE1130831 B DE 1130831B DE S65554 A DES65554 A DE S65554A DE S0065554 A DES0065554 A DE S0065554A DE 1130831 B DE1130831 B DE 1130831B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
superphosphate
cylinder
rollers
fertilizer
bentonite
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES65554A
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Schauer
Fritz Fleissner
Erich Dambacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F B SILBERMANN FA
Original Assignee
F B SILBERMANN FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F B SILBERMANN FA filed Critical F B SILBERMANN FA
Priority to DES65554A priority Critical patent/DE1130831B/de
Publication of DE1130831B publication Critical patent/DE1130831B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/20Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic by expressing the material, e.g. through sieves and fragmenting the extruded length
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/20Roller-and-ring machines, i.e. with roller disposed within a ring and co-operating with the inner surface of the ring
    • B30B11/201Roller-and-ring machines, i.e. with roller disposed within a ring and co-operating with the inner surface of the ring for extruding material
    • B30B11/207Feed means
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B19/00Granulation or pelletisation of phosphatic fertilisers, other than slag
    • C05B19/02Granulation or pelletisation of phosphatic fertilisers, other than slag of superphosphates or mixtures containing them

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von staubfreien Granulaten gleichmäßiger Korngröße aus Superphosphat oder Mehrnährstoffdüngemitteln auf Superphosphatbasis Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von staubfreien Granulaten gleichmäßiger Korngröße aus Superphosphat oder Mehmährstoffdüngemitteln auf Superphosphatbasis durch Beimischung von Bentonit.
  • Es ist bekannt, pulverige oder feinkörnige Düngemittel zu granulieren, um dadurch zu erreichen, daß auf dem Acker die Nährstoffe eine gewisse Zeit als Reserve im Granulat verbleiben. Auch können Granahen beim Ausstreuen kaum vom Wind weggeweht werden, wie dies bei pulverförmigen Düngemitteln der Fall ist. Aus diesem Grunde wird granuliertes Superphosphat in gesteigertem Umfang verlangt.
  • Man weiß, daß frisches Superphosphat ohne Zusatz von Wasser und daß abgelagertes Superphosphat mit Wasserzusatz plastifiziert und granuliert werden können. Die so erzeugten Granulate sind jedoch sehr klebrig, so daß sie die Eigenschaft besitzen, sofort aneinanderzuhaften und bei längerer Ablagerung außerordentlich stark zusammenzubacken. Beim Versand müssen sie daher wieder mühevoll zerkleinert werden.
  • Um diesem Zusammenbacken der Superphosphatgranulate wirksam entgegenzutreten, wurde bereits versucht, die Granulate mit Stäubungsmitteln einzupudern. Es konnte hierbei zwar ein geringer Erfolg festgestellt werden, doch ist dieses Verfahren insbesondere zufolge der notwendigen anschließenden Trocknung unwirtschaftlich und teuer. Auch wurde schon gefunden, daß das Zusammenbacken reduziert werden kann, wenn dem Düngemittel ein schleimiger oder nicht kristallisierter Stoff beigefügt wird, der die Eigenschaft hat, sich um jedes Korn in Form einer feinen Schutzhaut zu legen. So wurde beispielsweise Ammoniumsulfonitrat einer Lösung von Ton in Wasser zugefügt. Diese Verfahren konnten sich aber nicht durchsetzen, weil sie einen zusätzlichen Arbeitsschritt erfordern und doch nur eine graduelle Verbesserung erreichen.
  • Die größte Schwierigkeit besteht jedoch darin, das gleichmäßige Granulieren von Superphosphat und dergleichen Düngemitteln technisch zu beherrschen. Man hat versucht, Superphosphat nach den bekannten Verfahren zu plastifizieren, um daraufhin das Düngemittel durch Siebe, Bohrungen oder dergleichen Öffnungen zu pressen und die einzelnen Stränge in die gewünschten Längen abzuteilen. Es hat sich dabei aber herausgestellt, daß bereits nach sehr kurzer Zeit eine Verstopfung der Düsen eintrat, wodurch die Leistung der Granuliervorrichtung sehr schnell sank und die Vorrichtung schließlich vollkommen stillgelegt werden mußte, um die Düsen zu reinigen. Besonders nachteilig erwies sich dieses Verfahren, weil Arbeitsunterbrechungen unvermeidlich waren. Das Düngemittel setzt sich in den Düsen so fest, daß es nicht mehr aus den Düsen herausgepreßt werden konnte. Es war vielmehr notwendig, die Reinigung der Düsen durch Ausbohrung vorzunehmen. Diese Arbeit nahm mehrere Tage in Anspruch.
  • Eine technisch durchführbare bekannte Lösung zum Granulieren von Superphosphat besteht darin, einzelne Superphosphatteilchen auf rotierenden Elementen, wie z. B. Tellern oder Trommeln, zusammenzuführen und zu verdichten. Derartig hergestellte Granulate besitzen jedoch außerordentlich unterschiedliche Korngrößen. Es wird aber in der Praxis verlangt, daß die Superphosphatgranulate bestimmte gleichmäßige Korngrößen besitzen müssen, um die beste Wirkung zu erzielen. Bei den bisherigen Granulierungsverfahren ist es daher notwendig, die erzeugten Granulate abzusieben, um Granulate mit etwa den gewünschten Korngrößen zu erhalten. Es entsteht dabei im allgemeinen ein sehr erheblicher Produktionsrücklauf, weil nur ein Teil der erzeugten Granulate die gewünschten Korngrößen besitzt. Überdies ist der Staubanteil durch Unterkorn bei den bisherigen Herstellungsverfahren relativ hoch.
  • Mit der Erfindung ist es gelungen, Granulate aus Superphosphat oder aus Superphosphat-Mehrnähr- stoffdüngemitteln herzustellen, die die eingangs erwähnten technischen Schwierigkeiten nicht aufweisen uqd die eine aßerurdentlich große gleichmäßige Korndaß der Staubanteil nennenswert gemäße Verfahren besteht darin da zu ber ein sonstiger montmorillonithaltider Ton in Mengen von etwa 0,5 bis 2 2°/o mit den Düngemitteln innig vermischt wird und die Plastifizierung und Granulierung des Gemisches ohne Feuchtigkeitszugabe unmittelbar darauf mit Hilfe eines Walzenpaares durchgeführt wird, welches das Gemisch zu e4pem' ndförmigen Strang verformt und diesen Strang «p die Bohrungen eines Hohlzylindermantels von innen nach außen preßt, wo die Preßlinge mittels Abstreifer abgenommen werden.
  • Als vorteilhaft hat sich die Verwendung von Natriumbentonit erwiesen.
  • Es ist zwar bekannt, phosphathaltige Düngemittel mit bestimmten Mengen von Bentonit und Dampf zu behandeln, wobei Bentonit dazu dienen soll, die Spannung der Grenzfläche der zu granulierenden Teilchen zu erhöhen. Dabei soll der Dampf den gewünschten Feuchtigkeitsgehalt geben und die Feuchtigkeit gleichmäßig im Gemenge verteilen. Derartige Granulate müssen nach erfolgter Granulierung in einem Trockner getrocknet werden, um durch die Trocknung den Überschuß an Feuchtigkeit zu beseitigen. Die Beimengung von Bentonit soll dabei in einer Größenordnung von 1/4 bis 1/Ilo erfolgen.
  • Während bei diesem vorbekannten Verfahren die Beimengung von Bentonit nur bis 0,5 °/c beträgt, wird erfindungsgemäß als Beimengung eine Menge von 0,5 bis 2 0/o Bentonit verwendet. Während bisher die Zugabe von Dampf notwendig war, wird nach der Erfindung die Zugabe von Feuchtigkeit vermieden.
  • Schließlich kommt das erfindungsgemäße Verfahren ohne die bisher notwendige Trocknung aus.
  • Bei einem anderen vorbekannten Verfahren wird ebenfalls das Beifügen von Bentonit zum Thomasmehl vorgeschlagen. Die Menge des zugesetzten Bentonits beträgt hierbei jedoch zwischen 5 und 10 ovo Darüber hinaus tritt beim Thomasmehl nicht die gleiche nachteilige Wirkung ein wie bei Superphosphatdüngemitteln, bei denen das Granulieren wegen des Zusammenbackens der Granulate außerordentlich schwierig ist.
  • Durch die Erfindung ist erkannt worden, daß bei einer ganz bestimmten Menge der Betonitzugabe ein Zustand erreicht wird, der für kurze Zeit ausreicht, ohne Wasserzugabe eine günstige Granulierung durchzuführen, deren Granulate auch später nicht mehr aneinanderhaften. Erfindungsgemäß wurde erkannt, daß diese Wirkung oberhalb einer Beimengung von 2 und unterhalb von 0,5°lo sehr stark abnimmt, so daß in diesem Bereich praktisch nicht mehr ge arbeitet werden kann. Da die vorbekannten Verfahren die Verwendung von Bentonit in Mengen, die in diesem ausgeschlossenen Bereich liegen, vorschlagen, ist gleichsam ersichtlich, daß die Wirkung der Erfindung bisher nicht hatte erzielt werden können.
  • Weiterhin ist es bekannt, ein Gemenge bereits im plastischen Zustand in die Trommel einzuführen und alsdann durch die Zylinderwandung hindurchzudrücken. Wollte man jedoch versuchen, superphosphathaltige Düngemittel auf diese Weise zu granulieren, so würde ohne die Lehre der Erfindung kein Erfolg festzustellen sein.
  • Mi der Erfindung wurde erkannt, daß die außerordentlich starke Plastifizierbarkeit von Superphosphat der wesentliche Anlaß war, daß sich die Düsen bei den bekannten Granulierverfahren nach kurzer Zeit verstopfen und das Granulieren eingestellt werden mußte. Es kam im Sinne der Erfindung daher darauf an, die Plastifizierbarkeit von Superphosphat durch Zugabe eines quellfähigen, jedoch nicht plastifizierbaren Stoffes so zu reduzieren, daß in einem ausreichend groß bemessenen Zeitraum die nachteiligen Eigenschaften des Superphosphats nicht wirksam werden können, so daß in diesem Zeitraum das Granulieren vorgenommen werden kann. Die Beimengung von Bentonit muß erfindungsgemäß die Aufgabe haben, den Wassergehalt des Superphosphatdüngemittels teilweise aufzunehmen, um ihn zum Quellen zu bringen. Durch diese Aufquellung, die sich, im ganzen gesehen, jedoch nicht in einer merkbaren Volumenvergrößerung äußert, wird es möglich gemacht, das Düngemittel geschmeidig zu halten, so daß es leicht die Düsen passieren kann. Wesentlich ist dabei, daß während dieses Quellprozesses das Granulat bereits die Granulierungsvorrichtung verläßt. Sobald die einzelnen Granulate erzeugt worden sind, beginnt im Granulat ein Schrumpfprozeß, bei dem sich die innere Struktur des Granulats erheblich ändert. Während sich beim Quellen eine Vergrößerung der Dichte zeigt, erhalten die einzelnen Superphosphatmoleküle während des Schrumpfprozesses einen größeren Abstand voneinander, so daß das einzelne Granulat porös wird. Diese Porosität wird im Sinne der Erfindung angestrebt, weil dadurch eine Beschleunigung der Aufschlämmung des Granulats in der Bodenflüssigkeit gegeben ist.
  • Die erfindungsgemäße Schrumpfwirkung besitzt aber auch für das technische Granulierverfahren selbst einen besonderen Vorteil, da dieser Schrumpfung auch diejenigen Düngemittelmengen unterliegen, die bei Arbeitspausen noch in den Düsen der Granuliervorrichtung zurückbleiben. Während des Schrumpfens verringert sich der Durchmesser des einzelnen Düngemittelstranges fast unmerklich.
  • Darüber hinaus wird durch die entstehende Porosität die Oberfläche des einzelnen Stranges stark unterbrochen, so daß sich der einzelne Strang innerhalb der Düse von selbst lockert und nur eine geringe Reibung gegenüber der Düsenwandung besitzt. Bei Wiederaufnahme der Granulierungsarbeiten braucht daher die einzelne Düse nicht gereinigt zu werden, sondern es genügt, das frisch zubereitete Düngemittel durch die Düsen zu drücken, wodurch die geschrumpften Stränge nach außen gedrückt werden.
  • Die erfindungsgemäße Bentonitbeimengung entzieht also dem Superphosphat einen Teil des Wassergehaltes. Dadurch entsteht im Füllstoff der Quellprozeß. Sobald der Quellprozeß beendet ist, wird wieder Wasser freigegeben, das jedoch verdunstet und nicht wieder von Superphosphat aufgenommen wird. Durch diesen Prozeß hat das granulierte Düngemittel die Plastifizierbarkeit von Superphosphat verloren, so daß die Granulate auch nicht mehr zusammenbacken können und deshalb auch nicht mehr mit Trennmitteln eingestäubt zu werden brauchen.
  • Ein weiteres besonders vorteilhaftes Merkmal der erfindungsgemäß hergestellten Düngemittelgranulate besteht darin, daß die Granulate im Durchmesser äußerst genau und gleichmäßig hergestellt werden können, da der Schrumpfprozeß sich vorwiegend in einer Gefügeänderung äußert und lediglich eine kaum spürbare Reduzierung des Granulatdurchmessers bedingt. Durch die Gefügeänderung wird ein hartes und poröses Granulat erzeugt, welches sich gegenüber den bisher bekannten Supeephosphatgranulaten ohne die erfindungsgemäße Beimengung von Bentonit durch eine wesentlich erhöhte Druckfestigkeit auszeichnet. Es ist beispielsweise festgestellt worden, daß sich bei der Überprüfung der Druckfestigkeit von gleich großen Körpern aus dem erfindungsgemäß granulierten Düngemittel und dem vorbekannten granulierten Düngemittel eine Druckfestigkeitserhöhung von etwa 20 bis 25 °/c ergab.
  • Es hat sich aber auch gezeigt, daß durch die Zugabe der erfindungsgemäßen Beimengung von Bentonit wesentliche chemische Vorteile erzielt werden können. So wurde beispielsweise festgestellt, daß durch die erfindungsgemäße Beimengung von Bentonit und durch das Pressen des Düngemittels der Anteil an ammoncitratlöslicher Phosphorsäure sofort um etwa 1 °/o steigt. Weiterhin hat es sich erwiesen, daß durch die erfindungsgemäße Zugabe von Bentonit die wasserlösliche Phosphorsäure im Düngemittel nicht angegriffen wird. Wie bereits erwähnt, erfolgt durch das erfindungsgemäße Verfahren eine Re duzierung des Wassergehaltes im Superphosphat um etwa 2°/o. Auch hat sich gezeigt, daß der Gehalt an freier Säure im Superphosphat nach der Plastifizierung sofort um etwa 2 0/o zurückgeht.
  • Im Sinne der Erfindung wurde weiterhin erkannt, daß zur Erzielung unterschiedlich langer Auflösungszeiten der Granulate der Gehalt an Betonit im Düngemittel innerhalb der anget,ebenenZusatzmengenvariiert werden kann, dergestalt, daß bei kurzer Auflösungszeit der Gehalt an Bentonit niedrig und bei langer Auflösungszeit der Gehalt hoch bemessen wird. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich also eine Proportionalität zwischen der zugefügten Bentonitmenge einerseits und der Löslichkeit des granulierten Düngemittels andererseits.
  • Es wurde beispielsweise festgestellt, daß die Löslichkeit einer bestimmten Menge Superphosphatgranalien in einer bestimmten Menge Wasser unter gleichmäßiger Ausschüttelung, beispielsweise 10 g SuperphosphatgranulatemitBentonitzusatz in 500 ccm Wasser, folgendes Ergebnis im Vergleich zu den bisherigen ohne Bentonit hergestellten Tellergranulaten brachte:
    Granulat Aufschlämm-
    Durchmesser zeit
    mm Minuten
    Tellergranulat . .. 1 bis 5 510
    Preßgranulate mit
    12/o Bentonit . . .. 3,3 90
    Preßgranulate mit
    1,52/o Bentonit . .. 3,3 120
    Preßgranulate mit
    20/o Bentonit . . . 3,3 165
    Die raschere Löslichkeit wird durch die Porosität der Bentonit-Superphosphat-Granulate hervorgerufen.
  • Im Sinne der Erfindung hat es sich schließlich als vorteilhaft erwiesen, den Zeitraum zwischen der Bentonitzugabe und der Granulierung geringer als 1 Stunde zu bemessen. Wählt man hingegen den Zeitraum größer, so besteht die Gefahr, daß im noch nicht granulierten Düngemittel der Schrumpfprozeß bereits beginnt, so daß danach die Granulierung wesentlich erschwert wird. Ebenso erweist es sich als vorteilhaft, die Beimengung nicht wesentlich über 2 ovo zu steigern, da sonst dem Superphosphat zuviel Wasser entzogen wird, was zu einer schlechteren Plastifizierbarkeit des Düngemittels führen würde.
  • Wie die Zeichnung zeigt, wird das Düngemittel nach erfolgter Zugabe des Bentonits mit Hilfe von Walzen 1, 2 in eine Bandform 3 gepreßt und anschließend sofort durch düsenartige Bohrungen 4 eines Hohlzylindermantels 5 hindurchgepreßt. Ein wesentlicher Gegenstand der Erfindung ist ferner die Granuliervorrichtung, bei der innerhalb eines rotierenden Hohlzylinders 5 mindestens ein Walzenpaar 1, 2 angeordnet ist, dessen eine Walze 1 die Innenwand des Hohlzylinders 5 berührt. Die Walzenpaare 1, 2 sind erfindungsgemäß so gelagert, daß das Düngemittel 6 aus einem oberhalb der Walzen 1, 2 befindlichen Vorratsbehälter 7 zwischen die Walzen 1, 2 gelangt, zu einem Band 3 gepreßt und gegen die Zylinderinnenwand 5 gefördert wird, welche das Band 3 in Richtung der einzelnen tangierenden Walzen 1 mitnimmt, wo das gepreßte Düngemittel 3 durch im Zylindermantel 5 vorgesehene Bohrungen 4 nach außen durchgedrückt wird.
  • Man hat es zwar technisch in der Hand, das Düngemittel von außen durch die Zylinderwandung hindurchzupressen. Dabei besteht aber die Schwierigkeit, die in großer Menge anfallenden Granulate aus dem Zylinder abzuführen. Aus diesem Grunde wird die Zuführung der angerichteten Düngemittelmasse in den Innenraum des Zylinders vorgenommen und im Innenraum die Plastifizierung und sofort anschließend die Granulierung durchgeführt.
  • Es besteht hierbei die Möglichkeit, das einzelne Plastifizierungswalzenpaar 1, 2 im unteren Teil des Zylinderinnenraumes vorzusehen, wobei die mit dem ZylinderS tangierende Walze 1 etwas tiefer als die andere Walze liegt. Der Zylinder 5 und die tangierende Walze 1 besitzen die gleiche Drehrichtung, so daß das Düngemittelband 3, das von den Plastifizierungswalzen 1, 2 erzeugt und gefördert wird, von der Zylinderinnenwand 5 mitgenommen und in den Zwischenraum zwischen Zylinderinnenwand und tangierender Plastifizierungswalze gefördert wird. Diese tangierende Plastifizierungswalze drückt sodann das plastifizierte Düngemittel durch die Öffnungen 4 im Zylindermantel 5. Je nach der Geschwindigkeit des Zylinders 5 oder/und der Plastifizierungswalzen 1, 2 ragen die einzelnen Stränge 8 des durch die Düsen 4 gedrückten Düngemittels eine genau definierte Strecke über die Außenwand des Zylindermantels 5 hinaus, wo sie von einem Abstreifer 9 abgedrückt und auf Lager genommen werden.
  • Nach einer Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung wird die Drehzahl des Zylinders 5 oder/ und des Walzenpaares 1, 2 vornehmlich stufenlos geregelt. Nach einer weiteren Ausführungsform ist beim Abstellen der Maschine im Inneren des Zylinders 5 ein Abstreifer 10 vorgesehen, der das an der Innenwandung des Zylinders 5 anliegende Düngemittel ab streift. Hierbei kann dieser Innenabstreifer 10 so angeordnet sein, daß das abgestreifte Düngemittel wieder zu denPlastifizierungswalzen 1, 2 gelangt.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß der Staubanteil bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kaum spürbar ist.
  • Er liegt unter 0,25 ovo und stellt lediglich den Abrieb dar. Darüber hinaus sind die einzelnen Granulate von so gleichmäßiger Korngröße, daß sie nicht mehr abgesiebt zu werden brauchen.
  • Um eine Änderung des Durchmessers der Granulate herbeiführen zu können, empfiehlt es sich erfindungsgemäß schließlich, die Düsen im Zylinder in Form besonderer Büchsen, vornehmlich aus gebrannten keramischen Stoffen, auszubilden, die in vorbereitete Bohrungen des Zylinders eingedrückt werden Wenn eine Düse schadhaft ist, braucht somit nicht der gesamte Zylinder ausgetauscht zu werden, sondern es genügt, eine neue Düse einzusetzen.
  • Darüber hinaus kann mit Hilfe dieser Düsen der Hohlzylinder umgerüstet werden. Dieses gelingt dadurch, daß sämtliche keramischen Düsen einen gleichen Außendurdhmesser, jedoch unterschiedliche Innendurchmesser besitzen, so daß lediglich durch Auswechslung der Düsen mit unterschiedlichen Durchmessern die Umrüstung durchgeführt zu werden braucht. Überdies empfiehlt es sich, die einzelne Düse austrittsseitig mit einer konischen Erweiterung, insbesosndere mit einer Ansenkung zu versehen.
  • Schließlich ist im Sinne der Erfindung zu erwähnen, daß die chemische Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Beimengung von Bentonit in weiten Grenzen variiert werden kann. Es hat sich im besonderen auch die Verwendung von Montmorillonit oder anderem montmorillonithaltigen Ton als vorteilhaft erwiesen. Im Sinne der Erfindung sind aber auch diejenigen Beimengungsstoffe geeignet, mit deren Hilfe es möglich ist, die Plastifizierbarkeit von Superphosphat zu reduzieren und während des Granulierens eine Quellung herbeizuführen, um anschließend eine Schrumpfung zu bewirken, mit deren Hilfe es möglich ist, das geschrumpfte Düngemittel aus den Düsen des Granulierzylinders herauszudrücken.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1 Verfahren zur Herstellung von staubfreien Granulaten gleichmäßiger Korngröße aus Superphosphat oder Mehrnährstoffdüngemitteln auf Superphosphatbasis durch Beimischung von Bentonit, dadurch gekennzeichnet, daß Bentonit oder ein sonstiger montmorillonithaltiger Ton in Mengen von etwa 0,5 bis 20/0 mit den Düngemitteln innig vermischt wird und die Plastifizierung und Granulierung des Gemisches ohne Feuchtigkeitszugabe unmittelbar darauf mit Hilfe eines Walzenpaares durchgeführt wird, welches das Gemisch zu einem bandförmigen Strang verformt und diesen Strang durch die Bohrungen eines Hohlzylindermantels von innen nach außen preßt, wo die Preßlinge mittels Abstreifer abgenommen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Beimengung Natriumbentonit verwendet wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines rotierenden Hohlzylinders mindestens ein Walzenpaar angeordnet ist, dessen eine Walze die Innenwand des Hohlzylinders berührt und beide Walzen so gelagert sind, daß das Düngemittel aus einem oberhalb der Walzen befindlichen Vorratsbehälter zwischen die Walzen gelangt, zu einem Band gepreßt und gegen die Zylinderinnenwand gefördert wird, welche das Band in Richtung der einzelnen tangierenden Walze mitnimmt, wo das plastifizierte Düngemittel durch im Zylindermantel vorgesehene Bohrungen nach außen durchgedrückt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Zylinders oderiund des einzelnen Walzenpaares vornehmlich stufenlos regelbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anordnung eines auf die Zylindermantelaußenfiäche einwirkenden Abstreifers zum Abbrechen des Granulats.
  6. 6 Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anordnung eines auf die Zylindermantelinnenfiäche einwirkenden Abstreifers, mit dessen Hilfe das abgestreifte Düngemittel den Walzen wieder zugeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 689 602; französische Patentschriften Nr. 864 503, 757 814, 743086,734518,730613; französische Zusatzpatentschrift Nr. 47 369.
DES65554A 1959-10-24 1959-10-24 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von staubfreien Granulaten gleichmaessigerKorngroesse aus Superphosphat oder Mehrnaehrstoffduengemitteln auf Superphosphatbasis Pending DE1130831B (de)

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