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DE1130511B - Hall-Stromgenerator - Google Patents

Hall-Stromgenerator

Info

Publication number
DE1130511B
DE1130511B DEA36471A DEA0036471A DE1130511B DE 1130511 B DE1130511 B DE 1130511B DE A36471 A DEA36471 A DE A36471A DE A0036471 A DEA0036471 A DE A0036471A DE 1130511 B DE1130511 B DE 1130511B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plasma
electrodes
current
generator
hall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA36471A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard John Rosa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Avco Corp
Original Assignee
Avco Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US18033A external-priority patent/US3091709A/en
Application filed by Avco Corp filed Critical Avco Corp
Publication of DE1130511B publication Critical patent/DE1130511B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K44/00Machines in which the dynamo-electric interaction between a plasma or flow of conductive liquid or of fluid-borne conductive or magnetic particles and a coil system or magnetic field converts energy of mass flow into electrical energy or vice versa
    • H02K44/08Magnetohydrodynamic [MHD] generators

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Plasma Technology (AREA)

Description

  • Hall-Stromgenerator Die Erfindung bezieht sich auf einen magnetogasdynamischen Generator (nachstehend abgekürzt MGD-Generator bezeichnet) und insbesondere auf einen Generator der erwähnten Art, bei dem Hall-Ströme zur Leistungserzeugung verwendet werden.
  • Im wesentlichen erzeugen MGD-Generatoren elektrische Leistung durch die Bewegung eines elektrisch leitenden Mediums relativ zu einem Magnetfeld. Das verwendete Medium ist gewöhnlich ein elektrisch leitendes Gas, das von einer Hochtemperatur- und Hochdruckquelle stammt. Aus dieser Quelle strömt das Medium durch den Generator, so daß es infolge seiner Bewegung relativ zum Magnetfeld eine Spannung zwischen gegenüberliegenden Elektroden innerhalb des Generators erzeugt. Das Gas kann zu einer Austrittsstelle, welche einfach die Außenluft sein kann, abgeleitet werden. In weiter ausgebauten Systemen kann das Gas zu einem Rückgewinnungssystem abgeleitet werden, das eine Pumpeinrichtung zur Rückführung des Gases zur Quelle aufweist.
  • Es können mehrere verschiedene Gase verwendet werden, beispielsweise kann das Gas einfach Luft sein oder aus inerten Gasen, wie Helium oder Argon, bestehen. Zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit können die Gase auf eine hohe Temperatur erhitzt und mit einer Substanz versetzt werden, die leicht bei den hohen Betriebstemperaturen des Generators ionisiert wird. Zum Versetzen kann Natrium-, Kalium-, Caesium- oder ein Alkalimetalldampf verwendet werden. Unabhängig von dem verwendeten Gas und der Art der Versetzung bilden die erhaltenen Gase ein Gemisch von Elektronen, positiven Ionen und neutralen Atomen, das zweckmäßig als »Plasma« bezeichnet wird.
  • Bei einem MGD-Generator üblicher Art strömt Plasma durch ein Magnetfeld, welches senkrecht zur Richtung der Plasmaströmung gerichtet ist. Die Bewegung des elektrisch leitenden Plasmas relativ zu dem Magnetfeld erzeugt eine EMK, die sowohl zur Strömungsrichtung des Plasmas als auch zum Magnetfeld senkrecht ist, wobei der Strom quer zum Feld zwischen gegenüberliegenden Elektroden an den Seiten des Generators fließt. Bei einem solchen Generator findet eine Trennung von positiven und negativen elektrischen Ladungen über die Länge des Plasmastroms statt, wodurch ein Spannungsgradient, der als die »Hall-Spannung« bekannt ist, erzeugt wird, welcher die Längszirkulation des Stromes innerhalb des Generators fördert. Bei einem MGD-Generator üblicher Art verursachen solche Längsströme Energieverluste, welche für den Betrieb des Generators nachteilig sind, so daß verschiedene Anordnungen entwickelt wurden, um ihre Bildung zu verhindern. Es ist jedoch möglich, einen MGD-Generator zu bauen, bei dem die Hall-Spannung, wie dies bei der Erfindung der Fall ist, ausgenutzt werden kann.
  • Gemäß der Erfindung ist bei einem Hall-Stromgenerator, bei dem ein Plasmastrom als sich durch ein Magnetfeld bewegender Leiter verwendet wird, eine erste Elektrodenanordnung vorgesehen, die sich in elektrischem Kontakt mit dem Plasma zur Aufnahme desjenigen elektrischen Stroms befindet, der quer zum Plasmastrom fließt und durch die Bewegung des Plasmas relativ zum Magnetfeld erzeugt wird, ferner eine zweite Elektrodenanordnung in elektrischem Kontakt mit dem Plasma zur Aufnahme desjenigen zusätzlichen elektrischen Stroms, der in Längsrichtung durch das Plasma fließt und durch einen Hall-Spannungsgradienten erzeugt wird, der innerhalb des Plasmas infolge einer durch den erwähnten Querstromfluß verursachten Trennung elektrischer Ladungen hervorgerufen wird.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäßen Generators sind ein Kanal und ein zur Achse dieses Kanals senkrechtes Magnetfeld vorgesehen. Durch die Bewegung des Plasmas durch den Kanal und das Magnetfeld wird eine EMK zwischen den gegenüberliegenden Elektroden induziert, die miteinander verbunden sind, um die Stromzirkulation aufzunehmen, die sowohl quer zum Magnetfeld als auch zur Richtung der Plasmaströmung verläuft. Die Endelektroden, d. h. die ersten und letzten Elektroden über die Länge des Kanals, sind mit einer äußeren Last verbunden, wodurch eine Zirkulation des Hall-Stroms in Längsrichtung durch das Plasma und den Lastkreis ermöglicht wird. Die Anordnung der Elemente ist nicht nur ziemlich einfach und wirksam, sondern setzt auch die Wärmeverluste und die inneren Reibungsverluste auf ein Mindestmaß herab, wie nachstehend erläutert wird. Ferner vereinfacht die Geometrie die Erzeugung eines starken Magnetfeldes durch den Kanal des Generators. Zur Unterscheidung dieser Generatorbauart von einem MGM-Generator üblicher Art wird sie nachstehend als »Hall-Stromgenerator« bezeichnet.
  • Aus dem Vorangehenden ergibt sich, daß ein Hauptziel der Erfindung in der Schaffung eines verbesserten Hall-Stromgenerators besteht.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Hall-Stromgenerators, der elektrische Leistung von hoher Spannung mit hohem Wirkungsgrad erzeugen kann.
  • Weitere Ziele der Erfindung bestehen in der Schaffung eines Generators, der gekennzeichnet ist durch a) verringerten Wärmeverlust an die unmittelbare Umgebung; b) verringerte innere Reibungsverluste; c) ein starkes Magnetfeld über ein beträchtliches Volumen des Generators.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben, und zwar zeigt Fig. 1 eine schematische Darstellung eines MGM-Generators üblicher Art und Fig.2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Hall-Stromgenerators.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung werden die Hauptgrundsätze von MGM-Generatoren vorausgeschickt. Wie gezeigt, weist der Generator nach Fig. 1 einen sich verjüngenden, allgemein mit 1 bezeichneten Kanal auf, in den ein elektrisch leitendes Plasma von hoher Temperatur und hohem Druck, wie durch den Pfeil 2 angegeben, eingeleitet wird und aus dem es, wie durch den Pfeil 3 angegeben; austritt. Der Druck am Auslaß des Kanals ist niedriger als an seinem Einlaß, so daß sich das Plasma mit hoher Geschwindigkeit durch den Kanal bewegt, wie durch den Pfeil 4 angegeben. Durch eine geeignete Wahl der Druckdifferenz und der Gestalt des Kanals kann erreicht werden, daß das Plasma sich durch den Kanal mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit bewegt, was für den Betrieb des Generators wünschenswert, wenn auch nicht notwendig ist. Der Kanal ist außen von einem kontinuierlichen elektrischen Leiter in Form einer Wicklung 5 umgeben, der ein in einer Richtung fließender elektrischer Strom von einer beliebigen Stromquelle oder vom Generator selbst zugeführt werden kann. Durch das Fließen eines elektrischen Stromes durch die Wicklung wird ein Magnetfluß durch den Kanal erzeugt, der zur Richtung der Plasmaströmung und zur Ebene des Zeichnungspapiers senkrecht ist.
  • Innerhalb des Kanals sind einander gegenüberliegende Elektroden 6 und 7 vorgesehen. Diese Elektroden können sich längs der Innenseite des Kanals par- i allel zur Richtung der Plasmabewegung erstrecken und können, einander gegenüberliegend, auf einer zur Richtung der Plasmabewegung und des Magnetflusses senkrechten Achse angeordnet sein. Durch die hohe Geschwindigkeit der Bewegung des elektrisch leitenden Plasmas wird eine in einer Richtung wirkende EMK zwischen den Elektroden induziert, wie durch die Pfeile 8 angedeutet. Die Elektroden 6 und 7 sind durch Leiter 9 mit einer Last 10 verbunden, durch welche elektrischer Strom unter dem Einfluß der zwischen den Elektroden induzierten EMK fließt.
  • Da Elektronen leichter sind als Ionen und daher eine höhere Beweglichkeit haben, führen sie im allgemeinen den größten Teil des Stromes in einem MGM-Generator. Da die durch das Magnetfeld ausgeübten Kräfte auf die Stromträger ausgeübt werden, nehmen die Elektronen natürlich die meisten der infolge ihrer Bewegung im Magnetfeld entstehenden Kräfte auf.
  • Wie erwähnt, wird zwischen den Elektroden durch das Querprodukt der Geschwindigkeit des Plasmas und des Magnetfeldes ein Elektronenstrom induziert. Das Magnetfeld wirkt auf den Strom und erzeugt eine Kraft, welche das Bestreben hat, die Bewegung der Elektronen in Längsrichtung des. Kanals mit dem Rest des Plasmas zu verzögern. Da die Ionen andererseits eine viel größere Masse haben als die Elektronen, nehmen sie bei ihrer Bewegung im Magnetfeld nur kleine Kräfte auf, und es besteht bei ihnen die Neigung, daß sie mit dem Plasma unterstromseitig mitgenommen werden. Es findet daher eine Trennung der Ladungen statt, die zur Erzeugung eines elektrischen Feldes in Längsrichtung des Kanals führt. Dieses Längsfeld wird häufig als »Hall-Feld« bezeichnet, da die hierbei auftretenden Erscheinungen ähnlich denjenigen sind, die zu dem sogenannten »Hall-Effekt« führen, der vor einiger Zeit in festen Leitern beobachtet wurde. Die mit dem »Hall-Feld« verbundene Spannung kann als »Hall-Spannung« bezeichnet werden.
  • Die auf die Elektronen wirkenden Kräfte werden durch sie auf den Rest der Plasmateilchen durch Zusammenstöße übertragen. Ferner wird die Bewegung der Plasmateilchen durch Zusammenstoß mit den Ionen verzögert, welche, obwohl sie mit dem Rest des Plasmas unterstromseitigmitgenommen werd'en, durch das elektrische Feld gehalten werden, das zwischen ihnen und den oberstromseitigen Elektronen besteht. Durch die Überwindung der aus Zusammenstößen mit den Ionen und Elektronen entstehenden Kräfte leistet das Plama Arbeit. Dies ist ein Verhalten, wie es in einer Vorrichtung zur Erzeugung elektrischer Leistung zu erwarten ist.
  • Der Gedanke der Ausnutzung der Hall-Spannung in einem Generator ist, generell gesehen, nicht neu: die USA.-Patentschrift 2 210 918 beschreibt eine frühe Form eines Hall-Generators. Bei der in der genannten Patentschrift beschriebenen Vorrichtung treten jedoch hohe Verluste sowohl durch innere Reibung als auch thermische Verluste wegen des hohen Verhältnisses der Oberfläche zum Volumen des ringförmigen Strömungskanals auf, durch welchen das Arbeitsmedium hindurchtritt. Wenn berücksichtigt wird, daß die elektrische Leitfähigkeit des Mediums von seiner hohen Temperatur abhängt, ergibt sich ohne weiteres, daß eine nach der vorerwähnten USA.-Patentschrift gebaute Vorrichtung durch hohe Wärmeverluste infolge der verhältnismäßig großen Oberflächen gekennzeichnet ist. Ferner ist eine Ringformgeometrie eine schwierige Geometrie zur Erzeugung eines starken Magnetfeldes über ein beträchtliches Volumen, das von entscheidender Bedeutung für den praktischen Generatorbetrieb ist. Wie nachstehend erläutert wird, wurde durch die Erfindung eine neuartige Generatorform geschaffen, bei der die vorerwähnten Nachteile nicht vorliegen.
  • Bei dem in Fig. 2 dargestellten Hall-Stromgenerator ist ein sich verjüngender Kanal 11 vorgesehen, in den bei 12 ein elektrisch leitendes Plasma von hoher Temperatur und mit hohem Druck eingeleitet wird und aus dem das Plasma bei 13 austritt. Wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Generator ist benachbart dem Generator eine kontinuierliche Wicklung 14 vorgesehen, durch die Strom von einer beliebigen Quelle üblicher Art oder vom Generator selbst fließen kann, um einen Magnetfluß durch den Kanal senkrecht zur Richtung der Plasmaströmung und zur Ebene des Zeichenpapiers zu erzeugen. An der oberen und an der unteren Wand des Kanals ist von diesen elektrisch isoliert eine Anzahl Elektroden befestigt. Diese können in gegenüberliegenden Paaren längs Achsen angeordnet sein, die sowohl zur Richtung der Plasmaströmung als auch zum Magnetfluß senkrecht sind. Die gegenüberliegenden Elektroden sind mit der gleichen Bezugsziffer bezeichnet, wobei sich die einzelnen Elektroden durch den Zusatz eines Buchstabens zur Zahl voneinander unterscheiden. Beispielsweise sind die Elektroden 15 a und 15 b auf gegenüberliegenden Seiten des Kanals ähnlich wie die Elektroden 16a, 16b bis 23a, 23b angeordnet. Die einander jeweils gegenüberliegenden zwei Elektroden können durch elektrische Leiter 24 bis 32 miteinander verbunden sein. Die Endpaare der Elektroden 15 a, 15b und 23a, 23b können als »Endelektroden« bezeichnet werden und sind über Leitungen 33 mit einer Last bzw. mit einem Verbraucher 34 verbunden.
  • Wie erwähnt, tritt eine Ladungstrennung und ein Spannungsgradient in Längsrichtung der Plasmaströmung auf. Das Vorhandensein des Gradienten ist durch das Pluszeichen 35 unterstromseitig und das Minuszeichen 36 oberstromseitig des Plasmas angezeigt. Die Spannungsdifferenz zwischen dem unterstromseitigen und dem oberstromseitigen Bereich der Plasmaströmung kann mehrere tausend Volt in einem offenen Stromkreis (Leitung 33 von der Last 34 getrent) betragen.
  • Der Stromfluß j" parallel zur Plasmaströmung, der durch die strichpunktierten Linien 40 in Fig. 2 angedeutet ist, kann aus der folgenden Gleichung bestimmt werden: wobei = skalare Leitfähigkeit des Plasmas, S2 = arr, <o = Zyklotronfrequenz der Elektronen in Radian je Sekunde, = mittlere Laufzeit der Elektronen zwischen Zusammenstößen mit Plasmateilchen in Sekunden, B = Stärke des Magnetfeldes, E, = Spannungsgradient zwischen Elektroden quer zur Plasmaströmung, E, = Hall-Spannungsgradient in Längsrichtung durch die Plasmaströmung, u = makroskopische Geschwindigkeit der Plasmaströmung (die Werte für oi und z für ein gegebenes Plasma werden durch die Verwendung der Richtlinien berechnet, die in »Physics of Fully Ionized Gases« von Lyman Spitzer, jr., Interscience Publishers, Inc., 1956, und in anderen einschlägigen Standardwerken gegeben sind).
  • Hierbei ist zu erwähnen, daß, wenn der Querelektronenstrom nicht fließen kann (d. h. wenn sich die gegenüberliegenden Elektroden in einem offenen Stromkreis befinden), die Elektronen nicht verzögert werden und das Hall-Feld nicht in Erscheinung tritt. Durch die in dem Gas fließenden Ströme ausgedrückt, ist das Hall-Feld wobei j". der Längs- oder »Hall«-Strom und j,, der Quer- oder »Leitungs«-Strom ist. Es kann nun verhindert werden, daß jz nach an anderer Stelle beschriebenen Verfahren fließt und Leistung über den Strom j,, entnimmt, in welchem Falle das Hall-Feld Ex lediglich dazu dient, die Übertragung @,xB-Kräfte von den Elektronen auf die Ionen (und damit auf die neutralen Plasmateilchen) zu unterstützen. Andererseits kann zugelassen werden, daß j, frei fließt (Lastwiderstand Null quer zur »y«-Richtung), so daß das maximale Hall-Feld erhalten wird, und dann Leistung dadurch entnommen werden, daß man den Hall-Strom gegen das Hall-Feld fließen läßt, wobei dieser Strom über eine unterstromseitige Elektrode entnommen, durch die Last geleitet und zur oberstromseitigen Elektrode zurückgeführt wird.
  • Wegen der Jouleschen Erwärmung, die zu dem Produkt aus dem Quadrat des Stromflusses und dem Kehrwert der Leitfähigkeit des Plasmas proportional ist, ist es zweckmäßig, den Generator mit einer verhältnismäßig hohen Hall-Spannung und einem verhältnismäßig geringen Stromfluß zu betreiben. Für einen hohen Wirkungsgrad müssen die Bedingungen zu einem großen Hall-Effekt führen, d. h., (o" müssen groß, vorzugsweise größer als 3 sein.
  • Durch die Anordnung der Elektroden an den entgegengesetzten Seiten eines im wesentlichen zylindrischen Kanals und die Verbindung der Last mit den Endelektroden kann eine Grundform erzielt werden, die einen hohen Wirkungsgrad ergibt, was in der Hauptsache dadurch erreicht wird, daß der Wärmeverlust durch die Außenwände des Kanals auf ein Mindestmaß herabgesetzt ist. Dies ist die Folge der idealen Gestaltung eines Generators der beschriebenen Art, bei welchem sich die Strömungsquerschnittfläche durch den Kanal einem Kreis annähert und das Länge-Durchmesser-Verhältnis kleiner als 20:1, vorzugsweise kleiner als 10: 1 gemacht werden kann. Auf diese Weise ist der Oberflächenbereich des Generatorkanals für eine gegebene Massenströmung des Plasmas auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Die Bedeutung der Herabsetzung des Wärmeübergangs durch die Wände auf ein Mindestmaß wird sofort erkennbar, wenn berücksichtigt wird, daß das Plasma dem Generator mit einer Temperatur von vorzugsweise über 3100° C zugeführt wird.
  • Zur Aufnahme ebener Elektroden ist es zweckmäßig, einen Kanal von rechteckiger Gestalt zu verwenden, was im Rahmen der Erfindung ohne weiteres möglich ist.
  • Die im wesentlichen rohrförmige Gestalt des Kanals vereinfacht die Erzeugung eines starken Magnetfeldes quer zur Richtung der Plasmaströmung. Im Gegensatz zu einer Ringform können die Magnetfeldwicklungen leicht parallel zu und längs der gesamten Länge des Kanals angeordnet werden, um ein starkes Feld über das volle Innenvolumen des Kanals zu erzeugen. Wie in Verbindung mit der Beschreibung des MGD-Generators üblicher Art erläutert, wird durch die Bewegung des elektrisch leitenden Plasmas relativ zum Magnetfeld eine EMK zwischen den gegenüberliegenden Elektroden erzeugt. Die diese Elektroden verbindenden Leiter bilden geschlossene Stromkreise, so daß Strom quer zum Kanal zwischen den Elektroden fließen kann. Dieser Strom verursacht eine Elektronenbewegung und eine Hall-Spannung in der bereits beschriebenen Weise. Die Relativbewegung von Elektronen entgegengesetzt zur Bewegung der Plasmaströmung und gegen das verzögernde elektrische Feld infolge des Lastwiderstandes ergibt die gewünschte Generatorwirkung.
  • Wegen des Spannungsabfalls an den Elektroden ist der Siromfluß quer zum Generator nicht völlig unbehindert. Wenn jedoch die in der Plasmaströmung zwischen den gegenüberliegenden Elektroden entwickelte EMK im Vergleich zum Elektrodenspannungsabfall groß ist, wird der Widerstand geringfügig. Es kann dies dadurch erreicht werden, daß die Plasmageschwindigkeit u und das Magnetfeld B groß gemacht werden, da die erzeugte EMK quer zur Gasströmung eine Funktion dieser Größen ist. Die EMK zwischen den Elektroden ist ebenfalls eine Funktion des Abstandes zwischen den Elektroden, der verhältnismäßig groß gehalten werden soll. Auf diese Weise kann eine EMK in der Größenordnung von 1000 Volt erzielt werden, und da der Gesamtspannungsabfall für beide Elektroden klein gemacht, beispielsweise in der Größenordnung von 10 bis 20 Volt gehalten werden kann, können die Elektrodenverlus-te vernachläsigbar gemacht werden.
  • Infolge des Umstandes, daß die Leistung aus dem Generator durch die Endelektroden entnommen wird und daß der Strom in Längsrichtung durch den gesamten Querschnitt der Plasmaströmung fließt, ist es möglich, die Endelektroden in Form von Ringen auszubilden, wie schematisch durch die gestrichelten Linien 37 und 38 angedeutet. Wenn ringförmige Elektroden verwendet werden, können die Leitungen 24 und 32 weggelassen werden, da der Strom aus der Plasmaströmung zu allen Teilen der Ringelektroden und damit zur Leitung 33 fließen kann.
  • Obwohl der Einfachheit halber in Fig. 2 ein linearer Generator gezeigt ist, d. h. ein Generator, bei welchem der Kanal durch lineare Elemente begrenzt ist, ist es für den Fachmann ohne weiteres möglich, dem Kanal innerhalb des Rahmens der Erfindung eine gekrümmte Gestalt zu geben. Selbst bei einem gekrümmten Kanal ist es möglich, ein optimales Verhältnis der Länge zum Durchmesser zu erzielen.
  • Obwohl Hall-Ströme bei einem MGD-Generator üblicher Art als nachteilig betrachtet werden können, ist es durch die Anwendung der durch die Erfindung gegebenen Lehren möglich, einen brauchbaren Generator zu bauen, bei welchem die Hall-Ströme eine nutzbare Leistung erzeugen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hall-Stromgenerator, bei dem ein Plasma-Strom als sich durch ein Magnetfeld bewegender Leiter verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Elektrodenanordnung (16a, 16b bis 22a, 22b) vorgesehen ist, die sich in elektrischem Kontakt mit dem Plasma zur Aufnahme desjenigen elektrischen Stroms befindet, der quer zum Plasmastrom fließt und durch die Bewegung des Plasmas relativ zum Magnetfeld erzeugt wird, und eine zweite Elektrodenanordnung (37, 38 oder 15a, 15 b, 23 a, 23 b) vorgesehen ist, die sich in elektrischem Kontakt mit dem Plasma zur Aufnahme desjenigen zusätzlichen elektrischen Stromes befindet, der in Längsrichtung durch das Plasma fließt und der durch einen Hall-Spannungsgradienten erzeugt wird, der innerhalb des Plasmas infolge einer durch den erwähnten Querstromfluß verursachten Trennung der elektrischen Ladungen hervorgerufen wird.
  2. 2. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Elektrodenanordnung durch eine Vielzahl von Elektroden gebildet wird, die in Abständen längs eines sich im wesentlichen in Längsrichtung erstzeckenden Kanals (11) für die Plasmaströmung angeordnet sind.
  3. 3. Generator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Vielzahl von Elektroden der ersten Elektrodenanordnung in gegenüberliegenden Paaren auf Achsen angeordnet ist; die im wesentlichen senkrecht sowohl zur Richtung der Plasmaströmung als auch zum Magnetfeld sind, wobei die Elektroden jedes gegenüberliegenden Paares miteinander elektrisch verbunden sind.
  4. 4. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Elektrodenanordnung durch mindestens eine Endelektrode (37 oder 23 a) gebildet wird, die oberstromseitig des Bereiches angeordnet ist, in welchem der erwähnte Querstrom fließt, und durch mindestens eine Endelektrode (38 oder 15 a), die unterstromseitig des erwähnten Bereiches angeordnet ist.
  5. 5. Generator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oberstromseitige und die unterstromseitige Endelektrode miteinander durch eine Last (34) elektrisch verbunden sind, so daß sie durch den Hall-Strom erregt werden.
  6. 6. Generator nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet; daß ein Paar (15 a, 15 b; 23 a, 23 b) der Endelektroden an jeder der erwähnten Stellen angeordnet ist, wobei die Elektroden jedes Paares gegenüberliegend und elektrisch miteinander verbunden sind.
  7. 7. Generator nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Endelektrode (37, 38) ringförmig ist.
DEA36471A 1960-03-28 1961-01-11 Hall-Stromgenerator Pending DE1130511B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1130511XA 1960-03-28 1960-03-28
US18033A US3091709A (en) 1960-03-28 1960-03-28 Hall current generator

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1130511B true DE1130511B (de) 1962-05-30

Family

ID=26690651

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA36471A Pending DE1130511B (de) 1960-03-28 1961-01-11 Hall-Stromgenerator

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1130511B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1223037B (de) * 1963-04-26 1966-08-18 Licentia Gmbh Magnetohydrodynamischer Generator
DE1228709B (de) * 1964-01-25 1966-11-17 Siemens Ag Magnetohydrodynamischer Energiewandler

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DE1223037B (de) * 1963-04-26 1966-08-18 Licentia Gmbh Magnetohydrodynamischer Generator
DE1228709B (de) * 1964-01-25 1966-11-17 Siemens Ag Magnetohydrodynamischer Energiewandler

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