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DE102006056052B4 - Planar-helischer Undulator - Google Patents

Planar-helischer Undulator Download PDF

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DE102006056052B4
DE102006056052B4 DE102006056052A DE102006056052A DE102006056052B4 DE 102006056052 B4 DE102006056052 B4 DE 102006056052B4 DE 102006056052 A DE102006056052 A DE 102006056052A DE 102006056052 A DE102006056052 A DE 102006056052A DE 102006056052 B4 DE102006056052 B4 DE 102006056052B4
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planar
helical
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undulator
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Bernd Lott
Matthias Eisele
Max Beckenbach
Pauline Dipl.-Phys. Leys
Marion Dr. Dipl.-Phys. Kläser
Theo Dr. Dipl.-Phys. Schneider
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Karlsruher Institut fuer Technologie KIT
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Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
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Priority to EP07846613A priority patent/EP2095695A1/de
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Abstract

Planar-helischer Undulator zur elektrisch vollständig um 360° variierbaren Polarisierung der aus ihm emittierten Photonenstrahlung:
bestehend aus:
zwei gleichartigen, gestreckten Spulen, die sich mit ihrer jeweiligen Spulenachse längs einer Achse, der Undulatorachse, spiegelbildlich gegenüber liegen und in einer Ebene, der Achsenebene, angeordnet sind, wobei je Spule zwei Sektionen äquidistant mit einer Periodenlänge λb aneinander gereihter Wicklungen, einer helischen und einer planaren Sektion, vorgesehen sind, wobei die Wicklungen einer Sektion elektrisch zueinander in Reihe liegen und derart mit Strom beaufschlagt werden, dass die Magnetfeldachsen aufeinander folgender Wicklungen einer Sektion zueinander entgegengesetzt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass:
ein Wicklungsgrund, der den Boden einer jeden Wicklungskammer einer Sektion bildet, konvexe Gestalt hat und die Stelle oder der Bereich im Wicklungsgrund mit dem größten Krümmungsradius der Undulatorachse mittig zur Achsenebene am nächsten liegt,
die beiden Sektionen einer Spule unterschiedliche Anzahlen an Wicklungskammern haben und die Sektion mit der kleineren Anzahl Wicklungskammern...

Description

  • Die Erfindung betrifft einen planar-helischen Undulator zur elektrisch variierbaren und bezüglich der Undulatorlänge abschnittsweise unterschiedlichen Polarisierung der aus ihm emittierten Photonenstrahlung.
  • Der Undulator ist eine Lichtquelle, die polarisierte Strahlung abgibt. Er ist hierzu entlang einer, bzw. um eine Beschleunigerstrecke positioniert. Der Undulator wirkt mit dem achsnahen Bereich seines Magnetfelds auf den durchlaufenden, elektrisch geladenen Teilchenstrom ein. Der Teilchenstrom wechselwirkt aufgrund seiner Geschwindigkeit v → im Undulatorbereich mit dem Undulatormagnetfeld B → gemäß der Beziehung v → × B →, einer ablenkenden Feldstärke, bzw. einer auslenkenden Kraft, der Lorentzkraft F →L = e(v → × B →). Undulatoren werden insbesondere für die Erzeugung kurzwelliger elektromagnetischer Strahlung, überwiegend Röntgenstrahlung, in Synchrotronen eingesetzt. Die Strahlachse der vom Undulator emittierten Photonenstrahlung ist tangential zur Teilchenstrahlachse.
  • Inder DE 103 58 225 B3 wird ein Undulator und ein Verfahren zu dessen Betrieb beschrieben. In der Beschreibungseinleitung dieser Schrift wird der Stand der Technik ausführlich abgehandelt und der physikalische Gedanke zum Aufbau eines speziellen Undulators, der aus mindestens zwei Baugruppen besteht, ausführlich abgehandelt. Der beschriebene Undulator erzeugt mit seinem Magnetfeld und dem durch dieses tretenden Teilchenstrom Synchrotronstrahlung, wobei jeder Teilundulator ein supraleitendes Material umfasst, das bei der Beaufschlagung mit einem Strom ein Undulatorfeld erzeugt, das senkrecht zur Richtung des Stroms angeordnet ist, und das supraleitende Material in den einzelnen Teilundulatoren derart angeordnet ist, dass die von den Teilundulatoren erzeugten Undulatorfelder nicht paral lel zueinander stehen. Neben der Erläuterung des physikalischen Bauprinzips wird eine Undulatorspule mit zwei gleich langen Sektionen, einer eingeschoben planaren und einer umgebenden helischen Sektion vorgestellt.
  • In dem wissenschaftlichen Bericht FZKA 6997 des Forschungszentrums Karlsruhe GmbH ist von U. Schindler ein supraleitender planar-helischer Undulator mit elektrisch umschaltbarer Helizität insbesondere in dem Kapitel 4 Supraleitende Undulatoren beschrieben. Eine Spule des Undulators geht aus der andern durch Klappung um 180° um die Undulatorachse hervor. Mit diesem planar-helischer Undulator kann Röntgenstrahlung mit elektrisch variierbarer Polarisierung erzeugt werden. Er hat folgenden Aufbau:
    Zwei gleichartigen Spulen liegen sich bezüglich der Undulatorachse, die im Einbau ein Teil der Synchrotronstrahlachse bildet, äquidistant gegenüber und haben gleichen Abstand zur Undulatorachse. Eine Spule besteht aus zwei Sektionen, einer helischen und einer planaren Sektion, wovon die planere Sektion in die helische eingeführt und darin positioniert ist. Die Sektionen bestehen aus je einem Spulenkörper aus nichtmagnetischem Material, in den ebene Wicklungskammern um die Spulenachse eingefräst sind. Die planare Spulenkörperachse fällt mit der helischen Spulenkörperachse zusammen, beide bilden die bzw. liegen auf der Spulenachse.
  • Die planaren Wicklungskammern sind senkrecht von der Spulenachse, die helischen Wicklungskammern gleichartig unter einem Winkel 45° von der helischen Spulenachse durchdrungen. Die Abstände der aufeinander folgenden Wicklungskammern, die bauliche Periodenlänge λb, sind in beiden Spulenkörpern gleich. Die Undulatorachse und die Spulenachsen sind zueinander parallel und liegen in einer Ebene, der Achsenebene.
  • Der Boden einer jeden Wicklungskammer, der Wicklungsgrund, ist konvex, speziell kreisförmig bei der eingeschobenen planaren Sektion. Die Stelle im Wicklungsgrund mit dem größten Krümmungsradius oder der Bereich mit dem größten Krümmungsradius bei der helischen Sektion liegt der Undulatorachse mittig zur Achsenebene am nächsten. Die beiden Sektionen einer Spule sind so zueinander positioniert, dass eine planare und umfassende helische Wicklungskammer am gleichen axialen Ort sich in der Achsenebene zweimal windschief kreuzen und sich mit ihrem zur Undulatorachse jeweils nächstliegenden Bereich am nächsten kommen, wobei dort der Krümmungsradius der Wicklungskammer aus der eingeführten Sektion höchsten gleich dem Krümmungsradius der Windungskammer der umfassenden Sektion ist und die beiden Wicklungskammerebenen einen Winkel α = 45° bilden.
  • Eine Sektion besteht aus einem Ein- und Ausgangsbereich für den Wicklungsdraht auf der Mantelfläche im einen Stirnbereich und aus einer Wicklungsdrahtverbindung auf der Mantelfläche im andern Stirnbereich, dazwischen befindet sich der Wicklungskammerbereich, wobei eine Sektion aus einem Stück ist oder bei kleiner Wicklungskammeranzahl aus den beiden Stirnbereichen oder bei größerer Wicklungskammeranzahl aus den beiden Stirnbereichen und mindestens einem dazwischen liegenden Kammerbereich besteht, wobei die mindestens zwei Sektionsteile über axiale Verbindungselemente sektionsbildend miteinander verbunden sind.
  • Der Wicklungsdraht ist ein normaler elektrischer Leiter oder ein technischer Supraleiter. Mit ihm ist eine Sektion unter ständiger, vorgegebener Zugspannung im stets gleichen Wicklungssinn folgendermaßen bewickelt:
    Ein erstes Stück Wicklungsdraht verläuft vom Wicklungsdrahteingang formschlüssig einliegend über die Mantelfläche zum Wicklungsgrund der ersten Wicklungskammer und unterquert diese formschlüssig einliegend. Er durchschneidet dann den Mantel zur folgenden, zweiten Wicklungskammer zum Wicklungsgrund und ist darin hoch gewickelt. Von dort durchschneidet der Wicklungsdraht den Mantel zur folgenden, dritten Wicklungskammer, verläuft dort zum Wicklungsgrund und unterquert diesen formschlüssig einliegend. Weiter durchschneidet er den Mantel zum Wicklungsgrund der folgenden, vierten Wicklungskammer und ist darin gleichsinnig wie zuvor hoch gewickelt. In dieser Manier bis zur letzten geradzahligen Wicklungskammer, von der aus er, wenn diese die letzte Wicklungskammer ist, hoch gewickelt zur Wicklungsdrahtverbindung führt, oder, wenn die letzte Wicklungskammer eine ungeradzahlige ist, über einen letztmalige Unterquerung in dieser zu der Wicklungsdrahtverbindung führt.
  • Ein zweites Stück Wicklungsdraht verläuft vom Wicklungsdrahtausgang formschlüssig einliegend über die Mantelfläche zum Wicklungsgrund der ersten Wicklungskammer und ist darin gleichsinnig wie in den geradzahligen Wicklungskammern hoch gewickelt. Er durchschneidet dann den Mantel zur zweiten Wicklung, überquert diese, durchschneidet dann den Mantel zur dritten Wicklungskammer auf den Wicklungsgrund und ist darin gleichsinnig wie zuvor hoch gewickelt. Dann durchschneidet er den Mantel zur vierten Wicklungskammer, überquert diese, durchschneidet dann den Mantel zur fünften Wicklungskammer auf den Wicklungsgrund und ist darin hoch gewickelt. In dieser Manier bis zur letzten geradzahligen Wicklungskammer, von der aus er die geradzahlige Wicklung überquert und zur Wicklungsdrahtverbindung führt. Die Unter- und Überführungen sowie die Leiteranschlüsse und Leiterverbindungen liegen in dem der Undulatorachse abgewandten Bereich der Spulenkörper. Durch die Verbindung der beiden Wicklungsdrahtstücke liegen die Wicklungen elektrisch zueinander in Reihe, erzeugen aber bei Bestromung Magnetfelder, deren aufeinander folgende Magnetfeldachsen entgegengesetzt verlaufen, im Fall der helischen Sektion entgegengesetzt parallel. Die Wicklungszahl in den Wicklungskammern einer Sektion ist konstant.
  • Des Weiteren sind Mittel vorhanden, mit denen die Beträge der Ströme, die das supraleitende Material in den einzelnen Teil-Undulatoren beaufschlagen, unabhängig voneinander eingestellt werden können, wodurch das resultierende Undulatorfeld, das sich aus der Überlagerung der von den Teil-Undulatoren erzeugten Undulatorfelder ergibt, die Polarisationsrichtung der Synchrotronstrahlung festlegt, wozu ein erster Teilundulator so angeordnet ist, dass dessen erstes Undulatorfeld im Wesentlichen senkrecht zur Richtung des Teilchenstroms steht, und ein zweiter Teilundulator so angeordnet ist, dass dessen zweites Undulatorfeld eine von Null verschiedene Komponente sowohl in Richtung des ersten Undulatorfelds als auch in diejenige Richtung, die im Wesentlichen senkrecht zur Richtung des ersten Undulatorfelds und im Wesentlichen senkrecht zur Richtung des Teilchenstroms steht, aufweist.
  • Das technische Problem ist die Herstellung eines Undulators und damit die Realisierung der Wicklungen eines solchen Undulators. Insbesondere mit supraleitenden Undulatoren können lokal hohe Magnetfeldstärken und starke Feldgradienten erreicht werden, mit denen ein sicherer Betrieb ohne Degradation und spontanen Übergang von der Supraleitung in die Normalleitung, der Quench-Effekt bzw. das Quenchen, möglich ist.
  • Die in der DE 103 58 225 B3 beschriebene Physik stellt die Aufgabe, einen Undulator aus elektromagnetischen Baukomponenten bereitzustellen, mit dem nur über die Veränderung des Stromes in den das Undulatormagnetfeld erzeugenden Leiterabschnitten und nicht über mechanisch/örtlich bewegte Undulatorbereiche die angestrebte Polarisation des aus dem Undulator emittierten Lichts eingestellt werden kann. Für die die rein lineare, zirkulare, im Allgemeinen elliptische Polarisierung ist in dem oben zitierten wissenschaftlichen Bericht FZKA 6997 die technische Lösung mit konstruktiven Details der Spulenkörper be schrieben und gezeigt. Dieser planar-helische Undulator kann je nach Stromeinstellung in den beiden Spulen aber nur eine der drei aufgeführten Polarisierungen des emittierten Lichtstrahls mit einer elektrisch eine vollständig um 360° variierbaren Polarisierung der aus ihm emittierten Photonenstrahlung bewirken. Eine abschnittsweise unterschiedliche Polarisierung ist damit technisch nicht zu erreichen.
  • Aus dieser zwingenden Festlegung nur einer Art der Polarisierung ergibt sich die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt. Es soll einerseits eine technische Lösung eines planar-helischen Undulators angegeben werden, mit dem ebenfalls entweder nur die lineare oder nur die zirkulare oder nur die elliptische Polarisierung eingestellt werden kann, andrerseits aber auch die technische Lösung eines planar-helischen Undulators angegeben werden, mit dem der emittierte Lichtstrahl, das Synchrotronlicht aus dem Undulator, abschnittsweise unterschiedlich polarisiert auftritt. Dabei sollen die das Magnetfeld erzeugenden Einrichtungen des Undulators in bekannter Weise aus elektrisch normalleitenden, insbesondere supraleitenden solenoidalen Wicklungen bestehen. Ebenfalls sollen im Falle der Verwendung von Supraleitern die Randbedingungen zur Herstellung von supraleitenden Spulen eingehalten werden. Das sind wenigstens: geeignete Supraleiter, geeignete Spulenkörper, elektrische Isolation des Wickelkörpers, Leiterführung in den Wickelkammern, Leiterführung am Spulenein- und -ausgang, Leiterführung in den Überquerungen, Spulenein- und -ausgang, Überstiege, Lorentzkräfte, Quenchsicherheit.
  • Die Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 beschriebene Baustruktur gelöst. Die Lösungsmerkmale sind folgende:
    Ein Wicklungsgrund, der den Boden einer jeden Wicklungskammer einer Sektion bildet, hat konvexe Gestalt. Die Stelle oder der Bereich im Wicklungsgrund mit dem größten Krümmungsradius liegt der Undulatorachse mittig zur Achsenebene am nächsten.
  • Die beiden Sektionen einer Spule haben unterschiedliche Anzahlen an Wicklungskammern und die Sektion mit der kleineren Anzahl Wicklungskammern ist völlig im Längsbereich der längeren Sektion positioniert. Die Windungszahl aufeinander folgender Wicklungen einer Sektion ist konstant oder ändert sich bezüglich der Sektionsmitte symmetrisch. Die Anzahl an Wicklungskammern der planaren Sektion ist >= 2 und die Anzahl der Wicklungskammern der helischen Sektion einer Spule ist >= 2 und geradzahlig.
  • In den Unteransprüchen sind Teile an möglichen Ausführungsformen oder mögliche Ausführungsformen beschrieben, die einen vorteilhaften Aufbau mit sich bringen. Nach Anspruch 2 besteht der Undulator aus supraleitenden Spulen. Nach Anspruch 3 besteht er aus normalleitenden Spulen.
  • Nach Anspruch 4 sind die beiden gleichen Sektionen des Undulators elektrisch in Reihe miteinander geschaltet und an jeweils eine, unabhängig von der andern betreibbare Stromversorgung angeschlossene. Die insgesamt vier Sektionen des planar-helischen Undulators sind an jeweils eine, unabhängig von den andern betreibbare Stromversorgung angeschlossen (Anspruch 5).
  • Beim planar-helischen Undulator nach Anspruch 6 hat die Spule der helischen Sektion weniger Wicklungen als die planare und die helische Sektion umgibt die planare oder die planare Sektion die helische, wodurch entlang des Undulators ein linearer Polarisierungsbereich besteht, der im Bereich der helischen Sektion ein im Allgemeinen elliptischen oder im Speziellen einen linearen, um 90° verdrehten Polarisierungsbereich hat.
  • Beim planar-helischen Undulator nach Anspruch 7 hat die Spule der helischen Sektion mehr Wicklungen als die planare und die helische Sektion umgibt die planare oder die planare Sektion die helische, wodurch entlang des Undulators ein elliptischer Polarisierungsbereich besteht, der im Bereich der planaren Sektion ein im Allgemeinen weiteren elliptischen oder im Speziellen einen linearen Polarisierungsbereich hat.
  • Im Falle zweier gleich langer Sektionen einer Spule und kreisringförmiger Wicklungskammern der planaren Sektion sowie jeweils konstanter Wicklungszahl in beiden Sektionen ist die planare Sektion um die helische Sektion positioniert. Ebenfalls im Falle gleich langer Sektionen einer Spule ist in mindestens einer Sektion einer Spule die Windungszahl in den Wicklungskammern nicht konstant. Sie ändert sich dann aber über die Länge der Sektion zur ihrer Sektionsmitte symmetrisch. Für diesen Fall kann sich die planare Sektion auch in der helischen Sektion befinden oder umgekehrt, die planare Sektion umgibt die helische.
  • Im Falle zweier ungleich langer Sektionen ist die Windungszahl in den Wicklungskammern konstant oder ist in mindestens einer Sektion der Spule die Windungszahl in den Wicklungskammern nicht konstant, ändert sich aber über die Länge der Sektion zu ihrer Sektionsmitte symmetrisch. Hierbei ist eingeschlossen, dass die kürzere Sektion zusammenhängend ist und damit aus einem Abschnitt im Längsbereich der langen Sektion besteht. Es können im Längsbereich der langen Sektion auch kurze Sektionen aufeinander folgen, dies aber nur, wenn die lange Sektion im Vergleich zu einer kurzen Sektion sehr lang ist. Bei nur einer kurzen Sektion sind dann drei Polarisierungsabschnitte, und zwar zwei gleiche, die durch einen verschiedenen Polarisierungsabschnitt unterbrochen werden, erzeugbar. Bei mehreren kurzen Sektionen ist die Folge gleicher Polarisierung entsprechend der Anzahl kurzer Sektionen durch eine im Allgemeinen andere Polarisierung unterbrochen.
  • Das durch die jeweilige planare Sektion der beiden Spulen des planar-helischen Undulators entlang und um die Undulator- /Strahlachse erzeugbare Magnetfeld, das senkrecht zu dieser Achse steht, hat im Verlauf der Undulatorachse einen periodischen, sinusartigen Verlauf, d. h. zwischen zwei aufeinander folgenden Wicklungskammern liegt ein Magnetfeldmaximum und am Wicklungskammermittelpunkt ist das dort davon erzeugte Magnetfeld null, bzw. dieses Magnetfeld macht dort entlang der Undulatorachse einen Richtungsumkehr. Durch die jeweilige helische Sektion der beiden Spulen des planar-helischen Undulators wird entlang und um die Undulator-/Strahlachse ein Magnetfeld senkrecht zur Strahlachse erzeugt, das einen planaren Anteil des Magnetfeldes hat und damit, wie oben erläutert, periodisch ist, und einen dazu und zur Strahlachse weiteren Feldanteil hat, der entlang der Strahlachse ebenfalls periodisch, jetzt aber cosinusartig verläuft, d. h. zwischen zwei aufeinander folgenden helischen Wicklungskammern gibt es einen Nulldurchgang und damit ein Richtungswechsel des durch die aufeinander folgenden helischen Wicklungskammern erzeugten helischen Feldanteils. Unter Einbeziehung der jeweiligen planaren Magnetfeldanteile an der einen und andern Stirn der beiden planeren und helischen Sektionen des Undulators, die jeweils eine 90°-Polarisierung bewirken, wird ersichtlich, dass für eine volle 360°-Polarisierung die Anzahl an Wicklungskammern der planaren Sektion >= 2 und die Anzahl der Wicklungskammern der helischen Sektion ebenfalls >= 2 sein muss. Dabei kann die Anzahl an Wicklungskammern der planaren Sektion aufgrund des sinusförmigen Magnetfeldverlaufs geradzahlig oder ungeradzahlig sein, weil in jedem Fall ein entlang der Strahlachse durch den Undulator fliegendes elektrisch geladenes Teilchen eine vollständige Kompensation/Neutralisierung seiner durch das Undulatormagnetfeld erfahrenen Bahnstörungen erfährt.
  • Für die Anzahl an Wicklungskammern der helischen Sektion besteht die Einschränkung, dass sie wegen des erzeugten cosinusförmigen Magnetfeldverlaufs immer geradzahlig sein muss. Es müssen sich nämlich die Bahnstörungsanteile durch die beiden helischen Stirnfelder kompensieren/neutralisieren, d. h. diese beiden Feldanteile müssen im Gegensatz zum sinusförmigen Magnetfeldverlauf zueinander entgegen gesetzte Richtung haben, da die Bahnstörungsanteile durch den helischen Magnetfeldanteil zwischen Ein- und Ausgang des planar-helischen Undulators im Gegensatz zu den Bahnstörungen durch den planaren Feldanteil stets kompensiert/neutralisiert werden, selbst bei einer ungeradzahligen Anzahl. Zur planar-helischen Magnetfeldsituation sei hier auf den oben zitierten wissenschaftlichen Bericht FZKA 6997 des Forschungszentrums Karlsruhe GmbH insbesondere auf das Kapitel 4 hingewiesen, in dem das planar-helische Undulatormagnetfeld ausführlich abgehandelt wird.
  • Der planar-helische Undulator ist auf zweierlei Weise darstellbar. Er entsteht durch Klappen der einen Undulatorspule um 180° um die Strahl- bzw. Undulatorachse. Damit wird er durch zwei zueinander identische Spulen mit planarer und helischer Sektion hergestellt. Die andere Darstellung ist die zur Undulatorachse symmetrische Lage der einen Spule zur andern. Diese Situation lässt sich aber nicht mehr mit zwei zueinander identischen Spulen sondern nur noch mit zwei gleichartigen jedoch nicht baugleichen Spulen realisieren, weil dann die helische Sektion in der einen Spule spiegelbildlich zur Spulenachse der andern Spule liegt. Beim Aufbau des planar-helischen Undulators ist auf die Bestromung der beiden helischen Sektion derart zu achten, dass die notwendige Magnetfeldaddition zwischen den beiden Spulen zustande kommt, um einen helischen Magnetfeldanteil des Undulatorfeldes zu erhalten. Die gespiegelte helische Sektion ist zur Erzeugung des Magnetfeldes gegenüber der geklappten helischen Sektion entgegengesetzt vom Strom durchflossen. Die technisch einfachere Lösung des planar-helischen Undulator ist der Aufbau aus zwei zueinander identischen Spulen.
  • Die Positionierung der beiden Spulen des planar-helischen Undulators zueinander kann ebenfalls auf zweierlei Weise geschehen, nämlich einerseits die beiden Spulen des Undulators sind mechanisch nicht miteinander gekoppelt und sind damit einzeln in ihrer Umgebung justiert verankert (siehe hierzu auch US 5,079,458 ). Andrerseits sind beide Spule unter Aufrechterhaltung eines Durchlassbereichs für den durchtretenden, elektrisch geladenen Teilchenstrahl bzw. den Elektronenstrahl auf Maß mechanisch miteinander gekoppelt, so dass der planar-helische Undulator als Gesamtes bezüglich der Strahlachsenbahn justiert ist.
  • Das Spulenkörpermaterial ist dielektrisch und/oder metallisch, wobei ein Spulenkörper je nach Aufbau aus dem einen oder dem andern oder einer Kombination aus Spulenkörperteilen besteht. An dieser Stelle sei wieder auf den wissenschaftlichen Bericht FZKA 6997, insbesondere 4.4.Technische Umsetzung sowie A.4. Technische Zeichnungen, hingewiesen, aus denen beispielhaft konstruktive Details zum Spulenkörper und zur Bewicklung zu entnehmen sind.
  • Der Wicklungsdraht hat runden, üblicherweise kreisrunden oder rechteckigen Querschnitt mit vorgegebenem Aspektverhältnis. Im letzteren Fall kann der Leiter für die Wicklung in der Wicklungskammer sogar ausgeprägt bandförmig sein. Der Wicklungsdraht ist elektrisch normal leitend, eventuell auch nur der Kontakt am Wicklungseingang, Wicklungsausgang und der Wicklungsdrahtverbindung. Eine andere Leiterart ist ein technischer Supraleiter. Hierbei kommen nach – als technischer Supraleiter ein monolithscher Multifilamentleiter oder ein Seilleiter oder ein Kabelleiter in Betracht (siehe auch CCLRC Rutherford Appleton Laboratory, „Development of a Superconducting Helical Undulatpor for a Polarised Positron Source", Workshop an Positron Sources for the Interantional Linear Collider, Daresbury Laboratory, 11–13 April 2005), wobei der Supraleiter beispielsweise aus NbTi oder NbXTi oder MgB ist. Auch kann nur der Kontakt am Wicklungseingang, Wicklungsausgang und der Wicklungsdrahtverbindung supraleitend oder normal leitend sein. Die Wicklung des Wicklungsdrahtes in einer Wicklungskammer ist mindestens einlagig und mindestens einleiterig. Pro Lage einer Wicklung liegt wenigstens ein Leiter. Bei rein bandförmiger Wicklung (pancake) ist das ohnehin der Fall.
  • Für ein ausgeprägtes Undulatormagnetfeld entlang und um die Strahl-/Undulatorachse liegen der Wicklungseingang, -ausgang, die Wicklungsdrahtverbindung, die Unterquerung am Boden der Wicklungskammer und die Überquerung der Wicklung in einer Wicklungskammer in dem der Undulatorachse abgewandten Bereich, d. h. die durch die Unter- und Überführung des Wicklungsdrahtes/-bandes beeinflusste Ausbildung des Magnetfelds dort hat keinen Einfluss auf das Undulatormagnetfeld.
  • Die beiden planaren Sektionen sind im Betrieb vom gleichen Strom I2 durchflossen und die Stromrichtung in den bezüglich der Undulatorachse einander gegenüberliegenden planaren Wicklungen beim Durchdringen der Achsenebene ist gleich. Das wird an besten durch eine elektrisch entsprechende Hintereinanderschaltung der beiden planaren Sektionen erreicht. Entsprechend sind die beiden helischen Sektionen im Betrieb vom gleichen Strom I1 durchflossen und die Stromrichtung in den bezüglich der Undulatorachse einander gegenüberliegenden helischen Wicklungen beim Durchdringen der Achsenebene ist gleich. Bei einer modifizierten Variante sind die beiden helischen Sektionen im Betrieb vom gleichen Strom I1 durchflossen, und die Stromrichtung in den bezüglich der Undulatorachse einander gegenüberliegenden helischen Wicklungen ist beim Durchdringen der Achsenebene entgegengesetzt.
  • Wenn eine der beiden Spulen durch Klappung der andern um 180° um die Undulator-/Strahlachse darstellbar ist und der planar- helischen Undulator derart konstruiert ist, wird über die Einstellung der beiden Sektionsströme I1 und I2 eine von der jeweiligen Sektionslänge abhängige, im Allgemeinen elliptische Polarisierung der vom Undulator emittierten Photonenstrahlung erreicht, wobei die elliptische Polarisierung durch Stromeinstellung zirkular, bzw. zur einer linearen Polarisierung entartet werden kann. Hat der planar-helisch Undulator einen Bereich bzw. Bereiche mit nur planaren Sektionen, also dort ein rein planarer Undulator ist, wird dort ein Photonenstrahl mit nur linearer Polarisierung erzeugt. Umgekehrt: einen Bereich oder Bereiche mit nur helischer Sektion erzeugt oder erzeugen einen Photonenstrahl mit im Allgemeinen elliptischer Polarisierung.
  • Wenn eine der beiden Spulen durch Spiegelung der andern an der Ebene durch die Undulator-/Strahlachse (siehe hierzu auch US 5,079,458 A ), die senkrecht zur Achsenebene ist, darstellbar ist und damit zumindest abschnittsweise ein planar-helischer Undulator ist, wird abhängig von der Stromrichtung durch die jeweilige helische Sektion entweder eine lineare Polarisierung der vom Undulator emittierten Photonenstrahlung oder eine im Allgemeinen elliptische Polarisierung der vom Undulator emittierten Photonenstrahlung erzeugt.
  • Die sektionsabhängige Polarisierung ist in dem oben zitierten wissenschaftlichen Bericht FZKA 6997 für die Situation gleicher Sektionslängen, innen liegender Planarsektion mit kreisrunden Wicklungskammern und jeweils konstanter Windungszahl in den Wicklungskammern der beiden Sektionen ausführlich beschrieben und damit auf die Abschnitte des planar-helischen Undulators mit beiden Sektionen direkt übertragbar. Abschnitte des planar-helischen Undulators mit nur den beiden planaren Sektionen erzeugen dort Licht mit nur linearer Polarisierung. Umgekehrt: Abschnitte des planar-helischen Undulators mit nur den beiden helischen Sektionen erzeugen dort Licht mit im Allgemeinen elliptischer Polarisierung.
  • Im Gegensatz zum Stande der Technik kann mit diesem planar-helischen Undulator ein Lichtstrahl erzeugt werden, der abhängig von den Sektionslängen und den Sektionsströmen unterschiedliche Polarisierung aufweist, bei gleichen Sektionslängen natürlich nur elliptische Polarisierung im Allgemeinen wie schon im Stande der Technik beschriebenen Fall. Die ungestörte Divergenz des Lichtstrahls aus dem Undulator begrenzt die Undulatorlänge insgesamt.
  • Die Erfindung des planar-helischen Undulators mit gleichen oder unterschiedlichen Sektionslängen in den beiden Spulen wird im Folgenden anhand der Zeichnung für den Fall unterschiedlicher Sektionslängen erläutert. Dabei wird insbesondere der Fall der helischen Sektion mit der, wie erklärt, notwendigen geradzahligen Anzahl an Wicklungskammern und der beliebig ganzzahligen Anzahl, wenn nur >= 2, beispielsweise ungeradzahligen Anzahl an Wicklungskammern in der planaren Sektion hervorgehoben. Alle andern möglichen, beanspruchten Bauformen des planar-helischen Undulators lassen sich daraus ersehen. Es werden folgende Figuren vorgestellt:
  • 1 planar-helische Spule mit teilweise umgebender helischer Sektion;
  • 2 durch Klappung entstandener planar-helischer Undulator;
  • 3 durch Spiegelung entstandener planar-helischer Undulator;
  • 4 planar-helische Spule mit teilweise umgebender planarer Sektion;
  • 5 durch Klappung entstandener planar-helischer Undulator;
  • 6 planar-helische Spule mit überlappend umgebender planarer Sektion;
  • 7 durch Klappung entstandener planar-helischer Undulator;
  • 8 planar-helischer Undulator Spule mit überlappend umgebender helischer Sektion;
  • 9 durch Klappung entstandener planar-helischer Undulator;
  • Vor der Figurenbeschreibung wird noch mal auf den wissenschaftlichen Bericht FZKA 6997 des Forschungszentrums Karlsruhe GmbH hingewiesen. Darin insbesondere auf den Abschnitt 4.4 Technische Umsetzung und A.4. Technische Zeichnungen, Seiten 45 und 46. Aus diesen geht die Wickeltechnik mit Über- und Unterführung des Wicklungsdrahtes (Abb. 4.9, der elektrischen Hintereinanderschaltung der bewickelten Wicklungskammer und der Antiparallelität der Magnetfeldachsen der Magnetfelder aufeinander folgender, bewickelter Wicklungskammern der jeweiligen Sektion einer Spule. Die Gestalt eines planaren und eines helischen Spulenkörpers geht aus den Abb. 4.10 und Abb. 4.11 sowie den Seiten 45 und 46 hervor. Diese technischen Ausführungen sind beispielhaft und unmittelbar übertragbar auf die hier dargestellten planar-helischen Spulen und der daraus zusammenstellbaren planar-helischen Undulatoren, wobei jetzt die Spulenkörper nicht mehr dargestellt werden, sondern nur noch die aus der planaren und helischen Sektion gebildete planar-helische Spule und schließlich die daraus gebildete Zusammenstellung zum planar-helischen Undulator. Auch ist die Anschluss- und Verbindungstechnik daraus unmittelbar übernommen. Die beiden planaren Sektionen im planar-helischen Undulator liegen bei den beiden identischen planar-helischen Spulen und bei bezüglich der Undulatorachse zueinander spiegelsymmetrischen planar-helischen Spulen elektrisch ebenfalls in Reihe zueinander und sind an eine steuer- und regelbaren Stromversorgung angeschlossen, ebenso die beiden helischen Sektionen, so dass die beiden erzeugbaren Magnetfeldanteile entlang und um die Undulator-/Strahlachse unabhängig von einander einstellbar sind. Dadurch ist Magnetfeldaddition und -subtraktion und Umkehr der Magnetfeldrichtung für das Undulatormagnetfeld bei ortsfesten Undulatorspulen nur über die Stromeinstellung beliebig einstellbar. Die beiden einmal zum planar-helischen Undulator mechanisch justierten Spulen bleiben zueinander in dieser justierten Position. Im Folgenden wird auf die Herstellung des supraleitenden planar-helischen Undulators in verschiedenen Bauvarianten eingegangen, aus denen sofort ohne weiteres weitere Bauvarianten entwickelt werden können.
  • 1 stellt die planar-helische Spule dar, bei der die helische Sektion die planare umgibt. Die planare Sektion besteht aus 11, also ungeradzahlig, axial aneinander gereihten kreisringförmigen Wicklungen, die innerhalb ihres Längsbereichs nicht axialmittig von der helischen Sektion aus 4 axial aneinander gereihten, elliptisch ringförmigen Wicklungen umgeben ist. Die planare Sektion ist länger als die umgebend helische, beide sind damit nicht längenidentisch. Axial haben die Wicklungen beider Sektionen den gleichen Wicklungsabstand und der helische Wicklungsbereich bzw. die beiden helischen Wicklungsbereiche mit dem größten Krümmungsradius kommt, bzw. kommen dem Wicklungsbereich der zugeordneten planaren Wicklung am nächsten. Es bestehen hier lediglich 4 planar-helische Wicklungskammer- bzw. Wicklungspaare bei der Spule.
  • 2 zeigt den aus zwei identischen Spulen gemäß 1 zusammengestellten planar-helischen Undulator, also Klappung der einen Spule 180° um die Undulatorachse erzeugt die andere Spule. Beide Spulen mit ihrer jeweils nicht längenidentischen planaren und helischen Sektion sind baugleich. 3 zeigt den aus zwei bezüglich der Undulatorachse zueinander spiegelsymmetrischen Spulen zusammengestellten planar-helischen Undulator. Beide Spulen mit ihrer jeweils nicht längenidentischen planaren und helischen Sektion sind nicht mehr baugleich. Die entlang der Undulatorachse fliegenden elektrisch geladenen Teilchen, Elektronen üblicherweise, emittieren im um und entlang der Undulatorachse vorhandenen Magnetfeldmagnetfeld Licht, einfarbiges, bzw. schmalbandiges Röntgenlicht, das Undulatorlicht, in Teilchenbahnrichtung mit abschnittsweise unterschiedlicher Polarisierung, und zwar, treten die Elektronen von im Bild links in den Undulator ein, zunächst eine rein lineare Polarisierung in dem zuerst durchfliegenden, frei stehenden planaren Abschnitt, dann eine im Allgemeinen elliptische Polarisierung in dem zusammenfallenden planar-helischen Abschnitt und schließlich wieder eine rein lineare Polarisierung in dem planaren Abschnitt rechts im Bild. Es wird also Undulatorlicht mit abschnittsweise unterschiedlicher Polarisierung erzeugt. Die Polarisierungsabschnitte werden von der Geschwindigkeit/Energie (siehe beispielsweise die Gleichungen 2.11 bis 2.13 in dem wissenschaftlichen Bericht FZK 6997) der durchfliegenden Elektronen und der Länge der frei liegenden planeren Sektionen und der Länge der tatsächlich planar-helischen Sektion, d. h. der Ausbildung des zur Undulatorachse und im Bereich derselben senkrechten Magnetfelds bestimmt/festgelegt. (2 in der DE 103 58 225 B3 zeigt den planar-helischen Undulator mit zwei identischen Spulen, bei denen die planare und helische Sektion gleiche Anzahl an Wicklungskammern und auch Wicklungen haben und die planare Sektion von der helischen deckungsgleich umgeben ist. Die planare und helische Sektion sind dort längenidentisch.)
  • 3 stellt die planar-helische Spule dar, bei der die helische Sektion ebenfalls die planare umgibt. Die planare Sektion besteht aus 7 axial aneinander gereihten kreisringförmigen Wicklungen, die innerhalb ihres Längsbereichs nicht axialmittig von der helischen Sektion aus 10 axial aneinander gereihten, elliptisch ringförmigen Wicklungen umgeben ist. Die planare Sektion ist hier kürzer als die umgebend helische, beide sind damit ebenfalls nicht längenidentisch. Axial haben die Wicklungen beider Sektionen auch den gleichen Wicklungsabstand und der helische Wicklungsbereich bzw. die beiden helischen Wicklungsbereiche mit dem größten Krümmungsradius kommt, bzw. kommen dem Wicklungsbereich der zugeordneten planaren Wicklung am nächsten. Es bestehen hier allerdings 7 planar-helische Wicklungskammer- bzw. Wicklungspaare bei der Spule. Die helische Sektion der Spule überragt hier die planare beidseitig. Der planar-helische Undulator kommt in beschriebener Weise durch Klappung um 180° um die Undulatorachse zustande und besteht damit aus zwei baugleichen Spulen (5), oder durch Spiegelung der einen Spule an der Undulatorachse und besteht damit aus zwei sektionsgleichen jedoch nicht baugleichen Spulen. Letzteres ist nicht mehr dargestellt, kann aber ent sprechend aus 3 ersehen werden. In diesem Undulator wird durch die durchfliegenden elektrischen Ladungsträger/Elektonen ein Lichtstrahl tangential zur Elektronenstrahlachse erzeugt, der in Folge Abschnitte mit elliptischer, dann elliptischer oder linearer und dann elliptischer Polarisierung auftritt. Die elliptische Polarisierung kann speziell auch zirkular sein.
  • 6 stellt die planar-helische Spule dar, bei der die helische Sektion von der planaren umgeben ist. Die planare Sektion besteht hier aus 7 axial aneinander gereihten elliptisch ringförmigen Wicklungen bzw. aus Wicklungskammern mit elliptischem Wicklungsgrund, die nicht axialmittig innerhalb des Längsbereichs die helische Sektion aus hier 10 axial aneinander gereihten, ebenfalls elliptisch ringförmigen Wicklungen liegt. Die planare Sektion ist kürzer als die innen liegend helische. Auch hier sind beide Sektionen der Spule nicht längenidentisch. Axial haben die Wicklungen beider Sektionen den gleichen Wicklungsabstand, und der helische Wicklungsbereich bzw. die beiden helischen Wicklungsbereiche mit dem größten Krümmungsradius kommt, bzw. kommen dem Wicklungsbereich der zugeordneten planaren Wicklung mit dem ebenfalls größten Krümmungsradius am nächsten. Es bestehen hier 7 planar-helsiche Wicklungskammer- bzw. Wicklungspaare bei der Spule. Der daraus gebildete planar-helsiche Undulator gemäß 7 kommt auch hier in den beiden oben beschriebenen Weisen durch zwei baugleiche (Klappung um 180°) Spulen zustande. (Die ebenfalls mögliche Erzeugung des Undulators durch Spiegelung wird für diesen Fall nicht mehr dargestellt.) In diesem Undulator wird durch die durchfliegenden elektrischen Ladungsträger/Elektronen ein Lichtstrahl tangential zur Elektronenstrahlachse erzeugt, der in Folge Abschnitte mit elliptischer, dann elliptischer oder linearer und dann elliptischer Polarisierung auftritt. Die elliptische Polarisierung kann wiederum speziell auch zirkular sein.
  • 8 schließlich stellt die planar-helische Spule dar, bei der die helische Sektion von der planaren umgeben ist. Jetzt besteht die planare Sektion aus 9 axial aneinander gereihten elliptischen oder kreisringförmigen Wicklungen bzw. aus Wicklungskammern mit elliptischem Wicklungsgrund, die nicht axialmittig den Längsbereich der helischen Sektion aus 4 axial aneinander gereihten, ebenfalls elliptisch ringförmigen Wicklungen beidseitig axial überlappen. Die planare Sektion ist länger als die innen liegend helische. Beide Sektionen der Spule sind nicht längenidentisch. Axial haben die Wicklungen beider Sektionen den gleichen Wicklungsabstand, und der helische Wicklungsbereich bzw. die beiden helischen Wicklungsbereiche mit dem größten Krümmungsradius kommt, bzw. kommen dem Wicklungsbereich der zugeordneten planaren Wicklung mit dem ebenfalls größten Krümmungsradius am nächsten. Es bestehen hier wiederum 4 planar-helische Wicklungskammer- bzw. Wicklungspaare bei der Spule. Der planar-helische Undulator kommt auch hier in den beiden oben beschriebenen Weisen durch zwei baugleiche oder zwei bauverschiedene Spulen zustande. Dargestellt in 9 ist nur die Erzeugung des Undulators durch 180°-Klappung. In diesem Undulator wird durch die durchfliegenden elektrischen Ladungsträger/Elektronen ein Lichtstrahl tangential zur Elektronenstrahlachse erzeugt, der in Folge Abschnitte mit linearer, dann einstellbar elliptischer oder linearer und dann planarer Polarisierung auftritt. Die einstellbar elliptische Polarisierung kann speziell auch zirkular sein.
  • Mit einem bezüglich der baulichen Periodenlänge λb, sehr langen Spule kann ein planar-helischer Undulator gebaut werden, einen Lichtstrahl mit mehr als 2 Abschnitten reiner linearer oder reiner elliptischer Polarisierung, abhängig von der Spulenbauweise, zu erzeugen. Siehe oben Kommentar zu mehreren, axial aufeinander folgenden kleinen Sektionen im Längenbereich einer sehr langen Sektion. Im Längenbereich der sehr langen planaren Sektion beispielsweise befänden sich dann mehr als zwei helische Sektionen oder umgekehrt, eigentlich eine axiale Folge von mehr als zwei planar-helische Undulatoren – eine technisch aufwendige Einrichtung. Eine natürliche Beschränkung der gesamten Undulatorlänge liegt in der Divergenz des in ihm, insbesondere im Anfangsbereich erzeugten Lichtstrahls.

Claims (7)

  1. Planar-helischer Undulator zur elektrisch vollständig um 360° variierbaren Polarisierung der aus ihm emittierten Photonenstrahlung: bestehend aus: zwei gleichartigen, gestreckten Spulen, die sich mit ihrer jeweiligen Spulenachse längs einer Achse, der Undulatorachse, spiegelbildlich gegenüber liegen und in einer Ebene, der Achsenebene, angeordnet sind, wobei je Spule zwei Sektionen äquidistant mit einer Periodenlänge λb aneinander gereihter Wicklungen, einer helischen und einer planaren Sektion, vorgesehen sind, wobei die Wicklungen einer Sektion elektrisch zueinander in Reihe liegen und derart mit Strom beaufschlagt werden, dass die Magnetfeldachsen aufeinander folgender Wicklungen einer Sektion zueinander entgegengesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass: ein Wicklungsgrund, der den Boden einer jeden Wicklungskammer einer Sektion bildet, konvexe Gestalt hat und die Stelle oder der Bereich im Wicklungsgrund mit dem größten Krümmungsradius der Undulatorachse mittig zur Achsenebene am nächsten liegt, die beiden Sektionen einer Spule unterschiedliche Anzahlen an Wicklungskammern haben und die Sektion mit der kleineren Anzahl Wicklungskammern völlig im Längsbereich der längeren Sektion positioniert ist, die Windungszahl aufeinander folgender Wicklungen einer Sektion konstant ist oder sich bezüglich der Sektionsmitte symmetrisch ändert, die Anzahl an Wicklungskammern der planaren Sektion ≥ 2 ist und die Anzahl der Wicklungskammern der helischen Sektion einer Spule ≥ 2 und geradzahlig ist.
  2. Planar-helischer Undulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Undulator aus supraleitenden Spulen besteht.
  3. Planar-helischer Undulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Undulator aus normalleitenden Spulen besteht.
  4. Planar-helischer Undulator nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden gleichen Sektionen des Undulators elektrisch in Reihe miteinander geschaltet und an jeweils eine, unabhängig von der andern betreibbare Stromversorgung angeschlossen sind.
  5. Planar-helischer Undulator nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die insgesamt vier Sektionen des Undulators an jeweils eine, unabhängig von den andern betreibbare Stromversorgung angeschlossen sind.
  6. Planar-helischer Undulator nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Spule die helische Sektion weniger Wicklungen hat als die planare und die helische Sektion die planare oder die planare Sektion die helische umgibt, wodurch entlang des Undulators ein linearer Polarisierungsbereich besteht, der im Bereich der helischen Sektion einen im Allgemeinen elliptischen oder im Speziellen ei nen linearen, um 90° verdrehten Polarisierungsbereich hat.
  7. Planar-helischer Undulator nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Spule die helische Sektion mehr Wicklungen hat als die planare und die helische Sektion die planare umgibt oder die planare Sektion die helische, wodurch entlang des Undulators ein elliptischer Polarisierungsbereich besteht, der im Bereich der planaren Sektion einen Allgemeinen weiteren elliptischen oder im Speziellen einen linearen Polarisierungsbereich hat.
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