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DE1129641B - Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen

Info

Publication number
DE1129641B
DE1129641B DEG29474A DEG0029474A DE1129641B DE 1129641 B DE1129641 B DE 1129641B DE G29474 A DEG29474 A DE G29474A DE G0029474 A DEG0029474 A DE G0029474A DE 1129641 B DE1129641 B DE 1129641B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chromium
dye
monoazo
parts
dyes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG29474A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fabio Beffa
Dr Guido Schetty
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Publication of DE1129641B publication Critical patent/DE1129641B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes
    • D06P1/10General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes containing metal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen.
Es wurde gefunden, daß man wertvolle blaue bis blaugraue Azofarbstoffe erhält, wenn man von einem Monoazofarbstoff der Formel I
OH
HO3S-
-N =
(I)
und einem unsulfierten metallisierbaren Monoazofarbstoff der allgemeinen Formel II
HOOC-B-X-A-N = N-D (II)
worin A einen gegebenenfalls weitersubstituierten Hydroxyphenylrest, welcher die Hydroxylgruppe in o-Stellung zur Bindungsstelle der Azogruppe enthält, X ein sauerstoffhaltiges zweiwertiges Brückenglied, B einen gegebenenfalls weitersubstituierten Arylrest der Benzol- und Naphthalinreihe und D einen halogenierten l-Hydroxy-2-naphthylrest bedeutet, den einen der beiden Monoazofarbstoffe in diejenige Chromkomplexverbindung überführt, welche auf 1 Molekül des Farbstoffs 1 Atom Chrom enthält, und hierauf an diese 1 Molekül des anderen, metallfreien Monoazofarbstoffe anlagert.
Erfindungsgemäß verwendbare Chromkomplexverbindungen, welche pro Farbstoffmolekül ein ganzes Atom Chrom gebunden enthalten, erhält man aus den entsprechenden metallfreien Monoazofarbstoffen durch 3 Behandlung mit überschüssigem chromabgebendem Mittel. Man arbeitet dabei vorzugsweise in saurem Medium und bei Temperaturen von ungefähr 80 bis 15O0C, nötigenfalls auch unter Druck. Die Chromierung wird im einfachsten Falle in wäßriger Lösung oder Suspension vorgenommen. Oft ist der Zusatz von organischen Lösungsmitteln oder das Arbeiten in solchen, wie in Alkoholen, Formamid oder Acetamid angezeigt. Gegebenenfalls kann auch in einer organischen Schmelze, z. B. in derjenigen eines Alkalisalzes einer niedrigmolekularen aliphatischen Monocarbonsäure, beispielsweise Natriumacetat, gearbeitet werden. Als chromabgebende Mittel kommen vor allem Chromisalze, z. B. Chromchlorid, Chromfluorid, Chromsulfat, Chromacetat und Chromformiat, in Betracht. Doch können auch Chromkomplexverbindungen oder Salze des sechswertigen Chroms, z. B. Verfahren zur Herstellung
von chromhaltigen Azofarbstoffen
Anmelder:
J. R. Geigy A. G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität;
Schweiz vom 15. April 1959 (Nr. 72 092)
Dr. Fabio Beffa und Dr. Guido Schetty,
Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
Alkalibichromate, verwendet werden. Bei Verwendung letzterer ist die Anwesenheit eines reduzierenden Stoffes, z. B. eines reduzierenden Zuckers günstig.
Als solche Chromkomplexverbindung, welche 1 Atom Chrom pro Farbstoffmolekül enthält, ist insbesondere diejenige des sulfonsäuregruppenhaltigen Monoazofarbstoffs der Formel I leicht und als einheitliche Verbindung zugänglich. Sie ist deshalb im erfindungsgemäßen Verfahren die bevorzugte sogenannte 1:1-Chromkomplexkomponente, an welche dann ein metallfreier, carbonsäuregruppenhaltiger Monoazofarbstoff der allgemeinen Formel II angelagert wird.
Als Monoazofarbstoffe der Formel II kommen die sulfonsäuregruppenfreien Kupplungsprodukte von o-Hydroxydiazobenzolverbindungen, welche an den Benzolkern über ein sauerstoffhaltiges Brückenglied einen carboxylgruppenhaltigen Arylrest gebunden enthalten, mit in o-Stellung zur Hydroxylgruppe kuppelbaren halogenierten 1-Hydroxynaphthalinen in Betracht. Dabei kommen als sauerstoffhaltige Brückenglieder in erster Linie Carbonyl-, Carbonylamino-, Sulfonyl- und Sulfonylaminogruppen in Frage. Diazokomponentenfür erfindungsgemäß verwendbare Monoazofarbstoffe der Formel II sind demnach beispiels-
209 580/363
weise die aus 4-Hydroxy-3-rlitrobenzoesäurehalogeniden durch Kondensation mit Aminobenzoesäuren oder Aminonaphthalincarbonsäuren, Reduktion und Diazotierung erhältlichen 4-Hydroxy-3-diazobenzol-1-carbonsäurecarboxyarylamide. Eine andere Gruppe sind die den vorgenannten Verbindungen entsprechenden Sulfonsäurecarboxyarylamide. Man erhält diese beispielsweise aus 4-Chlor-3-nitrobenzolsulfonsäurehalogeniden durch Umsetzen mit Aminoarylcarbonsehr gut licht- und reibecht und gut walk- und seewasserecht. Man kann die chromhaltigen Azofarbstoffe — wegen ihrer guten Wasserlöslichkeit und Säurebeständigkeit — auch zum Drucken von Wolle nach dem sogenannten Vigoureux-Druckverfahren verwenden. Schließlich können sie auch zum Färben und Bedrucken von künstlichen Fasern, z. B. Polyamid- und Polyurethanfasern, eingesetzt werden, da sie auf diesen Kunstfasern ebenfalls gut naßechte
säuren, Austausch des Chloratoms gegen die Hydroxyl- 10 Färbungen liefern.
gruppe, Reduktion der dabei erhaltenen 4-Hydroxy- Im Vergleich mit der aus der deutschen Auslege-
3-nitrobenzolsulfonsaurecarboxyarylamide zu den entschrift 1 012 007 bekannten 1: 2-Mischchromkomplexverbindung der Azofarbstoffe 4-Chlor-2-amino-l-hydroxybenzol -» 5,8-Dichlor-l-hydroxynaphthalin und l-Amino-2-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure ->■ 2-Hydroxynaphthalin weist die Seidefärbung der verfahrensgemäß erhältlichen 1: 2-Mischehromkomplexverbindung der Azofarbstoffe 4-Hydroxy-3-aminobenzophenon-2'-carbonsäure -> 5,8-Dichlor-l-hydroxynaph- und 1 -Amino-2-hydroxynaphthalin-4-sulf on- y 2-Hydroxynaphthalin eine bessere Wasch-
tuenten in Frage, z.B. Halogen, Alkyl-, Alkoxy-, echtheit auf.
Acyl-, Acylamino-, Nitro- und Cyangruppen. Die folgenden Beispiele dienen der Veranschu-
Halogenierte 1-Hydroxynaphthaline, welche in lichung der Erfindung. In diesen Beispielen bedeuten
o-Stellung zur Hydroxylgruppe kuppeln und zusammen 25 Teile Gewichtsteile, sofern nichts anderes ausdrücklich mit den vorgehend definierten Diazokomponenten die erwähnt ist. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden
angegeben.
sprechenden Aminen und Diazotierung derselben. Weitere in Betracht fallende Diazokomponenten sind ferner die Diazoniumverbindungen der 2-(3'-Amino-4'-hydroxybenzoyl)-benzoesäure und der 4-Hydroxy-3-aminodiphenylsulfon-3'-carbonsäure und schließlich auch die im Rahmen der Definition weitersubstituierten Abkömmlinge dieser vorgenannten Grund- p körper. Dabei kommen als weitere Substituenten die 20 thalin in Azofarbstoffen üblichen nichtionogenen Substi- säure
Beispiel 1
HO
Farbstoffe der allgemeinen Formel II bilden, sind
z. B. das 4-Chlor-l-hydroxynaphthalin, das 5-Chlor-1-hydroxynaphthalin, das 5,8-Dichlor-l-hydroxynaph-
thalin und das 5,8,:x:-TricUor-l-hydroxynaphthalin. Bevorzugte Monoazofarbstoffe der allgemeinen
Formelll enthalten die definitionsgemäß vorhandene Carboxylgruppe an einem N-Phenylsulfonsäureamidrest gebunden. Dabei ist es für die Eigenschaften der Farbstoffe ferner von Vorteil, wenn die Carboxylgruppe in diesen Resten jeweils in o-Stellung zum Amidstickstoff gebunden ist. In diesen Farbstoffen bedeutet die Gruppe —SO2 — NH— das Brückenglied X der Formel II. Femer erhält man besonders wertvolle erfindungsgemäß hergestellte Farbstoffe, wenn man als Monoazofarbstoffe der Formel II die Kupplungsprodukte der vorgenannten bevorzugten Diazoverbindungen mit Di- oder Trichlor-1-hydroxy-
naphthalinvefbindungen verwendet. Die Anlagerung der 1: 1-Chromkomplexverbin-
düngen an die metallfreien Farbstoffe erfolgt dadurch, daß man je 1 Mol der beiden Komponenten in wäßriger Lösung oder Suspension in Gegenwart eines säurebindenden Mittels auf mittlere Temperaturen von beispielsweise 40 bis 95 0C erhitzt. Oft ist die Anwesenheit eines organischen polaren Lösungsmittels, z. B. Alkohol, Glykolmonomethyläther oder -monoäthyläther, vorteilhaft. Als säurebindende Mittel können beispielsweise Natriumacetat, Natriumcarbonat oder Natriumhydroxyd oder die entsprechenden
Lithium-, Kalium- oder Ammoniumverbindungen Zu 150 Teilen Wasser fügt man 30 Volumteile
dienen. Die Anlagerung tritt unter den genannten 2 η-Natronlauge und 5,32 Teile des Monoazofarbstoffe, Bedingungen meist rasch und vollständig ein. erhalten durch Kupplung von diazotiertem 2-Amino-
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren er- l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-(2'-carboxyphenyl)-haltenen Chromkomplexfarbstoffe sind dunkelblaue 60 amid mit 5,8-Dichlor-l-hydroxynaphthalin. Zu diesem bis schwarze Pulver. Sie lösen sich leicht in heißem Gemisch gibt man die Chromkomplexverbindung, entWasser und eignen sich vor allem als Textilfarbstoffe. haltend 1 Atom Chrom pro Molekül Farbstoff, zu, Als solche sind sie dank ihrer tiefen Farbtöne und welche 0,52 Teilen Chrom und 3,94 Teilen des Monodank ihrer guten Echtheitseigenschaften sehr wertvoll. azofarbstoffe aus l-Diazo^-hydroxynaphthalin^-sul-Man verwendet sie insbesondere zum Färben von 65 fonsäure und 2-Hydroxynaphthalin entspricht. Man natürlichen polypeptidgruppenhaltigen Materialien wie erhitzt das Gemisch so lange auf 90 bis 95°, bis die Wolle, Seide und Leder. Die dabei erhaltenen marine- Ausgangsverbindungen verschwunden sind. Die chromblauen bis graublauen Wollfärbungen sind insbesondere haltige Anlagerungsverbindung wird durch Zugabe
NH
von Natriumchlorid ausgefällt, abfiltriert und getrocknet. Sie ist ein dunkles Pulver, das Wolle aus schwach saurem Bade in echten marineblauen Tönen färbt.
In 4000 Teilen Wasser löst man 4 Teile dieses chromhaltigen Farbstoffs und geht bei 40 bis 50° mit 100 Teilen gut befeuchteter Wolle in das Färbebad ein. Man fügt hierauf 2 Teile 40%ige Essigsäure hinzu, erhitzt das Färbebad innerhalb 1J2 Stunde zum Sieden und hält es % Stunden bei Siedetemperatur. Hierauf spült man die Wolle mit kaltem Wasser und trocknet sie. Die marineblaue Wollfärbung besitzt gute Echtheiten.
Farbstoffe von ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man an Stelle des Monoazofarbstoffe aus diazotiertem 2 - Amino -1 - hydroxybenzol - 4 - sulfonsäure-(2'-carboxyphenyl)-amid und 5,8-Dichlor-l-hydroxynaphthalin 5,32 Teile des Monoazofarbstoffe aus diazo tiertem 2-Amino-1 -hydroxybenzol-4-sulf onsäure-(3'-carboxyphenyl)-amid oder 2-Amino-1 -hydroxy-4-sulfonsäure-(4'-carboxyphenyl)-amid und 5,8-Dichlor-1-hydroxynaphthalin verwendet.
Beispiel
HO
-Cl
Beispiel 2
HO3S-f
30
35
45
COOH
In 150 Teilen Wasser suspendiert man 4,81 Teile des Monoazofarbstoffe aus diazotierter 4-Hydroxy-3-aminobenzophenon-2'-carbonsäure und 5,8-Dichlor-1-hydroxynaphthalin, ferner 4,44 Teile der Chromkomplexverbindung, enthaltend 1 Atom Chrom pro 1 Molekül Farbetoff, welche 0,52 Teilen Chrom und 3,94 Teilen Monoazofarbetoff aus l-Diazo-2-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure und 2-Hydroxynaphthalin entspricht, sowie 2,4 Teile Natriumcarbonat. Man erhitzt das Gemisch auf 80 bis 85° und hält es so lange bei dieser Temperatur, bis die Ausgangsverbindungen verschwunden sind. Der chromhaltige Farbstoff wird durch Zugabe von Natriumchlorid ausgefällt, abfiltriert und getrocknet. Er ist ein dunkles Pulver, das Wolle aus schwach saurem Bade in marineblauen Tönen färbt. Die Färbungen zeigen gute Echtheitseigenschaften.
SO,
NH
Cl
COOH
Zu 150 Teilen Wasser fügt man 30 Volumteile 2 η-Natronlauge und 5,67 Teile des Monoazofarbstoffe, erhalten durch Kupplung von diazotiertem 2 - Amino -1 - hydroxybenzol - 4 - sulf onsäure - (2' - carboxyphenyty-amidmitS^x-Trichlor-l-hydroxynaphthalin. In dieses Gemisch gibt man die Chromkomplexverbindung, enthaltend 1 Atom Chrom pro 1 Molekül Farbstoff, zu, welche 0,52 Teilen Chrom und 3,94 Teilen des Monoazofarbstoffe aus l-Diazo-2-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure und 2-Hydroxynaphthalin entspricht. Man erhitzt das Gemisch so lange auf 90 bis 95°, bis die Ausgangsverbindungen verschwunden sind. Die chromhaltige Anlagerungsverbindung wird durch Zugabe von Natriumchlorid ausgefällt, abfiltriert und getrocknet. Sie iet ein dunklee Pulver, dae Wolle aus schwach saurem Bade in marineblauen Tönen färbt.
Beispiel 4
Zu 150 Teilen wäßrigem, 50%igem Äthanol fügt man 5,45 Teile kristallisiertes Natriumacetat und 4,96 Teile des Monoazofarbstoffe, erhalten durch Kupplung von diazotiertem2-Amino-l-hydroxybenzol-4-carbonsäure-(2'-carboxyphenyl)-amid mit 5,8-Dichlor-1-hydroxynaphthalin. Man gibt weiter die Chromkomplexverbindung, enthaltend 1 Atom Chrom pro 1 Molekül Farbstoff, zu, welche 0,52 Teilen Chrom und 3,94 Teilen des Monoazofarbstoffs aus 1-Diazo-2-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure und 2-Hydroxynaphthalin entspricht. Man erhitzt das Gemisch so lange auf 60 bis 65°, bis die Ausgangsverbindungen
verschwunden sind, vertreibt den Alkohol durch Destillation und salzt die entstandene Chromkomplexverbindung aus. Nach dem Abfiltrieren und Trocknen erhält man ein dunkles Pulver, das Wolle aus schwach saurem Bade in blauen Tönen färbt.
Weitere erfindungsgemäße Farbstoffe von ähnlichen Eigenschaften erhält man gemäß dem in den Beispielen 1 bis 4 angegebenen Verfahren, wenn man aus 0,52 Teilen Chrom und den in der folgenden Tabelle angegebenen Teilen Monoazofarbstoff I die 1: 1-Chromkomplexverbindung herstellt und diese mit den angegebenen Teilen Farbstoff II umsetzt.
Nr. Monoazofarbstoff I Monoazofarbstoff II Färbung
auf Wolle
1 l-Diazo^-hydroxynaphthalin^-sulfon-
säure -> 2-Hydroxynaphthalin (3,94 Teile
2-Amino-1 -hydroxybenzol-4-sulf onsäure-
(2'-carboxy-5'-chlorphenyl)-amid -> 5,8-Dichlor-
1-hydroxynaphthalin (5,67 Teile)
Marine
blau
2 desgl. 2-Amino-1 -hydr oxybenzol-4-sulf onsäure-
(2'-carboxy-5'-chlorphenyl)-amid -*- 5,8,x-Tri-
chlor-1-hydroxynaphthalin (6,01 Teile)
desgl.
3 desgl. 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-
(2'-carboxyphenyl)-amid -> 5-Chlor-l-hydroxy-
naphthalin (4,98 Teile)
desgl.
4 desgl. 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-
(2'-carboxy-5'-chlorphenyl)-amid ->■ 5-Chlor-
1-hydroxynaphthalin (5,32 Teile)
desgl.
5 desgl. 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-
(3/-carboxynaphthyl-(2))-amid -> 5,8-Dichlor-
1-hydroxynaphthalin (5,82 Teile)
desgl.
6 desgl. 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-
(3'-carboxynaphthyl-(2))-amid -*■ 5,8,x-Trichlor-
1-hydroxynaphthalin (6,17 Teile)
desgl.
7 desgl. 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-
(3'-carboxynaphthyl-(2))-amid -» 5-Chlor-
1-hydroxynaphthalin (5,48 Teile)
desgl.
8 desgl. 2-Amino-l-hydroxybenzol-4-sulfonsäure-
(3'-carboxynaphthyl-(2))-amid -> 4-Chlor-
1-hydroxynaphthalin (5,48 Teile)
desgl.
9 desgl. 2-Amino-l-hydroxyberlZol-4-carbonsäure-
'2'-carboxyphenyl)-amid -^- 5,8,x-Trichlor-
1-hydroxynaphthalin (5,31 Teile)
desgl.
10 desgl. 3-Amino-4-hydroxybenzophenon-2'-carbon-
säure -^ S^^-Trichlor-l-hydroxynaphthalin
(5,2 Teile)
desgl.
11 desgl. 3-Amino-4-hydroxybenzophenon-2'-carbon-
säure -> 5-Chlor-l-hydroxynaphthalin
(4,47 Teile)
lotstichig-
marine-
blau

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Monoazofarbstoff der Formel I Co
OH
OH
HO3S-
(I)
und einem unsulfierten metallisierbaren Monoazofarbstoff der allgemeinen Formel II HOOC-B-X-A-N = N-D (II)
worin A einen gegebenenfalls weitersubstituierten Hydroxyphenylrest, welcher die Hydroxylgruppe in o-Stellung zur Azogruppe gebunden enthält, X ein sauerstoffhaltiges zweiwertiges Brückenglied, B einen gegebenenfalls weitersubstituierten Arylrest der Benzol- und Naphthalinreihe und D einen halogenierten l-Hydroxy-2-naphthylrest bedeutet, den einen der beiden Monoazofarbstoffe in diejenige Chromkomplexverbindung überführt, welche auf 1 Molekül des Farbstoffs 1 Atom Chrom enthält,
und hierauf an diese 1 Molekül des andern, metallfreien Monoazofarbstoffe anlagert.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß man zuerst vom sulfonsäuregruppenhaltigen Monoazofarbstoff I diejenige Chromkomplexverbindung herstellt, welche auf 1 Molekül des Farbstoffs 1 Atom Chrom enthält, und an diese den carbonsäuregruppenhaltigen metallfreien Monoazofarbstoff II anlagert.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Monoazofarbstoffe der
10
allgemeinen Formel II verwendet, in welcher das Brückenglied X eine SuIfonsäureamidgruppe ist.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Monoazofarbstoffe der allgemeinen Formel II verwendet, in welchen die Carboxylgruppe in o-Stellung zum Brückenglied X gebunden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1 012 007.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel ausgelegt worden.
© 209 580/363 5.62
DEG29474A 1959-04-15 1960-04-14 Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen Pending DE1129641B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2033989A1 (de) * 1969-07-18 1971-02-04 Ciba AG, Basel (Schweiz) Stabile konzentrierte Losungen von Metallkomplexen von Azofarbstoffen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1012007B (de) 1953-06-08 1957-07-11 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe

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