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Ansagegerät für Meßwerte Ansagegeräte für Meßwerte, d. h. Geräte zur
akustischen Wiedergabe von in Form elektrischer Größen vorliegender Meßwerte, sind
an sich bekannt. Die Geräte enthalten einen Tonträger, gewöhnlich eine magnetische
Platte oder ein Magnetband, auf dem die Zahlen Null bis Neun aufgesprochen sind.
Für jede Zahl wird dabei eine Tonspur mit einem Abtastkopf vorgesehen. Nach einem
vom wiederzugebenden Meßwert über Relais gesteuerten Umschaltprogramm werden dann
die Abtastköpfe des ständig laufenden Tonträgers über entsprechende Verstärkereinrichtungen
auf einen Lautsprecher oder ein Telefon geschaltet. Man kann auch einen Abtastkopf
mechanisch auf die jeweilige Tonspur verschieben.
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Für die Wiedergabe der Zahlenwerte sind bisher zwei Systeme bekannt.
Bei dem einen System werden mehrstellige Zahlen in der Reihenfolge der Schreibweise,
also von der höchsten Dekade beginnend, angesagt. Für den Meßwert 723° C lautet
die Ansage sieben/zwei/drei/'C. Das andere System wird besonders zur Ansage von
Längenmeßwerten benutzt. Nach jeder Dekade wird hierbei die zugehörige Maßeinheit
angesagt. Der Meßwert 723 cm wird hierbei z. B. in der Wortfolge wiedergegeben:
sieben Meter, zwei Dezimeter, drei Zentimeter.
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Die Wiedergabe mehrstelliger Zahlen nach den obenerwähnten Systemen
ist vielfach unbefriedigend. Eine Ansage nach fallenden Potenzen der Zahl Zehn führt
z. B. zu Mißverständnissen, wenn zufällig in allen Dekaden der gleiche Zahlenwert
vorliegt. Die Ansage könnte z. B. lauten: zwei, zwei, zwei, wenn die Zahl 222 angesagt
werden soll. Diese Ansage kann man aber auch als Wiederholung der Zahl Zwei rnißdeuten.
Die Schwierigkeiten der bisher gebräuchlichen Systeme treten besonders dann in Erscheinung,
wenn der Meßwert für einen größeren Kreis von Personen, z. B. Fernsprechteilnehmern,
von Interesse ist.
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Die Erfindung bezieht sich auf Ansagegeräte der oben beschriebenen
Art, bei denen die Meßwerte in Form einer mehrstelligen Zahl vorliegen und auf einem
Tonträger als Silben gespeichert sind, wobei die Anschaltung der Tonspuren durch
ein vom Meßwert gesteuertes Umschaltprogramm erfolgt. Die Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß dieses Umschaltprogramm zusätzlich derart steuert, daß die Ansage
entsprechend der Eigenart der benutzten Sprache phonetisch richtig zusammengesetzt
ist (z. B. sieben-hundert-drei-und-zwanzig statt sieben-zweidrei).
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Das Umschaltprogramm wird dabei entsprechend den Besonderheiten der
für die Wiedergabe benutzten Sprache variiert, so daß die Unregelmäßigkeiten und
Abweichungen der Sprache gegenüber der geschriebenen Zahl erfaßt werden und die
Ansage immer sprachrichtig erfolgt.
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Für die deutsche Sprache ist dabei zu beachten, daß die Zahlen Elf
und Zwölf eine Ausnahme bilden und daß im Bereich Dreizehn bis Neunzehn das Bindewort
»und« fortgelassen wird, das bei allen Zehnerdekaden über 20 erscheint.
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Andere Sprachen weisen ähnliche Unregelmäßigkeiten auf. So tritt z.
B. im Englischen neben der Sonderstellung der Zahlen Elf, Zwölf und Dreizehn eine
Umstellung der Worte für die Einer und Zehnerdekade auf, die bei Zahlen oberhalb
Zwanzig nicht vorhanden ist. Auch die Zahl Fünfzehn wird etwas anders ausgesprochen,
als der Zusammensetzung aus den Zahlen Fünf und Zehn entspricht.
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Im Französischen bilden die Zahlen Elf bis Sechzehn eine Ausnahme.
Außerdem fügt die Sprache bei den Zahlen Einundzwanzig, Einunddreißig usw. das Bindewort
»und« zwischen die gesprochenen Zehner und Einer.
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So weisen alle gebräuchlichen Sprachen Abweichungen auf, die sich
gemäß der Erfindung durch ein variables Umschaltprogramm der Relaisschaltung berücksichtigen
lassen. Der Programmablauf wird dabei zweckmäßig von einer übergeordneten Relaiskette
in Verbindung mit einer oder mehreren untergeordneten Relaisketten gesteuert. Der
Ablauf der Relaiskette muß dabei mit Hilfe von Nockenkontakten des Tonträgerantriebs
mit dem Ablauf des Tonträgers synchronisiert werden.
Die akustisch
wiederzugebenden Meßwerte liegen in der Femmeßtechnik vielfach in Form von Kontaktstellungen
vor. Um Relais und Kontakte zu sparen, wird der Wert im dualen-Zahlensystem oder
im-tetradischen System, d. h. innerhalb der einzelnen Dekaden, dual verschlüsselt
wiedergegeben: Beim tetradischen-System sind z. B. in jeder Dekade vier Eingänge
vorhanden, die je nach dem Zahlenwert des Meßwertes in der betreffenden Dekade an
Spannung gelegt werden. Spannung am ersten Eingang bedeutet dabei entsprechend der
dualen Verschlüsselung den Zahlenwert Eins und Spannung am "vierten Eingang den
Zahlenwert Acht: Der Meßwert wird somit als Summe der Dualzahlen Eins, Zwei, -Vier,
Acht dargestellt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll für die Wiedergabe einer
dreistelligen Zahl in deutscher Sprache näher erläutert werden: Als Tonträger wird
zweckmäßig eine magnetische Platte oder ein endloses Band benutzt. Die Tonspuren
für die aufgesprochenen Zahlen, die Meßstelleneinheit und die Ansage der Meßstelle
verlaufen dabei auf der Platte oder dem Band nebeneinander und zueinander parallel.
Jede Spur wird von einem magnetischen Abtastkopf überstrichen. Um eine flüssige
Wiedergabe der Sprache zu erhalten, muß besonders auf die gegenseitige zeitlich-örtliche
Anordnung der besprochenen Teile der Tonspur geachtet werden. Die Ansage der Meßstelle
erfordert gewöhnlich mehr Zeit als die der einzelnen Zahlenelemente und die der
Einheit der Meßstelle. Eine einfache Anordnung ergibt sich, wenn man als Tonträger
eine magnetisierbare Platte wählt und diese z. B. mit 15 U/min antreibt. Der Tonträger,
im erfindungsgemäßen Beispiel die Platte, wird zweckmäßig in Sektoren unterteilt,
und beim Abtasten eines jeden neuen Sektors werden Nockenkontakte betätigt, welche
die Synchronisierung mit der Relaisschaltung gewährleisten. Ein Beispiel für die
Einteilung des Tonträgers ist nachstehend angegeben. Für dieses Beispiel ist angenommen,
daß der in vier Sektoren unterteilte Tonträger in 4 Sekunden abläuft, weiterhin,
daß die Ansage der Meßstelle 4 Sekunden erfordert und für die Ansage der Einheit
des Meßwertes etwa 2 Sekunden notwendig sind.
| Spur Nr. Erster Zweiter Dritter Vierter |
| Sektor |
| Sektor |
| Sektor Sektor |
| 1 Meßstellenansage |
| 2 Null |
| 3 Ein Ein |
| 4 Zwei Zwei |
| 5 Drei Drei |
| 6 Vier Vier - |
| 7 Fünf Fünf |
| 8 Sechs Sechs |
| 9 Sieben Sieben |
| 10 Acht Acht |
| 11 Neun Neun |
| 12 Elf |
| 13 Zwölf |
| 14 Zehn Einheit - Einheit |
| 15 Zwanzig und Zwanzig |
| 16 Dreißig und Dreißig |
| 22 Neunzig und Neunzig |
| 23 und Hundert |
| 24 - Einheit Einheit - Einheit Einheit - |
Wie dieses Aufsprechschema zeigt, sind auf den entsprechenden Spuren im ersten und
dritten Sektor die Worte Eins bis Neun und Zwanzig bis Neunzig in Form der Magnetspur
vorhanden. Der zweite Sektor ist dem Wort Zehn vorbehalten, während auf den die
Worte Zwanzig bis Neunzig enthaltenden Spuren das Bindewort »und« vorhanden ist.
Das Wort »Hundert« ist nur im vierten Sektor auf einer besonderen Spur vorhanden.
Um eine längere Pause zwischen den Wortelementen bei der Aussprache des Wortes Hundertzehn
zu vermeiden, ist auf der das Wort Hundert enthaltenden Spur im ersten Sektor noch
das Bindewort »und« eingefügt. Da das Wortelement »Zehn« sonst stets ohne »und«
gebraucht wird, ist auf dessen Spur zur Vermeidung von Kunstpausen außerdem im dritten
und vierten Sektor die Einheit des Meßwertes aufgesprochen (z. B. Grad Celsius).
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Relaisschaltung,
die mit einem Tonträger zusammenarbeiten kann, der nach dem oben wiedergegebenen
Schema besprochen ist. Der Meßwert wird durch den Geber in tetradisch verschlüsselter
Form übermittelt, d. h., das Vorhandensein einer Dualzahl in jeder Dekade wird dadurch
angezeigt, daß die betreffende Leitung Spannung führt. Die Leitungen in der Hunderterdekade
sind über Gleichrichter an das Relais L geführt. Das Ansprechen dieses Relais ist
für die übrige Relaisschaltung ein Kriterium dafür, daß in der Hunderterdekade ein
Zahlenwert vorliegt. In der Zehnerdekade ist die mit Zehn bezeichnete Leitung an
das Relais N geführt, während die übrigen Leitungen dieser Dekade über Gleichrichter
mit dem Relais O verbunden sind. Spricht das Relais N allein an, so liegt der Meßwert
»Zehn« vor. Spricht O oder N und O zusammen an, so ist ein Wert zwischen Zwanzig
und Neunzig vorhanden. In der Einerdekade sind wiederum zwei Relais als Kriterium
dafür vorgesehen, ob Einer vorhanden sind. Außerdem soll in Zusammenarbeit mit den
Relais O und N ermittelt werden, ob der Wert Elf oder Zwölf zu bringen ist. Während
das Relais M über die eingezeichneten Gleichrichter mit allen vier Leitungen des
Gebers der Einerdekade verbunden ist, besitzt das Relais F zwei Wicklungen I und
II, die einander entgegenwirken. Beide Wicklungen stehen über Gleichrichter mit
den Leitungen 4 und 8 in Verbindung. Wicklung I ist außerdem mit der
Leitung 1 und die Wicklung II mit der Leitung 2 verbunden. Liegt der Meßwert Elf
an, so hat in der Zehnerdekade das Relais N angesprochen. In der Einerdekade führt
nur die Leitung 1 Spannung, so daß das Relais F über die Wicklung I anspricht. Liegt
dagegen der Wert Einundzwanzig vor, so hat Relais O angesprochen, und F kann nicht
anziehen, da der Kontakt o6 geöffnet ist. In gleicher Weise spricht Relais F über
die Wicklung II an, wenn der Wert Zwölf vorhanden ist. Liegt dagegen in der Einerdekade
ein von Eins oder Zwei abweichender Wert vor, bei dem die Leitungen 1 und 2 Spannung
führen, so spricht das Relais F nicht an, da die andere im entgegengesetzten Sinne
wirkende Wicklung jeweils über die Leitung 4 oder 8 unter Spannung gesetzt wird.
In diesem Fall kann lediglich das Relais M anziehen, das immer anspricht, wenn überhaupt
ein von Null abweichender Zahlenwert in der Einerdekade vorliegt.
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In dem Schaltbild sind die Relais der übergeordneten Abtastkette mit
den Buchstaben A bis E bezeichnet.
Die Relais der untergeordneten
Kette sind mit den Buchstaben G, H, J, P versehen. Diese Relais schalten
mit ihren Kontakten und den Kontakten des tetradisch-dekadisch gestuften Zahlenwählers
(Relais Q, R, S, T, U, V, W) den Ausgang des Gerätes auf die Spuren
des Tonträgers. Der Synchronismus zwischen dem Ablauf der Relaisschaltung und dem
Umlauf des Tonträgers wird durch die Nockenkontakte 1, 2, 3 und 4 gewährleistet.
Während des ersten Umlaufs des Tonträgers läuft die Meßstellenansage ab, wobei die
Nockenkontakte 2, 3 und 4 wirkungslos sind.
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Die übergeordnete Abtastkette mit den Relais A bis E bestimmt in großen
Zügen den Ablauf der Ansage. Wird der Kontakt k geschlossen, so spricht das Startrelais
St an, sobald der Nockenkontakt 1 schließt. Das Relais St hält sich über seinen
Kontakt stl, das Relais A spricht über den Kontakt St2, den Nockenkontakt
1 und die Kontakte il und p2 an und öffnet dabei den Kontakt a1 in der Zuleitung
zum Relais St, welches nach öffnen des Nockenkontaktes 1 abfällt. Das Relais A hält
sich über seinen Kontakt a2 und schaltet über den Kontakt a5 die Tonspur mit der
Meßstellenansage auf den Ausgang. Die Meßstellenansage läuft nun 4 Sekunden, und
nacheinander schließen die Nockenkontakte 2, 3 und 4, ohne die Relaisschaltung zu
beeinflussen.
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Nach dem Ablauf der Meßstellenansage schließt wieder der Nockenkontakt
1, und die Abtastkette mit den Relais A bis E läuft weiter. Es werden nacheinander
die Hunderter, Einer und Zehner abgetastet, und die Relaiskette bleibt erst stehen,
wenn in der betreffenden Dekade ein von Null verschiedener Wert gefunden ist. Haben
sämtliche Dekaden den Wert Null, so läuft die Kette bis zum Ansprechen des Relais
E weiter. Dieses Relais schaltet über die untergeordnete Kette die Tonspur mit dem
Wort Null an den Ausgang. Ob in der betreffenden Dekade der Wert Null oder »nicht
Null« vorliegt, wird durch die Relais L, M, N, O entschieden. Hat eines dieser
Relais angesprochen, so liegt in der betreffenden Dekade ein von Null verschiedener
Zahlenwert vor. Durch die Relais N und O wird außerdem angezeigt, ob in der Zehnerdekade
die Ziffer Zehn vorliegt. Dies ist der Fall, wenn in dieser Dekade nur das Relais
N, dagegen nicht das Relais O angesprochen hat.
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Hat die Abtastkette in der Hunderterdekade einen Wert gefunden (Relais
L angesprochen), so bleibt sie mit dem Relais B stehen, und das folgende Relais
C ; spricht nicht an. Über die Kontakte des Relais B und die Nockenkontakte 3 und
4 sprechen die Relais H bzw. G der untergeordneten Kette an, die mit Hilfe der Relais
Q bis W des Zahlenwählers die Ansäge der Hunderter bringt. ; Beim nächsten Umlauf
des Tonträgers wird die Abtastkette wiederum durch den Nockenkontakt 1 fortgeschaltet.
Ist in der Einerdekade ein Wert vorhanden, so bleibt die Kette mit dem Relais C
stehen, und es wird das Relais H zum Ansprechen gebracht. Den weiteren Ablauf bestimmen
dann die Relais der untergeordneten Kette, welche die Ansage der Zehnerdekade auf
die Einer folgen läßt oder bei Fehlen der Zehner die Einheit unmittelbar nach der
Einerdekade bringt. Die Entscheidung wird mit Hilfe der Relais N und O getroffen.
Durch die Relais N, O
und F wird außerdem angezeigt, ob die Ziffer Elf oder
Zwölf gebracht werden muß. Mit der Ansage der Einheit des Meßwertes wird das Gerät
auf die Ausgangsstellung zurückgeschaltet.
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War in der Einerdekade kein Zahlenwert vorhanden, so läuft die Abtastkette
bis zum Ansprechen des Relais D weiter. Es werden dann, falls vorhanden, die Zehner
mit Hilfe des Relais J über den Zahlenwähler zur Anzeige gebracht. Der Nockenkontakt
2 schaltet dann auf das Relais P weiter, und die Einheit des Meßwertes wird angesagt.
Da auf der Spur des Zahlenwertes Zehn bereits die Einheit aufgesprochen ist, darf
nach der Ansage der Ziffer Zehn das Relais P nicht mehr ansprechen.
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Falls zwischen den Hundertern und der Ziffer Zehn die Einer fehlen,
bleibt die Spur Hundert so lange angeschlossen, bis nach dem Schließen des Nockenkontaktes
2 auf die Spur »Zehn« umgeschaltet wird. In der 1 Sekunde dauernden Pause zwischen
der Ansage »Hundert« und »Zehn« wird dann das auf die Spur Hundert aufgesprochene
Wörtchen »und« gebracht.
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Es sollen im folgenden drei Beispiele für eine Zahlenanzeige besprochen
werden: Zunächst sei angenommen, daß der Meßwert »Null« vorliegt. In diesem Fall
hat keines der Relais L, M, N, O, F angesprochen. Nach dem Ablaufen der Meßstellenansage
spricht über die Kontakte a3, st", den Nockenkontakt 1, die Kontakte il und p2 das
Relais B an. Kontakt bi öffnet den Stromkreis des Relais A, und dieses fällt ab,
da das Relais L nicht angesprochen hat und der Kontakt 1 offenbleibt. Kontakt a3
öffnet ebenfalls, jedoch hält sich das Relais B über die Kontakte b5 und c2. Nach
dem Umlegen des Kontaktes b2 hat auch gleichzeitig über a4 das Relais C angezogen.
Dieses Relais öffnet den Kontakt c. im Stromkreis des Relais B, so daß
B wieder abfällt. Vorher wurde jedoch Kontakt c3 geschlossen, so daß Relais
C sich nach dem öffnen des Kontaktes b2 über c3, d2, il, p2 halten kann. über b2,
c1 spricht nun das Relais D an und legt den Kontakt d2 nach rechts, so daß Relais
C abfallen muß. Es zieht nun Relais E über dl, cl, b2 Nockenkontakt 1, il, p2 an.
Das Relais E hält sich über seinen Kontakt e3, auch wenn der Nockenkontakt 1. sich
wieder öffnet (e3, il, p,). Relais E wirft das Relais D ab, da sich der Kontakt
e2 geöffnet hat. Im Stromkreis des Relais H hat sich der Kontakt e5 geschlossen,
und dieses Relais spricht über die Kontakte e5, i2, p2 an. Der Kontakt h5 im Ausgang
wird eingeschaltet und damit die Tonspur mit dem Wort »Null« auf den Ausgang geschaltet
(O, wl, v1, u1, tl, h5). über den Kontakt e. im Stromkreis des Relais P und den
Nockenkontakt 2" kann nun nach dem Ablauf des ersten Sektors des Tonträgers das
Relais P ansprechen (P, e6, Nockenkontakt 2", n2, 02). Das Relais P hält sich über
seinen Kontakt p4 und den Nockenkontakt 4" so lange, bis der Nockenkontakt 4" öffnet.
In dieser Zeit ist über den Kontakt p, die Tonspur an den Ausgang geschaltet, auf
welche die Einheit des Meßwertes aufgesprochen ist. Nach dem Ansprechen des Relais
P wurde auch der Kontakt p2 geöffnet und die noch angezogenen Relais H und E abgeworfen.
Nach dem öffnen des Nockenkontaktes 4" und dem Abfallen des Relais P ist das Gerät
wieder in der Ausgangsstellung.
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Als nächstes Beispiel soll die Ansage des Meßwertes »Zehn« dargestellt
werden. Von den Relais L, M, N, O, F hat dabei nur das Relais N angesprochen.
Nach dem Ablauf der Meßstellenansage zieht wieder das Relais B an, wenn der Nockenkontakt
1
schließt. A fällt ab; C spricht an und wirft B ab, da wie im zuvor besprochenen
Beispiel die Kontakte l und m geöffnet sind. Über cl, b2, Nockenkontakte
1, il, p2 spricht das Relais D an. Relais C kann jedoch trotz des nach rechts umgelegten
Kontaktes d2 nicht abfallen, solange der Nockenkontakt 1 geschlossen ist, denn das
Relais N hat angesprochen und den Kontakt n1 nach rechts umgelegt. Das nachfolgende
Relais E kann somit nicht ansprechen, da der Kontakt cl nach rechts umgelegt ist.
Relais C fällt ab, sobald der Kontakt 1 öffnet. D hält sich inzwischen über die
Kontakte e2, d2, il, p2. Relais D
hat im Stromkreis des Relais J den Kontakt
d4 geschlossen, so daß beim Schließen des Nockenkontaktes 2' J über die Kontakte
p3, d4, Nockenkontakt 2', f, n2, 02 ansprechen kann. Da
11 öffnet, wird D abgeworfen. Der Kontakt i5 schaltet die Tonspur mit dem
aufgesprochenen Wort »Zehn« an den Ausgang. Während der beschriebenen Schaltvorgänge
waren nämlich auch die Relais R und T angezogen. Der Kontakt t2 des Zahlenwählers
ist daher nach rechts umgelegt, so daß die Spur mit dem. Wort »Zehn« an den Kontakt
1, angeschlossen ist. Das Relais J hält sich nach dem Abfallen des Relais D über
p3, i3, Nockenkontakt 1', f, n2, o2. J bleibt daher so lange angezogen, bis der
Nockenkontakt 1' wieder öffnet. In dieser Zeit wird auch die auf das Wort »Zehn«
folgende Meßstelleneinheit gesprochen.
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Als letztes Beispiel soll die Ansage der Zahl »723« verfolgt werden.
Hierbei haben die Relais L, O und M
angesprochen. Nach der Meßstellenansage
bleibt die übergeordnete Relaiskette mit dem Ansprechen des Relais B stehen, da
der Kontakt 1 geschlossen ist und das Relais A erst abfällt, wenn der Nockenkontakt
1 öffnet. Relais C kann daher nicht ansprechen, denn der Kontakt a4 wird vom Relais
A so lange offengehalten, wie der Nockenkontakt 1 geschlossen ist. Da sowohl Einer
als auch Zehner in der Meßstellenansage enthalten sind, sind auch die Relais M und
O angezogen. Über den Kontakt b3 hat das Relais Q angesprochen und die Kontakte
q1 bis q4 geschlossen. Der Meßwert Sieben in der Hunderterdekade setzt sich aus
den Dualzahlen 1-,L2+4 zusammen, so daß die Relais T, U, V ansprechen und
die entsprechenden Kontakte des Zahlenwählers einstellen. Mit dem Schließen des
Nockenkontaktes 3 spricht das Relais H über den Kontakt b4 an. Der Ausgang des Gerätes
wird durch h5 auf die Tonspur 7 im dritten Sektor des Tonträgers geschaltet (über
t1, v3, u.). Es erfolgt die Ansage »Sieben«. Relais H hält sich über seinen Kontakt
h3 und die Kontakte g2, b4 selbst, bis das Relais G über den Nockenkontakt 4 anspricht
und sich über g1, h2, i2, p2 hält. H wird abgeworfen, da g2 öffnet und über
den Kontakt g4 die Tonspur mit dem Wort »Hundert« an den Ausgang schaltet.
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Wenn jetzt der Nockenkontakt 1 wieder schließt, spricht das Relais
C über a4, b2, Nockenkontakt 1, il, p2 an und hält sich über c3, d2, il bzw. o1,
p2. Da e2 geöffnet hat, fällt das Relais B ab, sobald der Nockenkontakt 1 sich wieder
öffnet. Relais H spricht über c4, d3, i2, p2 an und legt seinen Kontakt hl nach
rechts. Relais S spricht somit an, und die Relais T und U des Zahlenwählers werden
gebracht, denn die Leitungen 1 und 2 der Einerdekade führen Spannung. Über h5 wird
der Ausgang an die Tonspur mit dem aufgesprochenen Wort »Drei« gelegt (3, u., v3,
t1, h"). Nach Schließen des Nockenkontaktes 2 wird das Relais J über p3, h4, Nockenkontakt
2, 02 gebracht. Das Relais H wird hierdurch abgeworfen, da der Kontakt 1, öffnet.
über hl, b3 spricht R an und legt die Relais T, U, V, W an die Eingänge der
Zehnerdekade. Die Leitung 20 führt Spannung, und U spricht an. Der Ausgang des Gerätes
wird über den Kontakt i5 und die Kontakte des Zahlenwählers t2, u2, v2, w2 an die
Tonspur mit dem Wort »und-Zwanzig« geschaltet. Hierbei läuft der zweite und dritte
Sektor des Tonträgers ab. Nockenkontakt 3 wird zwar betätigt, hat aber keinen weiteren
Einftuß auf die Relaisschaltung. J hält sich über p3, i3, gll, 9121 02, bis
der Nockenkontakt 4' im Stromkreis des Relais P schließt und P über 14, 4', o2 anspricht.
Jetzt wird p3 geöffnet, J fällt ab, und über p5 wird die Tonspur mit der Einheit
des Meßwertes an den Ausgang gelegt. P hält sich über p4 und den Nockenkontakt 2"',
gl3, Kontakt o2, bis der Nockenkontakt 2"' öffnet. P fällt nun ab, und die Relaisschaltung
ist in die Ausgangsstellung zurückgekehrt.
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Es ist auch möglich, mehrere Meßstellen, d. h. mehrere Geber an das
gleiche Ansagegerät, z. B: das an Hand der Zeichnung beschriebene Gerät anzuschließen.
Auf dem Tonträger muß dann eine der Zahl der Meßstellen entsprechende Anzahl von
Spuren für die Meßstellenansage vorgesehen sein: Eine zusätzliche Relais- oder Wählerschaltung
sorgt in diesem Fall dafür, daß die von der abfragenden Stelle angerufene Meßstelle
an das Ansagegerät geschaltet und gleichzeitig die zugehörige Spur für die Meßstellenansage
angeschlossen wird. Werden die Meßwerte durch Fernsprecher abgefragt, so kann die
zusätzliche Relais- oder Wählerschaltung durch eine z. B. nach Wahl einer Rufnummer
durchgegebene Impulsfolge auf den gewünschten Meßwert geschaltet werden. Das Ansagegerät
kann auch so aufgebaut sein, daß mehrere Stellen gleichzeitig den Meßwert abhören
können. So müssen lediglich die Verstärker entsprechend bemessen sein, über welche
die von den Abtastköpfen der Tonspuren aufgenommene Tonfrequenz verstärkt wird.
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Die angegebene Relaisschaltung stellt, wie bereits erwähnt, nur ein
Ausführungsbeispiel dar. Eine ähnliche Schaltung kann auch angegeben werden, wenn
an Stelle der tetradischen Übermittlung des Meßwertes z. B. eine rein duale Verschlüsselung
vorgesehen ist.