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DE1129153B - Verfahren zur Herstellung von ª‡-Cyan-ª‰-Alkyl-ª‰-phenylacrylsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ª‡-Cyan-ª‰-Alkyl-ª‰-phenylacrylsaeureestern

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Publication number
DE1129153B
DE1129153B DEF28847A DEF0028847A DE1129153B DE 1129153 B DE1129153 B DE 1129153B DE F28847 A DEF28847 A DE F28847A DE F0028847 A DEF0028847 A DE F0028847A DE 1129153 B DE1129153 B DE 1129153B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyano
methyl
mol
acid
vol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF28847A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Joachim Nentwig
Dr Wilhelm Krey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF28847A priority Critical patent/DE1129153B/de
Priority to BE592075A priority patent/BE592075A/fr
Priority to US39204A priority patent/US3180885A/en
Publication of DE1129153B publication Critical patent/DE1129153B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von a-Cyan-ß-Alkyl-p-phenylacrylsäureestern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von-Cyan-ß-alkyl-ß-phenylacrylsäureestern, die wichtige Absorptionsmittel für ultraviolettes Licht sind.
  • Es ist bekannt (vgl. Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, B. 8, Teil 3,1952, S. 618 bis 620), daß Oxoverbindungen mit Verbindungen, die eine aktive Methylengruppe enthalten, in Gegenwart katalytischer Mengen basischer Stoffe unter Abspaltung von Wasser reagieren. Je nach der Reaktionsfähigkeit der Teilnehmer verläuft diese Umsetzung sehr leicht, so mit Aldehyden einerseits und z. B.
  • Malonsäuredinitril andererseits. Bei der Umsetzung von Ketonen sind hingegen in der Regel höhere Temperaturen notwendig, vor allem, wenn z. B. die ebenfalls weniger reaktionsfähigen Cyanessigsäureester als Methylenverbindungen eingesetzt werden.
  • Längere Reaktionszeiten und höhere Temperaturen begünstigen aber nicht nur die erwähnte Kondensation, sondern auch Nebenreaktionen und vermindern damit die Ausbeuten.
  • Eine besonders störende Nebenreaktion tritt bei der Kondensation von Ketonen mit aktive Methylengruppen enthaltenden Verbindungen gerade dann auf, wenn man die als Katalysatoren besonders bewährten Salze von Ammoniak bzw. primären Aminen mit organischen Carbonsäuren verwendet. Einerseits sind diese Aminsalze besonders gute Katalysatoren bei der Kondensation des Ketons mit der eine aktive Methylengruppe enthaltenden Verbindung, andererseits aber sind gerade diese Aminsalze unter den Reaktionsbedingungen selbst nicht beständig und können ihrerseits unter Wasserabspaltung die entsprechenden, gegebenenfalls N-substituierten Carbonsäureamide bilden. Diese sind als Katalysatoren jedoch unwirksam und verunreinigen außerdem das Reaktionsprodukt.
  • Man hat versucht, diesen Ubelstand abzustellen, indem man z. B. Ammoniumacetat in kleinen Mengen während der Umsetzung in Abständen zugab. Es ist z. B. in Journal of Organic Chemistry, B. 15,1950, S. 381 bis 390, angegeben, daß man eine Ausbeute von 71 °/o der Theorie an a-Cyan-fl-methyl-fl-phenylacrylsdureäthylester durch Umsetzung von 1 Mol Acetophenon mit 2 Mol Cyanessigsäureäthylester in benzolischer Lösung in Anwesenheit von 1,6 Mol Essigsäure durch 46stündiges Kochen am Rückflußkühler unter anteilweiser Zugabe von 0,75 bis zu 1,2 Mol Ammoniumacetat erhält. Bei anderen, reaktionsfähigeren Phenylalkylketonen ist es zwar nicht erforderlich, den doppelten Überschuß von Cyanessigsäureester zu verwenden. Aber auch diese Ketone lassen sich nur dann mit dem Cyanessigsäureester in guten Ausbeuten kondensieren, wenn 20 Molprozent des Cyanessigsäureesters im Überschuß verwendet werden und wenn große Mengen von Ammoniumacetat, auf I Mol Keton 0,25 bis 0,8 Mol Katalysator, in kleinen Anteilen während der meist sehr langen Reaktionszeiten, die bis zu 52 Stunden betragen können, zugegeben werden. Für eine technische Herstellung von-Cyanß-alkyl-ß-phenylacrylsäureestern ist dieses Verfahren jedoch nicht ohne weiteres geeignet. Die Reaktionszeiten sind lang, die anteilweise Zugabe des Katalysators ist umständlich, und das Reaktionsprodukt ist noch durch größere Mengen entstandener Nebenprodukte verunreinigt.
  • Eine weitere Nebenreaktion bei der Herstellung von Kondensationsprodukten aus aromatisch-aliphatischen Ketonen mit Cyanessigsäureestern besteht in der Reaktion der Carbonsäureestergruppe mit dem als Katalysator verwendeten Amin unter Bildung einer Carbonsäureamidgruppe. Diese Nebenreaktion kann sowohl an dem Ausgangsstoff als auch an der durch Wasserabspaltung erhaltenen Endverbindung eintreten. Tatsächlich können bei den auf die beschriebene Weise durchgeführten Umsetzungen im abgespaltenen Reaktionswasser stets mehr oder weniger große Mengen des im Cyanessigsäureester gebundenen Alkohols nachgewiesen werden.
  • Es ist ferner aus Comptes rendus hebdomadaires des séauces de l'académie des sciences, B. 242,1956, S. 2468/69, bekannt, daß sich an Stelle von Ketonen die entsprechenden Ketimine mit Methylengruppen enthaltenden Verbindungen unter Abspaltung von Ammoniak umsetzen lassen, zum Teil sogar mit besserem Erfolg. So ist z. B. die Herstellung des oc-Cyan-ß, ß-diphenylacrylsäureäthylesters durch Umsetzung des Benzophenonketimins mit Cyanessigsäureäthylester in der vorstehend angegebenen Stelle beschrieben. Diese Umsetzung läßt sich jedoch nicht auf das entsprechende Acetophenonketimin übertragen, da dieses Imin in noch stärkerem Mal3e als das Acetophenon zur Selbstkondensation neigt. Geht man statt dessen von einem N-substituierten Acetophenonketimin aus, so beträgt auch hier die Ausbeute an ec-Cyan-#-methyl-ß-phenylacrylsäureester kaum mehr als etwa 50 °/0, während der übrige Teil der Ausgangsstoffe verharzt.
  • Schließlich ist es auch aus Comptes rendus hebdomadaires des séances de l'académie des sciences, Bd. 246, 1958, S. 3259 bis 3261, bekannt, daß man bei der Umsetzung von Arylphenylketiminen mit Cyanessigsäure ebenfalls gute Ausbeuten an den entsprechenden Acrylsäuren erhält. Aber auch dieses Verfahren läßt sich, ebensowenig wie das zuvor erwähnte Verfahren unter Verwendung von Cyanessigsäureestern, nicht auf die Umsetzung von Alkylphenylketiminen, z. B.
  • N-substituierten Acetophenoniminen, mit Erfolg anwenden, da man auch hierbei nur geringe Ausbeuten an Acrylsäuren erhält.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ss-Cyan-ß-alkylß-phenylacrylsäureester in technisch vorteilhafter Weise in sehr guten Ausbeuten und besonders hoher Reinheit dadurch erhält, daß man am Stickstoff alkylsubstituierte Alkylphenylketimine mit Cyanessigsäureestern in Gegenwart mindestens stöchiometrischer Mengen einer anorganischen oder vorzugsweise organischen Säure und gegebenenfalls organischer Lösungsmittel bei mäßig erhöhten Temperaturen umsetzt.
  • Für das Verfahren geeignete, am Stickstoff substituierte Alkylphenylketimine sind N-Methyl-, N-Äthyl-, N-Propyl-, N-Butyl-, N-Amyl-und N-Cyclohexylmethyl-,-äthyl-,-propyl-,-butyl-,-amyl-und-cyclohexylphenylketimine, in denen der Phenylrest ein oder mehrfach durch Alkyl-und Oxyalkylgruppen substituiert sein kann. Es ist nicht erforderlich, die N-substituierten Alkylphenylketimine in reiner Form darzustellen, vielmehr können diese Verbindungen, wie sie bei der Herstellung beispielsweise in benzolscher Lösung entstehen, unmittelbar zur Umsetzung verwendet werden.
  • Als geeignete Cyanessigsäureester seien beispielsweise genannt : der Methyl-, der Äthyl-, der Propyl-, der Amyl-, der Cyclohexyl-und der Phenylester.
  • Als anorganische und organische Säuren können verwendet werden : Chlorwasserstoff, Schwefelsäure und Phosphorsäure, vorzugsweise jedoch Carbonsäuren, wie Ameisensäure, Essigsäure und Propionsäure.
  • Als geeignete Lösungsmittel, die gegebenenfalls mitverwendet werden können, seien schließlich genannt : Benzol, Toluol, Xylol, Chlorbenzol, Cyclohexan, Benzinfraktionen, Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Methanol und Äthanol.
  • In der Regel verläuft die Umsetzung schon bei Raumtemperatur. In manchen Fällen ist es zweckmäßig, bei mäßig erhöhten Temperaturen, beispielsweise bis etwa 60°C, die Umsetzung durchzuführen.
  • Die Reaktionszeiten sind meistens sehr kurz, sie liegen im allgemeinen, je nach der Menge der angewendeten Reaktionsteilnehmer, zwischen einigen Minuten und einigen Stunden.
  • Diese Reaktionsbedingungen sind so günstig, daß die bei den bekannten Verfahren auftretenden Nebenreaktionen kaum möglich sind.
  • Beispiel I Zu einer Mischung aus 110 g (1,1 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 70 g (1,16 Mol) Essigsäure in einem Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer und Rücki3ußkühler tropft man eine Mischung aus 215 g (1 Mol) der Schiffschen Base aus Propiophenon und Cyclohexylamin und 150ccm Benzol im Laufe von 30 Minuten, wodurch die Temperatur bis auf 58°C steigt. Nach dem Eintropfen wird die Mischung noch 2 Stunden bei 55 bis 60°C nachgerührt. Das Reaktionsprodukt wird gründlich mit Wasser und 5 °/Oiger wäßriger Salzsäure gewaschen, die organische Schicht getrocknet und der Rückstand nach der Entfernung des Benzols im Vakuum fraktioniert destilliert. Man erhält einen Vorlauf von 9 g und einen Hauptlauf von 185 g, der aus dem gesuchten a-Cyan-ß-äthyl-ß-phenylacrylsäuremethylester besteht und den Siedepunkt Kp. o,, = 140 bis 148°C hat. Der Rückstand beträgt 6 g. Die Ausbeute beträgt 86 °/o der Theorie. Die Umsetzung erfolgt nach dem Formelbild : Beispiel 2 450 g (3 Mol) p-Methoxyacetophenon, 351 g (3,3 Mol) 94% igues Cyclohexylamin, 600 g Benzol und 10 g Essigsäure als Katalysator werden 6 Stunden am Wasserabscheider gekocht. Nach dieser Zeit sind 58 ccm Wasser abdestilliert. Nach dem Erkalten wird zu der entstandenen Rohlösung der Schiffschen Base aus p-Methoxyacetophenon und Cyclohexylamin eine Mischung aus 330 g (3,3 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 220 g (3,68 Mol) Essigsäure getropft. Die Temperatur steigt von 25 auf 60°C. Die Zutropfgeschwindigkeit wird so gewählt, daß die Temperatur von 60°C nicht überschritten wird. Die Zugabe ist nach 30 Minuten beendet ; die Reaktionsmischung wird dann noch 1 Stunde bei 55 bis 60° C nachgerührt.
  • Das Reaktionsprodukt wird zweimal mit Wasser und zweimal mit etwa 5 °/oiger wäßriger Salzsäure gewaschen, die organische Schicht getrocknet und nach der Entfernung des Benzols im Vakuum fraktioniert destilliert. Man erhält einen Vorlauf von 110 g, der 51 g p-Methoxyacetophenon, das erneut eingesetzt werden kann, enthält. Als Hauptlauf werden 600 g des o ;-Cyan--methyl-- (p-methoxyphenyl)-acrylsäuremethylesters mit dem Siedepunkt Kp. l = etwa 170 bis 190°C erhalten. Der Rückstand beträgt 11 g. Die Ausbeute beträgt 97,5 °/o der Theorie, der Umsatz 86,5 °/o.
  • Beispiel 3 Zu 115 g (0,5 Mol) der Schiffschen Base aus p-Methoxyacetophenon und Cyclohexylamin gibt man in einem kleinen Laboratoriumskneter nach und nach ein Gemisch aus 55 g (0,55 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 35 g (0,58 Mol) Essigsäure unter ständigem Kneten. Die Zugabe des Gemisches aus Cyanessigsäuremethylester und Essigsäure ist innerhalb von 20 Minuten beendet. Die Reaktionsmischung wird noch so lange geknetet, bis das Gemisch fest geworden ist, wozu etwa 1/2 Stunde benötigt wird.
  • Danach wird die Mischung zweimal mit 200 ccm Wasser und einmal mit 200 ccm verdünnter Salzsäure im Kneter gewaschen, filtriert und im Vakuum bei 50°C getrocknet. Die Ausbeute an ou-Cyan-p-(p-methoxyphenyl)-acrylsäuremethylester beträgt 105 g, entsprechend 92 °/o der Theorie, der Schmelzpunkt beträgt 86 bis 87°C. Der Ester kann durch Destillieren im Vakuum oder durch Umkristallisieren aus Methanol weitergereinigt werden, jedoch ist der Rohester, wie auch der Schmelzpunkt zeigt, für die meisten Anwendungszwecke bereits ausreichend rein.
  • Beispiel 4 Zu 2079 g (9 Mol) der Schiffschen Base aus p-Methoxyacetophenon und Cyclohexylamin, gelöst in 2000 ccm Benzol, tropft man unter Rühren eine Mischung aus 990 g (10 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 600 g (10 Mol) Essigsäure. Die Temperatur steigt von 25 auf 60° C. Nach dem beendeten Zutropfen des Gemisches aus Cyanessigsäuremethylester und Essigsäure wird die Mischung noch 1 Stunde bei 55 bis 60° C nachgerührt. Die Reaktionsmischung wird dreimal mit 3 °/oiger wäßriger Salzsäure und einmal mit Wasser gewaschen und die Benzolschicht getrocknet. Nach der Entfernung des Lösungsmittels wird der Rückstand fraktioniert destilliert. Man erhält einen Vorlauf von 102 g, davon sind 64 g p-Methoxyacetophenon, die erneut eingesetzt werden können, als Hauptlauf 1851 g-Cyan-p-methylj8- (p-metoxyphenol)-acrylsäuremethylester mit dem Siedepunkt Kp. l = etwa 170 bis 190° C und 78 g Rückstand. Die Ausbeute, berechnet auf p-Methoxyacetophenon, beträgt 93,5"/o der Theorie, der Umsatz 89,2 °/o der Theorie.
  • Bei der Verwendung der Schiffschen Base aus p-Methoxyacetophenon und Isobutylamin und der entsprechenden Arbeitsweise beträgt die Ausbeute an ou-Cyan-B-(p-methoxyphenyl)-acrylsäuremethylester 87/0 der Theorie.
  • Beispiel 5 94 g (0,43 Mol) der Schiffschen Base aus Acetophenon und Cyclohexylamin werden in einem Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler in 250 g Benzol gelöst. Dazu tropft man ein Gemisch aus 55 g ; (0,55 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 40 g (0,67 Mol) Essigsäure innerhalb von 20 Minuten, wodurch die Temperatur auf 55° C ansteigt. Das Reaktionsgemisch wird noch 2 Stunden bei 55 bis 60° C nachgerührt. Nach dem gründlichen Waschen der Reaktionslösung mit 0,5°/Oiger Salzsäure und Wasser wird jene destilliert. Man erhält nach einem Vorlauf von 12 g, der 6 g Acetophenon enthält, als Hauptlauf 78 g a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsäuremethylester, Kp. o, g = 155 bis 165° C ; die Ausbeute beträgt 95,5 °/o der Theorie. Der Ester ist eine gelbliche Flüssigkeit. Der Destillationsrückstand beträgt 2 g.
  • Beispiel 6 In eine Mischung aus 116 g (0,5 Mol) der Schiffschen Base, die aus p-Methoxyacetophenon und Cyclohexylamin hergestellt wurde, 50 g (0,5 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 400 g Benzol in einem Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer, Gaseinleitungsrohr, Rückflußkühler und Gasableitungsrohr leitet man einen langsamen Chlorwasserstoffstrom ein, dadurch erwärmt sich die Reaktionsmischung ; gleichzeitig fällt Cyclohexylaminhydrochlorid aus. Sobald die Wärmeentwicklung nachgelassen hat, wird die Mischung in einem Wasserbad auf 50° C erhitzt und das Einleiten des langsamen Chlorwasserstoffstromes noch 6 Stunden fortgesetzt.
  • Danach wird die Mischung mit 150 ccm Wasser versetzt, die sich abscheidende Benzolschicht abgetrennt und noch zweimal mit je 100 ccm Wasser ausgeschüttelt. Nach dem Abdestillieren des Benzols erhält man 85 g a-Cyan-ß-methyl-ß-(p-methoxyphenyl)-acrylsäuremethylester als schwachgelbe feste Masse mit dem Schmelzpunkt 59 bis 77° C. Die Ausbeute beträgt 73 °/o. Der Ester ist in dieser Form für die meisten Zwecke genügend rein. Er kann jedoch durch Destillation oder Umkristallisieren im Bedarfsfalle noch weitergereinigt werden.
  • Beispiel 7 Zu 116 g (0,5 Mol) der Schiffschen Base aus p-Methoxyacetophenon und Cyclohexylamin und 200 g Benzol in einem Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler tropft man unter Rühren eine Mischung aus 106 g (0,5 Mol) Cyanessigsäurenonylester und 33 g (0,55 Mol) Essigsäure innerhalb von 15 Minuten. Die Temperatur steigt dadurch von 23 auf 40° C, und gleichzeitig fällt Cyclohexylaminacetat aus. Nach dem beendeten Zutropfen wird die Reaktionsmischung noch 1/2 Stunde im Wasserbad auf 60° C erwärmt. Danach werden 200 ccm Wasser zugegeben, und die wäßrige Schicht wird abgetrennt. Die Benzolschicht wird noch mit 100 ccm 5°/oiger Salzsäure gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum der Wasserstrahlpumpe vom Benzol befreit. Der Rückstand beträgt 169 g. Durch Destillation erhält man daraus 161 g a-Cyan-ß-methyl-ß- (p-methoxyphenyl)-acrylsäurenonylester, das entspricht einer Ausbeute von 93,5"/o der Theorie.
  • C21H2903N ; Molekulargewicht = 343.
  • Berechnet... C 73,5 0/,, H 8, 45 °/o, O 14,00"/o ; gefunden... C73, 4°/o, H8, 60, °/o, O 13,97°/o.
  • Der Ester ist eine fast farblose, viskose Flüssigkeit ; die Brechzahl beträgt n2t) = 1,5371.
  • Beispiel 8 Zu einer Mischung aus 50 g (0,5 Mol) Cyanessigsäuremethylester, 200 g Benzol und 17 g Orthophosphorsäure (0,173 Mol) in einem Dreihalskolben mit Rührer, Rückflußkühler und Thermometer gibt man eine Lösung von 116 g (0,5 Mol) der Schiffschen Base aus p-Methoxyacetophenon und Cyclohexylamin in 100 g Benzol. Man erhitzt die Mischung 7 Stunden auf 60° C. Die Reaktionsmischung wird dann zweimal mit 250 ccm 7°/Oiger wäßriger Salzsäure und danach mit 200 ccm Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und durch Abdestillieren vom Benzol befreit. Es werden 93 g a-Cyan-ß-methylß- (p-methoxyphenyl)-acrylsäuremethylester, also in 80°/oiger Ausbeute erhalten. Der Ester ist eine schwachgelbliche kristalline Masse vom Schmelzpunkt 74 bis 81'C.
  • Beispiel 9 Ein Gemisch aus 243 g (1 Mol) der Schiffschen Base aus 2,4,5-Trimethylacetophenon und Cyclohexylamin, 150 g (1,5 Mol) Cyanessigsäuremethylester und 90 g (1,5 Mol) Essigsäure wird 9 Stunden bei 65 bis 70° C gerührt. Nach der Zugabe von 300 g Toluol wird das Reaktionsgemisch fünfmal mit je 500 ccm Wasser gewaschen. Die organische Schicht wird im Vakuum fraktioniert destilliert. Nach einem Vorlauf, Kp. o,, = 40 bis 91° C, von 23 g gehen bei 0,5 mm Quecksilberdruck und 125 bis 145° C 176 g a-Cyan-ß-methyl-p- (2,4,5-trimethylphenyl)-acrylsäuremethylester über. Der Ester erstarrt zu gelben Kristallen. Die Ausbeute beträgt 72 °/ov Um den überraschenden Fortschritt deutlich zu machen, der bei der Umsetzung von am Stickstoff alkylsubstituierten Alkylphenylketiminen mit Cyanessigsäureestern in Gegenwart mindestens stöchiometrischer Mengen einer Säure im Vergleich zu den bekannten Umsetzungen solcher Ketimine einerseits mit Cyanessigsäureestern ohne Säurezusatz und andererseits mit Cyanessigsäure, wie sie im Schrifttum beschrieben sind, erzielt wird, wurden folgende drei Versuche durchgeführt und die Ergebnisse miteinander verglichen.
  • 1. Die Umsetzung der Schiffschen Base aus Acetophenon und Cyclohexylamin mit Cyanessigsäuremethylester zum a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsäuremethylester.
  • 2. Die Umsetzung der Schiffschen Base aus Acetophenon und Cyclohexylamin mit Cyanessigsäure zur a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsäure.
  • 3. Die Umsetzung der Schiffschen Base aus Acetophenon und Cyclohexylamin mit einem Gemisch aus Cyanessigsäuremethylester und Essigsäure zum a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsäuremethylester nach dem Verfahren der Erfindung.
  • Es wurde wie folgt gearbeitet. Zu jeweils 0,55 Mol des Cyanessigsäuremethylesters bzw. der Cyanessigsaure, bei dem Versuch 3 zusätzlich in Mischung mit 0,6 Mol Essigsäure, in 200 g Benzol tropft man jeweils eine Lösung der Schiffschen Base aus 0,5 Mol in Benzol innerhalb 15 Minuten. Die Mischungen werden dann eine Stunde zum Sieden erhitzt und nach dem Abkühlen mit 0,6 Mol 10°/oiger wäßriger Salzsäure versetzt.
  • Bei dem Versuch 2 scheidet sich danach ein kristallines Produkt aus, das abgesaugt wird.
  • Bei allen drei Versuchen wird alsdann die Benzolschicht noch zweimal mit je 200 cm3 50/figer wäßriger Salzsäure ausgeschüttelt und das Benzol im Wasserstrahlvakuum entfernt. Bei Versuch 1 und 3 wird der Rückstand fraktioniert destilliert. Bei Versuch 2 besteht der Rückstand aus einer viskosen, tiefrot braunen Masse. Da das Verhalten und die Analyse dieses Rückstandes einwandfrei erkennen läßt, daß es sich nicht um das gewünschte Reaktionsprodukt, also um a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsäure, handeln kann, wird dieser Rückstand nicht weiter aufgearbeitet.
  • Die Ergebnisse der drei Versuche sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt :
    Versuch
    1 1 1 2 3
    Endverbindung........ Kp. 0, l5122° C E. = 157 bis 164° C Kp. o, l = 118° C
    Jodfarbzahl 6 6 2
    C-Gehalt
    71, 63 °/0 70, 6 °/0 71, 63 °/o
    gefunden.............. 70, 95 bis 70,98 70,79 bis 71,04 71,61 bis 71,68
    Ausbeute.............. 300/0 der Theorie 16 °/o der Theorie 88 duo der Theorie
    Nebenprodukte........ Vorläufe 60°/o, Destilla-50°/0 der Theorie einer Vorlauf 70/0, Destillations-
    tionsrückstand 7 °/0 viskosen, tiefrotbraunen rückstand 3 °/0
    Flüssigkeit, C = 76,02
    bis 76, 25 °/o
    Verlängert man bei Versuch 2 die Reaktionszeit durch 5stündiges Nachrühren bei Zimmertemperatur bzw. bei 80° C, dann findet man überhaupt keine a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsåure mehr. Die erhaltenen braunen Flüssigkeiten sind nicht zum Kristallisieren zu bringen und weichen in ihren Kohlenstoffgehalten mit 80,58 bis 80,72 bzw. 79,15 bis 79,34°/0 sehr weit von dem berechneten Wert von 70,6% ab.
  • Bei der Verwendung der Schiffschen Base aus Acetophenon und Isobutylamin ändern sich die Verhältnisse nicht. Man erhält nach dem Versuch 3 den a-Cyan-ß-methyl-ß-phenylacrylsäuremethylester in einer Ausbeute von 72°/o der Theorie, nach Versuch 2 die entsprechende Säure in einer Ausbeute von nur 18 °/o der Theorie. Der Rest besteht wiederum aus einer nicht bestimmten rotbraunen Flüssigkeit mit einem Kohlenstoffgehalt von 80,45 bis 80,74 °/o, berechnet 70,6°/o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von a-Cyan-ß-alkylß-phenylacrylsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß man-am Stickstoff alkylsubstituierte Alkylphenylketimine mit Cyanessigsäureestern in Gegenwart mindestens stöchiometrischer Mengen einer anorganischen oder vorzugsweise organischen Säure und gegebenenfalls organischer Lösungsmittel bei mäßig erhöhten Temperaturen umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. 8, Teil 3,1952, S. 618 bis 620 ; Journal of Organic Chemistry, Bd. 15, 1950, S. 381 bis 390 ; Journal of the Amencan Chemical Society, Bd. 63, 1941, S. 3452 bis 3456 ; Bd. 75,1953, S. 1075 bis 1077 ; Comptes rendus hebdomadaires des séances de l'académie des sciences, Bd. 242,1956, S. 2468/2469 ; Bd. 246,1958, S. 3259 bis 3261.
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