-
Verfahren und Vorrichtung zum Errechnen und Drucken von Rabatt-bzw.
Steuerbeträgen bei Registrierkassen, Buchungsmaschinen u. dgl. Die Erfindung betrifft
ein Verfahren und Vorrichtungen zum Errechnen und Drucken von Rabatt- bzw. Steuerbeträgen
bei Registrierkassen, Buchungsmaschinen od. dgl. mit einer Einrichtung zur Errechnung
von Rabatt- bzw. Steuerbeträgen.
-
Im Geschäftsleben ist es üblich, beim Einkauf mancher Waren dem Kunden
einen Rabatt zu gewähren, und es ist sehr umständlich, die Summe der rabattpflichtigen
Waren von der Gesamtsumme der g6kauften Waren zu trennen und anschließend durch
Multiplikation mit dem Prozentsatz und anschließende Division durch 100 den Rabattbetrag
zu errechnen, wenn man keine geeignete Rechenmaschine dafür zur Verfügung hat. Außerdem
muß diese Arbeit mit größter Genauigkeit durchgeführt werden, um nicht bei den Kunden
in Mißkredit zu gelangen, da der Kunde sich durch fehlerhafte Berechnung des ihm
zugebilligten Rabattes geschädigt fühlt.
-
Es sind daher schon verschiedene Rechengeräte bekanntgeworden, die
die Errechnung des Rabattbetrages auf mechanischem und daher fehlerfreiem Wege ermöglichen,
doch sind diese sämtlich noch mit Nachteilen behaftet, die zu vermeiden das Ziel
der Erfindung ist.
-
So ist eine Rechenmaschine mit selbsttätiger Multipliziereinrichtung
bekanntgeworden, in der vermittels einer einzigen Tastatur beide Faktoren eines
Multiphkationsansatzes in die Maschine eingebracht werden und in der beide Faktoren
des Produktes zunächst in derselben Voreinstellvorrichtung voreingestellt und erst
dann auf die einzustellenden Glieder entweder der Zählwerksantriebe oder der Multipliziervorrichtung
übertragen werden. Dabei findet als übertragungsgetriebe ein besonderes, von den
Zählwerksantrieben unabhängiges und ausschließlich zur übertragung der Ziffernwerte
dienendes Getriebe Verwendung, das die Anschaffung verteuert und die damit ausgerüstete
Vorrichtung störanfälliger werden läßt.
-
Dieselben Mängel weisen weitere Maschinen auf, die zum Zwecke einer
Multiplikation in Form einer Mehrfachaddition mit einer die Mehrfachaddition bewirkenden
Steuereinrichtung ausgestattet sind.
-
Ferner sind auch schon Registrierkassen bekanntgeworden, die eine
Einrichtung zum Berechnen, Registrieren und Abdrucken von Rahatt- bzw. Steuerbeträgen
aufweisen. Bei diesen Maschinen werden bei der Einführung rabatt- oder steuerpflichtiger
Warenposten gleichzeitig mit den Hauptaddierrädern unter Vermittlung einer Sondertaste
durch zwischengeschaltete übertragungsglieder weitere Sonderaddierräder für die
Berechnung von Rabatt- bzw. Steuerbeträgen angetrieben. Diese Einrichtung gestattet
jedoch lediglieh, Rabatt- bzw. Steuerbeträge zu ermitteln, aufzurechnen und abzudrucken,
bei denen die Rabattzahl die Zahl 10 oder ein 10 n-faches geteilt durch 100 darstellt,
wobei der Potenzexponent h ganzzahlig sein muß und die Zahl Null einschließen kann,
die Rabattzahl also beispielsweise die Werte 10, 1 oder 1/lo°/oa umfaßt.
-
Für das Berechnen von Rabatt- oder Steuerbeträgen, die dazwischenliegende
Prozentsätze, wie 2 oder 3 % u. dgl., umfassen, ist diese Einrichtung jedoch nicht
geeignet; gerade ein Rabattsatz von 3 % ist aber derzeit allgemein üblich.
-
Derartige Registrierkassen od. dgl. mit einfachsten Mitteln. auch
zum Errechnen und Abdrucken dieser zuletzt genannten Prozentsätze geeignet zu machen,
ist daher die Aufgabe der Erfindung, die in erster Linie ein Verfahren zum Errechnen
und Drucken von Rabatt- bzw. Steuerbeträgen bei Registrierkassen, Buchungsmaschinen
od. dgl. mit einer Rabatt- bzw. Steuerrechen- und Druckeinrichtung betrifft, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß die einzelnen rabatt-bzw. steuerpflichtigen Posten
oder deren Summe dem Zähler des Rabatt- bzw. Steuerfaktors entsprechend stellenrichtig
in das Rabatt- bzw. Steuerrechenwerk eingeführt und dort mit dem Zähler des Rabatt-
bzw. Steuerfaktors vervielfacht werden, sodann das Produkt aus dem Rabatt- bzw.
Steuerrechenwerk in bekannter Weise auf das Druckwerk übertragen wird und der Abdruck
des ermittelten Wertes auf einem
Beleg mit einer dem Nenner des
Rabatt- bzw. Steuerfaktors entsprechender Stellenverschiebung im Druckwerk durchgeführt
wird.
-
Ferner betrifft die Erfindung auch eine Vorrichtung zur Durchführung
des oben geschilderten Verfahrens, nämlich eine Registrierkasse, Buchungsmaschine
od. dgl., die eine Multipliziereinrichtung aufweist, die aus Addierrädern besteht,
die durch eine der gewünschten Rabatt-bzw. Steuerzahl entsprechende getriebliche
übersetzung miteinander verbunden sind, sowie eine Mehrfachzehnerschalteinrichtung
besitzen und somit das unmittelbare Berechnen des Rabatt-bzw. Steuerbetrages gestatten,
wobei diese Multipliziereinrichtung noch mit einer weiteren Schalteinrichtung an
sich bekannter Art zur Auslösung von Mehrfachmaschinengängen entsprechender Anzahl
in Wirkungsverbindung gebracht ist, so daß die auf diese Weise ermittelten Rabatt-
bzw. Steuerbeträge vor dem Abdruck stellenwertrichtig im Druckwerk verkörpert und
anschließend ebenso stellenwertrichtig zum Abdruck gebracht werden können.
-
Die Erfindung ist an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele dargestellt
und beschrieben, und zwar zeigt Abb. 1 die Registrierkasse in perspektivischer Darstellung,
Abb. 2 das Tastenfeld der Maschine in der Draufsicht, Abb. 3 einen Schnitt durch
das Tastenfeld und die Einrichtung zur Auswahl der Addier- und Rechenwerke in der
Seitenansicht, Abb. 4 Einzelheiten des Tastenfeldes in der Seitenansicht, Abb. 5
Einzelheiten der Gangartsteuerung in der Seitenansicht, Abb. 6 die Steuereinrichtung
für die Rabattrechenwerksauswahlscheibe in der Seitenansicht, Abb. 7 die Steuereinrichtung
für die Rabattrechenwerksauswahlscheibe in der Seitenansicht, Abb. 8 den Schaltwerksantrieb
in Seitenansicht, Abb.9 Einzelheiten des Drucktypenantriebes in Seitenansicht, Abb.
10 die Werteübertragungseinrichtung mit einem Teil der Zehnerschalteinrichtung in
Seitenansicht, Abb. 11 die Werteübertragungseinrichtung mit einem Teil der Zehnerschalteinrichtung
in Seitenansicht, von der Rückseite gesehen, Abb.12 Einzelheiten der Rabattrechenwerksverschiebeeinrichtung,
teilweise im Schnitt, Abb.13 Einzelheiten der Rabattrechenwerksverschiebeeinrichtung,
teilweise im Schnitt, Abb. 14 das Rabattrechenwerk mit Verschiebeeinrichtung, teilweise
im Schnitt dargestellt, von der Rückseite gesehen, Abb. 15 Einzelheiten des Rabattrechenwerkes
in der Ansicht, Abb. 16 eine schematische Darstellung der Zehnerübertragungseinrichtung
des Rabattrechenwerkes, Abb.17 Einzelheiten der Rabattrechenwerksauswähleinrichtung
in der Seitenansicht, Abb. 18 einen Aufrechnungsscheck, Abb. 19 einen Rabattbon,
Abb. 20 einen Schnitt durch das Steuertastenfeld und die Maschinensteuerung in Seitenansicht,
Abb. 21 Einzelheiten der Steuereinrichtung für Mehrfachmaschinengänge in der Seitenansicht,
Abb. 22 ein Tastenfeld in der Draufsicht, Abb. 23 Einzelheiten einer Steuereinrichtung
für Mehrfachmaschinengänge in der Seitenansicht, Abb-. 24 bis 27 verschiedene Tastenschieber
in der Seitenansicht.
-
Die bereits vorgeschlagene Registrierkasse 1 (Abb. 1) weist ein- Betragstastenfeld
2 (Abb. 1 und 2) sowie ein Steuertastenfeld 4 auf, das unter anderem eine Taste
5 zur Ermittlung der Gesamtsumme aller rabatt- und nichtrabattpflichtigen Waren
eines Geschäftsvorganges, eine Taste 6 zum Registrieren nicht rabattpflichtiger
Aufrechnungsposten, eine Taste 7 zum Registrieren der rabattpflichtigen Aufrechnungsposten
und eine Taste 8 zum Ermitteln der Gesamtsumme der rabattpflichtigen Aufrechnungsposten
enthält.
-
Die Betrags- und Steuertasten sind in bekannter Weise in Tastenbänken
34 (Abb. 3) verschiebbar gelagert und wirken mittels ihrer Bolzen 9 (vgl. auch Abb.
4) unter anderem auf die noch zu beschreibenden Tastenschieber 35, 36, 37 (Abb.
3, 5, 6, 7) ein, die in Stift-Schlitz-Verbindungen 10, 11 geführt werden
und mit ihren Schäften 12 mit Fühlhebeln 13 (Abb. 4 und 8) der an sich bekannten
Schaltwerke 14 zusammenarbeiten, die auf einer Achse 21 drehbar gelagert
sind und von der Maschinenhauptwelle 76 aus angetrieben werden. Mittels der Steuerkurven
175, 176, die auf Abfühlrollen 177, 178 eines um die Achse 179 drehbaren Kurvennachlaufhebels
180 einwirken, wird über das Zahnsegment 182 das zum Schaltwerk 14 gehörende Zahnsegment
183 angetrieben.
-
An jedem zum Betragstastenfeld 2 gehörenden Schaltwerk 14 ist ein
weiteres Zahnsegment 184 befestigt, das mit einem auf einer Rohrwelle 186 sitzenden
Zahnrad 185 kämmt. Die Rohrwelle 186 steht mit einem Zahnrad 187 in Verbindung (Abb.
9), das mit dem Zahnrad 188 des Drucktypenrades 189 kämmt. Die Schaltwerke14 fühlen
in bekannterWeise die Tasteneinstellungen des Tastenfeldes 2 und 4 ab und beeinflussen
die zugehörigen Steuerorgane bzw. Addier- und Rechenwerke sowie die einzelnen Drucktypenräder
189, wobei eine bekannte Tastenverblokkung im Zusammenwirken mit einer Maschinenfreigabewelle
15 (Abb. 3) die Zusammenarbeit der verschiedenen Einstellmittel überwacht.
-
Auf der Maschinenhauptwelle 76 (Abb. 3, 5) sind für die einzelnen
Gangarten »Addition«, »Endsumme« und »Zwischensumme« entsprechend geformte Kurvenscheiben
77 a, 77 b, 77 c vorgesehen, die je einen auf der Achse 62 drehbar lagernden
Rollenhebel 75 antreiben. Jeder Rollenhebel 75 weist einen unterschiedlich
angeordneten Fortsatz 75 a, 75 b oder 75 c auf, mit denen ein an einem drehbeweglichen
Bügel 65 befestigter Vierkantbolzen 67 jeweils zusammenwirkt. Der Bügel 65 ist auf
einer Achse 66 gelagert, die auf einem auf der Achse 62 angeordneten, mit einer
Verzahnung 71 versehenen Winkelhebel 61 befestigt ist. Mittels der Zugstange 68
und des auf der Achse 70 lagernden Winkelhebels 69 sowie der Zugstange 72 wird je
nach der gedrückten Taste 5 bis 8 ein entsprechender Rollenhebel 75 durch den Tastenschieber
35 ausgewählt, der über den Fortsatz 75 a,
75 b oder 75 c den
Vierkantbolzen 67 und den Bügel 65 den Winkelhebel 61 antreibt. Der Winkelhebel
61
steht mittels seiner Verzahnung 71 mit einem auf einer Welle 22 befestigten
Zahnrad 60 im Eingriff, so daß die Bewegungen des Winkelhebels 61 auch auf die Welle
22 übertragen werden.
An der Seitenwand 300 (Abb. 3) lagern verschiebbar
mittels an sich bekannter Stift-Schlitz-Verbindungen die Schienen 302, 303, die
je eine Verzahnung 304, 305 aufweisen. Mittels eines auf der Welle
22
verstifteten Zahnrades 306, das mit den Verzahnungen 304, 305 der Schienen
302, 303 im Eingriff steht, können diese parallel zueinander verschoben werden.
Die Schiene 303 dient zum Einrücken hier nicht dargestellter, an sich bekannter
Addierwerke, die mit Doppelsegmenten 478 bis 480 (Abb. 10, 11) in und außer Eingriff
gebracht werden können.
-
Parallel zur Schiene 302 ist eine weitere Schiene 322 (Abb.3) verschiebbar
gelagert. Ein auf einer Schaltwelle 324 verstifteter Hebel 325 greift mittels seiner
Gabel 326 über einen in der Schiene 322 eingenieteten Stift 327. Ein zweiter auf
der Schaltwelle 324 verstifteter Hebel 328 greift mittels eines Stiftes 330 in eine
Gabel 331 eines auf derAchse 62 drehbar lagernden Schalthebels 332, der mit einem
der Gangart »Addition« zugeordneten Rollenhebels 75 (Fortsatz 75 a) verstiftet
ist. Wird der betreffende Rollenhebel 75 unter Vermittlung einer gedrückten Gangarttaste
5 bis 8 ausgewählt und von der Maschinenhauptwelle, 76 mittels der entsprechenden
Kurvenscheibe 77a angetrieben, ,so überträgt der Schalthebel 332
diese Bewegung
über die auf der Schaltwelle 324 verstifteten Hebel 328, 325 auf die Schiene 322,
so daß die Gangart »Addition« wirksam werden kann.
-
In der Seitenwand 300 ist ferner ein Lagerbolzen 335 (Abb. 3) befestigt,
der einen drehbeweglich angeordneten Schalthebel 337 trägt. Der Schalthebel
337
weist einen Schaltbolzen 341 auf und ist mit seinem anderen Ende an eine
Lasche 343 eines Lagersegmentes 345 angelenkt. Eine an dem Lagerbolzen 349
eingehängte Feder 351, die an ihrem anderen Ende mittels eines Stehbolzens 352 an
der Seitenwand 300 befestigt ist, hält das Lagersegment 345 in seiner in der Abb.
3 gezeigten Lage.
-
Der Schaltbolzen 341 (Abb. 3, 17) ragt in einen Durchbruch 355 der
Schienen 302, 322 und befindet sich im Schwenkbereich von Einrückhebeln 357, 358,
die mittels je eines Bolzens 362, 363 auf den Schienen 302, 322 drehbar befestigt
sind. Ein mittels einer Schaltwelle 364 (Abb. 3,17) an der Seitenwand 300 drehbar
angeordneter Hebel 365 steht durch zwei an seinem Stift 366 angelenkte Laschen
367, 368 mit den Einrückhebeln 357, 358 über die Bolzen 369, 370 in Wirkverbindung.
Auf die Schaltwelle 364 ist ein Hebel 376 geklemmt, dessen Feder 378 entgegen dem
Uhrzeigersinn auf die Schaltwelle 364 einwirkt und der über eine Zugstange 377 mit
einem von der Steuertaste 5 bis 8 der Steuertastenbank 4 beeinflußten Tastenschieber
37 in Verbindung steht.
-
Durch Einwirkung der Feder 378 auf die Schaltwelle 364 nehmen die
Einrückhebel 357, 358 die Ausgangslage, d. h. die in Abb. 17 gezeigte Stellung ein,
wobei der Einrückhebel 358 über den Schaltbolzen 341 greift und der Schalthebel
357 in seine aasgekuppelte Stellung geschwenkt ist. Bei der in Abb. 3 dargestellten
Lage der Einrückhebel 357, 358 sind beide in aasgekuppeltem Zustand, der jedoch
nur unter Vermittlung einer der Tasten 5 oder 6 der Steuertastenbank 4 hergestellt
werden kann.
-
Das Lagersegment 345 (Abb. 3, 14) dient zur Führung der in den Zwischenwänden
375 und 379 verschiebbar und drehbar gelagerten Schaltwelle 383, die an ihren mit
dem Lagersegment 345 zusammenarbeitenden Ende 382 als Vierkant ausgebildet ist.
Auf der Schaltwelle 383 ist mittels kniegelenkartiger Einrückhebel384, 385 (Abb.
15, 16) und der Platte 387 ein Rabattrechenwerk 386 angeordnet.
-
Die Einrichtung zum Verschieben des noch näher zu beschreibenden Rabattrechenwerkes
386 ist wie folgt gestaltet: Ein zwischen der Seitenwand 300 und der Zwischenwand
375 verschraubter Lagerbock 393 (Abb. 12, 13, 14) trägt in einer Bohrung einen mit
einer Hülse 394 umgebenden Bolzen 395. Der Bolzen 395 ist an seinem linken Ende
in bezug auf Abb. 13 mit der Büchse 396 eines Schalthebels 398 vernietet und weist
an seinem rechten Ende einen Lagerstein 401 auf, der als Lager für eine Schaltbrücke
404
dient. In einer weiteren Bohrung des Lagerbockes 393 (Abb. 12) ist ebenfalls
ein mit einer Hülse 406 umgebener Bolzen 407 drehbar gelagert. Der Bolzen 407 ist
mit einem Fühlhebel 409 fest verbunden und weist an seinem vorderen Ende einen vernieteten,
von einer Feder 411 (Abb. 3, 12, 1.4) im Uhrzeigersinn beeinflußten Schalthebel
413 auf. Der Schalthebel 413 greift mittels seiner gabelförmigen Öffnung 416 über
den Fortsatz 418 der Schaltbrücke 404, während der Fühlhebe1409 mit einer stufenförmigen
Rabattrechenwerksauswahlscheibe 420 zusammenarbeitet. Die Rabattrechenwerksauswahlscheibe420
(Abb.6, 7, 14) ist durch die Klemm- und Schraubverbindung 38, 39 auf einer Welle
422, die in den Seitenwänden 300 bzw. 375 drehbar gelagert ist, befestigt und wird
von einer Feder 423 entgegen dem Uhrzeigersinne gezogen. Diese Bewegung der Welle
wird durch die Stifte 10 der Schlitze 11 des die Einstellbewegungen der Rabattrechenwerksauswahlscheibe
420 steuernden Tastenschiebers 36 der Steuertastenbank 4 begrenzt, der mit der Rabattrechenwerksauswahlscheibe
420 durch Stifte 40, 41 und der Zugstange 425 verbunden ist und bei gedrückter Taste
8 die Rabattrechenwerksauswahlscheibe 420 im Uhrzeigersinn verstellt (Abb. 7), während
die Feder 423 bei freigegebener Taste 8 (To/o) die Rabattrechenwerksau,swahlscheibe
420 und den Tastenschieber 36 in ihre Ausgangslagen nach Abb. 6 zurückverschwenkt.
-
Ein von dem hier nicht dargestellten Maschinengetriebe über einen
ebenfalls nicht dargestellten Kurvenhebel beeinflußter Sperrhebel 435 (Abb. 3) gibt
am Anfang des Maschinenganges den Schalthebel 413 frei, so daß die Feder 411 den
Schalthebel 413 im Uhrzeigersinn verschwenken kann. Hierbei wird die vom Fühlhebel409
gesteuerte, auf den Lagerstein 401
gleitende Schaltbrücke 404 mit Bezug auf
Abb. 14 nach links verschoben, und zwar so weit, bis der Fühlhebel 409 auf der Rabattrechenwerksauswahl-.scheibe
420 bzw. deren Kurvenabschnitte 421 oder 424 einen Anschlag findet.
-
Mit der Schaltbrücke 404 arbeitet ein in einer Schaltwelle 430 (Abb.
12, 14) befestigter Bolzen 431 bzw. ein Fortsatz 432 eines auf der Schaltwelle 430
befestigten Rollenhebels 436 zusammen. Die Schaltwelle 430 ist gleichfalls
in den Seitenwänden 300,
375 drehbar gelagert. Der Rollenhebel 436 steht mit
einer auf der Maschinenhauptwelle 76 verstifteten Kurvenscheibe 434 in Antriebsverbindung.
Der auf der Büchse 396 (Abb. 13) aufgepreßte und mit dem Bolzen 395 vernietete Schalthebel
398 ist mit einem Zwischenhebel 439 formschlüssig verbunden, der an dem an der Zwischenwand
375 verschraubten Lagerbock 438 drehbar gelagert ist. Der Zwischenhebel 439, die
Hülse 400 und der Hebel 403 bilden ein
starres Gestänge. Der Hebel
403 steht in Wirkverbindung mit einem auf dem Vierkantteil 382 der Schaltwelle 383
befestigten Lagerstein 440. Wird der auf der Schaltwelle 430 verstiftete
Rollenhebel 436
(Abb. 12) durch die Kurvenscheibe 434 entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt, so greift der in der Schaltwelle 430 vernietete Bolzen 431 unter die
in Abb. 14 dargestellte Schaltbrücke 404 und bewegt diese um die Achse 395 im Gegenzeigersinn.
Dabei wird unter Vermittlung des Lagersteins 401 der Schalthebel 398 im Gegenzeigersinne
verschwenkt, so daß die Schaltwelle 383 und damit das Rabattrechenwerk 386 in bezug
auf Abb. 14 durch die Hebel 439, 398 nach links geschoben wird. Wie bereits erwähnt,
ist die als Ausführungsbeispiel gewählte Maschine mit einem Rabattrechenwerk 386
(Abb. 14, 15) ausgestattet, um die bei einem Geschäftsvorgang anfallenden Rabattbeträge
entsprechend den rabattpflichtigen Waren selbsttätig mit der Maschine ermitteln
zu können.
-
Das erfindungsgemäße Rabattrechenwerk 386 (Abb. 14, 15, 16) besteht
aus mehreren Wertstellen, die je ein Addierrad 450 aufweisen, das auf der
Nabe 451 eines auf der Welle 452 drehbar lagernden Zahnrades 453 aufgenietet ist.
Das Zahnrad 453 kämmt mit den Zähnen 454 eines auf der Achse 455 drehbeweglichen
Doppelritzels 456, dessen Zähne 457 in ein ebenfalls auf der Achse 452 lagernden
Zahnrad 458 eingreifen, auf dessen Nabe 459 das Summenziehrad 460 und die
Einzahnscheibe 461
befestigt sind. Je eine Platte 387 und ein Ring 462 halten
die Zahnräder 453 und 458 auf Abstand, während das Doppelritzel456 durch die verstifteten
Klemmringe 463, 464 gegen axiale Verschiebung gesichert ist. Unter Zugrundelegung
eines allgemein üblichen Rabattsatzes von 311/o für rabattpflichtige Waren beträgt
beim vorliegendenAusführungsbeispiel das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Zahnrad
453 und 454 3: 1 und zwischen dem Zahnrad 457 und dem Zahnrad 458 1:1, so
daß bei einer Umdrehung des Zahnrades 453 und des damit verbundenen Addierrades
450 das Zahnrad 458 und das Summenziehrad 460 sowie die Einzahnscheibe 461 drei
Umdrehungen ausführen. Der höchstmöglichste Ziffernwert, der beim Addieren in das
Addierwerksrad 450 eingeführt werden kann, sind neun Einheiten. Das Addierrad 450
und das Summenziehrad 460 weisen je dreißig Zähne auf, wobei jede in das Addierrad
450 eingeführte Einheit drei Zähnen entspricht, das sind dreißig Zähne für die Zahlen
Null bis Neun. Unter der Annahme, daß das Summenziehrad 460 bereits den Wert Neun,
dem siebenundzwanzig Zähne entsprechen, gespeichert hat und bei einem Addiervorgang
nochmals neun Einheiten auf dem Addierrad 450 zuaddiert werden sollen, so ergeben
sich insgesamt durch die Übersetzung drei Umdrehungen für das Summenziehrad 460,
da 3 - 9 = 27 -I- 9 = 36 Einheiten zu je drei Zähnen gespeichert werden müssen,
das sind zusammen hundertacht Zähne, die damit über drei volle Umläufe der Einzahnscheibe
461 ergeben.
-
Die erforderlichen Zehnerschaltungen werden durch die Einzahnscheibe
461 (Abb. 16) vorbereitet. Die Einzahnscheibe 461 arbeitet mit ihrem Einzahn 465
mit einem der Schaltzähne 466, 467 oder 468 der Zehnerschaltklinke 469 zusammen.
Die Zehnerschaltklinke 469 ist mittels einer Büchse 470 drehbar auf einem an der
Platte 471 befestigten Bolzen 472 gelagert und ist mit der noch zu beschreibenden
auf der gleichen Büchse befestigten Arretierungsscheibe 473 und einem Sperrhebel
474 fest verbunden. Auf der die Einrichtungen zur Zehnerübertragung tragenden Platte
471 (vgl. insbesondere Abb. 10, 11) lagern auf den Bolzen 475, 476, 477 je
zwei Addierwe.rkssegmente 478, 479 und 480, die durch Sprengringe 481, 482, 483
an einer axialen Verschiebung gehindert werden. Die hakenförmigen Hebel 484, 485,
486 der Addierwerkssegmente 478 bis 480 sind mit einem Lenker 487 durch Stifte 488,
489, 490 verbunden und stehen durch eine an dem Arm 491 des Hebels 484 aasgelenkte
Zugstange 492 mit einem an sich bekannten, zu einem der Betragstastenreihe
2 gehörenden Schaltwerk 14 in Verbindung.
-
Das Addierwerkssegment 480 (Abb. 11) besteht neben dem um den Stift
477 drehbaren Doppelhebel 486 aus den Zahnsegmenten 493 und 494, von denen das Zahnsegment
494 im Gegensatz zum Zahnsegment 493, das elf Zähne aufweist, die dreifache
Anzahl, nämlich dreiunddreißig Zähne, enthält. Das um den Bolzen 477 schwenkbare
Zahnsegment 494 ist kraftschlüssig durch die an den Stiften 495 und 496 angreifende
Feder 497 mit dem Doppelhebel 486 verbunden. Bei einer von einem der Schaltwerke
14 ausgehenden, über die Zugstange 492 und den Lenker 487 auf den Doppelhebel
486 übertragenen Schwenkbewegung wird das Zahnsegment 494 entsprechend dem registrierten
Betrag eingestellt. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Doppelhebel 486
und dem Zahnsegment 493, 494 dient in bekannter Weise der Zehnerschaltung.
-
Auf der Rückseite der Platte 471 ist in den Stift-Schlitz-Verbindungen
499, 500, 501, 502 eine weitere, mehrere Ausnehmungen 503 aufnehmende Platte 504
verschiebbar gelagert. Eine auf der Maschinenhauptwelle 76 befestigte, nicht dargestellte
Steuerkurve wirkt über nicht dargestellte Zwischenglieder auf die zwischen den Maschinenwänden
375 und 379 schwenkbar gelagerte Achse 505 ein. Der Stift 506 der Achse 505 greift
in eine Bohrung 507 einer zwischen den Platten 471 und 504 angeordneten, auf einem
auf der Platte 504 befestigten Stift 508 drehbar lagernde Büchse 509 ein
und bewegt die auf den Stiften 499, 501 geführte Platte 504 in bezug auf Abb. 10
in vertikaler Richtung. Bei der Abwärtsbewegung der Platte 504 übergreift deren
spitz zulaufende Nase 510 den Stift 511 eines Arretierhebels 513, der an dem auf
der Platte 451 befestigten Zapfen 512 schwenkbar angeordnet ist.
-
Die bereits erwähnte, auf dem Bolzen 472 (Abb. 16) mittels der Büchse
470 drehbar lagernde Arretierungsscheibe 473 arbeitet mit dem Arretierungshebel
513 zusammen, dessen Drehpunkt der auf der Platte 471 befestigte Zapfen 512 bildet
und auf den eine auf dem Bolzen 472 verankerte Feder 514, die am Stift 511 angreift,
entgegen dem Uhrzeigersinne einwirkt. Die Nase 516 des Arretierungshebels 513 greift
je nach der Stellung der Arretierscheibe 473 in eine der spitz zulaufenden, an dem
äußeren Umfang angeordneten Kerben 517 bis 520 ein.
-
Der Sperrhebel 474 (Abb. 16) weist vier Sperrstufen 521 bis
524 auf, von denen eine je nach Einstellung des Sperrhebels 474 mit einem
Anschlag 525
eines nicht dargestellten, hinter dem Zahnsegment 494 liegenden
weiteren Zahnsegmentes der nächsthöheren Wertstelle zusammenwirkt. Der obere Teil
des
Sperrhebels 474 in bezug auf Abb. 16 läuft in einen fingerförmigen Fortsatz 526
aus, der in Ausgangsstellung unter der Einwirkung der an der Platte 471 mittels
des Stiftes 527 befestigten Feder 528, die auf dem Sperrhebel 474 und der damit
verbundenen Arretierungsscheibe 473 ,sowie derZehnerschaltklinke 469, an deren Zapfen
529 im Uhrzeigersinne angreift, am Sperrstift 530 einen Anschlag findet.
-
Wie bereits erwähnt, werden bei Additionsmaschinengängen, die das
Einführen rabattpflichtiger Posten betreffen, beim Rabattrechenwerk 386 die erforderlichen
Zehnerschaltungen zwischen den einzelnen Wertstellen durch je eine Einzahnscheibe
462 (Abb. 15, 16) vorbereitet, die beim entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgenden Umlauf
mit ihrem Einzahn 465 vor den Schaltzahn 466 der um den Bolzen 472 drehbaren Zehnerschaltklinke
469 anläuft und diesen um einen Schaltschritt im Uhrzeigersinne weiterbewegt,
so daß der Schaltzahn 467 die ursprüngliche Lage des Schaltzahns 466 einnimmt. Gleichzeitig
bewegen sich entgegen der Einwirkung der Feder 528 die mit der Zehnerschaltklinke
469 verbundene Arretierscheibe 473 und der Sperrhebel 4.74 in gleichem Sinne, wobei
der Arretierhebel 513 unter dem Zuge der Feder 514 in die zweite Kerbe 518 der Arretierungsscheibe
473 einschnappt. Bei weiteren Zehnerschaltungen läuft der Einzahn 465 der Einzahnscheibe
461 nacheinander vor die Schaltzähne 467 und 468, und der Arretierungshebe1513 rastet
im Verlauf dieser Vorgänge nacheinander in die Kerben 519 und 520 ein. Es können
mittels dieser Einrichtung also bis zu drei Zehnerschaltungen nacheinander vorbereitet
werden. Nach dieser vorbereiteten dreifachen Zehnerschaltung kann demgemäß das der
nächsthöheren Wertstelle zugehörende Zahnsegment 494 eine solche Drehung ausführen;
daß sein Anschlag 525 auf die Sperrstufe 524 des Sperrhebels 474 auftrifft und somit
das zur nächsthöheren Wertstelle 386 gehörende Addierrad 450 um drei Zähne, d. h.
um eine volle Einheit, weiterschaltet. Die Sperrstufen 521 bis 524 sind derart angeordnet,
daß bei der Sperrstufe 521 keine Zehnerschaltung, bei der Sperrstufe 522 eine und
bei der Sperrstufe 523 und 524 je eine weitere Zehnerschaltung ausgeführt und dabei
ein, zwei oder drei Zähne, d. h. ein Drittel, zwei Drittel oder eine ganze Einheit,
auf das der nächsthöheren Wertstelle zugehörige Addierrad 450 übertragen werden.
-
Zur Rückführung des Zehnerübertragungsmechanismus nach erfolgter Zehnerschaltung,
übergreift die Nase 510 der von der Maschinenhauptwelle mittels der Achse
505 und des Stiftes 506 mit Bezug auf Abb. 10 abwärts bewegte Platte
504 den Stift 511 des Arretierhebels 513, der im Uhrzeigersinne verschwenkt wird
und damit die Zehnerschaltklinke 469, die Arretierungsscheibe 473 und den Sperrhebel
474 unter Einwirkung der Feder 528 so lange im Uhrzeigersinne verdreht werden, bis
der fingerförmige Fortsatz 526 vor den Sperrstift 530 anschlägt und damit die Ausgangslage
wieder erreicht ist.
-
Durch das übersetzungsverhältnis 3:1 zwischen dem Addierrad 450 und
dem Summenziehrad 460 verdreifacht sich der übertragene Wert, d. h., bei einfacher
Zehnerschaltung (eine Dritteleinheit) ist das Summenziehrad 460 um drei Zähne, d.
h. eine volle Einheit, bei doppelter Zehnerschaltung um sechs Zähne, also zwei Einheiten,
und bei dreifacher Zehnerschaltung um neun Zähne, also drei Einheiten, geschaltet
worden, so daß beim noch zu beschreibenden Summenzug eine bis drei Einheiten, also
bis zu neun Zähnen, vom Summenziehrad 460 abgenommen werden können.
-
Da die Schaltwerke 14 in bekannter Weise sowohl, wie bereits eingangs
beschrieben, von der Maschinenhauptwelle 76 während des Einbringungsmaschinenganges
als auch bei Summenzugmaschinengängen von den zugehörigen Addier- bzw. Rechenwerken
beeinflußt werden, übertragen sie die abgefühlten Bewegungen unter Vermittlung der
Zahnsegmente 184 (Abb. 8) auf zugehörige Zahnräder 185, die auf im Maschinengestell
lagernden Rohrwellen 186 befestigt sind. Die Rohrwellen 186 (Abb. 9) stehen mit
weiteren Zahnrädern 187 in Verbindung, die mit den Zahnrädern 188 der Drucktypenräder
189 kämmen und. diese auf die vom Schaltwerk 14 abgefühlten Werte einstellt.
-
Da die Rabattbeträge nach der Formel R = B - t/100 von der Rabattrecheneinrichtung
ermittelt werden, wobei R ... den Rabattbetrag, B ...
den Kaufbetrag
oder die Summe aller rabattpflichtigen Waren und t ... den Prozentsatz bedeutet,
ist es erforderlich, die von dem Rabattrechenwerk ermittelte Summe, die ein Dreifaches
der Summe aller rabattpflichtigen Posten darstellt, noch mit dem Faktor 1/10o malzunehmen
bzw. durch die Zahl 100 zu teilen. Das erfolgt in der Weise, daß das Komma
bei den Drucktypenrädern 189 um zwei Stellen nach links verschoben worden ist, also
das fünfte Drucktypenrad von rechts neben den Zahlenangaben auch das Kommazeichen
trägt.
-
Die Wirkungsweise der als Ausführungsbeispiel für eine Rabattberechnung
von 31/o. gewählten Maschine soll an Hand eines Verkaufsvorganges beschrieben werden.
-
Bei einem Verkaufsvorgang werden nacheinander, wie aus Abb. 18 ersichtlich,
folgende Posten umgesetzt: DM 56,78 (nicht rabattpflichtige Ware) DM 33,44 (rabattpflichtige
Ware) DM 11,23 (rabattpflichtige Ware) DM 55,27 (nicht rabattpflichtige Ware) DM
71,91 (nicht rabattpflichtige Ware) DM 12,34 (rabattpflichtige Ware) Die Aufrechnung
der rabattpflichtigen Posten ergibt DM 57,01, während als Gesamtsumme ein Betrag
in Höhe von DM 240,97 in Form eines Aufrechnungsschecks 170 und ein Rabattbon 171
in Höhe von DM 1,71 als Rabattbon von der Maschine verausgabt werden.
-
Die Einführung der nicht rabattpflichtigen Aufrechnungsposten mittels
der Taste 6 ist bekannt und wird im Rahmen dieser Abhandlung nicht weiter erläutert.
Nach der Eintastung des ersten rabattpflichtigen Warenpostens in Höhe von DM 33,44
in das Tastenfeld 2 (Abb. 1 und 2) erfolgt die Auslösung des Maschinenganges mittels
der Taste 7. Zu Beginn des Maschinenganges werden die Betragstasten von den Fühlhebeln
13 der Schaltwerke 14 abgefühlt und die abgefühlten Werte während des Maschinenganges
mittels der Zahnsegmente 494 in das Rabattrechenwerk 386 übertragen. Dabei wählt
der von der Steuertaste 7 beeinflußte Tastenschieber 35 (Abb. 5) über die Zugstange
72 die Hebel 68 und 69, den Rollenhebel 75 (Fortsatz 75 a) aus, der von der
zugehörigen Kurvenscheibe 77a in der Gangart »Addition« angetrieben
wird.
Die Bewegungen des ausgewählten Rollenhebels 75 werden, wie bereits beschrieben,
im Rhythmus der gewählten Gangart auf die Schienen 302, 303, 322 (Abb. 3) übertragen.
Durch die gedrückte Taste 7 wird der Tastenschieber 37 nicht beeinflußt, so daß
der Kuppelhebe1358 unter Einwirkung der Feder 378 die in Abb. 17 gezeigte Stellung
einnimmt, wobei er die Bewegungen der Schiene 322 auf den Schaltbolzen 341, den
Schalthebel 337, die Lasche 343 auf das Lagersegment 345 und damit
auf die Schaltwelle 383 überträgt, die im Rhythmus des durchzuführenden Additionsmaschinenganges
das Rabattrechenwerk 386 (Abb. 14, 16) in die Zahnsegmente 494 ein- und nach erfolgter
Werteeinführung wieder ausrückt.
-
In dem Addierwerksrad 450 (Abb. 14, 15) der ersten Wertstelle werden
vier Einheiten, in der zweiten Wertstelle vier, in der dritten drei und in der vierten
ebenfalls drei Einheiten eingeführt. Da jede Einheit drei Zähnen entspricht, ergeben
sich für das Weiterschalten des Summenziehrades 460 der ersten Wertstelle 4 3 3
= 36 Zähne Summenziehrades 460
der zweiten Wertstelle 4 3 3 = 36 Zähne Summenziehrades
460 der dritten Wertstelle 3 3 - 3 = 27 Zähne Summenziehrades 460 der vierten Wertstelle
3 3 - 3 = 27 Zähne Zwischen dem Summenziehrad 460 der ersten Wertstelle und der
zweiten Wertstelle sowie zwischen dem Summenziehrad 460 der zweiten Wertstelle und
der dritten Wertstelle sind, da die Summenziehräder um sechsunddreißig Zähe weitergeschaltet
worden sind, je eine einfache Zehnerschaltung erforderlich, .so daß bei beendetem
Maschinengang das Summierrad 460
der ersten Wertstelle 386 a = 6 Zähne
Summierrad 460 der zweiten Wertstelle 386 b = 9 Zähne Summierrad 460
der dritten
Wertstelle 386 c = 30 Zähne aufweist und damit eine nochmalige Zehnerschaltung zwischen
den Wertstellen drei und vier und in der Folge, da das Summierrad 460 der vierten
Wertstelle gleichfalls bereits um siebenundzwanzig Zähne weitergedreht ist, eine
einfache Zehnerschaltung zwischen den Wertstellen vier und fünf erforderlich ist,
so daß beim Abschluß die Wertstelle drei des Summierrades 460 = 0 Zähne Wertstelle
vier des Summierrades 460 = 0 Zähne Wertstelle fünf des Summierrades 460 = 3 Zähne
aufweist.
-
Das ergäbe, in Einheiten umgerechnet, also von Wertstelle eins bis
Wertstelle fünf, von rechts nach links die Ziffern 10032.
-
Nach der Einführung weiterer rabattpflichtiger Posten in Höhe
von DM 11,23 und 12,34 ergibt sich beim Summenzug aller rabattpflichtigen Posten
für das Summlerrad 460 der ersten Stelle von rechts = 9 Zähne Summierrad 460 der
zweiten Stelle von rechts = 0 Zähne Summierrad 460 der dritten Stelle von rechts
= 3 Zähne Summierrad 460 der vierten Stelle von rechts = 21 Zähne Summierrad 460
der fünften Stelle von rechts = 3 Zähne Das ergibt umgerechnet (jede Stelle durch
3 geteilt) DM 171,03. Beim Summenzug wird dieser Wert auf die Drucktypenräder 189
übertragen und durch deren zweifache Kommaverschiebung nach links als Rabattbetrag
in Höhe von DM 1,71 auf dem Rabattbon 171 zum Abdruck gebracht, wobei der Rabattbetrag
bis auf 1/loo Pfennig genau abgedruckt oder aber bei Ausbildung der beiden ersten
Typenräder von rechts als Blindtypenräder nur auf volle DM- und Pfennigbeträge auf
dem Rabattbon erscheint.
-
Der Summenzug zur Ermittlung des Rabattbetrages wird durch die Taste
8 (To "/o) ausgelöst. Die Taste 8 (Abb. 6, 7) verschiebt dabei den Tastenschieber
35, der über die Zugstange 72 und den Winkelhebel 69 derart auf die Zugstange 68
einwirkt, daß der Rollenhebel 75 (Fortsatz 75 c) ausgewählt wird, dessen Kurvenscheiben
77 c den Bügel 65 und damit, wie bereits beim Additionsgang beschrieben,
den Winkelhebel 61 und die Schienen 302, 303 während des Maschinenganges im Rhythmus
der Gangart »Endsumme« bewegen.
-
Die Steuertaste 8 verstellt über den Schieber 37 (Abb. 3) und die
Zugstange 377 den Hebel 376 entgegen dem Uhrzeigersinn, der die Schaltwelle 364
verdreht und deren Hebel 365 mittels der Laschen 367, 368 den Einrückhebel 358 aus
und den Einrückhebel 357 mit dem Schaltbolzen 341 kuppelt, so daß bei dem folgenden
Maschinengang die Bewegungen der Schiene 302 über die Glieder 337, 343, 345 auf
die Schaltwelle 383 und damit auf das Rabattrechenwerk 386 übertragen werden, das
im Rhythmus der Gangart »Endsumme« in die Zahnsegmente 494 ein-bzw. ausgeschwenkt
wird.
-
Die gedrückte Steuertaste 8 beeinflußt einen weiteren Schieber 36
(Abb. 6, 7) derart, daß dessen Zugstange 425 die Rabattrechenwerksauswahlscheibe
420 entgegen dem Uhrzeigersinn um die Welle 422 verschwenkt und, da zu Beginn
des folgenden Maschinenganges der Sperrhebel 435 den Schalthebel 413 freigibt, die
Feder 411 den Schalthebel 413 um seinen Drehpunkt 407 im Zeigersinn verschwenkt.
Hierbei wird die von dem Fühlhebel 409 gesteuerte, auf dem Lagerstein 401
gleitende Schaltbrücke 404 mit Bezug auf Abb. 14 nach rechts verschoben, bis der
Fühlhebel 409 auf dein Kurvenabschnitt 424 der Kurvenscheibe 420 zur Anlage
gelangt.
-
Im Laufe des Maschinenganges wird der auf der Schaltwelle
430 verstiftete Rollenhebel 436 unter Vermittlung der auf der Maschinenhauptwelle
76 verstifteten Kurvenscheibe 434 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei greift der
in der Schaltwelle 430 vernietete Bolzen 431 unter die in Abb. 12, 14 dargestellte
Schaltbrücke 404 und bewegt diese um ihren Drehpunkt 395 im Gegenzeigersinn. Dadurch
wird der Schalthebel 398 gleichsinnig verschwenkt, so daß der Schalthebel 439 nach
rechts und damit der Schalthebel 403, die Schaltwelle 383 und das Rabattrechenwerk
386 mit Bezug auf Abb. 14 nach links verschoben werden und die Summenziehräder 460
der einzelnen Wertstellen vor die den einzelnen Wertstellen zugehörenden Zahnsegmente
494 verschoben werden. In dieser Stellung erfolgt das übertragen der im Rabattrechenwerk
386 gespeicherten
Werte beim folgenden Endsummenmaschinengang in
die Drucktypenräder 189 und damit die Nullstellung des Rabattrechenwerkes.
-
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf eine Rabattrecheneinrichtung
zur Berechnung eines Rabattsatzes von 3%. sondern ist auch geeignet, durch entsprechende
übersetzungen der Glieder 453, 454, 457 und 458 und bei einer geeigneten Ausbildung
des Zehnerübertragungsmechanismus sowie der Drucktypenräder 189 andere Rabattsätze
zu verarbeiten.
-
Eine weitere Möglichkeit, beliebige Rabattbeträge zu berechnen und
abzudrucken, besteht, wie im folgenden Ausführungsbeispiel, bei dem ebenfalls ein
Rabattbetrag von 30/» zugrunde gelegt wird, dargelegt, darin, daß der rabattpflichtige
Betrag durch Mehrfachaddition in ein Rabattsummierungswerk übertragen wird und durch
Kommaverschiebung im Druckwerk beim Summenzug der Abdruck stellenwertrichtig erfolgt.
Bei dieser Maschine findet, im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel, ein einfaches
Summierungswerk bekannter Bauart mit einfacher Zehnerschalteinrichtung Anwendung.
Der sonstige Aufbau der Maschine unterscheidet sich gegenüber der bisher beschriebenen
nur in bezug auf die Ausbildung einzelner Tastenschieber und einer besonderen noch
zu beschreibenden Steuereinrichtung zur Durchführung von Mehrfachmaschinengängen.
-
Die Steuereinrichtung zur Durchführung von Mehrfachmaschinengängen
besteht aus einer Schaltklinke 530 (Abb. 21), die von einer auf der Achse 531 lagernden
Rolle 532 eines Summierwerkes 533 beim Einziehen des Summierungswerkes 533 in bezug
auf Abb. 21 nach links bewegt wird. Die Schaltklinke 530 wird mittels eines Führungszapfens
534 in einem Langloch 535 und einem Bolzen 536 geführt, wobei der Bolzen 536 eine
durch eine Zugfeder 537 ausgehende Schwenkbewegung der Schaltklinke 530 um den Zapfen
534 verhindert. Die Schaltklinke 530 greift mit ihrem Schaltdaumen 538 in die Schaltzähne
539 einer Schaltscheibe 540, die über eine Welle 541 mit einer Nockenscheibe 542
drehbar verbunden ist. Die Nockenscheibe 542 weist Schaltnocken 543 und Ausnehrnungen
544 auf, wobei einem Zahn 539 der Schaltscheibe 540 ein Nocken 543 und je zwei Zähnen
539 eine Ausnehmung 544 entsprechen. Die Nockenscheibe 542 arbeitet mit einem
Stift 545 eines um die Achse 546 drehbaren Nockenhebels 547 zusammen, an
dessen Stift 548 eine Zugstange 549 angelenkt ist, die mit einem Tastenschieber
550 verbunden ist. Der Tastenschieber 550 wird in Stift-Schlitz-Verbindungen 10,
11 geführt und weist einen Anschlag 551 und eine Sperrnase 552 auf,
die in eine Ausnehmung 553 übergeht, welche als Anschlag für den Bolzen 9 der Taste
7 ausgebildet ist.
-
An der Nase 554 des Nockenhebels 547 ist eine Feder 556 eingehängt,
die ortsfest bei 555 aufgehängt ist und die den Nockenhebel547 im Uhrzeigersinne
beeinflußt. An der Schaltklinke 530 ist ein Stift 557 befestigt, auf den der Finger
558 eines auf der Achse 559 lagernden Ausrückhebels 560 einwirkt. Der Ausrückhebel
560 steht mittels einer Zugstange 561 mit einem Schieber 562 in Verbindung. Auf
einen weiteren Schieber 569 wirkt unter anderem der Bolzen 9 der Taste 8
(T O/@) ein. Er trägt an seinem oberen rechten Ende einen Anschlag
563, der mit der Nase 564 einer mit der Schalt- und Löschwelle 565 verbundenen
Schaltklinke 566 zusammenarbeitet. An einem Schieber 567, der als Löschschieber
ausgebildet ist, sind zwei Stifte 568 befestigt, auf die der Löschstift
570 in bekannter Weise einwirkt.
-
Auf der Schalt- und Löschwelle 565 (Abb. 20) ist ein Schaltkurvensegment
571 befestigt, an dessen Zapfen 572 eine ortsfest angeordnete Feder 573 angreift.
Eine Rolle 574 eines von einer Zugfeder 577 beeinflußten Schalthebels 575, der mit
der Schaltstange 576 verbunden ist, arbeitet mit der Steuerkurve 578 des Schaltkurvensegmentes
571 zusammen. Die Schaltstange 576 weist einen rechteckigen Durchbruch 579 auf,
in den ein den Maschinengang auslösender Schalthebel 580 eingreift. An der Schaltstange
576 ist eine Schaltzange 581 angelenkt, deren Arm 582 von einer auf der Maschinenhauptwelle
76 befestigten Nockenscheibe 583 und deren Zangenarm 584 von einer Rolle
585 gesteuert werden.
-
Am Stift 572 des Schaltkurvensegmentes 571 ist eine Zugstange 586
gelenkig befestigt, die mit einem auf der Achse 588 drehbaren Winkelhebel 587 zusammenarbeitet,
der mittels des Lenkers 589 mit dem Schalthebel 59Ü verbunden ist. Der Schalthebel
590 lagert drehbar auf dem Zapfen 591 und weist einen bogenförmigen Anschlag 592
auf, der mit einer Rolle 593 zusammenwirkt, die auf dem Stift 594
gelagert ist, der auf dem Zahnrad 595 befestigt ist. Am Winkelhebel 587 ist ein
Stift 596 angeordnet, der in ein Langloch 597 der Zugstange 586 eingreift und von
einer Feder 598, die am Stift 599 der Zugstange 586 befestigt ist, beeinflußt wird.
-
Bei der in Abb. 21 dargestellten Lage der Teile befindet sich die
Maschine in der Ausgangsstellung. Durch die Betragstasten des Betragstastenfeldes
2 (Abb.2) und die Taste 7 des Steuertastenfeldes 4 wird der rabattpflichtige Betrag
in die Maschine eingeführt und dabei der Schieber 569 (Abb. 21) durch die Einwirkung
des Bolzens 9 der Taste 7 (A °/o) auf seinen Schieberzahn mit Bezug auf Abb. 21
im Uhrzeigersinn bewegt, wobei der Anschlag 563 die gestrichelt gezeichnete Position
einnimmt. Durch die Feder 573 (Abb. 20), die auf den Bolzen 572 des Schaltkurvensegmentes
571 einwirkt, wird die damit verbundene Schalt- und Löschwelle 565 entgegendem Uhrzeigersinne
verschwenkt, da der Anschlag 563 die Nase 564 der Schaltklinke 566 freigegeben hat.
Nach dieser Bewegung wird die Rolle 574 der Schaltstange 575 unter Vermittlung
der Feder 577 in die in Abb. 20 gezeigte Stellung verschwenkt, wobei der
Schalthebel 580 durch die Zugstange 576 nach abwärts bewegt wird und dabei den Maschinengang
auslöst.
-
Im Verlaufe des Maschinenganges wird beim Einziehen des Rabattsummierungswerkes
533 durch die Rolle 532 die Schaltklinke 530 entgegen der Einwirkung der Feder 537
in bezug auf Abb. 21 nach links bewegt. Der Schaltdaumen 538 der Schaltklinke 530
schaltet dabei das gezahnte Schaltrad 540, das durch an sich bekannte, nicht dargestellte
Sperrmittel gegen Rückdrehung gesichert ist, um einen Zahn weiter, so daß die Nockenscheibe
542 gleichfalls im Uhrzeigersinne gedreht wird und der Stift 545 des Nockenhebels
547 in eine der Ausnehmungen 544 der Nockenscheibe 542 einfallen kann, wobei die
Feder 556 die Zugstange 549 und damit den Schieber 550 derart verstellt, daß der
Bolzen 9 der Taste 7 (Q o/a) in der Ausnehmung 553 zur Anlage gelangt. Dabei schiebt
sich der Anschlag 551 des Tastenschiebers 550 über die Nase 564 der Schaltklinke
566, so daß mit Beendigung des Maschinenganges die gedrückten
Tasten
nicht ausgelöst werden, da der Löschstift 570 keine Löschbewegung erhält. Die Löschbewegung
wird an sich ausgelöst durch die Rolle 593 (Abb. 20), die auf den bogenförmigen
Anschlag 592 des Schalthebels 590 einwirkt, der unter Vermittlung der Zugstange
589 und des Winkelhebels 587 mittels dessen Stiftes 596 auf die Feder 598 und damit
auf die Zugstange 586 einwirkt. Bei arretierter Zugstange 586 werden die Bewegungen
des Winkelhebels 587 durch die Zugfeder 598 aufgenommen. Die Arretierung der Zugstange
586 erfolgt durch das Schaltkurvensegment 571, das von der Schalt- und Löschwelle
565 unter Vermittlung der Schaltklinke 566 gesteuert wird. Sobald die Nase 564 (Abb.21)
der Schaltklinke 566 freigegeben wird, überträgt die Zugstange 586 unter Einwirkung
der Feder 598 die von der Rolle 593 ausgehenden Bewegungen auf das Schaltkurvensegment
571 und die damit verbundene Schalt- und Löschwelle 565, deren Löschstift 570 vor
Beendigung des Maschinenganges die Tastenschieber beeinflußt und, dadurch die Tasten
zur Auslösung bringt.
-
Da der Löschstift 570, wie bereits erwähnt, beim ersten Maschinengang
durch die Sperrung der Schaltklinke 566 keine Auslösebewegung ausführen kann, findet
ein zweiter Maschinengang statt, in dessen Verlauf das Schaltrad 540, wie bereits
beschrieben, durch das Rabattsummierungswerk 533 und die Schaltklinke 530 im Uhrzeigersinne
weitergeschaltet wird. Da sich in der bisher beschriebenen Einstellung des Tastenfeldes
nichts geändert hat, wird auch ein dritter Maschinengang, bei dem der gleiche Betrag
in das Rabattsummierungswerk 533 eingeführt wird, ausgelöst. Während dieses Umlaufes
bringt einer der Nocken 543 der Nockenscheibe 542 den Nockenhebel 547 in die in
Abb. 21 dargestellte Lage zurück. Dabei zieht die Zugstange 549 den Schieber 550
nach unten, so daß der Anschlag 551 des Tastenschiebers 550 die Nase
564 der Schaltklinke 566 nunmehr zum Löschvorgang der gedrückten Taste freigibt.
-
Der Löschvorgang erfolgt dadurch, daß vor der Beendigung des folgenden
Maschinenganges der Löschstift 570 den Stift 568 des Löschschiebers 567 nach links
mit Bezug auf Abb. 21 bewegt, so daß die Taste 7, da der Tastenbolzen 9 durch den
Anschlag 553 des Schiebers 550 nicht mehr behindert wird, in ihre ursprüngliche
Lage zurückkehrt. Gleichzeitig werden durch eine in Abb. 21 nicht dargestellte Feder
alle Tastenschieber in bekannter Weise in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen, :so
daß die Nase 564 der Schaltklinke 566 auf dem Anschlag 563 des Tastenschiebers 569
zu liegen kommt. Jeder eingeführte rabattpflichtige Posten wird also dreimal von
den bekannten, bereits beschriebenen Schaltwerken im Betragstastenfeld abgefühlt
und im Rabattsummierungswerk 533 gespeichert, so daß beispielsweise bei der Einführung
eines Betrages von 33,44 DM im Rabattsummierungswerk ein Betrag von DM 100,32 erscheint.
-
Weitere rabattpflichtige Posten werden in gleicher Weise in die Maschine
eingeführt und im Rabattsummierungswerk 533 durch mehrfache Addition gespeichert.
Sollen beispielsweise noch ein Betrag in Höhe von DM 11,23 und ein weiterer Betrag
in Höhe von DM 12,34 als rabattpflichtige Posten in die Maschine eingeführt werden,
so weist das Rabattsummierungswerk 533 bei dem hierauf folgenden Summenzug einen
Betrag von DM 171,03 auf, der in das Druckwerk 189 übertragen wird (vgl. Abb. 9).
Dieser Betrag setzt sich aus dem Betrag von DM 100,32,
dem Betrag von DM 33,69
und dem Betrag von DM 37,02 zusammen.
-
Der Summenzug zur Ermittlung des Rabattbetrages wird durch die Taste
8 (Abb. 2) ausgelöst. Dabei wird der Tastenschieber 562 (Abb. 21) im Uhrzeigersinne
bewegt und damit gleichzeitig über die angelenkte Zugstange 561, die den Schalthebel
560 um die Achse 559 im Uhrzeigersinn dreht, durch den Finger 558 der Stift 557
der Schaltklinke 530 aus der Verzahnung 539 der Schaltscheibe 540 gehoben, so daß
bei dem nunmehr erfolgenden Einziehen des Rabattsummierungswerkes 533 keine Schaltung
mehr erfolgen kann und somit lediglich ein Endsummenziehmaschinengang ausgelöst
wird, bei dem der dem Rabattsummierungswerk 533 entnommene Wert, der ein Dreifaches
der Summe aller eingetasteten Posten darstellt, in das Druckwerk 188, 189 übertragen
und dort durch Kommaverschiebung stellenwertrichtig zum Abdruck gebracht. Nach der
Einführung der drei rabattpflichtigen Posten in Höhe von DM 33,44,11,23
und
12,34, die zusammen den Betrag von DM 57,01 ergeben, gelangt also ein Rabattbetrag
von DM 1,71 auf dem Rabattscheck 171 zum Abdruck.
-
Das Ausführungsbeispiel beschränkt sich nicht auf einen Rabattsatz
von 3 0/0, sondern durch geeignete Ausbildung der Nockenscheibe 542 können auch
andere Rabattsätze verarbeitet werden.
-
In einem weiteren Ausführungsbeispiel, bei dem gleichfalls 3 % zugrunde
gelegt werden, wird der Rabattbetrag aller eingeführten rabattpflichtigen Posten
unter Vermittlung einer Steuertaste 3 und einer Steuertaste 8 (Abb. 22) ermittelt.
Der Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel ist darin zu sehen, daß
ein weiteres Summierwerk 600 mit einem Rabattsummierungswerk 601 (Abb.23),
die beide mit einfacher Zehnerschaltung ausgerüstet sind, zusammenarbeitet und während
eines Maschinenganges bei der Einführung rabattpflichtiger Posten mittels der Steuertaste
7 (Abb. 22) sowohl das Summierwerk 600 als auch das Rabattsummierwerk 601 gleichzeitig
mit den gleichen Beträgen beschickt werden.
-
Eine Rolle 602 des Summierwerkes 600 wirkt auf eine Schaltklinke 603
beim Einschwenken des Summierwerkes 600, wie bereits im zweiten Ausführungsbeispiel
beschrieben, ein, um über die Schaltklinke 603, 604 eine Schaltscheibe
605 im Uhrzeigersinne zu verstellen. Die Schaltscheibe 605 ist über eine
Welle 606 mit einer Nockenscheibe 607 verbunden. Jedem Zahn.608 der Schaltscheibe
605 entspricht entweder ein Nocken 609 oder eine Ausnehmung 610 der Nockenscheibe
607, so daß beim Weiterschalten der Schaltscheibe 605 um zwei Zähne der mittels
seines Zapfens 611 auf die Nockenscheibe 607 einwirkende Nockenhebel 612 seine Ausgangslage
wieder einnimmt. Der Nockenhebel 612 lagert drehbar auf einem Stift 613 und weist
einen Mitnehmerstift 614 auf, der in einen Schlitz 615 einer Zugstange 616 eingreift.
An der Nase 617 des Nockenhebels 612 ist eine Zugfeder 618 eingehängt. Die Zugstange
616 trägt an ihrem unteren Ende mit Bezug auf Abb. 23 ein Langloch 619, in das ein
Stift 620 eines Winkelhebels 621 ragt. Am Stift 620 greift eine Zugfeder 622 an,
deren anderes Ende im Loch 623 der Zugstange 616 eingehängt ist.
-
Der Winkelhebel 621 ist drehbar auf einer Achse 624 gelagert
und mit einem Formloch 625 versehen,
in das der Bolzen 626 der
bereits im ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Zugstange 68 eingreift (vgl.
Abb. 5). Die Zugstange 68 wählt unter Vermittlung des Vierkantbolzens 67 und der
Fortsätze 75a,
75 b oder 75 c (Abb. 3) einen Rollenhebel 75
aus, der mit einer der Steuerkurven 77a, 77b oder 77c zusammenarbeitet und
damit die Maschinensteuerung auf die Gangarten »Addition«, »Endsumme« oder »Zwischensumme«
einstellt. Die Zugstange 68 wird durch eine Zugfeder 627 beeinflußt. Ein Stift 628,
der den Winkelhebel 621 arretiert, begrenzt die durch die Zugfeder 627 ausgelöste
Schwenkbewegung des Winkelhebels 621. Auf der Achse 624 ist mit Bezug auf Abb. 23
neben dem Winkelhebel 621 ein gleichgeformter Winkelhebel 629 drehbar angeordnet,
in dessen Formloch 630 gleichfalls der Stift 626 der Zugstange 68 eingreift. Im
Fortsatz 631 des Winkelhebels 629 ist ein Zapfen 632 befestigt, an dem die gekröpfte
Zugstange 633 aasgelenkt ist. Auf die Schaltklinke 603, die in einem Langloch 634
durch einen Führungszapfen 635 geführt wird, wirkt eine Zugfeder 636 ein. Die Schaltklinke
603 wird durch einen Stift 637 an einer Schwenkbewegung gehindert.
-
An der Schaltklinke 603 ist ein Schaltzapfen 638 befestigt, auf den
der Finger 639 eines um die Achse 640 drehbeweglichen Schalthebels. 641 einwirkt.
An dem Schalthebel 641 ist mittels des Stiftes 642 eine Zugstange 643 aasgelenkt.
-
Die Zugstange 633 (vgl. auch Abb. 24) ist mit einem Tastenschieber
644 verbunden, der die einzelnen Gangarten in bekannter Weise einstellt. Die Zu-Stange
616 (Abb. 25) ist an einem Tastenschieber 645 aasgelenkt, der eine Sperrnase 647
aufweist, die in eine Ausnehmung 646 übergeht, welche als Anschlag für den Bolzen
9 der Taste 3 (3 %) dient. Ein weiterer Anschlag 648, der mit der Nase 564 der Schaltklinke
566 (Abb. 21) zusammenwirkt, ist am Schieber 645 vorgesehen. Die Zugstange 643 (Abb.
26) steht in Verbindung mit einem Tastenschieber 649, dessen Sperrnasen 650 und
651 von den Bolzen 9 der Tasten 7 und 8 (Abb. 22) beeinflußt werden. Ein Tastenschieber
652 (Abb. 27), dessen Sperrnasen 653 durch alle Bolzen 9 der Steuertasten beeinflußt
werden können, trägt einen Anschlag 654, der genauso ausgebildet ist wie der Anschlag
563 des Tastenschiebers 562 im zweiten Ausführungsbeispiel.
-
Die Wirkungsweise der Maschine gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
ist folgende: Beim Einführen eines rabattpflichtigen Betrages in Höhe von DM 33,44
mittels der Betragstasten des Betragstastenfeldes 2 und der Taste 7 (Abb. 22) des
Steuertastenfeldes 4 erfolgt die Verstellung des Steuerschiebers 644 (Abb. 24),
dessen Zugstange 633 den Winkelhebel 629 (Abb. 23) und damit die Zugstange 68 verstellt.
Die Zugstange 68 verschiebt den Vierkantbolzen 67 in die Gangart »Addition«. Beim
folgenden Maschinengang wird, im Gegensatz zum vorhergehenden Ausführungsbeispiel,
bei dem der Betrag lediglich in das Rabattsummierungswerk 533 eingeführt wurde,
der eingetastete Betrag in Höhe von DM 33,44 durch im ersten Ausführungsbeispiel
ausführlich erläuterte Mittel sowohl in das Summierwerk 600 als auch in das Rabattsummierungswerk
601 eingeführt. Weitere Beträge in Höhe von DM 11,23 und 12,34 verarbeiten
die genannten Werke in gleicher Weise, so daß im Endergebnis nach der Einführung
der drei rabattpflichtigen Posten insgesamt DM 57,01 in beiden Rechenwerken 600
und 601 gespeichert sind. Die gedrückte Taste 7 wirkt bei diesen Vorgängen gleichzeitig
auf die Tastenschieber 649 und 652 ein. Der Schieber 649 hebt über die Zugstange
643 und den Schalthebel 641 den Schaltdaumen 604 der Schaltklinke 603 von den Zähnen
608 der Schaltscheibe 605 entgegen der Einwirkung der Feder 636 ab. Beim Einschwenken
des Summierwerkes 600 kann daher keine Schaltbewegung auf die Schaltscheibe 605
übertragen werden. Der Schieber 652 löst, wie bereits im zweiten Ausführungsbeispiel
beim Schieber 652 beschrieben, den Maschinengang aus.
-
Zur Berechnung des Rabattbetrages nach Einführung aller rabattpflichtiger
Posten in Höhe von DM 57,01 wird die Taste 3 gedrückt, die den Tastenschieber 652
verstellt, der den Maschinengang durch seinen Anschlag 654 auslöst. Während des
im Rhythmus der Gangart »Zwischensumme« ablaufenden Maschinenganges wird das Summierwerk
600 eingezogen und schaltet dabei mittels der Schaltklinke 603 die Schaltscheibe
605 um einen Zahn weiter, wodurch der Zapfen 611 des Hebels 612 in die Ausnehmung
610 der Nockenscheibe 607 einfallen kann. Dadurch erfolgt über den Mitnehmerstift
614 eine Aufwärtsbewegung der Zugstange 616 und, da diese an den Schieber 645 aasgelenkt
ist, eine Verschiebung des Anschlages 648 über die Nase 564 der Schaltklinke 566
(Abb. 25), wodurch der Löschvorgang verhindert wird. Gleichzeitig damit wird auch
die Feder 622 (Abb. 23) gespannt, die am Ende des Maschinenganges den Vierkantbolzen
67 in die Endsummenstellung zieht.
-
Das eingezogene Summierwerk 600 läuft nun in die eingestellte Gangart
»Zwischensumme«, d. h., aus diesem Werk wird eine Zwischensumme gezogen, die im
Verlaufe des Maschinenganges in das Rabattsummierwerk 601, das durch bereits bekannte,
im ersten Ausführungsbeispiel näher erläuterte Schaltmittel auf die Gangart »Addition«
eingestellt ist, übertragen wird.
-
Bei dem nun folgenden Maschinengang wird beim Einziehen des Summierwerkes
600 das Schaltrad 605 um einen weiteren Zahn bewegt, so daß die in Abb. 23 dargestellte
Lage des Schalthebels 612 eingenommen wird. Dieser Maschinengang läuft nun, da sich
der Vierkantbolzen 67 in der Stellung »Endsumme« befindet, im Rhythmus »Endsummenziehen«
ab, bei dem aus dem Summierwerk 600 nunmehr die Endsumme gezogen und in das Rabattsummierwerk
601, das auf die Gangart »Addition« geschaltet ist, übertragen wird, so daß beide
Rechenwerke folgenden Stand aufweisen: das Summierwerk 600 ist auf Null gestellt,
und das Rabattsummierwerk 601 enthält den dreifachen Betrag, also DM 171,03. Am
Ende dieses Maschinenganges kann nunmehr der Löschvorgang erfolgen, da der Hebel
612 die in Abb.23 gezeigte Stellung eingenommen und damit die Nase 648 des Tastenschiebers
645 (Abb. 25) die Nase 564 der Schaltklinke 566 freigegeben hat. Gleichzeitig werden
beim Löschvorgang sämtliche Tastenschieber in bekannter Weise in ihre Ausgangsstellung
gebracht, und die Feder 627 bringt den Vierkantbolzen 67 in die Zwischensummenziehstellung.
-
Zur Ermittlung des Rabattbetrages wird nunmehr die Taste 8 (T 0/a)
gedrückt. Dabei löst der Schieber 652 den Maschinengang aus, und der Schieber 644
stellt über die Zugstange 633 den Winkelhebel 629 und die Zugstange 68 den Vierkantbolzen
67 auf die
Gangart »Endsumme« ein, wobei lediglich das Rabattsummierwerk
601 auf Null gestellt und dabei der entnommene Betrag in das Druckwerk 191, 192
eingeführt wird, und durch Kommüverschiebung um zwei Stellen nach links erfolgt
der Abdruck auf dem Rabattbon 171 stellenwertrichtig in Höhe von DM 1,71.
-
Auch dieses Ausführungsbeispiel beschränkt sich nicht auf eine Rabattberechnung
von 3%, sondern ist durch eine geeignete Ausbildung der Nockenscheibe 607 in der
Lage, verschiedenartige Rabattsätze berechnen zu können. Beispielsweise kann bei
einer geeigneten Ausbildung der Ausnehmung 610, die bei 3 % lediglich sich mit einem
Schaltzahn 608 der Schaltscheibe 605 deckt, bei drei Zähnen ein Rabattbetrag von
5% errechnet werden, wobei vier weitere Maschinengänge beim Drücken der Taste 12
ausgelöst werden müßten, deren selbsttätiger Ablauf mittels der gezeigten Steuereinrichtung
automatisch erfolgt. Auch durch die Kommaverschiebung im Druckwerk, beispielsweise
um eine weitere Stelle nach links, können wahlweise je nach der Ausbildung der Nockenscheibe
607 200/0, 30% oder andere Rabattsätze berechnet und zum Abdruck auf einen Rabattbon
gebracht werden.
-
Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen ist das Druckwerk mit der
entsprechenden Kommaverschiebung in der Weise gestaltet, daß die 100-DM-Stelle das
Interpunktionszeichen trägt. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, das
normalerweise mit der 1-DM-Stelle verbundene Interpunktionszeichen in bekannter
Weise um zwei Stellen, insbesondere durch die 'o/o-Taste, nach links verschieben
zu lassen. Es steht selbstverständlich auch nichts im Wege, die Verschiebung wahlweise
um eine oder mehrere Stellen zu gestalten, je nach dem entsprechenden Prozentsatz.