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DE1126862B - Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzol-m-disulfonamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzol-m-disulfonamiden

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Publication number
DE1126862B
DE1126862B DEF30040A DEF0030040A DE1126862B DE 1126862 B DE1126862 B DE 1126862B DE F30040 A DEF30040 A DE F30040A DE F0030040 A DEF0030040 A DE F0030040A DE 1126862 B DE1126862 B DE 1126862B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
atom
carbon atoms
vol
ammonia
group
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF30040A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Siedel
Dr Karl Sturm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF30040A priority Critical patent/DE1126862B/de
Priority to CH797360A priority patent/CH404646A/de
Priority to GB2481360A priority patent/GB909661A/en
Publication of DE1126862B publication Critical patent/DE1126862B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/15Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es wurde bereits vorgeschlagen, substituierte Benzoldisulfonamide der allgemeinen Formel
R1
T-SO2NH2
SOoNH-R9
worin R ein Halogenatom oder die Methylgruppe, R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder die Methylgruppe und R2 einen gegebenenfalls durch ein Halogenatom oder eine Hydroxygruppe substituierten niedrigmolekularen Alkylrest oder einen niedrigmolekularen Alkenylrest bedeutet, dadurch herzustellen, daß man ein Benzolsulfohalogenid der allgemeinen Formel
R1
>—SO2NH2
SO2X
worin X für ein Halogenatom steht und R sowie R1 die obenerwähnte Bedeutung besitzen, mit einem primären Amin der allgemeinen Formel R2 — NH2, worin R2 die oben angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen nach an sich bekannten Verfahren in die entsprechenden Alkalisalze überführt.
Weiterhin wurde bereits die Herstellung von substituierten Benzol-m-disulfonamiden der allgemeinen Formel
-SOoNH,
SO2-N:
Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzol-m-disulfonamiden
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dr. Walter Siedel, Bad Soden (Taunus),
und Dr. Karl Sturm, Frankfurt/M.-Unterliederbach,
sind als Erfinder genannt worden
R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder die Methylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder einen niedrigmolekularen Alkylrest und R3 einen gegebenenfalls durch ein Sauerstoff- oder Schwefelatom unterbrochenen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylrest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylalkylrest mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder einen Phenylalkylrest, dessen Alkylengruppe bis zu 4 Kohlenstoffatome enthält und gegebenenfalls durch ein Sauerstoff- oder Schwefelatom unterbrochen ist, oder worin R2 und R3 gemeinsam mit dem Stickstoffatom Glieder eines gesättigten heterocyclischen Ringes bedeuten, wobei, falls R2 ein Wasserstoffatom bedeutet, R3 nicht die Bedeutung eines niedrigmolekularen Alkylrestes haben kann, nach den gleichen Verfahren vorgeschlagen.
Es wurde gefunden, daß man substituierte Benzolm-disulfonamide der allgemeinen Formel
-SO2NH2
' 2
so2n:
worin R ein Halogenatom oder die Methylgruppe, worin R ein Halogenatom oder die Methylgruppe,
209 558-/451
R1-
3 4
R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder die SuIfohalogeniden in Sulfonamide bekannten Methoden Methylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder einen vorgenommen. Nach einer vorteilhaften Ausführungsniedrigmolekularen Alkylrest und R3 einen gegebenen- form des Verfahrens trägt man die Ausgangsstoffe falls durch ein Sauerstoffatom unterbrochenen Alkyl- in kleinen Anteilen in die vier- bis zehnfache Gewichtsrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkyl- 5 menge flüssigen Ammoniaks ein, läßt das überschüssige rest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Cyclo- Ammoniak bei Raumtemperatur abdampfen und bealkylalkylrest mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen handelt den Rückstand mit verdünnter wäßriger Phenylrest oder einen Phenylalkylrest, dessen Alkylen- Säure, beispielsweise Salzsäure,
gruppe bis zu 4 Kohlenstoffatome enthält und ge- Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens
gebenenfalls durch ein Sauerstoffatom unterbrochen io gemäß der Erfindung besteht darin, daß man die ist, oder worin R2 und R3 gemeinsam mit dem Stick- Ausgangsstoffe in feingepulverter Form mit wäßrigem stoffatom Glieder eines gesättigten, gegebenenfalls Ammoniak bei mäßig erhöhter Temperatur umsetzt, durch Heteroatome unterbrochenen Ringes bedeuten, Die Aufarbeitung erfolgt nach der vorstehend anerhält, wenn man ein Benzolsulf ohalogenid der gegebenen Art und Weise, indem man das Ammoniak allgemeinen Formel 15 abdampft und den Rückstand mit verdünnter wäßriger
Säure behandelt. Falls sich die als Ausgangsstoffe dienenden substituierten Benzolsulfohalogenide nur schwer in wäßrigem Ammoniak lösen, ist es von
^^ Vorteil, die Umsetzung mit einer methanolischen oder
j—SO2X 20 äthanolischen Ammoniaklösung vorzunehmen und die
Reaktionstemperatur zwischen O und 400C zu halten. Die Aufarbeitung kann, wie vorstehend angegeben,
R2.., durchgeführt werden. Zur Herstellung der alkoholischen
jQj,/ \ Ammoniaklösung leitet man zweckmäßig gasförmiges
2 ^\p _.--' 25 Ammoniak bis zur Sättigung in das entsprechende
3 Lösungsmittel ein.
Schließlich besteht eine weitere Ausführungsform
worin X für ein Halogenatom, vorzugsweise ein des Verfahrens darin, daß man die Ausgangsstoffe Chloratom, steht und R, R1, R2 und R3 die oben- mit der fünf- bis zehnfachen Menge einer Verbindung, erwähnte Bedeutung besitzen, mit Ammoniak oder 30 die unter Abspaltung von Ammoniak zu reagieren solchen Verbindungen, die im Verlauf der Reaktion vermag, umsetzt. Als solche Verbindungen kommen Ammoniak abspalten, umsetzt und gegebenenfalls die vorteilhaft die Ammoniumsalze schwacher Säuren, erhaltenen Verbindungen nach an sich bekannten z. B. Ammoniumbicarbonat oder Ammoniumcarb-Verfahren in die entsprechenden Alkalisalze über- aminat, in Betracht. Man arbeitet zweckmäßig bei führt. 35 mäßig erhöhten bis hohen Temperaturen, beispiels-
AIs Ausgangsstoffe für das Verfahren gemäß der weise zwischen 80 und 1200C. Zur Aufarbeitung wird Erfindung seien beispielsweise folgende Benzolsulfo- das Reaktionsgemisch in verdünnte wäßrige Säure halogenide genannt: Toluol^^-disulfonsäure-chlorid- eingetragen.
(2)-n-propylamid-(4), Toluol^^disulfonsäure-chlorid- Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung
(2) - cyclopentylamid - (4), Chlorbenzol - 2,4 - disulf on - 40 erhältlichen Verfahrensprodukte werden in den meisten säure-chlorid-(2)-dimethylamid-(4), Chlorbenzol-2,4- Fällen bei der Aufarbeitung in kristalliner Form disulfonsäure-chlorid-(2)-benzylamid-(4) und Brom- erhalten, so daß eine weitere Reinigung im allgemeinen benzol-2,4-disulfonsäure-chlorid-(2)-n-propylamid-(4). überflüssig ist. Gewünschtenfalls können die Ver-Die vorstehend erwähnten Ausgangsstoffe stellen bindungen aus wäßrigen Alkoholen, z. B. Methanol neue Verbindungen dar, die man erhält, indem man 45 oder Äthanol, gegebenenfalls unter Zusatz von Kohle, beispielsweise von entsprechend substituierten umkristallisiert werden.
m-Amino-benzolsulfonamiden der allgemeinen Formel Die Verfahrensprodukte sind wertvolle Arzneimittel
und zeichnen sich insbesondere durch eine sehr gute diuretische und salzausscheidende Wirksamkeit aus. 50 Beispielsweise bewirken die neuen Verbindungen im Tierversuch die Ausscheidung von insbesondere
-NH2 Natrium- und Chlorionen in annähernd äquivalentem
Ri— j Verhältnis, während die Kaliumausscheidung nur
wenig erhöht wird. Auf Grund dieser Natrium- aus-
„R2.-. 55 scheidenden Wirkung verursachen die Verfahrens
produkte weder eine Acidose noch eine Alkalose des Zellgewebes und sind infolge ihrer gleichfalls hervorragenden Verträglichkeit z. B. zur Ödemtherapie oder, in Kombination mit anderen hypotensiv wirksamen
ausgeht und die m-Aminogruppe nach der Meer- 60 Verbindungen, zur Dauertherapie der essentiellen weinschen Diazoreaktion gegen die Sulfohalogenid- Hypertonie geeignet.
gruppe austauscht (vgl. z. B. Chemische Berichte, In der nachstehenden Tabelle 1 sind die diuretischen
Bd. 90 [1957], S. 841). Die Ausbeuten betragen und salzausscheidenden Prüfungsergebnisse den entnach diesem Verfahren etwa 50 bis 70% der sprechenden pharmakologischen Daten des bekannten Theorie, bezogen auf verwendete m-Aminobenzol- 65 6-Chlor-7-sulfamyl-3,4-dihydro-l,2,4-benzothiadiazinsulfonamide. 1,1-dioxyds gegenübergestellt. Die Versuchstiere er-
Die Umsetzung wird nach dem Verfahren gemäß hielten die zu prüfenden Substanzen in einer Dosierung der Erfindung nach den für die Umwandlung von von 25 mg/kg per os.
Tabelle 1
Prüfungspräparat Lipschitz-
Faktor
(TiU)
?Na
"i/Na
Tk
Uk
Ta
Ü'a
[Cl]
[Na]+'+ [K]+
6-Chlor-7-sulf amyl-3,4-dihydro-1,2,4-benzothia-
diazin-l,l-dioxyd
1,3
1,4
1,4
1,8
1,1
1,2
1,5
2,0
0,85
0,9
Chlorbenzol-2,4-disulfonsäure-amid-(2)-n-butyl-
amid-(4)
Versuchsbericht Prüfungsergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 2
den entsprechenden Werten des aus »Chemical
Zum Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit Abstracts«, 49 [1955], Spalte 5939 b) bekannten der neuen Verfahrenserzeugnisse wurde ferner das 15 Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-bis-dimethylamids der verfahrensgemäß erhältliche Chlorbenzol-2,4-disulfo- Formel II
säure-amid-(2)-dimethylamid-(4) der Formel I
Cl
SO2NH2
SO2-N:
-CH3
CH3
so,—n;
CH8
CH3
so.—n:
CH3
CH3
gegenübergestellt. Als Versuchstiere dienten Ratten mit einem Durchschnittsgewicht von 100 g. Die Tiere
hinsichtlich seiner diuretischen und saluretischen erhielten die Prüfungspräparate in einer Dosierung Eigenschaften im Tierversuch geprüft. Die erhaltenen 3° von 50 mg/kg per os.
Tabelle 2
Prüfungspräparat Lipschitz-
Faktor
(TjU)
[Na]© [K]© [Cl]S [Cl] θ
' [Na]®"+ [K]©
Chlorbenzol-2,4-disulfonsäure-amid-(2)-dimethyl-
amid-(4) (I)
1,8
1,55
3,1
1,6
2,2
1,9
3,75
2,3
0,70
0,65
ChlorbenzoW^-disulfonsäure-bis-dimethylamid (II)
Zu den Tabellen seien folgende Erläuterungen gegeben:
1. Der Lipschitz-Faktor dient als Maß für die diuretische Wirkung eines Präparates und wird im Tierversuch z. B. in folgender Weise bestimmt: Zwei Gruppen von je sechs Ratten werden 24 Stunden auf Durst gesetzt. Der ersten Gruppe werden je 1 g/kg Harnstoff und der zweiten Gruppe je 25 bzw. 50 mg/kg des Versuchspräparates verabreicht. Anschließend erhalten die Ratten 5 ccm/100 g physiologische Kochsalzlösung. Die Urinmenge der behandelten Tiere wird stündlich bestimmt und der 5-Stunden-Wert auf 100 g Körpergewicht der behandelten Ratten umgerechnet. Der Lipschitz-Faktor ist nunmehr der Quotient aus der nach Verabreichung von Harnstoff erhaltenen Urinmenge im Nenner und der nach dem Versuchspräparat erhaltenen Urinmenge im Zähler. Je größer der Faktor ist, um so besser ist die diuretische Wirksamkeit des Versuchspräparates.
2. Die Quotienten aus den Werten T^3. und U^a, Tk und C/K sowie Ta. und Uc\ und der Quotient einer Prüfungssubstanz. Die Ermittlung dieser Werte erfolgt auf folgende Weise: Als Versuchstiere werden Ratten benutzt, die 24 Stunden lang kein Futter, jedoch unbegrenzte Mengen an Trinkwasser erhalten. Im übrigen wird wie bei der Bestimmung des Lipschitz-Faktors verfahren und in dem nach 5 Stunden gesammelten Urin die Konzentration der Natrium-, Kalium- und Chlorionen bestimmt. Der Quotient TnJUn3 stellt das Zahlenverhältnis zwischen der von der Testgruppe (T) ausgeschiedenen Menge Natriumionen und der von der mit Harnstoff behandelten Gruppe (U) ausgeschiedenen Menge Natriumionen dar. Die Bedeutung der übrigen Quotienten Tk/Uk und TCi/Ua ist entsprechend zu verstehen.
Zu den in den Tabellen enthaltenen Zahlenwerten sei
bemerkt, daß die Wirkung eines Prüfungspräparates grundsätzlich um so besser ist, je größer der Natrium- und Chlorfaktor und je geringer der Kaliumfaktor ist. 3. In dem Quotienten
[Cl]-
[Na]+ + [K]+
geben ein Maß für die salzausscheidende Wirkung
bedeutet [Cl]- die von der Testgruppe ausgeschiedene Menge Chlorionen, gemessen in Millimol je Kilogramm. Entsprechend sind [Na]+ und [K]+ definiert. Dieser
Quotient erreicht bei rein salzausscheidend wirk- einengt und die durch Ansäuern und Kühlen abgesamen Verbindungen den Wert 1, während er bei schiedenen Kristalle, wie vorstehend beschrieben, reinen sogenannten »Carboanhydraseblockern«, die umkristallisiert.
an Stelle der Chlorionen überwiegend Hydrogen- c) Eine weitere Herstellungsmöglichkeit besteht
carbonationen ausscheiden, bei etwa 0,1 liegt. Bei den 5 darin, daß man eine Mischung aus 1 g Toluol-2,4-dineuen Verfahrensprodukten liegt dieser Wert erheblich sulfonsäure-chlorid-(2)-n-propylamid-(4) und 10 g feinüber 0,1, nämlich zwischen 0,6 und 1,0. gepulvertem Ammoniumbicarbonat zunächst 1 Stunde
auf 100° C erwärmt, die Temperatur dann unter gutem
Ergebnisse Umrühren innerhalb einer Stunde auf 1200C erhöht,
ίο nach beendeter Umsetzung das Reaktionsgemisch in
Aus den in der Tabelle 2 enthaltenen Zahlenwerten 100 ecm ln-Salzsäure einträgt und das abgeschiedene geht hervor, daß das neue Verfahrenserzeugnis (I) Toluol-2,4-disuhconsäure-amid-(2)-n-propylamid-(4), der bekannten Verbindung (II) sowohl hinsichtlich wie unter 1 a) beschrieben, umkristallisiert,
der diuretischen als auch hinsichtlich der salzausscheidenden Wirksamkeit überlegen ist. Abgesehen von der 15 Beispiel 2
grundsätzlich besseren diruetischen und salzausscheidenden Wirksamkeit besitzt das neue Verfahrens- Toluol-2,4-disulfonsäure-amid-(2)-cyclopentylamid-(4) erzeugms darüber hinaus den Vorteil, daß die ausgeschiedenen Mengen an Natrium- und Kaliumionen 10 g Toluol - 2,4 - disulfonsäure - chlorid - (2) - cycloin einem günstigen Zahlenverhältnis stehen, wobei 20 pentylamid-(4) werden unter Eiskühlung in 100 ecm die ausgeschiedene Menge an Natriumionen etwas 9n-methanolisches Ammoniak eingetragen und die größer ist als die entsprechende Menge Kaliumionen. klare Lösung eingedampft. Der Rückstand wird mit Diese Tatsache steht im Einklang mit den Anfor- verdünnter Salzsäure behandelt und das kristallin derungen der Praxis an ein salzausscheidend wirk- abgeschiedene Toluol-2,4-disulfonsäure-amid-(2)-cysames Präparat, wonach die ausgeschiedene Kalium- 25 clopentyIamid-(4) durch Umkristallisieren aus wäßmenge geringer sein sollte als die entsprechende Menge rigem Äthanol gereinigt. Die Ausbeute beträgt 7,8 g, an Natriumionen. Hinsichtlich des Mengenverhält- der Schmelzpunkt liegt bei 1490C.
nisses zwischen ausgeschiedenen Natrium- und Kaliumionen weist die bekannte Verbindung im Vergleich Beispiel 3
zu dem neuen Verfahrenserzeugnis ein wesentlich 30
ungünstigeres Zahlenverhältnis auf. Chlorbenzol-2,4-disuIfonsäure-amid-(2)-dimethyl-
Die Verrahrensprodukte können sowohl oral als amid-(4)
auch parenteral angewendet werden. Sie können
daher, vermischt mit geeigneten festen oder flüssigen 10 g Chlorbenzol-2,4-disulfonsäure-chlorid-(2)-di-
pharmazeutischen Trägerstoffen, wie Wasser, pflanz- 35 methylamid-(4) werden anteilweise in eine Mischung liehen Ölen, Stärke, Milchzucker, Talkum oder Hilfs- von 100 ecm 25%igeni wäßrigem Ammoniak und stoffen, beispielsweise Stabilisierungs-, Konservie- 50 ecm Tetrahydrofuran eingetragen. Die kalre Rerungs-, Netz- oder Emulgiermitteln, in Form von aktionsmischung wird auf etwa die Hälfte eingeengt Tabletten, Dragees, Kapseln, Lösungen, Suspensionen und mit konzentrierter Salzsäure angesäuert. Das oder Emulsionen Verwendung finden. Da die freien 40 kristallin abgeschiedene Chlorbenzol^^-disulfonsäure-Disulfonamide in vielen Fällen nur wenig wasser- amid-(2)-dimethylamid-(4) wird durch Umkristallilöslich sind, kann es vorteilhaft sein, sie in Form ihrer sieren aus wäßrigem Methanol gereinigt. Es bildet nichttoxischen Alkalisalze, vorzugsweise der Natrium- farblose Prismen vom Schmelzpunkt 182 0C.
oder Kaliumsalze, anzuwenden. Die entsprechenden
Mono- bzw. Dialkalisalze erhält man in einfacher 45 Beispiel 4
Weise dadurch, daß man die freien Disulfonamide in „ , ,„..,.■,■. .. ·,,-,% 1
I oder 2 Äquivalenten wäßriger oder alkoholischer Brombenzol-2J4-d1sulfonsaure-amid-(2)-n-propyl-
Natronlauge bzw. Kalilauge löst und die Lösung unter amia-(4j
vermindertem Druck eindampft. IO g Brombenzol - 2,4 - disulfonsäure - chlorid - (2)-
So n-propyIamid-(4) vom Schmelzpunkt 85 bis 87° C
Beispiel I werden, wie im Beispiel I,a) beschrieben, mit 100 ecm
τ r 1 ο a j- ir ·· -J^n 1 -j fA\ flüssigem Ammoniak umgesetzt und das kristalline
Toluol-2,4-disulfonsaure-amid(2)-n-propylamid-(4) Rohprodukt durch Umkristallisieren aus wäßrigem
a) 10 g Toluol-2,4-disuh°onsäure-chlorid-(2)-n-pro- Äthanol (unter Zusatz von Kohle) gereinigt. Die Auspylamid-(4) vom Schmelzpunkt 106 bis 1080C werden 55 beite beträgt 8,5 g, der Schmelzpunkt liegt bei 175°C. in kleinen Anteilen in 100 ecm flüssiges Ammoniak
eingetragen. Nach dem Abdampfen des überschüssigen Beispiel 5
Ammoniaks bei Raumtemperatur wird der Rückstand _,, , , „ . ,. ,„ .. .,,„·> , ,·λ,Λ\
mit verdünnter Salzsäure behandelt, das kristalline Chlorbenzol-2,4-disulfonsaure-amid-(2)-morphohd-(4)
Reaktionsprodukt abgesaugt und gut mit Wasser ge- 60 10 g Chlorbenzol - 2,4 - disulfonsäure - chlorid - (2)-
waschen. Die Ausbeute beträgt 8,2g. Nach dem morpholid-(4) werden entsprechend der im Beispiel 3
Umkristallisieren aus wäßrigem Methanol schmilzt angegebenen Vorschrift mit einer Mischung von
das Produkt bei 162°C. konzentriertem wäßrigem Ammoniak und Tetra-
b) Das Toluol-2,4-disulfonsäure-amid-(2)-n-propyl- hydrofuran umgesetzt und das Rohprodukt aus amid-(4) kann auch in der Weise hergestellt werden, 65 wäßrigem Äthanol (unter Zusatz von Kohle) umdaß man 10 g Toluol-2,4-disulfonsäure-chlorid-(2)-n- kristallisiert. Man erhält 6,8 g des Verfahrenserzeugpropylamid-(4) in 150 ecm 25%igem wäßrigem Ammo- nisses in Form von kleinen farblosen Nadeln vom niak unter Erwärmen löst, die Lösung auf 100 ecm Schmelzpunkt 2000C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzol-m-disulfonamiden der allgemeinen Formel
    -SO2NH2
    R1
    10
    so»n:
    worin R ein Halogenatom oder die Methylgruppe, R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder die Methylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder einen niedrigmolekularen Alkylrest und R3 einen gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom unterbrochenen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylrest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylalkylrest mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder einen Phenylalkylrest, dessen Alkylengruppe bis zu 4Kohlenstoffatome enthält und gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom unterbrochen ist, oder worin R2 und R3 gemeinsam mit dem Stickstoffatom Glieder eines gesättigten, gegebenenfalls durch Heteroatome unterbrochenen Ringes bedeuten, dadurch gekenn-
    zeichnet, daß man ein Benzolsulfohalogenid der allgemeinen Formel
    — S O.X
    so»n:
    worin X für ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chloratom, steht und R, R1, R2 und R3 die obenerwähnte Bedeutung besitzen, mit Ammoniak oder solchen Verbindungen, die im Verlauf der Reaktion Ammoniak abspalten, umsetzt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen nach an sich bekannten Verfahren in die entsprechenden Alkalisalze überführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    »Monatshefte für Chemie«, Bd. 48 (1927), S. 635;
    »Journal of the American Chemical Society, Bd. 79 (1957), S. 2029;
    »Beilsteins Handbuch der organischen Chemie, Bd. XI, 1928, S. 200;
    »Canadian Journal of Chemistry«, Bd. 32 (1954), S. 598 bis 605, referiert in »Chemical Abstracts«, Bd. 49 (1955), Spalte 9539.
    © 209 558/451 3.62
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3356692A (en) * 1963-11-30 1967-12-05 Bayer Ag Tetrahydrofuryl-benzene sulfonamides

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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US3356692A (en) * 1963-11-30 1967-12-05 Bayer Ag Tetrahydrofuryl-benzene sulfonamides

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