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DE1126371B - Verfahren zur Herstellung von Isocyanid-dichloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isocyanid-dichloriden

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Publication number
DE1126371B
DE1126371B DEF29420A DEF0029420A DE1126371B DE 1126371 B DE1126371 B DE 1126371B DE F29420 A DEF29420 A DE F29420A DE F0029420 A DEF0029420 A DE F0029420A DE 1126371 B DE1126371 B DE 1126371B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
isocyanide
phosphorus pentachloride
phosphorus
boiling point
dichlorides
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF29420A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Engelbert Kuehle
Dr Richard Wegler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF29420A priority Critical patent/DE1126371B/de
Priority to CH1032260A priority patent/CH389588A/de
Priority to BE595191A priority patent/BE595191A/fr
Publication of DE1126371B publication Critical patent/DE1126371B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Isocyanid-dichloriden Isocyanid-dichloride lassen sich im allgemeinen durch Halogenanlagerung an Isonitrile darstellen; jedoch ist dieses Verfahren wegen der Unbeständigkeit und der unangenehmen Eigenschaften der Isonitrile nicht von praktischer Bedeutung. Weiter sind einige aromatische Isocyanid-dichloride, wie beispielsweise das Phenylisocyanid-dichlorid durch Chlorierung der entsprechenden Isothiocyanate zugänglich geworden. Die ardmatischen Isocyaniddichloride entstehen außerdem noch nach den Angaben der deutschen Patentschrift 1094 737 durch Halogenierung von N-Arylformarniden in Gegenwart von Thionylchlorid. Die aliphatischen Isocyanid-dichloride sind jedoch auf diesem Wege nicht herstellbar.
  • Es ist nach den Angaben im J. pr., 31, S. 120, bzw. 32, S. 298, schon versucht worden, Phenylisocyaniddichlorid durch Umsetzung von Phenylisocyanat mit Phosphorpentachlorid in der Siedehitze herzustellen. Hierbei sind aber lediglich harzartige Nebenprodukte erhalten worden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man aliphatische, aromatische und araliphatische Isocyanid-dichloride erhält, wenn man Isocyanate oder Isothiocyanate bei Raumtemperatur oder schwach erhöhter Temperatur, vorzugsweise von 20 bis 100' C, mit Phosphorpentachlorid umsetzt.
  • Folgendes Formelschema möge diese Umsetzung verdeutlichen:
    R - N # C = X + PCI5 ---> R - N = CCI2 + PXCI3
    In den vorstehenden Formeln steht R für einen beliebigen, gegebenenfalls substituierten aliphatischen, aromatischen oder araliphatischen Rest, X bedeutet Schwefel oder Sauerstoff.
  • Als Ausgangsstoffe können beliebige Mono- oder Polyisocyanate bzw. -isothiocyanate der aliphatischen, aromatischen oder araliphatischen Rc#,he verwendet werden.
  • Man kann die Reaktion ohne Lösemittel mit den reinen Substanzen ausführen, indem man das Isocyanat bzw. Isothioeyanat bei Raumtemperatur oder schwach erhöhter Temperatur auf Phosphorpentachlorid bzw. eine Lösung von Chlor und Phosphortrichlorid einwirken läßt. Zur besseren Durchflührung der Reaktion ist es allerdings vorteilhafter, in einem Lösungsmittel, und zwar zweckmäßigerweise in dem bei der Reaktion entstehenden Phosphoroxychlorid bzw. Phosphorsulfochlorid zu arbeiten.
  • Schließlich kann die Reaktion auch in einem nicht mehr chlorierbaren organischen Lösungsmittel, wie Tetrachlorkohlenstoff, Dichlorbenzol od. ä., durchgeführt werden.
  • Die Verfahrensprodukte sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Pflanzenschutz-und Heilmitteln.
  • Beispiel 1 18g Methyhsocyanat werden in eine Suspension von 70 g Phosphorpentachlorid in 70 mI Phosphoroxychlorid eingetropft. Man rührt das Reaktionsgemisch einige Zeit bei Zimmertemperatur und destilliert die fast klare Lösung über eine mit Raschig-Ringen gefüllte Kolonne. Hierbei erhält man 38 g eines Destillates vom Kp. 60 bis 85' C. Bei der Redestillation gehen 29,5 g = 83,50/0 der Theorie Methylisocyanid-dichlorid vorn Kp. 79 bis 80'C über.
  • Beispiel 2 25g Methylisothiocyanat werden bei Raumtemperatur in eine Suspension von 70g Phosphorpentachlorid in 50m1 o-Dichlorbenzol langsam zugetropft. Hierbei tritt eine leichte Erwärrnung ein. Man erhitzt 1/2Stunde auf 100'C und destilliert anschließend bei einer Badtemperatur von 180'C. Hierbei erhält man 54g eines Siedegemisches vom Kp. 70 bis 110' C. Bei der Redestillation gehen 24 g Methylisocyanid-dichlorid vom Kp. 77 bis 790 C über. Ausbeute: 620/0 der Theorie.
  • Beispiel 3 36 g Äthylisocyanat tropft man bei Raumtemperatur in 104g Phosphorpentachlorid ein. Hierbei steigt die Temperatur bis etwa 37- C an. Man erhitzt 1/2 Stunde lang auf 900 C, ohne daß hierbei völlige Lösung eintritt. Nach Entfernung des überschüssigen Phosphorpentachlorids destilliert man die Lösung über eine mit Raschig-Ringen gefüllte Kolonne. Nach einem kurzen Vorlauf, der etwas Äthylcarbamidsäurechlorid enthält, erhält man 54 g = 860/0 der Theorie Äthylisoeyanid-dichlorid vom Kp. 100 bis 101' C.
  • Beispiel 4 In eine Suspension von 104g Phosphorpentachlorid in 80 ml Phosphoroxychlorid tropft man bei 55' C 49 g n-Butylisocyanat ein. Hierbei tritt allmähliche Lösung ein. Man destilliert das Phosphoroxychlorid ab und erhält als Rückstand n-Butylisocyanid-dichlorid, das bei der Vakuumdestillation bei Kp-14 45 bis 45,5' C übergeht. Ausbeute: 38 g = 50010 der Theorie.
  • Beispiel 5 In eine Suspension von 208g Phosphorpentachlorid in 150 ml Phosphoroxychlorid tropft man bei 40' C 125 g Cyclohexylisoeyanat ein. Man rührt etwa 5 Stunden bei dieser Temperatur bis zur völligen Lösung nach. Nach Abdampfen des Phosphoroxychlorids erhält man durch Fraktionierung 83 g Cyclohexylisocyanid-dichlorid vom Kp.12 82 bis 83,5' C. Beispiel 6 77g p-CWorphenylisoeyanat werden in 150m1 Phosphoroxychlorid gelöst und anschließend mit 105g Phosphorpentachlorid versetzt. Man rührt einige Stunden bei Zimmertemperatur, erhitzt dann langsam auf 80'C, wobei innerhalb von etwa 15 Minuten Lösung eintritt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels erhält man durch Destillation 38 g p-Chlorphenylisoeyanid-dichlorid vom Kp.14 117 bis 1200 C.
  • Beispiel 7 In die Suspension von 104g Phosphorpentachlorid in 80m1 Phosphoroxychlorid gibt man bei 40 bis 50'C 38g 1,3-Phenylendiisocyanat. Man rührt einige Stunden nach, erhitzt dann 1/2 Stunde auf 90' C und destilliert das Lösungsmittel ab. Durch Destillation erhält man 13 g 1,3-Phenylen-diisocyanid-dichlorid vom Kp.1,5 160 bis 161' C.
  • Beispiel 8 Ein Gemisch von 42g Dodecylisocyanat, 40g Phosphorpentachlorid und 60 ml Phosphoroxychlorid wird 6 Stunden lang verrührt. Nach dem Stehen über Nacht ist fast völlige Lösung eingetreten. Man trennt vom überschüssigen Phosphorpentachlorid ab und destilliert nach Verdampfen des Lösungsmittels im Vakuum. Kp.15 163 bis 166' C. Ausbeute: 14 g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Isoeyaniddichloriden, dadurch gekennzeichnet, daß man Mono- und Polyisocyanate bzw. -isothiocyanate mit Phosphorpentachlorid, gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln, bei Raum- oder schwach erhöhter Temperatur, vorzugsweise von 20 bis 100' C, umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: J. Am. Chem. Soc., 44, S. 2897, Berichte d. dtsch. chem. Ges., 6, S. 322 (1874), 1. prakt. Ch., 31, S. 120; 32, S. 298.
DEF29420A 1959-09-18 1959-09-18 Verfahren zur Herstellung von Isocyanid-dichloriden Pending DE1126371B (de)

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DEF29420A DE1126371B (de) 1959-09-18 1959-09-18 Verfahren zur Herstellung von Isocyanid-dichloriden
CH1032260A CH389588A (de) 1959-09-18 1960-09-12 Verfahren zur Herstellung von Isocyanid-dihalogeniden
BE595191A BE595191A (fr) 1959-09-18 1960-09-19 Procédé de preparation de dihalogénures d'isocyanides.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3267144A (en) * 1963-10-28 1966-08-16 Olin Mathieson Process for preparing selected bis

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3267144A (en) * 1963-10-28 1966-08-16 Olin Mathieson Process for preparing selected bis

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BE595191A (fr) 1961-03-20
CH389588A (de) 1965-03-31

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