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DE1125912B - Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure- und ª‡-Alkylacrylsaeureestern durch Alkoholabspaltung aus ª‰-Alkoxymonocarbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure- und ª‡-Alkylacrylsaeureestern durch Alkoholabspaltung aus ª‰-Alkoxymonocarbonsaeureestern

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Publication number
DE1125912B
DE1125912B DEW27458A DEW0027458A DE1125912B DE 1125912 B DE1125912 B DE 1125912B DE W27458 A DEW27458 A DE W27458A DE W0027458 A DEW0027458 A DE W0027458A DE 1125912 B DE1125912 B DE 1125912B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid esters
catalyst
acid
alcohol
acrylic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW27458A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Eduard Enk
Dr Fritz Knoerr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Priority to DEW27458A priority Critical patent/DE1125912B/de
Publication of DE1125912B publication Critical patent/DE1125912B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/30Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group
    • C07C67/317Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group by splitting-off hydrogen or functional groups; by hydrogenolysis of functional groups
    • C07C67/327Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group by splitting-off hydrogen or functional groups; by hydrogenolysis of functional groups by elimination of functional groups containing oxygen only in singly bound form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure-und a-Alkylacrylsäureestern durch Alkoholabspaltung aus ß-Alkoxymonocarbonsäureestern Es ist bekannt, daß man Acrylsäureester erhält, indem man ß-Alkoxypropionsäureester in flüssigem oder gasförmigem Zustand mit wasserentziehenden Mitteln, wie Schwefelsäure, behandelt (vgl. die deutsche Patentschrift 573 724). Dabei werden durch Reduktionsreaktionen flüchtige, saure, organische Schwefelverbindungen gebildet, welche die Haltbarkeit des gebildeten Acrylsäureesters herabsetzen Außerdem schwanken die Ausbeuten durch Polymerisationsverluste und betragen 68,5 bis 8O0/o im Falle des Acrylsäuremethylesters.
  • In der USA.-Patentschrift 2393 737 wird die Darstellung von a,B-ungesättigten Estern durch Alkoholabspaltung aus ß-alkoxysubstituierten Propionsäure-bzw. Isobuttersäureestern in flüssigem Zustand in Gegenwart von alkalischen Katalysatoren, nämlich Alkalimetallalkoholaten beschrieben. Zur Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit und Erzielung besserer Ausbeuten hat man vorgeschlagen, das als Katalysator verwendete Natriummethylat in Methanol zu lösen und in die erhitzte Lösung den ß-Methoxyisobuttersäuremethylester in dem Maße einzutropfen, wie der gebildete Methacrylsäuremethylester abdestilliert. Auf diese Weise werden Ausbeuten bis zu 92,50/0, bezogen auf umgesetzten P-Methoxyisobutter säuremethylester, erhalten. Die Abtrennung des großen Methanolüberschusses vom Methacrylsäuremethylester durch extraktive oder azeotrope Destillation ist jedoch mit großen Kosten verbunden.
  • Der Nachteil dieses Verfahrens liegt vor allem darin, daß der Katalysator nach kurzer Zeit, eigene Versuche ergaben 12 Stunden, verkrustet. Demgegenüber zeigen die Katalysatoren der Erfindung teilweise nach 50 Stunden, wieder andere nach 100 Stunden noch kein Nachlassen ihrer katalytischen Wirkung. Außerdem haben Versuche ergeben, daß ohne Zugabe von Alkohol zu dem Reaktionsgemisch aus ß-Alkoxycarbonsäureester und Alkalimetallalkoholat keine nennenswerte Spaltung der B-Alkoxycarbon säureester eintritt.
  • Ein weiterer Mangel dieses Verfahrens besteht darin, daß dessen Katalysator nicht oder nur sehr umständlich wiederzubeleben ist. Im Gegensatz dazu können die Katalysatoren nach dem Verfahren der Erfindung durch Abbrennen mit sauerstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur leicht wiederbelebt werden, ohne daß deswegen der Katalysator aus dem Reaktionsgefäß entfernt werden muß.
  • Zur Erhöhung der Umsatzgeschwindigkeit wurde ferner die alkalische Spaltung von IB-alkoxysubstitu ierten Estem im Gaszustand zu aß-ungesättigten Estern nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2457225 durchgeführt, wobei Alkali- und Erdalkaliverbindungen als Katalysatoren verwendet werden.
  • Die Spaltprodukte sind im wesentlichen frei von Säure, jedoch tritt bei den hohen Spalttemperaturen bereits ein beträchtlicher thermischer Abbau des gebildeten Esters ein, was sich in einer starken Gelbbraunfärbung des Spaltproduktes und der alsbaldigen Abscheidung von Kohle auf dem Katalysator und in einer damit verbundenen Wirkungsverminderung äußert.
  • Nach dem Verfahren der britischen Patentschrift 584 607 werden zur Spaltung von a-Alkoxyisobuttersäureestern wasserentziehende Mittel, z. B. Phosphorpentoxyd, aktives Aluminiumoxyd oder wasserfreie Oxalsäure, verwendet. Bei der Verwendung von Phosphorpentoxyd wird das abgespaltene Methanol nahezu restlos zerstört. Außerdem geht dadurch Phosphorpentoxyd in Phosphorsäure über, welche stark korrodierend auf die Gefäßwände wirkt. Auch ist das Arbeiten mit Phosphorpentoxyd gefährlich.
  • Nicht übersehen werden darf ferner die Tatsache, daß bei diesem Verfahren große Katalysatormengen eingesetzt werden müssen.
  • Das Verfahren der USA.-Patentschrift 2571212 ist auf die Herstellung von ungesättigten Monocarbonsäureester beschränkt, welche in ß-Stellung eine Alkoxygruppe enthalten.
  • Die ß,ß-dialkoxysubstituierten Carbonsäureester enthalten eine acetalartige Atomgruppe, im Gegensatz zu der ätherartigen Gruppe des Verfahrens der Erfindung. Außerdem sind acetalartige Atomgruppen im Gegensatz zu äther bekanntlich leicht spaltbar.
  • Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 729342 werden zwar saure Katalysatoren verwendet.
  • Dadurch werden als beste Ausbeute nur 84,8 0/o Acrylsäuremethylester erhalten.
  • Ähnlich liegen die Verhältnisse bei dem Verfahren der deutschen Patentschrift 847443, bei welchem die Ausbeuten an ungesättigten Estern zwischen 6Q6 und 670/o betragen.
  • Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 885542 wird lediglich Acrylsäuremethylester hergestellt, während nach dem Verfahren der Erfindung sowohl die homologen Ester der Acrylsäure wie auch die der a-alkylsubsfftuierten Acrylsäuren gewonnen werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß Acrylsäure und a-Alkylacrylsäureester erhalten werden, welche in fl-Stellung keine Alkoxygruppe tragen, durch Alkoholabspaltung aus ß-Alkoxymonocarbonsäureestern in Gegenwart basisch wirkender Katalysatoren, welche Alkali- oder Erdalkaliverbindungen enthalten.
  • Das Verfahren besteht darin, daß man aus dampfförmigen fl-Alkoxymonocarbonsäureestem bei einer Temperatur von 330 bis 4000 C, vorzugsweise 370 bis 3900 C, Alkohol abspaltet in Gegenwart von Katalysatoren, die aus Kieselsäure und 5 bis 30°/o, vorzugsweise 5 bis 15 0/G, Alkali- und bzw. oder Erdalkalisilikaten, bezogen auf das Gesamtgewicht des Katalysators, bestehen.
  • Es werden also Katalysatoren verwendet, die kaum Nebenreaktionen bewirken. Außerdem werden höhere Umsätze bzw. höhere Ausbeuten an ungesättigten Monocarbonsäureestern erzielt. Die Alkoholabspaltung erfolgt aus den dampfförmigen Ausgangsstoffen in einem fortlaufenden oder unterbrochenen Verfahren. Die verdampften Ausgangsstoffe werden bei Normaldruck oder Unterdruck zweckmäßig in inerter Atmosphäre, z. B. in Gegenwart von Stickstoff, durch ein mit dem Katalysator gefülltes, erhitztes Rohr geführt. Das Erhitzen des Rohres kann elektrisch oder durch ein erhitztes Gas erfolgen, das durch einen Ventilator um das Rohr geführt wird, wodurch örtliche Überhitzungen vermieden werden.
  • Die Dämpfe werden nach der Spaltung und erfolgtem Verflüssigen in einer auf etwa OC gekühlten Vorlage aufgefangen. Der entstandene ungesättigte Monocarbonsäureester wird vom nicht umgesetzten Ausgangsester und den Nebenprodukten durch einfache oder azeotrope Destillation abgetrennt. Das Reaktionsgemisch kann aber auch durch extraktive Destillation, gegebenenfalls unter Zusatz von Polymerisationsverzögerern, z. B. Stickoxyden, in bekannter Weise in seine Bestandteile zerlegt werden.
  • Die Abspaltung des Alkohols aus den Ätherestern ist bei der Durchführung des Verfahrens von der Reaktionstemperatur und der vorhandenen Katalysatormenge abhängig. Die Belastung des Katalysators je Zeiteinheit kann innerhalb weiter Grenzen schwanken und den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden.
  • Als Alkali- bzw. Erdalkalisilikate sind Natrium-, Magnesium- und Calciumsilikat geeignet. Doch können mit gutem Erfolg auch andere Alkali- bzw. Erdalkalisilikate verwendet werden, z. B. Lithium-, Kalium-, Strontium- und Bariumsillkat.
  • Beispiel 1 p-Methoxypropionsäuremethylester wird in Dampfform mit einer Geschwindigkeit von 0,37 g ,B-Meth- oxypropionsäuremethylester je Kubikzentimeter Katalysatoren je Stunde über einen Katalysator geleitet, welcher aus 95,10/o Kieselsäure und 4,90/0 Natriumsilikat besteht. - Die Reaktionstemperatur beträgt 3800 C. Der Umsatz beträgt 89,4°/o, bezogen auf eingesetzten pl-Methoxypropionsäuremethylester, die Ausbeute an Acrylsäuremethylester 90,10/0. Nebenbei werden 968/o Methanol erhalten, bezogen auf umgesetzten P-Methoxypropionsäuremethylester.
  • Die angegebenen Umsätze und Ausbeuten sind nach einer Benutzungszeit des Katalysators von etwa 105 Stunden unverändert.
  • Die Aufarbeitung des entstandenen Reaktionsgemisches erfolgt in bekannter Weise. Durch fraktionierte Destillation bei einem Vakuum von 270mm Quecksilbersäule erhält man zuerst ein azeotropes Gemisch aus 54°l Methanol und 46 0/o Acrylsäuremethylester, welches das gesamte aus dem fl-Methoxypropionsäuremethylester abgespaltene Methanol und einen Teil des entstandenen Acrylsäuremethylesters enthält. Die weitere Trennung von methanolfreiem Acrylsäuremethylester und p-Methoxypropionsäuremethylester durch gewöhnliche Destillation ist ohne weiteres möglich, da beide miteinander kein azeotropes Gemisch bilden.
  • Das erhaltene azeotrope Gemisch aus 46 O/o Acrylsäuremethylester und 54 O/o Methanol wird folgendermaßen getrennt: Einer 3 m langen Destillationskolonne aus V2A-Stahl von 6 cm Innendurchmesser mit Mantelheizung und Maschendrahtnetzfüllung wird im unteren Drittel das vorstehende azeotrope Gemisch in Dampfform mit einer Geschwindigkeit von 200 Teilen je Stunde zugeführt. Die Mantelheizung wird auf etwa 440 C eingestellt und die Destillationsblase auf etwa 65° C erhitzt. Im oberen Teil der Kolonne werden stündlich 1200 Teile auf etwa 440 C erhitztes Wasser zugeführt. Der Druck am Kolonnenkopf beträgt 250 mm Quecksilbersäule. Am Kopf der Kolonne geht bei 440 C ein azeotropes Gemisch aus 92,8 0/0 Acrylsäuremethylester und 7,2 0/o Wasser über, welches beim Abkühlen in zwei Schichten zerfällt. Die untere, wässerige Schicht wird auf den Kopf der Kolonne zurückgeleitet. Die obere Schicht wird abgezogen und besteht aus Acrylsäuremethylester mit weniger als 0,5 D/o Methanol.
  • In einer zweiten Kolonne, in die kontinuierlich das Sumpfprodukt der ersten Kolonne geleitet wird, wird bei erhöhter Temperatur das Methanol abdestilliert.
  • Die Wiederbelebung des Katalysators erfolgt durch Oxydation der kohlenstoffhaltigen Abscheidungen, indem man ein vorerhitztes sauerstoffhaltiges Gas, welches aus Luft und einem inerten Gas, wie Stickstoff, besteht, bei einer Temperatur von 5200 C in Berührung mit dem Katalysator bringt. Der auf diese Weise wiederbelebte Katalysator zeigt in seiner Wirksamkeit keine Unterschiede gegenüber einem frisch hergestellten. Nach fünfmaliger Wiederbelebung werden die erzielten Ergebnisse unverändert wieder erhalten.
  • Beispiel 2 ,B-n-Butoxyisobuttersäure-n-butylester wird bei einer Temperatur von 3800 C in Dampfform über einen Katalysator geleitet, welcher aus 90°/o Kieselsäure und 1O0/o Calciumsilikat besteht. Die Ge schwindigkeit beträgt 0,7 g jB-n-Butoxyisobuttersäuren-butylester je Kubikzentimeter Katalysator je Stunde.
  • Der Umsatz beträgt 81,0 0/o, bezogen auf den eingesetzten p-n-Butoxyisobuttersäure-n-butylester, bei einer Ausbeute an Methacrylsäure-n-butylester von 89 O/o. Außerdem werden 96 O/o n-Butanol, bezogen auf den umgesetzten ,-n-Butoxyisobuttersäure-nbutylester, erhalten.
  • Beispiel 3 ,8 - (2 - Athyl) - butoxypropionsäure - (2 - äthyl)-butylester wird in Dampfform mit einer Geschwindigkeit von 0,5 g ß-(2-Äthyl)-butoxypropionsäure-(2-äthyl)-butylester je Kubikzentimeter Katalysator je Stunde über einen Katalysator geleitet, welcher aus 95 01o Kieselsäure und 5 O/o Lithiumsilikat besteht. Die Reaktionstemperatur beträgt 380C C. Bei einem Umsatz von 84 O/o, bezogen auf den eingesetzten fl-(2-Äthyl)-butoxypropionsäure-(2-äthyl)-butylester, erhält man Acrylsäure-(2-äthyl)-butylester in einer Ausbeute von 90,0 O/o und 2 Äthylbutanol in einer Ausbeute von 96 O/o, bezogen auf umgesetzten Ausgangsester.
  • Beispiel 4 ß - Methoxyisobuttersäure - n - hexylester wird in Dampfform bei einer Temperatur von 3700 C mit einer Geschwindigkeit von 0,6 g ß-Methoxyisobuttersäure-n-hexylester je Kubikzentimeter Katalysator je Stunde über einen Katalysator geleitet, welcher aus 90 °/o Kieselsäure und 100/o Bariumsilikat besteht.
  • 83 0/o des eingesetzten p-Methoxyisobuttersäure-nhexylesters werden umgesetzt. Die Ausbeute an Methacrylsäure-n-hexylester beträgt 90,3 O/o, die Methanolausbeute 95 O/o, jeweils bezogen auf den umgesetzten ß-Methoxyisobuttersäure-n-hexylester.
  • Beispiel 5 a -Isopropyl - ,B - methoxypropionsäuremethylester wird in Dampfform bei einer Temperatur von 380° C mit einer Geschwindigkeit von 1,3 g a-Isopropyl-ßmethoxypropionsäuremethylester je Kubikzentimeter Katalysator je Stunde über einen Katalysator geleitet, welcher aus 95 O/o Kieselsäure und 5 O/o Natriumsilikat besteht. Bei einem Umsatz von 79 O/o, bezogen auf den eingesetzten a-I sopropyl£-methoxypropionsäuremethylester, erhält man a.-Isopropylacrylsäuremethylester in einer Ausbeute von 93,1 O/o und Methanol in einer Ausbeute von 92,0 O/o, jeweils bezogen auf den umgesetzten Ausgangsester.
  • Beispiel 6 Der Katalysator wird folgendermaßen hergestellt: Zu einer Lösung von 4446 g (15,7 Mol) Natriummetasilikat, Na2Si O39 H2 0, in 7800 cm3 Wasser gibt man unter ständigem Rühren bei Zimmertemperatur eine Lösung von 305 g (1,5 Mol) Magnesiumchloridhexahydrat in 570 cm3 Wasser, wobei teilweise Kieselsäurehydrogel und vollständig Magnesiumoxydhydrogel ausfällt. Dann fügt man zur Mischung 5700 cm3 einer 5n-Salzsäure, um die Hauptmenge des Kieselsäurehydrogels zu fällen. Der aufgeschlämmte Niederschlag wird abfiltriert und mit wäßriger Ammoniumchloridlösung gewaschen. Durch weiteres Waschen mit Wasser werden dann alle wasserlöslichen Salze entfernt. Der Filterkuchen wird bei 1500 C getrocknet, dann in Stücke von geeigneter Größe gebrochen, gesiebt und bei einer Temperatur von 6000 C calciniert. Der fertige Katalysator besteht aus 85 ovo Kieselsäure und 15 0/o Magnesiumsilikat, Mg Si 03. Über diesen Katalysator wird ß-n-Butoxypropionsäure-n-butylester in Dampfform bei einer Temperatur von 3800 C mit einer Geschwindigkeit von 0,6 g ßn-Butoxypropionsäure-n-butylester je Kubikzentimeter Katalysator je Stunde geleitet. Der Umsatz beträgt 82,0 0/o, bezogen auf eingesetzten ß-n-Butoxypropionsäure-n-butylester, bei einer Ausbeute an Acrylsäure-n-butylester von 90,0 O/o. Außerdem werden 97°lo Butanol, bezogen auf umgesetzten ß-n-Butoxypropionsäure-n-butylester, erhalten.
  • Beispiel 7 α-Äthyl-ß-methoxypropionsäure-n-butylester wird in Dampfform bei einer Temperatur von 3700 C mit einer Geschwindigkeit von 1,0 g a-Äthyl-fl-methoxypropionsäure-n-butylester je Kubikzentimeter Katalysator je Stunde über einen Katalysator geleitet, welcher aus 92 ovo Kieselsäure und 8 D/o Magnesiumsilikat besteht. Bei einem Umsatz von 83,1 0/o, bezogen auf den eingesetzten a-Äthyl-ß-methoxypropionsäuren-butylester, erhält man a-Äthylacrylsäure-n-butylester in einer Ausbeute von 96,1 % und Methanol in einer Ausbeute von 98 0/o, jeweils bezogen auf umgesetzten Ausgangsester.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure-und a-Alkylacrylsäureestern, welche in ßStellung keine Alkoxygruppe tragen, durch Alkoholabspaltung aus ß-Alkoxymonocarbonsäureestern in Gegenwart basisch wirkender Katalysatoren, welche Alkali- oder Erdalkaliverbindungen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man aus dampfförmigen ß-Alkoxymonocarbonsäureestern bei einer Temperatur von 330 bis 4000 C, vorzugsweise 370 bis 3900 C, Alkohol abspaltet, in Gegenwart von Katalysatoren, die aus Kieselsäure und 5 bis 30 O/o, vorzugsweise 5 bis 15 D/o, Alkali- und bzw. oder Erdalkalisilikaten, bezogen auf das Gesamtgewicht des Katalysators, bestehen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Alkoholabspaltung in Gegenwart eines Katalysators durchführt, der aus Kieselsäure und Natriumsilikat besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 729 342, 847443, 855542; USA.-Patentschriften Nr. 2341 663, 2393 737, 2457225,2571212, 2816921; britische Patentschrift Nr. 584 607.
DEW27458A 1958-06-03 1958-06-03 Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure- und ª‡-Alkylacrylsaeureestern durch Alkoholabspaltung aus ª‰-Alkoxymonocarbonsaeureestern Pending DE1125912B (de)

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