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DE1125597B - Hydraulischer Antrieb fuer Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl. - Google Patents

Hydraulischer Antrieb fuer Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl.

Info

Publication number
DE1125597B
DE1125597B DEK34807A DEK0034807A DE1125597B DE 1125597 B DE1125597 B DE 1125597B DE K34807 A DEK34807 A DE K34807A DE K0034807 A DEK0034807 A DE K0034807A DE 1125597 B DE1125597 B DE 1125597B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
cylinder
pressure
drive according
working medium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK34807A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Knoche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kampnagel AG Vormals Nagel & K
Original Assignee
Kampnagel AG Vormals Nagel & K
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kampnagel AG Vormals Nagel & K filed Critical Kampnagel AG Vormals Nagel & K
Priority to DEK34807A priority Critical patent/DE1125597B/de
Publication of DE1125597B publication Critical patent/DE1125597B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D29/00Removing castings from moulds, not restricted to casting processes covered by a single main group; Removing cores; Handling ingots
    • B22D29/04Handling or stripping castings or ingots
    • B22D29/06Strippers actuated by fluid pressure

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Hydraulischer Antrieb für Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl. Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Antrieb für Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl. mit einem von einer motorisch angetriebenen Hochdruckpumpe und einem Akkumulator unter Anwendung von Steuerorganen gespeisten Zylinder-Kolben-System als Zangen- bzw. Stripperstempelbetätigungsorgan.
  • Beim Ausdrücken der Blöcke aus den Kokillen und zum Fassen und Halten der Blöcke sind große Druck-bzw. Zangenkräfte notwendig. Dabei wird angestrebt, die Leerlaufbewegung des Stripperstempels bzw. die Schließ- und öffnungsbewegung der Zange so schnell wie möglich auszuführen. Der hydraulische Antrieb ist bekanntlich hierfür bevorzugt, weil er antriebstechnische und steuertechnische Vorteile bietet.
  • Bei einem bekannten, aus einem oberhalb des Stripperstempels angeordneten Zylinder und einem Druckerzeuger bestehenden hydraulischen Antrieb für Strippvorrichtungen sind zwei Pumpen für die Bewegung des Stripperstempels angeordnet, wobei die eine für die Förderung großer Flüssigkeitsmengen bei niedrigem Druck und die andere für die Förderung kleiner Flüssigkeitsmengen bei hohem Druck ausgelegt ist und von denen die letztgenannte beim eiggentlichen Strippvorgang zur Wirkung kommt, während für den Leerlauf des Stripperstempels die von beiden Pumpen erzeugte Flüssigkeitsmenge nutzbar gemacht wird. Dieser bekannte Antrieb erfordert eine Vielzahl Steuerorgane für das hydraulische Arbeitsmittel und ist, da er noch eine weitere Pumpe für das Spül- und Steueröl benötigt, sehr aufwendig und dadurch teuer. Mangelhaft ist bei ihm besonders, daß die Hochdruckpumpe, die ein kostspieliges Gerät darstellt, auch bei Leerlauf des Strippe:rstempels arbeitet, wodurch ihre Lebensdauer erheblich vermindert wird.
  • Um den Verschleiß der teueren Hochdruckpumpe herabzusetzen, ist vorgeschlagen worden, an die Druckleitung der Niederdruckpumpe eine Einrichtung anzuschließen, durch welche die Hochdruckpumpe nur dann eingeschaltet wird, wenn der Arbeitsmitteldruck, den die Niederdruckpumpe bei der Leerlaufbewegung des Stripperstempels erzeugt, überschritten wird. Durch diese Maßnahme schont man zwar die teuere Hochdruckpumpe, das hydraulische System wird aber davon noch umfangreicher und komplizierter.
  • Die Erfindung weist einen anderen Weg für den hydraulischen Antrieb von Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl., bei dem die Leerlaufbewegung des Stripperstempels bzw. das Schließen und öffnen der Zange mit großer Geschwindigkeit, das Ausdrücken des Blockes aus der Kokille bzw. das Fassen und Halten des Blockes mit sehr großem Druck bzw. sehr großer Zangenkraft vor sich gehen soll.
  • Die Erfindung schlägt vor, für das als Stripperstempel- bzw. Zangenbetätigungsorgan wirkende Zylinder-Kolben-System zwei als im Zylinder bewegliche Einheiten ausgebildete Kolben vorzusehen, die konzentrisch angeordnet sind und unterschiedliche Beaufschlagungsflächen aufweisen, wobei derjenige mit der kleineren Beaufschlagungsfläche an dem Stripperstempel bzw. an der Zangenzugstange befestigt ist und derjenige mit der größeren Beaufschlagungsfläche gleichzeitig als Zylinder für den erstgenannten Kolben dient.
  • Um die Beanspruchung des Mantels des Kolbens mit der größeren Beaufschlagungsfläche zu verringern und das Gleiten dieses Kolbens auf der Zylinderwand zu begünstigen, ist gemäß einem weiteren Merkmal zwischen Zylinder und diesem auf seiner Wand gleitenden Kolben ein ringförnüger Raum gebildet, der mit dem Zylinderraum hydraulisch verbunden ist. Die Verbindung besteht aus einer oder mehreren Rohrleitungen mit eingeschaltetem Rückschlagventil.
  • Als Hochdruckspeisepumpe dient zweckmäßig eine Regelpumpe, die von dem Arbeitsmitteldruck in der Speiseleitung geregelt wird. Die Steuerorgane für das hydraulische Arbeitsmittel sind in bekannter Weise als Schieber ausgebildet und mit einer elektromagnetischen, elektrohydraulischen oder elektramechanischen und/oder Handbetätigung versehen. Jedes den Zufluß und den Rückfluß zu bzw. von dem Zylinder-Kolben-System regelnde Steuerorgan ist erfindungsgemäß über eine unter dem Einfluß eines Kraftspeichers stehende Spielraumverbindung mit dem ihm zugeordneten Betätigungsorgan verbunden. Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal werden die Steuerorgane, welche den Zufluß und den Rückfluß zu bzw. von dem Zylinder-Kolben-System regeln, zusätzlich in Abhängigkeit von dem Arbeitsmitteldruck im Kolbenraum oberhalb des einen Kolbens betätigt. Schließlich besteht noch ein Kennzeichen darin, daß die Hochdruckpumpe und der Akkumulator in Parallelschaltung mit dem Zylinder-Kolben-Systern hydraulisch verbunden sind.
  • Der erfindungsgemäße hydraulische Antrieb hat gegenüber den bekannten Antrieben den Vorteil des einfacheren Aufbaues. Die Anwendung teurerer Pumpenaggregate ist auf ein einziges beschränkt. Selbst bei sehr großen Zangen- bzw. Stempelkräften, die eine Höchstdruckpumpe, d. h. ein besonders kostspieliges Gerät, erfordern würden, kommt der Erfindungsgegenstand mit nur einer Hochdruckpumpe aus. Die Fördermenge dieser Hochdruckpumpe braucht nur normal zu sein, weil dank der erfindungsgemäßen Ausbildung des Antriebes für die Erzeugung der großen Zangen- bzw. Stempelkräfte lediglich ein verhältnismäßig kleines Volumen notwendig ist.
  • Einem noch nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlag zufolge ist ein hydraulischer Antrieb für eine Strippvorrichtung so gestaltet, daß eine mit dem Stripperstempel gekuppelte, einen Kolben mit größerer Beaufschlagungsfläche tragende Kolbenstange als Hohlzylinder ausgebildet ist, in dem sich eine zweite, feststehende Kolbenstange mit einem Kolben mit kleinerer Beaufschlagungsfläche befindet, wobei eine Steuerung vorgesehen ist, durch die an der Stripperzange und am Stripperstempel wahlweise verschieden große Kräfte zur Wirkung zu bringen sind. Während beim erfindungsgemäßen Antrieb beide Kolben im Zylinder beweglich sind und die Beaufschlagungsflächen jedes Kolbens gleich groß bemessen werden können, ist beim älteren Vorschlag der Kolben mit der kleineren Beaufschlagungsfläche fest mit dem Zylinder verbunden, also lediglich der Kolben mit der größeren Beaufschlagungsfläche im Zylinder beweglich; dies hat unterschiedliche Beaufschlagungsflächen des einzelnen Kolbens und damit auch einen Unterschied zwischen den Bewegungen und den Kräften zur Folge und erfordert im Gegensatz zum Antrieb nach der Erfindung einen Ausgleich der Volumen zwischen beiden Kolbenseiten und besondere hydraulische Maßnahmen hierfür.
  • Ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes vermittelt weitere Einzelheiten.
  • Die Zeichnung zeigt im Schema eine Strippvorrichtung, versehen mit dem hydraulischen Antrieb nach der Erfindung. In diesem Schema sind in bekannter Weise Arbeitsleitungen ausgezogen, Steuerleitungen weit gestrichelt und Abflußleitungen eng gestrichelt gezeichnet.
  • Als Zangenzugstange zum Schließen der Zangenschenkel dient gleichzeitig der zum Blockausdrücken verwendete Stripperstempel 2, der für diesen Zweck mit einem Querstück 3 versehen ist. Der Stripperstempel 2, und zwar sein oberer Teil, bildet außerdem die Kolbenstange für das Zylinder-Kolben-System. Das Zylinder-Kolben-System besteht aus einem Zylinder 4 in Verbindung mit den beiden Kolben 5 und 6. Der Kolben 6 ist gleichzeitig Zylinder für den Kolben 5. Der Kolben 5 ist auf dem oberen als Kolbenstange dienenden Ende des Stempels 2 befestigt. Zwischen dem Mantel des Kolbens 6 und dem Mantel des Zylinders 4 ist ein Ringraum 7 gebildet.
  • Gespeist wird das Zylinder-Kolben-System von der Hochdruckpumpe in Form einer Axialkolbenpumpe 8 in Verbindung mit dem Arbeitsmitteldruckspeicher 9. Die Pumpe 8 wird elektromotorisch im Dauerlauf angetrieben und druckabhängig von dem Regler 13 geregelt. Letzterer kann beispielsweise aus einem kleinen, aus der Druckleitung 11 unter Vermittlung der Leitung 12 beaufschlagten Zylinder und einem federbelasteten Kolben, dessen Kolbenstange an den verschwenkbaren Körper der Pumpe 8 angreift, bestehen. Die Feder des Reglers 13 wird entsprechend der gewünschten größten Ausdrückkraft des Stripperstempels bzw. der größten Zangenschließkraft bemessen. In der Druckleitung 11 zwischen Pumpe 8 und Akkumulator 9 ist ein Rückschlagventil 14 eingebaut, welches den Rückfluß des hydraulischen Arbeitsmittels vom Akkumulator 9 verhindert. Die Druckleitung 11 ist durch die Leitung 15 mit dem Arbeitsmittelbehälter 16 verbunden. Ein in die Leitung 15 eingeschaltetes überdruckventil 17 begrenzt den Arbeitsnütteldruck im hydraulischen System, z. B. wenn der Regler 13 aus irgendwelchen Gründen einmal versagen sollte. 18 ist die Saugleitung, über welche die Pumpe 8 Arbeitsmittel aus dem Behälter 16 ansaugot.
  • Der Steuerung des hydraulischen Arbeitsmittels dienen vier Steuerschieber 20, 21, 32, 33. Die Schieber 21 und 33 werden durch die Elektromagnete 22 und 36 betätigt. Der Schieber 20 wird mit Hilfe des Elektromagnetes 25 verstellt und zusätzlich unter Vermittlung des kleinen Zylinder-Kolben-Systerns 27, das über Leitung 28 vom Arbeitsmittel beaufschlagt wird und dessen Kolben unter dem Einfluß einer entsprechend dem Umschaltdruck vorgespannten Feder steht. Das Zylinder-Kolben-System 27 bildet gleichzeitig eine Spielraumverbindung zwischen dem Schieber 20 und dem Magnet 25, welche beim Verstellen des Schiebers vom Arbeitsmitteldruck her eine Relativbewegung zwischen ihm und dem Magnet ermöglicht. Der Schieber 32 wird ebenfalls durch einen Elektromagnet 42 und hydraulisch vom Arbeitsmitteldruck über ein durch Leitung 38 gespeistes kleines Zylinder-Kolben-System 37 mit durch eine vorgespannte Feder belasteten Kolben betätigt. Das Zylinder-Kolben-System stellt gleichzeitig eine Spielraumverbindung zwischen Schieber 32 und Magnet 42 dar, deren Aufgabe sinngemäß ist wie die des Zylinder-Kolben-Systems 27.
  • Der Schieber 20 ist über die Leitung 43, der Schieber 32 über die Leitungen 43 und 44 mit dem Arbeitsmitteldruckspeicher 9 hydraulisch verbunden. Die Leitun- 45 schließt den Schieber 20 an eine in das obere, C als Kolbenstange dienende Ende des Stripperstempels 2 eingebrachte Bohrung 46 und verbindet ihn damit mit dem Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5. Die Leitung 47 schließt den Schieber 20 ferner an den Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 an. Der Schieber 20 ist darüber hinaus mit dem Schieber 21 durch die Leitung 48 sowie durch die Leitung 49 mit der im Arbeitsmittelbehälter 16 mündenden Abflußleitung 50 verbunden. Für den Rückfluß des Arbeitsmittels von dem Schieber 21 in den Arbeitsmittelbehälter 16 sorgt die Leitung 50.
  • Der Schieber 32 ist mittels Leitung 51 an den Zylinderraum oberhalb des Kolbens 6, mittels Leitung 52 und Bohrung 53 an den Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 mittels Leitung 54 an den Schieber 33 und über Leitung 55 an die Abflußleitung 50 hydraulisch angeschlossen. Eine Leitung 56 stellt Verbindung her zwischen dem Schieber 33 und der Rückflußleitung 50.
  • Der Ringraum zwischen dem Mantel des Zylinders 4 und dem Mantel des Kolbens 6 ist mit dem Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 durch die Leitung 57 mit eingeschaltetem Rückschlagventil 58 sowie die Leitung 47 und mit dem Zylinderraum oberhalb des Kolbens 6 durch Leitung 51 sowie Leitung 59 mit eingebautem Rückschlagventil 60 verbunden.
  • Bei der praktischen Ausführung wird der erfindungsgemäße Antrieb zu einem leicht austauschbaren Block zusammengebaut, der oberhalb des Stripperrohres bzw. Zangenbaumes auf der Traverse des Stripper- bzw. Zangenkranes angeordnet wird. Der die Hochdruckpumpe 8 antreibende Motor und die Betätigungsorgane 25, 22, 36, 42 für die Schieber 20, 21, 32, 33 werden von einem Schaltpult am Führerstand aus mittels Schalthebel oder Druckknöpfen gesteuert.
  • Bei Betrieb des Stripperkranes wird die Pumpe 8 im Dauerlauf angetrieben. Ob die Pumpe 8 Arbeitsmittel fördert und wieviel, bestimmt der Regler 13 in Abhängigkeit von dem Druck in der Leitung 11, der wiederum von dem Druck im Arbeitsmitteldruckspeicher 9 bestimmt wird. Wird im Speicher 9 ein gewisser Druck erreicht, stellt der Regler 13 die Pumpe 8 auf Null. Wird dieser Druck durch Arbeitsmittelentnahme vermindert, so verstellt der Regler 13 die Pumpe 8 auf Förderung, und zwar je nach Größe des Druckabfalls im Speicher 9 mehr oder weniger. Bei Förderung saugt die Pumpe 8 Arbeitsmittel aus dem Behälter 16 über die Leitung 18 an und drückt dieses über die Leitung 11 in den Arbeitsmitteldruckspeicher.
  • Soll z. B. der Block aus einer in der Zange 1 hängenden Kokille ausgedrückt werden, so werden durch entsprechendes Schalten der ihnen zugehörigen Schaltelemente die Steuerschieber mit Hilfe der Elektromagnete 22, 25, 36, 42 in bestimmte Stellungen gebracht. Sobald die Schieber diese Stellungen eingenommen haben, strömt das Arbeitsmittel aus dem Speicher 9 über Leitung 43, Leitung 44, Schieber 32, Leitung 52 und Bohrungen 53 in den Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 und beaufschlagt dort den Kolben 5 sowie von innen den Kolben 6. Dadurch bewegt sich der Kolben 6 aufwärts, bis er zur Anlage an den Zylinder4 kommt, und der Kolben 5 und mit ihm der Stripperstempel 2 mit großer Geschwindigkeit abwärts. Gleichzeitig fließt das aus dem Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5 verdräno,te Arbeitsmittelvolumen über Bohrung46, Leitung 45, Schieber 20, Leitung 48, Schieber 21 sowie Rückflußleitung 50 und das aus dem Zylinderraum oberhalb des Kolbens 6 verdrängte Arbeitsmittelvolumen über Leitung 51, Schieber 32, Leitung 55 sowie Leitung 50 in den Arbeitsmittelbehälter 16 ab.
  • Sobald der Stripperstempel 2 auf den auszudrükkenden Block auftrifft und Widerstand findet, steigt der Druck im Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 an. Dieser Druckanstieg pflanzt sich über Bohrung 53, Leitung 52 und Leitung 38 nach rückwärts bis in das Zylinder-Kolben-Systern 37 fort und überwindet, sobald der Druck eine bestimmte Größe erreicht hat, die von ihm am Kolben des Systems 37 erzeugte Kraft die den Kolben belastende Federkraft und schaltet unter Ausnutzung der gleichzeitig vom Zylinder-Kolben-System 37 gebildeten Spielraumverbindung den Schieber 32 um. Dadurch wird nun vom Speicher 9 Arbeitsmittel über Leitungen 43, 44, Schieber 32 und Leitung 51 in den Zylinderraum oberhalb des Kolbens 6 gespeist, welches dort den Kolben 6 beaufschlagt und nach abwärts bewegt, wobei unter Vermittlung des in diesem Zeitpunkt im Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 eingesperrten Arbeitsmittels, des Kolbens 5 und des Stripperstempels 2 der Block aus der Kokille gedrückt wird. Das aus dem Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 verdrängte Arbeitsmittelvolumen fließt gleichzeitig über Leitung 47, Schieber 20, Leitung 49 und Rückflußleitung 50 in den Behälter 16 ab. Infolge der wesentlich größeren Beaufschlagungsfläche, die der Kolben 6 gegenüber dem Kolben 5 besitzt, ist die den Kolben 6 bewegende, den Block ausdrückende Kraft bedeutend größer als jene Kraft, welche der Beaufschlagungsfläche des Kolbens 5 entspricht. Der Stripperstempel wird dank der erfindungsgemäßen Ausbildung des Antriebes also während des Leerlaufes mit der dabei notwendigen geringen Kraft in vorteilhafter Weise sehr schnell bewegt; sobald nur noch eine kleine Bewegung, aber eine große Ausdrückkraft erforderlich ist, ist diese große Kraft auch verfügbar.
  • Um den Stripperstempel aufwärts zu bewegen, werden die Elektromagnete 25, 22, 42, 36 entsprechend geschaltet, welche die Schieber 20, 21, 32, 33 in die erforderliche Stellung bringen. Das Arbeitsmittel gelangt in diesem Fall von dem Speicher 9 auf dem Wege über Rohrleitung 43, den Schieber 20, die Leitung 45 sowie die Bohrung 46 in den Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5, beaufschlagt diesen und von innen den Kolben 6. Der Kolben 6 bewegt sich abwärts, bis er zur Anlage an dem Zylinder 4 kommt. Der Kolben 5 und mit ihm der Stripperstempel 2 bewegen sich mit großer Geschwindigkeit aufwärts. Gleichzeitig fließen das verdrängte Arbeitsmittel aus dem Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 über Leitung 47, Schieber 20, Leitung 49 sowie Leitung 50 und das verdrängte Arbeitsmittel aus dem Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 über Bohrung 53, Leitung 52, Schieber 32, Leitung 54, Schieber 33, Leitung 56 und Leitung 50 in den Arbeitsmittelbehälter 16 ab. Ein Umschalten des Schiebers 20 vom Arbeitsmitteldruck im Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5 her erfolgt in diesem Falle nicht, weil die hierbei auftretenden Druckkräfte zu gering sind und demzufolge das für das Umschalten vorgesehene Zylinder-Kolben-System 27 nicht betätigt wird.
  • Soll mit der Zange 1 ein Block gefaßt werden, so werden vom Führerstandsschaltpult aus mit Hilfe der Magnete 25, 22, 42, 36 die Schieber 20, 21, 32, 33 in die Stellung gebracht, die sie während der vorstehend beschriebenen Aufwärtsbewegung des Stripperstempels 2 einnehmen. Das hydraulische Arbeitsmittel strömt dann von dem Speicher 9 über Leitung 43 zum Schieber 20, von hier über Leitung 45 und Bohrung 46 in den Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5, beaufschlagt den letzteren und auch von innen den Kolben 6. Während der Kolben 6 sich abwärts bewegt, bis er an der Zylinderwand zur Anlage kommt, wird der Kolben 5 mit großer Geschwindigkeit aufwärts bewegL Die Aufwärtsbewegung des Kolbens 5 ergibt unter Vermittlung des in diesem Falle als Zugstange wirkenden Stempels 2 und des daran befestigten Querstückes 3 die Schließbewegung der Zangenschenkel 1. Sobald die Zangenschenkel 1 am Block Widerstand finden, steigt schlagartig der Druck im Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5. Dieser Druck pflanzt sich über Bohrung 46, Leitung 45 und Leitung 28 bis in das Zylinder-Kolben-System 27 fort. Wenn der Druck auf ein bestimmtes Maß angewachsen ist, überwindet die von ihm am Kolben des kleinen Zylinder-Kolben-Systerns 27 erzeugte Kraft die ihr entgegengerichtete, Kraft der den Kolben belastenden Feder und bewegt den Schieber 20 unter Ausnutzung der vom Zylinder-Kolben-System 27 gleichzeitig gebildeten Spielraumverbindung in die erforderliche Stellung, schaltet ihn also um. Die unter Speicherdruck stehende Leitung 43 wird dadurch an die Leitung 47 geschlossen. Das Arbeitsmittel strömt nun in den Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 und beaufschlagt letzteren. Die hierdurch am Kolben 6 angreifende, nach oben gerichtete große Kraft erzeugt unter Vermittlung des in diesem Zeitpunkt im Kolbenraurn unterhalb des Kolbens 5 eingeschlossenen Arbeitsmittels, des Kolbens 5, des Stempels 2 und des Querstückes 3 an den Zangenschenkeln 1 eine große Schließkraft, die den Block sicher zu halten vermag. Das beim Zangenschließen aus dem Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 verdrängte Arbeitsmittel gelangt auf dem Wege über Bohrung 53, Leitung 52, Schieber 32, Leitung 54, Schieber 33 und Leitung 56 in die Abflußleitung 50; das aus dem Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 verdrängte Arbeitsmittelvolumen strömt über Leitung 47, Schieher 20 und Leitung 49 in die Abflußleitung 50; das nach Umschalten des Schiebers 20 aus dem Zylinderraum oberhalb des Kolbens 6 verdrängte Arbeitsmittel fließt über Leitung 51, Schieber 32 und Leitung 55 in die Abflußleitung 50.
  • Das öffnen der Zange entspricht der bereits erläuterten Ausdrückbewegung des Stripperstempels. Im Geaensatz zur Ausdrückbewegung erfolgt hierbei aber ein Umschalten des Schiebers 32 vom Arbeitsmitteldruck her nicht, weil der in diesem Falle vorhandene Druck im Kolbenraum oberhalb des Kolbens 5 zu gering ist.
  • Soll der Stempel 2 im Leerlauf in einer beliebigen Stellung stillgesetzt bzw. die Stange in einer beliebigen Stellung fixiert werden, so geschieht dieses mit Hilfe des Schiebers 21 (bei Abwärtsbewegung des Stempels 2) bzw. des Schiebers 33 (bei Aufwärtsbewegung des Stempels 2), deren Elektromagnete 22, 36 getrennt von den Magneten 25, 42 geschaltet werden können. Die beiden Schieber 21, 33 sperren die Leitungen 48 und 54 ab und setzen, indem sie den Rückfluß des Arbeitsmittels verhindern, den Stempel 2 bzw. die Zangenschenkel 1 still.
  • Wird der erfindungsgemäße Antrieb als Zangenantrieb benutzt, so ist es wichtig, daß bei Stromausfall ein in der Zange befindlicher Block auch in diesem Falle sicher gehalten wird und nicht aus der Zange herausfällt.
  • Beim Erfindungsgegenstand wird dies damit erreicht, daß bei Stromausfall die Schieber 20, 21, 32, 33 jene Stellung einnehmen, welche sie sonst bei der Auf---';"tsbewegung des Stempels 2 innehaben. Das bedeutet, daß der Kolbenraum unterhalb des Kolbens 5 und nach Umschalten des Schiebers 20 durch den Arbeitsmitteldruck auch der Zylinderraum unterhalb des Kolbens 6 unter hohem Druck stehen und unter Vermittlung des Stempels 2 und des Querstückes 3 die Zangenschenkel 1 mit großer Kraft an den Block gedrückt werden und diesen sicher halten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hydraulischer Antrieb für Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl. mit einem von einer motorisch angetriebenen Hochdruckpumpe und einem Arbeitsmitteldruckspeicher unter Anwendung von Steuerorganen gespeisten Zylinder-Kolben-System als Zangen- bzw. Stripperstempelbetätigungsorgan, gekennzeichnet durch zwei als im Zylinder (4) bewegliche Einheiten ausgebildete Kolben (5, 6), die konzentrisch angeordnet sind und unterschiedliche Beaufschlagungsflächen aufweisen, wobei derjenige (5) mit der kleineren Beaufschlagungsfläche an dem Stripperstempel (2) bzw. an der Zangenzugstange befestigt ist und derjenige (6) mit der größeren Beaufschlagungsfläche gleichzeitig als Zylinder für den erstgenannten Kolben (5) dient.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zylinder (4) und dem auf seiner Wand gleitenden Kolben (6) ein ringförmiger Raum (7) gebildet ist, der mit dem Zylinderraum hydraulisch verbunden ist. 3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die den Ringraum (7) mit dem Zylinderraum verbindenden Rohrleitungen (47, 57 bzw. 51, 59) ein Rückschlagventil (58 bzw. 60) eingeschaltet ist. 4. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Hochdruckspeisepumpe eine Regelpumpe (8) vorgesehen ist. 5. Antrieb nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (8) druckabhängig geregelt ist. 6. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane für das hydraulische Arbeitsmittel als Schieber (20, 21 bzw. 32, 33) ausgebildet sind. 7. Antrieb nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß für die Steuerorgane (20, 21 bzw. 32, 33) eine elektromechanische, elektrohydraulische oder elektromagnetische Betätigung (22, 25 bzw. 36, 42) und/oder Handbetätigung vorgesehen ist. 8. Antrieb nach Anspruch 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes den Zufluß und den Rückfluß zu bzw. von dem Zylinder-Kolben-System (4, 5, 6) regelnde Steuerorgan (20 bzw. 32) über eine unter dem Einfluß eines Kraftspeichers stehende Spielraumverbindung (27 bzw. 37) mit dem ihm zugeordneten Betätigungsorgan (25 bzw. 42) verbunden ist. 9. Antrieb nach Anspruch 1, 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die den Zufluß und den Rückfluß zu bzw. von dem Zylinder-Kolben-System (4, 5, 6) regelnden Steuerorgane (20, 32) zusätzlich in Abhängigkeit von dem Arbeitsmitteldruck im Kolbenraum oberhalb oder unterhalb des einen Kolbens (5) betätigt werden. 10. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Hochdruckpumpe (8) und Arbeitsmitteldruckspeicher (9) in Parallelschaltung mit dem Zylinder-Kolben-System (4, 5, 6) verbunden sind. 11. Antrieb nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß in die den Arbeitsmitteldruckspeicher (9) mit der Pumpe (8) verbindende Arbeitsmittelleitung (11) eine Rückflußsperre (14) eingebaut ist. 12. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckleitung (11) ein Überdruckventil (17) eingeschaltet ist. In Betracht gezogene ältere Patente-Deutsches Patent Nr. 1063 345.
DEK34807A 1958-05-05 1958-05-05 Hydraulischer Antrieb fuer Strippvorrichtungen, Blockzangen od. dgl. Pending DE1125597B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2411112A1 (de) * 1974-03-08 1975-10-02 Dango & Dienenthal Kg Hydraulischer spannzylinderantrieb fuer blockzangen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1063345B (de) 1957-01-07 1959-08-13 Deutschland Ag Maschf Hydraulischer Antrieb fuer Strippvorrichtung

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