DE1123385B - Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schuetzen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wird - Google Patents
Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schuetzen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wirdInfo
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Description
- Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schützen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wird Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schützen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wird.
- Allen Kontaktanordnungen ist gemeinsam, daß sie zu einer bestimmten Zeit einen elektrischen Stromkreis schließen sollen. Erwünscht ist von der ersten Berührung an eine dauernde Schließung der Kontakte, um nachteilige Folgen, beispielsweise Materialermüdungen und Lichtbogenbildungen, die zum Verspritzen des geschmolzenen Kontaktwerkstoffes oder auch zum Verschweißen der Kontakte führen, zu vermeiden. In Wirklichkeit geht aber der dauernden Kontaktgabe eine Folge unregelmäßiger Berührungen und Abhebungen, die sogenannten Prellungen, so lange voraus, bis die gesamte Prellenergie aufgezehrt ist.
- Es sind vielerlei Lösungen zur Verhinderung von Kontaktprellungen bekanntgeworden. So hat man z. B. den Schaltkontakt an einer Blattfeder befestigt, gegen die eine zweite Blattfeder mit Vorspannung wirkt. Auch mit Dauermagneten, deren gleichnamige Pole gegenüberstehen, wird eine Dämpfung der Prellenergie erzielt. Vorrichtungen nach diesen Lösungen eignen sich jedoch nicht für eine kleine und gedrängte Bauweise. Es ist bei elektromagnetischen Schaltgeräten bekannt, die Prellenergie durch ein zwischen dem Magnetanker und den Kontakten angeordnetes Schaumstoffkissen zu dämpfen. Diese Schaumstoffe werden jedoch nach längerer Betriebsdauer fest und brüchig und verlieren dadurch ihre prellhemmende Wirkung.
- Eine andere Vorrichtung sieht einen schichtweise aus Gummi und Eisen aufgebauten Magnetanker und die Kontaktgabe über diese Gummikupplung vor. Beim einfachen Zusammendrücken wird aber in den Gummizwischenlagen nur ein geringer Teil der Prellenergie vernichtet und der verbleibende Rest als Prellschlag zurückgeben. Eine weitere Vorrichtung versucht, ein prellfreies Schalten durch einen mit dem beweglichen Kontaktarm verbundenen und vorzugsweise mit Wolframpulver gefüllten Behälter zu erzielen. In diesem Material soll die Prellenergie in Wärme umgesetzt werden. Erfahrungsgemäß verdichtet sich das Pulver durch die Prellschläge und hat deshalb eine sich stetig mindernde Prelldämpfung zur Folge. Nachteilig ist weiter, daß durch den Behälter mit seinem Inhalt die Masse des bewegten Kontaktes vergrößert wird und sich deshalb im Sinne der Vergrößerung der Prellneigung auswirkt.
- Erfindungsgemäß werden die angeführten Nachteile dadurch vermieden, daß sich bei Vorrichtungen der eingangs genannten Art an inneren Schrägflächen des vom Anker bewegten Kontaktbrückenschalters zwei in dem Halter befindliche, von einem elastischen Mittel zwischen Schrägflächen und Kontaktbrücke gedrückte Bremskeile befinden. Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles hervor. Es zeigt Abb. 1 die Vorrichtung in der Ruhestellung, Abb. 2 die Vorrichtung im ersten Augenblick der Kontaktschließung, Abb. 3 die Vorrichtung mit den Bremskeilen in der Endstellung.
- Im Innern eines von einem nicht dargestellten Anker bewegten Kontaktbrückenschalters 6 aus Isolierstoff sind zwei unter dem Druck einer Feder 1 stehende Bremskeile 2, 2' aus einem Werkstoff hoher Abtriebfestigkeit angeordnet. Diese Bremskeile sind symmetrisch ausgebildet und stützen sich mit ihren Grundflächen auf einem an den Enden abgewinkelten und auf einer Kontaktbrücke 5 gegen Verschiebung gerastet angeordneten Deckblech 4 ab, während ihre Keilflächen an gleichwinklig zu letzteren verlaufenden Schrägflächen 3, 3' im Innern des Halters 6 anliegen. Bremskeile 2, 2', Druckfeder 1, Deckblech 4 und Halter 6 bilden somit eine Funktionseinheit. Durch Fenster 8, 8' in den Schmalseiten des Halters sind Deckblech und Kontaktbrücke in den Halter einzuführen.
- Wird die Vorrichtung in Pfeilrichtung bewegt, so drückt vom Aufsetzen der Kontaktbrücke auf die festen Kontakte 7, 7' an das Deckblech die Bremskeile mit gleitender Reibung aus der Stellung im Augenblick der Kontaktschließung (Abb. 2) unter Aufzehrung der Prellenergie in die Endstellung (Abb. 3).
- Zum Auswechseln der Kontaktbrücke mit ihren dem Verschleiß unterliegenden Kontakten wird das Deckblech an einem seiner abgewinkelten Enden angehoben. Dadurch ist die Kontaktbrücke aus der Rasterung zum Deckblech gelöst und kann leicht aus dem Halter gezogen werden:
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schützen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wird, da- durch gekennzeichnet, daß sich an inneren Schrägflächen (3, 3') des vom Anker bewegten Kontaktbrückenschalters (6) zwei in dem Halter befindliche, von einem elastischem Mittel (1) zwischen Schrägflächen und Kontaktbrücke (5) gedrückte Bremskeile (2, 2') befinden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremskeile (2, 2') aus einem Werkstoff hoher Abriebfestigkeit bestehen und symmetrisch ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. S 44149 VIII b / 21 c (bekanntgemacht am 13. 12. 1956).
Priority Applications (1)
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| DEV15152A DE1123385B (de) | 1958-10-02 | 1958-10-02 | Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schuetzen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wird |
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Publications (1)
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| DE1123385B true DE1123385B (de) | 1962-02-08 |
Family
ID=7574883
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|---|---|---|---|
| DEV15152A Pending DE1123385B (de) | 1958-10-02 | 1958-10-02 | Vorrichtung zur Verhinderung von Kontaktprellungen in elektromagnetischen Schuetzen, bei der Prellenergie in Reibung umgesetzt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1123385B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1202385B (de) * | 1962-09-05 | 1965-10-07 | Siemens Ag | Kontaktanordnung mit Reibungsdaempfung |
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1958
- 1958-10-02 DE DEV15152A patent/DE1123385B/de active Pending
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