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Ausgußrohr aus Blech Die Erfindung betrifft Ausgußrohre aus Blech
mit einer sich im wesentlichen über deren gesamte Länge erstreckenden Zwischenwand
zum Abtrennen eines Belüftungskanals.
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Erfindungsgemäß wird bei solchen Ausgußrohren vorgeschlagen, daß
die Zwischenwand aus einem Blechstreifen besteht, der durch in der Nähe seiner Enden
vorgesehene Randausschnitte am Ausgußrohr befestigt ist.
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Es ist schon bekannt. das Belüftungsröhrchen, das die gleiche Länge
wie das Ausgußrohr aufweist, mit einem abstehenden Randstreifen zu versehen, der
zwischen sich überlappenden Längskanten der Wand des Ausgußrohres gehalten ist.
Man kennt auch Gießstutzen, bei denen die Längsseiten des den Belüftungskanal bildenden
Trennkörpers sich an die Innenwand des Gießstutzens anschmiegen. Schließlich ist
es auch nicht mehr neu, am inneren Ende des Trennkörpers eine sich seitlich erstreckende
Rinne anzuordnen.
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Alle diese bekannten Ausführungen ergeben aber nicht die einfache
und billige Bauart, wie ein erfindungsgemäß ausgebildetes Ausgußrohr, das außerdem
einen zuverlässigen Sitz der den Belüftungskanal bildenden Teile gewährleistet,
ohne daß der Belüftungsvorgang durch den Zutritt von Flüssigkeit an einer der beiden
Seiten des Belüftungskanals beeinträchtigt werden könnte.
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Vorteilhaft ist es, daß die nahe dem inneren Ende des Blechstreifens
in dessen Seitenlängskanten vorgesehenen Randausschnitte Einkerbungen sind, die
mit ihren Flanken das innere des Ausgußrohres umfassen.
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Man kann auch das Rohr so ausbilden, daß der Blechstreifen am inneren
Ende eine durch seine aufgebogenen Seitenwände geformte Rinne bildet, die über das
innere Ende des Ausgußrohres seitlich absteht.
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Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Bauweise ermöglicht unter allen
Umständen ein ordnungsgemäßes Entleeren der mit solchen Ausgußrohren versehenen
Behälter, wobei gleichzeitig ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit in der baulichen
Gestaltung des Belüftungskanals erreicht wird. Das ist auf dem hier in Betracht
kommenden Gebiet des Behälterbaus von großer Bedeutung, da die Kosten solcher Ausgußrohre
auf einem Minimum gehalten werden müssen wenn die fraglichen Ausgußrohre im Wettbewerb
auf dem freien Markt Erfolg haben sollen. Trotzdem muß die Belüftung einwandfrei
wirksam sein, was mit der Erfindung in idealer Weise gewährleistet wird.
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Einzelheiten der Erfindung sind nachstehend an
Hand des in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Draufsicht
auf einen Abschnitt eines mit herausziehbarem Ausgußrohr nach der Erfindung ausgestatteten
Behälterkopfteils, Fig. 2 einen vergrößerten vertikalen Schnitt durch diesen Behälterkopfteil,
etwa durch die Mitte des in eingeschobener Stellung dargestellten Ausgußrohres,
Fig. 3 eine Ansicht ähnlich Fig. 2, bei der sich jedoch das Ausgußrohr zum Entleeren
in herausgezogener Stellung befindet und die Behälteroberseite in der zur Veranschaulichung
der dem Behälter zum Entleeren zu gebenden Neigung dargestellt ist, Fig. 4 einen
Teilschnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 3, der die Einzelheiten und die Lage der
Belüftungsmündung veranschaulicht, Fig. 5 eine Seitenansicht des Ausgußrohres, Fig.
6 einen vertikalen Schnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 5 bei Betrachtung in Richtung
der Pfeile, Fig. 7 einen horizontalen Schnitt nach derLinie7-7 in Fig. 5 bei Betrachtung
in Richtung der Pfeile, Fig. 8 einen horizontalen Schnitt nach der Linie8-8 in Fig.
5 bei Betrachtung in Richtung der Pfeile und Fig. 9 eine perspektivische Ansicht
der den Belüftungskanal abtrennenden Zwischenwand vor ihrer Anbringung im Ausgußrohr.
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Das Ausgußrohr 3 ist in der Nähe des Behälterrandes 2 in einem vom
Behälteroberboden 1 getragenen Einsatz 4 längsverschiebbar geführt. Der Rand 5
des
Einsatzes 4 ist über den hochstehenden, aus dem Behälteroberboden um die Öffnung
herum gebildeten Rand 6 gebördelt. Der Einsatz 4 ist zu einem nach oben gerichteten,
mit Schraubgewinde versehenen Hals 7 ausgebildet, der in einer sich nach innen erstreckenden
Ringschulter8 endet, deren Innenrand 9 die Führung für das Ausgußrohr 3 bildet.
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Wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, endet der Innenrand 9 der Ringschulter
8 in einer nach oben gerichteten Kante 10, die den nach unten gerichteten Bund 11
am oberen Ende des Ausgußrohres aufnimmt und so in der zurückgeschobenen Stellung
des Ausgußrohres sein Durchfallen in den Behälter verhindert. Außerdem ist die Kante
10 so nach oben gebogen, daß sie sich beim Herausziehen des Ausgußrohres in die
Gießstellung gegen den nach außen aufgeweiteten Abschnitt 12 des inneren Endes des
Ausgußrohres 3 setzt, um mit diesem eine dichte Verbindung herzustellen und das
Ausgußrohr in starrer Entleerungsstellung zu halten.
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Das Ausgußrohr 3 wird von einem zylindrisch gebogenen Metallblech
gebildet, dessen Längskanten zu einem Längsfalz 15 miteinander verbunden sind. Der
obere Randll des Ausgußrohres ist beiderseits der Falznaht 15 zu einer V-förmigen
Kerbe 16 ausgeschnitten, die nicht nur die Belüftungswirkung verbessert, sondern
auch den Zusammenbau des Ausgußrohres mit dem Einsatz erleichtert.
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Zur Bildung des Belüftungskanals 17 ist innerhalb des Ausgußrohres
3 eine Zwischenwand vorgesehen.
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Diese hat die Form eines länglichen Metallblechstreifens 18, der quer
zu seiner Längsachse gekrümmt ist.
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In der Nähe des oberen Endes des gekrümmten Abschnittes 19 weist der
Blechstreifen zwei gegenüberliegende Randausschnitte 20 auf. Unterhalb dieser Randausschnitte
20 sind die Längskanten des Blechstreifens längs der Linien 22 nach außen abgewinkelt,
so daß Randstreifen 21 entstehen, die quer zu ihrer Längsachse der Krümmung der
Innenfläche des Ausguß roh res 3 entsprechend gekrümmt sind und sich diesem anschmiegen
können.
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Der Blechstreifen 18 ist in der Nähe seines unteren Endes um die
Linie 23 herum nach außen umgebogen. Dadurch entsteht eine mit einer offenen Mündung
27 versehene Rinne 24, die mehrere Funktionen ausübt, wie das Befestigen eines Endes
des Blechstreifens am Ausgußrohr, das Leiten des Luftstromes und das Abweisen des
Flüssigkeitsstromes von dem Belüftungskanal. Die Befestigung erfolgt durch in den
hochgebogenen Seitenkanten 25 der Rinne 24 vorgesehenen Kerben 26, die mit ihren
Flanken das aufgeweitete Ende 12 des Ausgußrohres 3 umfassen.
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Wie aus Fig. 5 und 7 ersichtlich, sind zur flüssigkeitsdichten Anbringung
des Blechstreifens 18 im Ausgußrohr in der Wand desselben Schlitze 28 zur Aufnahme
der Randausschnitte 20 vorgesehen. Die Randausschnitte 20 werden nach dem Hindurchführen
durch die Schlitze 28 zum festen Halten des äußeren Abschnittes des Blechstreifens
gegen die Außenseite des Ausgußrohres umgebogen.
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Gleichzeitig werden die in der schnabelförmigen Rinne 24 vorhandenen
Kerben 26 abdichtend mit dem aufgeweiteten entgegengesetzten Ende 12 des Ausgußrohres
so in Eingriff gebracht, daß sie über der Kantenfläche 29 desselben liegen.
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Es hat sich gezeigt, daß durch die Bauweise und Anordnung des Ausgußrohres
und der Trennkörperteile, wie sie vorstehend beschrieben sind, ein glattes stoßfreies
Ausfließen von selbst verhältnismäßig viskosen Flüssigkeiten aus einem Behälter
erfolgen kann, ganz gleich, ob dieser voll, teilweise oder fast ganz geleert ist,
und das, obwohl die Flüssigkeit, die auch den im Einsatz 4 liegenden Hohlraum 30
(Fig. 3) einnimmt, sowohl die Rinnenmündung27 als auch den sie umgebenden Bereich
überflutet. Wenn trotzdem die Luft nur durch den Belüftungskanal 17 und die Flüssigkeit
nur durch den Gießkanal 14 strömt, so liegt dies daran, daß anfänglich im Behälter
bei seinem Neigen zum Entleeren eine in seiner oberen Ecke liegende Lufttasche vorhanden
ist. Das Ausströmen der Flüssigkeit führt zur Verringerung des Druckes der Lufttasche
bis unterhalb des normalen Außendruckes. Infolgedessen versucht jetzt die Luft durch
den Belüftungskanal 17 einzuströmen, wobei sie sich ihren eigenen Weg durch die
Flüssigkeit bahnt, während sie gleichzeitig die Flüssigkeit daran hindert, durch
den Belüftungskanal auszuströmen. Selbst wenn bei Beginn des Entleerens eines vollen
Behälters etwas Flüssigkeit durch den Belüftungskanal ausströmen sollte, so fließt
sie in die übrige, durch den Gießkanal 14 austretende Flüssigkeit über, wobei ein
Vergießen und Vergeuden von Flüssigkeit verhindert wird.