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Eingabevorrichtung für eine Rechenmaschine Die Erfindung betrifft
eine Eingabevorrichtung für eine Rechenmaschine mit einen Stellstiftwagen abtastenden
Fühlhebeln, die über Schubstangen einen Ausgabespeicher einstellen und neben welcher
auch eine fernbedienbare Eingabevorrichtung angeordnet ist.
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Bei den bekannten fernbedienbaren Eingabevorrichtungen erfolgt das
Abfühlen der eingegebenen Daten durch Schrittschaltmagnete od. dgl., die in einer
der Stellenzahl entsprechenden Anzahl erforderlich sind. Diese Vorrichtungen nehmen
deshalb einen verhältnismäßig großen Raum in Anspruch. Darüber hinaus weisen sie
den Nachteil hoher Störanfälligkeit auf, insbesondere aber setzen sie die normale
Arbeitsgeschwindigkeit einer Rechenmaschine erheblich herab.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß an den Schubstangen Abfühlnasen
für die Abtastung der fernbedienbaren Eingabevorrichtung vorgesehen sind.
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Für die fernbetätigte Eingabevorrichtung, die als Magnetstiftplatte
ausgebildet ist, ergibt sich eine besonders gedrängte Bauart dadurch, daß an jeder
Schubstange zur besseren räumlichen Verteilung der Eingabemagnete mehrere, vorzugsweise
vier Abfühlnasen in vornehmlich gleichen gegenseitigen Abständen angeordnet sind.
Aus dem gleichen Grund ist es auch zweckmäßig, die Abfühlnasen je zweier in ihrer
Dekadenordnung aufeinanderfolgender Schubstangen gegeneinander versetzt anzuordnen.
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In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der
Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Saldiermaschine
mit den für den Übertragungsvorgang wesentlichen Teilen, Fig. 2 eine schematisch
dargestellte Seitenansicht des Kontaktspeichers, Fig. 3 die beispielsweise Ausführung
einer Kontaktbetätigungsvorrichtung mit einem Teilausschnitt aus dem Kontaktsatz,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Stellstiftanordnung mit den zugehörigen Schubstangen,
Fig.5 eine Draufsicht auf die Stellstiftplatte und den darunter angeordneten Magneten
und Stellhebeln, Fig. 6 eine Darstellung zweier Magnete mit den zugeordneten Stellhebeln
und Stellstiften, Fig. 7 die Teilansicht eines Tauchmagnetspeichers mit einer Wertentnahmeschiene.
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An dem an sich bekannten Haupthebel 1 einer Rechenmaschine (Fig. 1)
ist ein Arm 2 so vorgesehen, daß er durch die in der Zeichnung nur angedeutete Grundplatte
3 hindurchragt. An seinem unteren Ende ist eine Schubstange 4 angelenkt, die am
anderen Ende mit einem Bolzen 5 (Fig. 3) und einem Druckstück 6 aus Isolierstoff
versehen ist. Der Bolzen 5 kann beispielsweise in einem U-förmig gebogenen Blechwinkel
7 entlanggleiten und die Schubstange 4
in ihrem Verstellbereich führen. Diese
für die Schubstangen aller Dekaden vorgesehenen Führungsbleche 7
sind auf
einem Führungsblock 8 befestigt, der eine rechteckige Form besitzt und an
zwei gegenüberliegenden Kanten je zwei Winkel 9 und 10 trägt.
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Zur Übertragung von Zahlenwerten aus einem anderen Rechengerät, z.
B. einer elektronischen Rechenmaschine, in das Rechenwerk der Maschine, sind an
den Schubstangen 4 je vier Anschlagnasen 38, 39, 40 und 41 vorgesehen, die
mit Stellstiften 42 (Fig. 7) zusammenwirken. Die erste Anschlagnase
38 ist für die Ziffern 2 und 6, die zweite für die Ziffern 0, 4 und 8, die
dritte für die Ziffern 3 und 7 und die letzte für die Ziffern 1 und 5 bestimmt,
wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, in der die Stifte 42 mit den zugeordneten
Ziffern benannt sind. Für die Ziffer 9 ist die Begrenzung in der unteren Gleichrichterverzahnung
der Haupthebel 1 gegeben. Diese Verteilung ist aus Platzgründen notwendig, da die
weiter unten erwähnte Anordnung von Tauchmagneten in der Längsrichtung der Schubstangen
einen größeren Raum für sich beansprucht, als die Abstände von Ziffer zu Ziffer
in der Schubstangeneinstellung es zulassen. Aus dem gleichen Grunde sind an jeder
zweiten Schubstange 4
Anschlagnasen 43, 44, 45, 46 (Fig. 7) um die Hälfte
des Längsabstandes der Stellstifte 42 gegenüber denen der benachbarten Schubstangen
versetzt.
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Unterhalb dieser Schubstangen befindet sich das eigentliche Einstellaggregat,
das mit der Grundplatte der Maschine fest verbunden ist. Dieses Aggregat enthält
ein oberes Führungsblech 47 und ein unteres
Führungsblech
48, die durch Stehbolzen 49 (Fig. 4) in parallelem Abstand voneinander
gehalten werden. Im oberen Führungsblech sind Aussparungen vorgesehen, in denen
die oberen Enden der Stellstifte 42
mit quadratischem Querschnitt geführt
sind. Im unteren Führungsblech dagegen sind Bohrungen zur Führung des unteren runden
Teiles der Stellstifte 42
enthalten. Eine jedem Einstellstift zugeordnete
Druckfeder 50 sorgt dafür, daß der Stift stets in der unteren Lage gehalten wird.
Zur Betätigung der Stellstifte ist jedem von ihnen ein Tauchmagnet 51 zugeordnet,
dessen Anker 52 auf die Stellstifte einwirken kann.
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Sobald nun von einem anderen Rechengerät oder getrennten Eingabegerät
ein einer bestimmten Ziffer entsprechender Tauchmagnet 31 erregt wird, wird
der zugehörige Einstellstift 42 angehoben und legt sich an die Schubstange
4 der zugehörigen Dekade an. Aus Sicherheitsgründen, d. h. zur Vermeidung
eines seitlichen Ausweichens, ist jeder Stellstift 42 mit einem zur Aufnahme der
Schubstange entsprechenden Schlitz 53 versehen (Fig. 4).
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Der bzw. die auf diese Weise betätigten Tauchmagnete einer oder mehrerer
Dekaden halten die Stellstifte 42 so lange in der oberen Lage, bis nach Auslösung
eines Arbeitsganges der Maschine die Schubstangen 4 so weit verstellt werden,
daß sie mit einer ihrer Nasen 38, 39, 40 oder 41 an den betreffenden
Stehstift 42 anschlagen. Anschließend werden die Haupthebel von einer an
sich bekannten Gleichrichteranordnung festgehalten. Dadurch ist aber der von außen
übernommene Zahlenwert in das Rechenwerk der Maschine eingegeben. Nach der Haupthebelgleichrichtung
wird nun der Stromfluß zu den Magneten unterbrochen, und die Druckfedern
50 bringen die Einstellstifte 42 wieder in die Ausgangslage zurück.
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Da es nicht möglich ist, alle erforderlichen Magnete 51 in
der durch die nebeneinander angeordneten Schubstangen 4 gegebenen Breite
unterzubringen, kann beispielsweise eine Anordnung der Magnete nach Fig. 5 gewählt
werden. Wie aus der Darstellung erkennbar, überschreitet die Länge der Magnetreihen
die Breite der Schubstangenanordnung sehr erheblich. Um trotzdem eine Beeinflussung
der Stellstifte 42
durch die Magnete 51 im bereits erwähnten Sinne
zu ermöglichen, sind Stellhebel 54 und 55 in einander in ihrer Längsausdehnung
gegenüberliegenden Gruppen vorgesehen, die auf seitlich neben der Magnetanordnung
in Längsrichtung angebrachten Achsen 56 und 57 unter Zwischenschaltung
von Abstandsringen 58
schwenkbar gelagert sind und mit ihren abgebogenen Lappen
die zugeordneten Anker 52 der Magnete 51
berühren (Fig. 6). Diese Stellhebel
tragen an ihrer oberen Kante weitere Lappen 59, auf denen die jeweils zugeordneten
Stellstifte 42 infolge der Wirkung der Federn 50 aufliegen.
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Um die Wirkungsweise der als Ausführungsbeispiel dargestellten Eingabevorrichtung
noch näher zu erläutern, sei beispielsweise die Eingabe des Wertes 64 753 dargestellt.
Dabei sind die in Fig. 5 durch Schraffur hervorgehobenen Stellstifte von den zugeordneten
Magneten 51 in ihre Wirklage verstellt, in der sie von den zugeordneten Nasen
38, 39, 40 oder 41 bzw. 43, 44, 45 oder 46 der jeweils
in Frage stehenden Dekade nach Einleitung des Maschinenganges abgetastet werden.