DE1122299B - Schieberegister mit Supraleitern - Google Patents
Schieberegister mit SupraleiternInfo
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Description
In dem Hauptpatent wird eine Schaltungsanordnung beschrieben, in welcher der Leitfähigkeitszustand
eines Supraleiters bei tiefer Temperatur durch die Feldstärkeänderung eines auf den Supraleiter einwirkenden
Magnetfeldes zwischen dem supraleitenden und dem normalleitenden Zustand umsteuerbar
ist, welche dadurch eine gewisse Verriegelungseigenschaft besitzt, daß das auf den Supraleiter einwirkende
Magnetfeld durch zwei entgegengesetzte Durchflutungen hervorrufende und fest miteinander gekoppelte
Wicklungen auf dem Supraleiter erzeugt wird und daß eine der beiden Wicklungen mit dem Supraleiter
in Reihe geschaltet ist (Fig. 5). In einem Ausführungsbeispiel wird dort gezeigt, wie mit einem bekannten,
aus zwei parallelen supraleitenden Zweigen aufgebauten, an zwei Eingängen ein- bzw. rückstellbaren
Flip-Flop und zwei der genannten Anordnungen ein an einem Eingang umsteuerbarer Flip-Flop
aufgebaut werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist eine zweckmäßige Weiterbildung der Anordnung nach dem Hauptpatent,
die es gestattet, eine Anzahl solcher Anordnungen zu einem Schieberegister hintereinanderzuschalten,
welches ohne die bisher erforderlichen Zwischenspeicher- oder Verzögerungsstufen auskommt. Dies
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in einem an einem Eingang umsteuerbares Flip-Flop, in
welchem nach Patent 1 092 060 jede Eingangswicklung eines an zwei Eingängen ein- bzw. rückstellbaren
Flip-Flops (Stufe B) mit zwei parallel an eine Stromquelle angeschlossenen supraleitenden und in
ihrem Leitfähigkeitszustand umsteuerbaren Zweigen, bei dem auf jeden Zweig eine Eingangswicklung und
vorzugsweise eine in den anderen Zweig eingeschaltete Steuerwicklung einwirkt, in Reihe mit einem weiteren
in seinem Leitfähigkeitszustand umsteuerbaren Supraleiter, welcher zwei entgegengesetzte Durchflutungen
hervorrufende und fest miteinander gekoppelte Wicklungen trägt, und dessen einer Wicklung an den Eingang
der Anordnung angeschlossen ist, die zweite Wicklung jedes der weiteren Supraleiter jeweils in einen
Zweig eines weiteren derartigen Flip-Flops (Stufe A) eingeschaltet ist, so daß beim Anlegen eines Schiebeimpulses
an den Eingang der Anordnung der erste Flip-Flop (Stufe B) den Zustand des zweiten Flip-Flops
(Stufe Λ) vor dem Anlegen des Schiebeimpulses annimmt.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung, welche drei Stufen eines solchen Schieberegisters zeigt, näher
beschrieben.
Das in Fig. 1 gezeigte Schieberegister enthält drei Stufen A, B und C von gleicher Bauart. Jede Stufe
Schieberegister mit Supraleitern
Zusatz zum Patent 1 092 060
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
International Business Machines Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. E. Böhmer, Patentanwalt,
Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. Dezember 1958 (Nr. 782 310)
V. St. v. Amerika vom 22. Dezember 1958 (Nr. 782 310)
James Bruce Mackay, Poughkeepsie, N. J. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
enthält einen Supraleiterspeicher in Form einer Flip-Flop-Schaltung,
die einen binären Eins- oder einen binären Null-Zustand annehmen kann. Die Stufen
sind durch Stromsteuerkreise gekoppelt, welche die der Schaltung zugeführten Schiebeimpulse so steuern,
daß jede Stufe gemäß dem Zustand der vorhergehenden Stufe zur Zeit der Zuführung eines Schiebeimpulses
eingestellt wird. Die binären Flip-Flop-Kreise für die drei Stufen sind in dicken Linien und
die die Stufen koppelnden Steuerkreise in normal starken Linien gezeichnet, um die Darstellung der
Schaltung klarer zu gestalten. Aus demselben Grunde ist jede der Supraleiter-Torsteuervorrichtungen, die
in den Flip-Flop- und Steuerkreisen verwendet werden, in drahtgewickelter Form dargestellt, d. h. als
Supraleiter-Torleitung, um die eine Steuerspule gewickelt ist. Jede Schieberegisterstufe, die sowohl Flip-Flop-
als auch Steuerkreise enthält, besteht aus Supraleitermaterial, und zwar die Torleitungen aus
weichem und die übrigen Teile aus Schaltungen aus hartem Supraleitermaterial. »Weich« ist ein Supraleitermaterial,
das durch ein relativ schwaches magnetisches Feld bei der Betriebstemperatur der Schaltung
normalleitend wird, und »hart« ist ein Supraleitermaterial, das erst durch ein relativ starkes magnetisches
Feld bei der Betriebstemperatur der Schaltung normalleitend wird. Bei dieser Anordnung bleiben die
harten Supraleiterteile der Schieberegisterstufen stets supraleitend, während die weichen Supraleiterteile,
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d. h. die Torleitungen, normalerweise im supraleitenden Zustand sind, aber wahlweise normalleitend gemacht
werden durch magnetische Felder, die von ihren Steuerspulen erzeugt werden, wenn diese in der
unten beschriebenen Art und Weise erregt werden. Die Betriebstemperatur der Schaltung kann z. B.
4,2° K betragen, und dann bestehen die Torleitungen aus Tantal, oder die Betriebstemperatur kann 3,7° K
betragen, und dann bestehen die Torleitungen vorzugsweise aus Zinn. Die harten Supraleiterteile der
Schaltung können z. B. aus Blei oder Niobium bestehen. Obwohl die Schaltung hier in Drahtform mit
drahtgewickelten Kryotron -Torsteuervorrichtungen dargestellt ist, um die Zeichnungen klarer zu gestalten,
kann die Schaltung auch unter ausschließlicher Verwendung von aus dünnen Filmen bestehenden
Leitungen und Torsteuervorrichtungen hergestellt werden.
Da die drei gezeigten Stufen des Schieberegisters identisch sind, sind übereinstimmende Komponenten
in jeder Stufe mit denselben Bezugsziffern gekennzeichnet, denen je nach der Stufe der Buchstabe A, B
oder C nachgestellt ist. Der Aufbau jeder Stufe und ihre Wirkungsweise in der Schaltung geht aus der
nachstehenden genauen Erklärung der Stufe B hervor.
Der Flip-Flop-Kreis für die Stufe B besteht aus
zwei Strompfaden 10 B und 12 B. Sie verlaufen parallel zwischen einer Erdklemme 14 B und einer Stromeingangsklemme
15 B, die an eine Quelle 16 B angeschlossen ist. Der Pfad 10 B enthält eine Steuerspule
17 B, die um ein Kryotrontor 18 B gewickelt ist, eine weitere Steuerspule 20 B, die um ein Kryotrontor
225 gewickelt ist, sowie ein Kryotrontor 24 B und
eine Steuerspule 26 B, die um ein Kryotron 28 B gewickelt ist. Der andere Pfad 125 enthält das Kryotrontor
18 B, eine Steuerspule 30 B, die um ein Kryotrontor 32 B gewickelt ist, eine Steuerspule 34 B, die um
ein Kryotrontor 24 B gewickelt ist, und eine Steuerspule 36 B, die um eine Kryotrontor 38 B gewickelt
ist. Der Flip-Flop kann zwei stabile Zustände annehmen, und zwar wird in seinem binären NuIl-Zustand
der Strom aus der Quelle 16 B durch den Pfad 10 B geleitet, und in seinem binären Eins-Zustand
wird der Strom aus der Quelle 16 B durch den Pfad 12 B geleitet. Wenn der Flip-Flop im binären
Null-Zustand ist, ist der Pfad 10 B ganz supraleitend,
und der in der Wicklung 17 B fließende Strom aus der Quelle 16 B hält einen Teil des Tors 18 B normalleitend.
Dieses Tor liegt im Pfad 12 B, und daher wird durch diese Kreuzkopplung sichergestellt, daß
nach Errichtung des Stroms im Pfad 10 B der Strom in diesem Pfad bleibt, bis ein Eingang in der weiter
unten beschriebenen Weise zugeführt wird. Die im Pfad 12 B hegende Wicklung 34 B ist um einen Teil
des im Pfad 10 B liegenden Tors 24 B gewickelt, so daß dieses Tor normalleitend gehalten wird, wenn der
Flip-Flop im binären Eins-Zustand ist und Strom aus der Quelle 165 im Pfad 125 fließt.
Die Eingänge, die der Flip-Flop zwischen seinen stabilen Zuständen hin- und herschalten, werden
einer von zwei Eingangsspulen 405 und 425 auf
dem Tor 245 oder einer von zwei Eingangsspulen 445 und 465 auf dem Tor 185 zugeführt. Die drei
Steuerspulen 345, 405 und 425 auf dem Tor 245
und ebenso die drei Steuerspulen 175, 445 und 465
auf dem Tor 185 sind um getrennte Teile dieser Tore gewickelt und bilden einzelne anstatt kombinierter
Felder, um die Zustände der Tore zu steuern.
Die Steuerspulen 405 und 445 führen Eingänge von einer außerhalb des Schieberegisters befindlichen
Schaltung aus dem Flip-Flop der Stufe B zu und werden
verwendet, wenn z. B. ein dreistelliges Wort gleichzeitig in das dreistellige Register eingegeben
werden soll. Ein der Wicklung 405 zugeführter Eingang macht den zugeordneten Teil des Tors 245
normalleitend und bringt dadurch den Flip-Flop in den binären Eins-Zustand. Ebenso bringt ein der
Spule 44 B zugeführter Eingang den Flip-Flop in den binären Null-Zustand. Die Steuerspulen 425 und
465 liegen in einem Steuerkreis, der durch den Flip-Flop in der vorhergehenden A -Stufe des Schieberegisters
gesteuert wird, und während einer Schiebeoperation wird eine dieser Wicklungen erregt und
bringt den Flip-Flop der Stufe 5 entweder in den binären Eins- oder in den binären Null-Zustand je
nach dem im Flip-Flop von Stufe A gespeicherten Wert.
Die Ausgänge für den Flip-Flop von Stufe 5 des Schieberegisters werden geliefert durch die beiden
durch die Steuerspule 265 auf dem Tor 285 und die Steuerspule 365 auf dem Tor 385 gebildeten Kryotrone.
Wenn der Flip-Flop im binären Null-Zustand ist und daher der Strom aus der Quelle 165 im Pfad
105 fließt, ist das Tor 28 5 normalleitend und das Tor 38 5 supraleitend. Wenn der Flip-Flop dagegen
im binären Eins-Zustand ist und Strom im Pfad 125 fließt, ist das Tor 28 5 supraleitend und die Tor 385
normalleitend. Diese Tore bilden daher durch ihren supraleitenden oder normalleitenden Zustand eine
sandige Ausgangsanzeige für die in dem Flip-Flop gespeicherten binären Informationen und können
ohne Störung des Zustandes des Flip-Flops abgefragt werden.
Die Schiebeimpulse, durch die Informationsbits in dem Register von Stufe zu Stufe verschoben werden,
werden von einer Schiebeimpulsquelle 50 geliefert. Diese Quelle ist durch Widerstände 52 Λ, 525 und
52 C an Eingangsklemmen 54 A, 545 und 54 C für die Steuerkreise der Stufen A, B bzw. C des Schieberegisters
angeschlossen. In der Stufe 5 enthält der durch den Flip-Flop dieser Stufe gesteuerte Stromsteuerkreis
zwei Strompfade 565 und 585, die parallel von der Klemme 545 ausgehen. Der Pfad 56 5
enthält das Tor 325, eine Spule 605, die mit diesem Tor in Reihe geschaltet und um es herumgewickelt
ist, und die Steuerspule 46 C auf dem Tor 18 C im Flip-Flop der Stufe C des Schieberegisters. Der andere
Pfad dieses Steuerkreises enthält das Tor 225, eine Spule 625, die mit diesem Tor in Reihe geschaltet
und um es herumgewickelt ist, und die Steuerspule 42 C auf dem Tor 24 C im Flip-Flop der
Stufe C. Das Tor 24 C liegt in dem binären NuIl-Strompfad
IOC des Flip-Flops der Stufe C, und wenn
ein der Klemme 545 des Steuerkreises der Stufe B
zugeführter Schiebeimpuls zum Pfad 58 5 und durch die Spule 42 C geleitet wird, wird der Flip-Flop der
Stufe C in den binären Null-Zustand gebracht. Wenn der der Klemme 545 zugeführte Schiebeimpuls zum
Pfad 565 und durch die Spule 46 C auf dem Tor 18 C geleitet wird, wird der Flip-Flop der Stufe C in den
binären Zustand gebracht.
Derjenige der Pfade 565 und 585, in den der Schiebeimpuls geleitet wird, wird bestimmt durch den
binären Zustand des Flip-Flops von Stufe 5, der durch den supraleitenden oder normalleitenden Zustand
der Tore 22 5 und 32 B angezeigt wird. Wenn
dieser Rip-Flop im binären Null-Zustand ist und der
Strom aus der Quelle 16 B in den Pfad 10 B fließt, der die Spule 20 B auf dem Tor 22 B enthält, ist das
Tor 22 B normalleitend und das Tor 32 B supraleitend. Wenn der Flip-Flop der Stufe B im binären Eins-Zustand
ist, ist das Tor 22 B supraleitend und das Tor 32 B normalleitend. Daher wird der der Klemme
54 B zugeführte Schiebeimpuls zum Pfad 56 B geleitet, um den Flip-Flop der Stufe C in den binären
Null-Zustand zu bringen, wenn eine binäre Null in Stufe B des Registers gespeichert ist, und wenn in
Stufe B eine binäre Eins gespeichert ist, wird der Schiebeimpuls zum Pfad 58 B geleitet, um den Flip-Flop
der Stufe C in den binären Eins-Zustand zu bringen. Das in Stufe B gespeicherte binäre Bit wird
daher bei jeder Betätigung der Schiebeimpulsquelle 50 zur nächstfolgenden Stufe C verschoben. Gleichzeitig
und durch die gleiche Schaltung wird das in Stufe A gespeicherte binäre Bit zur Stufe B und das
in Stufe C gespeicherte Bit entweder zu einer Ausgangsschaltung für das Register oder zu einer anderen
folgenden Registerstufe übertragen.
Die gleichzeitige Übertragung von Informationen, bei der jede Stufe des Registers die Einstellung der
nächsten Stufe steuert und gleichzeitig unter der Steuerung der vorhergehenden Stufe eingestellt wird,
war bisher ein ziemlich großes Problem bei Schieberegistern nach dem Stand der Technik. Dieses Problem
erhebt sich, wenn z. B. eine bestimmte Stufe des Registers anfangs im binären Eins-Zustand und
die vorhergehende Stufe im binären Null-Zustand sind. In diesem Falle wird die bestimmte Stufe des
Registers zwischen ihren stabilen Zuständen hin- und hergeschaltet und steuert gleichzeitig die Einstellung
der nächsten Stufe gemäß ihrem Anfangszustand. Die Stromsteuerkreise, die die Stufen des Schieberegisters
nach der Erfindung koppeln, machen in dieser Hinsicht keine Schwierigkeiten.
Bei der Stufe B ist jedes der Tore 22 B und 32 B in
dem Stromsteuerkreis, der diese Stufe mit der Stufe C des Registers koppelt, mit einer Eigenwicklung versehen,
die mit dem Tor in Reihe geschaltet ist und die, wenn ein Schiebeimpuls durch das Tor geleitet wird, ein
magnetisches Feld an das Tor anlegt. Die Größe des Schiebestromimpulses und die Ganghöhe der Eigenwicklungen
auf diesen Toren sind so beschaffen, daß das durch die Spule 60 B oder 62 B dem Tor 32 B
oder 22 B angelegte Feld allein nicht ausreicht, um das Tor normalleitend zu machen. Jede dieser Eigenwicklungen
ist so angeordnet, daß das von ihr angelegte Feld sich mit dem durch die andere Spule auf
dem Tor angelegten Feld kombiniert. Daher legen die Spulen 20B und 62 B Felder an das Tor 22B an, die
je nach der Richtung des Stroms durch diese Wicklungen entweder zueinander addiert oder voneinander
subtrahiert werden. In derselben Weise werden durch die Spulen 3OiB und 60 B kombinierte Felder an das
Tor 32 B angelegt. Die von der Schiebeimpulsquelle 50 und der Speisestromquelle 16 B gelieferten Impulse
haben eine solche Richtung, daß das durch eine der Wicklungen auf jedem dieser Tore erzeugte Feld dem
durch die andere erzeugten Feld entgegenwirkt. Außerdem ist die Anordnung so, daß der durch die
Quelle 16 θ in die Wicklung 20 B oder 30 B gesendete
Strom ein magnetisches Feld erzeugt, das allein ausreicht, um das zugeordnete Tor 22 B oder 32 B normalleitend
zu machen. Wenn z. B das Feld, das nötig ist, um diese Tore normalleitend zu machen, mit H1.
bezeichnet wird, legt jede der Wicklungen 20 B und
3OB, wenn sie durch Strom aus der Quelle 16B erregt
wird, ein Feld von +1,5 Hc an das ihr zugeordnete
Tor an. Jede der Wicklungen 60S und 62B legt,
wenn sie durch einen Stromimpuls aus der Quelle 50 erregt wird, ein magnetisches Feld von — 0,75 H1. an
ihr zugeordnetes Tor an. Wenn daher entweder keine oder beide Wicklungen auf einem dieser Tore erregt
sind oder wenn nur die Wicklung60 B bzw. die Wicklung 62 B erregt ist, ist das Tor supraleitend. Daher
wird jedes Tor 22 B und 32B in dem die Stufe B mit
der Stufe C koppelnden Steuerkreis nur dann normalleitend gehalten, wenn seine zugeordnete Wicklung
20 B cder 30 B im Flip-Flop-Kreis der Stufe B den
Strom aus der Quelle 16 B enthält und sich kein Strom aus der Quelle 50 in der Eigenwicklung auf
diesem Tor befindet.
In Verbindung mit diesen Ausführungen sei nun die Wirkungsweise der Schaltung betrachtet, wenn ein
Schiebeimpuls durch die Quelle 50 zu einem Zeitpunkt gesendet wird, wenn die Stufe A eine binäre
Null und die Stufe B eine binäre Eins speichern. Der der Klemme 54 B zugeführte Schiebeimpuls wird zunächst
durch den Pfad 58 B geleitet und bringt den Flip-Flop der Stufe C in den binären Eins-Zustand,
da, wenn der Flip-Flop der Stufe B eine Eins speichert, das Tor 22 B supraleitend und das Tor 32 B
normalleitend ist. Wenn also anfangs der Schiebeimpuls zugeführt wird, führt die Spule 30 B auf dem
Tor 32 B den ganzen Strom aus der Quelle 16 B und lege daher ein Feld von +1,5 H\. an dieses Tor an,
und die Eigenwicklung 60 B auf dem Tor 32 B enthält keinen Strom, so daß dieses Tor normalleitend bleibt.
Die Spule 20 B im binären Null-Strompfad des Flip-Flops führt keinen Strom, und daher ist das gesamte
Feld, das anfangs an das Tor 22 B angelegt wird, unter Außerachtlassung des durch den Strom im
Tor selbst erzeugten Feldes das Feld —0,75 Hc, das
von der Spule 62 B angelegt wird, und das Tor bleibt supraleitend. Gleichzeitig mit der Zuleitung des
Schiebeimpulses zur Klemme 54 B der Stufe B wird jedoch ein ähnlicher Impuls der Klemme 54 A der
Stufe A zugeführt. Da die Stufe A eine binäre Null speichert, wird der Schiebeimpuls durch den Pfad
56 Λ der Kopplungsstufen A und B geleitet und erregt
die Spule 46 B auf dem Tor 18 B in dem binären Eins-Strompfad des Flip-Flops der Stufe B. Der durch
die Quelle 50 der Spule 46 B zugeleitete Strom reicht aus, um ein magnetisches Feld zu erzeugen, das stärker
ist als das kritische Feld Hc für den Teil des Tors
18 B, um den diese Spule gewickelt ist, und daher wird das Tor normalleitend. Infolgedessen beginnt der
Strom aus der Quelle 16 B sich vom Pfad 12 B zum
Pfad 10 B zu verlagern, und diese Stromverschiebung hält an, bis der ganze Strom aus der Quelle 16 B sich
in diesem letzgenannten Pfad befindet und der Flip-Flop in den binären Null-Zustand gebracht worden ist.
Durch diese Stromverschiebung im Flip-Flop der Stufe B wird jedoch nicht der Strom in dem die
Stufen B und C koppelnden Stromkreis beeinflußt. Anfangs legt, wie oben erwähnt, die Wicklung 305
ein Feld von + 1,5 H1 an das Tor 32 B an und macht
es normalleitend, so daß der Schiebeimpuls durch den Pfad 58 B geleitet wird und den Flip-Flop der
Stufe C in den binären Eins-Zustand schaltet und gleichzeitig die Eigenwicklung 62 B auf dem Tor 22 B
erregt, um ein Feld von 0,75 Hc an dieses Tor anzulegen.
Bei der Verschiebung des Stroms aus der
Quelle 16 B aus dem Pfad 125 in den Pfad 10 B werden
die Wicklung 30 B abgeschaltet und die Wicklung 20 B erregt. Daher wird das an das Tor 325 angelegte
Netto-Feld auf Null reduziert, während das an das Tor 22 B angelegte Netto-Feld von —0,75 Hc
auf + 0,75 Hc erhöht wird. Als Ergebnis der Stromverschiebung
geht daher das Tor 32 B aus dem normalleitenden in den supraleitenden Zustand über,
aber das Tor 225 bleibt supraleitend. Daher sind beide Pfade 56 B und 58 B in dem die Stufen B und C
koppelnden Stromkreis supraleitend, aber die Stromverschiebung bleibt ganz in dem Pfad 585 erhalten,
worin der Strom anfangs geflossen ist, da in diesem Pfad kein Widerstand eingeführt worden ist. Bei Beendigung
des Schiebeimpulses, wenn kein Strom mehr in der Spule 625 enthalten ist, wird das Tor 225
durch die Spule 205 normalleitend gemacht, so daß der nächste zugeführte Schiebeimpuls durch den Pfad
565 geleitet wird und den Flip-Flop der Stufe C in den binären Null-Zustand schaltet.
Wenn also ein Schiebeimpuls der Klemme 545 der Stufe 5 des Registers zugeführt wird, wird er — nach
einer in der Beschreibung außer acht gelassenen Wanderwelle — durch die Tore 225 und 325 hindurch
zu einem der Pfade 565 und 585 geleitet, und
wenn er einmal darin fließt, bleibt der Schiebestrom selbst dann ungestört, wenn der Zustand des Flip-Flops
durch einen Schiebeimpuls aus der vorhergehenden Stufe des Registers umgeschaltet wird. Die
anderen Steuerkreise, die die aufeinanderfolgenden Stufen des Registers koppeln, arbeiten in derselben
Weise, und zwar wird jeder durch eine Stufe gesteuert, um die nächstfolgende Stufe einzustellen, so daß jedes
Bit in dem Register um eine Position nach rechts übertragen wird.
Bei der Stufe 5 sieht man, daß die Wicklung 205 im Pfad 105 magnetisch mit der Wicklung 625 im
Pfad 585 gekoppelt ist und daß die Wicklung 305 im Pfad 125 magnetisch mit der Wicklung 605 im
Pfad 56 S gekoppelt ist. Wenn während einer Schiebeoperation der Strom in dem Flip-Flop für diese Stufe
zwischen den Pfaden 105 und 125 verschoben wird, wird ein Strom in den Pfaden 56 5 und 585 induziert.
Diese letztgenannten Pfade, die von der Klemme 545 aus zur Erde verlaufen, bilden tatsächlich eine geschlossene
Schleife, und da die Tore 225 und 325 während des letzten Teils der Schiebeoperation beide
supraleitend sind, besteht die Möglichkeit, daß der in dieser Schleife induzierte Strom infolge der Kopplung
zwischen den Spulen 205 nud 625 und 305 und 605 fortdauern und die nachfolgende Operation
des Steuerkreises stören könnte. Diese Möglichkeit kann ausgeschlossen werden durch Einschaltung einer
weiteren Spule in jeden der Pfade 105 und 585, die im entgegengesetzten Sinne zur Kopplung der Spulen
225 und 625 gekoppelt sind, sowie durch Einschaltung einer weiteren Spule in jeden der Pfade 12 S und
565.
Obwohl in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine getrennte Speisestromquelle für jede Stufe dargestellt
ist, können die Flip-Flops der aufeinanderfolgenden Stufen mit einer einzigen Stromquelle in
Reihe geschaltet sein. Zum Beispiel können die Quellen 165 und 16 C wegfallen und statt dessen die
Klemmen 14 A der Stufe an die Klemme 155 der Stufe 5 anstatt an die Erde angeschlossen werden,
und ebenso wird dann die Klemme 145 mit der Klemme 16 C verbunden. Diese Schiebeimpulsquelle
50 kann auch mit den die aufeinanderfolgenden Stufen koppelnden Steuerkreisen in Reihe geschaltet
sein, anstatt die Schiebeimpulse über die parallel geschalteten Widerstände 52 Λ, 525 und 52 C zu
schicken.
Die Kopplungskreise können in Reihe geschaltet werden, indem die beiden Pfade 56 A und 58/4 mit
der Klemme 545 verbunden anstatt geerdet werden, und ebenso können die Pfade 565 und 585 mit der
ίο Klemme 54 C verbunden anstatt geerdet werden. Bei
dieser Schaltungsanordnung fallen die parallel geschalteten Widerstandsverbindungen zu den Stufen
weg, und es wird eine konstante Stromimpulsquelle, die nur an die Klemme 54 A angeschlossen ist, verwendet,
um den Schiebestrom den in Reihe geschalteten Stromsteuerkreisen zuzuleiten, die die aufeinanderfolgenden
Stufen des Registers koppeln.
Ob nun die Flip-Flops für die aufeinanderfolgenden Stufen des Schieberegisters und die diese Stufen
ao koppelnden Stromsteuerkreise in Reihe oder parallel geschaltet sind, die Größe des jeder dieser Schaltungen
zugeführten Stroms kann dieselbe sein. Zum Beispiel kann jede der Quellen 16 A, 165 und 16 C in
dem gezeigten Ausführungsbeispiel dieselbe Stromgröße den Klemmen 15 A, 155 und 15 C zuführen,
wie sie auch durch die Schiebeimpulsquelle 50 den Klemmen 54,4, 545 und 54 C zugeleitet wird. Wenn
diese Stromgröße mit / bezeichnet wird, kann jede der Steuerwicklungen in der Schaltung mit Ausnahme
der Eigenwicklungen 60 A, 62 A, 605, 625, 6OC und 62 C, wenn sie diesen Strom / führt, an das ihr
zugeordnete Tor ein magnetisches Feld der Größe 1,5 Hc anlegen. Diese Tore und Steuerwicklungen
können daher alle denselben Aufbau haben. Das heißt, die Schaltung kann ausschließlich mit Kryotronen
hergestellt werden, die dieselben Kennzeichen haben, wobei jedes der Steuerkreiskryotone, d. h.
derjenigen mit den Toren 32 A, 22 A, 325, 225, 32 C und 22C, eine besondere Steuerleitung hat, die,
wenn sie den Strom / führt, ein magnetisches Feld von 0,75 H1. an das Tor anlegt.
Wie es bei vielen Schieberegistern der Fall ist, kann die Schaltung von Fig. 1 als Ringzähler verwendet
werden, indem eine binäre Eins in die erste oder /4-Stufe eingegeben und dann nacheinander von
Stufe zu Stufe schrittweise weitcrgeschaltet wird. Der Zähler kann geschlossen werden, indem einfach der
Steuerkreis für die letzte Stufe so angeordnet wird, daß er Eingänge an die erste anlegt. Zum Beispiel
werden die Pfade 56C und 58C der Stufe C an die
Steuerspulen 46 Λ und 42/4 der Stufe A angeschlossen,
um einen geschlossenen dreistufigen Ringzähler zu bilden. Wenn eine offene Ringschaltung gewünscht
wird, in der keine Verbindung von der letzten Stufe zurück zur ersten bestehen, kann der Pfad 58/1 in
dem die Stufen A und 5 koppelnden Steuerkreis an die Spule 46/4 der Stufe A anstatt an die Erde angeschlossen
werden. Wenn ein Schiebeimpuls der Klemme 54 A zugeführt wird, während die Stufe A
im binären Eins-Zustand ist, wird der Impuls durch den Pfad 58/4 geleitet und bringt den Flip-Flop der
Stufe 5 in den binären Eins-Zustand, wie es oben erklärt ist. Wenn der Pfad SSA mit der Spule 46 A
verbunden ist, stellt dieser Schiebeimpuls außerdem die Stufe A in den binären Null-Zustand zurück. Bei
Zuführung des nächsten Schiebeimpulses wird daher die binäre Eins in Stufe B zur Stufe C übertragen,
und die Stufe 5 wird unter der Steuerung der Stufe A
in den binären Null-Zustand zurückgestellt. Daher Wird nur eine einzige binäre Eins den Zähler hinuntergeschaltet,
und nur eine der Stufen ist nach jeder Schiebeoperation im binären Eins-Zustand.
Diese Schaltung eignet sich auch für viele Schieberegisteranwendungen. In vielen solchen Anwendungen
muß z. B. ein mehrstelliges Wort parallel in das Register eingegeben und dann in dem Register um
eine oder mehrere Stellen weitergeschaltet oder verschoben werden. Wenn das in Stufe A, die erste
Stufe, eingegebene Bit eine Null ist, entsteht natürlich kein Problem, da jede Stufe, beginnend mit der
nächstniedrigen Stufe B, bei der Rechtsverschiebung des Wortes auf Null zurückgestellt wird. Wenn jedoch
das in die Stufe A eingegebene Bit des Wortes eine binäre Eins ist, wird durch die oben beschriebene
Schaltung diese Stufe während der ersten Schiebeoperation in den binären Null-Zustand zurückgestellt,
wodurch sichergestellt wird, daß die niedrigsten Stufen des Registers nacheinander auf
Null zurückgestellt werden, wenn die niedrigste Stelle des eingegebenen Wortes nach rechts verschoben
wird. Wenn das Schieberegister in Anwendungen benutzt werden soll, in denen die Bits von
Informationsworten in Serie in die erste Stufe sowie parallel in mehrere Stufen eingegeben werden sollen,
und die oben erwähnte Verbindung vom Pfad 58 Λ zur Spule 46 A besteht, muß außerdem eine Schaltvorrichtung
vorgesehen werden, um diesen Verbindungskreis während der serienweisen Eingabe abzuschalten.
Wie schon erwähnt, werden die in den verschiedenen Stellen des Schieberegisters gespeicherten Informationswerte
dargestellt durch den Zustand der Tore der Ausgangskryotrons, z. B. der Tore 28 B und
38 B von Stufe B. Diese Tore können zwischen der Zuführung von Schiebeimpulsen abgefragt werden,
um das in dem Register gespeicherte Wort zu entnehmen. In vielen Rechneranwendungen werden
Schieberegister zusammen mit logischen Schaltungen verwendet, um verschiedene Rechenoperationen auszuführen.
Bei einer solchen Anwendung ist eine in einem Schieberegister gespeicherte mehrstellige Zahl
der eine Faktor in der auszuführenden Multiplikation. Während dieser Operation müssen nacheinander die
Bits der Zahl parallel aus dem Schieberegister in die zugeordnete logische Schaltung übertragen werden,
dann müssen die Bits der Zahl in dem Register stellenverschoben und danach erneut entnommen
werden. Das Schieberegister nach der Erfindung eignet sich gut für eine solche Anwendung, da sowohl
die Entnahme- als auch die Stellenverschiebungsoperation gleichzeitig auf einen von der Quelle 50
gelieferten Schiebeimpuls hin ausgeführt werden können. In einer solchen Anwendung werden die Ausgänge
für die verschiedenen Registerstufen von den die Stufen koppelnden Steuerpfaden abgeleitet. Die
Pfade 56 A und 5SA sind dann nicht geerdet, sondern an die binäre Null- bzw. die binäre Eins-Ausgangsklemme
für die Stufe A des Registers angeschlossen, und ebenso sind die Pfade 56 B und 58 B
sowie 56 C und 58 C an die binären Null- und Eins-Ausgangsklemmen für die Stufen B bzw. C des Registers
angeschlossen. Bei diesen Verbindungen wird bei jeder Zuführung eines Schiebeimpulses ein Impuls
zu der binären Ein- oder Null-Ausgangsklemme für jede Stufe des Schieberegisters gesendet und stellt
dieses in der betreffenden Stufe gespeicherte binäre Bit dar, wenn der Schiebeimpuls zugeführt wird, und
gleichzeitig werden die verschiedenen Bits, aus denen das mehrstellige Wort besteht, jedes in dem Register
um eine Stelle weitergeschoben.
Das in Fig. 1 gezeigte Schieberegister nach der Erfindung kann also mit einer Mindestzahl von
Schaltungsteilen vom gleichen Typ aufgebaut werden und ist in der Wirkungsweise nicht durch eng begrenzende
Schaltungsgrößen eingeschränkt. Trotz dieser Einfachheit der Herstellung und Operation ist
das Schieberegister sehr vielseitig und eignet sich für viele verschiedene Rechneranwendungen. Besonders
sei darauf hingewiesen, daß jeder der Flip-Flops in dem Register eine tatsächliche Speicherposition ist,
so daß keine Puffer- oder Verzögerungsstufen nötig sind, und die Informationsbits werden direkt ohne
jede Verzögerung auf die Zuführung eines einzigen Schiebeimpulses durch die Stromquelle 50 verschoben.
Die einzige einschränkende Größe bezüglich des von der Quelle 50 gelieferten Impulses besteht
darin, daß er eine bestimmte Größe haben und mindestens so lange aufrechterhalten werden muß, wie
es nötig ist, um die Flip-Flops aus einem Zustand in den anderen zu schalten. Für die maximale Breite
der Schiebeimpulse besteht keine Grenze, da die die verschiedenen Stufen koppelnden Stromsteuerkreise
den Strom einen der beiden verfügbaren Pfade leiten und der Strom darin bleibt, bis der Schiebeimpuls
beendet ist.
Supraleiter - Übertragungsschaltungen, wie z. B. Schieberegister und Ringzähler, können ebenfalls
nach der Erfindung hergestellt werden, ohne daß es nötig ist, die in Fig. 1 gezeigten, über Kreuz gekoppelten
Flip-Flops als Speichervorrichtungen zu verwenden. Es können z. B. nicht über Kreuz gekoppelte
Flip-Flop-Kreise als Speichervorrichtungen verwendet werden, da mit den Kopplungskreisen nach
der vorliegenden Erfindung die Schiebeimpulse so lange aufrechterhalten werden können, wie es nötig
ist, um die gewünschte Verschiebung zu bewirken, ohne das die Gefahr einer fehlerhaften Operation
besteht. Ebenso können auch Speichervorrichtungen, die mit fortdauerndem Strom arbeiten, verwendet
werden; es ist dann nur erforderlich, eine entsprechende Steuerung und Selbstvorspannung vorzusehen,
damit ein einmal zugeführter Schiebeimpuls durch den richtigen Pfad des Kopplungskreises
unter der Steuerung der vorhergehenden Speichervorrichtung geleitet wird und in diesem Pfad selbst
dann bleibt, wenn danach der Zustand der betreffenden Speichervorrichtung verändert wird, bevor
der Schiebeimpuls beendet ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Schieberegister mit einer Anzahl von an einem Eingang umsteuerbaren Flip-Flops, in welchen jede Eingangswicklung eines an zwei Eingängen ein- bzw. rückstellbaren Flip-Flops mit zwei parallel an eine Stromquelle angeschlossenen supraleitenden und in ihrem Leitfähigkeitszustand umsteuerbaren Zweigen, bei dem auf jeden Zweig eine Eingangswicklung und vorzugsweise eine in den anderen Zweig eingeschaltete Steuerwicklung einwirkt, in Reihe mit einem weiteren in seinem Leitfähigkeitszustand umsteuerbaren Supraleiter, welcher zwei entgegengesetzte Durchflutungen hervorrufende und fest miteinander gekoppelte109 760/233Wicklungen trägt, und dessen eine Wicklung an den Eingang der Anordnung angeschlossen wird, nach Patent 109 260, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wicklung jedes der weiteren Supraleiter jeweils in einen Zweig eines weiterenderartigen Flip-Flops eingeschaltet ist, so daß beim Anlegen eines Schiebeimpulses an den Eingang der Anordnung der erste Flip-Flop den Zustand des zweiten Flip-Flops vor dem Anlegen des Schiebeimpulses annimmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US782310A US3019353A (en) | 1958-12-22 | 1958-12-22 | Superconductor information transfer circuit |
Publications (1)
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|---|---|
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Family
ID=25125644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE1122299B (de) |
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Also Published As
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