DE1150709B - Bistabile Supraleiter-Kippschaltung - Google Patents
Bistabile Supraleiter-KippschaltungInfo
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Description
Die Erscheinung der Supraleitfähigkeit, d. h. des Fehlens von elektrischem Widerstand, das bei bestimmten
Materialien unterhalb bestimmter Temperaturen auftritt, ist schon in verschiedenen logischen
Schaltungen ausgenutzt worden. Der grundlegende supraleitfähige Baustein, das sogenannte Kryotron,
besteht aus einem Mitteldraht oder Torleiter, um den eine einschichtige Spule oder ein Steuerleiter herumgewickelt
ist. Das Kryotron wird bei Supraleitertemperatur betrieben, so daß der Torleiter normalerweise
supraleitend ist. Danach erzeugt dann ein Stromfluß von mindestens einer vorherbestimmten
Größe durch den Steuerleiter ein magnetisches Feld, das, wenn es an den Torleiter angelegt wird, darin
die Supraleitfähigkeit aufhebt, so daß der Torleiter bei der Betriebstemperatur einen normalen Widerstand
aufweist. Der Steuerleiter besteht im allgemeinen aus einem Supraleitermaterial, dessen
kritisches Feld einen höheren Wert hat als das des Torleiters. Das kritische Feld ist dasjenige Magnetfeld,
das den supraleitenden Zustand aufhebt. Infolgedessen bleibt der Steuerleiter bei allen Werten der in
der Betriebsschaltung anzutreffenden magnetischen Felder supraleitend. Durch die Kopplung der Tor-
und Steuerleiter verschiedener Kryotrone sind Verstärker, Oszillatoren und logische Schaltungen konstruiert
worden, die durch geringe Kosten, geringe Größe und große Zuverlässigkeit ausgezeichnet sind.
Weiterhin sind verbesserte Kryotrone, die aus gegeneinander isolierten dünnen Schichten bestehen,
bekannt. Diese aus dünnen Schichten bestehenden Kryotrone weisen höhere Schaltgeschwindigkeiten auf
als die aus Draht gewickelten und werden vorzugsweise in den Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung verwendet.
Bei einer bekannten bistabilen Kryotron-Kippschaltung besteht die Kippstufe im wesentlichen aus
zwei supraleitfähigen Zweigen, die elektrisch parallel geschaltet sind. Der erste Zweig umfaßt einen Torleiter
eines ersten und einen Steuerleiter eines zweiten Kryotrons und der zweite Zweig den Torleiter des
zweiten und den Steuerleiter des ersten Kryotrons. Ein durch den ersten Zweig fließender Strom zeigt an,
daß die Kippstufe im ersten stabilen Zustand ist, und ein durch den zweiten Zweig fließender Strom zeigt
an, daß die Kippstufe im zweiten stabilen Zustand ist. Ein diesen parallelen Zweigen zugeleiteter Strom
fließt durch nur einen dieser Zweige, weil der durch den einen Zweig fließende Strom den supraleitenden
Zustand in dem anderen Zweig aufhebt, und bekanntlich fließt ein Strom, der zwei parallelen
Zweigen, von denen einer supraleitend und der andere Bistabile Supraleiter-Kippschaltung
Anmelder:
International Business Machines Corporation, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H.E.Böhmer, Patentanwalt,
Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. Juni 1961 (Nr. 120 676)
V. St. v. Amerika vom 29. Juni 1961 (Nr. 120 676)
Jere L. Sanborn, Poughkeepsie, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
normalleitend ist, zugeführt wird, ausschließlich durch den supraleitenden Zweig. Danach ist es
möglich, den Strom in den einen oder den anderen Zweig zu leiten, indem der supraleitende Zweig
kurzzeitig normalleitend gemacht und dadurch eine Stromverschiebung zwischen den Zweigen eingeleitet
wird, die sich additiv fortsetzt, bis der ursprünglich normalleitende Zweig supraleitend wird, wonach die
Schaltung dann den ursprünglich supraleitenden Zweig, in den der die Umschaltung einleitende Widerstand
eingeführt worden ist, im normalleitenden Zustand hält, bis der nächste Schaltvorgang stattfinden
soll.
Ein Nachteil dieser bistabilen Kippschaltung liegt darin, daß jeder der beiden Zweige einen Eingang
aufweisen muß und daß diese Kippschaltung nur dadurch umgeschaltet werden kann, wenn einer der
beiden Zweige über den zugehörigen Eingang normalleitend gemacht wird. Es ist nicht möglich, diese
Kippschaltung durch einem einzigen Eingang zugeführte Impulse von jeweils einem Zustand in den
anderen Zustand umzuschalten.
Es ist ferner eine bistabile Kryotron-Kippschaltung bekannt, die diese Nachteile vermeidet. Diese Schaltung
verwendet die oben beschriebene bistabile Kipp-
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schaltung und hat zusätzlich einen Umschalter, der vier Kryotrons, davon zwei mit zwei Steuerleitern
enthält. Diese bekannte Schaltung stellt zwar eine brauchbare Lösung für eine bistabile Supraleiter-Kippschaltung
dar, die durch nur einem Eingang zugeführte Impulse umgeschaltet werden kann. Der
Aufwand für diese bekannte Schaltung ist relativ groß, und infolge der vielen Kryotrone, die beim
Kippen umgeschaltet werden müssen, ist diese Schaltung relativ langsam.
Zweck der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Kryotron-Kippschaltungen zu vermeiden. Die
erfindungsgemäße bistabile Kippschaltung läßt sich durch Impulse, die einem einzigen Eingang zugeführt
werden, abwechselnd in beide stabile Lagen kippen. Sie benötigt einen geringen Aufwand und hat zudem
den Vorteil, daß sie schneller schaltet als die zuletzt beschriebene bekannte bistabile Kippschaltung.
Nachstehend soll die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 stellt die Supraleiter-Kippschaltung nach der Erfindung dar;
Fig. 2 A zeigt die in der Schaltung von Fig. 1 entstehenden Stromimpulsdiagramme;
Fig. 2 B stellt die Größe der in den Kryotronen von Fig. 1 entstehenden magnetischen Felder dar;
Fig. 3 ist ein Schaltschema des Supraleiter-Schieberegisters nach der Erfindung.
Die Kippschaltung nach der Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Die Schaltung besteht aus vier Kryotronen
mit Mehrfachsteuerung, KlO, K12, K14 und K16.
Das Kryotron K10 besteht aus einem Torleiter G10
und zwei Steuerleitern C10 A und C10 2?. Das
Kryotron K16 gleicht dem Kryotron KlO und hat
einen Torleiter G16 und zwei Steuerleiter C16 A und
C16 B. Das Kryotron K12 weist einen Torleiter G12
und drei SteuerleiterC12A, CIlB und C12C auf,
und ebenso hat das Kryotron K 14 einen Torleiter G14 und drei Steuerleiter C14A, C14B und
C14 C.
Der Zustand des Torleiters, supraleitend oder normalleitend, wird in einem Kryotron mit Mehrfachsteuerung
durch die Vektorsumme der magnetischen Felder bestimmt, die als Ergebnis des Stromfiusses
durch die ihm zugeordneten Steuerleiter an ihn angelegt werden. Zur Verdeutlichung werden die Schaltungen
jedoch unter Verwendung der Vektorsumme der Größe des Stromflusses durch die verschiedenen
Steuerleiter beschrieben. Es sei dabei angenommen, daß ein Strom des Wertes 1 ein magnetisches Feld
des Wertes 1 erzeugt und daß dieses magnetische Feld selbst den Zustand des Torleiters steuert. Die in Fig. 1
gezeigten Kryotrone sind so gewählt worden, daß ein durch den Torleiter fließender Strom des Wertes 1
und eine unter 1,5 liegende Vektorsumme der Steuerströme keinen Widerstand im Torleiter erzeugt. Wenn
dagegen die Vektorsumme der Steuerströme gleich zwei oder mehr Stromeinheiten ist, ist der Torleiter
selbst dann normalleitend, wenn kein Strom durch ihn fließt. Zum Beispiel reicht das Fließen einer
Stromeinheit durch den Steuerleiter C10 A in der in
Fig. 1 angegebenen Richtung nicht allein aus, um den Torleiter GlO bei der Betriebstemperatur in den normalleitenden
Zustand zu bringen. Wenn zusätzlich zu dem Stromfluß durch den Steuerleiter ClOA eine
Stromeinheit in der dargestellten Richtung durch den Steuerleiter ClOB fließt, ergibt sich eine Vektorsumme
von zwei Stromeinheiten, und diese reicht aus, den Torleiter GlO normalleitend zu machen. Bei dem
Kryotron K12 ist eine durch den Steuerleiter C12 B
in der gezeigten Richtung fließende Stromeinheit ungenügend, um den supraleitenden Zustand im Torleiter
G12 aufzuheben. Wenn jedoch gleichzeitig und
zusätzlich eine Stromeinheit durch den Steuerleiter C12 C fließt, ergibt sich eine Vektorsumme von zwei
Stromeinheiten, die ausreicht, um den Torleiter G12 in den normalleitenden Zustand zu bringen. Jetzt
ίο wird durch das Fließen einer Stromeinheit durch den
Steuerleiter C12 A in der gezeigten Richtung, die der
Richtung des durch C12C und C12B fließenden Stroms entgegengesetzt ist, der wirksame Steuerstrom
auf eine Einheit reduziert, so daß der Torleiter G12 wieder supraleitend werden kann. Für die als Beispiel
gewählten Kryotronmerkmale ist also eine Vektorsumme von 0 oder einer Einheit des Steuerstroms
unwirksam, um den zugeordneten Torleiter normalleitend zu machen, während zwei oder mehr Ein-
heiten des Steuerstroms den zugeordneten Torleiter in den normalleitenden Zustand schalten. Es sei
jedoch darauf hingewiesen, daß nicht jedes der Kryotrone dieselben Eigenschaften zu haben braucht, denn
durch Verändern der Steuerleitereigenschaf ten könnten auch verschiedene Kombinationen von Eigenschaften
gewählt werden. In den dargestellten Beispielen sind gleiche Eigenschaften nur aufgenommen worden, um
die Darstellung der verschiedenen Ausführungsbeispiele der Erfindung zu erleichtern.
Gemäß Fig. 1 wird der Hauptkippstrom aus einer Urstromquelle 18, bei der es sich z. B. um einen mit
einer Batterie in Reihe liegenden relativ hohen Widerstand handeln kann, zu einer Klemme 20 und
von dort aus durch einen von zwei Parallelzweigen (Hauptzweigen) zu einer Klemme 22 geleitet. Die
Klemme 22 ist an eine ebensolche Kippschaltung angeschlossen oder geerdet. Der erste dieser parallelen
Zweige, der z. B. eine binäre 1 oder den ersten stabilen Zustand der Schaltung darstellt, besteht aus
dem Torleiter GlO des Kryotrons KlO und dem Steuerleiter C12 B des Kryotrons K12. Ebenso umfaßt
der zweite Parallelzweig, der eine binäre 0 oder den zweiten stabilen Zustand der Schaltung darstellt,
den Steuerleiter C14 B des Kryotrons K14 und den
Torleiter G16 des Kryotrons K16. An ein weiteres
Paar paralleler Hilfszweige ist eine Hilfsstromquelle 24 angeschlossen. Der Strom aus der Quelle 24 ist
zusammen mit dem Eingangskippimpuls wirksam, um den Zustand der Schaltung zu verändern. Der Strom
aus der Quelle 24 fließt zunächst zu einem Verbindungspunkt 26 und dann durch einen der Parallelzweige
zu einer Klemme 28. Auch die Klemme 28 kann entweder an eine ähnliche Schaltung angeschlossen
oder geerdet sein wie die Klemme 22.
Der erste dieser zusätzlichen parallelen Zweige besteht aus dem Steuerleiter C10 A des Kryotrons GlO
und dem Torleiter G14 des Kryotrons K14. Der
zweite besteht aus dem Torleiter G12 des Kryotrons K12 und dem Steuerleiter C16 B des Kryotrons K16.
Ein Vormagnetisierungsstrom, der die Größe einer Stromeinheit hat, wird einer Klemme 30 und dann
durch den Steuerleiter C14 A des Kryotrons K14 und
den Steuerleiter C12 C des Kryotrons G12 der Erde
zugeleitet. Kippimpulse werden über einen einzigen Pfad zugeführt, der je einen Steuerleiter jedes der vier
Kryotrone der Schaltung umfaßt. Die Kippimpulse werden an zwei Klemmen 32 gelegt und durch den
Steuerleiter C12 A des Kryotrons G12, den Steuer-
leiter ClOB des Kryotrons XlO, den Steuerleiter
C16 A des Kryotrons K16 und den Steuerleiter
C14 C des Kryotrons K14 zur Erde geleitet. Die
Stromquellen 24 und 18 sowie die Größe der den Klemmen 32 zugeführten Kippimpulse sind so eingerichtet,
daß sie eine Stromeinheit liefern, also dieselbe Größe wie die des der Klemme 30 zugeführten
Vormagnetisierungsstroms, damit die Wirkungsweise der Schaltung leichter verständlich wird. Es sei jedoch
darauf hingewiesen, daß diese vier Stromwerte auch beliebig anders festgesetzt werden können, was entsprechende
Änderungen in den Eigenschaften der Kryotrone bedingt.
In der nachstehenden Beschreibung der Wirkungsweise der Schaltung von Fig. 1 wird auf die idealisierten
Impulsdiagramme von Fig. 2 A und 2 B Bezug genommen. Zur Zeiti0 befindet sich die Kippschaltung
im zweiten stabilen Zustand, in dem der Strom aus der Quelle 18 im zweiten Parallelzweig durch
den Steuerleiter C14 B und den Torleiter G16 fließt.
Dieser Strom ist in den Figuren mit Z2 bezeichnet. Zur Zeit t0 fließt kein Strom aus der Quelle durch
den ersten die binäre 1 darstellenden Parallelzweig, der den Torleiter G10 und den Steuerleiter G12 B
umfaßt, und dieser Strom, der jetzt den Wert 0 hat, ist in den Zeichnungen mit Z1 bezeichnet. In ähnlicher
Weise wird der Strom aus der Quelle 24 zur Zeit t0
durch den Torleiter G12 und den Steuerleiter C16 B
geleitet, die in Fig. 1 als Stromzweig Z4 dargestellt sind. Dies ist der Fall, weil der dazu parallel verlaufende
Zweig Z3 zur Zeit i0 normalleitend ist. Der
durch den Steuerleiter C14 A fließende Vormagnetisierungsstrom
IB und der durch den Steuerleiter C14 B
des Kryotrons K14 fließende Strom Z2 leiten jeder
eine Stromeinheit in derselben Richtung,"wodurch eine Vektorsumme von zwei Stromeinheiten entsteht.
Diese Vektorsumme genügt, um den Torleiter G14 normalleitend zu machen. Die Steuerleiter des Kryotrons
G12 werden jedoch nur durch eine Stromeinheit erregt, weil der Strom IB durch den Steuerleiter
C12 C fließt, so daß der Torleiter G12 des
Stromzweiges/4 supraleitend bleiben kann. Von den
beiden an den Punkt 26 angeschlossenen parallelen Zweigen ist der eine normalleitend und der andere
supraleitend, und der von der Quelle 24 kommende Strom, der zum Punkt 26 gelangt, fließt vollständig
durch den supraleitenden Pfad. Daher hat zur Zeit t0
der Strom I1 die Größe 1, und Z3 ist gleich 0, wie es
Fig. 2 A zeigt.
Zur Zeit tt wird ein Kippstrom IT in Höhe einer
Stromeinheit an die Klemmen 32 gelegt. Dieser Strom, der durch den Steuerleiter C12/1 des Kryotrons K12
fließt, hebt das Feld auf, das durch die den Steuerleiter C12 C durchfließende eine Stromeinheit erzeugt
wird, und daher ist die Vektorsumme des Stroms gleich 0, und entsprechend ist das magnetische Feld
gleich 0, und der Torleiter G12 kann daher supraleitend
bleiben. Außerdem fließt Strom IT durch den Steuerleiter C10 B. Jedoch hat jetzt der durch den
Steuerleiter C 1OA fließende Strom den WertO, und daher wird eine Vektorsumme von einer Stromeinheit
den Steuerleitern des Kryotrons K10 zugeführt, und
dessen Torleiter G10 bleibt supraleitend. Als nächstes fließt Strom IT durch den Steuerleiter C 16^4 des
Kryotrons K16. Zu dieser Zeit fließt außerdem Strom Z4 durch den Steuerleiter C16 B des Kryotrons
K16, und daher hat die Vektorsumme des Stroms
durch die Steuerleiter des Kryotrons K16 den Wert
von zwei Stromeinheiten. Das genügt, um den supraleitenden Zustand im Torleiter G16 des Kryotrons
K16 zu beenden. Weil der Torleiter G16 normalleitend ist, beginnt der Strom /., auf 0 abzusinken, da
der Hauptstrom aus dem die binäre 0 darstellenden Zv/eig in den die binäre 1 darstellenden Zweig umgeleitet
wird. Auf die Wertminderung des Stroms I.z folgt notwendigerweise eine Erhöhung des Wertes
des Stroms I1, bis der ganze Strom aus der Quelle 18
in dem die binäre 1 darstellenden Zweig fließt und der Strom I1 die Größe einer Stromeinheit erreicht.
Außerdem fließt Strom IT durch den Steuerleiter C14 C des Kryotrons K14. Vor der ZeUi1 war der
Torleiter G14 des Kryotrons K14 normalleitend. Als
Ergebnis des Anlegens von Strom IT zur Zeit tt wird
der Torleiter G14 jedoch supraleitend. Die Ursache
dafür ist, daß der Strom IT in der dem Strom IB
im Steuerleiter C14 A entgegengesetzten Richtung fließt und daß außerdem der Strom Z2 auf einen
Wert 0 reduziert ist. Der Wert des Stroms Z1 ist auf
eine Stromeinheit angestiegen und fließt durch den Steuerleiter C12 B des Kryotrons G12. Dieser Strom
fließt in derselben Richtung, in der der Vormagnetisierungsstrom Iß durch den Steuerleiter C12 C fließt.
Während des Zeitabschnittes T1-T2 ist jedoch die
Richtung des Stroms IT, der durch den Steuerleiter
C12 A fließt, den Strömen I1 und IB in den anderen
Steuerleitern des Kryotrons K12 entgegengesetzt. Die
Vektorsumme der Ströme in den Steuerleitern des Kryotrons K12 beträgt daher eine Stromeinheit, und
der Torleiter G12 bleibt supraleitend, so daß weiterhin
der Strom Z4 durch seinen festgelegten Zweig fließen kann. Durch das Anlegen des Kippstroms I7
zur Zeit tx wird also der Zustand der Kippschaltung
dadurch verändert, daß der Hauptspeicherstrom aus einem der Hauptparallelpfade in den anderen umgeleitet
wird, aber der bestehende Stromfluß aus der Hilfsstromquelle 24 bleibt unverändert. Zur Zeit tt
wird durch das Anlegen des Kippstroms I7 sichergestellt,
daß die Torleiter der Kyrotrone K12 und K14 supraleitend werden oder bleiben, und der
Strom IT hat in Verbindung mit dem Strom I1 die
Wirkung, daß der Hauptspeicherstrom aus dem die binäre 0 darstellenden Zweig in den die binäre 1 darstellenden
Zweig umgeleitet wird.
Durch die Beendigung des Kippstroms I7 zur
Zeit t2 wird ein zusätzlicher Schaltvorgang eingeleitet,
der die Kippschaltung so vorbereitet, daß sie beim Anlegen des nächsten Kippimpulses ihren Zustand
ändert. Dies geschieht zur Zeit i2, da der Torleiter
G12 des Kryotrons K12 durch die kombinierte Wirkung des Fließens von StTOmZ1 durch den Torleiter
C12 B und von Vormagnetisierungsstrom Zg
durch den Torleiter C12 C normalleitend wird. Diese
in gleicher Richtung fließenden Ströme bilden eine Vektorsumme von zwei Stromeinheiten, wodurch der
supraleitende Zustand des Torleiters G12 beendet wird. Zu dieser Zeit ist der für den Strom Z3 vorgesehene
Stromzweig supraleitend, da der Torleiter G14 des Kryotrons ZC14 supraleitend bleibt, weil nur
eine einzige Stromeinheit zu den Steuerleitern dieses Kryotrons gelangt, denn jetzt fließt Vormagnetisierungsstrom
IB durch den Steuerleiter C14 A, und
der Wert des durch den Steuerleiter C14 β fließenden
Stroms Z2 ist jetzt gleich 0. Durch den normalleitenden
Torleiter G12 wird also der Strom aus der Hilfsstromquelle 24, der zum Punkt 26 gelangt, aus dem
Z4-Zweig in den Z3-Zweig umgeleitet, wie es die Im-
den Anfangszustand zurückgeführt worden, wie er zur Zeit t0 dargestellt ist, und das weitere Anlegen zusätzlicher
Kippimpulse führt zu entsprechenden Operationen, wobei die Schaltung abwechselnd in den
5 ersten und den zweiten stabilen Zustand geschaltet wird.
Wenn also ein Kippimpuls angelegt wird, wird dadurch der Zustand der Schaltung mit dem in einem
der Zweige I3 oder /4 fließenden Hilfsspeicherstrom
ο verändert; außerdem wird der Hilfsspeicherstrom wahlweise bei Beendigung des Kippimpulses in einen
bestimmten dieser Zweige geleitet, was einzig und allein vom Zustand der Kippschaltung zur Zeit der
Beendigung des Kippimpulses abhängt. Man beachte
pulsdiagramme von Fig. 2 A zeigen. Bei Beendigung des Kippimpulses nimmt daher der Strom I3 den Wert
einer Stromeinheit an, und der Strom T1 wird auf 0
reduziert.
Wenn zur Zeit t3 ein zweiter Kippimpuls angelegt
wird, kehrt der Hauptspeicherstrom in den die binäre 0 darstellenden Zweig zurück. Durch das Ende
des zweiten Kippimpulses wird zur Zeit ti der Hilfsspeicherstrom
aus dem Zweig I3 in den Zweig Z4 umgeleitet
und dadurch die Schaltung für den nächsten Kippimpuls vorbereitet. Durch den zweiten Kippimpuls,
der zur Zeit ts angelegt wird, werden die Torleiter
G12 und G14 der KryotroneÜC12 bzw. K14 in
den supraleitenden Zustand geschaltet oder darin ge- p halten, damit der Fluß des Hilfsspeicherstroms aus *5 auch, daß die Klemme 22, an der der Hauptspeicherder
Quelle 24 nicht behindert wird. Im Kryotron K14 strom rekombiniert wird, direkt an die Klemme 26
wirkt der durch den Steuerleiter C14 C fließende angeschlossen werden könnte, wobei dann die Hilfs-Kippstrom
dem durch den SteuerIeiterC14^4 fließen- stromquelle 24 wegfiele, ohne daß die Wirkungsweise
den Vormagnetisierungsstrom IB entgegen, und daher der Schaltung verändert oder ihre Geschwindigkeit
ist die Vektorsumme der Steuerleiterströme gleich 0. a° herabgesetzt würde. Da die Kippimpulse an eine be-Beim
Kryotron K12 liegen die Dinge ähnlich, denn stimmte Klemme gelegt werden und da der angelegte
obwohl der durch den Steuerleiter C12 C fließende Kippimpuls unabhängig vom Zustand der Schaltung
Vormagnetisierungsstrom IB und der durch den zu einem einzigen Zweig geleitet wird, sind höhere
Steuerleiter C12 B fließende StTOmZ1 eigentlich eine Betriebsgeschwindigkeiten möglich als in Schaltungen,
Vektorsumme von zwei Stromeinheiten ergeben, wird 25 in denen die Kippimpulse zuerst wahlweise zu einer
durch den durch den Steuerleiter C 12^4 fließenden von zwei Eingangsklemmen geleitet werden müssen
Kippstrom IT die Vektorsumme des dem Torleiter oder in denen die Eingangskippimpulse zuerst einen
G12 zugeführten Stroms auf eine Stromeinheit redu- bestimmten Zweig durchlaufen müssen, der durch
ziert, und dieser Torleiter kann daher wieder supra- den Zustand der Kippschaltung bestimmt und geleitend
werden. Der dem Steuerleiter C16 A zugeleitete 30 steuert wird.
Kippstrom IT kann den Torleiter G16 jetzt nicht in Um die Wirkungsweise der Schaltung von Fig. 1
den normalleitenden Zustand bringen, da der durch noch deutlicher zu machen, sei nun auf Fig. 2 B
den Steuerleiter C16B fließende Strom /4 den Wert 0 Bezug genommen, worin die Vektorsumme der jedem
hat. Im Kryotron K10 ergeben jedoch der durch den der vier Kryotrone der Schaltung zugeführten Steuer-Steuerleiter
ClOS fließende Kippstrom I7 und der 35 ströme während der auch in Fig. 2 A angegebenen
durch den Steuerleiter C10 A fließende Strom I3 zu- Zeitabschnitte dargestellt ist. Während des Zeitsammen
die Vektorsumme von zwei Stromeinheiten, abschnitts zwischen t0 und I1 ist die Vektorsumme
so daß der Torleiter GlO normalleitend wird. Durch der dem Kryotron K10 zugeführten Ströme gleich 0,
die Einschaltung des normalleitenden Torleiters GlO die Vektorsumme der dem Kryotron K16 zugeführin
den vom Strom I1 durchflossenen Zweig wird eine 40 ten Ströme gleich 1, die Vektorsumme der dem
Umleitung des Hauptstroms aus der Quelle 18 von Kryotron K14 zugeführten Ströme gleich 2 und die
dem normalleitenden /j-Zweig in den supraleitenden Vektorsumme der dem Kryotron K12 zugeführten
/2-Zweig eingeleitet. Auf diese Weise wird der Wert Ströme gleich 1. Man sieht also deutlich, daß wähvon
I1 auf 0 reduziert und der von I2 auf eine Strom- rend des Zeitabschnitts von t0 bis Z1, d. h. vor dem
einheit erhöht. Diese Impulsdiagramme zeigt wieder 45 Anlegen eines Kippimpulses, der Torleiter G14 des
Fig. 2 A. Man sieht also, daß während des Zeit- Kryotrons £14 der einzige normalleitende Torleiter
abschnitts von t3 bis i4 beim Anlegen des zweiten der Schaltung ist. Während des Zeitabschnitts tt
Kippimpulses der Strom I3 in seinem supraleitenden bis r2 ist die Vektorsumme des Steuerstroms des
Zweig bleibt und der Hauptspeicherstrom aus dem Kryotrons K16 auf zwei Stromeinheiten gestiegen,
die binäre 1 darstellenden Zweig in den die binäre 0 5° Während dieses Zeitabschnitts ist also als einziger
darstellenden Zweig umgeleitet wird. Damit wird die der Torleiter G16 normalleitend. Ebenso ist während
Schaltung aus dem ersten in den zweiten stabilen Zu- des Zeitabschnitts t2 bis t3, also vor dem Anlegen des
stand umgeschaltet. Wieder wird durch die Be- nächsten Kippimpulses, der Torleiter G12 des Kryoendigung
des Kippstroms zur Zeit i4 eine Umleitung irons K12 der einzige, der normalleitend ist, und
im Hilfsspeicherstrom herbeigeführt, damit die Schal- 55 danach ist während des Anlegens des zweiten Kipptung
auf den nächsten angelegten Kippimpuls an- impulses, also während des Zeitabschnitts ts bis i4,
spricht. Dies erfolgt zur Zeiti4, da bei Beendigung der Torleiter GlO des Kryotrons .00 als einziger
von Ij der durch den Steuerleiter C 14^4 des Kryo- normalleitend. Während jedes der angegebenen Zeittrons
.04 fließende Strom IB zusammen mit dem abschnitte, die einen vollständigen Arbeitsumlauf
durch den Steuerleiter C14 B fließenden Strom /„ der 60 bilden, ist also jeweils nur ein einziger Torleiter
jetzt den Wert 1 hat, eine Vektorsumme von zwei normalleitend, und während des Anlegens eines
Stromeinheiten erzeugt und dadurch den supraleiten- Kippimpulses wird entweder der Torleiter G10 oder
den Zustand des Torleiters G14 beendet. Durch der Torleiter G 1.6 normalleitend und schaltet die
diesen in den /S-Zweig eingeführten Widerstand wird Schaltung aus dem einen stabilen Zustand in den
dann der Hilfsspeicherstrom aus der Quelle 24 in den 65 anderen, und während des Zeitabschnitts zwischen
/4-Zweig umgeleitet, der jetzt supraleitend ist, wo- den Kippimpulsen wird der Torleiter G12 oder der
durch der Wert von I3 auf 0 reduziert und der Wert Torleiter G14 normalleitend und errichtet den Hilfsvon
J4 auf 1 erhöht wird. Jetzt ist die Schaltung in Speicherstrom in einem der Zweige I3,14, wodurch
ίο
C4,2AF, C40CE und C42AE fließt. Durch Verbindungsströme
wird die in einer ersten Stufe gespeicherte Information zu einer zweiten Stufe übertragen
und darin gespeichert. Es werden zwei solche 5 Verbindungsströme verwendet, von denen der erste,
der mit Ix bezeichnet ist, die Stufen E und F verbindet
und außerdem die Stufe G mit der nächstfolgenden Stufe verbindet. Ein zweiter Verbindungsstrom Iy verbindet die Stufen F und G miteinander
die Schaltung für den nächsten angelegten Kippimpuls vorbereitet wird.
Man beachte, daß in der Schaltung von Fig. 1
weder ein Paar von Auslesekryotronen noch ein
Rückstellkryotron dargestellt ist, um einen bestimmten Zustand der Schaltung herbeizuführen, wenn ihr
anfänglich Strom zugeleitet wird. Diese Schaltungen
gehören aber zum bekannten Stand der Technik,
und die Beschreibung der Erfindung als solche soll
weder ein Paar von Auslesekryotronen noch ein
Rückstellkryotron dargestellt ist, um einen bestimmten Zustand der Schaltung herbeizuführen, wenn ihr
anfänglich Strom zugeleitet wird. Diese Schaltungen
gehören aber zum bekannten Stand der Technik,
und die Beschreibung der Erfindung als solche soll
nicht durch ihre Darstellung unnötig kompliziert io sowie die Stufe E mit der vorhergehenden Stufe oder
werden. Es könnte zum Beispiel ein elementares dem vorgeschalteten Informationsregister. Jeder
Paar von Abfühlkryotronen eingebaut werden, indem dieser Verbindungsströme fließt durch einen von
ein Steuerleiter eines !Cryotrons in jeden der Parallel- zwei Parallelzweigen 1 oder 0. Durch diese Bezeich-
pfade, die den binären Zustand darstellen, aufge- nung soll die Wirkungsweise des Schieberegisters
nommen wird. Die Torleiter dieser Abfühlkryotrone 15 weiter erläutert werden, und zwar wird durch das
werden dann mit einer Abfühlstromquelle parallel Fließen von Verbindungsstrom durch den 1-Zweig
geschaltet. Wenn durch den Steuerleiter eines der beim Anlegen eines Schiebeimpulses eine 1 zwischen
Abfühlkryotrone Strom fließt, wird der entsprechende den Stufen übertragen, und wenn Verbindungsstrom
Torleiter normalleitend, und daher fließt der Abfühl- durch den O-Zweig fließt, wird beim Anlegen des
strom durch den anderen supraleitenden Torleiter, 20 Schiebeimpulses eine 0 zwischen den verbundenen
um den Zustand der Kippschaltung anzuzeigen. Stufen übertragen. Die Schiebeimpulse werden den
Ebenso ist es möglich, zahlreiche Rückstellvorrich- Stufen E, F und G einzeln über die Leitungen 56, 58
tungen nach Bedarf zu verwenden, wie z. B. das in und 60 zugeführt. Diese Leitungen könnten auch in
Fig. 3 dargestellte Rückstellschema. Reihe geschaltet werden, damit ein einziger Schiebe-
Fig. 3 veranschaulicht ein bevorzugtes Ausfüh- 25 impuls gleichzeitig zu allen Stufen des Schieberegisters
rungsbeispiel der Erfindung in Form eines Schiebe- gelangt.
registers. Es sind nur drei Stufen dargestellt, aber es Bei der Beschreibung der Wirkungsweise des
versteht sich, daß nach Bedarf mehr oder weniger Schieberegisters sei zunächst angenommen, daß die
Stufen verwendet werden könnten. Die Stufen E, F Stufen E, F und G jede im 0-Zustand sind und daß
und G gleichen einander. Um jedoch die Zeichnung 3° die Verbindungsströme Ix und /y jeder durch die
kompakter zu gestalten, ist die Stufe F als Umkeh- O-Verbindungsleitungen fließen. Schließlich wird anrung
von Stufe E bzw. G dargestellt worden. Jede genommen, daß vor dem Anlegen des ersten Schiebe-Stufe
enthält vier Kryotrone K 40, K 42, K 44 und impulses an die Stufe E der Verbindungsstrom IY
K 46, und zwar ist an das Bezugszeichen der Kryo- durch eine Leitung 54 zur Stufe E fließt und so antrone
jeweils die Stufenbezeichnung angehängt. So 35 zeigt, daß ein Wert 1 in der vorhergehenden Stufe
ist das Kryotron 40 in Stufe £ mit K 4OE, in Stufe F oder einem vorgeschalteten Register gespeichert ist.
mit K 40 F und in Stufe G mit K 40 G bezeichnet. Wenn jetzt ein Schiebeimpuls über Leitung 56 an
Die Torleiter der verschiedenen Kryotrone sind zu- Stufe E angelegt wird, wird diese Stufe in den 1-Zusätzlich
ähnlich wie in Fig. 1 gekennzeichnet. So ist stand geschaltet. Das ist der Fall, da der Schiebeder
Torleiter des Kryotrons X 40 E mit G 40 E und 40 strom durch den Steuerleiter C 44 BE fließt und
der Torleiter des Kryotrons K 40 F mit G 40 F be- gleichzeitig der Strom/y über Leitung 54 durch den
zeichnet. Wegen der zahlreich verwendeten Steuer- Steuerleiter C 44AE fließt. Diese beiden Ströme-erkryotrone
sind dagegen die verschiedenen Steuerleiter geben eine Vektorsumme von zwei Stromeinheiten,
jedes Kryotrons zunächst mit dem zutreffenden die dann den Torleiter G 44 E des Kryotrons K 44 E
Buchstaben A, B oder C und danach mit der Stufen- 45 normalleitend werden lassen. Durch diesen normalkennzeichnung
bezeichnet. So sind beim Kryotron leitenden Torleiter in dem 0-Zweig der Stufe E wird
K 40 E der erste Steuerleiter mit C 40 AE, der zweite der Hauptstrom der Stufe E in den supraleitenden
Steuerleiter mit C 40 BE und der dritte Steuerleiter 1-Zweig umgeleitet. In der in Verbindung mit Fig. 1
mit C 40 CE gekennzeichnet. beschriebenen Weise wird dann bei Beendigung des
In dem in Fig. 3 gezeigten Schieberegister hat jede 5° Schiebeimpulses der Torleiter G 42 E des Kryotrons
Stufe eine Hauptstromquelle IE, IF und I0 für K 42 E in den normalleitenden Zustand gebracht.
Stufe E, F bzw. G. Dieser Strom fließt durch einen Das geschieht, weil der Schieberegisterstrom nicht
ersten Zweig, der z.B. in StufeE aus dem Steuer- durch den SteuerleiterC42CE fließt und gleichzeitig
leiter C 40 BE und dem Torleiter G 44 £ besteht und Strom durch den Steuerleiter C 42 AE (Vormagneanzeigt,
daß eine binäre 0 in der Stufe gespeichert ist, 55 tisierungsstrom/ß) fließt und der Steuerleiter C 42 BE
oder er fließt durch einen parallel dazu verlaufenden durch den Strom IE erregt ist. Der Strom Ix zwischen
zweiten Zweig, der eine binäre 1 darstellt und z. B. den Stufen E und F wird also in den Verbindungsin
Stufe £ aus dem Torleiter G 52 £ des Kryotrons zweig 1 umgeleitet, der aus dem supraleitenden Tor-
K 52 E, dem Steuerleiter C 42 BE und dem Torleiter leiter G 40 £ und dem SteuerleiterC 44 ^4F der Stufe F
G 46 £ besteht. Diese Darstellung des Zustandes einer 60 besteht. Bei Beendigung des der Leitung 56 von
Stufe ist genau analog der Zustandsdarstellung in Stufe £ zugeführten Schiebeimpulses ist also die
der Schaltung von Fig. 1. Die Kryotrone K52E, Stufe £ im binären 1-Zustand, und die Stufen F
£52 F und K 52 G, deren Steuerleiter C 52 E, C 52 F und G bleiben im binären 0-Zustand.
und C 52 G in Reihe liegen, sind Rückstellkryotrone, Ein dann der Leitung 58 in der Stufe F zugeführter
deren Funktionen im Laufe der Beschreibung noch 65 zweiter Schiebeimpuls schaltet diese Stufe in den bierläutert
werden. Auch hier wird jeder Stufe des nären 1-Zustand. Das geschieht, weil der der Leitung
Registers ein Vormagnetisierungsstrom In zugeführt, 58 zugeführte Schiebestrom durch den Steuerleiter
der durch die Steuerleiter C40CG,C42AG,C40CF, C44BF fließt und zusammen mit dem durch C 44.4F
fließenden Verbindungsstrom Ix ausreicht, um den
Torleiter C 44 F noxmalleitend zu machen und dadurch Widerstand in den O-Zweig der Stufe F einzuführen.
Infolge dieses Widerstandes gelangt dann der Hauptstrom von Stufe F in deren supraleitenden
1-Zweig, der aus dem Torleiter C 46 F und dem Steuerleiter C 42BF besteht. Gleichzeitig mit dem
Anlegen des ScMebeimpulses an die Leitung 58 der Stufe F wird, wenn die aus der vorhergehenden Stufe
oder dem vorgeschalteten Register kommende Information
einen Wert 0 annimmt und ein Schiebeimpuls über 56 an Stufe E gelegt wird, die Stufe E in den
binären O-Zustand zurückgestellt. Diese Umschaltung erfolgt, weil Strom durch den Steuerleiter C 46AE
des Kryotrons K46E fließt und Strom /y durch den
Steuerleiter C 46BE fließt, wodurch der Torleiter
G 46E normalleitend wird und so Widerstand in den 1-Zweig der Stufe £ eingeführt wird. Dieser Widerstand
leitet den Hauptstufenstrom IE in den O-Zweig
um, der aus dem Steuerleiter C 40 BE und dem Torleiter G 44 E besteht. Bei Beendigung dieser Schiebeimpulse
werden die Verbindungsströme zwischen den Stufen E und F sowie den Stufen F und G verschoben,
denn durch das Abtrennen des Schiebestroms von der Leitung 58 der Stufe F wird der Steuerleiter
C42CF des Kryotrons K42F abgeschaltet gleichzeitig
mit der Erregung des Steuerleiters C 42BF durch den Hauptstufenstrom IP und des Steuerleiters
C 42 AF durch den Vormagnetisierungsstrom IB.
Diese Ströme sind zusammen wirksam, um den Torleiter G 42 F normalleitend zu machen und Widerstand
in den die Stufen F und G verbindenden O-Zweig einzuführen, wodurch Verbindungsstrom IY
in den 1-Zweig geleitet wird, der aus dem Torleiter G40F und dem Steuerleiter C44AG von Stufe G
besteht. Ebenso wird durch Beendigung des der Leitung 56 von Stufe E zugeführten Schiebeimpulses der
Steuerleiter C 40 AE von Kryotron K 40 E abgeschaltet,
während der Steuerleiter C 40 BE durch den Hauptstufenstrom IE und der Steuerleiter C 40 CE
durch denVormagnetisierungsstrom/ß erregt werden.
Diese Ströme sind zusammen wirksam, um den Torleiter G 4OjE normalleitend zu machen und Widerstand
in den 1-Zweig zwischen den Stufen F, und F einzuführen. Durch diesen Widerstand wird dann
der Verbindungsstrom Ix in den 0-Zweig gelenkt, der
aus dem Torleiter G42£ der Stufe E und dem Steuerleiter C 46 BF von Stufe F besteht. Durch
einen der Leitung 60 von Stufe G zugeführten Schiebeimpuls wird diese Stufe in den binären 1-Zustand
geschaltet, weil der Strom IY durch den Steuerleiter
C44.4G des KryotronsK44G und gleichzeitig
Schiebestrom durch den Steuerleiter C 44 BG fließen. In ähnlicher Weise wird durch einen gleichzeitig der
Leitung 58 von Stufe F zugeführten Schiebeimpuls diese Stufe in den 0-Zustand zurückgeführt, weil
gleichzeitig Schiebestrom durch den Steuerleiter C 46AF und Verbindungsstrom durch den Steuerleiter
C 46BF fließen.
Falls alle Stufen gleichzeitig in den binären 0-Zustand zurückgestellt werden sollen, geschieht das,
indem ein Strom an eine Leitung 62 gelegt wird, die mit den Steuerleitern des Rückstellkryotrons in jeder
Stufe in Reihe liegt. Durch diesen Strom wird der Hauptstufenstrom in den 0-Zweig jeder Stufe umgeleitet.
Durch diesen Stromfluß in der 0-Leitung werden bei fehlenden Schiebeimpulsen alle Verbindungsströme
in den 0-Zweig zurückgeleitet. Dies wird durch den Strom im 0-Zweig und den durch
zwei Steuerleiter jeder Stufe fließenden Vormagnetisierungsstrom erwirkt.
Obwohl die dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung bei Supraleitertemperatur betrieben werden
müssen, die im allgemeinen nahe der Temperatur des flüssigen Heliums liegt oder etwa 4,2° K beträgt, sind
die Anordnung und das Verfahren zur Erlangung solcher Temperaturen nicht dargestellt worden, da
sie dem Fachmann bekannt sind.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Bistabile Supraleiter-Kippschaltung, in welcher die beiden stabilen Zustände dadurch charakterisiert sind, daß Strom in dem einen oder dem anderen von zwei parallelen an eine Stromquelle angeschalteten Zweigen fließt, dadurch gekennzeichnet, daß in jeden der parallelen Zweige (Hauptzweige) der Torleiter eines Kryotrons mit zwei Steuerleitern und der Steuerleiter eines Kryotrons mit drei Steuerleitern eingeschaltet ist, daß an eine Hilfsstromquelle zwei weitere parallele Zweige (Hilfszweige) angeschaltet sind, daß in jeden der Hilfszweige ein Steuerleiter des im einen Hauptzweig liegenden Kryotrons mit zwei Steuerleitern und der Torleiter des im anderen Hauptzweig liegenden Kryotrons mit drei Steuerleitern eingeschaltet ist, daß eine Vormagnetisierungsquelle vorgesehen ist, die je einen Steuerleiter der Kryotrone mit drei Steuerleitern mit Strom speist, daß ein Kippimpuls jeweils einem Steuerleiter der vier Kryotrone derart zugeführt wird, daß der Strom in dem mit dem Kippimpuls beaufschlagten Steuerleiter in den Kryotronen mit zwei Steuerleitern gleichgerichtet zu dem anderen Steuerstrom und in den Kryotronen mit drei Steuerleitern entgegengesetzt zu den übrigen Steuerströmen ist und daß die Eigenschaften der Kryotrone und die Ströme derart gewählt sind, daß in den stabilen Zuständen die beiden Hauptzweige und einer der Hilfszweige supraleitend sind und der andere Hilfszweig normalleitend ist und daß während eines Kippimpulses beide Hilfszweige und einer der Hauptzweige supraleitend sind und der andere Hauptzweig normalleitend ist.
- 2. Bistabile Supraleiter-Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme in allen Steuerleitern aller Kryotrone gleich groß sind und daß die Kryotrone derart bemessen sind, daß sie supraleitend sind, wenn Strom in keinem oder nur einem der Torleiter fließt und daß sie normalleitend sind, wenn gleichgerichtete Ströme in zwei Steuerleitern fließen; entgegengesetzt gerichtete Ströme in zwei Steuerleitern kompensieren sich gegenseitig und haben die gleiche Wirkung wie stromlose Steuerleiter.
- 3. Bistabile Supraleiter-Kippschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einsparung einer eigenen Hilfsstromquelle die beiden Hauptzweige und die beiden Hilfszweige hintereinander an eine Stromquelle angeschaltet sind.
- 4. Schieberegister, dadurch gekennzeichnet, daß die bistabilen Kippschaltungen nach einem der Ansprüche 1 bis 3 derart abgeändert und dadurch zusammengeschaltet sind, daß die parallel geschalteten Hilfszweige nicht mehr sämtlicheKryotrone einer bistabilen Kippschaltung, sondern die Torleiter der Kryotrone mit drei Steuerleitern jeweils einer bistabilen Kippschaltung und je einen Steuerleiter der Kryotrone mit zwei Steuerleitern der jeweils nachfolgenden bistabilen Kippschaltung enthalten.
- 5. Schieberegister nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hauptzweigen der bistabilen Kippstufen des Schieberegisters, die im 1-Zustand Strom führen, Torleiter von Rückstellkryotronen vorgesehen sind, deren Steuerleiter in Serie geschaltet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 309 618/221 6.
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|---|---|---|---|
| US120676A US3122653A (en) | 1961-06-29 | 1961-06-29 | Superconductive shift register |
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|---|---|
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ID=22391847
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ22006A Pending DE1150709B (de) | 1961-06-29 | 1962-06-27 | Bistabile Supraleiter-Kippschaltung |
Country Status (4)
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| DE (1) | DE1150709B (de) |
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-
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- 1962-06-27 FR FR902112A patent/FR1340202A/fr not_active Expired
- 1962-06-28 GB GB24816/62A patent/GB982203A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB982203A (en) | 1965-02-03 |
| FR1340202A (fr) | 1963-10-18 |
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