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DE1121602B - Verfahren zur Reinigung von ª‡-Hydroxy-ª‰, ª‰-dimethyl-ª†-butyrolacton - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von ª‡-Hydroxy-ª‰, ª‰-dimethyl-ª†-butyrolacton

Info

Publication number
DE1121602B
DE1121602B DEN16148A DEN0016148A DE1121602B DE 1121602 B DE1121602 B DE 1121602B DE N16148 A DEN16148 A DE N16148A DE N0016148 A DEN0016148 A DE N0016148A DE 1121602 B DE1121602 B DE 1121602B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lactone
aqueous
solution
alkali
salt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN16148A
Other languages
English (en)
Inventor
Howard C Klein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nopco Chemical Co
Original Assignee
Nopco Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nopco Chemical Co filed Critical Nopco Chemical Co
Publication of DE1121602B publication Critical patent/DE1121602B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/26Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D307/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/32Oxygen atoms
    • C07D307/33Oxygen atoms in position 2, the oxygen atom being in its keto or unsubstituted enol form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von a-Hydroxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolacton Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung von a-Hydroxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolacton. Diese Verbindung, die häufig als Pantolacton bezeichnet wird, besitzt eine große technische Bedeutung, da sie zur Herstellung von Pantothensäure (Vitamin B-Komplex) verwendet wird.
  • Die Herstellung von Pantolacton ist bekannt. Bei einem Verfahren wird Isobutyraldehyd mit Formaldehyd in wäßriger Lösung in Gegenwart von Alkalicyanid zum Formoisobutyraldol kondensiert, dieses anschließend durch Neutralisieren des Reaktionsgemisches in sein Cyanhydrin übergeführt, das hierauf mit einer starken Mineralsäure zum oc-Hydroxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolacton verseift bzw. lactonisiert wird (USA.-Patentschrift 2 443 334). Bei einem anderen bekannten Verfahren wird Glykolsäurenitril mit Isobutyraldehyd in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels, wie Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd oder Calciumhydroxyd, zum Formoisobutyraldolcyanhydrin umgesetzt und dieses wie oben zum a-Hydroxyß,ß-dimethyl-y-butyrolacton hydrolysiert (USA.-Patentschrift 2 702 816).
  • Bei diesen Verfahren bietet jedoch die Reinigung des erhaltenen Rohlactons gewisse Schwierigkeiten. Bei der Kondensation werden im allgemeinen verschiedene Glykole als Nebenprodukte gebildet. Um diese Produkte vom Lacton zu trennen, muß man das stark saure Reaktionsgemisch erst stark alkalisch machen, um das Lacton in das Alkalisalz der entsprechenden Oxysäure überzuführen. Das alkalische Gemisch wird dann einer Wasserdampfdestillation unterworfen, um die unerwünschten Glykole abzutrennen. Nach deren Entfernung wird der Destillationsrückstand stark angesäuert und das Alkalisalz der Oxysäure in das Lacton zurückverwandelt, das hierauf in bekannter Weise isoliert wird. Das hierbei erhaltene Pantolacton wird schließlich durch fraktionierte Destillation gereinigt.
  • Wenn man bei den bekannten Verfahren auf die Abtrennung der Glykole aus dem Reaktionsgemisch verzichtet, sind die beobachteten Ausbeuten an Lacton zu hoch, da die in Frage kommenden Glykole in vielen Fällen praktisch die gleichen Siedepunkte wie das Lacton besitzen und daher bei der Fraktionierung des rohen Lactons mit in das Endprodukt übergehen. Zwar ist die Entfernung der Glykole von äußerster Wichtigkeit für die Qualität des Endproduktes, jedoch besitzt die obenerwähnte Wasserdampfdestillation Nachteile. Zunächst ist sie zeitraubend und man benötigt hierfür eine kostspielige Spezialvorrichtung. Außerdem hat die Wasserdampfdestillation häufig eine Verfärbung des Endproduktes, sogar unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen, zur Folge. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Reinigung von a-Hydroxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolacton zu schaffen. Hierzu wird rohes a-Hydroxy-ß,ß-dimethyly-butyrolacton in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel gelöst, hierauf eine Menge an wäßrigem Alkali zugesetzt, die mindestens ausreicht, das Salz der entsprechenden Oxysäure zu bilden, worauf man die erhaltene wäßrige Schicht von der organischen abtrennt, sie ansäuert und auf etwa 100°C erhitzt. Die zugesetzte Säure soll mindestens ausreichen, das Salz der Oxysäure in das Lacton überzuführen.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem das rohe Lacton in Form eines wäßrigen Umsetzungsgemisches vorliegt, wird dieses zunächst vorzugsweise mit Alkalilauge auf einen pH-Wert von 6,5 bis 6,8 eingestellt. Hierauf wird der wäßrigen Lösung das mit Wasser nicht mischbare organische Lösungsmittel zugesetzt. Das Lacton und seine im organischen Lösungsmittel löslichen Verunreinigungen einschließlich der erwähnten Glykole gehen in die organische Phase über. Die wasserlöslichen Verunreinigungen bleiben zur Hauptsache in der wäßrigen Phase zurück. Hierauf trennt man zweckmäßigerweise die beiden Schichten voneinander und verwirft die wäßrige Schicht. Anschließend wird die lactonhaltige organische Phase mit verdünntem wäßrigem Alkali behandelt und hierbei das wasserlösliche Salz der auf diese Weise gebildeten Oxysäure von der wäßrigen Phase des erhaltenen Zweiphasensystems aufgenommen. Es ist deshalb zweckmäßig, die organische von der wäßrigen Phase vor dieser Verseifung (Salzbildung) abzutrennen. Zunächst werden durch die Abtrennung der organischen von der wäßrigen Phase vor der Verseifung Ammoniumsalze, z. B. Ammoniumchlorid, das bei der Hydrolyse des Cyanhydrins mit Salzsäure als letzte Stufe der Herstellung des rohen Pantolactons gebildet wird und das in der wäßrigen Phase enthalten ist, entfernt. Die Anwesenheit dieses Salzes während der Verseifung würde natürlich die Verwendung einer größeren Menge an Alkali notwendig machen, als sie normalerweise zur Verseifung des Lactons erforderlich ist. Jedoch ist die Trennung der zwei Phasen vor der Verseifung auch aus einem anderen Grund- wichtig: Wird die wäßrige von der organischen Phase vor der Verseifung mit verdünntem wäßrigem Alkali abgetrennt, so erhält das bei der Verseifung gebildete Salz der Oxysäure in der wäßrigen Phase des neugebildeten Zweiphasensystems praktisch keine im organischen Lösungsmittel und in Wasser löslichen Verunreinigungen. Andererseits enthält das Salz der Oxysäure bei dieser Verfahrensstufe in der wäßrigen Phase des Systems wasserlösliche Verunreinigungen, wenn man die organische Phase nicht vor der Verseifung abtrennt. Zwar kann man diese wasserlöslichen Verunreinigungen vom Lacton im Laufe der Reinigungsoperationen, die bei der Isolierung des Lactons angewendet werden, abtrennen, doch ist es viel zweckmäßiger, diese Verunreinigungen am Anfang zu entfernen. Sobald die Verseifung des Lactons vollständig ist, wird die organische von der wäßrigen Phase getrennt. Das Salz der Oxysäure wird dann durch Säurezugabe in das Lacton zurückverwandelt und dieses in bekannter Weise isoliert.
  • Im allgemeinen kann zur Einstellung der rohen wäßrigen Pantolactonlösung auf einen pH-Wert von 6,5 bis 6,8 jede wäßrige Base verwendet werden, z. B. Natronlauge, Kalilauge, Natriumcarbonat, Kaliumöarbonat oder Natriumbicarbonat. Vorzugsweise wird wäßriges Ammoniak verwendet: Gegebenenfalls kann jedoch an dieser Stelle des Verfahrens die vorherige Neutralisation fortgelassen werden.
  • Diese vorherige Neutralisation hat jedoch im Hinblick auf die Art der Vorrichtungen, die zur Durchführung des Verfahrens verwendet werden, eine gewisse Bedeutung. Wird z. B. das rohe Lacton zuerst neutralisiert, so läßt sich das Verfahren in einer Vorrichtung aus nichtrostendem -Stahl durchführen. Ist das Rohprodukt anfänglich nicht neutralisiert, so sollte man eine Vorrichtung, die mit Glas ausgekleidet ist, verwenden. Unterbleibt die vorherige Neutralisation, so muß eine ausreichende Menge an Alkali bei der nachfolgenden Verseifung verwendet werden, nicht nur um das Salz der Oxysäure zu bilden, sondern auch andere saure Bestandteile, die in der rohen Lactonlösung vorliegen, zu neutralisieren.
  • Jedes mit Wasser nicht mischbare organische Lösungsmittel, in dem das Pantolacton löslich ist, läßt sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwenden, z. B. Methylenchlorid, Äthylendichlorid, Isopropylacetat oder Benzol. Die zur Durchführung der Extraktion verwendete Menge an Lösungsmittel ist nicht von entscheidender Bedeutung, sie sollte jedoch ausreichen, mindestens das Pantolacton vollständig zu extrahieren. Im allgemeinen wird man mehrere Extraktionen vornehmen, wobei jedesmal etwa 1 Volumteil organisches Lösungsmittel für 3 bis 4 Volumteile wäßrige Pantolactonlösung verwendet wird.
  • Hierauf werden die organischen Extrakte miteinander vereinigt und eine Menge an wäßrigem Alkali, die mindestens ausreicht, um mit dem gesamten vorliegenden Pantolacton unter Bildung des wasserlöslichen Salzes der entsprechenden Oxysäure zu reagieren, der Lösung zugesetzt. Vorzugsweise wird ein geringer Überschuß an Alkali verwendet. Die Verseifung des Lactons zur Oxysäure verläuft exotherm und vollständig. Zwar kann man die Verseifung bei Raum- oder höherer Temperatur beginnen, jedoch verläuft sie vollständig sogar bei viel niedrigerer Temperatur, z. B. sogar bei 0°C. Vorzugsweise wird die Verseifung unterhalb der Raumtemperatur unter Anwendung äußerer Kühlung durchgeführt, um die Temperatur des Reaktionsgemisches bei etwa 10 bis 20°C zu halten.
  • Für diese Verseifung des Lactons zur Oxysäure kann jede Base, die ein wasserlösliches Salz bildet, verwendet werden. Besonders brauchbar sind Natronlauge, Kalilauge, Natriumcarbonat-, Kaliumcarbonatlösung und wäßriges Ammoniak. Von diesen Basen wird jedoch Natronlauge bevorzugt verwendet. Die Konzentration der zur Verseifung verwendeten wäßrigen Base ist nicht von entscheidender Bedeutung. Eine ausreichende Menge an Wasser sollte jedoch vorliegen oder, bei der Verseifung zugegeben werden, um das hierbei gebildete wasserlösliche Salz der Oxysäure völlig zu lösen. Unter den üblichen Bedingungen kann man die Verseifung unter Verwendung einer 5- bis 20gewichtsprozentigen wäßrigen Alkahlauge durchführen. Die Verwendung größerer oder geringerer Wassermengen bietet praktisch keinen Vorteil.
  • Nach der Verseifung kann man das Pantolacton in an sich bekannter Weise isolieren. So kann z. B. die wäßrige von der organischen Phase getrennt und die organische Phase, die Nebenprodukte der . Kondensation enthält, verworfen werden. Die wäßrige Phase, die das Salz der Oxysäure enthält, wird mit einer Säure, z. B. Salzsäure, angesäuert, um das Salz der Oxysänre in das Lacton zurückzuverwandeln. Im allgemeinen wird für diesen Zweck eine Säuremenge verwendet, die ausreicht, den pH-Wert der Lösung auf etwa 1,0 zu bringen. Hierauf wird die wäßrige Lösung, z. B. mit wäßrigem Ammoniak, auf einen pH-Wert von etwa 6,5 eingestellt und die wäßrige Lösung mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel extrahiert. Für diesen Zweck eignen sich z. B. Methylenchlorid, Athylendichlorid, Isopropylacetät oder Benzol. Die lactonhaltige organische und die.wäßnge Phase werden voneinander getrennt und die wäßrige Phase verworfen. Wasserlösliche Verunreinigungen, die noch bei der Verseifung und Lactonisierung vorhanden waren, werden hierbei entfernt. Die Lösung des Pantolactons im organischen Lösungsmittel kann hierauf gegebenenfalls mit geringen Mengen an wäßriger Bicarbonatlösung gewaschen werden, bis die Lösung neutral reagiert, worauf man sie über wasserfreiem Natriumsulfat trocknet. Das organische Lösungsmittel wird durch Verdampfen abgetrennt und es hinterbleibt das Pantolacton.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man ohne Destillation ein Pantolacton von außergewöhnlich heller Farbe. Bisher enthielt nicht destilliertes Pantolacton unerwünschte verfärbende Stoffe. Die Destillation des rohen Lactons im Vakuum war zur Erzielung eines farblosen Produktes bisher immer notwendig.
  • Dieses Pantolacton ist vollständig säurefrei und fällt in 96- bis 97°/jger Reinheit an. Seine Destillation liefert ein Produkt von 97- bis 98°/oiger Reinheit. Das Lacton besitzt vor dem erfindungsgemäßen Reinigungsverfahren im allgemeinen nur eine etwa 88°/jge Reinheit.
  • Die Leichtigkeit, mit der die erfindungsgemäße Verseifung des Rohlactons verläuft, ist überraschend. Es ist zwar bekannt, daß Pantolacton mit wäßrigem Alkali leicht verseifbar ist. Es konnte jedoch nicht vorhergesehen werden, daß es in Form seiner Lösung in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, also in einem Zweiphasensystem,ebenso schnell verseifbar ist. Man hätte vielmehr erwarten müssen, daß die Verseifung des Lactons unter diesen Bedingungen langsamer verläuft. Die Verseifungsreaktion ist jedoch viel stärker exotherm, als man hatte vorhersehen können. Die erstaunliche Leichtigkeit, mit der das Lacton geöffnet wird, geht aus der Tatsache hervor, daß das in einem organischen Lösungsmittel gelöste Lacton schon innerhalb von 20 Minuten bei 0°C vollständig verseift wird, obwohl nur ein 5°/,iger Überschuß an 5°/jger Alkalilauge verwendet wird. Bei Zimmertemperatur verläuft die Verseifung inner-halb von etwa 90 Sekunden quantitativ.
  • Im folgenden Beispiel soll das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert werden; falls nichts anderes bemerkt ist, bedeuten Teile Gewichtsteile. Beispiel Eine Lösung von rohem Pantolacton wurde hergestellt indem man Isobutyraldehyd mit Formaldehyd in wäßrig-alkoholischer Lösung und in Gegenwart von Natriumcyanid zum Cyanhydrin kondensierte. Die Lösung des Cyanhydrins wurde mit Salzsäure hydrolysiert und dann mit Ammoniak nahezu neutralisiert.
  • Das rohe Lacton wurde aus der Lösung wie folgt extrahiert: 825 Teile Methylenchlorid wurden zu etwa 2803 Teilen der Lösung gegeben und mit ihr verrührt. Die Methylenchloridlösung wurde hierauf von der wäßrigen Phase abgetrennt. Diese Maßnahme wurde dreimal wiederholt, wobei jedesmal 620 Teile Methylenchlorid verwendet wurden. Die wäßrige Reaktionsmischung wurde schließlich nochmals mit 613 Teilen Methylenchlorid extrahiert.
  • Die vereinigten Methylenchloridextrakte wurden unter Rühren mit 315 Teilen 50gewichtsprozentiger wäßriger Natronlauge und 738 Teilen Wasser langsam versetzt. Die Lösung wurde hierbei mit Hilfe eines Eisbades auf etwa 25 bis 32'C gehalten. Nach be-. endeter Zugabe wurde die Lösung weitere 30 Minuten gerührt und hierauf die Methylenchloridphase von der wäßrigen Phase abgetrennt.
  • Die wäßrig-alkalische Phase wurde mit etwa 432 Teilen 37°/jger Salzsäure auf einen pH-Wert von 1,0 gebracht und die Lösung auf einem Dampfbad etwa 90 Minuten erhitzt, dann auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit 27 Teilen wäßrigem Ammoniak auf einen p]3-Wert von 6,5 bis 6,8 eingestellt. Das Lacton wurde hierauf aus der wäßrigen Lösung mit jeweils 831 Teilen, zweimal je 620 Teilen, 612 Teilen und 428 Teilen Methylenchlorid extrahiert. Die wäßrige Lösung wurde dann mit 100 Teilen Natriumchlorid gesättigt und erneut mit 410 Teilen Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten Methylenchloridextrakte wurden über Natriumsulfat getrocknet.
  • Nach der Verdampfung des Methylenchlorids hinterblieben 386 Teile 97°/jges säurefreies a-Hydroxyß,ß-dimethyl-y-butyrolacton mit einer Lichtdurchlässigkeit von 90°/0, was als Anzeichen für eine hohe Reinheit gewertet werden kann. Diese Ergebnisse konnten in weiteren Versuchen leicht wiederholt werden.
  • Das erhaltene Produkt wurde destilliert, wobei 349 Teile 97,5°/@ges säurefreies Pantolacton vom Kp.S = 105°C mit 100°/jger Lichtdurchlässigkeit anfielen. Ein Vergleich der Analyse des nichtdestillierten mit dem destillierten Produkt zeigte, daß das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Produkt auch ohne Destillation bereits sehr rein war.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Reinigung vona-Hydroxy-ß,ß-dimethyl-y-butyrolacton, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung des rohen Lactons in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel mit mindestens so viel wäßrigem Alkali oder Ammoniak versetzt, daß das Lacton in das Alkali-oder Ammoniumsalz der entsprechenden Oxycarbonsäure übergeführt wird, worauf man die wäßrige von der organischen Schicht trennt und die wäßrige Schicht bei erhöhter Temperatur mit einer zur Überführung des oxycarbonsauren Salzes in das Lacton mindestens ausreichenden Menge einer starken Mineralsäure behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung des rohen Lactons zunächst mit dem wäßrigen Alkali oder Ammoniak auf einen pH-Wert von 6,5 bis 6,8 einstellt, anschließend das mit Wasser nicht mischbare organische Lösungsmittel zusetzt und die beiden sich bildenden Schichten voneinander trennt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Lösungsmittel Methylenchlorid verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Überführung des oxycarbonsauren Salzes in das Lacton konzentrierte Salzsäure verwendet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man ein durch Umsetzung von Isobutyraldehyd mit Formaldehyd erhaltenes Rohlacton reinigt.
DEN16148A 1958-01-29 1959-01-19 Verfahren zur Reinigung von ª‡-Hydroxy-ª‰, ª‰-dimethyl-ª†-butyrolacton Pending DE1121602B (de)

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