DE1121185B - Vorrichtung zur selbsttaetigen Anzeige von Betriebsstoerungen - Google Patents
Vorrichtung zur selbsttaetigen Anzeige von BetriebsstoerungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur selbsttätigen Anzeige von Betriebsstörungen.
Es ist bei elektrischen Anlagen bekannt, Vorrichtungen zur selbsttätigen Anzeige von Betriebsstörungen
vorzusehen, die bei eintretender Störung das Überwachungspersonal auf diese Störung aufmerksam
macht. Wenn irgendeiner der Stromkreise der Anlage von einer Störung befallen wird, so wird nicht
nur die entsprechende Schutzvorrichtung ein- und dieser Stromkreis ausgeschaltet, sondern ein optisches
und/oder akustisches Signal erzeugt. So kann z. B. eine Tafel bestimmter Farbe oder, besser, eine die
Stelle und die Art der Störung kennzeichnende Tafel beleuchtet werden. Es kann jedoch vorkommen, daß
die Störung nicht rasch genug beseitigt wird, so daß sie weitere Störungen verursacht, die ebenfalls in
gleicher Weise angezeigt werden. Es ist aber in einem solchen Fall nicht mehr möglich, die Reihenfolge der
Störungen zu ermitteln, was ihre Behebung erheblich schwieriger macht.
Ziel der Erfindung ist es, eine Anzeigevorrichtung zu schaffen, bei welcher jedem Stromkreis verschiedene
Signale zugeordnet werden, die die Feststellung, ob es sich um die ursprüngliche oder eine darauffolgende
Störung handelt, ermöglicht. Im gleichen Sinne können die Anzeigesignale so weit differenziert werden,
daß es möglich wird, festzustellen, ob es sich um die zweite, dritte oder eine weitere Störung handelt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt dies dadurch, daß jedem der ρ Stromkreise («+1) untereinander
umschaltbare, als Gedächtnis dienende Speicher zugeordnet sind, wobei die Speicher erster Ordnung
die anzeigende erste Störung, die Speicher zweiter Ordnung die anzeigende zweite Störung und
die Speicher n-ter Ordnung die anzeigende /i-te Störung
steuern, daß nur die Speicher erster Ordnung normalerweise eingeschaltet sind, daß bei Anzeige
einer Störung erster Ordnung alle übrigen Speicher erster Ordnung aus- und alle Speicher zweiter Ordnung
eingeschaltet werden usw. bis zur Einschaltung der Speicher («+l)-ter Ordnung, die alle Störungen
einer größeren Ordnung unterscheidungslos anzeigen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es
zeigt
Fig. 1 ein vereinfachtes Schema einer drei Informationsstromkreise
aufweisenden Anlage mit elektromagnetischen Relais zur Betätigung der Umsteuerung,
Fig. 2 ein ähnliches Schema, wobei jedoch kontaktlose statische Relais verwendet werden,
Fig. 3 eine Prinzipschaltung eines weiteren Ausführungsbeispieles und
Vorrichtung zur selbsttätigen Anzeige
von Betriebsstörungen
von Betriebsstörungen
Anmelder:
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie.,
Baden (Schweiz)
Baden (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
München 23, Dunantstr. 6
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 11. März (Nr. PV 821 056)
und 28. März 1960 (Nr. PV 822 629)
Marcel Touly, Boulogne, Seine (Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 4 und 5 je zwei Schaltungen mit Verzögerung.
Da die in Vorrichtungen zur Anzeige von Betriebsstörungen als Gedächtnis verwendeten Speicher bekannter
Bauart sind, werden sie nachstehend nicht besonders beschrieben. Sie können z. B. durch Sperrrelais
oder durch Kippschaltung, sogenannter Flip-Flop-Schaltungen,
mit oder ohne Transistoren gebildet werden. Der Einfachheit halber hat man in der
Zeichnung diese Speicher durch Vierecke dargestellt, deren Ein- und Ausgangsklemmen nur die Polarität
0 und + oder umgekehrt haben können.
Dem Stromkreis 1 der Anlage sind somit zwei Speicher zugeordnet. Der Speicher M11 ist erster und
der Speicher M12 zweiter Ordnung. Sie sind untereinander
über das Relais RC1 umschaltbar, und jeder von ihnen steuert ein besonderes Anzeigeelement L11
bzw. L12. Den Stromkreisen 2 und 3 sind in gleicher Weise Speicher M21, M29 bzw. M31, M32 und Anzeigeelemente
L21, L22 bzw. L31, L32 zugeordnet.
Diese Anlage funktioniert wie folgt: Wenn keine Störung vorhanden ist, so haben die Klemmen der
Speicher die in der Zeichnung angegebene Polarität, die Anzeigeelemente leuchten nicht, und die Relais
109 758/430
sind nicht erregt. Ihre Kontakte nehmen die dargestellten Stellungen ein, für welche die Speicher Mp1
ein- und die Speicher Mp3 ausgeschaltet sind.
Wenn jetzt im Stromkreis 1 eine Störung auftritt, so wird die entsprechende Schutzvorrichtung ausgelöst,
und sie erzeugt ein Signal positiver Spannung, das über das Relais RC1 und die Eingangsdiode D11
des Speichers Af11 ein Umkippen dieses Speichers
verursacht. Die Polarität seiner Ein- und Ausgangsklemmen wird umgekehrt. Sie kann nicht mehr automatisch
ihren ursprünglichen Zustand wieder einnehmen. Die Eingangsklemme des Speichers Ai11 hat
jetzt eine positive Polarität, so daß das Anzeigeelement L11 leuchten kann. Die Diode D11 sperrt den
Weg zwischen dem Speicher Af11 und dem Stromkreis,
so daß kein Strom vom ersten in den letzteren fließen kann. Gleichzeitig mit dem Beleuchten des
Anzeigeelementes L11 verursacht das Umkippen des
SpCiChCrSM11 eine Erregung der Relais RC2 und
RC3. Dadurch werden die Speicher M22 und M32 eingeschaltet.
Wenn jetzt z. B. im Stromkreis 3 eine Störung auftritt, so gelangt das Signal der Schutzvorrichtung
in den Speicher M32, und das Anzeigeelement L32
und nicht das Anzeigeelement L31 wird beleuchtet.
Die Gruppen von DiOdCnD11, D12 und D13 dienen
lediglich zur Isolierung, sie gewährleisten die Unabhängigkeit der Steuerstromkreise der Relais RCt.
Aus dem Vorstehenden geht klar hervor, daß eine auf einem der Anzeigeelemente L11 angezeigte Störung
sich deutlich von einer nachfolgenden Störung unterscheidet, da letztere nur auf einem Anzeigeelement
L12 erscheinen kann. Die Anordnung der Anzeigeelemente,
ihre Farbe oder andere Kennzeichnungen werden derart gewählt, daß das Ablesen fehlerfrei und leicht erfolgen kann.
Dieses System kann sehr leicht zur Anzeige einer Störung n-ter Ordnung verallgemeinert werden. Um
eine besondere Kennzeichnung der zweiten Störung zu erhalten, würde es genügen, in Stromrichtung gesehen,
vor den Dioden der Gruppe D12 weitere Relais,
wie AC1, vorzusehen, die eine Umschaltung zwischen
den Speichern M12 und weitere Speicher M13
ermöglichen wurden. Das Umkippen der Speicher M12 würde dann, wie vorstehend erläutert, zur Steuerung
der Relais der anderen Stromkreise und zur Einschaltung der Speicher M18 dienen. Wenn die Anlage
ρ Stromkreise aufweist (p mindestens gleich ri),
so kann man die Reihenfolge der η ersten Störungen mit p(n+l) Speichern und pn Relais verwirklichen.
Elektromagnetische Relais können nur in Anlagen verwendet werden, in welchem der Zeitintervall zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Störungen größer ist als die Zeitkonstante der Relais. Wenn, wie es
praktisch immer der Fall ist, die Störungen sehr rasch aufeinanderfolgen, so müssen kontaktlose statische
Relais verwendet werden, deren Wirkungsweise praktisch augenblicklich ist.
In Fig. 2 ist eine Anlage mit solchen Relais schematisch dargestellt. Sämtliche Speicher sind hier mit
Transistoren versehen. Sie weisen eine Eingangsklemme E, eine Ausgangsklemme S und eine dritte
Klemme .4 auf, welch letztere auf der Eingangsseite vorgesehen ist und zur Speisung des Anzeigeelementes,
gegebenenfalls über eine Verstärkungsstufe, dient.
Damit die ganze Anlage zur Zufriedenheit funktioniert, muß der Widerstand des Eingangsstromkreises
des Speichers (Klemme E) in bezug auf den Widerstand 7? hoch sein. Letzterer soll in bezug auf die
Widerstände der Ausgangsstromkreise (Klemme.?) und der Steuerung des Anzeigeelementes (Klemme ä)
selbst hoch sein. Diese Widerstände können z. B. im Verhältnis 100, 10, 1, 1 sein.
Die Umschaltrelais sind hier durch Kombinationen von Widerständen und von Dioden ersetzt, die über
Ableitungen mit kleinerem Widerstand ein augenblickliches Kurzschließen der Eingänge der Speicher,
ίο deren Ausschaltung gewünscht wird, ermöglichen.
Die dargestellte Anlage funktioniert wie folgt:
Die Polarität der verschiedenen Speicher ist wie in der Zeichnung angegeben. Man nimmt an, daß die
erste Störung im Stromkreis 1 erfolgt. Das Signal positiver Spannung von der Schutzvorrichtung gelangt
über die Diode D11 und den es abschwächenden
Widerstand A11 in den Speicher M11. Da die volle
positive Spannung der Klemmen S21 und S31 an den
Kathoden der Dioden D121 und D131 angelangt ist, so
ao bleiben letztere blockiert. Das Signal gelangt ohne weitere Abschwächung in den Speicher M11 und verursacht
dessen Umkippen. Die Polarität der Klemmen E11, A11, S11 wird umgekehrt, so daß das Anzeigeelement
L11 beleuchtet wird, während über die Dioden
as D121, D131, D211 und D311 die Speicher M12 ausgeschaltet
werden. Ein Teil des ursprünglichen Signals wandert über die stromaufwärts von der Diode D11
vorhandene Ableitung in Richtung des Speichers M12.
Nachdem aber dieses Teilsignal über die Widerstände der Gruppe A12 gelangt ist, ist es selber gänzlich
über die Stromkreise der Klemmen abgeleitet, die in diesem Augenblick noch die Polarität 0 haben, so
daß das Teilsignal, das über Stromkreise von niedrigem Widerstand fließt, den Speicher M12 nie erreichen
kann.
Wenn eine zweite Störung, z. B. im Stromkreis 3, auftaucht, so teilt sich das Signal in gleicher Weise
stromaufwärts von der Diode D31. Ein Teil des Signals
gelangt durch die Diode und den Widerstand A81, wird aber von der jetzt freigegebenen Diode D311
in den Stromkreis S11 von niedrigem Widerstand, in
welchen es wegen des Durchgangs durch den Widerstand U31 nur sehr geschwächt gelangt, gesteuert.
Dieses Teilsignal kann somit die Speicher M31 und
M11 nicht mehr beeinflussen. Der übrige TeU des
Signals teilt sich selber in drei Teile, von denen der eine, der nicht mehr in den jetzt blockierten Stromkreis
A11 fließen kann, den Speicher M32 erreicht, der
dadurch umgekippt wird. Das Anzeigeelement L32
wird beleuchtet und alle Speicher M12 ausgeschaltet
usw.
Damit die beschriebene Anlage richtig funktioniert, muß die Reihenfolge der von den Schutzvorrichtungen
erzeugten Signale der Reihenfolge der Störungen genau entsprechen. Dies ist meistens, jedoch nicht
immer der Fall, und zwar besonders dann nicht, wenn diese Signale rasch aufeinanderfolgen. Sie sind
gewöhnlich von Relais der Schutzvorrichtungen erzeugt, die verschiedene Verzögerungen haben können,
Co so daß die Reihenfolge der Störungen unter Umständen
falsch angezeigt werden könnte. Dies läßt sich jedoch mit der Anordnung gemäß Fig. 3 beseitigen.
Die als Signalgeneratoren dienenden Relais RP1, RP2, RP3 der Schutzvorrichtungen sind jedes an
einem einstellbaren Verzögerungskreis RA1, RA2,
RA3 angeschlossen. Wenn man die Eigenverzögerungen der Relais mit rv r2, r3 und die Verzögerungen
der Kreise RA1 mit T1, r2 und r3' bezeichnet, so sieht
man, daß letztere derart eingestellt werden müssen, daß
rx + T1 = λ, + r2' = rs + λ3' = /:.
Ist diese Bedingung erfüllt, so ist eine Umkehrung der richtigen Reihenfolge der Anzeige der Störungen
unmöglich.
Als Verzögerungskreis kann z. B. die klassische, in Fig. 4 dargestellte Schaltung mit einem einstellbaren
Widerstand R und einer einstellbaren Kapazität C verwendet werden.
In Fig. 5 ist eine Variante dargestellt, bei welcher der Verzögerungskreis durch eine Kippschaltung mit
Transistoren gebildet ist. Wenn die Kontakte des Relais RP schließen, so gelangt ein kurzer Impuls in
den Stromkreis R1, C1, dessen Zeitkonstante kleiner
als diejenigen der eigentlichen Kippschaltung sein muß. Letztere überträgt den Impuls mit einer Verzögerung,
die eine Funktion des Wertes des Widerstandes R3 ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Anzeige von Betriebsstörungen, dadurch gekennzeichnet, daß
jedem der ρ Stromkreise (n + 1) untereinander umschaltbare, als Gedächtnis dienende Speicher
zugeordnet sind, wobei die Speicher erster Ordnung die anzeigende erste Störung, die Speicher
zweiter Ordnung die anzeigende zweite Störung und die Speicher n-ter Ordnung die anzeigende
«-te Störung steuern, daß nur die Speicher erster Ordnung normalerweise eingeschaltet sind, daß
bei Anzeige einer Störung erster Ordnung alle übrigen Speicher erster Ordnung aus- und alle
Speicher zweiter Ordnung eingeschaltet werden usw. bis zur Einschaltung der Speicher (n + l)-ter
Ordnung, die alle Störungen einer größeren Ordnung unterscheidungslos anzeigen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Speichern elektromagnetische
Relais vorgesehen sind, die durch den Polaritätswechsel des das Störungssignal erhaltenden
Speichers gesteuert werden, welche Relais zur Ein- und Ausschaltung der Speicher
dienen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten der Speicher
über statische Relais mit augenblicklicher Wirkung erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als statische Relais Kombinationen
von Widerständen und von Dioden vorgesehen sind, derart, daß bei Polaritätswechsel in
einem Speicher dieser Wechsel zum Kurzschließen der Eingänge der übrigen Speicher gleicher
Ordnung über Derivationen von niedrigem Widerstand und zum Einschalten der Speicher
nächster Ordnung verwendet wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Stromkreis ein einstellbarer Verzögerungsstromkreis vorgesehen ist zum Zwecke der Eigenverzögerung des das Störsignal
erzeugenden Relais eine einstellbare Verzögerung zuzuaddieren, derart, daß in jedem
Stromkreis die Totalverzögerung gleich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 758/430 12.
Applications Claiming Priority (2)
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1266863B (de) * | 1963-05-14 | 1968-04-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Einrichtung zur zentralen UEberwachung und chronologischen Registrierung mehrerer ineinem ausgedehnten Energieversorgungsnetz raeumlich und zeitlich getrennt ablaufender Schaltereignisse |
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- 1961-03-08 LU LU39863D patent/LU39863A1/xx unknown
- 1961-03-09 BE BE601159A patent/BE601159A/fr unknown
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