DE1043479B - Elektrisches Relaisschutzsystem - Google Patents
Elektrisches RelaisschutzsystemInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Relaisschutzsystem, bei dem eine Phasenvergleichsstufe
zur Steuerung der Relaisschaltungen benutzt wird.
Gemäß der Erfindung ist ein Relaisschutzsystem, bei welchem die Relaistätigkeit durch den Ausgang
einer Phasenvergleichsstufe gesteuert wird, die einen Phasenvergleich zwischen zwei von dem geschützten
Stromkreis herrührenden wechselnden Eingangssignalen durchführt, in der Weise ausgebildet, daß
die Phasenvergleichsstufe zwei Schalter in Form von Einrichtungen mit veränderlicher Impedanz und zwei
zusätzliche Einrichtungen zum Nachweis der Koinzidenz ebenfalls in, Form von Einrichtungen mit variabler
Impedanz aufweist, von denen jede auf den Zustand beider Schalter anspricht, so daß die eine Einrichtung
eine besondere von vier möglichen Kombinationen der Schalterstellungen »offen« und »geschlossen«
nachweist und die andere die dazu inverse Kombination, wobei jeder Schalter durch ein anderes
der erwähnten sich ändernden Eingangssignale gesteuert wird gemäß der Polarität des Signals und
wobei die die Relaistätigkeit steuernde Ausgangsgröße der Phasenvergleichsstufe eine Komponente
enthält, welche von jedem Koinzidenzdetektor geliefert wird, und eine zur Dauer der entsprechenden
Koinzidenz pro Periode entsprechende Dauer hat und die Relaistätigkeit von der Größe der Summe dieser
beiden Komponenten abhängt. Die vier möglichen Kombinationen der beiden mit A bzw. B bezeichneten
Schalter sind:
1. A offen, B geschlossen;
2. hoffen, B offen;
3. A geschlossen; B geschlossen;
4. A geschlossen, B offen.
Unter inverser Kombination wird die Kombination verstanden, bei welcher die beiden Schalter den entgegengesetzten
Zustand aufweisen, d. h. für eine Kombination: offen — geschlossen, lautet die inverse
Kombination: geschlossen — offen. Eine Einrichtung, die die vorstehend vorgeschlagenen Merkmale der Erfindung
enthält, findet insbesondere dort Anwendung, wo Gleichstromkomponenten auftreten.
Es ist klar, daß eine Einrichtung mit veränderlicher Impedanz, unter welcher hier eine Einrichtung verstanden
wird, deren Impedanz durch ein elektrisches Steuersignal gesteuert werden kann, als Koinzidenzdetektor
benutzt werden kann, um das gleichzeitige Auftreten zweier Signale anzuzeigen, von denen das
eine unmittelbar dazu angewendet wird, einen Stromfluß durch die Einrichtung zu schicken und das andere
zur Steuerung der Impedanz. Ein einfacher elektrischer Schalter z. B. führt nur dann Strom, wenn
ein Stromkreis, in welchen er eingeschaltet ist, eine
Elektrisches Relaisschutzsystem
Anmelder:
The English Electric Company Limited,
London
London
Vertreter: Dipl.-Ing. C. Wallach, Patentanwalt,
München 2, Kauftngerstr. 8
München 2, Kauftngerstr. 8
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom. 23. Januar 1957
Großbritannien vom. 23. Januar 1957
John Willis, Luton, Bedfordshire (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
EMK enthält und wenn der Schalter geschlossen ist. Ein Stromfluß zeigt an, daß diese beiden Bedingungen
ausreichend sind. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung sind jedoch die Einrichtungen
mit veränderlicher Impedanz als Transistoren ausgebildet, obgleich selbstverständlich auch andere
geeignete elektronische und magnetische Einrichtungen in den Rahmen der Erfindung fallen.
Andere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf die besondere Anordnung der in der Phasenvergleichsstufe
benutzten Schaltung und auf die besondere Form und Schaltung der veränderlichen Impedanzen.
Diese Merkmale werden in der folgenden Beschreibung
der Erfindung erläutert.
Ein Relaissystem der in Rede stehenden Art erfordert einen Phasenvergleich zwischen zwei Signalen
der Form V und /Z-—V, wobei V die Spannung der
zu schützenden Leitung und / den Strom in dieser Leitung bedeuten. Zur Vereinfachung wird ein Einphasensystem betrachtet. Z ist eine Konstante und
hat den Charakter einer Impedanz. Das Betriebskriterium des Relaissystems kann darin liegen, daß
die Phasendifferenz zwischen den beiden Signalen 90° übersteigt. Um diese Phasendifferenz zu messen, ist
es zweckmäßig, den Zeitabschnitt einer vollständigen Periode zu messen, in welchem die Signale einander
entgegengesetzte Vorzeichen haben. Wenn die Signale in Phase sind, wird dieser Zeitabschnitt Null,
wenn sie in Gegenphase liegen, wird er gleich der Einheit 2 π, und wenn sie um 90° phasenverschoben
sind, beträgt der Zeitabschnitt % Periode. Das Betriebskriterium des Relaissystems wird deshalb auf
i809 67W288
die Messung einer Polaritätskombination zwischen den beiden Signalen zurückgeführt.
Der Wert dieser Polaritätskombinationsmessung als Anzeige des P'hasenwinkels wird dadurch beschränkt,
daß die beiden Signale in einfacher periodischer Form
vorliegen müssen. Unter den Störungsursachen, welche gewöhnlich die Relaistätigkeit beeinflussen,
finden sich Einflüsse von Gleichstromkomponenten. Beim Betrieb einer Phasenvergleichsstufe, die auf die
kombinierten Wirkungen zweier Geräte zum Nachweis der Polaritätskoinzidenz anspricht, hat eine
Gleichstromkomponente eine geringe Wirkung auf die Genauigkeit der Messung, wenn sie nicht sehr
groß ist. Vorübergehende Gleichstromkomponenten, die in der Praxis nur bei einem der beiden Signale
auftreten, haben nur eine zweitrangige Wirkung auf die Genauigkeit der Messung. Es ist wichtig, festzustellen,
daß diese Kompensation der Gleichstromkomponenten nur dann erreicht werden kann, wenn
die Komponenten zweier Zeitabschnitte der vollständigen Periode addiert werden. Vier Polaritätskombinationen
treten während einer vollständigen Periode auf. Diese sind: plus—minus, plus—plus, minus—
minus, minus—plus. Die Gleichstromkomponente wird eine der Plus-minus- bzw. Minus-plus-Komponenten
vergrößern und die andere um einen gleichen Betrag verkleinern. Durch Erzeugung zweier Signale,
deren Stärke proportional zu den beiden getrennten Zeitabschnitten einer vollständigen Periode ist, während
welcher die beiden Eingangssignale entgegengesetzte P'olarität haben, und durch Summierung
dieser Signale werden die Gleichstromkomponenten im wesentlichen beseitigt. Die Stärke des resultierenden
Signals ist ein Maß für die erforderliche Phasendifferenz.
An Stelle eines Vergleichs zwischen dem Zeitabschnitt, in dem die beiden Eingangssignale entgegengesetzte
Vorzeichen haben, und einer vollständigen Wechselperiode ist es selbstverständlich möglich,
die Periode mit dem Zeitabschnitt zu vergleichen, in welchem die Polaritäten der Signale gleich sind. 90°
übersteigende Phasendifferenzen entsprechen dann der Bedingung, daß der maßgebliche Zeitabschnitt
kleiner ist als V2. Periode. Es ist deshalb eine Frage
der Zweckmäßigkeit, ob man Polaritätskoinzidenzen zwischen gleicher oder entgegengesetzter Polarität
nachweist. Außerdem ist es, da eines der Eingangssignale auf einfachste Weise in ein Signal mit Gegenphase
gedreht werden kann, ebenfalls eine Frage der Zweckmäßigkeit, ob die Arbeitsbedingung des Relais
der Koinzidenz entspricht, die einen vorbestimmten Zeitabschnitt während der Periode überschreitet oder
unter ihm liegt. Wenn Gleichstromkomponenten vernachlässigt werden können, ermöglicht es die Symmetrie
der Einrichtung, die Koinzidenz einer einzelnen P'olaritätskombination zu benutzen, bei der z. B. ein
erstes Signal positiv und ein zweites Signal negativ ist. Dieses wird an Hand der folgenden Beschreibung
und der Zeichnung erläutert.
Es ist bekannt, eine duale Vergleichsschaltung zur Kompensation von Gleichstromkomponenten anzuwenden.
Eine solche Schaltung wurde von Adams ο η und Wedepohl in der Veröffentlichung der
»Institution of Electrical Engineers« (London^ England) in einer Ausgabe vom Oktober 1956 vorgeschlagen
(Vol. 103, Teil A). Die Veröffentlichung bezieht sich auf ein Distanzrelais nach Art einer dualen
Leitwertvergleichsschaltung mit Transistoren. Der Zweck der dualen Vergleichsschaltung ist es, das
Relais frei von Gleichstromkomponenten zu halten, welche vorübergehend bei dieser besonderen Anwendung
auftreten. Die duale Vergleichsschaltung benutzt zwei getrennte Vergleichsstromkreise. Einer von diesen
erzeugt ein Signal mit einem zeitlichen Mittelwert, der porportional zu dem Zeitabschnitt einer
vollständigen Wechselperiode ist, während welcher zwei Eingangssignale eine bestimmte Polaritätskombination
haben. Der andere Stromkreis erzeugt ein Signal mit einem zeitlichen Mittelwert, der proportional
zu dem Zeitabschnitt einer Periode ist, während welcher die beiden Eingangssignale eine inverse
Polaritätskombination aufweisen. Diese Ausgangssignale werden durch geeignete elektronische Schaltungen
summiert, um ein resultierendes Signal zu erzeugen, welches im wesentlichen unbeeinflußt von
Gleichstromkomponenten in einem der beiden Eingangssignale bleibt.
Die Erfindung sieht eine Phasenvergleichsstufe insbesondere zur Erzeugung eines resultierenden
Ausgangssignals vor, welches frei von Gleichstromkomponenten ist, ohne daß eine duale Vergleichsschaltung
erforderlich wäre. Die technischen Vorteile, welche durch die Benutzung der Erfindung im
Vergleich zu der bekannten Dualschaltung erreicht werden, liegen darin, daß
a) der elektronische Schaltungsteil weniger verwickelt und deshalb billiger, zuverlässiger und
einfacher zu unterhalten ist,
b) der zur Kombination der beiden Ausgangssignale zur Bildung eines resultierenden Aus^-
gangssignals erforderliche Stromkreis wegfällt und
c) jedes Eingangssignal unmittelbar nur eine einzige Steuereinrichtung beeinflußt, während
dieses bei der dualen Vergleichsschaltung zwei Steuergeräte beeinflußt. Dadurch werden Fehler,
die bei der zuletzt genannten Einrichtung durch ungenaue Vorspannung und unabgeglichene
Charakteristiken dieser Einrichtungen eintreten können, ausgeschaltet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele und aus der Zeichnung. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 eine schematische Anordnung eines Relaisschutzes
mit einer Phasenvergleichsstufe, aber ohne Einrichtungen zur Kompensation von Gleichstromkomponenten,
Fig. 2 eine Transistorschaltung einer Phasenvergleichsstufe mit einer Einrichtung zur Kompensation
von Gleichstromkomponenten.
In Fig. 1 ist eine Einphasenstarkstromleitung 10 dargestellt, die durch eine Relaisanordnung geschützt
werden soll. Diese weist eine Signalvereinigungsstufe 11, eine Phasenvergleichsstufe 12, eine Integrations-
und Pegelnachweisstufe 13 und eine Leistungsendstufe 14 auf. Das Relaisschaltungssystem spricht
auf Eingangssignale an, die von einem Spannungswandler 15 und einem Stromwandler 16 geliefert
werden, die beide durch die Starkstromleitung 10 gespeist werden. Das Relaissystem dient dazu, eine
Störung in der Leitung aufzudecken und beim Auftreten derartiger Bedingungen einen in der Leitung
liegenden Schalter 17 auszulösen. Die Arbeitscharakteristik des Relais wird durch Phasenvergleich zwischen
zwei Größen von der Form V bzw. /Z—V gesteuert,
wobei V die Spannung der Leitung 10 und I der Strom in dieser Leitung ist, während Z ein Parameter
ist, der den Charakter einer Impedanz hat. Eine Relaisschaltung ist erforderlich, wenn die Pha-
sendifferenz zwischen diesen beiden Größen 90° überschreitet.
Die Aufgabe der Signal Vereinigungsstufe 11 ist es, elektrische Signale zu erzeugen, welche Abbilder dieser
beiden Größen sind. Die Stufe 11 spricht auf die durch die Wandler 15 und 16 gelieferten Ausgangsgrößen
an. Die Ausbildung der Einrichtung 11 kann verschieden sein und ist dem Fachmann geläufig.
Die Aufgabe der Phasenvergleichsstufe 12 ist es, die Eingangssignale, die im allgemeinen die Form V
und IZ—V haben und als Eingang von der Stufe 11
zugeführt werden, zu vergleichen. Nach der vorstehenden Beschreibung ist es klar, daß bei Vernachlässigung
von Gleichstromkomponenten der notwendige Phasenvergleich durchgeführt werden kann, indem
man den Zeitabschnitt einer Periode mißt, während welcher z. B. einer der Stromkreise V und IZ—V
positiv und der andere negativ ist.
In der Phasenvergleichsstufe 12 steuern die Polaritäten der beiden Größen die Schaltstellung von zwei
Schaltern 12a und 12 b. Diese beiden Schalter werden elektromagnetisch betätigt und weisen Erregerspulen
auf, die jeweils durch die beiden Ausgangssignale der Stufe 11 erregt werden. Die Schalter sind so angeordnet,
daß, wenn ein Strom in Richtung der nahe der Schalter angegebenen Pfeile fließt, die Schalter geöffnet
sind. Daher ist, wenn die beiden Größen gleichzeitig positiv sind und ihre Richtung in Richtung der
angegebenen Pfeilspitzen liegt, der Schalter 12 α offen und der -Schalter 12 b geschlossen. Es gibt nur eine
P'olaritätskombination zwischen den beiden Eingangsgrößen, welche einer Stellung entspricht, in welcher
beide Schalter geschlossen sind. Diese Kombination ist dann gegeben, wenn die Größe V positiv und die
Größe IZ—V negativ ist. Die Vergleichsstufe 12 umfaßt
Mittel zum Nachweisen dieser angegebenen Betriebsbedingung, in der beide Schalter gleichzeitig
geschlossen sind.
Mit den Kontakten eines jeden der Schalter 12a und 12 b liegt unmittelbar ein Widerstand 12 c bzw.
12 d in Reihe. Die beiden auf diese Weise gebildeten Reihenschaltungen sind parallel geschaltet und werden
durch eine Batterie 18 gespeist. Auf diese Weise entsteht, sobald ein Schalter geschlossen wird, über
dem betreffenden, mit diesem Schalter in Reihe liegenden Widerstand ein Spannungsabfall. Ein elektromagnetischer
Schalter 12 e dient zum Nachweis des gleichzeitigen Auftretens eines Spannungsabfalles
über beiden Widerständen 12 c bzw. 12 d. Zu diesem Zweck ist die Arbeitswicklung des Schalters 12 e
parallel zu dem Widerstand 12 c geschaltet, und die Anordnung ist so getroffen, daß nur, wenn diese Spule
Strom führt, der Schalter 12 e geschlossen wird. Die Kontakte des Schalters 12 e liegen in Reihe mit einem
Widerstand 12 /, und diese Reihenschaltung liegt parallel zu einem Widerstand 12d. Auf diese Weise
wird erreicht, daß im Betrieb nur dann der Widerstand 12/ Strom führt, wenn die beiden Widerstände
12 c und 12 d an Spannung liegen. Der Spannungsabfall
über diesen Widerstand 12 f bildet das Ausgangssignal der Vergleichsstufe; das Auftreten dieses
Signals zeigt an, daß beide Schalter 12a und 12 & geschlossen sind, was wiederum anzeigt, daß die Größe V
positiv und die Größe IZ—V negativ ist.
Die Amplitude des Ausgangssignals der Phasenvergleichsstufe 12 wird durch die EMK der Batterie
18 bestimmt. Demgemäß ist die Dauer des von der Vergleichsstufe 12 gelieferten Signals ein direktes
Maß der Zeitdauer, während welcher V positiv und IZ—V negativ ist. Diese bestimmte Kombination der
Polaritäten tritt einmal in jeder Periode auf, und das Arbeitskriterium des Relais liegt darin, daß die Dauer
dieser erwähnten besonderen Polaritätskoinzidenz eine Viertelperiode überschreitet. Die Relaistätigkeit
hängt deshalb von dem mittleren Wert des Ausgangssignals, das von der Phasenvergleichsstufe geliefert
wird, ab. Zum Messen dieses mittleren Ausgangssignals und zum Vergleichen desselben mit einer Bezugsgröße
kann jede geeignete Einrichtung benutzt ίο werden, um die Arbeitstätigkeit des Relais zu steuern.
Zur Ermöglichung einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit ist eine zweckmäßige Steuereinrichtung in Form
einer vorgespannten Integrationsstufe und einer Pegelanzeigestufe 13 ausgebildet, wobei ein Signal in diesem
System zu- oder abnimmt entsprechend der mittleren Amplitude des Ausgangssignals der Vergleichsstufe 12 und das Relais anspricht, wenn ein vorbestimmter
Pegel erreicht wird. Auf diese Weise kann die Integrations- und Pegelanzeigestufe 13 veranlaßt
ao werden, ein Ausgangssignal zu erzeugen, wenn die Relaistätigkeit erforderlich ist.
Normalerweise werden nur kleine elektrische Leistungen in der Stufe 11 der Vergleichsstufe 12 und
in der Integrations- und Pegelanzeigestufe 13 umgesetzt. In der Praxis ist es deshalb gewöhnlich notwendig,
eine Leistungsendstufe 14 vorzusehen, welche in Form eines Verstärkers gestaltet sein kann und
eine ausreichende Leistung erzeugt, um den Leistungsschalter 17 zu betätigen, wenn dies notwendig ist.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform öffnet und schließt jeder der Schalter 12 a und 12&
in jeder Periode einmal. Das bedeutet, daß die Schalter 12a und 12 & mit einer Frequenz in der Größenordnung
von 50 Hz arbeiten müssen. Der Schalter 12 e muß ebenfalls mit dieser Frequenz schalten. Es ist
deshalb natürlich wünschenswert, daß die Schalter in Form von Einrichtungen mit variabler Impedanz,
z. B. als Glühkathodenröhren, Transistoren, Transduktoren od. dgl., ausgebildet sind. Deshalb ist in
Fig. 2 eine Abänderung der Vergleichsstufe der Fig. 1 dargestellt, bei welcher die Schalter als Transistoren
ausgebildet sind.
Die in Fig. 2 dargestellte Vergleichsstufe entspricht im wesentlichen jener der Fig. 1 mit der Ausnahme,
daß sie eine zusätzliche Schalteinrichtung enthält, welche zur Kompensation der Gleichstromkomponenten
dient. Bevor die Schaltung der Fig. 2 im einzelnen beschrieben wird, wird die zur Kompensation der
Gleichstromkomponenten notwendige Änderung der in Fig. 1 dargestellten Vergleichsstufe beschrieben.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 muß man sich einen zweiten elektromagnetisch betätigten Schalter vorstellen,
der zwischen den Verbindungspunkten von Schalter 12 a mit Widerstand 12 c und Schalter 12:e
und mit Widerstand 12 f liegt. Man muß sich außerdem vorstellen, daß die diesen Schalter betätigende
Spule parallel zu dem Widerstand 12 d liegt. Die Betriebsweise dieses Schalters kann als analog zu jener
des Schalters 12 e angesehen werden. In diesem Falle wird, wenn der Widerstand 12 d an Spannung liegt,
der Schalter geschlossen und, vorausgesetzt daß der Schalter 12 a zur gleichen Zeit geschlossen ist, der
Widerstand 12 / an Spannung gelegt. Die hieraus resultierende Wirkung besteht, wenn sie in Kombination
mit der Wirkung des Schalters 12 e betrachtet wird, darin, daß der Widerstand 12 f ein Ausgangssignal
erzeugt, sowohl wenn V positiv und IZ—V
negativ als auch wenn V negativ und IZ—V positiv
ist. Das Ausgangssignal in der Phasenvergleichsstufe ist deshalb ein Maß des Zeitabschnitts einer vollstän-
Claims (3)
1. Elektrisches Relaisschutzsystem, bei welchem die Relaistätigkeit durch den Ausgang einer
Phasenvergleichsstufe gesteuert wird, die einen Phasenvergleich zwischen zwei von dem geschützten
Stromkreis herrührenden wechselnden Eingangssignalen durchführt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Phasenvergleichsstufe zwei Schalter in Form von Einrichtungen mit veränderlicher Impedanz
und zwei zusätzliche Einrichtungen zum Nachweis der Koinzidenz ebenfalls in Form von
Einrichtungen mit variabler Impedanz aufweist, von denen jede auf den Zustand beider Schalter
anspricht, so daß die eine Einrichtung eine besondere von vier möglichen Kombinationen der
Schalterstellungen »offen« und »geschlossen« nachweist und die andere die dazu inverse Kombination,
wobei jeder Schalter durch ein anderes der erwähnten sich ändernden Eingangssignale gesteuert
wird gemäß der Polarität des Signals und wobei die die Relaistätigkeit steuernde Ausgangsgröße
der Phasenvergleichsstufe eine Komponente enthält, welche von jedem Koinzidenzdetektor geliefert
wird, und eine zur Dauer der entsprechenden Koinzidenz pro Periode entsprechende Dauer
hat und die Relaistätigkeit von der Größe der Summe dieser beiden Komponenten abhängt.
2. Elektrisches Relaisschutzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Belastungswiderstand
aufweist, welcher derart geschaltet ist, daß er voll erregt wird, wenn der Kollektor-Emitter-Stromkreis
von einem der beiden Transistoren leitend ist, und daß diese Transistoren die erwähnten zusätzlichen Einrichtungen zum
Nachweis der Koinzidenz bilden und daß der Leitzustand eines jeden dieser beiden Transistoren
durch eine kombinierte Wirkung zweier anderer die erwähnten Schalter bildenden Transistoren gesteuert
wird, welche von einer konstanten Spannungsquelle erregt und durch die wechselnden
Eingangssignale gesteuert werden, wobei der eine der letzterwähnten Transistoren die Steuerung des
Basispotentials des ersten der ersterwähnten Transistoren und des Emitterpotentials des zweiten der
ersterwähnten Transistoren bewirkt und wobei der zweite der letzterwähnten Transistoren eine Steae-
rung des Emitterpotentials des ersten Transistors und des Basispotentials des zweiten Transistors
der ersterwähnten Transistoren bewirkt.
3. Elektrisches Relaisschutzsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenvergleichsstufe
ein symmetrisches Schaltungsbild aufweist, von dem jede Hälfte eine Kombination von drei in Reihe liegenden durch eine konstante
Gleichspannungsquelle erregten Widerständen und zwei Transistoren in p-n-p-Verbindung enthält,
von denen einer mit seiner Emitterelektrode an dem positiven Potential der Reihenwiderstandskombination
und mit seiner Kollektorelektrode an der gemeinsamen Verbindung der beiden Widerstände
an diesem Ende der Kombination angeschlossen ist und von denen der andere Transistor
mit seiner Basiselektrode an diese gemeinsame Verbindung und mit seiner Emitterelektrode an
der gemeinsamen Verbindung der beiden Widerstände am anderen Ende der entsprechenden
Widerstandskombination in der anderen Hälfte des symmetrischen Schaltungsbildes angeschlossen
ist, und seine Kollektorelektrode gemeinsam mit der Kollektorelektrode des entsprechenden Transistors
auf der anderen Hälfte des symmetrischen Schaltungsbildes an den erwähnten Lastwiderstand
angeschlossen ist, wobei Wechselstromsignale, welche einen Phasenvergleich erfordern, dem
Basis-Emitter-Stromkreis der Transistoren zugeführt werden, die mit ihren Emitterelektroden an
dem positiven Potential der Widerstandskombination angeschlossen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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