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DE1120725B - Tonabnehmer zur Abtastung von Stereo-Schallplatten - Google Patents

Tonabnehmer zur Abtastung von Stereo-Schallplatten

Info

Publication number
DE1120725B
DE1120725B DER24946A DER0024946A DE1120725B DE 1120725 B DE1120725 B DE 1120725B DE R24946 A DER24946 A DE R24946A DE R0024946 A DER0024946 A DE R0024946A DE 1120725 B DE1120725 B DE 1120725B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling piece
transducer
transducer elements
crystal
pickup
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER24946A
Other languages
English (en)
Inventor
John Allen Tourtellot
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RCA Corp
Original Assignee
RCA Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US717859A external-priority patent/US3309469A/en
Priority claimed from US753482A external-priority patent/US3108161A/en
Application filed by RCA Corp filed Critical RCA Corp
Publication of DE1120725B publication Critical patent/DE1120725B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R1/00Details of transducers, loudspeakers or microphones
    • H04R1/16Mounting or connecting stylus to transducer with or without damping means
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R17/00Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers
    • H04R17/04Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus
    • H04R17/06Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus comprising two or more styli or transducers
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R17/00Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers
    • H04R17/04Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus
    • H04R17/08Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus signals being recorded or played back by vibration of a stylus in two orthogonal directions simultaneously

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)
  • Moving Of Heads (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

INTERNAT.KL. GlOj
DEUTSCHES
PATENTAMT
R24946IXa/42g
ANMELDETAG: 12. F E B RU AR 1959
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UNDAUSGABEDER AUSLEGESCHRIFT:
28. DEZEMBER 1961
Die Erfindung betrifft einen Tonabnehmer zur Abtastung von Stereo-Schallplatten, die zwei getrennte Aufzeichnungen in einer Rille enthalten, bestehend aus einem mechanisch-elektrischen Wandler mit zwei Wandlerelementen, die getrennte elektrische Ausgangssignale liefern, einem Nadelträger und einem Kupplungsstück zur Übertragung der mechanischen Schwingungen der Abtastnadel auf die Wandlerelemente derart, daß die Schwingungskomponenten der Abtastnadel, die der einen Aufzeichnung entsprechen, im wesentlichen nur ein Signal am Ausgang des einen Wandlerelements und Schwingungskomponenten, die der anderen Aufzeichnung entsprechen, im wesentlichen nur ein Signal am Ausgang des anderen Wandlerelements erzeugen.
Die beiden Aufzeichnungen der Schallplatte können so in einer Rille vereinigt sein, daß die eine Aufzeichnung in Tiefenschrift und die andere in Seitenschrift registriert ist. Sie können auch rechtwinklig zueinander mit einem Winkel von 45° in bezug auf die Plattenoberfläche in derselben Rille geschrieben sein.
Sind die beiden Aufzeichnungen stereophonisch verknüpft, so ist bei der Abtastung ein Tonabnehmer zu verwenden, der beide Aufzeichnungen gleichzeitig abzutasten in der Lage ist. Die bisher bekannten Stereo-Tonabnehmer sind verhältnismäßig groß und schwierig zu bauen bzw. zu justieren. Ein Grund hierfür liegt darin, daß die zwei durch eine gemeinsame Abtastnadel erregten Wandler sehr sorgfältig ausgeführt und justiert sein müssen, um das Übersprechen zwischen den beiden Kanälen so klein wie möglich zu halten. Für eine gute stereophonische Wiedergabe wird ferner gefordert, daß die beiden Wandler dieselbe Frequenzcharakteristik besitzen oder zumindest in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen. Dies konnte bei den bekannten Stereo-Tonabnehmern nur durch einen individuellen Abgleich der mechanischen Eigenschaf ten der beiden Wandler durch Dämpfung od. dgl. erreicht werden.
Durch die Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt und ein Stereo-Tonabnehmer angegeben werden, der besonders einfach im Aufbau ist und dessen beide Wandler auch ohne nachträglichen Abgleich im ganzen Frequenzbereich annähernd die gleiche Charakteristik besitzen.
Die Erfindung besteht darin, daß die Wandlerelemente in Richtung quer zu ihrer Längsachse durch mindestens einen beiden Elementen gemeinsamen, elastischen Dämpfungskörper mechanisch gleichartig gelagert sind.
Der Tonabnehmer kann zwei getrennte, lang-Tonabnehmer zur Abtastung
von Stereo-Schallplatten
Anmelder:
Radio Corporation of America,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. E.Sommerfeld, Patentanwalt,
München 22, Dunantstr. 6
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. Februar (Nr. 717 859)
und 6. August 1958 (Nr. 753 482)
John Allen Tourtellot, Merchantville, N. J.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
gestreckte, flache Wandlerelemente enthalten, die durch mindestens einen gemeinsamen elastischen Dämpfungskörper, der senkrecht zur Längsachse der Wandlerelemente angeordnet ist, jeweils unter einem Winkel von 45° zur Plattenoberfläche im Gehäuse gelagert sind, wobei der Nadelträger über ein bezüglich beider Wandlerelemente symmetrisches Kupplungsstück, das zwei auseinanderstrebende Schenkel besitzt, mit den Wandlerelementen verbunden ist. Vorzugsweise sind die Wandlerelemente durch zwei im Abstand voneinander angeordnete, blockförmige Dämpfungskörper aus einem elastischen Material gelagert, die jeweils Schlitze zur Aufnahme der Wandlerelemente aufweisen, deren Lage der gewünschten Lage der Wandlerelemente entspricht.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung werden die Wandlerelemente durch die zusammenhängenden Hälften eines einzigen, flachen, piezoelektrischen Kristalls gebildet, und das eine Ende jeder Hälfte ist durch mindestens einen elastischen Körper gehaltert, während das Kupplungsstück am anderen Ende angebracht ist.
Die elastischen Dämpfungskörper stehen im Gehäusevorzugsweise unter Druck. Das Kupplungsstück besteht vorzugsweise aus einem gebogenen Draht und besitzt in der Mitte einen zurückspringenden Teil zur
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Aufnahme des Nadelträgers, und die von der Mitte ausgehenden Schenkel sind in Axialrichtung steif, senkrecht dazu jedoch biegsam.
Bei der zweiten Ausführungsform kann der piezoelektrische Kristall zur Abnahme der Signale auf der einen Seite mit zwei den die Wandlerelemente bildenden Hälften des Kristalls entsprechenden, gleichen, voneinander isolierten Elektroden und mit einer gemeinsamen Elektrode auf der gegenüberliegenden Oberfläche des Kristalls versehen sein.
Ein Tonabnehmer für stereophonische Schallplatten, der in der angegebenen Weise aufgebaut ist, erfordert nicht mehr mechanische Teile (außer dem zusätzlichen Wandlerelement bei der ersten Ausführungsform) als übliche Tonabnehmer für Schallplatten, die nur eine einzige Aufzeichnung pro Rille tragen. Die angegebenen Tonabnehmer eignen sich natürlich auch zur Abtastung von Schallplatten, die nur eine einzige Aufzeichnung entweder in Tiefenoder Seitenschrift tragen.
Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden, dabei bedeutet
Fig. 1 eine vergrößerte Ansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung mit zwei Abtastnadeln von unten,
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Ebene 1-1 in Fig. 1 mit auf eine Schallplatte aufgesetzter Abtastnadel,
Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Ebene 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine teilweise weggebrochene perspektivische Ansicht auf den in Fig. 1 bis 3 dargestellten Tonabnehmer von unten,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der wesentlichen Teile einer gegenüber den Fig. 1 bis 4 abgewandelten Ausführungsform,
Fig. 6 eine vergrößerte Ansicht auf eine weitere Ausführungsform von unten,
Fig. 7 eine Schnittansicht längs der Ebene 7-7 in Fig. 6,
Fig. 8 eine Schnittansicht längs der Ebene 8-8 in Fig. 7,
Fig. 9 eine vereinfachte perspektivische Ansicht der wirksamen Teile des Tonabnehmers nach Fig. 6 bis 8,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht der wirksamen Teile einer neuen Ausführungsform und
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines abgewandelten Kupplungsstückes.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen einen Tonabnehmer 10, der am Ende eines schwenkbar gelagerten Tonarmes 12 befestigt ist. Das Gehäuse des Tonabnehmers besteht aus einem gepreßten Kunststoffboden und Deckelteilen 14, 16, die durch drei Niete 18, 20, 22 zusammengehalten werden. Der Tonabnehmer ist im freien Ende des Tonarmes 12 durch zwei Schrauben 24, 26 befestigt.
Innerhalb eines nach unten geneigten Hohlraumes im Gehäuse liegen zwei längliche piezoelektrische Wandlerelemente 28, 30 mit rechteckigem Querschnitt. Die Wandlerelemente werden von zwei Dämpfungskörpern 32, 34 aus Gummi, die in einem Abstand voneinander angeordnet sind, gehalten. In die Dämpfungskörper sind Öffnungen zur Aufnahme und genauen Lagerung der Wandlerelemente 28, 30 in bezug auf das Tonabnehmergehäuse und aufeinander eingeschnitten oder eingepreßt. Die Dämpfungskörper 32, 34 liegen ihrerseits in zwei Rillen 37, 38 im Deckelteil 16 des Gehäuses. Die Abmessungen der Dämpfungskörper 32, 34 sind geringfügig größer als die der in den Deckelteilen 14, 16 gebildeten Hohlräume, so daß beim Zusammenpressen der Teile durch die Niete 18, 20, 22 über die Dämpfungskörper 32, 34 ein genügender Druck auf die Wandlerelemente 28, 30 wirkt, um sie sicher zu haltern.
Da die Dämpfungskörper 32, 34 verhältnismäßig klein sind, können sich ihre mechanischen Eigenschaften vom einen Ende zum anderen nicht wesentlich ändern. Zufolge ihrer Homogenität sind also die mechanischen Einflüsse auf die beiden Wandlerelemente infolge Druck, Dämpfung usw. praktisch gleich.
Für eine zusätzliche Dämpfung können im Tonabnehmergehäuse zusätzliche Dämpfungsmittel aus zähem oder anderem geeignetem viskosem Dämpfungsmaterial vorgesehen werden. Wie bekannt, kann durch entsprechende Bemessung der Härte der Dämpfungskörper 32, 34 und der Viskosität der Dämpfung die Resonanz bei hohen Frequenzen beeinflußt werden, ferner auch die Nachgiebigkeit bei niedrigen Frequenzen und die Güte, wodurch der Frequenz- und Resonanzanstieg der mechanischen Impedanz des Tonabnehmers beeinflußt werden kann.
Die Öffnungen in den Dämpfungskörpern 32, 34 sind so eingeschnitten, daß die Hauptflächen der Wandlerelemente 28,30 senkrecht aufeinander stehen, wobei sie jeweils einen Winkel von 45° mit der Ebene einschließen, die die Längsachse des Tonabnehmergehäuses senkrecht durchsetzt. Die freien Enden dei Wandlerelemente 28, 30, die so angeordnet und polarisiert sind, daß sich in Abhängigkeit von einer Biegung eine Spannung ergibt, werden durch ein Kupplungsstück 36 angetrieben, das aus einem einzigen Stück Klaviersaitendraht besteht und zwei divergierende Schenkel und einen zurückspringenden Mittelteil umfaßt. Der Draht ist so bemessen, daß er in Axialrichtung steif ist, in allen Richtungen senkrecht zu seiner Achse jedoch gebogen werden kann. Die Enden der divergierenden Schenkel des Kupplungsstücks 36 sind umgebogen und an den zugehörigen Wandlerelementen 28, 30 angeklebt oder anderweitig befestigt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, liegt das Kupplungsstück in einer Ebene senkrecht zur Längsachse der Wandlerelemente 28, 30, und die divergierenden Schenkel verlaufen jeweils senkrecht zu dem Wandlerelement, an dem sie befestigt sind. Die auf das Kupplungsstück 36 wirkenden Kraftkomponenten, die parallel zur Achse der jeweiligen Schenkel gerichtet sind, werden dadurch gut auf das entsprechende Wandlerelement 28 bzw. 30 übertragen.
Die Wandlerelemente 28, 30 sind über nicht dargestellte biegsame Leitungen elektrisch angeschlossen, die die verschiedenen Elektroden der Wandlerelemente mit Klemmen 40, 41, 42 verbinden. Gewünschtenfalls können für jeden Wandler zwei Anschlüsse vorgesehen sein; eine der Klemmen, beispielsweise die Klemme 40, kann aber auch als gemeinsamer Anschluß für beide Wandlerelemente dienen.
Die Abtastnadeln 46, 48 des Tonabnehmers sind an einem mittels eines Armes 78 von Hand schwenkbaren Steuerhebel 44 angebracht und können wahlweise in Abtaststellung in das Kupplungsstück eingerastet werden, so daß verschiedene Plattensorten abspielbar sind.
Die Abtastnadeln 46, 48 sind auf den abgeflachten Enden 50 bzw. 54 zweier Nadelträger 52 bzw. 56 befestigt. Die anderen Enden 58, 60 der Nadelträger 52 bzw. 56 sind abgeflacht und ruhen in einem Block 62 aus elastischem Werkstoff, der die nötige Elastizität besitzt, um die Nadelträger 52, 56 in ihre Ruhelage zurückzubringen. Die Lagerung des rückwärtigen Endes des Nadelträgers kann zur Beeinflussung der Rückstellkraft bzw. des Resonanzverhaltens bei hohen Frequenzen dienen.
Der Steuerhebel 44 ist um einen Ansatz 64 am Deckelteil 16 des Gehäuses schwenkbar, er wird durch eine gabelartige Klammer 66 gehalten, die über den Ansatz 64 greift und am Gehäuse durch die Niete 18, 20 befestigt ist. Zwei flanschartige Teile 68, 70 am mittleren, kanalartigen Teil des Steuerhebels 44 dienen als Schutz für die Abtastnadeln und andere exponierte Teile des Tonabnehmers. Das Teil 68 umfaßt eine umgebogene Lasche 72, die den Block 62 in der richtigen Lage auf dem Steuerhebel 44 hält, so
Das Kupplungsstück 36 reicht durch eine Öffnung 74 im Mittelteil des Steuerhebels 44. Vor der Öffnung 74 befindet sich ein Dämpfungsstück 76 für den Nadelträger, in das zwei V-förmige Ausnehmungen eingeschnitten sind, um denjenigen Nadelträger aufnehmen zu können, der nicht mit dem Kupplungsstück 36 gekuppelt ist. Das Kupplungsstück 36 reicht genügend weit unter den Steuerhebel 44, so daß der Nadelträger, der in seinem zurückspringenden Teil liegt, frei vom Tonabnehmer ist. Die genaue Lage des Steuerhebels 44 wird durch einen vom Steuerhebel senkrecht nach oben gebogenen Lagerarm 80 bestimmt, dessen oberes Ende 82 nach rückwärts gebogen ist und in eine U-förmige Führung 84 in der Vorderfläche des Tonabnehmergehäuses reicht.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen den Nadelträger 52 mit der Abtastnadel 46 und Fig. 4 den Nadelträger 56 mit der Abtastnadel 48 im Eingriff mit dem Kupplungsstück 36.
Fig. 2 zeigt, daß der Nadelträger in der Arbeitsstellung praktisch parallel zur Achse der Wandlerelemente 28,30 verläuft. Die der Abtastnadel erteilten Schwingungen werden dadurch mit gutem Wirkungsgrad auf die Wandler übertragen. Die Wandlerelemente 28,30 und der Nadelträger liegen im Betrieb schräg zur Schallplatte, so daß der nötige Zwischenraum zwischen der Unterseite des Tonabnehmergehäuses und der auf einem Plattenteller 92 liegengenden Schallplatte 90 gewährleistet ist.
Fig. 5 zeigt eine gegenüber dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten Tonabnehmer abgewandelte Ausführungsform, die nur einen einzigen Nadelträger 52' zum Antrieb eines Kupplungsstücks 36' enthält. Das aus einem biegsamen Kunststoff, z. B. Polyvinylchlorid, bestehende Kupplungsstück 36' ist mit zwei öffnungen zur Aufnahme der Wandlerelemente 28', 30' versehen. Falls eine einfache Kupplungsanordnung erwünscht ist, können die Öffnungen entfallen. Die Wandlerelemente werden dann einfach an geeignete Flächen des Kupplungsstücks angeklebt. Das Kupplungsstück 36' hat zwei divergierende Schenkel 36 a, 36 b, die in Axialrichtung steif, normal zur Achse jedoch biegsam sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist am Nadelträger 52' eine Klammer 83 befestigt, in die das Unterteil des Kupplungsstücks 36' eingreift.
Dieser und der in Verbindung mit Fig. 1 bis 4 dargestellte Tonabnehmer eignen sich hauptsächlich für Schallplatten mit zwei im rechten Winkel zueinander geschnittenen Aufzeichnungen in derselben Rille, deren Schwingungsrichtungen jeweils in einem Winkel von 45° zur Plattenoberfläche liegen. Die eine Aufzeichnung ist beispielsweise in der durch die Pfeile A-A (Fig. 5) bezeichneten Richtung geschnitten, die andere in Richtung der Pfeile B-B. Da die Schenkel des Kupplungsstücks in Axialrichtung steif, senkrecht dazu jedoch biegsam sind, ist leicht einzusehen, daß das Kupplungsstück Auslenkungen im Kanal A nur auf das Wandlerelement 30' und Auslenkungen im Kanal B nur auf das Wandlerelement 28' überträgt. Normalerweise ist natürlich die Bewegung des Nadelträgers 52' komplexer Natur und enthält Komponenten aus beiden Kanälen. Bei gleichphasigen Signalen in den Kanälen A und B schwingt der Nadelträger 52' senkrecht nach oben und unten. Bei gegenphasigen Signalen in den Kanälen A und B ergibt sich eine rein seitliche Bewegung des Nadelträgers 52'.
Bei der in Fig. 6 bis 9 dargestellten Ausführungsform enthält der Tonabnehmer 10 ein Gehäuse aus zwei Deckelteilen 14, 16, die durch Niete 18, 20 zusammengehalten werden. Der Tonabnehmer kann im Tonarm durch Schrauben befestigt werden, die Löcher 19, 21 durchsetzen.
Innerhalb eines Hohlraumes im Deckelteil 14 ist ein länglicher, piezoelektrischer Wandlerkörper oder Wandlerkristall 23 mit rechteckigem Querschnitt gelagert. Der Wandlerkristall 23 kann aus Rochellesalz oder einem keramischen Werkstoff, wie Barium-Strontium-Titanat od. dgl., bestehen. Auf der einen Fläche des Wandlerkristalls 23 sind zwei getrennte Silberelektroden 25 a, 25 b und auf der anderen Oberfläche eine gemeinsame Elektrode angebracht. An Stelle der gemeinsamen Elektrode können natürlich auch zwei getrennte Elektroden, die den Elektroden 25«, 25 b gegenüber angeordnet sind, verwendet werden. Der Wandlerkristall 23 ist in der Mitte zwischen zwei Dämpfungskörpern 33, 35 eingeklemmt. Die Abmessungen der Dämpfungskörper 33, 35 sind so gewählt, daß sie genügend Druck auf den Kristall ausüben, um ihn in der richtigen Lage zu halten, wenn die Deckelteile 14, 16 durch die Niete 18, 20 miteinander verbunden sind. Wenn das Mittelteil des Wandlerkristalls 23 fest gelagert ist, ergeben Schwingungen, die auf das eine Ende des Kristalls übertragen werden, eine entsprechende elektrische Ausgangsspannung zwischen den Elektroden an diesem Ende. Zwischen den Elektroden am entgegengesetzten Ende des Kristalls entsteht keine Spannung, wenn nicht diesem Ende auch Schwingungen zugeführt werden. Da die Dämpfungskörper 33, 35 auf ein und denselben Kristall wirken, sind die mechanischen Einflüsse auf die die getrennten Stereophonischen Signale liefernden Wandlerelemente in Form der Kristallhälften an den entgegengesetzten Enden infolge Druck, Dämpfung u. dgl. praktisch gleich. Für eine zusätzliche Dämpfung können auch hier wieder Hilfsdämpfungskörper aus einem geeigneten viskosen Dämpfungsmaterial im Wandlergehäuse vorgesehen werden, um, wie bereits erwähnt, die Frequenzcharakteristik des Wandlers zu beeinflussen.
Der Wandlerkristall ist so gelagert, daß seine Längsachse in einer Ebene parallel zur Ebene der Schallplatte 90 liegt, wenn sich der Tonabnehmer in der Arbeitsstellung befindet. Er ist so ausgebildet, daß er bei Biegebeanspruchungen, die durch ein Kupplungsstück 31 übertragen werden, Ausgangs-
spannungen liefert. Das Kupplungsstück 31 besteht aus einem einzigen Stück, beispielsweise aus Klaviersaitendraht, und enthält zwei divergierende Schenkel 31a, 316 und einen zurückspringenden mittleren Teil. Es entspricht im wesentlichen dem in Verbindung mit Fig. 1 bis 4 beschriebenen Kupplungsstück 36 und ist an den Enden des Wandlerkristalls 23 angeklebt oder anderweitig befestigt.
Der Tonabnehmer enthält einen Nadelträger 39, dessen eines abgeflachtes Ende eine Abtastnadel 49 xo trägt und dessen anderes, ebenfalls abgeflachtes Ende in einem Block 62' aus elastischem Werkstoff ruht, der seinerseits in ein Lager 63' im unteren Deckelteil 16 liegt. Der Block 62' dient zur Dämpfung des Nadelträgers 39 und schützt gleichzeitig das Kupplungsstück und den Kristall gegen eine Beschädigung, wenn auf die Abtastnadel 49 ein übermäßiger Druck ausgeübt wird. Auch hier kann die Lagerung des rückwärtigen Endes des Nadelträgers in einem gummiartigen, elastischen Material zur Beeinflussung der Eigenschaften bei hohen Frequenzen dienen. Das untere Deckelteil 16 ist mit zwei sich nach unten erstreckenden Seitenschutzwänden 45, 47 versehen, die zum Schutz des Nadelträgers dienen.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform entspricht praktisch der bereits weiter oben ausführlich beschriebenen. An Stelle von biegeempfindlichen Kristallen können natürlich auch torsionsempfindliche Kristalle verwendet werden.
Das Kupplungsstück 31 des Tonabnehmers, das in den Fig. 6 bis 9 dargestellt ist, kann gewünschtenfalls auch verhältnismäßig starr und unbiegsam ausgebildet sein. Bei einem verhältnismäßig starren Kupplungsstück 31 zwingen vertikale Auslenkungen des Nadelträgers 39 beide Schenkel des Kupplungsstücks nach oben bzw. unten und bewirken eine dementsprechende Biegung beider Enden des in der Mitte gelagerten Wandlerkristalls 23. Bei seitlichen Bewegungen des Nadelträgers 39 wird dagegen ein Schenkel auf Druck und der andere auf Zug beansprucht, so daß ein Ende des Kristalls nach oben und das andere nach unten gebogen wird.
Bei einer Bewegung längs der 45°-Achse entsprechend der Achse A-A kann die durch den Nadelträger 39 ausgeübte Kraft in zwei gleiche Komponenten zerlegt werden, eine vertikale und eine seitliche Komponente. Die vertikale Komponente verursacht gleiche vertikal gerichtete Kräfte auf beide Enden des Wandlerkristalls 23. Die seitliche Komponente erzeugt eine nach unten gerichtete Kraft auf ein Ende des Kristalls und eine nach oben gerichtete Kraft auf das andere. Wenn die Abmessungen zwischen dem zurückspringenden Mittelteil des Kupplungsstücks und dem Kristall die Hälfte der Länge des Kristalls beträgt, so sind die Kraftkomponenten infolge der vertikalen und der seitlichen Auslenkungen am linken Ende des Wandlerkristalls 23 entgegengesetzt gerichtet und heben sich daher auf, so daß keine Biegung erfolgt. Am rechten Ende des Wandlerkristalls 23 addieren sich diese Kräfte jedoch, so daß dieses Ende gebogen 6a wird und ein entsprechendes Ausgangssignal zwischen der gemeinsamen Elektrode und der Elektrode 25 b entsteht. Dasselbe gilt natürlich für Schwingungen längs der Achse B-B entsprechend.
Fig. 10 zeigt die wirksamen Teile einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Der Tonabnehmer enthält einen rechteckigen, langgestreckten Kristall 51, dessen beide Längshälften zwei Wandlerelemente zur Erzeugung zweier getrennter, stereophonisch verknüpfter Ausgangssignale bilden. Die Längsachse des Kristalls 51 liegt parallel zur Achse eines Nadelträgers 53. Auf der einen Seite des Kristalls befinden sich zwei getrennte, aufgesilberte Elektroden 51a, 51 b, denen auf der anderen Seite eine gemeinsame Elektrode, die die ganze gegenüberliegende Oberfläche einnimmt, gegenüberliegt. Gewünschtenfalls kann natürlich die gemeinsame Elektrode auch durch zwei getrennte, den Elektroden 51a, 51 b gegenüberliegende Elektroden ersetzt werden.
Ein Ende des Kristalls 51 ist in elastische Lagerblöcke 55, 57 eingeklemmt, die im nicht dargestellten Gehäuse des Tonabnehmers unter einem gewissen Druck gelagert sind. Das freie Ende des Kristalls trägt ein Kupplungsstück 59, das entsprechend dem in Fig. 6 bis 9 dargestellten und beschriebenen Kupplungsstück 31 ausgebildet sein kann. Das Kupplungsstück ist mit dem Nadelträger 53 verbunden. Ein Ende des Nadelträgers ist im Tonabnehmergehäuse gelagert, das andere Ende trägt eine Abtastnadel 61.
Man kann den Kristall 51 als um seine Längsachse schwenkbar ansehen. Bei Verwendung eines verhältnismäßig steifen Kupplungsstücks 59 kompensieren sich auch hier in der bereits beschriebenen Weise an der einen Hälfte die von der einen Aufzeichnung und an der anderen Hälfte die von der anderen Aufzeichnung stammenden Kräfte. Da dieser Tonabnehmer kein Kupplungsstück mit biegsamen Schenkeln erfordert, kann auch ein Kupplungsstück 65 verwendet werden, wie es in Fig. 11 dargestellt ist. Das in Fig. 11 dargestellte Kupplungsstück kann aus Metall oder einem anderen vergleichbaren Werkstoff, z. B. einem Kunststoff, bestehen. Das Kupplungsstück besitzt oben einen Flansch 67, der am freien Ende des Kristalls 51 (Fig. 10) anliegen und mit diesem verklebt oder anderweitig an diesem angebracht sein kann. Am unteren Scheitel ist das Kupplungsstück 65 mit einer Einbuchtung versehen, die den schwenkbaren Nadelträger 53 (Fig. 10) aufnimmt. Um die erwähnte Kompensation zu erreichen, beträgt die Abmessung des Kupplungsstücks 65 in senkrechter Richtung vorzugsweise etwa die Hälfte der Breite des Kristalls 51.
Der beschriebene Tonabnehmer eignet sich auch für Tonaufzeichnungen, in denen die eine der beiden Aufzeichnungen in Tiefenschrift und die andere in Seitenschrift aufgezeichnet sind. In diesem Fall muß jedoch an die Ausgangsklemmen ein geeignetes Netzwerk angeschlossen werden, um die den beiden Tonspuren zugeordneten Signale zu trennen. Solche Netzwerke sind bekannt.
Da sowohl seitliche als auch vertikale Auslenkungen der Abtastnadel ein Ausgangssignal in beiden Wandlerelementen ergeben, eignen sich die beschriebenen Tonabnehmer auch für normale, einspurige Schallplatten mit Seiten- oder Tiefenschrift. Bei entsprechender Schaltung der Ausgangsklemmen ergeben senkrechte Auslenkungen der Nadel ein gleichphasiges und seitliche Auslenkungen der Abtastnadel ein gegenphasiges Signal. Bei richtigem Anschluß der Ausgangsklemmen können daher einkanalige Platten sowohl mit Tiefenschrift als auch mit Seitenschrift abgespielt werden.

Claims (11)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Tonabnehmer zur Abtastung von Stereo-Schallplatten, die zwei getrennte Aufzeichnungen in einer Rille enthalten, bestehend aus einem
mechanisch-elektrischen Wandler mit zwei Wandlerelementen, die getrennte elektrische Ausgangssignale liefern, einem Nadelträger und einem Kupplungsstück zur Übertragung der mechanischen Schwingungen der Abtastnadel auf die Wandlerelemente derart, daß die Schwingungskomponenten der Abtastnadel, die der einen Aufzeichnung entsprechen, im wesentlichen nur ein Signal am Ausgang des einen Wandlerelements und Schwingungskomponenten, die der anderen Aufzeichnung entsprechen, im wesentlichen nur ein Signal am Ausgang des anderen Wandlerelements erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandlerelemente in Richtung quer zu ihrer Längsachse durch mindestens einen beiden EIementen gemeinsamen, elastischen Dämpfungskörper mechanisch gleichartig gelagert sind.
2. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei getrennte, langgestreckte, flache Wandlerelemente (28, 30) durch mindestens einen gemeinsamen elastischen Dämpfungskörper (32 oder 34), der senkrecht zur Längsachse der Wandlerelemente angeordnet ist, jeweils unter einem Winkel von 45° zur Plattenoberfläche im Gehäuse gelagert sind und daß der Nadelträger über ein bezüglich beider Wandlerelemente symmetrisches Kupplungsstück (36, 36'), das zwei auseinanderstrebende Schenkel besitzt, mit den Wandlerelementen verbunden ist (Fig. 1 bis 5).
3. Tonabnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lagerung der Wandlerelemente zwei im Abstand voneinander angeordnete, blockförmige Dämpfungskörper (32, 34) aus einem elastischen Material dienen, die jeweils zwei Schlitze zur Aufnahme der Wandlerelemente aufweisen, die die Lage der Wandlerelemente im Tonabnehmer bestimmen.
4. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wandlerelemente von den beiderseits der Querachse liegenden Hälften eines einzigen piezoelektrischen Wandlerkristalls (23) gebildet sind, der in der Querachse elastisch gelagert ist, und daß das Kupplungsstück (31) an den äußeren freien Enden des Wandlerkristalls befestigt ist (Fig. 6 bis 9).
5. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wandlerelemente aus den beiderseits der Längsachse liegenden Hälften eines einzigen flachen piezoelektrischen Wandlerkristalls (Sl) gebildet sind, dessen eines Ende durch mindestens einen elastischen Körper gehaltert ist und an dessen anderem Ende das Kupplungsstück angebracht ist (Fig. 10).
6. Tonabnehmer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandlerkristall in zwei elastischen Dämpfungskörpern (55, 57) gelagert ist, die in seiner Längsrichtung einen gewissen Abstand voneinander besitzen (Fig. 10).
7. Tonabnehmer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandlerkristall auf der einen Seite mit zwei den die Wandlerelemente bildenden Hälften des Kristalls entsprechenden gleichen, voneinander isolierten Elektroden (25 a, 25 b, 51a, 51b) und mit einer gemeinsamen Elektrode auf der gegenüberliegenden Oberfläche versehen ist.
8. Tonabnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsstück (31, 36, 59) aus einem gebogenen Draht besteht und in der Mitte einen zurückspringenden Teil zur Aufnahme des Nadelträgers besitzt und daß seine von der Mitte ausgehenden Schenkel in Axialrichtung steif, senkrecht dazu jedoch biegsam sind.
9. Tonabnehmer nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsstück steif ist und daß der Abstand zwischen dem zurückspringenden Teil und dem Wandlerelement gleich der Hälfte der Breite des Wandlerelements zwischen den Schenkeln des Kupplungsstücks beträgt.
10. Tonabnehmer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsstück (65) oben mit einem Flansch (67) versehen ist und aus Metall oder einem Kunststoff besteht (Fig. 11).
11. Tonabnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Dämpfungskörper im Gehäuse unter Druck stehen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift T11092 VIIId/42g (bekanntgemacht am 13. 12. 1956);
»Funkschau«, Nr. 11/1958, S. 504; »Radio-Electronics«, Juli 1958, S. 26 bis 29.
In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 067 232.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 757/298 12.61
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