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Kraftbetätigte Bewegungsvorrichtung für Türflügel Die Erfindung betrifft
eine kraftbetätigte Bewegungsvorrichtung für Türflügel, insbesondere für Isoliertürflügel,
mit vor und hinter dem Flügel angeordneten Fernschaltkontakten und am Flügel angebrachten
Berührungskontakten zur Bewegungsumkehr.
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Solche kraftbetätigte Vorrichtungen sind bei Türen dann notwendig,
wenn der Türdurchgang mit Fahrzeugen, z. B. Elektrokarren, Stapelladern usw., befahren
werden soll oder die Türflügel sehr schwer sind. Beim Befahren des Türdurchganges
mit Fahrzeugen ist es außerdem erforderlich, daß in einem gewissen Abstand vor und
hinter dem Türflügel Druck- oder Zugkontakte angeordnet sind, die z. B. bei elektrisch-pneumatischen
oder elektrisch-hydraulischen Anlagen die Kolbenhubrichtung im Zylinder steuern
und die durch das Fahrzeuggewicht oder vom Fahrer betätigt werden.
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Um zu verhindern, daß bei Gegenverkehr der sich öffnende Türflügel
gegen eines der Fahrzeuge schlägt, sind schon, bisher meist über der Tür, Warnleuchten
angeordnet worden, die durch Aufleuchten anzeigen, wenn von der Gegenseite her durch
ein Fahrzeug der Öffnungsvorgang eingeleitet worden ist.
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Wie die Praxis gezeigt hat, genügen solche Warnleuchten nicht, um
Beschädigungen durch Anstoßen der Fahrzeuge am Türflügel zu verhindern. Außerdem
können dabei auch Personenschäden auftreten, wenn beispielsweise Personen auf der
Öffnungsseite nahe am Türflügel stehen und wenn gleichzeitig von der Gegenseite
der Öffnungsvorgang eingeleitet wird. Der Türflügel schwenkt dann auf und schleudert
die davorstehenden Personen beiseite, weil diese nicht rechtzeitig die Warnleuchten
gesehen haben.
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Es ist bereits eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei welcher in den
Fußboden eingelassene, mit elektrischen Schaltkontakten versehene Platten bewirken,
daß, wenn von einer Türseite aus bereits geschaltet worden ist, ein nochmaliges
Schalten von der anderen Türseite aus unmöglich ist. Diese Anordnung macht jedoch
die zusätzliche Verwendung von Warnleuchten oder akustischen Warnsignalen notwendig,
da das Antriebsaggregat für die Türbewegung beispielsweise beim Aufstoßen eines
Fahrzeuges an den sich gerade bewegenden Türflügel weder abgeschaltet noch so umgesteuert
wird, daß sich der Türflügel nach kurzzeitigem Stillstand vom Fahrzeug wegbewegt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kraftbetätigte Bewegungsvorrichtung
für Türflügel, insbesondere für Isoliertürflügel, mit vor und hinter dem Flügel
angeordneten Fernschaltkontakten und am Flügel angebrachten Berührungskontakten
zur Bewegungsumkehr zu schaffen, bei der das gleichzeitige Betätigen der Fernschaltkontakte
von beiden Seiten aus nicht möglich ist und bei der der bewegte Türflügel bei Auftreffen
auf ein Hindernis in entgegengesetztex Richtung bewegt wird.
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Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Berührungskontakte
an beiden Seiten des Flügels angeordnet sind und daß am feststehenden Rahmen Bereitschaftskontakte
angebracht sind, die die Berührungs- und Fernschaltkontakte derart schalten, daß
bei zwischen den Endlagen befindlichem Flügel die Berührungskontakte ein- und die
Fernschaltkontakte ausgeschaltet sind. -Diese Bewegungsvorrichtung hat den Vorteil,
daß Beschädigungen von Türbenutzern. und Fahrzeugen vermieden werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Bewegungsvorrichtung ist
in der Schließlage der Berührungskontakt, der beim Öffnen des Flügels hinten liegt,
eingeschaltet und während der öffnungsbewegung und in der Offenstellung der vornliegende
Berührungskontakt ein- und der hirtenliegende ausgeschaltet und außerdem während
der Schließbewegung der jetzt vornliegende Berührungskontakt ein- und der hirtenliegende
ausgeschaltet.
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Weiterhin kann die Betätigung der Fernschaltkontakte durch an der
Decke befestigte Schaltbügel erfolgen, die quer über die Fahrbahn reichen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können die Fernschaltkontakte
in an sich bekannter Weise über hochfrequente Schwingungskreise, z. B. durch Kapazitätsbeeinflussung
mittels Annäherung einer Masse, betätigt werden.
In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 die
räumliche Darstellung einer Tür, von außen gesehen, mit dem Sicherheitsschaltbügel
für den äußeren Berührungskontakt, den Bereitschaftskontakten und der gestrichelt
eingezeichneten, beispielsweise pneumatisch oder hydraulisch betätigten Bewegungsvorrichtung,
Abb. 2 die räumliche Darstellung einer Tür, von innen gesehen, mit dem Sicherheitsschaltbügel
für den Berührungskontakt, Abb. 3 einen Schnitt durch Tür und Fahrbahn mit den Fernschaltkontakten,
Abb. 4 das Schaltschema der Anlage in räumlicher Darstellung bei geschlossenem Türflügel.
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Eine vorzugsweise oben am Türflügel befestigte Schaltplatte 3 drückt
bei geschlossenem Flügel gegen die Bereitschaftskontakte 1 und IlI. In der Offenstellung
des Türflügels drückt der Schaltwinkel 4, der ebenfalls am Flügel befestigt ist,
mit seinem abgewinkelten Teil gegen die Bereitschaftskontakte 1I und IV (Abb.1,
4, 5 und 6).
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An beiden Seiten des Türflügels sind die Berührungskontakte V und
VI so angeordnet, daß jeweils einer bei geringem Druck auf den zugehörigen Sicherheitsschaltbügel
5 oder 6 anspricht (Abb. 1, 2 und 3).
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Die Fernbetätigung (Abb. 3 und 4) der Vorrichtung erfolgt in an sich
bekannter Weise entweder durch in den Boden eingelassene, als Schwellen ausgebildete
Fernschaltkontakte VII und VIII, durch Bügelkontakte IX und X oder durch Schwingkreisschalter,
die durch Kapazitätsbeeinflussung bei Annäherung einer Masse betätigt werden.
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Im Schaltschema der Anlage (Abb. 4) sind die Bereitschaftskontakte
I und IV ein-, alle anderen Kontakte ausgeschaltet. Wird auf den Fernschaltkontakt
VII oder VIII gedrückt, beispielsweise beim überfahren mit einem Fahrzeug, so ist
über den geschlossenen Bereitschaftskontakt I der Stromkreis geschlossen. Die in
dem Stromkreis befindliche Spule 7 erhält Strom und zieht den als Zuganker wirkenden
Weicheisenkern 8 an, welcher das Steuerventil 9 in der Weise betätigt, daß durch
den Kolben-Zylinder-Antrieb 10 der Türflügel geöffnet wird. Zu Beginn der Öffnungsbewegung
des Flügels ist die Schaltplatte 3 von den Bereitschaftskontakten 1 und III abgehoben
worden. Dadurch ist der Bereitschaftskontakt 1 ausgeschaltet, und die Fernschaltkontakte
VII und VIII sind somit unwirksam geworden, der Bereitschaftskontakt III hingegen
ist eingeschaltet und dadurch der Stromfluß zu dem Berührungskontakt V freigegeben
worden. Gleichzeitig ist der Zuganker 8 durch die kurzzeitige Unterbrechung des
Stromkreises in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt.
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Wird der Berührungskontakt V durch Drücken auf den Sicherheitsschaltbügel
5 während des Aufschwingens des Türflügels betätigt, so ist der Stromkreis wiederum
geschlossen, und der Kolben-Zylinder-Antrieb 10 erhält über das Steuerventil
9 Gegendruck, wodurch der Türflügel sofort gehemmt und nach kurzem Stillstand
wieder geschlossen wird. Dadurch, daß bei geschlossenem Türflügel der Bereitschaftskontakt
IV eingeschaltet ist, kann der Türflügel auch durch Drücken auf den auf der Innenseite
des Türflügels angebrachten Sicherheitsschaltbügel6 mittels des Berührungskontaktes
VI geöffnet werden. Kurz bevor derTürflügel ganz offen ist, drückt der amTürflügel
befestigte Schaltwinkel 4 mit seinem abgewinkelten Teil auf die Bereitschaftskontakte
Il und IV. Dabei unterbricht der Bereitschaftskontakt IV den Stromzufluß zum Berührungskontakt
VI, und der eingeschaltete Bereitschaftskontakt 1I setzt die Zuleitungen zu den
Fernschaltkontakten VII und VIII bzw. IX und X unter Strom. Das Schließen des Türflügels
erfolgt analog hierzu durch die Fernschaltkontakte VII und VIII bzw. IX und X oder
durch kurzes Drücken auf den zum Berührungskontakt V gehörenden Sicherheitsschaltbügel
5.
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Eine Umsteuerung der Türflügelbewegung kann beim Schließen nur durch
den Berührungskontakt VI erfolgen.
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Das Abschalten der Fernschaltkontakte während der Bewegung des Türflügels
hat den Zweck, daß erst eine der Flügelendstellungen erreicht werden muß, bevor
neuerlich durch die Fernschaltkontakte geschaltet werden kann. Auf diese Weise werden
Doppelschaltungen vermieden.
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Ist ein Hindernis während der Bewegung des Türflügels in dessen Schwenkbereich
gelangt, so bewirken die durch die Sicherheitsschaltbügel betätigten Berührungskontakte
am Türflügel, und zwar beim Öffnen der äußere, V, und beimSchließen der innere,
VI, daß der Türflügel entgegengesetzt, also vom Fahrzeug bzw. der Person weg, bewegt
wird. Wie bereits erwähnt, kann der Türflügel, wenn er ganz geöffnet oder ganz geschlossen
ist, mittels der Sicherheitsschaltbügel und den zugehörigen Berührungskontakten
nur jeweils auf der Seite des Türflügels, die entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung
liegt, betätigt werden. Es tritt keine Flügelbewegung ein, wenn beispielsweise von
innen mit einem Fahrzeug oder von Hand gegen den Sicherheitsschaltbügel und damit
gegen den Berührungspunkt VI des vorzugsweise im Winkel von mindestens 105° geöffneten
Türflügels gedrückt wird. Der große Öffnungswinkel des Türflügels hat den Vorteil,
daß der innere Sicherheitsschaltbügel außerhalb des Durchfahrtbereiches gelangt
und die Türöffnung in vollem Umfang frei ist.