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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Eine Form der pharmazeutischen Verpackung ist die Blisterverpackung. Eine Blisterverpackung besteht gewöhnlich aus einer flachen Basisplatte auf der einen Seite und blasenartigen Hohlräumen auf der andern Seite. In jedem Hohlraum ist eine Dosiereinheit eines Medikaments untergebracht, wie z. B. eine Pille, eine Tablette oder eine Kapsel. Der Inhalt des Hohlraums muss jedoch nicht notwendigerweise pharmazeutischer Natur sein. Wünscht ein Verbraucher Zugriff auf den Inhalt einer Blistereinheit, drückt er die Hohlraumblase nach unten, wodurch der Inhalt die Unterfläche (in der Regel eine Folie oder Ähnliches) der Blisterverpackung durchbricht.
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Blisterverpackungen sind eine praktische Form der Primärverpackung. Allerdings erfordern Blisterverpackungen in der Regel eine sekundäre Form der Verpackung. Die Sekundärverpackung dient zum Schutz der Blisterverpackung, aber auch zum problemlosen Aufbringen einer Beschriftung. Vor allem jedoch kann die Sekundärverpackung eine Möglichkeit zum Schutz der Blisterverpackung vor Kindern und damit eine Sicherheitseinrichtung bieten, da der Inhalt der Blisterverpackung oft gefährlich sein kann.
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Eines der mit der Sekundärverpackung verbundenen Sicherheitsmerkmale ist die Möglichkeit, eine Blisterverpackung in einer Sekundärverpackung zu verriegeln bzw. zu entriegeln. Sekundärverpackungen bestehen aus zahlreichen Materialien einschließlich Kartonverpackungslösungen und Hartkunststoffschalen-Lösungen. Im Allgemeinen nimmt die Sekundärverpackung eine Blisterverpackung auf und kann sie in einer Kammer festhalten, sodass sie nicht ohne die Handhabung eines Verriegelungsmechanismus entnommen werden kann. Ein typischer Verriegelungsmechanismus enthält Sperren, die ein Herausziehen der Blisterverpackung verhindern, solange nicht ein laschenartiger Mechanismus aus einem Sperrmechanismus gelöst werden kann.
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Bei Hartkunststoffschalen-Lösungen wird der Ver- und Entriegelungsmechanismus an einer Stelle angebracht, die gewöhnlich als Unterseite der Sekundärverpackung betrachtet wird, und die Blisterverpackung gleitet in einer kopfstehenden Ausrichtung heraus. Das heißt, dass der Verbraucher die gesamte Verpackungslösung umdrehen muss, wenn die Blisterverpackung herausgenommen wird, um an den Blisterhohlraum zu gelangen.
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Was benötigt wird, ist eine Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung, die den Ver- und Entriegelungsmechanismus auf die Oberseite der Hartkunststoffschale verlegt und ein Herausziehen der Blisterverpackung mit der richtigen Seite nach oben ermöglicht, sodass die Blister-Hohlräume beim Herausziehen sichtbar sind.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Hüllenverpackung offenbart, die eine Innenkammer aufweist, die angepasst ist, um eine Blisterverpackung aufzunehmen und sicher zu verwahren. Die Blisterverpackung enthält mindestens ein Halteloch und ein Verriegelungsloch. Die Hüllenverpackung enthält ein Kopfstück mit einer Innen- und Außenfläche. Das Kopfstück enthält zudem einen teilweise ausgestanzten Laschenabschnitt, der von der Oberfläche des Kopfstücks aus nach innen gebogen werden kann, mindestens einen Halteverrasterungsmechanismus, der so ausgerichtet ist, dass er das mindestens eine Halteloch der Blisterverpackung in Eingriff nehmen kann, und einen Verriegelungsbolzen, der so ausgerichtet und gestaltet ist, dass er das Verriegelungsloch in Eingriff nimmt. Der Verriegelungsbolzen ist im Wesentlichen von der Rück- zur Vorderseite hin nach unten geneigt. Die Hüllenverpackung enthält zudem ein Bodenstück mit einer Innen- und Außenfläche, das zusammen mit dem Kopfstück mittels einer Schnappverbindung zur Hüllenverpackung zusammengefügt werden kann. Das Bodenstück enthält eine Vielzahl erhöhter Rippen, sodass die Blisterverpackung auf den genannten erhöhten Rippen in der Innenkammer aufsetzt. Die Blisterverpackung ist in der Innenkammer der Hüllenverpackung verriegelt, wenn das Verriegelungsloch der Blisterverpackung den Verriegelungsbolzen in Eingriff nimmt. Die Blisterverpackung ist entriegelt, wenn der ausgestanzte Laschenabschnitt niedergedrückt wird und das Verriegelungsloch der Blisterverpackung vom Verriegelungsbolzen löst. Das Kopfstück kann zudem mindestens eine Führungsschiene enthalten, die so gestaltet ist, dass sie die Blisterverpackung in der Hüllenverpackung in der richtigen Ausrichtung hält, sowie eine Daumen-/Fingervertiefung an der Vorderkante des Kopf- und/oder Bodenstücks, um eine Person zu unterstützen, die eine Blisterverpackung greift, die sich in der Hüllenverpackung befindet.
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In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird eine Hüllenverpackung mit Innenkammer offenbart, die zum Aufnehmen und sicheren Halten einer Blisterverpackung angepasst ist. Die Blisterverpackung enthält mindestens ein Halteloch und eine Verriegelungslasche. Die Hüllenverpackung enthält ein Kopfstück mit einer Innen- und Außenfläche. Das Kopfstück enthält zudem einen teilweise ausgestanzten Laschenabschnitt, der von der Oberfläche des Kopfstücks aus nach innen gebogen werden kann, sowie mindestens einen Halteverrasterungsmechanismus, der so ausgerichtet ist, dass er das mindestens eine Halteloch der Blisterverpackung in Eingriff nehmen kann, sowie einen Verriegelungslaschenhalter, der so ausgerichtet und angepasst ist, dass er die Verriegelungslasche in Eingriff nimmt. Der Verriegelungslaschenhalter ist im Wesentlichen von der Rück- zur Vorderseite hin nach unten geneigt. Die Hüllenverpackung enthält zudem ein Bodenstück mit einer Innen- und Außenfläche, das mit dem Kopfstück mittels einer Schnappverbindung zur Ausbildung der Hüllenverpackung verbunden werden kann. Das Bodenstück enthält ehre Vielzahl erhöhter Rippen, derart, dass die Blisterverpackung auf den genannten erhöhten Rippen in der Innenkammer aufsetzt. Die Blisterverpackung ist in der Innenkammer der Hüllenverpackung verriegelt, wenn die Verriegelungslasche der Blisterverpackung den Verriegelungslaschenaufnehmer in Eingriff nimmt.
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Die Blisterverpackung ist entriegelt, wenn der ausgestanzte Laschenabschnitt niedergedrückt wird und sich die Verriegelungslasche der Blisterverpackung von dem Verriegelungslaschenhalter löst. Das Kopfstück kann zudem mindestens eine Führungsschiene enthalten, die so angepasst ist, dass sie die Blisterverpackung in der Hüllenverpackung in der richtigen Ausrichtung hält, sowie eine Daumen-/Fingervertiefung an der Vorderkante des Kopf- und/oder Bodenstücks, um eine Person zu unterstützen, die eine Blisterverpackung greift, die sich in der Hüllenverpackung befindet.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist eine auseinandergezogene Draufsicht des Kopf- und des Bodenstücks, die eine Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung und eine Blisterverpackung umfassen, die gemäß einer Ausführungsform der Erfindung angepasst ist in die Hartkunststoffschale zu passen.
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2 ist eine auseinandergezogene Unteransicht des Kopf- und des Bodenstücks, die eine Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung und eine Blisterverpackung umfassen, die gemäß einer Ausführungsform der Erfindung angepasst ist in die Hartkunststoffschale zu passen.
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3 ist eine Draufsicht der Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung, bei der entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung eine Blisterverpackung gezeigt wird, die in die Hartkunststoffschale eingeführt wird.
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4 ist eine Draufsicht der Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung, die die gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vollständig in die Hartkunststoffschale eingesetzte Blisterverpackung zeigt.
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5 ist eine Veranschaulichung der Unterseite des Kopfstücks einer Hartkunststoffschale gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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6 ist eine Veranschaulichung des Bodenstücks einer Hartkunststoffschale gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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7 ist eine Draufsicht der Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung, die gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die in die Hartkunststoffschale vollständig eingesetzte Blisterverpackung zeigt.
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8 ist eine Seitenansicht der Hartkunststoffschalen-Verpackungslösung, bei der gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung eine Blisterverpackung in die Hartkunststoffschale vollständig eingeführt ist.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die vorliegende Erfindung beschreibt eine verbesserte Hartkunststoffschalen-Sekundärverpackung, die angepasst ist, um eine typische Blisterverpackung aufzunehmen und unterzubringen. Zum Zwecke einer leichter verständlichen Beschreibung wird die Hartkunststoffschale in dieser Offenbarung auch als Hüllenverpackung bezeichnet. Die Hüllenverpackung wird im Wesentlichen aus zwei mittels Schnappverbindung miteinander verbundenen Kunststoffteilen (Oberteil und Boden) gebildet. Nach dem Zusammenfügen bleibt ein Ende der Hüllenverpackung im Wesentlichen offen, und es wird eine Innenkammer gebildet, die angepasst ist, eine Blisterverpackung aufzunehmen und unterzubringen. Auf oder an der Hüllenverpackung und der Blisterverpackung befinden sich ein oder mehrere Ver- und Entriegelungsmechanismen, die dazu dienen, die Blisterverpackung in der Hüllenverpackung zuverlässig zu halten. Zum Herausziehen und Freilegen der Blisterverpackung muss ein Verbraucher wissen, wie die Hüllenverpackung betätigt wird, um den oder die Verriegelungsmechanismen zu lösen.
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Diese Verriegelungsmechanismen bieten der gesamten Verpackungslösung einen erhöhten Grad an kindersicheren Sicherheitsmerkmalen.
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1 ist eine auseinandergezogene Draufsicht des Kopf- 10 und des Bodenstücks 12 der Hüllenverpackung sowie einer Blisterverpackung 13, welche gemäß einer Ausführungsform der Erfindung angepasst ist, um in die Hartkunststoffschale zu passen. Das Kopfstück 10 enthält einen ausgestanzten Laschenabschnitt 11, der eine Blisterverpackung 13 entriegelt, die vollständig in die Hüllenverpackung eingeführt ist. Ein Halteverrasterungspaar 17 ist teilweise gezeigt. Diese Mechanismen und ihre Wirkweise werden weiter unten ausführlicher beschrieben. Das Bodenstück 12 enthält eine Vielzahl erhöhter Rippen 15, die als Oberfläche dienen, auf der die flache Seite der Blisterverpackung 13 gesetzt ist, wenn sie in die Hüllenverpackung eingeführt ist. Die erhöhten Rippen 15 stellen eine kleine Erhebung bereit, derart, dass die Blisterverpackung nicht direkt auf der Oberfläche des Bodenstücks 12 sitzt. Der durch die erhöhten Rippen 15 entstehende Platz wird vom Ver- und Entriegelungsmechanismus genutzt, der weiter unten genauer beschrieben wird. Das Bodenstück 12 enthält auch eine Daumen-/Fingervertiefung 16. Die Daumen-/Fingervertiefung 16 ist ein ergonomisches Merkmal, das dem Verbraucher ein leichteres Greifen der Blisterverpackung, die vollständig in die Hüllenverpackung eingeführt ist, ermöglicht.
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Eine Blisterverpackung 13 wird ebenfalls gezeigt. Die Blisterverpackung 13 wird mit der richtigen Seite nach oben ausgerichtet dargestellt, d. h. die Hohlraumseite weist nach oben und die flache Seite weist nach unten. Es gibt mindestens ein Halteloch 14, das am führenden oder vorderen Teil der Blisterverpackung 13 gezeigt ist. Diese Haltelöcher 14 sind angepasst, um mit Gegenelementen in der Hüllenverpackung wie den Haltelaschen 17 zusammenzuwirken, um einen Haltemechanismus bereitzustellen. Weiterhin gibt es einen Verriegelungsbolzen (nicht gezeigt), der angepasst ist mit einem Verriegelungsloch 9 auf der genannten Blisterverpackung zusammenzuwirken. Die Bedienung der Verriegelungs- und Haltemechanismen wird weiter unten ausführlicher beschrieben.
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2 ist eine auseinandergezogene Unteransicht des Kopf- 10 und des Bodenstücks 12 der Hüllenverpackung und einer Blisterverpackung 13, welche gemäß einer Ausführungsform der Erfindung angepasst ist, in die Hartkunststoffschale zu passen. In dieser Abbildung wurden die Komponenten auf den Kopf gestellt, sodass die in 1 nicht sichtbaren Merkmale leichter zu erkennen sind. Die Blisterverpackung 13 wird mit ihrer exponierten flachen Seite dargestellt. Das Halteloch 14 und das Verriegelungsloch 9 sind weiterhin an dem führenden bzw. vorderen Abschnitt der Blisterverpackung 13 positioniert. Das Bodenstück 12 der Hüllenverpackung ist mit sichtbarer Daumen-/Fingervertiefung 16 gezeigt. Das Kopfstück 10 der Hüllenverpackung ist mit exponierter Innenfläche dargestellt. Eine der Halteverrasterungen 17 ist detaillierter gezeigt. Ein Verriegelungsbolzen 19 ist genau gegenüber dem ausgestanzten Laschenabschnitt 11 gezeigt. Der Verriegelungsbolzen 19 ist von der Rück- zur Vorderseite hin nach unten geneigt. Der ausgestanzte Laschenabschnitt 11 ist mit einem Abschnitt gezeigt, der sich von der Oberfläche des Kopfstücks 10 nach unten erstreckt. Ebenfalls gezeigt ist ein Führungsschienenpaar 18, das die Ausrichtung einer Blisterverpackung 13 unterstützt, die in die Hüllenverpackung eingeführt werden soll.
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3 ist eine Draufsicht der Hüllenverpackung 5 und zeigt entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung eine in die Hüllenverpackung 5 eingeführte Blisterverpackung 13. In dieser Abbildung sind das Kopfstück 10 und das Bodenstück 12 der Hüllenverpackung miteinander verrastet und zwar unter Verwendung von Verfahren und Komponenten wie sie im Stand der Technik bekannt sind. Das Kopfstück 10 enthält den ausgestanzten Laschenabschnitt 11, der im Wesentlichen im hinteren mittleren Bereich der Hüllenverpackung 5 angeordnet ist. Der vordere Abschnitt ist durch eine Öffnung gekennzeichnet, die die Blisterverpackung 13 aufnehmen kann. Die Blisterverpackung 13 wird mit der richtigen Seite nach oben gezeigt, die anfänglich in die Hüllenverpackung 5 eingeführt (oder im Wesentlichen herausgezogen) wird. Das Verriegelungsloch 9 ist an der Blisterverpackung 13 teilweise zu erkennen. Die am Kopfstück 10 angebrachten Halteverrasterungen 17 sind ebenfalls teilweise sichtbar.
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4 ist eine Draufsicht der Hüllenverpackung 5, bei der, entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung, eine Blisterverpackung 13 vollständig in die Hüllenverpackung 5 eingeführt ist. Diese Darstellung zeigt, wie die verschiedenen Verriegelungs- und Haltemechanismen arbeiten, sodass die Blisterverpackung 13 von einem Verbraucher mit der richtigen Seite nach oben eingeführt und herausgezogen werden kann. Die Blisterverpackung 13 ist gezeigt wie sie vollständig in die Hüllenverpackung 5 eingeführt und in dieser verriegelt ist. Würde ein Verbraucher versuchen, die Blisterverpackung 13 aus der Hüllenverpackung 5 zu ziehen, ohne zuvor den ausgestanzten Laschenabschnitt 11 zu betätigen, würde die Blisterverpackung 13 in der Hüllenverpackung 5 zuverlässig zurückgehalten werden. Die Blisterverpackung 13 wird mittels der Ausrichtung zwischen dem Verriegelungsloch 9 der Blisterverpackung 13 und dem Verriegelungsbolzen 19, der an der Unterseite des Kopfstücks 10 der Hüllenverpackung 5 angebracht ist, festgehalten. Der Verriegelungsbolzen 19 steht im Wesentlichen von der Innenfläche des Kopfstücks 10 nach unten über. Zudem neigt er leicht von vorn nach hinten, sodass die Blisterverpackung 13 relativ leicht über den Verriegelungsbolzen 19 gleiten kann. Wenn die Blisterverpackung 13 über den Verriegelungsbolzen 19 gleitet, greift das Verriegelungsloch 9, das mit dem Verriegelungsbolzen 19 abgestimmt ist, in den Verriegelungsbolzen 19 ein und verhindert somit ein Herausziehen der Blisterverpackung 13. Die Führungsschienen 18 helfen, die Blisterverpackung 13 in der Hüllenverpackung 5 ausgerichtet zu halten, da sie zwischen den Reihen von Hohlräumen der Blisterverpackung 13 positioniert sind. Wenngleich in dieser Abbildung nicht gezeigt, setzen die erhöhten Rippen 15 die Blisterverpackung 13 von der Oberfläche des Bodenstücks 12 ab. Der Verriegelungsbolzen 19 erstreckt sich nach unten, und zwar über die Distanz hinaus, die die erhöhten Rippen 15 nach oben bilden, aber nicht ganz bis zum Bodenstück 12. Auf diese Weise kann das dünne Profil der Blisterverpackung 13 durch den ausgestanzten Laschenabschnitt 11 hinreichend gebogen werden, sodass das Verriegelungsloch 9 vom Verriegelungsbolzen 19 gelöst wird, ohne die Blisterverpackung 13 an das Bodenstück 12 zu klemmen. Der Verbraucher greift die Blisterverpackung 13 mithilfe der Daumen-/Fingervertiefung 16 mit der einen Hand und hält das hintere Ende der Hüllenverpackung 5 in der anderen Hand, sodass der Daumen den ausgestanzten Laschenabschnitt 11 herunterdrücken kann. Der ausgestanzte Laschenabschnitt 11 drückt auf die Blisterverpackung 13 soweit nach unten, dass das Verriegelungsloch 9 vom Verriegelungsbolzen 19 gelöst wird. Während der Verbraucher die Hüllenverpackung 5 auf diese Weise hält, kann er mit dem Herausziehen der Blisterverpackung 13 beginnen, da das Verriegelungsloch 9 vom Verriegelungsbolzen 19 gelöst ist. Der Verbraucher kann mit dem Herausziehen der Blisterverpackung 13 fortfahren und zwar bis zum fast vollständigen Herausziehen aus der Hüllenverpackung 5. Die Verriegelungslöcher 14 der Blisterverpackung sind so ausgerichtet, dass sie die Halteverrasterungen 17 in Eingriff nehmen, um ein vollständiges Entfernen der Blisterverpackung 13 zu verhindern.
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In einer anderen Ausführungsform einer Hüllenverpackung ist der Verriegelungsmechanismus zwischen der Hüllenverpackung und der Blisterverpackung anders ausgestaltet. Viele der anderen Elemente und Komponenten der Hüllenverpackung und der Blisterverpackung sind hingegen gleich.
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5 ist eine Abbildung der Unterseite des Kopfstücks 20 einer Hüllenverpackung entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Das Kopfstück 20 enthält einen ausgestanzten Laschenabschnitt 21, ein Führungsschienenpaar 23 und ein Halteverrasterungenpaar 24. Das Kopfstück 20 enthält ferner einen Verriegelungslaschen-Rückhalter 22, der so ausgestaltet ist, dass er eine Verriegelungslasche auf einer Blisterverpackung in Eingriff nimmt, wie weiter unten näher beschrieben wird.
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6 ist eine Abbildung des Fußstücks 25 einer Hüllenverpackung entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Das Fußstück 25 enthält eine Vielzahl erhöhter Rippen 26 und eine Daumen-/Fingervertiefung 27. Wie zuvor können das Kopfstück 20 und das Fußstück 25 anhand von Elementen und Verfahren, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, miteinander zu einer Hüllenverpackung verrastet werden.
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7 ist eine Draufsicht der Verpackungslösung mit einer Hüllenverpackung 35, bei der entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung eine Blisterverpackung 28 vollständig in die Hüllenverpackung 35 eingeführt ist. In dieser Abbildung unterscheidet sich die Blisterverpackung 28 von der Blisterverpackung 13, die in der vorhergehenden Ausführungsform verwendet wurde. Die Blisterverpackung 28 enthält ein Paar an Haltelöchern 29, die so positioniert und ausgerichtet sind, dass sie ein entsprechendes Paar von Halteverrasterungen 26 in Eingriff nehmen, wenn die Blisterverpackung 28 nahezu vollständig herausgezogen ist. Allerdings verwendet diese Ausführungsform kein zusätzliches Verriegelungsloch, um die Blisterverpackung 28 in der Hüllenverpackung 35 festzuhalten. Stattdessen enthält die Blisterverpackung 28 eine Verringelungslasche 30, die einen Verriegelungslaschenhalter 22 in Eingriff nimmt, wenn die Blisterverpackung vollständig in die Hüllenverpackung 35 eingeführt ist und so ein Herausziehen der Blisterverpackung 28 verhindert. Die Führungsschienen 23 dienen demselben Zweck wie in der vorhergehenden Ausführungsform, nämlich zur Ausrichtung und Positionierung der Blisterverpackung 28 in der Hüllenverpackung 35. Wenn die Blisterverpackung 28 in das offene Ende der Hüllenverpackung 35 eingeführt ist, bewegt sich die Verriegelungslasche 30 frei daran entlang, da sie über die Blisterverpackung 28 etwas zurückgefaltet ist. Die Führungskante der Verriegelungslasche 30 trifft schließlich auf den abgeschrägten Verriegelungslaschenhalter 22 und fährt an der Schräge entlang, bis sie den Verriegelungslaschenhalter 22 freigibt.
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An dieser Stelle stößt jeder Versuch eines Herausziehen der Blisterverpackung 28 auf Widerstand, da sich die Verriegelungslasche 30 selbst aktiviert hat, derart, dass sie an dem Verriegelungslaschenhalter 22 hängen bleibt, wenn die Blisterverpackung 28 herausgezogen wird. Zur Entnahme der Blisterverpackung 28 muss die Verriegelungslasche 30 von dem Verriegelungslaschenhalter 22 gelöst werden. Dies geschieht mithilfe des ausgestanzten Laschenabschnitts 21 und wird erreicht, wenn der Verbraucher die Blisterverpackung 28 mithilfe der Daumen-/Fingervertiefung 27 mit der einen Hand greift und das hintere Ende der Hüllenverpackung 35 in der anderen Hand hält, sodass der Daumen den ausgestanzten Laschenabschnitt 21 niederdrücken kann. Der ausgestanzte Laschenabschnitt 21 drückt die Verriegelungslasche 30 soweit nach unten, dass die Verriegelungsklappe 30 vom Verriegelungsklappenhalter 22 gelöst wird. Während der Verbraucher die Hüllenverpackung 35 auf diese Weise hält, kann er mit dem Herausziehen der Blisterverpackung 28 beginnen, da die Verriegelungslasche 30 vom Verriegelungsklappenhalter 22 gelöst ist und jetzt nicht mehr an irgendwelchen Hindernissen hängen bleibt. Der Verbraucher kann die Blisterverpackung 28 jetzt fast vollständig aus der Hüllenverpackung 35 herausziehen. Die Haltelöcher 29 der Blisterverpackung sind so positioniert und ausgerichtet, dass sie die Halteverrasterungen 26 in Eingriff nehmen, um ein vollständiges Entnehmen der Blisterverpackung 28 zu verhindern.
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8 ist eine Seitenansicht der Verpackungslösung mit einer Hüllenverpackung 35, bei der entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung eine Blisterverpackung 28 vollständig in die Hüllenverpackung 35 eingeführt ist. Diese Ansicht bietet eine bessere Darstellung wie die Verriegelungslasche 30 der Blisterverpackung 28 den Verriegelungslaschenhalter 22 in Eingriff nimmt, wenn die Blisterverpackung vollständig in die Hüllenverpackung 35 eingeführt ist. Jeder Versuch eines Herausziehen der Blisterverpackung 28 ohne vorheriges Niederdrücken des ausgestanzten Laschenabschnitts 21 führt dazu, dass die Verriegelungslasche 30 in Widerstand hierzu den Verriegelungslaschenhalter 22 in Eingriff nimmt. Nur wenn der ausgestanzte Laschenabschnitt 21 niedergedrückt ist und dadurch die Verriegelungslasche 30 so weit nach unten drückt, dass der Verriegelungslaschenhalter 22 freigegeben wird, kann die Blisterverpackung 28 herausgezogen werden.
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Die Daumen-/Finger-Vertiefungen 16, 27 der Ausführungsformen sind als ein Teil der Bodenstücke 12, 25 der Hüllenverpackung ausgebildet. Die Daumen-/Finger-Vertiefungen 16, 27 könnten ebenso leicht in die Kopfstücke 10, 20 oder sowohl in die Kopfstücke 10, 20 als auch in die Bodenstücke 12, 25 der Hüllenverpackung 5, 35 aufgenommen werden.
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Es wird davon ausgegangen, dass die vorliegende Erfindung zahlreiche weitere Ausführungsformen umfasst, die hier nicht im Detail beschrieben sein mögen, die sich jedoch aus den gemachten Offenbarungen dem angesprochenen Fachmann ohne Weiteres erschließen. Dementsprechend ist diese Offenbarung nicht als Begrenzung auf die vorstehenden Ausführungsbeispiele oder die bezeichneten bevorzugten Ausführungsformen auszulegen.