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TECHNISCHES GEBIET
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Die
Erfindung betrifft im Allgemeinen Hydraulikfluid-Zusammensetzungen
und, genauer gesagt, Hydraulikfluid-Zusammensetzungen mit ausgezeichneter
Oxidationsbeständigkeit.
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HINTERGRUND
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Hydraulikfluide
dienen als Kraftübertragungsmedium in einem hydraulischen
System. Sie sind derart gestaltet, dass sie Kraft und Bewegung in
industriellen, mobilen und nicht mobilen hydraulischen Systemen übertragen,
wie in Automobilen, Traktoren, Planierraupen, Baumaschinen und Hydraulikpumpen
usw. Bei einer besonderen, neueren Anwendung, hydraulischen Systemen
in Baumaschinen, wird zum Beispiel ein höherer Druck bei
kleineren Hydraulikpumpen und Motoren aufgewendet, so dass die Leistungsfähigkeit
des Systems erhöht wird. Das kleinere Fassungsvermögen
des Vorratsbehälters für Hydraulikflüssigkeit
und geringere Belüftung am Maschinen- bzw. Pumpraum aufgrund
von Lärmschutz beschleunigt die Oxidation und den thermischen
Abbau von Hydraulikflüssigkeiten. Der Technische Ausschuss
für Kraftstoffe und Schmiermittel der Japan Construction
Mechanization Association (JCMA) hat unter den Bezeichnungen JCMAS
HK und JCMAS HKB Vorgaben für Hydraulikfluide (biologisch
abbaubare Hydraulikfluide) erstellt, die in mobiler Bauausrüstung
verwendet werden sollen.
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Die
meisten Hydrauliköle werden aus Mineralöl hergestellt.
Bei Anwendungen, bei denen Öl in die Umwelt gelangen kann,
verwendet man als Basisöl oft umweltfreundliche Esteröle,
zum Beispiel auf Basis von Rapsöl und/oder Sojaöl.
In den letzten Jahren wurde eine alternative Basisöl-Quelle
in einer Reihe von Patentveröffentlichungen und Anmeldungen
offenbart, d. h. in
US 2006/0289337 ,
US2006/0201851 ,
US2006/0016721 ,
US2006/0016724 ,
US2006/0076267 ,
US2006/020185 ,
US2006/013210 ,
US2005/0241990 ,
US2005/0077208 ,
US2005/0139513 ,
US2005/0139514 ,
US2005/0133409 ,
US2005/0133407 ,
US2005/0261147 ,
US2005/0261146 ,
US2005/0261145 ,
US2004/0159582 ,
US7018525 ,
US7083713 , den US-Anmeldungen mit
der laufenden Nr. 11/400570, 11/535165 und 11/613936, die hier durch Bezugnahme
aufgenommen werden. Die Bezugsstellen offenbaren ein Fischer-Tropsch-Basisöl,
das in einem Verfahren hergestellt wird, bei dem die Beschickung
eine wachsartige Beschickung ist, die aus einer Fischer-Tropsch-Synthese
gewonnen wird. Das Verfahren umfasst einen Schritt der vollständigen
oder partiellen Entparaffinierung durch Hydroisomerisierung unter
Verwendung eines Doppelfunktionskatalysators oder eines Katalysators,
der selektiv Paraffine isomerisieren kann. Eine Entparaffinierung
durch Hydroisomerisierung wird erreicht, indem man die wachsartige
Beschickung mit einem Hydroisomerisierungskatalysator in einer Isomerisierungszone
unter Hydroisomerisierungsbedingungen zusammenbringt. Die Produkte
aus der Fischer-Tropsch-Synthese können auch durch bekannte
Verfahren erhalten werden, wie z. B. durch die im Handel erhältliche
SASOL
®-Aufschlämmungsphase-Fischer-Tropsch-Technologie,
das im Handel erhältliche SHELL
®-Mitteldestillat-Synthese-(SMDS-)Verfahren
oder durch das nicht im Handel erhältliche EXXON
®-Advanced Gas Conversion-(AGC-21-)Verfahren.
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Es
besteht immer noch ein Bedarf an einem Hydraulikfluid, insbesondere
einem funktionellen Fluid, das die Vorgaben der Japan Construction
Mechanization Association erfüllt, das eine ausgezeichnete
Oxidationsbeständigkeit hat und alternative Kohlenwasserstoffprodukte
einsetzt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In
einer Ausführungsform wird eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung
bereitgestellt, umfassend (i) ein Basisschmieröl, das folgendes
aufweist: aufeinander folgende Anzahlen an Kohlenstoffatomen, weniger
als 10 Gew.-% naphthenischen Kohlenstoff gemäß n-d-M,
weniger als 0,10 Gew.-% Olefine und weniger als 0,05 Gew.-% Aromaten;
(ii) 0,001-20 Gew.-% mindestens eines Additivpakets; wobei die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
mindestens eine der JCMAS HK- und JCMAS HKB-Standardvorgaben erfüllt.
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Unter
einem anderen Aspekt wird einem Verfahren bereitgestellt zur Verringerung
des oxidativen Abbaus von Hydraulikfluiden, die in Baumaschinen
verwendet werden sollen, wobei das Verfahren die Verwendung einer
Hydraulikfluid-Zusammensetzung umfasst, umfassend ein Basisschmieröl,
das folgendes aufweist: aufeinander folgende Anzahlen an Kohlenstoffatomen,
weniger als 10 Gew.-% naphthenischen Kohlenstoff gemäß n-d-M,
weniger als 0,10 Gew.-% Olefine und weniger als 0,05 Gew.-% Aromaten;
(ii) 0,001–20 Gew.-% mindestens eines Additivpakets; wobei
die Hydraulikfluid-Zusammensetzung mindestens eine der JCMAS HK- und
JCMAS HKB-Standardvorgaben erfüllt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Es
zeigt:
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1 ein
Diagramm, das die Veränderung der kinematischen Viskosität
bei 40°C von einem Hydraulikfluid des Standes der Technik
und einer Ausführungsform des Hydraulikfluids der Erfindung
in einem Kolbenpumpentest vergleicht;
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2 ein Diagramm, das die Veränderung
in der Säurezahl von einem Hydraulikfluid des Standes der Technik
und einer Ausführungsform des Hydraulikfluids der Erfindung
in einem Kolbenpumpentest vergleicht.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Die
folgenden Begriffe werden in der gesamten Beschreibung verwendet
und haben die folgenden Bedeutungen, wenn nicht anders angegeben.
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Wie
hier verwendet, wird ”Hydraulikflüssigkeit” austauschbar
mit ”funktionelles Fluid” verwendet, womit ein
Fluid bezeichnet wird, das für die Übertragung
von Energie bei industriellen Anwendungen sowie bei mobilen und
nicht mobilen Fahrzeugen und Ausrüstung als Schmiermittel,
Hydraulikfluid, Automatikgetriebeöl (Automatic Transmission
Fluid), Wärmeaustauschmedium oder dergleichen verwendet
wird.
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”Aus
einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammend” bedeutet, dass
das Produkt, die Fraktion oder die Beschickung aus einer Stufe eines
Fischer-Tropsch-Verfahrens stammt oder dort hergestellt wird. Wie
hier verwendet, kann ”Fischer-Tropsch-Basisöl” austauschbar
verwendet werden mit ”FT Basisöl”, ”FTBO”, ”GTL
Basisöl” (GTL: gas-to-liquid) oder ”aus
einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammendes Basisöl”.
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Wie
hier verwendet, steht ”isomerisiertes Basisöl” für
ein Basisöl, das durch Isomerisierung einer wachsartigen
Beschickung erhalten wird.
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Wie
hier verwendet, umfasst eine ”wachsartige Beschickung” mindestens
40 Gew.-% n-Paraffine. In einer Ausführungsform umfasst
die wachsartige Beschickung mehr als 50 Gew.-% n-Paraffine. In einer
weiteren Ausführungsform umfasst die wachsartige Beschickung
mehr als 75 Gew.-% n-Paraffine. In einer Ausführungsform
enthält die wachsartige Beschickung zudem sehr kleine Mengen
Stickstoff und Schwefel, beispielsweise weniger als insgesamt 25
ppm Stickstoff und Schwefel zusammen oder in anderen Ausführungsformen weniger
als 20 ppm. Beispiele für wachsartige Beschickungen umfassen
Paraffingatsche, entölte Paraffingatsche, raffinierte Nachlauföle,
Wachs-Schmiermittelraffinate, n-Paraffin-Wachse, NAO-Wachse, in
Chemiefabrikverfahren hergestellte Wachse, von entöltem
Petroleum hergeleitete Wachse, mikrokristalline Wachse, Fischer-Tropsch-Wachse
und Gemische davon. In einer Ausführungsform haben die
wachsartigen Beschickungen einen Pourpunkt über 50°C.
In einer anderen Ausführungsform ist er größer
60°C.
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Wie
hier verwendet, betrifft ”Pourpunkt-verringende Mischkomponente” ein
isomerisiertes Wachsprodukt mit vergleichsweise hohen Molekulargewichten
und einem festgelegten Grad an Alkylverzweigung im Molekül,
so dass sie den Pourpunkt von Basisschmierölmischungen
senkt, die sie enthalten. Beispiele für Pourpunkt-verringende
Mischkomponenten sind offenbart in den
US-Patenten 6,150,577 und
7,053,254 und in der Patentveröffentlichung
US 2005-0247600 A1 .
Eine Pourpunkt-verringende Mischkomponente kann Folgendes sein:
1) ein isomerisiertes, aus einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammendes
Sumpfprodukt; 2) ein Sumpfprodukt, das aus einem isomerisierten,
hochgradig wachsartigen Mineralöl hergestellt wurde, oder
3) ein isomerisiertes Öl mit einer kinematischen Viskosität
bei 100°C von mindestens etwa 8 mm
2/s,
das aus Polyethylen-Kunststoff hergestellt wurde.
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Wie
hier verwendet, bezeichnet der ”10-Prozent-Punkt” im
Siedebereich einer Pourpunkt-verringenden Mischkomponente die Temperatur,
bei der 10 Gew.-% der in dieser Fraktion vorhandenen Kohlenwasserstoffe
bei Atmosphärendruck verdampfen. Ebenso bezeichnet der
90-Prozent-Punkt in den jeweiligen Siedebereichen die Temperatur,
bei der 90 Gew.-% der in dieser Fraktion vorhandenen Kohlenwasserstoffe
bei Atmosphärendruck verdampfen. Für Proben mit
einem Siedebereich über 1000°F (538°C)
kann der Siedebereich unter Verwendung des Standardanalyseverfahrens
D-6352-04 oder eines Äquivalents gemessen werden.
Für Proben mit einem Siedebereich unter 1000°F
(538°C) können die Siedebereichsverteilungen in
dieser Offenbarung unter Verwendung des Standardanalyseverfahrens
D-2887-06 oder eines Äquivalents gemessen werden.
Man erkennt, dass nur der 10-Prozent-Punkt des jeweiligen Siedebereichs
verwendet wird, wenn von einer Pourpunkt-verringenden Mischkomponente
die Rede ist, die ein Sumpfprodukt einer Vakuumdestillation ist,
weil sie aus einer Sumpffraktion stammt, wodurch der 90-Prozent-Punkt
oder die obere Siedegrenze irrelevant werden.
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”Kinematische
Viskosität” ist eine Messung des Strömungswiderstandes
eines Fluids unter Schwerkraft in mm2/s,
bestimmt durch ASTM D445-06.
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”Viskositätsindex” (VI)
ist eine empirische, einheitslose Zahl, die die Auswirkung einer
Temperaturänderung auf die kinematische Viskosität
des Öls angibt. Je höher der VI eines Öls
ist, desto niedriger ist sein Bestreben, die Viskosität
mit der Temperatur zu ändern. Der Viskositätsindex
wird gemäß ASTM D 2270-04 gemessen.
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Die
apparente Viskosität im Kaltstartsimulator (CCS VIS) ist
eine Messung in Millipascal-Sekunden, mPa·s, mit der die
viskosimetrischen Eigenschaften von Basisschmierölen unter
niedriger Temperatur und hoher Scherung gemessen werden. Die CCS
VIS wird mittels ASTM D 5293-04 bestimmt.
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Die
Siedebereichsverteilung von Basisöl in Gewichtsprozent
wird bestimmt durch simulierte Destillation (SIMDIS) gemäß ASTM
D 6352-04, ”Boiling Range Distribution of Petroleum
Distillates in Boiling Range from 174 to 700°C by Gas Chromatography”.
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Die ”Noack-Flüchtigkeit” ist
definiert als diejenige Masse Öl, ausgedrückt
in Gewichtsprozent, die verloren geht, wenn das Öl bei
250°C mit einem dadurch strömenden konstanten
Luftstrom für 60 min erwärmt wird, was gemäß ASTM
D5800-05, Verfahren B, gemessen wird.
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Mit
der Brookfield-Viskosität wird die interne Fluid-Reibung
eines Schmiermittels bei Kaltbetrieb bestimmt, die mittels ASTM
D 2983-04 gemessen werden kann.
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”Pourpunkt” ist
die Messung einer Temperatur, bei der eine Basisölprobe
unter bestimmten, sorgfältig geregelten Bedingungen zu
fließen beginnt, was gemäß ASTM
D 5950-02 bestimmt werden kann.
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”Selbstentzündungstemperatur” ist
diejenige Temperatur, bei der sich ein Fluid spontan bei Kontakt
mit Luft selbst entzündet, was gemäß ASTM
659-78 bestimmt werden kann.
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”Ln” steht
für den natürlichen Logarithmus zur Basis ”e”.
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”Traktionskoeffizient” ist
ein Indikator für intrinsische Schmiermitteleigenschaften,
ausgedrückt als das dimensionslose Verhältnis
der Reibungskraft F und der Normalkraft N, wobei die Reibung die
mechanische Kraft ist, die sich einer Bewegung widersetzt oder eine
Bewegung zwischen gleitenden oder rollenden Oberflächen
behindert. Der Traktionskoeffizient lässt sich mit einem
MTM Traktions-Messsystem von PCS Instruments, Ltd., messen, das
aufgebaut ist aus einer polierten Kugel mit 19 mm Durchmesser (SAE
AISI 52100 Stahl) in einem Winkel von 220 zu einer polierten
flachen Scheibe mit 46 mm Durchmesser (SAE AISI 52100 Stahl).
Stahlkugel und Scheibe werden unabhängig bei einer mittleren
Rollgeschwindigkeit von 3 m/s, 40% Gleit-Rollverhältnis
und 20 Newton Last gemessen. Das Rollverhältnis ist definiert
als die Differenz der Gleitgeschwindigkeit zwischen Kugel und Scheibe,
dividiert durch die mittlere Geschwindigkeit von Kugel und Scheibe,
d. h. Rollverhältnis = (Geschw. 1 – Geschw. 2)/((Geschw.
1 + Geschw. 2) – /2).
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Wie
hier verwendet, bedeutet ”aufeinander folgende Anzahlen
Kohlenstoffatome”, dass das Basisöl Kohlenwasserstoffmoleküle
enthält, deren Anzahl Kohlen stoffatome über einen
Bereich verteilt ist, der auch jede Anzahl von Kohlenstoffatomen
zwischen den angegebenen Grenzen aufweist. Das Basisöl
kann beispielsweise Kohlenwasserstoffmoleküle im Bereich
von C22 bis C36 oder von C30 bis C60 mit jeder Anzahl an Kohlenstoffatomen
dazwischen aufweisen. Die Kohlenwasserstoffmoleküle des
Basisöls unterscheiden sich voneinander durch die fortlaufenden
Anzahlen Kohlenstoffatome, da die wachsartige Beschickung ebenfalls
fortlaufende Anzahlen Kohlenstoffatome aufweist. In der Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffsynthesereaktion
ist die Quelle für Kohlenstoffatome zum Beispiel CO und
die Kohlenwasserstoffmoleküle werden jeweils ein Kohlenstoffatom
nach dem anderen aufgebaut. Von Rohöl hergeleitete wachsartige
Beschickungen haben fortlaufende Anzahlen Kohlenstoffatome. Im Gegensatz
zu einem Öl auf Basis von Polyalphaolefin (”PAO”)
haben die Moleküle eines isomerisierten Basisöls
eine linearere Struktur und umfassen ein relativ langes Gerüst mit
kurzen Verzweigungen. Die klassische Lehrbuchbeschreibung eines
PAO ist ein sternenförmiges Molekül und insbesondere
Tridecan, das dargestellt ist als drei Decanmoleküle, die
an einem Mittelpunkt miteinander verbunden sind. Ein sternenförmiges
Molekül ist zwar theoretisch, aber trotzdem haben PAO-Moleküle
weniger und längere Verzweigungen als die Kohlenwasserstoffmoleküle,
die das hier offenbarte isomerisierte Basisöl bilden.
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”Moleküle
mit Cycloparaffin-Funktionalität” steht für
jedes Molekül, das eine monozyklische oder kondensierte
multizyklische gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe ist oder
als einen oder mehrere Substituenten enthält.
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”Moleküle
mit Monocycloparaffin-Funktionalität” steht für
jedes Molekül, das eine monozyklische gesättigte
Kohlenwasserstoffgruppe mit 3 bis 7 Ring-Kohlenstoffatomen ist,
oder für ein Molekül, das mit einer einzelnen
monozyklischen gesättigten Kohlenwasserstoffgruppe mit
3 bis 7 Ring-Kohlenstoffatomen substituiert ist.
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”Moleküle
mit Multicycloparaffin-Funktionalität” steht für
jedes Molekül, das eine kondensierte multizyklische gesättigte
Kohlenwasserstoff-Ringgruppe mit zwei oder mehreren kondensierten
Ringen ist, für jedes Molekül, das mit einem oder
mehreren kondensierten multizyklischen gesättigten Kohlenwasserstoff-Ringgruppen
aus zwei oder mehreren kondensierten Ringen substituiert ist, oder
jedes Molekül, das mit mehr als einer monozyklischen gesättigten
Kohlenwasserstoffgruppe mit 3 bis 7 Ring-Kohlenstoffatomen substituiert
ist.
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Moleküle
mit Cycloparaffin-Funktionalität, Moleküle mit
Monocycloparaffin-Funktionalität und Moleküle mit
Multicycloparaffin-Funktionalität sind in Gewichtsprozent
angegeben und werden bestimmt durch eine Kombination aus Feld-Ionisations- Massenspektroskopie
(FIMS), HPLC-UV für Aromaten und Protonen-NMR für
Olefine, was hier im Weiteren vollständig beschrieben ist.
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Oxidator-BN
misst die Reaktion eines Schmieröls in einer simulierten
Anwendung. Hohe Werte oder lange Zeiten zur Adsorption von einem
Liter Sauerstoff weisen auf eine gute Stabilität hin. Oxidator-BN
kann gemessen werden mit einer Sauerstoffabsorptionsvorrichtung
nach Dornte (
R. W. Dornte "Oxidation of White Oils," Industrial
und Engineering Chemistry, Bd. 28, Seite 26, 1936); unter
1 Atmosphäre reinem Sauerstoff bei 340°F wird
die Zeit zur Absorption von 1000 ml O
2 durch
100 g Öl ermittelt. In dem Oxidator BN-Test wird 0,8 ml
Katalysator pro 100 g Öl verwendet. Der Katalysator ist
ein Gemisch aus löslichen Metallnaphthenaten, das die Durchschnittsmetallanalyse
von gebrauchtem Motorgehäuseöl simuliert. Das
Additivpaket ist 80 mmol Zinkbispolypropylenphenyldithiophosphat
pro 100 g Öl.
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Molekulare
Charakterisierungen lassen sich durchführen mit Verfahren
des Standes der Technik, einschließlich Feldionisations-Massenspektroskopie
(FIMS) und n-d-M-Analyse (ASTM D 3238-95 (2005
erneut zugelassen)). Bei der FIMS wird das Basisöl als
Alkane und Moleküle mit unterschiedlichen Anzahlen an Ungesättigtheiten
charakterisiert. Die Moleküle mit verschiedenen Anzahlen
an Ungesättigtheiten können zum Beispiel Cycloparaffine,
Olefine und Aromaten umfassen. Sind Aromaten in signifikanter Menge
zugegen, werden sie als 4-Ungesättigtheiten identifiziert.
Sind Olefine in signifikanten Mengen zugegen, werden sie als 1-Ungesättigtheiten
identifiziert. Die Summe der 1-Ungesättigtheiten, 2-Ungesättigtheiten,
3-Ungesättigtheiten, 4-Ungesättigtheiten, 5-Ungesättigtheiten
und 6-Ungesättigtheiten aus der FIMS-Analyse abzüglich
der Gewichtsprozent Olefine gemäß Protonen-NMR
und abzüglich der Gewichtsprozent Aromaten gemäß HPLC-UV
ergibt die Gesamt-Gewichtsprozent der Moleküle mit Cycloparaffin-Funktionalität.
Wurde der Aromatengehalt nicht gemessen, war er wahrscheinlich kleiner
als 0,1 Gew.-% und wurde nicht in die Berechnung der Gesamt-Gewichtsprozent
der Moleküle mit Cycloparaffin-Funktionalität
aufgenommen. Die Gesamt-Gewichtsprozent der Moleküle mit
Cycloparaffin-Funktionalität sind die Summe der Gewichtsprozent
der Moleküle mit Monocycloparaffin-Funktionalität
und der Gewichtsprozent der Moleküle mit Multicycloparaffin-Funktionalität.
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Die
Molekulargewichte werden gemäß ASTM D2503-92 (2002
erneut zugelassen) bestimmt. Das Verfahren verwendet die thermoelektrische
Messung des Dampfdrucks (VPO). Bei unzureichendem Probenvolumen
lässt sich das alternative Verfahren von ASTM D2502-04 verwenden;
und wenn dieses verwendet wurde, ist dies angegeben.
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Die
Dichte wird gemäß ASTM D4052-96 (2002
erneut zugelassen) bestimmt. Die Probe wird in ein oszillierendes
Probenrohr eingebracht und die Veränderung der Oszillationsfrequenz,
die durch die Veränderung der Masse des Rohrs verursacht
wird, wird zusammen mit den Kalibrierungsdaten zur Bestimmung der
Dichte der Probe verwendet.
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Die
Gewichtsprozent Olefine können bestimmt werden durch Protonen-NMR
gemäß den hier angegebenen Schritten. In den meisten
Tests sind die Olefine herkömmliche Olefine, d. h. ein
verteiltes Gemisch aus Olefin-Typen, bei denen Wasserstoffatome
an die Kohlenstoffatome der Doppelbindung gebunden sind, wie: alpha,
Vinyliden, cis, trans und tri-substituierte, mit einem nachweisbaren
Allyl- zu Olefin-Integral-Verhältnis zwischen 1 und 2,5.
Steigt dieses Verhältnis über 3, zeigt es einen
höheren Prozentsatz an vorhandenen tri- oder tetra-substituierten
Olefinen an, so dass andere auf dem Gebiet der Analyse bekannte
Annahmen vorgenommen werden können, um die Anzahl der Doppelbindungen
in der Probe zu berechnen. Die Schritte sind wie folgt: A) Herstellen
einer Lösung von 5–10% Test-Kohlenwasserstoff
in Deuterochloroform. B) Aufnehmen eines normalen Protonenspektrums
von mindestens 12 ppm Spektralbreite und genaues Verzeichnen der
Achse der chemischen Verschiebung (ppm), wobei das Gerät
einen so großen Verstärkungsbereich besitzt, dass ein
Signal erhalten wird, ohne dass der Empfänger/ADC überlastet
wird, wenn beispielsweise ein 30°-Impuls angelegt wird,
hat das Gerät einen dynamischen Mindest-Signaldigitalisierungsbereich
von 65000. In einer Ausführungsform hat das Gerät
einen dynamischen Bereich von mindestens 260000. C) Messen der Integralintensitäten
zwischen: 6,0–4,5 ppm (Olefin); 2,2–1,9 ppm (Allyl)
und 1,9–0,5 ppm (gesättigt). D) Verwenden des Molekulargewichts
der Testsubstanz, das gemäß ASTM D 2503-92 (2002
erneut zugelassen) bestimmt wird, zum Berechnen von: 1. der durchschnittlichen
Molekülformel der gesättigten Kohlenwasserstoffe;
2. der durchschnittlichen Molekülformel der Olefine; 3.
der Gesamt-Integralintensität (= Summe sämtlicher
Integralintensitäten); 4. der Integralintensität
je Proben-Wasserstoff (= Gesamtintegral/Anzahl der Wasserstoffatome
in der Formel); 5. der Anzahl der Olefin-Wasserstoffatome (= Olefinintegral/Integral
je Wasserstoff); 6. der Anzahl der Doppelbindungen (= Olefin-Wasserstoff × Wasserstoffe
in der Olefin-Formel/2); und 7. der Gewichtsprozent Olefine gemäß Protonen-NMR
= 100 × Anzahl der Doppelbindungen × Anzahl der
Wasserstoffatome in einem üblichen Olefinmolekül,
dividiert durch die Anzahl der Wasserstoffatome in einem üblichen
Testsubstanzmolekül. In diesem Test funktioniert das Berechnungsverfahren
D für die Gewichtsprozent Olefine gemäß Pro tonen-NMR
besonders gut, wenn das Ergebnis für % Olefine niedrig
ist, d. h. kleiner als 15 Gew.-%.
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In
einer Ausführungsform kann Gewichtsprozent Aromaten durch
HPLC-UV gemessen werden. In einer Ausführungsform wird
der Test durchgeführt mit einem Hewlett Packard 1050 Series
Quaternary Gradient-Hochleistungsflüssigkeitschromatographie-(HPLC-)System,
gekoppelt mit einem HP 1050 Dioden-Array UV-Vis-Detektor, der an
eine HP Chem-Station angeschlossen ist. Die Identifikation der einzelnen
Aromatenklassen in dem hochgesättigten Basisöl
kann auf der Basis des UV-Spektralmusters und der Elutionszeit vorgenommen
werden. Die für diese Analyse verwendete Amino-Säule
unterscheidet aromatische Moleküle vorwiegend auf der Basis
ihrer Ringzahl (oder Doppelbindungszahl). Somit eluieren zuerst
die Moleküle mit einem einzelnen aromatischen Ring, gefolgt
von den polyzyklischen Aromaten, und zwar in der Reihenfolge der
steigenden Anzahl an Doppelbindungen pro Molekül. Bei Aromaten
mit ähnlichem Doppelbindungscharakter eluieren solche mit
nur einer Alkylsubstitution am Ring früher als solche mit
einer naphthenischen Substitution. Eine eindeutige Identifikation
der verschiedenen aromatischen Kohlenwasserstoffe im Basisöl
anhand ihrer UV-Absorptionsspektren kann bewerkstelligt werden,
wenn man erkennt, dass ihre maximalen Elektronenübergänge
im Vergleich zu den reinen Modellverbindungsanaloga sämtlich
nach Rot verschoben sind, und zwar in einem Ausmaß, das
von der Menge an Alkyl- und naphthenischer Substitution am Ringsystem
abhängt. Eine Quantifizierung der eluierenden aromatischen
Verbindungen kann vorgenommen werden, indem man Chromatogramme bei
Wellenlängen integriert, die für jede allgemeine
Klasse von Verbindungen über das geeignete Retentionszeitfenster
für diesen Aromaten optimiert worden sind. Die Grenzen
des Retentionszeitfensters für jede Aromatenklasse können
bestimmt werden, indem die einzelnen Absorptionsspektren der eluierenden
Verbindungen zu verschiedenen Zeiten manuell untersucht und auf
Basis ihrer qualitativen Ähnlichkeit zu den Absorptionsspektren
von Modellverbindungen der geeigneten Aromatenklasse zugeordnet
werden.
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HPLC-UV
Kalibrierung. In einer Ausführungsform kann HPLC-UV zur
Identifikation von Klassen von aromatischen Verbindungen sogar bei
sehr niedrigen Mengen verwendet werden, beispielsweise absorbieren Multiring-Aromaten
gewöhnlich 10 bis 200 Mal stärker als Einzelring-Aromaten.
Eine Alkylsubstitution beeinträchtigt die Absorption um
20%. Die Integrationsgrenzen für die gemeinsam eluierenden
1-Ring- und 2-Ring-Aromaten bei 272 nm können durch das
Perpendicular Drop-Verfahren festgelegt werden. Wellenlängenabhängige
Reaktionsfaktoren für jede allgemeine Aromatenklasse können
bestimmt werden, indem man zunächst Plots nach dem Beer'schen
Gesetz aus reinen Modellverbindungsgemischen auf Basis der nächsten Spektral-Peak-Absorptionen
zu den substituierten Aromaten-Analoga konstruiert. Die Aromatenkonzentrationen
in Gewichtsprozent können berechnet werden, indem man annimmt,
dass das mittlere Molekulargewicht für jede Aromatenklasse
ungefähr gleich dem mittleren Molekulargewicht für
die gesamte Basisölprobe ist.
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NMR-Analyse.
In einer Ausführungsform können die Gewichtsprozente
sämtlicher Moleküle mit mindestens einer aromatischen
Funktion in dem gereinigten monoaromatischen Standard durch Langzeit-Kohlenstoff-13NMR-Analyse
bestätigt werden. Die NMR-Ergebnisse können hergeleitet
werden aus dem Verhältnis von % aromatischer Kohlenstoff
zu % aromatische Moleküle (die mit HPLC-UV und D 2007 übereinstimmen müssen),
und zwar vor dem Hintergrund, dass 95–99% der Aromaten
in hochgesättigten Basisölen Einzelring-Aromaten
sind. In einem weiteren Test zur genauen Messung kleiner Mengen
sämtlicher Moleküle mit mindestens einer aromatischen
Funktion mittels NMR kann das (2004 erneut zugelassene) Standardverfahren D
5292-99 derart modifiziert werden, dass eine Kohlenstoff-Mindestempfindlichkeit
von 500:1 (gemäß ASTM Standardpraxis E
386) mit einem 15 Stunden dauernden Lauf auf einem 400–500
MHz-NMR mit einer 10–12 mm Nalorac-Sonde erhalten wird.
Acorn PC Integrations-Software kann zur Festlegung der Form der
Grundlinie und zur einheitlichen Integration verwendet werden.
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Ausmaß der
Verzweigung betrifft die Anzahl der Alkylverzweigungen in Kohlenwasserstoffen.
Die Verzweigung und die Verzweigungsposition können mittels
Kohlenstoff-13-(13C-)NMR gemäß dem
folgenden neuenstufigen Verfahren bestimmt werden: 1) Identifizieren
der CH-Verzweigungszentren und der CH3-Verzweigungsendpunkte
unter Verwendung der DEPT-Impuls-Sequenz (Doddrell, D. T.;
D. T. Pegg; M. R. Bendall, Journal of Magnetic Resonance 1982, 48,
323ff). 2) Verifizieren des Fehlens von Kohlenstoffatomen,
die mehrfache Verzweigungen initiieren (quaternäre Kohlenstoffatome),
mithilfe der APT-Impuls-Sequenz (Patt, S. L.; J. N. Shoolery,
Journal of Magnetic Resonance 1982, 46, 535ff.). 3) Zuordnen
der verschiedenen Verzweigungskohlenstoff-Resonanzen zu spezifischen
Verzweigungspositionen und -längen mithilfe tabellarisierter und
berechneter Werte des Standes der Technik (Lindeman, L.
P., Journal of Qualitative Analytical Chemistry 43, 1971 1245ff; Netzel,
D. A., et al., Fuel, 60, 1981, 307ff). 4) Abschätzen
der relativen Verzweigungsdichte an verschiedenen Kohlenstoffpositionen
durch Vergleich der integrierten Intensität des spezifischen
Kohlenstoffatoms der Methyl-/Alkyl-Gruppe mit der Intensität
eines einzelnen Kohlenstoffatoms (die gleich Gesamt-Integral/der
Anzahl an Kohlenstoffatomen pro Molekül in dem Gemisch
ist). Bei der 2-Methyl-Verzweigung, bei der sowohl das terminale
als auch das Verzweigungs-Methyl an der gleichen Resonanzposition
liegen, wird die Intensität durch 2 dividiert, bevor die
Verzweigungsdichte abgeschätzt wird. Wird die 4-Methyl-Verzweigungsfraktion
berechnet und tabellarisiert, wird ihr Beitrag zu den 4+Methylen
subtrahiert, so dass eine doppelte Zählung umgangen wird,
5) Berechnen der mittleren Kohlenstoffzahl. Die mittlere Kohlenstoffzahl
wird bestimmt durch Dividieren des Molekulargewichts der Probe durch
14 (dem Formelgewicht von CH2). 6) Die Anzahl
der Verzweigungen pro Molekül ist die Summe der in Schritt
4 ermittelten Verzweigungen. 7) Die Anzahl der Alkylverzweigungen
pro 100 Kohlenstoffatome wird berechnet aus der Anzahl der Verzweigungen
pro Molekül (Schritt 6) × 100/mittlere Kohlenstoffzahl.
8) Abschätzen der Verzweigungszahl (branching index, BI)
mittels 1H-NMR-Analyse, die dargestellt
wird als Prozent Methyl-Wasserstoff (Bereich der chemischen Verschiebung
von 0,6–1,05 ppm) vom Gesamt-Wasserstoff, wie mittels NMR
in der flüssigen Kohlenwasserstoffzusammensetzung abgeschätzt.
9) Abschätzen der Verzweigungs-Nachbarschaft (branching
proximity, BP) durch 13C-NMR, die dargestellt
wird als Prozent wiederkehrender Methylen-Kohlenstoffatome – die
sich 4 oder mehr Kohlenstoffatome von der Endgruppe oder einer Verzweigung
entfernt befinden (durch ein NMR-Signal bei 29,9 ppm dargestellt) – von
den Gesamt-Kohlenstoffatomen, wie durch NMR in der flüssigen
Kohlenwasserstoffzusammensetzung bestimmt. Die Messungen können
mit jedem Fourier-Transformations-NMR-Spektrometer erfolgen, das
beispielsweise einen Magneten mit 7,0 T oder mehr aufweist. Nachdem
durch Massenspektrometrie-, UV- oder NMR-Untersuchung bestätigt
wurde, dass aromatische Kohlenstoffatome fehlen, kann die Spektralbreite
für die 13C-NMR-Studien auf den
Bereich des gesättigten Kohlenstoffs, 0–80 ppm,
gegen TMS (Tetramethylsilan) eingeschränkt werden. Lösungen
von 25–50 Gewichtsprozent in Chloroform-d1 werden durch
30°-Impulse angeregt, worauf eine 1,3 Sekunden (s) dauernde
Aufnahmezeit folgt. Zur Minimierung uneinheitlicher Intensitätsdaten
wird die Breitband-Protonen-Umkehrgatter-Entkopplung während
einer Verzögerung von 6 Sekunden vor dem Anregungsimpuls
und weiterhin während der Aufnahme verwendet. Die Proben
werden mit 0,03 bis 0,05 M Cr(acac)3 (Tris(acetylacetonato)-chrom(III))
als Entspannungsmittel dotiert, so dass auf jeden Fall vollständige
Intensitäten beobachtet werden. Die DEPT- und APT-Sequenzen
können nach Beschreibungen in der Literatur mit geringfügigen
Abwandlungen durchgeführt werden, die in den Varian- oder
Bruker-Handbüchern beschrieben sind. DEPT bedeutet Distortionless
Enhancement by Polarization Transfer (Verformungslose Steigerung
durch Polarisationstransfer). Die DEPT 45-Sequenz ergibt ein Signal sämtlicher
Kohlenstoffatome, die an Protonen gebunden sind. DEPT 90 zeigt nur
CH- Kohlenstoffatome. DEPT 135 zeigt CH und CH3 aufsteigend
und CH2 180° phasenverschoben (absteigend).
APT ist der Test auf gebundene Protonen, der im Stand der Technik
bekannt ist. Dieser ermöglicht, dass man sämtliche
Kohlenstoffatome sehen kann, bei aufsteigendem CH und CH3 sind jedoch quaternäre Kohlenstoffatome
und CH2 absteigend. Die Verzweigungseigenschaften
der Probe können durch 13C-NMR
bestimmt werden, wenn man in den Berechnungen annimmt, dass die
gesamte Probe isoparaffinisch ist. Der Gehalt an Ungesättigtheiten
kann durch Feld-Ionisations-Massenspektroskopie (FIMS) gemessen
werden.
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In
einer Ausführungsform umfasst die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
0,001–20 Gew.-% an wahlfreien Additiven in einer Basisöl-Matrix
oder Basisöl-Beimischungen in einer Menge von 80 bis 99,999
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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Basisöl-Komponente:
In einer Ausführungsform umfasst die Basisöl-Matrix
oder deren Gemische mindestens ein isomerisiertes Basisöl,
wobei das Produkt selbst, seine Fraktion oder die Beschickung aus
der Isomerisierung einer wachsartigen Beschickung in einem Fischer-Tropsch-Verfahren
stammt oder dabei auf einer Stufe hergestellt wird (”aus
dem Fischer-Tropsch-Verfahren stammende Basisöle”).
In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Basisöl
mindestens ein isomerisiertes Basisöl, das aus einer im
Wesentlichen paraffinischen Wachsbeschickung (”wachsartigen
Beschickung”) hergestellt wird.
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Aus
dem Fischer-Tropsch-Verfahren stammende Basisöle sind in
einer Reihe von Patentveröffentlichungen offenbart, wie
beispielsweise den
U.S.-Patenten
6080301 ,
6090989 und
6165949 und den US-Patentveröffentlichungen
US2004/0079678A1 ,
US20050133409 ,
US20060289337 . Das Fischer-Tropsch-Verfahren
ist eine katalysierte chemische Reaktion, in der Kohlenmonoxid und
Wasserstoff in flüssige Kohlenwasserstoffe verschiedener
Formen umgewandelt werden, einschließlich eines leichten
Reaktionsproduktes und eines wachsartigen Reaktionsproduktes, die
beide im Wesentlichen paraffinisch sind.
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In
einer Ausführungsform weist das isomerisierte Basisöl
aufeinander folgende Anzahlen von Kohlenstoffatomen und weniger
als 10 Gew.-% naphthenischen Kohlenstoff gemäß n-d-M
auf. In noch einer weiteren Ausführungsform hat das aus
einer wachsartigen Beschickung hergestellte isomerisierte Basisöl
eine kinematische Viskosität bei 100°C zwischen
1,5 und 3,5 mm2/s.
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In
einer Ausführungsform wird das isomerisierte Basisöl
durch ein Verfahren hergestellt, bei dem die Entparaffinierung durch
Hydroisomerierung bei solchen Bedingungen durchgeführt
wird, dass ein Basisöl folgendes aufweist: a) weniger als
0,30 Gew.-% sämtlicher Moleküle mit mindestens
einer aromatischen Funktionalität; b) mehr als 10 Gew.-%
sämtlicher Moleküle mit mindestens einer Cycloparaffin-Funktionalität;
c) das Verhältnis der Gewichtsprozent der Moleküle
mit Monocycloparaffin-Funktionalität zu den Gewichtsprozent
der Moleküle mit Multicycloparaffin-Funktionalität
ist größer 20 und d) der Viskositätsindex
ist größer 28 × Ln (kinematische Viskosität
bei 100°C) + 80.
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In
einer weiteren Ausführungsform wird das isomerisierte Basisöl
in einem Verfahren hergestellt, in dem das stark paraffinische Wachs
mit einem formselektiven Molekularsieb mit mittlerer Porengröße,
das eine Edelmetall-Hydrierungskomponente umfasst, und unter Bedingungen
von 600–750°F (315–399°C) hydroisomerisiert
wird. In dem Verfahren werden die Bedingungen bei der Hydroisomerisierung
derart geregelt, dass in der Wachsbeschickung die Umwandlung der
Verbindungen, die über 700°F (371°C)
sieden, zu Verbindungen, die unter 700°F (371°C)
sieden, zwischen 10 Gew.-% und 50 Gew.-% gehalten wird. Ein so erhaltenes isomerisiertes
Basisöl hat eine kinematische Viskosität zwischen
1,0 und 3,5 mm2/s bei 100°C und
weniger als 50 Gew.-% Noack-Flüchtigkeit. Das Basisöl
umfasst mehr als 3 Gew.-% Moleküle mit Cycloparaffin-Funktionalität
und weniger als 0,30 Gew.-% Aromaten.
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
eine Noack-Flüchtigkeit, die kleiner ist als der Betrag,
der sich aus folgender Gleichung ergibt: 1000 × (kinematische
Viskosität bei 100°C)–2,7.
In einer weiteren Ausführungsform hat das isomerisierte
Basisöl eine Noack-Flüchtigkeit, die kleiner ist
als der Betrag, der sich aus folgender Gleichung ergibt: 900 × (kinematische
Viskosität bei 100°C)–2,8.
In einer dritten Ausführungsform hat das isomerisierte
Basisöl eine kinematische Viskosität bei 100°C
von > 1,808 mm2/s und eine Noack-Flüchtigkeit,
die kleiner ist als der Betrag, der sich aus folgender Gleichung
ergibt: 1,286 + 20 (kv100)–1,5 +
551,8 e–kv100, wobei kv100 die
kinematische Viskosität bei 100°C ist. In einer
vierten Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
eine kinematische Viskosität unter 4,0 mm2/s
bei 100°C und zwischen 0 und 100 Gew.-% Noack-Flüchtigkeit.
In einer fünften Ausführungsform hat das isomerisierte
Basisöl eine kinematische Viskosität zwischen
1,5 und 4,0 mm2/s und eine Noack-Flüchtigkeit,
die kleiner ist als die Noack Flüchtigkeit, die durch folgende
Gleichung berechnet wird: 160–40 (kinematische Viskosität
bei 100°C).
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
eine kinematische Viskosität bei 100°C im Bereich
von 2,4 und 3,8 mm2/s und eine Noack-Flüchtigkeit,
die kleiner ist als der Betrag, der durch folgende Gleichung definiert
wird: 900 × (kinematische Viskosität bei 100°C)–2,8 – 15). Für
kinematische Viskositäten im Bereich von 2,4 und 3,8 mm2/s liefert die Gleichung: 900 × (kinematische
Viskosität bei 100°0)–2,8 – 15)
eine niedrigere Noack-Flüchtigkeit als die Gleichung: 160–40
(kinematische Viskosität bei 100°C).
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In
einer Ausführungsform wird das isomerisierte Basisöl
in einem Verfahren hergestellt, in dem das hochparaffinische Wachs
unter solchen Bedingungen hydroisomerisiert wird, dass das Basisöl
eine kinematische Viskosität bei 100°C von 3,6
bis 4,2 mm2/s, einen Viskositätsindex
größer 130, weniger als 12 Gew.-% Noack-Flüchtigkeit
und einen Pourpunkt kleiner –9°C hat.
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
einen Anilinpunkt in °F von mehr als 200 und kleiner oder
gleich einem Betrag, der durch folgende Gleichung definiert wird:
36 × Ln (kinematische Viskosität bei 100°C,
in mm2/s) + 200.
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
eine Selbstentzündungstemperatur (auto-ignition temperature,
AIT), die größer ist als die AIT, die durch folgende
Gleichung definiert wird: AIT in °C = 1,6 × (kinematische
Viskosität bei 40°C, in mm2/s)
+ 300. In einer zweiten Ausführungsform hat das Basisöl
eine AIT größer 329°C und einen Viskositätsindex
größer 28 × Ln (kinematische Viskosität
bei 100°C, in mm2/s) + 100.
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
einen vergleichsweise kleinen Traktionskoeffizienten, genauer gesagt,
ist sein Traktionskoeffizient kleiner als der Betrag, der durch
folgende Gleichung berechnet wird: Traktionskoeffizient = 0,009 × Ln
(kinematische Viskosität in mm2/s) – 0,001,
wobei die kinematische Viskosität in der Gleichung die
kinematische Viskosität während der Messung des
Traktionskoeffizienten ist und zwischen 2 und 50 mm2/s
liegt. In einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
einen Traktionskoeffizienten kleiner 0,023 (oder kleiner 0,021),
wenn dieser bei einer kinematischen Viskosität von 15 mm2/s und einem Gleit-Rollverhältnis
von 40% gemessen wird. In einer weiteren Ausführungsform
hat das isomerisierte Basisöl einen Traktionskoeffizienten
kleiner 0,017, wenn er bei einer kinematischen Viskosität
von 15 mm2/s und einem Gleit-Rollverhältnis
von 40% gemessen wird. In einer weiteren Ausführungsform
hat das isomerisierte Basisöl einen Viskositätsindex
größer 150 und einen Traktionskoeffizienten kleiner
0,015, wenn er bei einer kinematischen Viskosität von 15
mm2/s und einem Gleit-Rollverhältnis
von 40% gemessen wird.
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In
einigen Ausführungsformen zeigt das isomerisierte Basisöl
mit niedrigen Traktionskoeffizienten auch eine höhere kinematische
Viskosität und höhere Siedepunkte. In einer Ausführungsform
hat das Basisöl einen Traktionskoeffizienten kleiner 0,015
und einen 50 Gew.-%-Siedepunkt größer 565°C
(1050°F). In einer weiteren Ausführungsform hat
das Basisöl einen Traktionskoeffizienten kleiner 0,011
und einen 50 Gew.-%-Siedepunkt gemäß ASTM
D 6352-04 größer 582°C (1080°F).
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In
einigen Ausführungsformen zeigt das isomerisierte Basisöl
mit niedrigen Traktionskoeffizienten auch einzigartige Verzweigungseigenschaften
gemäß NMR, wie einen Verzweigungsindex kleiner
oder gleich 23,4, eine Verzweigungs-Nachbarschaft größer
oder gleich 22,0 und eine Anzahl freier Kohlenstoffatome zwischen
9 und 30. In einer Ausführungsform hat das Basisöl
mindestens 4 Gew.-% naphthenischen Kohlenstoff, in einer weiteren
Ausführungsform mindestens 5 Gew.-% naphthenischen Kohlenstoff
gemäß n-d-M-Analyse nach ASTM D 3238-95 (2005
erneut zugelassen).
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In
einer Ausführungsform wird das isomerisierte Basisöl
in einem Verfahren hergestellt, in dem das Öl-Isomerat-Zwischenprodukt
paraffinische Kohlenwasserstoffkomponenten umfasst und wobei das
Ausmaß an Verzweigung kleiner als 7 Alkylverzweigungen
pro 100 Kohlenstoffatome ist und wobei das Basisöl paraffinische
Kohlenwasserstoffkomponenten umfasst, bei denen das Ausmaß an
Verzweigung kleiner als 8 Alkylverzweigungen pro 100 Kohlenstoffatome
ist und weniger als 20 Gew.-% der Alkylverzweigungen an der 2-Position
vorliegen. In einer Ausführungsform hat das FT-Basisöl
einen Pourpunkt kleiner –8°C; eine kinematische Viskosität
bei 100°C von mindestens 3,2 mm2/s
und einen Viskositätsindex, der größer
ist als der Viskositätsindex, der durch folgende Gleichung
berechnet wird: = 22 × Ln (kinematische Viskosität
bei 100°C) + 132.
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In
einer Ausführungsform umfasst das Basisöl mehr
als 10 Gew.-% und weniger als 70 Gew.-% sämtlicher Moleküle
mit Cycloparaffin-Funktionalität und ein Verhältnis
der Gewichtsprozent der Moleküle mit Monocycloparaffin-Funktionalität
zu den Gewichtsprozent der Moleküle mit Multicycloparaffin-Funktionalität
größer 15.
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
ein mittleres Molekulargewicht zwischen 600 und 1100 und einen durchschnittlichen
Grad an Verzweigung in den Molekülen zwischen 6,5 und 10
Alkylverzweigungen pro 100 Kohlenstoffatome. In einer weiteren Ausführungsform
hat das isomerisierte Basisöl eine kinematische Viskosität
zwischen etwa 8 und etwa 25 mm2/s und einen
durchschnittlichen Grad an Verzweigung in den Molekülen
zwischen 6,5 und 10 Alkylverzweigungen pro 100 Kohlenstoffatome.
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In
einer Ausführungsform wird das isomerisierte Basisöl
in einem Verfahren erhalten, in dem das hochgradig paraffinische
Wachs bei einem Verhältnis von Wasserstoff zu Beschickung
von 712,4 bis 3562 Liter H2/Liter Öl
hydroisomerisiert wird, so dass das Basisöl mehr als 10
Gesamt-Gewichtsprozent an Molekülen mit Cycloparaf fin-Funktionalität
und ein Verhältnis der Gewichtsprozent der Moleküle
mit Monocycloparaffin-Funktionalität zu den Gewichtsprozent
der Moleküle mit Multicycloparaffin-Funktionalität
größer 15 erhält. In einer weiteren Ausführungsform
hat das Basisöl einen Viskositätsindex, der größer
ist als der Betrag, der durch folgende Gleichung definiert wird:
28 × Ln (kinematische Viskosität bei 100°C)
+ 95. In einer dritten Ausführungsform umfasst das Basisöl
weniger als 0,30 Gew.-% Aromaten; mehr als 10 Gew.-% Moleküle
mit Cycloparaffin-Funktionalität; ein Verhältnis
der Gewichtsprozent der Moleküle mit Monocycloparaffin-Funktionalität
zu den Gewichtsprozent der Moleküle mit Multicycloparaffin-Funktionalität
größer 20 und einen Viskositätsindex
größer 28 × Ln (kinematische Viskosität
bei 100°C) + 110. In einer vierten Ausführungsform
hat das Basisöl zudem eine kinematische Viskosität
bei 100°C größer 6 mm2/s.
In einer fünften Ausführungsform hat das Basisöl
weniger als 0,05 Gewichtsprozent Aromaten und einen Viskositätsindex
größer 28 × Ln (kinematische Viskosität bei
100°C) + 95. In einer sechsten Ausführungsform
hat das Basisöl weniger als 0,30 Gew.-% Aromaten, mehr Gewichtsprozent
Moleküle mit einer Cycloparaffin-Funktionalität
als die kinematische Viskosität bei 100°C, in mm2/s, multipliziert mit 3, und ein Verhältnis
der Moleküle mit Monocycloparaffin-Funktionalität
zu den Molekülen mit Multicycloparaffin-Funktionalität
größer 15.
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In
einer Ausführungsform enthält das isomerisierte
Basisöl zwischen 2 und 10% naphthenischen Kohlenstoff,
gemessen gemäß n-d-M. In einer Ausführungsform
hat das Basisöl eine kinematische Viskosität bei 100°C
von 1,5–3,0 mm2/s und 2–3%
naphthenischen Kohlenstoff; in einer weiteren Ausführungsform
eine kinematische Viskosität bei 100°C von 1,8–3,5
mm2/s und 2,5–4% naphthenischen
Kohlenstoff; in einer dritten Ausführungsform eine kinematische
Viskosität bei 100°C von 3–6 mm2/s und 2,7–5% naphthenischen Kohlenstoff;
in einer vierten Ausführungsform eine kinematische Viskosität
bei 100°C von 10–30 mm2/s
und mehr als 5,2% naphthenischen Kohlenstoff.
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In
einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
ein mittleres Molekulargewicht größer 475; einen
Viskositätsindex größer 140 und weniger
als 10 Gew.-% Olefine. Das Basisöl verbessert die Luftabscheidungs-
und die geringen Schaumbildungseigenschaften des Gemischs, wenn
zu dem Hydraulikfluid zugegeben wird.
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In
einer Ausführungsform ist das isomerisierte Basisöl
ein Weißöl, wie es im
U.S.-Patent 7,214,307 und in der US-Patentveröffentlichung
US20060016724 offenbart
wird. In einer Ausführungsform hat das isomerisierte Basisöl
eine kinematische Viskosität bei 100°C zwischen
etwa 1,5 cSt und 36 mm
2/s; einen größeren
Viskositätsindex als die Zahl, die durch folgende Gleichung
berechnet wird: Viskositätsindex = 28 × Ln (die kinematische
Viskosität bei 100°C) + 95, zwischen 5 und weniger
als 18 Gew.-% Moleküle mit Cycloparaffin-Funktionalität,
weniger als 1,2 Gew.-% Moleküle mit Multicycloparaffin-Funktionalität,
einen Pourpunkt unter 0°C und eine Saybolt-Farbe von +20
oder größer. In einer Ausführungsform
setzt die Hydraulik-Zusammensetzung ein Basisöl ein, das
aus mindestens einem der oben beschriebenen isomerisierten Basisöle
besteht. In einer anderen Ausführungsform besteht die Zusammensetzung
im Wesentlichen aus mindestens einem Fischer-Tropsch-Basisöl.
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In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid ein isomerisiertes
Basisöl mit zwischen 0,001 und 0,05 Gew.-% Aromaten und
einen Molekulargewicht über 600 gemäß ASTM
D 2503-92 (2002 erneut zugelassen) und 0 bis 0,10 Gew.-%
Olefinen. In einer anderen Ausführungsform hat das isomerisierte
Basisöl ein Molekulargewicht über 650. In einer
dritten Ausführungsform enthält das isomerisierte
Basisöl insgesamt mehr als 25 Gew.-% Moleküle
mit Cycloparaffin-Funktionalität und das Verhältnis
der Moleküle mit Monocycloparaffin-Funktionalität
zu den Molekülen mit Multicycloparaffin-Funktionalität
ist größer als 10.
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In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid ein isomerisiertes
Basisöl mit einer kinematischen Viskosität bei
100°C zwischen 6 mm2/s und 20 mm2/s; einer kinematischen Viskosität
bei 40°C zwischen 30 mm2/s und
120 mm2/s; einem Viskositätsindex
zwischen 150 und 165; einer Kaltstartviskosität im Bereich von
3000–50000 mPa·s bei –30°C,
2000–20000 mPa·s bei –25°C;
einem Pourpunkt im Bereich von –2 und –30°C;
einem Molekulargewicht von 500–800; einer Dichte im Bereich
von 0,820 bis 0,840; einem Bereich von 92–95% für
den paraffinischen Kohlenstoff; einem Bereich von 5–8%
für den naphthenischen Kohlenstoff; Oxidator BN von 30
bis 60 Stunden und einer Noack Flüchtigkeit in Gew.-% von
0,50 bis 5.
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In
einer Ausführungsform setzt die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
mindestens ein isomerisiertes Basisöl (oder Gemische von
isomerisierten Basisölen) und gegebenenfalls 5 bis 50 Gew.-%
(bezogen auf das Gewicht der Basisöl-Matrix) von mindestens
einem anderen Typ Öl ein, z. B. Basisschmieröle,
ausgewählt aus Pflanzenölen (z. B. Soja, Sonnenblume,
Raps usw.), Basisschmieröle der Gruppe I, II, III, IV und
V, wie in den API Interchange-Richtlinien definiert, und deren Gemische.
Beispiele umfassen herkömmlicherweise verwendete Mineralöle,
synthetische Kohlenwasserstofföle oder synthetische Esteröle
oder Gemische davon, je nach der Anwendung. Mineralbasisschmieröle
können alle herkömmlicherweise raffinierten Grundsubstanzen
sein, die von paraffinischen, naphthenischen und gemischten Basisrohstoffen
herrühren. Synthetische Schmieröle, die verwendet
werden können, sind u. a. Ester von Glykolen und komplexe
Ester. Weitere synthetische Öle, die verwendet werden können,
sind u. a. synthetische Kohlenwasserstoffe, wie Polyalphaolefine;
Alkylbenzole, z. B. Alkylat-Sumpfprodukte aus der Alkylierung von
Benzol mit Tetrapropylen oder die Copolymere aus Ethylen und Propylen;
Silikonöle, z. B. Ethylphenylpolysiloxane, Methylpolysiloxane
usw., Polyglykolöle, z. B. solche, die durch Kondensieren
von Butylalkohol mit Propylenoxid erhalten werden; usw. Weitere
geeignete synthetische Öle sind u. a. Polyphenylether,
z. B. solche mit 3 bis 7 Etherbindungen und 4 bis 8 Phenylgruppen. Weitere
geeignete synthetische Öle umfassen Polyisobutene und alkylierte
Aromaten, wie alkylierte Naphthalene.
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Weitere
Komponenten: Die Hydraulikfluid-Zusammensetzung ist dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine ausgezeichnete Oxidationsbeständigkeit bei
einer minimalen Menge an hinzugefügten Oxidationsadditiven
aufweist. Jedoch können gegebenenfalls Antioxidantien (Oxidationsadditive)
in kleinerer Menge von 0,01 bis 1 Gew.-% zugegeben werden. Beispiele
für Antioxidantien sind u. a., sind aber nicht beschränkt
auf die Gruppe mit phenolischen Antioxidantien, aromatischen Amin-Antioxidantien,
sulfurisierten phenolischen Antioxidantien und organischen Phosphiten.
Beispiele für phenolische Antioxidantien umfassen 2,6-Di-tert.-butylphenol,
flüssige Gemische von tertiären butylierten Phenolen,
2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol, 4,4-Methylenbis-(2,6-di-tert.-butylphenol),
2,2'-Methylenbis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol), gemischte Polyalkylphenole
mit Methylenbrücke, 4,4'-Thiobis-(2-methyl-6-tert.-butylphenol),
4,4'-Butylidenbis-(3-methyl-6-tert.-butylphenol), 4,4'-Isopropylidenbis-(2,6-di-tert.-butylphenol),
2,2'-Methylenbis-(4-methyl-6-nonylphenol), 2,2'-Isobutylidenbis-(4,6-dimethylphenol),
2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol, 2,6-Di-tert.-butyl-4-ethylphenol,
2,4-Dimethyl-6-tert.-butyl-phenol, 2,6-Di-tert.-1-Dimethylamino-p-kresol,
2,6-Di-tert.-4-(N,N'-dimethylaminomethylphenol), 4,4'-Thiobis-(2-methyl-6-tert.-butylphenol),
2,2'-Thiobis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol), Bis-(butylbenzyl-3-methyl-4-hydroxy-5-tert.-10-butylbenzyl)-sulfid,
Bis-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl), 2,2'-5-Methylenbis(4-methyl-6-cyclohexylphenol),
N,N'-Di-sek.-butylphenylendiamin, 4-Isopropylaminodiphenylamin,
Phenyl-alpha-naphthylamin, Phenyl-alpha-naphthylamin und Ring-alkylierte
Diphenylamine. Beispiele sind u. a. die sterisch gehinderten tertiären
butylierten Phenole, Bisphenole und Zimtdäurederivate und
deren Kombinationen. In noch einer anderen Ausführungsform
ist das Antioxidans ein organisches Phosphonat mit mindestens einer
direkten Kohlenstoff-Phosphor-Bindung. Oxidationsinhibitoren des
Diphenylamin-Typs sind u. a., sind aber nicht beschränkt
auf alkyliertes Diphenylamin, Phenyl-alpha-naphthylamin und alkyliertes
alpha-Naphthylamin. Andere Oxidationsinhibitor-Typen sind u. a.
Metalldithiocarbamat (z. B. Zinkdithiocarbamat) und 15-Methylenbis-(dibutyldithiocarbamat).
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In
einer Ausführungsform umfasst die Zusammensetzung gegebenenfalls
0,01 bis 1 Gew.-% eines Dichtungsquellmittels. In einer anderen
Ausführungsform beträgt die Menge an Dichtungsquelladditiven
weniger als 0,5 Gew.-%. Beispiele für bekannte wahlfreie
Dichtungsquellmittel sind u. a., sind aber nicht beschränkt auf
Dioctylphthalat, tert. Diamid, Dioctylsebacat, Polyolester, verzweigtkettige
Carbonsäureester und deren Gemische.
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In
einer Ausführungsform umfasst die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
weiterhin 0,001 bis 6 Gew.-%. von mindestens einem Viskositätsindex-Modifikator.
In einer Ausführungsform sind die verwendeten Viskositätsindex-Modifikatoren
ein Gemisch von Modifikatoren, die ausgewählt sind aus
Polyacrylat oder Polymethacrylat und Polymeren, die Vinylaromaten-Einheiten
und veresterte carboxylhaltige Einheiten umfassen. In einer Ausführungsform
ist der erste Viskositätsindex-Modifikator ein Polyacrylat
oder ein Polymethacrylat mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht
von 10000 bis 60000. In einer anderen Ausführungsform umfasst der
zweite Viskositätsindex-Modifikator Vinylaromaten-Einheiten
und veresterte carboxylhaltige Einheiten und hat ein durchschnittliches
Molekulargewicht von 100000 bis 200000. In einer anderen Ausführungsform
ist der Viskositätsindex-Modifikator ein Gemisch aus einem
Polymethacrylat-Viskositätsindex-Verbesserer mit einem gewichtsgemittelten
Molekulargewicht von 25000 bis 150000 und einem Scherstabilitätsindex
von weniger als 5 und einem Polymethacrylat-Viskositätsindex-Verbesserer
mit einem gewichtsgemittelten Molekulargewicht von 500000 bis von
1000000 und einem Scherstabilitätsindex von 25 bis 60.
In noch einer anderen Ausführungsform, wird der Viskositätsmodifikator
aus der Gruppe mit Polymeren des Polymethacrylat-Typs, Ethylen-Propylen-Copolymeren,
Styrol-Isopren-Copolymeren, hydratisierten Styrol-Isopren-Copolymeren,
Polyisobutylen und deren Gemischen ausgewählt.
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In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid weiterhin
mindestens ein oberflächenaktives Mittel, auch als Dispergiermittel
bezeichnet, die im Allgemeinen in anionische, kationische, zwitterionische
oder nichtionische eingeteilt werden können. In einigen
Ausführungsformen kann ein Dispergiermittel allein oder
in einer Kombination von einer oder mehreren Spezies oder Typen
der Dispergiermittel verwendet werden. Beispiele sind u. a. ein öllösliches
Dispergiermittel, das aus der Gruppe mit Succinimid-Dispergiermitteln,
Bernsteinsäureester-Dispergiermitteln, Bernsteinsäureesteramid-Dispergiermitteln,
Mannich-Basen-Dispergiermitteln, deren phosphorylierten Formen und
deren boronierten Formen ausgewählt wird. Die Dispergiermittel
können mit sauren Molekülen maskiert werden, die
mit sekundären Aminogruppen reagieren können.
Das Molekulargewicht der Kohlenwasserstoffgruppen kann im Bereich von
600 bis 3000, z. B. von 750 bis 2500 und als weiteres Beispiel von
900 bis 1500 liegen. In einer Ausführungsform wird das
Dispergiermittel aus der Gruppe ausgewählt mit Alkenylsuccinimiden,
Alkenylsuccinimiden, die mit anderen organischen Verbindungen modifiziert
sind, Alkenylsuccinimiden, die durch Nachbehandlung mit Ethylencarbonat
oder Borsäure modifiziert sind, Pentaerythritolen, Phenat-Salicylaten
und ihren nachbehandelten Derivaten, Alkalimetall- oder gemischten
Alkalimetall-, Erdalkalimetallboraten, Dispersionen von hydratisierten
Alkalimetallboraten, Dispersionen von Erdalkalimetallboraten, aschefreien
Polyamid-Dispergiermitteln und dergleichen oder Gemischen solcher Dispergiermittel.
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In
einigen Ausführungsformen kann das aschefreie Dispergiermittel
die Produkte der Reaktion von einem Polyethylenpolyamin, z. B. von
Triethylentetramin oder Tetraethylenpentamin, mit einer kohlenwasserstoffsubstituierten
Carbonsäure oder einem Anhydrid umfassen, hergestellt durch
Umsetzung eines Polyolefins, wie Polyisobuten, mit einem geeigneten
Molekulargewicht mit einer ungesättigten Polycarbonsäure
oder einem Anhydrid, z. B. Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure,
Fumarsäure oder dergleichen, einschließlich Gemischen
von zwei oder mehreren solcher Substanzen. In einer anderen Ausführungsform
ist das aschefreie Dispergiermittel ein boriertes Dispergiermittel.
Borierte Dispergiermittel können hergestellt werden, indem
man ein aschefreies Dispergiermittel boroniert (boriert), das basischen
Stickstoff und/oder mindestens eine Hydroxylgruppe im Molekül
aufweist, wie Succinimid-Dispergiermittel, Succinamid-Dispergiermittel,
Bernsteinsäureester-Dispergiermittel, Bernsteinsäureesteramid-Dispergiermittel,
Mannich-Basen-Dispergiermittel oder Hydrocarbylamin- oder Polyamin-Dispergiermittel.
-
In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid weiterhin
ein oder mehrere Metalldetergenzien. Beispiele für Metalldetergenzien
beinhalten ein öllösliches neutrales oder überbasisches
Salz von Alkali- oder Erdalkalimetall mit einer oder mehreren der
folgenden sauren Substanzen (oder deren Gemischen): (1) einer Sulfonsäure,
(2) einer Carbonsäure, (3) einer Salicylsäure,
(4) einem Alkylphenol, (5) einem sulfurisierten Alkylphenol und
(6) einer organischen Phosphorsäure, die durch mindestens
eine direkte Kohlenstoff-Phosphor-Bindung gekennzeichnet ist, wie
Phosphonat. Eine solche organische Phosphorsäure kann diejenigen umfassen,
die hergestellt werden durch Behandlung von einem Olefin-Polymer
(z. B. Polyisobutylen mit einem Molekulargewicht von 1000) mit einem
Phosphatierungsmittel, wie Phosphortrichlorid, Phosphorheptasulfid, Phosphorpentasulfid,
Phosphortrichlorid, und Schwefel, weißem Phosphor und einem
Schwefelhalogenid oder Phosphorthionsäurechlorid. In noch
einer anderen Ausführungsform wird das Metalldetergenz
aus der Gruppe mit sulfurisierten oder unsulfurisierten Alkyl- oder
Alkenylphenaten, Alkyl- oder Alkenylaromatensulfonaten, borierten
Sulfonaten, sulfurisierten oder unsulfurisierten Metallsalzen von
Multihydroxyalkyl- oder -alkenylaromaten-Verbindungen, Alkyl- oder
Alkenylhydroxyaromatensulfonaten, sulfurisierten oder unsulfurisierten
Alkyl- oder Alkenylnaphthenaten, Metallsalzen von Alkansäuren,
Metallsalzen einer Alkyl- oder Alkenylmultisäure und deren
chemischen und physikalischen Gemischen ausgewählt.
-
In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid zudem
mindestens einen Korrosionshemmer, der aus Thiazolen, Triazolen
und Thiadiazolen ausgewähit wird. Beispiele für
solche Verbindungen sind u. a. Benzotriazol, Tolyltriazol, Octyltriazol,
Decyltriazol, Dodecyltriazol, Mercapto-2-benzothiazol, 2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol,
2-Mercapto-5-hydrocarbylthio-1,3,4-thiadiazole, 2-Mercapto-5-hydrocarbyldithio-1,3,4-thiadiazole,
Bis-2,5-(hydrocarbylthio)-1,3,4-thiadiazole und Bis-2,5-(hydrocarbyldithio)-1,3,4-thiadiazole.
Geeignete Verbindungen umfassen die 1,3,4-Thiadiazole, von denen
eine Reihe als Handelsware erhältlich sind, und auch Kombinationen
von Triazolen, wie Tolyltriazol mit einem 1,3,5-Thiadiazol, wie
2,5-Bis-(alkyldithio)-1,3,4-thiadiazol. Die 1,3,4-Thiadiazole werden
im Allgemeinen aus Hydrazin und Kohlenstoffdisulfid durch bekannte
Verfahren synthetisiert. Siehe zum Beispiel die
U.S.-Patente 2,765,289 ;
2,749,311 ;
2,760,933 ;
2,850,453 ;
2,910,439 ;
3,663,561 ;
3,862,798 und
3,840,549 .
-
In
einer Ausführungsform umfasst die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
zudem Rost- oder Korrosionsinhibitoren, ausgewählt aus
der Gruppe der Monocarbonsäuren und der Polycarbonsäuren.
Beispiele für geeignete Monocarbonsäuren sind
Oktansäure, Decansäure und Dodecansäure.
Geeignete Polycarbonsäuren umfassen Dimer- und Trimersäuren,
die hergestellt werden aus Säuren, wie Tallölfettsäuren, Ölsäure,
Linolsäure oder dergleichen. Ein anderer geeigneter Rostinhibitor-Typ
kann Alkenylbernsteinsäure- und Alkenylbernsteinsäureanhydrid-Korrosionsinhibitoren
umfassen, z. B. Tetrapropenylbernsteinsäure, Tetrapropenylbernsteinsäureanhydrid,
Tetradecenylbernsteinsäure, Tetradecenylbernsteinsäureanhydrid,
Hexadecenylbernsteinsäure, Hexadecenylbernsteinsäureanhydrid
und dergleichen. Ebenfalls geeignet sind die Halbester von Alkenylbernsteinsäuren
mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen in der Alkenylgruppe, mit Alkoholen,
wie Polyglykolen. Sonstige geeignete Rost- oder Korrosionsinhibitoren
sind u. a. Etheramine; saure Phosphate; Amine; polyethoxylierte
Verbindungen, wie ethoxylierte Amine, ethoxylierte Phenole und ethoxylierte
Alkohole; Imidazoline; Aminobernsteinsäuren oder deren
Derivate und dergleichen. Gemische solcher Rost- oder Korrosionsinhibitoren
können verwendet werden. Weitere Beispie le für
Rostinhibitoren umfassen polyethoxyliertes Phenol, neutrales Calciumsulfonat
und basisches Calciumsulfonat.
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In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid zudem
mindestens einen Reibungsmodifikator, ausgewählt aus der
Gruppe mit Succinimid, einem Bissuccinimid, einem alkylierten Fettamin,
einem ethoxylierten Fettamin, einem Amid, einem Glycerinester, einem
Imidazolin, Fettalkohol, Fettsäure, Amin, boriertem Ester,
anderen Estern, Phosphaten, Phosphiten, Phosphonaten und deren Gemischen.
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In
einer Ausführungsform umfasst die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
weiterhin mindestens ein Antiverschleißadditiv. Beispiele
für solche Mittel sind u. a., sind aber nicht beschränkt
auf Phosphate, Carbaminate, Ester und Molybdänkomplexe.
In einer Ausführungsform wird das Antiverschleißadditiv
aus der Gruppe mit einem Zinkdialkyldithiophosphat (ZDDP), einem
Alkylphosphit, einem Trialkylphosphit und Aminsalzen von Dialkyl-
und Monoalkylphosphorsäure ausgewählt.
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In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid gegebenenfalls
eine genügende Menge von einem Pourpunkt-Erniedriger, dass
der Pourpunkt des Hydraulikfluids mindestens 3°C unterhalb
des Pourpunkts von einem Gemisch liegt, in dem kein Pourpunkt-Erniedriger
zugegen ist. Pourpunkt-Erniedriger sind im Stand der Technik bekannt
und sind u. a., sind aber nicht beschränkt auf Ester von
Maleinsäureanhydrid-Styrol-Copolymeren, Polymethacrylate,
Polyacrylate, Polyacrylamide, Kondensationsprodukte von Halogenparaffinwachsen
und aromatischen Verbindungen, Vinylcarboxylat-Polymere und Terpolymere
aus Dialkylfumaraten, Vinylester von Fettsäuren, Ethylen-Vinylacetat-Cpolymere,
Alkylphenol-Formaldehyd-Kondensationsharze, Alkylvinylether, Olefin-Copolymere
und deren Gemische.
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In
einer Ausführungsform ist der Pourpunkt-Erniedriger eine
Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente. In einer Ausführungsform
ist die Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente ein isomerisiertes, aus
einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammendes Sumpfprodukt der Vakuumdestillation,
bei dem es sich um eine hoch siedende Syncrude-Fraktion handelt,
die unter geregelten Bedingungen isomerisiert wurde, so dass ein
spezifischer Grad an Alkylverzweigung im Molekül erhalten
wurde. In einem Fischer-Tropsch-Verfahren hergestelltes Syncrude
umfasst ein Gemisch verschiedener fester, flüssiger und
gasförmiger Kohlenwasserstoffe. Wenn die Fischer-Tropsch-Wachse
durch verschiedene Verfahren, wie Hydroprocessing und Destillation,
in Fischer-Tropsch-Basisöle umgewandelt werden, fallen
die hergestellten Basisöle in unterschiedliche, schmal
abgetrennte Viskositätsbereiche. Die Sumpfprodukte, die
nach der Gewinnung der Basisschmieröl-Fraktionen von der
Vakuumsäule verbleiben, sind im Allgemeinen für
die Verwendung als Basisschmieröl selbst ungeeignet und
werden in der Regel für die Umwandlung in niedermolekulare
Produkte zu einer Hydrocracking-Anlage rückgeführt.
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In
einer Ausführungsform ist die Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente
ein isomerisiertes, aus einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammendes
Sumpfprodukt der Vakuumdestillation mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht zwischen 600 und 1100 und einem durchschnittlichen
Grad an Verzweigung in den Molekülen zwischen 6,5 und 10
Alkylverzweigungen pro 100 Kohlenstoffatome. Im Allgemeinen sind
die höhermolekularen Kohlenwasserstoffe wirksamer als Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponenten als die niedermolekularen Kohlenwasserstoffe.
In einer Ausführungsform wird ein höherer Trennpunkt
in einer Vakuumdestillationsanlage, der zu einem höher
siedenden Sumpfmaterial führt, zur Herstellung der Pourpunkt-verringernden
Mischungskomponente verwendet. Der höhere Trennpunkt hat
zudem den Vorteil, dass er zu einer höheren Ausbeute der
Destillat-Basisöl-Fraktionen führt. In einer Ausführungsform
ist die Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente ein isomerisiertes,
aus einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammendes Sumpfprodukt einer
Vakuumdestillation mit einem Pourpunkt, der mindestens 3°C
höher ist als der Pourpunkt des Destillat-Basisöls,
mit dem es gemischt wird.
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In
einer Ausführungsform liegt der 10-Prozent-Punkt im Siedebereich
der Pourpunkt-verringernden Mischungskomponente, bei der es sich
um ein Sumpfprodukt einer Vakuumdestillation handelt, zwischen ungefähr
850°F und 1050°F (454–565°C).
In einer anderen Ausführungsform stammt die Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente
entweder von Fischer-Tropsch- oder von Erdöl-Produkten
und hat einen Siedebereich oberhalb von 950°F (510°C)
und enthält mindestens 50 Gew.-% Paraffine. In noch einer
anderen Ausführungsform hat die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente einen Siedebereich oberhalb von 1050°F (565°C).
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In
einer anderen Ausführungsform ist die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente ein isomerisiertes, aus Erdöl stammendes
Basisöl, das Material enthält mit einem Siedebereich
oberhalb etwa 1050°F. In einer Ausführungsform
wird das isomerisierte Sumpfmaterial Lösungsmittel-entparaffiniert,
bevor es als Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente verwendet
wird. Es stellte sich heraus, dass das wachsartige Produkt, das
während der Lösungsmittel-Entparaffinierung weiter
von der Pourpunkt-verringernden Mischungskomponente abgetrennt wird,
verglichen mit dem nach der Lösungsmittel-Entparaffinierung
gewonnenen öligen Produkt ausgezeichnete bessere Pourpunkt-erniedrigende
Eigenschaften aufweist.
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In
einer Ausführungsform hat die Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente
einen durchschnittlichen Verzweigungsgrad in den Molekülen
im Bereich von 6,5 bis 10 Alkylverzweigungen pro 100 Kohlenstoffatome.
In einer anderen Ausführungsform hat die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente ein durchschnittliches Molekulargewicht zwischen
600 und 1100; in einer dritten Ausführungsform zwischen
700 und 1000. In einer Ausführungsform hat die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente eine kinematische Viskosität bei 100°C
von 8–30 mm2/s, wobei der 10%-Punkt
des Siedebereichs der Sumpfprodukte zwischen ungefähr 850
und 1050°F liegt. In noch einer anderen Ausführungsform
hat die Pourpunkt-verringernde Mischungskomponente eine kinematische
Viskosität bei 100°C von 15–20 mm2/s und einen Pourpunkt von –8 bis –12°C.
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In
einer anderen Ausführungsform ist die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente ein isomerisiertes Öl mit einer kinematischen
Viskosität bei 100°C von mindestens etwa 8 mm2/s, das aus Polyethylen-Kunststoff hergestellt
ist. In einer anderen Ausführungsform wird die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente aus Kunststoffabfall hergestellt. In noch einer
anderen Ausführungsform wird die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente in einem Verfahren hergestellt, das folgendes
umfasst: Pyrolyse von Polyethylen-Kunststoff, Abtrennen einer schweren
Fraktion, Hydrobehandeln der schweren Fraktion, katalytische Isomerisierung
der hydrobehandelten schweren Fraktion und Auffangen der Pourpunkt-verringernden
Mischungskomponente mit einer kinematischen Viskosität
bei 100°C von mindestens etwa 8 mm2/s.
In einer Ausführungsform hat die Pourpunkt-verringernde
Mischungskomponente, die aus Polyethylen-Kunststoff stammt, einen
Siedebereich oberhalb von 1050°F (565°C) oder
sogar einen Siedebereich oberhalb von 1200°F (649°C).
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In
einer Ausführungsform umfasst das Hydraulikfluid weiterhin
mindestens ein Extremdruck-Antiverschleißmittel (EP/AW-Mittel).
Beispiele sind u. a. Zinkdialky-1-dithiophosphat (des primären
Alkyl-, sekundären Alkyl- und Aryl-Typs), Diphenylsulfid,
Methyltrichlorstearat, chloriertes Naphthalen, Fluoralkylpolysiloxan, Bleinaphthenat,
neutralisierte Phosphate, Dithiophosphate und schwefelfreie Phosphate.
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Das
Hydraulikfluid kann zusätzlich zu den oben beschriebenen
auch herkömmliche Additive umfassen. Beispiele sind u.
a., sind aber nicht beschränkt auf Farbstoffe, Metalldesaktivatoren,
wie Disalicylidenpropylendiamin, Triazolderivate, Thiadiazolderivate
und Mercaptobenzimidazole, Antischaummittel- und Entschäumungsmittel-Additive,
wie Alkylmethacrylat-Polymere und Dimethylsilikon-Polymere, und/oder
Luftabscheidungsadditive. Solche Additive können hinzugefügt
werden, damit z. B. viskometrische Mehrbereichsfunktionalität
erhalten wird.
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In
einer Ausführungsform werden die zusätzlichen
Bestandteile als fertig formulierte Additivpakete hinzugefügt,
die derart fertig formuliert sind, dass sie die ur sprünglichen
Anforderungen des Ausrüstungsherstellers an ein Hydraulikfluid
erfüllen, so dass z. B. das Fluid in der Lage ist, Bank-
und Dynamometertests zu erfüllen. Das zu verwendende Paket
hängt teilweise von den Anforderungen der spezifischen
Ausrüstung ab, welche die Schmiermittelzusammensetzung
erhalten soll. Beispiele für Additive und Additivpakete,
die man in Hydraulikfluiden verwendet hat, sind in den
US-Patenten 5,635,459 und
5,843,873 offenbart. In
einer Ausführungsform umfasst das Additivpaket neben anderen
Substanzen metallhaltige Detergenzien, ein Calciumüberbasisches
Sulfonat-Detergenz in einer Menge von 1–2% (z. B. 1,41%);
Antioxidantien oder Antiverschleißmittel, ein Zinkdialkyldithiophosphat
in einer Menge von 1–2% (z. B. 1,69%); 0,5 bis 2% (z. B.
1,03%) Reibungsmodifikatoren und 0,1 bis 2% (z. B. 0,25%) eines
stickstoffhaltigen Dispergiermittels, wie Succinimid-Dispergiermittel.
Weitere herkömmliche Komponenten können ebenfalls
zugegen sein, wenn gewünscht.
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Einige
der vorstehend genannten Additive können mehrere Wirkungen
liefern; so kann zum Beispiel ein einziges Additiv als Dispergiermittel
und als Oxidationsinhibitor dienen. Wenn das Hydraulikfluid ein
oder mehrere der oben genannten Additive enthält, wird
in einer Ausführungsform jedes Additiv in der Regel in
das Basisöl in einer solchen Menge eingemischt, dass das
Additiv seine gewünschte Funktion liefern kann. Obwohl es
nicht entscheidend ist, kann es wünschenswert sein, dass
man ein oder mehrere Additivkonzentrate herstellt, die Additive
umfassen (wobei Konzentrate, die mindestens eines der oben genannten
Additive enthalten, manchmal als ”Additivpakete” bezeichnet
werden) und die zu der Hydraulikfluid-Zusammensetzung hinzugefügt
werden sollen. Die endgültige Zusammensetzung kann von
etwa 0,001 bis 20 Gew.-% des Konzentrats enthalten, wobei den Rest
das Öl mit Schmiermittelviskosität ausmacht. Die
Komponenten können in jeder möglichen Reihenfolge
eingemischt werden und können als Kombinationen von Komponenten
eingemischt werden.
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Herstellungsverfahren:
Die Additive, die zur Formulierung der Hydraulikfluid-Zusammensetzung
verwendet werden, können in die Basisölmatrix
einzeln oder in verschiedenen Subkombinationen eingemischt werden,
so dass das Hydraulikfluid erhalten wird. In einer Ausführungsform
werden alle Komponenten gleichzeitig unter Verwendung eines Additivkonzentrats
(d. h. Additive und ein Verdünnungsmittel, wie ein Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel)
gemischt. Die Verwendung eines Additivkonzentrats profitiert von
der gegenseitigen Kompatibilität, die durch die Kombination
der Inhaltsstoffe erzielt wird, wenn es in Form eines Additivkonzentrats
vorliegt.
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In
einer weiteren Ausführungsform wird das Hydraulikfluid
hergestellt durch Mischen der Basisölmatrix mit den separaten
Additiven oder (dem) Additivpaket(en) bei einer geeigneten Temperatur,
wie etwa 60°C, bis zur Homogenität.
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Eigenschaften:
In einer Ausführungsform ist das Hydraulikfluid gekennzeichnet
durch ausgezeichnete Oxidationsbeständigkeit, d. h. es
erfüllt alle Leistungsvorgaben von JCMAS HK. In dem JCMA-Test,
der ein partielle Verschlechterung eines Hydraulikfluids simuliert,
wie man sie beim praktischen Einsatz beobachtet, z. B. der isolierte
Kompressionszustand, wird die Oxidationsbeständigkeit eines
Hydraulikfluids auf folgenden Grundlagen bewertet: a) Veränderung
in der Fluidviskosität; b) Erhöhung der Säurezahl;
c) Menge an erzeugtem Schlamm; und d) Veränderung im Kupfergehalt
in einem Fluid.
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In
einer Ausführungsform ist das Hydraulikfluid dadurch gekennzeichnet,
dass es eine ausgezeichnete Oxidationsbeständigkeit mit
einer Veränderung (Variation) in der kinematischen Viskosität
von weniger als 5% (von der Ausgangsviskosität) über
einen Zeitraum von 1000 Stunden bei Betrieb in einem JCMAS HK-Test
aufweist. in einer zweiten Ausführungsform beträgt
die Viskositätsvariation weniger als 2,5% über
einen Zeitraum von 1000 Stunden.
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In
einer Ausführungsform ist die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Viskositätsindex
(VI) von mindestens 140 sehr beständig für die
Verwendung bei einem breiten Bereich von Temperaturen ist. In einer
anderen Ausführungsform hat das Hydraulikfluid einen VI
von mindestens 150, in einer dritten Ausführungsform einen
VI von mindestens 160.
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In
einer Ausführungsform ist die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Flammpunkt von mindestens
270°C besonders geeignet für die Verwendung bei
Anwendungen ist, welche die Verwendung feuerfester Fluide erfordern,
z. B. eine elektrohydraulische Steuerung zum Antreiben elektrischer
Generatoren in einem Kraftwerk. In einer zweiten Ausführungsform
hat das Hydraulikfluid einen Flammpunkt von mindestens 280°C.
In einer Ausführungsform hat die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
eine Selbstentzündungstemperatur von mindestens 360°C.
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In
einer Ausführungsform ist das Hydraulikfluid dadurch gekennzeichnet,
dass es mit einer mittels ASTM D 3427-06 gemessenen
Luftabscheidung kleiner 0,8 Minuten bei 50°C und einer
Sequenz II-Schaumbildungsneigung gemäß ASTM
D 892-03 von weniger als 50 ml hervorragende Luftabscheideeigenschaften und
eine kleine Schaumbildungsneigung aufweist.
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In
einer Ausführungsform zeigt die Hydraulikfluid-Zusammensetzung,
die im Wesentlichen aus mindestens einem isomerisierten Basisöl,
wie einem aus einem Fischer-Tropsch-Verfahren stammenden Basisöl, besteht,
OECD 301D-Niveaus im Bereich von inhärent biologisch abbaubar
mit > 30% bis hin
zu leicht biologisch abbaubar mit > 90%.
JCMAS HKB ist die Vorgabe für biologisch abbaubare Hydraulikfluide
für Baumaschinen mit einem derzeitigen Standard für
die biologische Abbaubarkeit von mindestens von 60% oder mehr innerhalb
von 28 Tagen, die durch Testverfahren, wie OECD 301D, gemessen wird.
In einer Ausführungsform zeigt eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung,
die ein isomerisiertes Basisöl mit einer kinematischen
Viskosität bei 40°C von < 100 mm2/s
enthält, eine biologische Abbaubarkeit gemäß OECD
301D von ungefähr 30%. In einer zweiten Ausführungsform
zeigt eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung, die ein isomerisiertes
Basisöl mit einer kinematischen Viskosität bei
40°C von < 40
mm2/s enthält, eine biologische
Abbaubarkeit gemäß OECD 301D von ungefähr
40%. In einer dritten Ausführungsform zeigt eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung
mit einer Basisölmatrix mit einer kinematischen Viskosität
bei 40°C von < 8
mm2/s eine biologische Abbaubarkeit gemäß OECD
301D von >= 40%. In
einer vierten Ausführungsform zeigt eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung
mit einer Basisölmatrix mit einer kinematischen Viskosität
bei 40°C von < 11
mm2/s eine biologische Abbaubarkeit gemäß OECD
301D von etwa 80%. In einer fünften Ausführungsform
zeigt eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung mit einer Basisölmatrix
mit einer kinematischen Viskosität bei 40°C von < 6 mm2/s
eine biologische Abbaubarkeit gemäß OECD 301D
von > 93%.
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In
einer Ausführungsform hat die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
eine RPVOT von mehr als 600 Minuten, wie sie gemäß ASTM
D2272-02 gemessen wird. In einer anderen Ausführungsform
ist die RPVOT größer als 1000 Minuten. In einer
dritten Ausführungsform hat die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
eine Kaltstart-Viskosität von 4000 bis 50000 cP bei –30°C
und 1000 bis 25000 cP bei –25°C. In noch einer
anderen Ausführungsform hat die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
eine kinematische Viskosität bei 40°C von 10 bis 800
mm2/s.
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Anwendungen:
In einer Ausführungsform wird die Zusammensetzung in Hydraulikpumpen
verwendet. Die Leistung von Pumpen und Motoren ist ein entscheidender
Faktor bei der Zuverlässigkeit des gesamten hydraulischen
Systems. Eine wichtige Aufgabe einer Hydraulikpumpe ist die Übersetzung
von Energie von elektrischer oder mechanischer Energie in hydraulische
Energie, z. B. volumetrischen Fluss und Druck.
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In
einer anderen Ausführungsform wird die Hydraulikfluid-Zusammensetzung
dem Fluid-Vorratsbehälter der Ausrüstung, die
geschmiert werden soll, zugeführt und damit den beweglichen
Teilen der Ausrüstung selbst, einschließlich mobiler
und nicht mobiler Ausrüstung, aber nicht darauf beschränkt,
einschließlich Turbinen, Traktoren, Fahrzeugen und mobiler
Geländeausrüstung, aber nicht darauf beschränkt.
Bewegliche Teile sind u. a. eine Kraftübersetzung, eine
hydrostatische Kraftübersetzung, ein Getriebe, ein Antrieb,
ein hydraulisches System usw.
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Die
folgenden Beispiele werden nicht zur Beschränkung, sondern
zur Veranschaulichung von Aspekten der vorliegenden Erfindung gegeben.
-
BEISPIELE.
Die Beispiele wurden hergestellt, indem die Komponenten in den in
Tabelle 1 angegebenen Mengen gemischt wurden. Die Formeln wurden
dem Kolbenpumpentest gemäß den Standard-Vorgaben von
JCMAS HK unterzogen, die von dem Technischen Ausschuss für
Kraftstoffe und Schmiermittel der Japan Construction Mechanization
Association (JCMA) entwickelt wurden.
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FTBO-Basisöle
sind von der Chevron Corporation, San Ramon, CA. Die Eigenschaften
der in den Beispielen verwendeten FTBO-Basisöle sind in
Tabelle 4 gezeigt.
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NexbaseTM 3060 ist ein farbloses, katalytisch hydroisomerisiertes
und entparaffiniertes Gruppe III-Basisöl von der Neste
Oil Corporation.
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PennzoilTM HC 575 ist ein Gruppe II-Mineralöl
von der Pennzoil-Quaker State Company.
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Additiv
1 ist ein im Handel erhältliches Rost- und Oxidationspaket.
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Additiv
2 ist ein aschefreies Antiverschleiß- und Extremdruck-Triarylphosphat-Additiv.
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Additiv
3 ist ein Aminphosphat, ein aschefreies Multifunktionsadditiv mit
Extremdruck/Antiverschleiß- und Rostschutzaktivität,
das gewöhnlich 4,9% Phosphor und 2,7% Stickstoff enthält.
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Additiv
4 ist ein Tolutriazol-Derivat als Metalldesaktivator.
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Additiv
5 ist ein handelsübliches Sorbitanmonooleat.
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Additiv
6 ist ein Polyalkylmethacrylat (C11-C20).
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Additiv
7 ist ein niedermolekulares organisches Acrylpolymer.
-
Die
Ergebnisse der Experimente zeigen, dass bei gegebener gleicher Menge
an Rost-, Antiverschleiß- und Oxidationsadditiven die (in
den Beispielen B1–B9 verwendete) Formel B der Formel A überlegen
ist, die das Gruppe II/III-Basisöl des Standes der Technik
enthält (und die in den Beispielen A1–B9 verwendet
wurde). For mel B führte zu einer kleineren Menge an gebildeten
Ablagerungen, zu besseren Ergebnissen im Rotary Pressure Vessel
Oxidation Test (RPVOT von 1112 gegenüber 578), einer besseren
Gesamt-Säurezahl (TAN von 0,17 mg KOH/g gegenüber
0,45 mg KOH/g), besserer Luftabscheidung (Luftabscheidung von 0
gegenüber 6 min bei 50°C) und kleinerer Schaumbildungsneigung
(Schaumbildungssequenz von 0 ml bei 0/10 min).
-
1 vergleicht
die Veränderung in der kinematischen Viskosität
bei 40°C des Fluids über die Zeit (Testzeiträume
von 0–1000 Stunden) zwischen Formel A, die die Gruppe II/III-Basisöle
des Standes der Technik enthält, und Formel B, die eine
Ausführungsform des Hydraulikfluids der Erfindung ist.
2 vergleicht die Veränderung
in der Gesamt-Säurezahl über die Zeit zwischen
Formel A und Formel B. Formel B zeigt eine ausgezeichnete Stabilität
bei kleinen Veränderungen/Variationen in der Fluid-Viskosität
bei 40°C und in der Gesamt-Säurezahl als Funktion
der Zeit verglichen mit den drastischeren Variationen in der Formulierung
des Standes der Technik. Tabelle
1
Tabelle 3
| | FTBO
M | FTBO
H |
| kinemat.
Viskosität @ 40°C, mm2/s. | 42.3 | 106.4 |
| kinemat.
Viskosität @ 100°C, mm2/s. | 7.929 | 16.01 |
| Viskositatsindex | 162 | 161 |
| Kaltstartviskosität
@ –40°C, cP | 24,287 | - |
| Kartstartviskosität
@ –35°C, cP | 10,149 | - |
| Kaltstartviskosität
@ –30°C, cP | 4,936 | 46,991 |
| Kaltstartviskosität
@ –28°C, cP | 2,584 | 18,905 |
| Pourpunkt, °C | –11 | –10 |
| n-d-m | | |
| Molekulargewicht,
gm/mol (VPO) | 549 | 743 |
| Dichte,
gm/ml | 0.8241 | 0.8330 |
| Brechungsindex | 1.4595 | 1.4641 |
| paraffinischer
Kohlenstoff, % | 93.68 | 92.98 |
| naphthenischer
Kohlenstoff, % | 6.32 | 7.02 |
| aromatischer
Kohlenstoff, % | 0.00 | 0.00 |
| Oxidator
BN, Std. | 45.86 | 45.32 |
| Noack,
Gew.-% | 2.02 | 0.95 |
| HPLC-UV
(LUBES) | | |
| 1-Ring | 0.00414 | 0.02737 |
| 2-Ring | 0.00124 | 0.00325 |
| Gesamt-Aromaten | 0.00538 | 0.03082 |
| SIMDIST
TBP (WT%), F | | |
| TBP
@0.5 | 832 | 915 |
| TBP
@5 | 869 | 963 |
| TBP
@10 | 884 | 988 |
| TBP
@20 | 902 | 1011 |
| TBP
@30 | 916 | 1040 |
| TBP
@40 | 928 | 1057 |
| TBP
@50 | 940 | 1074 |
| TBP
@60 | 953 | 1092 |
| TBP
@70 | 971 | 1113 |
| TBP
@80 | 989 | 1141 |
| TBP
@90 | 1006 | 1181 |
| TBP
@95 | 1022 | 1213 |
| TBP
@99.5 | 1056 | 1290 |
| FIMS
durch Sonden-Proben-Einbringung | tof
564 | tof
556 |
| Gesättigte | 70 | 65.4 |
| 1-Ungesättigtheit | 27.9 | 33.1 |
| 2-Ungesättigtheit | 2 | 1.2 |
| 3-Ungesättigtheit | 0 | 0.3 |
| 4-Ungesättigtheit | 0 | 0 |
| 5-Ungesättigtheit | 0 | 0 |
| 6-Ungesättigtheit | 0.1 | 0 |
| %
Olefine gemäß Protonen-NMR | 0.00 | 0.00 |
| Monocycloparaffin
(FIMS1-ungesättigt.-NMR-Olefine) | 27.9 | 33.1 |
| Multicycloparaffin
(FIMS2-ungesätt.-6ungesätt-HPLC-UV-Aromaten) | 2.1 | 1.5 |
| Verhältnis
Mono/Multi | 13.3 | 22.5 |
-
Für
die Zwecke dieser Beschreibung und der angefügten Ansprüche
sollen, wenn nicht anders angegeben, alle Zahlen, die Mengen, Prozentangaben
oder Anteile ausdrücken, und andere Zahlenwerte, die in
der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet werden,
so verstanden werden, dass sie in allen Fällen durch den
Begriff ”etwa” modifiziert sind. Also sind, wenn
nicht anders angegeben, die in der folgenden Beschreibung und den
angefügten Ansprüchen genannten numerischen Parameter
Näherungswerte, die je nach den gewünschten Eigenschaften,
die man erhalten möchte, und/oder der Genauigkeit eines
Instruments zum Messen des Werts variieren können. Außerdem
sind alle hier offenbarten Bereiche einschließlich der
Endpunkte zu verstehen und sind unabhängig kombinierbar.
Im Allgemeinen können, wenn nicht anders angegeben, einzelne
Elemente im Plural stehen und umgekehrt, ohne dass die Allgemeingültigkeit
verloren geht. Wie hier verwendet, soll der Begriff ”umfassen,
beinhalten, sind u. a.” und seine grammatikalischen Varianten
nicht beschränkend sein, so dass eine Auflistung von Punkten
in einer Liste nicht zum Ausschluss anderer ähnlicher Punkte
führen soll, die für die aufgelisteten Punkte
eingesetzt oder zu diesen hinzugefügt werden können.
-
-
-
Zusammenfassung
-
Es
wird eine Hydraulikfluid-Zusammensetzung mit ausgezeichneter Oxidationsbeständigkeit
bereitgestellt, die aus einem isomerisierten Basisöl hergestellt
wird. Die Zusammensetzung umfasst (i) 80 bis 99,999 Gew.-% von einem
Basisschmieröl mit aufeinander folgenden Anzahlen an Kohlenstoffatomen,
weniger als 10 Gew.-% naphthenischem Kohlenstoff gemäß n-d-M;
und (ii) 0,001–20 Gew.-% von mindestens einem Additivpaket.
Die Hydraulikfluid-Zusammensetzung erfüllt die Leistungsvorgaben
von mindestens einer der Standardvorgaben JCMAS HK und JCMAS HKB,
die von dem Technischen Ausschuss für Kraftstoffe und Schmiermittel der
Japan Construction Mechanization Association (JCMA) ausgegeben wurden.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - US 2006/0289337 [0003]
- - US 2006/0201851 [0003]
- - US 2006/0016721 [0003]
- - US 2006/0016724 [0003]
- - US 2006/0076267 [0003]
- - US 2006/020185 [0003]
- - US 2006/013210 [0003]
- - US 2005/0241990 [0003]
- - US 2005/0077208 [0003]
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- - US 2005/0139514 [0003]
- - US 2005/0133409 [0003]
- - US 2005/0133407 [0003]
- - US 2005/0261147 [0003]
- - US 2005/0261146 [0003]
- - US 2005/0261145 [0003]
- - US 2004/0159582 [0003]
- - US 7018525 [0003]
- - US 7083713 [0003]
- - US 6150577 [0015]
- - US 7053254 [0015]
- - US 2005-0247600 A1 [0015]
- - US 6080301 [0043]
- - US 6090989 [0043]
- - US 6165949 [0043]
- - US 2004/0079678 A1 [0043]
- - US 20050133409 [0043]
- - US 20060289337 [0043]
- - US 7214307 [0061]
- - US 20060016724 [0061]
- - US 2765289 [0071]
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- - US 2760933 [0071]
- - US 2850453 [0071]
- - US 2910439 [0071]
- - US 3663561 [0071]
- - US 3862798 [0071]
- - US 3840549 [0071]
- - US 5635459 [0084]
- - US 5843873 [0084]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - Standardanalyseverfahrens
D-6352-04 [0016]
- - Standardanalyseverfahrens D-2887-06 [0016]
- - ASTM D445-06 [0017]
- - ASTM D 2270-04 [0018]
- - ASTM D 5293-04 [0019]
- - ASTM D 6352-04 [0020]
- - ASTM D5800-05 [0021]
- - ASTM D 2983-04 [0022]
- - ASTM D 5950-02 [0023]
- - ASTM 659-78 [0024]
- - SAE AISI 52100 [0026]
- - SAE AISI 52100 [0026]
- - R. W. Dornte ”Oxidation of White Oils,” Industrial
und Engineering Chemistry, Bd. 28, Seite 26, 1936 [0032]
- - ASTM D 3238-95 [0033]
- - ASTM D2503-92 [0034]
- - ASTM D2502-04 [0034]
- - ASTM D4052-96 [0035]
- - ASTM D 2503-92 [0036]
- - Standardverfahren D 5292-99 [0039]
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- - Lindeman, L. P., Journal of Qualitative Analytical Chemistry
43, 1971 1245ff [0040]
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- - ASTM D 6352-04 [0053]
- - ASTM D 3238-95 [0054]
- - ASTM D 2503-92 [0062]
- - ASTM D 3427-06 [0092]
- - ASTM D 892-03 [0092]
- - ASTM D2272-02 [0094]