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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit einem abgeschrägten Durchgangsloch.
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STAND DER TECHNIK
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In der Vergangenheit ist ein Herstellungsverfahren zur Herstellung eines Durchgangslochs in einem plattenartigen Abschnitt eines Teils mittels eines Stempels vorgeschlagen worden (
JP S58-125320 A ). Beispielsweise ist in einer Trägerabdeckung als ein Teil eines automatischen Fahrzeuggetriebes (A/T) und anderen verschiedenen mechanischen Teilen ein abgeschrägtes Durchgangsloch mit einem abgeschrägten Abschnitt in Umfangsecken, die an beiden Enden des Durchgangslochs angeordnet sind, manchmal in einem plattenförmigen Abschnitt des Teils vorgesehen. Solch ein abgeschrägtes Durchgangsloch kann durch das folgende Verfahren vorgesehen werden.
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Zuerst wird, wie in 12 gezeigt ist, ein Vorbereitungslochstanzschritt, um ein vorbereitetes Loch 90 auszubilden, das sich durch einen plattenförmigen Abschnitt 9 eines Teils erstreckt, unter Verwendung eines Formwerkzeugs 80 mit einem ausgeschnittenen Loch 800 und eines Stanzstempels 81 durchgeführt.
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Als nächstes wird, wie in 13 gezeigt ist, die Rückfläche des plattenförmigen Abschnitts durch eine Plattform 82 gestützt, und ein Abschrägungsstempel 83 mit einer Pressfläche 830, die zu einer gewünschten Abschrägungsform korrespondiert, wird in das vorbereitete Loch 90 von seinem einen Ende angetrieben, um einen ersten abgeschrägten Abschnitt 91 auszubilden. Bei der Ausbildung des ersten abgeschrägten Abschnitts 91 wird ein gradartiger unnötiger Abschnitt 94, der radial nach innen vorsteht, im Inneren des vorbereiteten Lochs 90 ausgebildet.
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Als nächstes wird, wie in 14 gezeigt ist, die Rückfläche des plattenförmigen Abschnitts 9 durch ein Formwerkzeug 84 gestützt, das ein ausgeschnittenes Loch 840 hat, und ein Fertigstellungsstempel 85 wird in das vorbereitete Loch von der Seite des ersten abgeschrägten Abschnitts 91 eingesetzt, um den unnötigen Abschnitt 94 auszustanzen. Ein fertig gestelltes Loch 93 wird auf diese Weise ausgebildet.
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Dann wird, wie in
15 gezeigt ist, die ebene Fläche des fertig gestellten Lochs
93 mit dem ersten abgeschrägten Abschnitt
91 durch eine Plattform
86 gestützt, und ein Abschrägungsstempel
87 mit einer Pressfläche
870, die zu einer gewünschten Abschrägungsform korrespondiert, wird gegen den Umfang des entgegengesetzten Endes des fertig gestellten Lochs
93 angetrieben, um einen zweiten abgeschrägten Abschnitt
92 auszubilden. Ein Ausbilden des abgeschrägten Durchgangslochs ist somit beendet. Es sei angemerkt, dass, um den zweiten abgeschrägten Abschnitt
92 auszubilden, ein Formaufbau so gestaltet ist, dass eine Erzeugung eines unnötigen Abschnitts, der sich von einem Loch nach innen erstreckt, auf ein akzeptables Niveau unterdrückt ist. Um das fertig gestellte Loch
93 mit höherer Genauigkeit fertig zu stellen, kann je nach Erfordernis ein Schneidprozess durchgeführt werden.
[Patentdokument 1]: Japanische Patentanmeldungsveröffentlichung Nr.
JP S58-125320 A
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Auch die
DD 1 10 188 A1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit einem abgeschrägten Durchgangsloch.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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[Durch die Erfindung zu lösende Aufgaben]
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In dem vorstehenden bekannten Verfahren muss eine Ausbildung des fertig gestellten Lochs 93 durch den Fertigstellungsstempel 84 zwischen den zwei Abschrägungsabschnittausbildungsschritten durchgeführt werden. Im Hinblick auf eine Kostenverringerung des Herstellungsprozesses ist es vorteilhafter, die zwei Abschrägungsabschnittausbildungsschritte nacheinander oder gleichzeitig durchzuführen. Jedoch ist dies in der Praxis schwierig. Falls ein Stanzen durch den Fertigstellungsstempel durchgeführt wird, nachdem die zwei abgeschrägten Abschnitte ausgebildet worden sind, kann eine geeignete Abstützung mit einem Formwerkzeug nicht erhalten werden, wie es in einem Vergleichsbeispiel (siehe 11) gezeigt ist, das später erklärt wird. Als eine Folge kann sich eine Scherposition ausweiten und ein erforderter Abschnitt kann auch entfernt werden. Darüber hinaus kann eine Scherform statt kreisförmig zerfurcht werden, was in ästhetischer Hinsicht problematisch ist.
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Diese Probleme können durch direktes Stützen des abgeschrägten Abschnitts durch ein konisch vorstehendes Formwerkzeug mit einem ausgeschnittenen Loch in der Mitte gelöst werden. Jedoch ist dieses Verfahren im Hinblick auf die Herstellungskosten und eine Haltbarkeit des Formwerkzeugs problematisch.
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Die vorliegende Erfindung ist in Anbetracht der vorstehend bekannten Probleme gemacht, und es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Herstellungsverfahren eines Bauteils mit einem abgeschrägten Durchgangsloch vorzusehen, in dem ein gradartiger unnötiger Abschnitt an dem Innenumfang des Durchgangslochs durch einen Pressprozess entfernt werden kann, nachdem ein abgeschrägter Abschnitt an beiden Enden des Durchgangslochs ausgebildet worden ist.
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[Einrichtung zum Lösen der Aufgabe]
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Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit einem abgeschrägten Durchgangsloch gemäß Patentanspruch 1 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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In dem Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit einem abgeschrägten Durchgangsloch gemäß der vorliegenden Erfindung werden wenigstens der Vorbereitungslochstanzschritt, der erste Abschrägungsschritt, der zweite Abschrägungsschritt und der Stanzfertigstellungsschritt durchgeführt. Es sollte angemerkt sein, dass in dem zweiten Abschrägungsschritt der spezielle zweite Stempel verwendet wird, um den zweiten abgeschrägten Abschnitt mit der mittigen Aussparung auszubilden, und der Fertigstellungsstempel dann von dem ersten abgeschrägten Abschnitt in Richtung zu dem zweiten abgeschrägten Abschnitt angetrieben wird, um den unnötigen Abschnitt zu entfernen. Der unnötige Abschnitt kann deshalb leicht durch einen Pressprozess entfernt werden, nachdem die abgeschrägten Abschnitte an beiden Enden ausgebildet worden sind.
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Genauer gesagt wird ein gradartiger unnötiger Abschnitt, der radial nach innen von dem vorbereiteten Loch vorsteht, nach dem Vorbereitungslochstanzschritt, dem ersten Abschrägungsschritt und dem zweiten Abschrägungsschritt ausgebildet. Wie vorstehend beschrieben ist, wird in dem zweiten Abschrägungsschritt der zweite abgeschrägte Abschnitt durch Antreiben des zweiten Stempels ausgebildet, der den im Allgemeinen säulenförmigen mittigen Pressabschnitt hat, der von der Mitte der zweiten verjüngten Fläche vorsteht. Die mittige Aussparung wird deshalb in der Fläche des unnötigen Abschnitts ausgebildet, die an der Seite des zweiten abgeschrägten Abschnitts angeordnet ist. Demzufolge wird eine Ecke, die zu der ringförmigen Ecke des mittigen Pressabschnitts korrespondiert, an dem Schnittbereich zwischen der Innenumfangsfläche und der Bodenfläche der mittigen Aussparung ausgebildet.
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Als nächstes wird in dem Stanzfertigstellungsschritt der unnötige Abschnitt von dem ersten abgeschrägten Abschnitt in Richtung zu dem zweiten abgeschrägten Abschnitt durch Verwenden des Fertigstellungsstempels herausgestanzt. Der Fertigstellungsstempel, der in diesem Schritt verwendet wird, hat einen Außendurchmesser, der gleich zu oder kleiner als der der Ecke des mittigen Pressabschnitts ist, das heißt der Ecke der mittigen Aussparung. Wenn der unnötige Abschnitt durch den Fertigstellungsstempel gepresst wird, wird deshalb eine starke Spannung auf ein Außenumfangsende der mittigen Aussparung an der Seite des zweiten abgeschrägten Abschnitts aufgebracht. Als eine Folge ist eine Außenumfangsscherposition an der Seite des zweiten abgeschrägten Abschnitts des unnötigen Abschnitts mit der Ecke ausgerichtet bzw. fluchtet mit dieser, die an dem Außenumfangsende der Bodenfläche der mittigen Aussparung angeordnet ist. Somit kann verhindert werden, dass ein Brechen eines Scherabschnitts von der Ecke nach außen auftritt. Darüber hinaus, da ein Scheren entlang der Ecke auftritt, kann eine gleichförmige Scherform nahe zu einer Kreisform erhalten werden.
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Da derartige exzellente Funktionen erhalten werden können, ist es nicht notwendig, den zweiten abgeschrägten Abschnitt in direktem Kontakt mit einem Formwerkzeug oder dergleichen in dem Stanzfertigstellungsschritt zu stützen. Demzufolge kann ein Formwerkzeug oder dergleichen mit einer normalen Form und einer flachen Fläche zum Stützen der Fläche des plattenartigen Abschnitts verwendet werden, und deshalb müssen die Kosten für Werkzeuge, wie beispielsweise ein Formwerkzeug, nicht beträchtlich erhöht werden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann somit ein Herstellungsverfahren eines Bauteils vorgesehen werden, das ein abgeschrägtes Durchgangsloch hat, wobei in dem Verfahren ein gradartiger unnötiger Abschnitt an dem Innenumfang des Durchgangslochs durch einen Pressprozess entfernt werden kann, nachdem ein abgeschrägter Abschnitt an beiden Enden des Durchgangslochs ausgebildet worden ist.
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Ein Bauteil mit dem abgeschrägten Durchgangsloch gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch das äußerst exzellente Herstellungsverfahren hergestellt werden, das vorstehend beschrieben ist. Als eine Folge werden die Herstellungskosten verringert, wodurch ein preisgünstiges, hochqualitatives Bauteil erhalten werden kann.
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Wie vorstehend beschrieben ist, werden gemäß der vorliegenden Erfindung wenigstens der erste Vorbereitungslochstanzschritt, der erste Abschrägungsschritt, der zweite Abschrägungsschritt und der Stanzfertigstellungsschritt durchgeführt. Ein Schneidfertigstellungsschritt kann nach dem Stanzfertigstellungsschritt hinzugefügt werden, um eine Genauigkeit des Innendurchmessers des Durchgangslochs zu verbessern.
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Wie vorstehend beschrieben ist, wird ein Fertigstellungsstempel mit einem Außendurchmesser, der gleich wie oder kleiner als der der Ecke des mittigen Pressabschnitts ist, in dem Stanzfertigstellungsschritt verwendet. Eine optimale Beziehung zwischen der Ecke und dem Außendurchmesser des Fertigstellungsstempels variiert in Abhängigkeit der Dicke und eines Materials eines plattenartigen Abschnitts, das heißt eines zu bearbeitenden Bauteils. Jedoch kann diese Beziehung leicht durch Durchführen von Experimenten mithilfe von Fertigstellungsstempeln oder zweiten Stempeln mit verschiedenen Abmessungen bestätigt werden. Der Punkt ist es, zu gewährleisten, dass der Außendurchmesser des Fertigstellungsstempels nicht größer als der der Ecke wird und die mittige Aussparung zuverlässig ausgebildet wird.
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In praktischen Anwendungen kann die Ecke an der Spitze des mittigen Pressabschnitts bis zu einem gewissen Grad gerundet sein (R-förmig). Im Hinblick auf die Werkzeughaltbarkeit ist es eher bevorzugt, eine R-Form mit einem Krümmungsradius von ca. 0,2 bis 0,4 mm vorzusehen. Falls R zu groß ist, kann eine beabsichtigte Spannungskonzentration während eines Scherens nicht erhalten werden.
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In dem Fall, in dem der erste Abschrägungsschritt und der zweite Abschrägungsschritt bei getrennten Zeitabstimmungen durchgeführt werden, kann entweder der erste Abschrägungsschritt oder der zweite Abschrägungsschritt zuerst durchgeführt werden. Jedoch ist es bevorzugt, den ersten Abschrägungsschritt und den zweiten Abschrägungsschritt gleichzeitig durchzuführen (Anspruch 2). In diesem Fall kann das zu bearbeitende Bauteil, das heißt der plattenartige Abschnitt, bearbeitet werden, während er zwischen dem ersten Stempel und dem zweiten Stempel angeordnet ist. Die Konzentrizität ist deshalb verbessert, wodurch die Bearbeitung stabiler durchgeführt werden kann. Da darüber hinaus zwei Schritte gleichzeitig durchgeführt werden können, können die Herstellungskosten verringert werden.
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Die erste verjüngte Fläche des ersten Stempels und/oder die zweite verjüngte Fläche des zweiten Stempels können eine einen vertiefungsausbildenden Vorsprung zum Ausbilden eines konkaven Vertiefungsabschnitts in dem ersten abgeschrägten Abschnitt und/oder dem zweiten abgeschrägten Abschnitt haben (Anspruch 3). In dem Fall, in dem der Vertiefungsabschnitt ausgebildet wird, wird ein unnötiger Abschnitt in einem größeren Umfang als im Vergleich zu dem Fall erzeugt, wo nur die abgeschrägten Abschnitte ausgebildet werden. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist deshalb besonders effektiv.
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Vorzugsweise ist eine Seitenfläche des mittigen Pressabschnitts um 15° oder weniger in Bezug auf eine Axialrichtung geneigt, so dass der Durchmesser des mittigen Pressabschnitts zu seiner Spitze hin verringert ist (Anspruch 4). Die Effekte der vorliegenden Erfindung können selbst dann erhalten werden, wenn der Neigungswinkel der Seitenfläche 0° ist. Jedoch kann der zweite Abschrägungsschritt und der Stanzfertigstellungsschritt sanfter bzw. gleichmäßiger durchgeführt werden, wenn die Seitenfläche geneigt ist. Es sollte angemerkt sein, dass in dem Fall, in dem der Neigungswinkel 15° übersteigt, der Effekt einer Spannungskonzentration in dem Stanzfertigstellungsschritt verringert sein kann. Darüber hinaus, falls der Neigungswinkel zu klein ist, ist der Effekt des Vorsehens der Neigung klein. Der Neigungswinkel ist deshalb noch bevorzugter in dem Bereich von 3° bis 10°.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt eine Form einer Trägerabdeckung als ein bearbeitetes Bauteil mit einem plattenartigen Abschnitt gemäß einer ersten Ausführungsform.
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2 zeigt eine Form eines abgeschrägten Abschnitts an der Vorderflächenseite eines abgeschrägten Durchgangslochs, das in dem plattenartigen Abschnitt gemäß der ersten Ausführungsform vorgesehen ist.
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3 zeigt eine Form eines abgeschrägten Abschnitts an der Rückflächenseite des abgeschrägten Durchgangslochs, das in dem plattenartigen Abschnitt gemäß der ersten Ausführungsform vorgesehen ist.
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4 ist zeigt ein Verfahren zum Durchführen eines Vorbereitungslochstanzschritts gemäß der ersten Ausführungsform.
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5 zeigt ein Verfahren zum Durchführen eines ersten Abschrägungsschritts und eines zweiten Abschrägungsschritts gemäß der ersten Ausführungsform.
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6 zeigt ein frühes Stadium eines Stanzfertigstellungsschritts gemäß der ersten Ausführungsform.
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7 zeigt ein Endstadium des Stanzfertigstellungsschritts gemäß der ersten Ausführungsform.
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8 zeigt eine Form eines zweiten Stempels gemäß der ersten Ausführungsform, wenn dieser von seiner Spitze angesehen wird.
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9 zeigt eine Seitenform des zweiten Stempels gemäß der ersten Ausführungsform aus Sicht von der Richtung des Pfeils A in 8.
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10 zeigt eine Seitenform des zweiten Stempels gemäß der ersten Ausführungsform aus Sicht von der Richtung des Pfeils B in 8.
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11 zeigt ein frühes Stadium eines Stanzfertigstellungsschritts in einem ersten Vergleichsbeispiel.
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12 zeigt ein Verfahren zum Durchführen eines Vorbereitungslochstanzschritts in einem Beispiel des Stands der Technik.
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13 zeigt ein Verfahren zum Durchführen eines ersten Abschrägungsschritts in dem Beispiel des Stands der Technik.
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14 zeigt ein Endstadium des Stanzfertigstellungsschritts in dem Beispiel des Stands der Technik.
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15 zeigt ein Verfahren zum Durchführen eines zweiten Abschrägungsschritts in dem Beispiel des Stands der Technik.
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BESTE FORMEN ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
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[Ausführungsformen]
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(1. Ausführungsform)
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Ein Herstellungsverfahren eines Bauteils mit einem abgeschrägten Durchgangsloch gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun mit Bezug auf 1 bis 10 beschrieben.
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In dieser Ausführungsform werden abgeschrägte Durchgangslöcher 1 in einem plattenartigen Abschnitt 70 einer Trägerabdeckung 7 ausgebildet, die ein Bauteil eines automatischen Fahrzeuggetriebes (A/T) ist.
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Die Trägerabdeckung 7 hat einen zylindrischen Abschnitt 71, der an seinem Innenumfang verzahnt ist, und die abgeschrägten Durchgangslöcher 1, die sich durch einen scheibenförmigen plattenartigen Abschnitt 70 erstrecken, der um den zylindrischen Abschnitt 71 herum vorgesehen ist. Jedes abgeschrägte Durchgangsloch 1 hat einen abgeschrägten Abschnitt 11 an einer Seite einer Fläche 701 des plattenartigen Abschnitts 70, wie in 2 gezeigt ist, und hat einen abgeschrägten Abschnitt 12 und einen Vertiefungsabschnitt 13 an der Seite der anderen Fläche 702, wie in 3 gezeigt ist.
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Um die abgeschrägten Durchgangslöcher 1 auszubilden, werden ein Vorbereitungslochstanzschritt, ein erster Abschrägungsschritt und ein zweiter Abschrägungsschritt und ein Stanzfertigstellungsschritt durchgeführt, wie in 4 bis 7 gezeigt ist.
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Zuerst wird, wie in 4 gezeigt ist, in dem Vorbereitungslochstanzschritt der plattenartige Abschnitt 70 an einer Werkzeugform 20 mit einem ausgeschnittenen Loch 200 platziert und wird durch einen Stempel 21 gestanzt, um ein vorbereitetes Loch 10 auszubilden, das sich durch den plattenartigen Abschnitt 70 erstreckt.
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Dann werden, wie in 5 gezeigt ist, der erste Abschrägungsschritt und der zweite Abschrägungsschritt gleichzeitig durchgeführt. In dem ersten Abschrägungsschritt wird ein erster Stempel 22 mit einer ersten verjüngten Fläche 220, die entsprechend einer gewünschten Abschrägungsform geneigt ist, in das vorbereitete Loch 10 von einem Ende von diesem (von der Seite der Fläche 701) angetrieben, um einen ersten abgeschrägten Abschnitt 11 durch die erste verjüngte Fläche 220 auszubilden.
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Wie in 8 bis 10 gezeigt ist, hat ein zweiter Stempel 23, der in dem zweiten Abschrägungsschritt verwendet wird, eine zweite verjüngte Fläche 230, die entsprechend einer gewünschten Abschrägungsform geneigt ist, an der Spitze eines ovalen Körperabschnitts 239. Der zweite Stempel hat auch vertiefungenausbildende Vorsprünge 231, die an zwei Positionen in einer Umfangsrichtung ausgebildet sind, und einen im Allgemeinen säulenförmigen mittigen Pressabschnitt 236, der von der Mitte der zweiten verjüngten Fläche 230 hervorsteht und eine ringförmige Ecke 235 an seiner Spitze hat. Wie in 5 gezeigt ist, wird in dem zweiten Abschrägungsschritt der zweite Stempel 23 in das vorbereitete Loch 10 von dem anderen Ende von diesem (von der Seite der Fläche 702) angetrieben. Ein zweiter abgeschrägter Abschnitt 12 und ein Vertiefungsabschnitt 13 werden auf diese Weise durch die vertiefungsausbildenden Vorsprünge 231 ausgebildet, und eine mittige Aussparung 14, die axial nach innen von der Mitte des zweiten abgeschrägten Abschnitts 12 ausgespart ist, wird durch den mittigen Pressabschnitt 236 ausgebildet. Wie in 6 gezeigt ist, die nachstehend beschrieben wird, hat die mittige Aussparung 14 eine ringförmige Ecke 142 an dem Schnittbereich zwischen einer ringförmigen Seitenfläche 143 und einer Bodenfläche 141.
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In dieser Ausführungsform werden der erste Abschrägungsschritt und der zweite Abschrägungsschritt gleichzeitig durch Anordnen des plattenartigen Abschnitts 70 zwischen dem ersten Stempel 22 und dem zweiten Stempel 23 durchgeführt.
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Als nächstes wird, wie in 6 und 7 gezeigt ist, der Stanzfertigstellungsschritt durchgeführt. In dem Stanzfertigstellungsschritt wird der plattenartige Abschnitt 70 an einer Werkzeugform 24 gestützt, die ein Durchgangsloch 240 an seiner ihrer Rückfläche hat, und ein Fertigstellungsstempel 25 mit einem Außendurchmesser, der geringfügig kleiner als der der Ecke 235 des mittigen Pressabschnitts 236 ist, wird von dem ersten abgeschrägten Abschnitt 11 in Richtung zu dem zweiten abgeschrägten Abschnitt 12 (13) angetrieben, um einen unnötigen Abschnitt 75 herauszustanzen.
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Wie in 6 gezeigt ist, wird eine Scherspannung, die von dem Fertigstellungsstempel 25 aufgebracht wird, der sich von der Seite des ersten abgeschrägten Abschnitts 11 voranbewegt, stark in Richtung zu einer Ecke 141 der mittigen Aussparung 14 an der Rückflächenseite des unnötigen Abschnitts 75 erzeugt. Eine Scherposition 51 ist somit in Richtung zu der Ecke 141 bestimmt. Wie in 7 gezeigt ist, kann deshalb die Scherposition innerhalb eines gewünschten Bereichs gehalten werden, nachdem der Fertigstellungsstempel 25 den unnötigen Abschnitt 75 ausgestanzt hat. In dieser Ausführungsform ist die Ecke 141 beispielsweise im Inneren einer Schneidposition 52 vorgesehen, an der ein abschließender Schneidprozess durchgeführt wird, wodurch die Schneidposition 52 auf eine Position im Inneren der Schneidposition 52 gesteuert werden kann.
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(Erstes Vergleichsbeispiel)
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Um die Effekte der ersten Ausführungsform besser zu erklären, wurde ein Test als ein erstes Vergleichsbeispiel ohne Vorsehen der mittigen Aussparung 14 durchgeführt, wie in 11 gezeigt ist.
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Genauer gesagt wurde ein Stempel, der keinen mittigen Pressabschnitt hat, als der zweite Stempel in dem zweiten Abschrägungsschritt verwendet, wodurch ein zweiter abgeschrägter Abschnitt 17, der keine mittige Aussparung hat, ausgebildet wurde, wie in 11 gezeigt ist. Wie in 11 gezeigt ist, wurde der Stanzfertigstellungsschritt durch Verwenden der Werkzeugform 24 und des Fertigstellungsstempels 25 in derselben Weise wie in der ersten Ausführungsform durchgeführt.
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Als eine Folge wurde, wie in 11 gezeigt ist, eine Scherspannung, die von dem Fertigstellungsstempel 25 aufgebracht wurde, zufällig zu der Rückfläche des unnötigen Abschnitts 75 übertragen, wodurch sich eine Scherposition 53 auch zufällig ausdehnte. Das erste Vergleichsbeispiel hatte ein Problem darin, dass sich die Scherposition 53 über die nachfolgende Schneidposition 52 ausdehnte.
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Das vorstehende Ergebnis zeigt, dass es sehr wirksam ist, den mittigen Pressabschnitt 236 und die Ecke 235 in dem zweiten Stempel 23 vorzusehen und die mittige Aussparung 14 und die Ecke 142 in der Rückfläche des unnötigen Abschnitts 75 wie in der ersten Ausführungsform vorzusehen.
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Es sei angemerkt, dass, wie in 9 gezeigt ist, in dem zweiten Stempel 23, der in der ersten Ausführungsform verwendet wird, eine Seitenfläche 234 des mittigen Pressabschnitts 236 in einem Winkel α von 8° in Bezug auf eine Axialrichtung geneigt ist, so dass der Durchmesser des mittigen Pressabschnitts 236 in Richtung zu dessen Spitze verringert ist. Solch ein spezifischer Winkel und Abmessungen des mittigen Pressabschnitts 2 können so ausgewählt werden, wie es geeignet ist, und können gemäß der Dicke und einem Material des plattenartigen Abschnitts 70, dem Innendurchmesser der abgeschrägten Durchgangslöcher 1 oder dergleichen geändert werden. Eine Werkzeuggestaltung muss über einen Trial-and-Error-Prozess durchgeführt werden, während Tests ausgeführt werden. Jedoch muss eine Form mit dem zentralen Pressabschnitt immer verwendet werden.