DE1120067B - Verfahren und Vorrichtung zum Kraeuseln von vollsynthetischen Faeden bzw. Fadenbuendeln - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kraeuseln von vollsynthetischen Faeden bzw. FadenbuendelnInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
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- D02G1/02—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Kräuseln von vollsynthetischen Fäden bzw. Fadenbündeln Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zum Kräuseln von vollsynthetischen Fäden bzw. Fadenbündeln oder von aus synthetischen Stapelfasern gesponnenem Garn, welches mit Naturfasern gemischt sein kann, und zeichnet sich dadurch aus, daß der Faden in fortlaufendem Arbeitsgang in eine Doppeldraht-Zwirnvorrichtung eingeführt, dabei hochgedreht, in der Doppeldraht-Zwirnvorrichtung fixiert und anschließend unter Aufdrehen des erteilten Dralls aus der Doppeldraht-Zwirnvorrichtung herausgeführt wird. Die Fixierung des hochgedrehten Fadens kann dabei durch mehrfaches Umleiten um eine Heiztrommel erfolgen. Der Faden wird zweckmäßig unter einer zusätzlichen Spannung fixiert. Mit dem Verfahren nach dem Hauptpatent läßt sich unter Zugrundelegung gleicher Drehzahlen wie bei den bekannten Verfahren, die nach dem sogenannten Drehröhrchenprinzip arbeiten, der Zeitaufwand für jede Zwirnstelle erheblich herabsetzen. Dennoch werden gleiche Zwirneffekte und einwandfreie Kräuselfäden erzielt, die den mit den bekannten Verfahren hergestellten Fäden gleichwertig sind.
- Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und Vereinfachung des Verfahrens nach dem Hauptpatent. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent der Faden erfindungsgemäß bereits zwischen Lieferwerk und Doppeldraht-Zwirnvorrichtung erhitzt wird. Da dem Faden bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent schon vor Einlaufen in die Doppeldraht-Zwirnvorrichtung ein Drall erteilt wird, beginnt der Bereich des doppelten Drahtes bereits, wenn der Faden das Lieferwerk verläßt. Die Fixierung, welche durch Erhitzung und Abkühlung vermittelt wird, ist um so besser, je schneller der Faden abgekühlt wird. Diesem Umstand wird beim erfindungsgemäßen Verfahren in besonders vorteilhafter Weise dadurch Rechnung getragen, daß der erhitzte Faden schon im einlaufenden Ballon abgekühlt wird. Die Abkühlung nach dem Austreten des Fadens aus der Heizzone wird also dadurch vermittelt, daß ein Ballon gebildet wird, der eine gesteigerte Wärmeabgabe an die umgebende Luft zur Folge hat.
- Die Erfindung hat ferner eine Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Gegenstand, welche sich durch eine zwischen Zuführwalzenpaar und Doppeldraht-Zwirnvorrichtung angeordnete Heizvorrichtung kennzeichnet. Da der Faden gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht mehr in der Doppeldraht-Zwirnvorrichtung selbst, sondern bereits zwischen Lieferwerk und Doppeldraht-Zwirnvorrichtung erhitzt wird, kann die Vorrichtung erlieblich einfacher und kleiner gebaut werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß die Lager nicht mehr unter dem Ein-$uß der Heizvorrichtung stehen, so daß sich eine um das Doppelte erhöhte Drehzahl gegenüber dem Verfahren nach dem Hauptpatent erzielen läßt.
- In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist auf der hohlen Spindel der Doppeldraht-Zwirnvorrichtung unmittelbar über einem gedrungen gebauten Fußstück, welches auf seinen zylindrischen Mantelflächen Weicheisensegmente trägt sowie mit Fadeneinläufen und Fadenausläufen versehen ist, ein Kopfstück angeordnet, welches an seiner Spitze eine senkrechte Bohrung und darunter ein frei bewegliches Röllchen aufweist. Vorteilhaft bestehen das Fußstück und das Kopfstück aus einem Stück. Hierdurch ist der Vorteil vermittelt, daß nur mit Fadenballons von kleinem Durchmesser gearbeitet wird. Schließlich sind in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung für die Führung des Fadens vom Fußstück in die hohle Spindel sanft geschwungene Röhrchen, vorzugsweise aus Messing, vorgesehen, die in einer mit dem Wirtel drehbaren Platte gelagert sind. Diese vermitteln den Vorteil eines leichteren Einfädelns sowie des Wegfalls von Kanten, welche den Faden beschädigen sowie die Fortpflanzung des Drahtes beeinträchtigen können. Somit ergibt sich, daß die Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in engstem technischem Zusammenhang mit der durch die Erfindung vermittelten Verbesserung der Fixierung des Fadens steht. Die Erfindung ist der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnung in einer Ausführungsfarm beispielsweise erläutert.
- Fig. 1 zeigt eine Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung und Fig. 2 einen Schnitt durch die eigentliche Doppeldraht-Zwirnvorrichtung.
- Wie sich aus Fig. 1 ohne weiteres ergibt, ist die Heizeinrichtung I zwischen dem Zuführwalzenpaar 2 sowie der Doppeldraht-Zwirnvorrichtung 3 angeordnet. Ihre Befestigung erfolgt beispielsweise mittels eines Gestänges. Auch ist der Verlauf des Fadens 4 aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich, so daß es hierzu keiner näheren Erläuterungen bedarf.
- Gemäß Fig. 2 ist in der Spindelbank 5 das Lagergehäuse 6 abgestützt. An seinem oberen und unteren Ende birgt es die Wälzlager 7 und B. In ihnen läuft die durchgehend hohle Spindel 9. Auf dieser sind der Wirtel 10 sowie ein gedrungenes Fußstück 11 angebracht. Das Fußstück trägt auf seinen zylindrischen Mantelflächen Weicheisensegmente 12 und 13. Auf diese Segmente wirken die orstfesten Magneten 14 und 15 ein. Unmittelbar über dem Fußstück 11 ist das Kopfstück 1.6 angeordnet. Dieses kann mit dem Fußstück 11 aus einem Stück bestehen. In der Spitze des Kopfstückes ist eine senkrechte Bohrung 17 vorgesehen. Das Kopfstück trägt ferner unterhalb dieser Bohrung auf einer Welle 18 frei beweglich ein Röllchen 19. Der Fadeneinlauf ist mit 20 bezeichnet. Die Umlenkung des Fadens in die hohle Spindel erfolgt mittels eines sanft geschwungenen Röhrchens 21, welches aus Messing besteht und in einer mit dem Wirtel drehbaren Platte 22 gelagert ist. Das Röhrchen 21 führt geschlossen durch das Fußstück 11 hindurch, an dessen Spitze der Faden austritt, um über das Röllchen 19 geschlungen zu werden. Der Einlauf des Fadens von der Spitze des Kopfstückes 16 in das Fußstück 11 hinein ist mit 23 bezeichnet. An diesen schließt sich ein weiteres, sanft geschwungenes Röhrchen 24 an, welches gleichfalls in der drehbaren Platte 22 gelagert ist und in die hohle Spindel 9 mündet. Die Kugellager 25 und 26 im Fußstück 11 können wegen der gedrungenen Bauweise von Fußstück und Kopfstück klein gehalten werden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Kräuseln von vollsynthetischen Fäden bzw. Fadenbündeln oder von aus synthetischen Stapelfasern gesponnenem Garn, welches mit Naturfasern gemischt sein kann, nach Patent 1018 188, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden bereits zwischen Lieferwerk und Doppeldraht-Zwirnvorrichtung erhitzt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zwischen Zuführwalzenpaar (2) und Doppeldraht-Zwirnvorrichtung (3) angeordnete Heizeinrichtung (1).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der hohlen Spindel (9) der Doppeldraht-Zwirnvorrichtung unmittelbar über einem gedrungen gebauten Fußstück (11), welches auf seinen zylindrischen Mantelflächen Weicheisensegmente (12, 13) trägt sowie mit Fadeneinläufen und Fadenauslauf versehen ist, ein Kopfstück (16) angeordnet ist, welches an seiner Spitze eine senkrechte Bohrung (17) und darunter ein frei bewegliches Röllchen (19) aufweist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußstück (11) und das Kopfstück (16) aus einem Stück bestehen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die Führung des Fadens vom Fußstück (11) in die hohle Spindel (9) sanft geschwungene Röhrchen (21, 24), vorzugsweise aus Messing, vorgesehen sind, die in einer mit dem Wirtel (10) drehbaren Platte (22) gelagert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1956P0017031 DE1120067B (de) | 1956-09-19 | 1956-09-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Kraeuseln von vollsynthetischen Faeden bzw. Fadenbuendeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1956P0017031 DE1120067B (de) | 1956-09-19 | 1956-09-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Kraeuseln von vollsynthetischen Faeden bzw. Fadenbuendeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1120067B true DE1120067B (de) | 1961-12-21 |
Family
ID=600430
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1956P0017031 Pending DE1120067B (de) | 1956-09-19 | 1956-09-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Kraeuseln von vollsynthetischen Faeden bzw. Fadenbuendeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1120067B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1290462B (de) * | 1964-04-24 | 1969-03-06 | Hamel Zwirnerei U Spinnereimas | Ringspindelanordnung an Spinn- und Zwirnmaschinen |
-
1956
- 1956-09-19 DE DE1956P0017031 patent/DE1120067B/de active Pending
Cited By (1)
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