-
Technisches Gebiet
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein für ein Multichipmodul
und dergleichen zu verwendendes keramisches mehrlagiges Substrat
sowie ein Verfahren zur Herstellung desselben.
-
Stand der Technik
-
In
den letzten Jahren wurde die Leistung von Elektronikbauteilen in
einem Elektronikgebiet signifikant verbessert und dadurch wurden
Verbesserungen der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, der
Miniaturisierung von Vorrichtungen sowie der Ausweitung der Funktionalität
von Informationsverarbeitungsgeräten, z. B. großen
Computern, mobilen Kommunikationsendgeräten und Heimcomputern,
erleichtert.
-
Ein
Multichipmodul (MCM), bei dem mehrere Halbleitervorrichtungen, z.
B. VLSI und ULSI, auf einem keramischen Substrat angebracht sind,
wird als eines dieser Elektronikbauteile erwähnt. Bei solchen
Modulen werden häufig keramische mehrlagige Substrate,
die dreidimensional angeordnete Verdrahtungsleiter aufweisen, verwendet,
um die Bestückungsdichte von LSI zu steigern und zwischen
einzelnen LSI in günstiger Weise elektrisch zu verbinden.
Das keramische mehrlagige Substrat ist ein aus mehreren keramischen
Lagen bestehendes Laminat, und die Oberfläche sowie das
Innere desselben umfassen Verdrahtungsleiter zum Bilden von Schaltungen.
-
Bezüglich
der Herstellung des keramischen mehrlagigen Substrats ist es beim
Schritt des Brennens bekannt, dass es bei der Beschränkung
der Schrumpfung von nicht gebrannten keramischen Lagen in einer Ebenenrichtung
ein technisches Problem gibt. Um dieses Problem zu lösen,
werden zwei Arten von nicht gebrannten keramischen Lagen, die unterschiedliche
Sintertemperaturen haben, laminiert und gebrannt, um das Schrumpfen
der nicht gebrannten keramischen Lagen in einer Ebenenrichtung zu
beschränken, wobei ein unterschiedliches Schrumpfverhalten
ausgenützt wird. Das vorstehend beschriebene Verfahren
kann als „Schrumpfausgleichsprozess" oder dergleichen bezeichnet
werden.
-
12 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein unter Verwendung des Schrumpfausgleichsprozesses hergestelltes
bekanntes keramisches mehrlagiges Substrat zeigt. Wie in 12 gezeigt,
weist ein keramisches mehrlagiges Substrat 70 einen Aufbau
auf, bei dem erste keramische Lagen 71, die aus einem ersten keramischen
Material gebildet sind, und zweite keramische Lagen 71,
die aus einem zweiten keramischen Material mit einer Sintertemperatur
gebildet sind, die höher als die des ersten keramischen
Materials ist, laminiert sind. Innenleiter 73 sind zwischen
den ersten keramischen Lagen 71 und den zweiten keramischen
Lagen 72 angeordnet, und Außenleiter 74 sind
an den Oberflächen des keramischen mehrlagigen Substrats 70 angeordnet.
Die Innenleiter 73 und die Außenleiter 74 sind
mittels Verbindungslochleiter 75, die die ersten keramischen
Lagen 71 und die zweiten keramischen Lagen 72 in
einer Dickenrichtung durchsetzen, elektrisch miteinander verbunden.
-
Bezüglich
der Herstellung des keramischen mehrlagigen Substrats 70 wirken
in einem Brennschritt zweite keramische grüne Lagen, die
nach dem Brennen als zweite keramische Lagen 72 dienen,
zum Beschränken der Schrumpfung der ersten keramischen
grünen Lagen, die nach dem Brennen als die ersten keramischen
Lagen dienen. (Siehe zum Beispiel Patentschrift 1).
-
- Patentschrift 1: ungeprüfte japanische Patentanmeldungsveröffentlichung
Nr. 2000-315864
-
Offenlegung der Erfindung
-
Durch die Erfindung zu lösende
Probleme
-
Für
gewöhnlich wird bei dem keramischen mehrlagigen Substrat 70 der
Innenleiter 73 durch Brennen einer elektrisch leitenden
Pastenschicht, die aus einer elektrisch leitenden Paste gebildet
ist, gebildet. Bei dem Brennschritt weist die elektrisch leitende
Pastenschicht auch ein Schrumpfverhalten auf und wird in einer Richtung
der Beschränkung der Schrumpfung mit einer mechanischen
Spannung von der zweiten keramischen grünen Lage beaufschlagt.
Die elektrisch leitende Pastenschicht steht dagegen auch mit der
ersten keramischen grünen Lage in Berührung und
daher wird sie ebenfalls mit einer Schrumpfungsspannung der ersten keramischen
grünen Lage beaufschlagt.
-
D.
h. die elektrisch leitende Pastenschicht wird von der ersten keramischen
grünen Lage und der zweiten keramischen grünen
Lage mit mechanischen Spannungen in unterschiedlichen Richtungen
beaufschlagt. Dadurch besteht das Problem, dass bezüglich
der Innenleiter nach dem Brennen Abblättern und Bruch aufzutreten
pflegen.
-
Die
vorliegende Erfindung soll die vorstehend beschriebenen Probleme
lösen. Demgemäß ist es eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, ein keramisches mehrlagiges Substrat, das
Abblättern und Bruch eines Innenleiters verringern kann,
während der Innenleiter zwischen einer als Grundelement
dienenden keramischen Lage und einer keramischen Lage zum Beschränken
der Schrumpfung angeordnet ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung
desselben vorzusehen.
-
Mittel zum Lösen der Probleme
-
Ein
erfindungsgemäßes keramisches mehrlagiges Substrat
ist gekennzeichnet durch Aufweisen einer ersten keramischen Lage,
die durch Sintern eines ersten keramischen Materials gebildet ist,
einer zweiten keramischen Lage, die so laminiert ist, dass sie mit
einer Hauptfläche der vorstehend beschriebenen ersten keramischen
Lage in Berührung kommt, und die ein ungesintertes zweites
keramisches Material mit einer Sintertemperatur über der
Sintertemperatur des vorstehend beschriebenen ersten keramischen
Materials aufweist, und eines Innenleiters, der zwischen der vorstehend
beschriebenen ersten keramischen Lage und der vorstehend beschriebenen
zweiten keramischen Lage angeordnet ist, wobei das vorstehend beschriebene
ungesinterte zweite keramische Material durch einen Teil des vorstehend
beschriebenen ersten keramischen Materials, das von der vorstehend
beschriebenen ersten keramischen Lage in die vorstehend beschriebene
zweite keramische Lage dringt, festgelegt ist und wobei die vorstehend
beschriebene erste keramische Lage einen Phosphorbestandteil mit
einem Konzentrationsgefälle enthält, bei dem die
Konzentration in einer Richtung weiter weg von dem vorstehend beschriebenen
Innenleiter abnimmt.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen keramischen mehrlagigen
Substrat kann der vorstehend beschriebene Innenleiter einen Phosphorbestandteil
enthalten. Weiterhin kann ein Außenleiter an einer frei
liegenden Fläche der vorstehend beschriebenen ersten keramischen
Lage oder der vorstehend beschriebenen zweiten keramischen Lage
angeordnet sein, und ein Bestückungsbauteil kann an dem
vorstehend beschriebenen Außenleiter angebracht sein.
-
Ein
erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines
keramischen mehrlagigen Substrats ist gekennzeichnet durch Umfassen
der Schritte des Erzeugens eines keramischen grünen Laminats,
das mit einer ein erstes keramisches Material enthaltenden ersten
keramischen grünen Lage, einer zweiten keramischen grünen
Lage, die so laminiert ist, dass sie mit einer Hauptfläche
der vorstehend beschriebenen ersten keramischen grünen
Lage in Berührung kommt, und die ein zweites keramisches
Material mit einer Sintertemperatur über der Sintertemperatur des
vorstehend beschriebenen ersten keramischen Materials enthält,
und einer elektrisch leitenden Pastenschicht, die zwischen der vorstehend
beschriebenen ersten keramischen grünen Lage und der vorstehend
beschriebenen zweiten keramischen grünen Lage angeordnet
ist und die Phosphor oder eine Phosphorverbindung enthält,
versehen ist, sowie des Brennens des vorstehend beschriebenen keramischen
grünen Laminats bei einer Temperatur, bei der das vorstehend
beschriebene erste keramische Material gesintert wird und das vorstehend
beschriebene zweite keramische Material nicht gesintert wird, wobei beim
Brennen des vorstehend beschriebenen keramischen grünen
Laminats ein Teil des vorstehend beschriebenen ersten keramischen
Materials von der vorstehend beschriebenen ersten keramischen grünen
Lage in die vorstehend beschriebene zweite keramische grüne
Lage dringt und der Phosphorbestandteil von der vorstehend beschriebenen
elektrisch leitenden Pastenschicht in die vorstehend beschriebene
erste keramische grüne Lage und die vorstehend beschriebene
zweite keramische grüne Lage dringt.
-
Bei
dem Verfahren zum Herstellen eines keramischen mehrlagigen Substrats
nach der vorliegenden Erfindung ist die vorstehend beschriebene
Phosphorverbindung bevorzugt Kupferpyrophosphat.
-
Vorteile
-
Erfindungsgemäß diffundiert
der Phosphorbestandteil von der Seite der elektrisch leitenden Pastenschicht
in die erste keramische grüne Lage, und der Phosphorbestandteil
wirkt so, dass er die Schrumpfung der ersten keramischen grünen
Lage beschränkt. Folglich kann die von der ersten keramischen
grünen Lage an der elektrisch leitenden Pastenschicht ausgeübte
Schrumpfspannung abgebaut werden. Daher wird bezüglich
der elektrisch leitenden Pastenschicht eine Differenz zwischen der
von der ersten keramischen grünen Lage ausgeübten
Schrumpfspannung und der von der zweiten keramischen grünen
Lage ausgeübten Schrumpfbeschränkungsspannung
vermindert, und dadurch kann das Auftreten von Abblättern
und Bruch im Innenleiter nach dem Brennen vermindert werden.
-
Die
mit der elektrisch leitenden Pastenschicht versehene erste keramische
grüne Lage kann abhängig von der Zusammensetzung
der elektrisch leitenden Pastenschicht zu einer konkaven Form verzogen
werden. (Das Verziehen tritt aber in der Praxis aufgrund des Einflusses
der zweiten keramischen grünen Lage kaum in Erscheinung.)
In diesem Fall wird die elektrisch leitende Pastenschicht so mit
einer mechanischen Spannung beaufschlagt, dass sie von der zweiten
keramischen grünen Lage abblättert. Dadurch kann
das Abblättern des Innenleiters nach dem Brennen auftreten.
Da erfindungsgemäß der ersten keramischen grünen
Lage der Phosphorbestandteil geliefert wird, ist das Schrumpfen
der ersten keramischen grünen Lage beschränkt,
so dass ein Verziehen der ersten keramischen grünen Lage
gemindert werden kann. Auf diese Weise kann das Auftreten von Abblättern
des Innenleiters nach dem Brennen abgeschwächt werden.
-
Die
ungeprüfte
japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 10-242644 offenbart,
dass P
2O
5 als Substratmaterial
für das keramische mehrlagige Substrat verwendet wird.
Die Zugabe des Phosphorbestandteils im ganzen Substrat bewirkt aber
eine Verschlechterung der mechanisch-elektrischen Eigenschaften
des Substrats. Bei der vorliegenden Erfindung wird der Phosphorbestandteil
mit einer Konzentration zu einem Abschnitt neben der elektrisch
leitenden Pastenschicht in der ersten keramischen grünen
Lage geliefert. Daher wird eine Verschlechterung der Eigenschaften
des Substrats minimiert, und zudem kann verhindert werden, dass
der Innenleiter defekt wird.
-
Die
ungeprüfte
japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 2002-95244 offenbart,
dass ein P
2O
3 enthaltendes
Glaspulver einer Beschränkungslage, d. h. in der vorliegenden
Erfindung der zweiten keramischen grünen Lage, zugegeben
wird. Das Glaspulver wird aber der zweiten keramischen grünen
Lage zugegeben, und der Glasbestandteil ist bei Eindringen in die
elektrisch leitende Pastenschicht schwer zu diffundieren, auch wenn
der Glasbestandteil diffundiert. Daher ist es schwierig, den Phosphorbestandteil
zu dem Abschnitt neben der elektrisch leitenden Pastenschicht in
der ersten keramischen grünen Lage zu liefern.
-
Die
ungeprüfte
japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 1-220303 ,
die ungeprüfte
japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 6-204512 und
die ungeprüfte
japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 9-241862 offenbaren,
dass einer elektrisch leitenden Paste ein Phosphorbestandteil zugegeben
wird. Sie beziehen sich aber alle auf ein „Nachbrennen",
wobei ein Leiter auf einem gebrannten Substrat wärmebehandelt
wird, und die Voraussetzungen dafür unterscheiden sich
erheblich von denen der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit „gemeinsamem
Brennen", bei dem ein Substrat und ein Leiter gleichzeitig gebrannt
werden, und in Verbindung mit einem Schrumpfungsausgleichsprozess.
-
Weiterhin
offenbart die ungeprüfte
japanische
Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 10-9226 ,
dass ein als grenzflächenaktiver Stoff dienender Phosphorsäureester
einer elektrisch leitenden Paste für einen monolithischen
Keramikkondensator zugegeben wird. Bezüglich eines keramischen
mehrlagigen Substrats, das eine hohe Transmissionskennlinie in einem
hohen Frequenzband aufweisen muss, ist es jedoch erforderlich, dass
verglichen mit einem Innenleiter in dem monolithischen Keramikkondensator
ein Innenleiter mit einer kleinen Breite, einer großen
Dicke und einem hohen Seitenverhältnis gebildet wird. Daher
ist die Zugabe des Phosphorsäureesters, der die Viskosität
der elektrisch leitenden Paste senkt, für gewöhnlich
nicht vorteilhaft.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
1 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein Beispiel eines erfindungsgemäßen
keramischen mehrlagigen Substrats zeigt.
-
2 ist
eine grobe Schnittansicht, die schematisch einen vergrößerten
Teil des in 1 gezeigten keramischen mehrlagigen
Substrats zeigt.
-
3 ist
eine grobe Schnittansicht, die einen Zustand zeigt, in dem ein Bestückungsbauteil
auf dem in 1 gezeigten keramischen mehrlagigen
Substrat aufgebracht ist.
-
4 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein Beispiel eines keramischen grünen
Laminats bei einem Verfahren zum Herstellen eines erfindungsgemäßen
keramischen Mehrschichtsubstrats zeigt.
-
5 ist
eine grobe Schnittansicht, die einen Laminierzustand eines keramischen
grünen Laminats in einem experimentellen Beispiel 1 zeigt.
-
6 ist
eine grobe Schnittansicht, die einen Laminierzustand eines keramischen
grünen Laminats von Probe 8 in dem experimentellen Beispiel
1 zeigt.
-
7 ist
eine grobe Schnittansicht, die einen Laminierzustand eines keramischen
grünen Laminats von Probe 9 in dem experimentellen Beispiel
1 zeigt.
-
8 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein erstes Testsubstrat in einem
experimentellen Beispiel 2 zeigt.
-
9 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein zweites Testsubstrat in dem experimentellen
Beispiel 2 zeigt.
-
10 ist
eine grobe Explosionsschnittansicht, die einen Laminierzustand eines
keramischen grünen Laminats in einem experimentellen Beispiel
3 zeigt.
-
11 ist
eine grobe Seitenansicht, die schematisch einen Zustand des Verziehens
eines keramischen mehrlagigen Substrats in dem experimentellen Beispiel
3 zeigt.
-
12 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein bekanntes keramisches mehrlagiges
Substrat zeigt.
-
- 10
- keramisches
mehrlagiges Substrat
- 11
- erste
keramische Lage
- 12
- zweite
keramische Lage
- 13
- Innenleiter
- 14
- Außenleiter
- 15
- Verbindungslochleiter
- 16a,16b
- Phosphorbestandteillage
- 17
- Bestückungsbauteil
- 20
- keramisches
grünes Laminat
- 21
- erste
keramische grüne Lage
- 22
- zweite
keramische grüne Lage
- 23
- elektrisch
leitende Pastenschicht
- 24,
25
- elektrische
leitende Pastenschicht
- 30
- keramisches
grünes Laminat
- 31
- erste
keramische grüne Lage
- 32
- zweite
keramische grüne Lage
- 33
- elektrisch
leitende Pastenschicht
- 38
- zusammengesetzte
grüne Folie
- 38a,38b
- zusammengesetzte
grüne Foliengruppe
- 41a
- erstes
Testsubstrat
- 41b
- zweites
Testsubstrat
- 46
- weiße
Lage
- 50
- keramisches
grünes Folienlaminat
- 51
- erste
keramische grüne Lage
- 52
- zweite
keramische grüne Lage
- 53
- elektrisch
leitende Pastenschicht
- 58
- zusammengesetzte
grüne Folie
- 58a,58b
- zusammengesetzte
grüne Foliengruppe
- 60
- keramisches
mehrlagiges Substrat
-
Beste Methoden zum Durchführen
der Erfindung
-
1 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein Beispiel eines erfindungsgemäßen
keramischen mehrlagigen Substrats zeigt. 2 ist eine
grobe Schnittansicht, die schematisch einen vergrößerten
Teil des in 1 gezeigten keramischen mehrlagigen
Substrats zeigt. 3 ist eine grobe Schnittansicht,
die einen Zustand zeigt, in dem ein Bestückungsbauteil
auf dem in 1 gezeigten keramischen mehrlagigen
Substrat angebracht ist.
-
Wie
in 1 gezeigt wird, umfasst ein keramisches mehrlagiges
Substrat 10 erste keramische Lagen 11, zweite
keramische Lagen 12, die so laminiert sind, dass sie mit
Hauptflächen der ersten keramischen Lagen 11 in
Berührung kommen, und Innenleiter 13, die zwischen
den ersten keramischen Lagen 11 und den zweiten keramischen
Lagen 12 angeordnet sind. Außenleiter 14 sind
auf den Oberflächen des keramischen mehrlagigen Substrats 10 angeordnet.
Verbindungslochleiter 15 sind so angeordnet, dass sie die
ersten keramischen Lagen 11 und die zweiten keramischen
Lagen 12 durchsetzen. Die Innenleiter 13 und die
Außenleiter 14 sind durch die Verbindungslochleiter 15 elektrisch
miteinander verbunden.
-
Die
erste keramische Lage 11 wird durch Sintern eines ersten
keramischen Materials gebildet und steuert die Substrateigenschaften
des keramischen mehrlagigen Substrats 10. Bevorzugt beträgt
die Dicke der ersten keramischen Lage 11 10 bis 100 μm.
Die Dicken der einzelnen ersten keramischen Lagen 11 sind
nicht alle unbedingt gleich.
-
Ein
Teil (zum Beispiel ein Glasbestandteil) des zu verwendenden ersten
keramischen Materials dringt während des Brennens in die
zweite keramische Lage 12. Bevorzugt wird LTCC (bei niedriger
Temperatur gemeinsam gebrannte Keramik, kurz vom engl. Low Temperature
Co-fired Ceramic), die bei relativ niedrigen Temperaturen, beispielsweise
100°C oder niedriger, gebrannt werden kann, als erstes
keramisches Material verwendet, damit gemeinsames Brennen mit einem
Leiter, der aus einem Metall mit niedrigem Schmelzpunkt, z. B. Silber
oder Kupfer, durchgeführt werden kann. Im Einzelnen kann
Glaskeramik, die durch Mischen von Aluminiumdioxid und Borsilikatglas
gebildet wird, Ba-Al-Si-O-Keramik, die während Brennens
einen Glasbestandteil erzeugt, oder dergleichen verwendet werden.
-
Die
zweite keramische Lage 12 enthält ein ungesintertes
zweites keramisches Material mit einer Sintertemperatur über
der Sintertemperatur des ersten keramischen Materials. Die Dicke
der zweiten keramischen Lage 12 wird unter Berücksichtigung
der Dicke der ersten keramischen Lage 11 bestimmt und beträgt bevorzugt
1 bis 10 μm.
-
Das
zweite keramische Material wird durch einen Teil des ersten keramischen
Materials festgelegt, das von der ersten keramischen Lage 11 eindringt.
Folglich wird die zweite keramische Lage 12 verfestigt
und die erste keramische Lage 11 und die zweite keramische
Lage 12 werden zudem miteinander verbunden. Aluminiumdioxid
oder Zirkoniumoxid können als das zweite keramische Material
verwendet werden.
-
Wie
in 2 schematisch gezeigt wird, weisen die erste keramische
Lage 11 und die zweite keramische Lage 12 Phosphorbestandteillagen 16a bzw. 16b auf,
jeweils mit einem Konzentrationsgefälle, bei dem die Konzentration
in einer Richtung weiter weg vom Innenleiter 13 abnimmt.
Das vorstehend beschriebene Konzentrationsgefälle legt
nahe, dass der Phosphorbestandteil von der Seite des Innenleiters 13 diffundiert
ist.
-
In
der ersten keramischen Lage 11 und der zweiten keramischen
Lage 12 kann der Phosphorbestandteil in einem Zustand eines
Oxids, z. B. P2O5,
vorhanden sein. Der Phosphorbestandteil kann weiter über
die erste keramische Lage 11 und die zweite keramische
Lage 12 in die angrenzenden keramischen Lagen diffundieren.
-
Bezüglich
des Verfahrens zum Diffundieren des Phosphorbestandteils von der
Seite des Innenleiters 13 ist, wie später beschrieben
wird, ein Verfahren, bei dem Phosphor oder eine Phosphorverbindung
der elektrisch leitenden Pastenschicht zugegeben wird, die nach
dem Brennen als Innenleiter 13 dient, das einfachste Verfahren.
Bei diesem Verfahren kann der Phosphorbestandteil abhängig
von den Bedingungen, z. B. der Menge an Phosphor oder Phosphorverbindung,
der Dicke der elektrisch leitenden Pastenschicht und der Brennbedingung,
auch in dem Innenleiter 13 verbleiben.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform enthalten sowohl die erste
keramische Lage 11 als auch die zweite keramische Lage 12 den
Phosphorbestandteil. Unter Berücksichtigung der Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es aber ausreichend, dass mindestens
die erste keramische Lage 11 den Phosphorbestandteil enthält,
und beide enthalten nicht unbedingt den Phosphorbestandteil. Der
Phosphorbestandteil darf zum Beispiel bevorzugt in die erste keramische
Lage 11 diffundieren, indem man eine Phosphor oder die
Phosphorverbindung enthaltende Paste zwischen der elektrisch leitenden
Pastenschicht und der ersten keramischen grünen Lage aufträgt,
die nach dem Brennen als die erste keramische Lage 11 dient.
-
Der
Innenleiter 13 hat eine Funktion des Übertragens
von Signalen vorrangig in einer Substratebenenrichtung. Der Innenleiter 13 soll
fein sein und einen niedrigen Widerstand haben, da das keramische
mehrlagige Substrat 10 miniaturisiert wird und höhere
Frequenzen verwendet werden. Insbesondere wenn Transmissionsleitungen,
z. B. Streifenleitungen und Wellenleiter, aus dem Innenleiter 13 gebildet
werden, ist es bevorzugt, dass der Innenleiter 13 ein Leiter
mit einer kleinen Breite, einer großen Dicke und einem
hohen Seitenverhältnis ist. Im Einzelnen ist es bevorzugt,
dass die Breite 30 bis 200 μm beträgt und die
Dicke 3 bis 20 μm beträgt.
-
Der
Außenleiter 14 hat eine Funktion des Übertragens
von Signalen vorrangig in einer Substratebenenrichtung und eine
Funktion als Anschlussflächenelektrode zum Bestücken
eines Bestückungsbauteils. Der Verbindungslochleiter 15 hat
eine Funktion des dreidimensionalen Verbindens der Innenleiter 13 und
der Außenleiter 14 miteinander. Es ist bevorzugt,
dass der Durchmesser des Verbindungslochleiters 15 50 bis
200 μm beträgt.
-
Für
den Innenleiter 13, den Außenleiter 14 und
den Verbindungslochleiter 15 kann mindestens eine Art von
Metall gewählt aus der Gruppe bestehend aus Silber, Gold,
Kupfer, Nickel, Silberpalladiumlegierung und Silberplatinlegierung
verwendet werden.
-
Wie
in 3 gezeigt wird, können Bestückungsbauteile 17 an
den Außenleitern 14 angebracht werden. Bei der
Bestückung wird ein Lötverfahren oder dergleichen
verwendet. In 3 sind die Außenleiter 14 an
freiliegenden Flächen der zweiten keramischen Lagen 12 angeordnet.
Wenn aber die erste keramische Lage 11 eine oberste Lage
ist, kann der Außenleiter 14 an der freiliegenden
Oberfläche der ersten keramischen Lage 11 angeordnet
werden.
-
Entsprechend
anzuordnenden Schaltkreisen können verschiedene Arten von
Bestückungsbauteilen 17 verwendet werden. Zum
Beispiel können aktive Elemente, z. B. Transistoren, ICs
und LSIs, und passive Elemente, z. B. Chipkondensatoren, Chipwiderstände,
Chipthermistoren und Chipinduktoren, verwendet werden.
-
Es
wird ein Verfahren zum Herstellen eines erfindungsgemäßen
keramischen mehrlagigen Substrats beschrieben. 4 ist
eine grobe Schnittansicht, die ein Beispiel eines keramischen grünen
Laminats zeigt, das zum Herstellen des keramischen mehrlagigen Substrats
zu erzeugen ist.
-
Wie
in 4 gezeigt wird, umfasst ein keramisches grünes
Laminat 20 erste keramische grüne Lagen 21,
zweite keramische grüne Lagen 22, die so laminiert
sind, dass sie mit Hauptflächen der ersten keramischen grünen
Lagen 21 in Berührung kommen, und elektrisch leitende
Pastenschichten 23 für einen Innenleiter, die zwischen
den ersten keramischen grünen Lagen 21 und den
zweiten keramischen grünen Lagen 22 angeordnet
sind. Elektrisch leitende Pastenschichten 24 für
Außenleiter sind auf den Oberflächen des keramischen grünen
Laminats 20 angeordnet. Verbindungslochleiter sind in den
ersten keramischen grünen Lagen 21 und den zweiten
keramischen grünen Lagen 22 angeordnet. In den
Verbindungslöchern ist eine elektrisch leitende Paste 25 für
Verbindungslochleiter eingefüllt.
-
Die
erste keramische grüne Lage 21 enthält
ein erstes keramisches Material, und die zweite keramische grüne
Lage 22 enthält ein zweites keramisches Material
mit einer Sintertemperatur über der Sintertemperatur des
ersten keramischen Materials. Das erste keramische Material und
das zweite keramische Material sind vorstehend beschrieben und eine
weitere Erläuterung desselben wird hier nicht vorgesehen.
-
Die
erste keramische grüne Lage 21 und die zweite
keramische grüne Lage 22 werden durch Verwenden
von zum Beispiel einem keramischen Schlicker gebildet. Der keramische
Schlicker ist eine Mischung von Rohmaterialien, zum Beispiel eines
keramischen Pulvers, eines Bindemittels, eines Lösungsmittels
und eines Plastifizierungsmittels. Als keramisches Pulver kann das
erste keramische Material oder das zweite keramische Material verwendet
werden. Als Bindemittel kann ein organisches Bindemittel, z. B.
ein Acrylharz, ein Methacrylharz und Polyvinylbutyral, verwendet
werden. Als Lösungsmittel kann ein organisches Lösungsmittel,
z. B. Toluen, Isopropylenalkohol und andere Alkohole, verwendet
werden. Als Plastifizierungsmittel können Di-n-butylphthalat
und dergleichen verwendet werden.
-
Beispiele
für Verfahren zum Bilden des keramischen grünen
Laminats 20 aus dem keramischen Schlicker umfassen ein
Folienverfahren, bei dem keramische grüne Folien durch
Formen des keramischen Schlickers in Form einer Folie erzeugt und
laminiert werden. Alternativ kann auch ein sequentielles Laminierverfahren
verwendet werden, bei dem das Spritzen des keramischen Schlickers
auf eine Harzschicht oder eine keramische grüne Lage, die
als Grundelement dient, Eintauchen oder Bedrucken wiederholt werden,
um einzelne keramische grüne Lagen aufzubauen. Das Folienverfahren
ist von hervorragender Effizienz. Die zweite keramische grüne
Lage 22 ist aber meist sehr dünn, und die Handhabbarkeit
ist schlecht, wenn ein Einzelfolienformen durchgeführt
wird. Daher kann man sagen, dass ein Verfahren, bei dem eine keramische
grüne Lage durch Integrieren der ersten keramischen grünen
Lage 21 und der zweiten keramischen grünen Lage 22 erzeugt
wird und die sich ergebenden Folien laminiert werden, besonders
bevorzugt ist.
-
Die
elektrisch leitenden Pastenschicht 23 wird aus einer elektrisch
leitenden Paste gebildet, die ein elektrisch leitendes Pulver, Phosphor
oder eine Phosphorverbindung, ein Lösungsmittel und ein
Bindemittel enthält.
-
Als
elektrisch leitendes Pulver kann ein Metallpulver verwendet werden.
Zum Beispiel kann mindestens eine Art von Metall gewählt
aus der Gruppe bestehend aus Silber, Gold, Kupfer, Nickel, Silberpalladiumlegierung
und Silberplatinlegierung verwendet werden. Bevorzugt wird ein Pulver
mit einem mittleren Partikeldurchmesser von 0,1 bis 10 μm
als elektrisch leitendes Pulver verwendet. Bevorzugt liegt der Anteil
des Metallpulvers in der elektrisch leitenden Paste bei 60 bis 90
Gewichtsprozent.
-
Eine
einfache Phosphorsubstanz existiert bei Umgebungstemperatur als
Feststoff. Die Phosphorverbindung kann bei Umgebungstemperatur als
Feststoff oder Flüssigkeit existieren. Die Zugabe einer
Flüssigkeit wird aber zu einem Faktor, der für
eine Abnahme der Viskosität der elektrisch leitenden Paste
verantwortlich ist, und es wird schwierig, einen Leiter mit einem
hohen Seitenverhältnis zu bilden. Daher ist es bevorzugt, dass
ein Feststoff als Phosphorverbindung verwendet wird. Es ist bevorzugt,
dass ein Pulver mit einem mittleren Partikeldurchmesser von 0,5
bis 5,0 μm als Phosphor oder feste Phosphorverbindung verwendet
wird.
-
Es
wird eine Phosphorverbindung, die während des Brennens
zersetzt wird, um den Phosphorbestandteil freizusetzen, gewählt.
Wenn kein Phosphorbestandteil freigesetzt wird, kommt es während
des Brennens zu keiner Diffusion des Phosphorbestandteils und das
Schrumpfen der ersten keramischen grünen Lage 21 wird
nicht beschränkt. Daher wird eine Phosphorverbindung mit
einer Zersetzungstemperatur unter der Brenntemperatur des keramischen
grünen Laminats 20 gewählt. Wenn zum
Beispiel die Brenntemperatur bei etwa 1.000°C liegt, werden
Kupferpyrophosphat und Phosphorsäure zersetzt, während
Silberphosphat und Calciumphosphat nicht zersetzt werden.
-
Bevorzugt
enthält die Phosphorverbindung ein Metall der gleichen
Art wie das elektrisch leitende Pulver. Wenn zum Beispiel Kupfer
als das elektrisch leitende Pulver verwendet wird und Kupferpyrophosphat
als die Phosphorverbindung verwendet wird, verbindet sich, da Kupferpyrophosphat
zu einem Kupferbestandteil und einem Phosphorbestandteil zersetzt
wird, der Kupferbestandteil mit Kupfer des elektrisch leitenden
Pulvers. Folglich kann die elektrische Leitfähigkeit vorteilhaft
aufrechterhalten werden.
-
Phosphor
oder die Phosphorverbindung können getrennt von dem elektrisch
leitenden Pulver zugegeben werden oder können zugegeben
werden, während sie so an dem elektrisch leitenden Pulver
anhaften, dass die Oberfläche des elektrisch leitenden
Pulvers bedeckt ist. In letzterem Fall kann die Herstellung zum Beispiel
durch Erwärmen und Rühen eines Kupferpulvers in
einer wässrigen Natriumpyrophosphatlösung gefolgt
von Waschen und Trocknen durchgeführt werden.
-
Bevorzugt
liegt der Anteil an Phosphor oder der Phosphorverbindung in der
elektrisch leitenden Paste bei 0,01 bis 0,5 Gewichtsprozent bezogen
auf Phosphor. In dem Fall da zum Beispiel Kupferpyrophosphat als die
Phosphorverbindung verwendet wird, beträgt weiterhin der
Anteil an Kupferpyrophosphat in der elektrisch leitenden Paste bevorzugt
0,1 bis 5,0 Gewichtsprozent. Wenn der Anteil an Kupferpyrophosphat
unter 0,1 Gewichtsprozent liegt, kann das Schrumpfen der ersten
keramischen grünen Lage 21 nicht zufrieden stellend
beschränkt werden. Wenn dagegen der Anteil 5,0 Gewichtsprozent übersteigt,
kann die Diffusionsmenge des Phosphorbestandteils aus der elektrisch
leitenden Paste zu groß werden und das Volumen der elektrisch
leitenden Paste zu klein werden, so dass die elektrisch leitende
Paste zu stark schrumpfen kann.
-
Als
in der elektrisch leitenden Paste enthaltenes Lösungsmittel
können Terpineol, Isopropylenalkohol, andere Alkohole und
dergleichen verwendet werden. Bevorzugt beträgt der Anteil
des Lösungsmittels in der elektrisch leitenden Paste 8
bis 33 Gewichtsprozent.
-
Als
in der elektrisch leitenden Paste enthaltenes Bindemittel können
ein Acrylharz, ein Alkydharz, ein Butyralharz, Ethylcellulose und
dergleichen verwendet werden. Bevorzugt beträgt der Anteil
des Bindemittels in der elektrisch leitenden Paste 0,5 bis 7,0 Gewichtsprozent.
-
Der
elektrisch leitenden Paste können zusätzlich zu
den vorstehend beschriebenen Bestandteilen ein Glaspulver und ein
keramisches Pulver der gleichen Art wie das in der ersten keramischen
grünen Lage 21 enthaltene keramische Pulver zugegeben
werden. Es ist aber bevorzugt, dass die Zugabemenge dieser Bestandteile
klein ist. Weiterhin ist es besonders bevorzugt, dass diese Bestandteile
ausgeschlossen sind. Der Grund hierfür ist, dass das Glaspulver
ein Faktor wird, der für eine Abnahme der elektrischen
Leitfähigkeit des Leiters und für das Auftreten
einer Verschlechterung von Eigenschaften aufgrund einer Reaktion
mit dem Substratbestandteil verantwortlich ist, und das keramische
Pulver ein Faktor wird, der für eine Abnahme der elektrischen
Leitfähigkeit des Leiters verantwortlich ist.
-
Die
elektrisch leitende Pastenschicht 24 und die elektrisch
leitende Pastenschicht 25 werden aus einer elektrisch leitenden
Paste gebildet, die ein elektrisch leitendes Pulver, ein Lösungsmittel
und ein Bindemittel enthält. Als elektrisch leitendes Pulver,
Lösungsmittel und Bindemittel können die gleichen
Substanzen wie bei der elektrisch leitenden Pastenschicht 23 verwendet
werden.
-
Die
elektrisch leitenden Pastenschichten 23 und 24 werden
durch Drucken der elektrisch leitenden Paste auf eine keramische
grüne Folie mit einem Druckmittel, z. B. Siebdrucken, gebildet.
Die elektrisch leitende Paste 25 für den Verbindungslochleiter
wird zum Beispiel durch Herstellen eines Verbindungslochs in der
keramischen grünen Folie und Füllen des Verbindungslochs
mit der elektrisch leitenden Paste gebildet.
-
Das
sich ergebende keramische grüne Laminat 20 wird
bei einer Temperatur gebrannt, bei der das erste keramische Material
gesintert wird, aber das zweite keramische Material nicht gesintert
wird. Folglich führt die zweite keramische grüne
Lage 22 die Funktion des Beschränkens des Schrumpfens
der ersten keramischen grünen Lage 21 aus, wenn
die erste keramische grüne Lage 21 zu schrumpfen
beginnt. Auf diese Weise kann ein keramisches mehrlagiges Substrat
mit hoher Maßhaltigkeit hergestellt werden.
-
Die
Brennatmosphäre wird entsprechend der Art des ersten keramischen
Materials und der Art des elektrisch leitenden Pulvers, das in der
elektrisch leitenden Pastenschicht enthalten ist, geeignet angepasst.
-
Bei
dem Brennschritt werden die Brennbedingungen, z. B. die Temperatur
und die Zeit, so angepasst, dass das erste keramische Material von
der ersten keramischen grünen Lage 21 in die zweite
keramische grüne Lage 22 eindringt und ferner
der Phosphorbestandteil von der elektrisch leitenden Pastenschicht 23 in
die erste keramische grüne Lage 21 diffundiert.
-
In
der vorliegenden Erfindung bezeichnet bezüglich verschiedener
Pulver ein „mittlerer Partikeldurchmesser" einen mittleren
Partikeldurchmesser, der mit MICROTRA HRA (hergestellt von SHIMADZU
CORPORATION) gemessen wurde, nachdem ein Pulver unter Verwendung
einer Ultraschalldispersionsvorrichtung ausreichend in einem Dispersionsmedium
dispergiert ist.
-
Experimentelles Beispiel 1
-
Ein
Ba-Al-Si-O-Keramikpulver, das als keramisches Pulver dient, Toluen
und EKINEN, die als Lösungsmittel dienen, ein Butyralharzbindemittel,
das als Bindemittel dient, und DOP (Bis-2-ethylhexylphthalat), das
als Plastifizierungsmittel dient, wurden erzeugt und gemischt, um
einen keramischen Schlicker herzustellen. Der sich ergebende keramische
Schlicker wurde zu der Form einer Folie geformt, um eine keramische
grüne Folie von 15,0 mm Länge, 15,0 mm Breite
und 37 μm Dicke zu erzeugen.
-
Ein
Aluminiumdioxidpulver, ein B-Si-Ba-Glaspulver, EKINEN, das als Lösungsmittel
diente, ein Butyralharzbindemittel, das als Bindemittel diente,
und DOP, das als Plastifizierungsmittel diente, wurden erzeugt und
gemischt, um einen keramischen Schlicker zu bilden. Der sich ergebende
keramische Schlicker wurde auf die vorstehend beschriebene keramische
grüne Folie aufgebracht, um eine zusammengesetzte grüne
Folie zu erzeugen, bei der eine zweite keramische grüne
Lage auf einer ersten keramischen grünen Lage gebildet
wurde, die mit einer Dicke von 40 μm erzeugt wurde.
-
Durch
Mischen von Bestandteilen in dem Verhältnis von 80 Gewichtsprozent
Kupferpulver mit einem mittleren Partikeldurchmesser von 2 μm,
einer vorbestimmten Menge an Kupferpyrophosphatpulver mit einem mittleren
Partikeldurchmesser von 1 μm, 18 Gewichtsprozent Terpineol,
das als Lösungsmittel diente, und 2 Gewichtsprozent Ethylcellulose,
das als Bindemittel diente, wurde eine elektrisch leitende Paste
hergestellt. Der Anteil an Kupferpyrophosphatpulver war wie in Tabelle
1 gezeigt.
-
Die
elektrisch leitende Paste wurde so auf eine zusammengesetzte grüne
Folie gedruckt, dass die Dicke 5 μm betrug. Mehrere zusammengesetzte
grüne Folien ohne aufgedruckte elektrisch leitende Paste
wurden oben und unten auf die sich ergebende Folie laminiert. Das
sich ergebende Laminat wurde zugeschnitten, um ein keramisches grünes
Laminat von 1 cm Länge, 1 cm Breite und 0,6 mm Dicke herzustellen.
-
5 ist
eine grobe Explosionsschnittansicht, die einen Laminierzustand des
keramischen grünen Laminats in dem vorliegenden experimentellen
Beispiel zeigt. Wie in 5 gezeigt wird, besteht bei
einem keramischen grünen Laminat 30 die zusammengesetzte
grüne Folie 38 aus einer ersten keramischen grünen
Lage 31 und einer zweiten keramischen grünen Lage 32,
die auf der ersten keramischen grünen Lage 31 ausgebildet
ist. Bei der zusammengesetzten grünen Folie 38 ist
eine elektrisch leitende Pastenschicht 33 auf der zweiten
keramischen grünen Lage 32 ausgebildet. Die elektrisch
leitende Pastenschicht 33 ist als Mäanderlinie (Muster
in einer Mäanderform) mit einer Linienbreite von 100 μm
und einer Linienbreite:Linienlänge von 1:400 ausgebildet.
-
Zusammengesetzte
grüne Foliengruppen 38a und 38b, die
mit keiner elektrisch leitenden Schicht 33 versehen sind,
sind oben und unten auf der zusammengesetzten grünen Folie 38 angeordnet.
Die zusammengesetzte grüne Foliengruppe 38a ist
mit der ersten keramischen grünen Lage 31 unten
angeordnet, und die zusammengesetzte grüne Foliengruppe 38b ist
mit der ersten keramischen grünen Lage 31 oben
angeordnet. In dem vorliegenden experimentellen Beispiel waren die
zusammengesetzten grünen Folien, die die zusammengesetzten
grünen Foliengruppen 38a und 38b bildeten, 14 Folien
bzw. 15 Folien.
-
Bezüglich
jeder elektrisch leitenden Paste wurden 100 Stück der vorstehend
beschriebenen keramischen grünen Laminate hergestellt.
Jedes keramische grüne Laminat wurde unter der Bedingung
einer Höchsttemperatur von 980°C 1 Stunde lang
in einer reduzierenden Atmosphäre gebrannt. Auf diese Weise wurden
Proben 1 bis 7 des keramischen mehrlagigen Substrats, die in Tabelle
1 gezeigt werden, hergestellt.
-
Abgesehen
davon, dass das Laminiermuster der grünen Folien geändert
wurde, wurden in ähnlicher Weise wie bei den Proben 1 bis
7 100 Stück jeweils von Proben 8 und 9 des keramischen
mehrlagigen Substrats hergestellt.
-
Bezüglich
Probe 8 wurde die elektrisch leitende Pastenschicht 33 auf
der ersten keramischen grünen Lage 31 in der in 5 gezeigten
zusammengesetzten grünen Folie 83 gebildet. D.
h. wie in 6 gezeigt wird, wurde die elektrisch
leitende Pastenschicht 33 zwischen zwei ersten keramischen
grünen Lagen 31 gebildet.
-
Bezüglich
Probe 9 wurden die zusammengesetzte grüne Folie 38 und
die zusammengesetzten grünen Foliengruppen 38a und 38b so
angeordnet, dass jede von ihnen in 5 mit der
Oberfläche nach unten umgedreht war. D. h. wie in 7 gezeigt
wird, war die elektrisch leitende Pastenschicht 33 zwischen
zwei zweiten keramischen grünen Lagen 32 ausgebildet.
-
Bezüglich
jeder Probe des keramischen mehrlagigen Substrats wurde ein Querschnitt
des Substrats poliert. Danach wurde der Querschnitt mit REM (Rasterelektronenmikroskop)
betrachtet, um den Zustand des Innenleiters zu prüfen.
Der Zustand des Abblätterns einer Elektrode wurde auch
mit C-SAM (akustisches C-Moden-Rastermikroskop) ermittelt. Bezüglich
jeder Probe wurden die Häufigkeit von Abblättern
des Innenleiters und die Häufigkeit von Bruch des Innenleiters
geprüft. Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt. [Tabelle 1]
| | Anteil
an Kupferpyrophosphat in elektrisch leitender Paste (Gewichtsprozent) | Position
der Ausbildung der elektrisch leitenden Pastenschicht | Häufigkeit
von Abblättern | Häufigkeit
von Bruch |
| 1 | 0,1 | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 0/100 | 0/100 |
| 2 | 0,5 | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 0/100 | 0/100 |
| 3 | 1,0 | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 0/100 | 0/100 |
| 4 | 3,0 | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 1/100 | 0/100 |
| 5 | 5,0 | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 4/100 | 3/100 |
| 6 | 10,0 | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 18/100 | 5/100 |
| *7 | - | zwischen
erster keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 26/100 | 6/100 |
| *8 | - | zwischen
erster keramischer grüner Lage und erster keramischer grüner
Lage | 0/100 | 0/100 |
| *9 | - | zwischen
zweiter keramischer grüner Lage und zweiter keramischer grüner
Lage | 0/100 | 0/100 |
- Probennummern mit Sternchen zeigen Proben
an, die außerhalb der Ansprüche der vorliegenden
Erfindung liegen.
-
Bezüglich
Proben 1 bis 6 waren die Wahrscheinlichkeiten eines Auftretens von
Abblättern und eines Auftretens von Bruch des Innenleiters
niedriger als die der Probe 7. Bezüglich Probe 6 wird geschätzt,
dass der Anteil des Phosphorbestandteils in der elektrisch leitenden
Paste groß war, eine große Menge an Phosphorbestandteil
in der elektrisch leitenden Paste während des Brennens
zu der Substratseite diffundierte und es dadurch wahrscheinlich
wurde, dass die elektrisch leitende Paste übermäßig
schrumpfte, was leicht ein Brechen und Abblättern des Innenleiters
bewirkte.
-
Bezüglich
Probe 8 und Probe 9 trat ein Abblättern und Brechen des
Innenleiters kaum auf. Daraus ist klar, dass bei Ausbilden der elektrisch
leitenden Pastenschicht zwischen der gleichen Art von keramischen
grünen Lagen die elektrisch leitende Pastenschicht nicht
mit mechanischen Spannungen in verschiedene Richtungen beaufschlagt
wird und daher ein Abblättern und Brechen des Innenleiters
im Wesentlichen nicht zu einem Problem wird. Wie vorstehend beschrieben
soll die vorliegende Erfindung die Probleme lösen, die
zum ersten Mal in der Situation auftreten, in der eine elektrisch
leitende Pastenschicht zwischen keramischen grünen Lagen
unterschiedlicher Arten ausgebildet wird. Die Bildung der elektrisch
leitenden Pastenschicht zwischen keramischen grünen Lagen
unterschiedlicher Arten hat unter Berücksichtigung der
Flexibilität bei der Schaltkreisauslegung und dem Laminiermuster
Bedeutung. Daher leistet die vorliegende Erfindung einen bedeutsamen
Beitrag.
-
Experimentelles Beispiel 2
-
Dieses
Experiment soll zeigen, dass der Phosphorbestandteil eine Funktion
des Beschränkens des Schrumpfens der keramischen grünen
Lage hat.
-
Eine
Ba-Al-Si-O-Keramikpulver enthaltende keramische grüne Folie
wurde wie in dem experimentellen Beispiel 1 erzeugt.
-
Es
wurde eine Testpaste, die Bestandteile in dem Verhältnis
von 90 Gewichtsprozent Kupferpyrophosphat, 1 Gewichtsprozent Ethylcellulose,
das als Bindemittel diente, und 9 Gewichtsprozent Terpineol, das
als Lösungsmittel diente, hergestellt. Die sich ergebende
Testpaste wurde über einer ganzen Hauptfläche
der keramischen grünen Lage so aufgebracht, dass die Dicke
10 μm betrug, und es wurde Brennen unter der Bedingung
einer Höchsttemperatur von 980°C 1 Stunde lang
in einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt.
Das sich ergebende Substrat wurde als erstes Testsubstrat genommen.
Dagegen wurde eine keramische grüne Folie, auf die die
Testpaste nicht aufgebracht wurde, unter der gleichen Wärmebehandlungsbedingung
wie beim ersten Testsubstrat gebrannt und wurde als zweites Testsubstrat
genommen.
-
8 ist
eine grobe Schnittansicht, die das erste Testsubstrat zeigt. Bei
dem ersten Testsubstrat 41a wurde eine weiße Lage 46 an
der Seite der oberen Fläche gebildet. Diesbezüglich
war das Substrat grün. Das erste Testsubstrat 41a war
so verzogen, dass die Seite der oberen Fläche hervorragte,
wobei die obere Fläche mit der weißen Lage 46 versehen
war. Diese weiße Lage 46 wurde mit WDX (dispersives
Wellenlängen-Röntgenspektrometer) einer Mapping-Analyse
unterzogen. Im Ergebnis wurde ein Phosphorbestandteil mit einer Konzentrationsverteilung
detektiert, bei der die Konzentration von der Seite der oberen Fläche
des Substrats hin ins Innere des Substrats abnahm. Dies zeigt, dass
der Phosphorbestandteil zu der Seite der oberen Fläche des
ersten Testsubstrats 41a diffundierte und dadurch ein Schrumpfen
der Seite der oberen Fläche in der Substratebenenrichtung
verglichen mit der der Seite der unteren Fläche beschränkt
war.
-
9 ist
eine grobe Schnittansicht, die das zweite Testsubstrat zeigt. Das
zweite Testsubstrat 41b wurde zu einer flachen Form gebrannt.
Dies zeigt, dass die Schrumpfungsgrade der Seite der oberen Fläche und
der Seite der unteren Fläche des zweiten Testsubstrats 41b in
der Substratebenenrichtung gleich waren Folglich geht aus Vergleichen
zwischen dem ersten Testsubstrat 41a und dem zweiten Testsubstrat 41b hervor,
dass ein Schrumpfen des Substrats durch Diffusion des Phosphorbestandteils
von einer Hauptfläche des Substrats teilweise beschränkt
wird.
-
Experimentelles Beispiel 3
-
Dieses
Experiment soll zeigen, dass der Phosphorbestandteil in der elektrisch
leitenden Pastenschicht eine Funktion des Beschränkens
eines Verziehens der keramischen grünen Lage hat.
-
Eine
zusammengesetzte grüne Folie, bei der eine zweite keramische
grüne Lage auf einer ersten keramischen grünen
Lage gebildet war, mit einer Dicke von 40 μm wurde wie
in dem experimentellen Beispiel 1 hergestellt.
-
Wie
in dem experimentellen Beispiel 1 wurde eine elektrisch leitende
Paste hergestellt. Der Anteil des Kupferpyrophosphatpulvers war
wie in Tabelle 2 gezeigt.
-
Die
elektrisch leitenden Paste wurde so auf eine erste keramische grüne
Lage gedruckt, dass die Dicke 5 μm betrug. Mehrere zusammengesetzte
grüne Folien ohne aufgedruckte elektrisch leitende Paste
wurden darunter laminiert, und die erste keramische grüne
Lage ohne aufgedruckte elektrisch leitende Paste wurde darunter
laminiert. Das sich ergebende Laminat wurde so geschnitten, dass
ein keramisches grünes Laminat von 1 cm Länge,
1 cm Breite und 0,36 mm Dicke erzeugt wurde.
-
10 ist
eine grobe Explosionsschnittansicht, die einen Laminierzustand des
keramischen grünen Laminats in dem vorliegenden experimentellen
Beispiel zeigt. Wie in 10 gezeigt umfasst ein keramisches grünes
Laminat 50 die ersten keramischen grünen Lagen 51,
die als die oberste Schicht und die unterste Schicht angeordnet
sind, sowie die zusammengesetzten grünen Foliengruppen 58a und 58b,
die dazwischen angeordnet sind. Eine elektrisch leitende Pastenschicht 53 mit
einer Dicke von 10 μm ist über der gesamten Oberfläche
der obersten ersten keramischen grünen Lage 51 ausgebildet.
Die zusammengesetzte grüne Folie 58 besteht aus
der ersten keramischen grünen Lage 51 und der
zweiten keramischen grünen Lage 52, die auf der
ersten keramischen grünen Lage 51 ausgebildet
ist. Die zusammengesetzte grüne Foliengruppe 58a ist mit
der ersten keramischen grünen Lage 51 unten angeordnet,
und die zusammengesetzte grüne Foliengruppe 58b ist
mit der ersten keramischen grünen Lage 51 oben
angeordnet. In dem vorliegenden experimentellen Beispiel waren die
zusammengesetzten grünen Folien, die jeweils die zusammengesetzten
grünen Foliengruppen 38a und 38b bildeten, 7 Folien.
-
In
dem vorliegenden experimentellen Beispiel ist die elektrisch leitende
Pastenschicht nicht zwischen der ersten keramischen grünen
Lage und der zweiten keramischen grünen Lage ausgebildet,
und die elektrisch leitende Pastenschicht liegt frei. Dies ist ein
Hilfsmittel zum Verständnis des Phänomens des
Verziehens, das in der ersten keramischen grünen Lage auftritt.
-
Bezüglich
jeder elektrisch leitenden Paste wurden 10 Stück der vorstehend
beschriebenen keramischen grünen Laminate erzeugt. Jedes
keramische grüne Laminat wurde unter der gleichen Bedingung
wie in dem experimentellen Beispiel 1 gebrannt. Auf diese Weise
wurden die Proben 11 bis 17 des keramischen mehrlagigen Substrats
erzeugt, die in Tabelle 2 gezeigt werden.
-
Abgesehen
davon, dass keine elektrisch leitende Pastenschicht gebildet wurde,
wurden in ähnlicher Weise wie in den Proben 11 bis 17 10
Stück der Probe 18 des keramischen mehrlagigen Substrats
erzeugt.
-
Bezüglich
jeder Probe des keramischen mehrlagigen Substrats wurde ein Verziehen
des Substrats auf der Grundlage der Form der Substratseitenfläche
geprüft.
11 ist eine grobe Seitenansicht,
die schematisch einen Zustand des Verziehens des keramischen mehrlagigen
Substrats zeigt. Wie in
11 gezeigt
wird, wird der Betrag der Verformung des Substrats durch einen Abstand
h zwischen einem mittleren Punkt der unteren Fläche eines
keramischen mehrlagigen Substrats
60 und einem mittleren
Punkt einer virtuellen geraden Linie dargestellt, die die unteren
Enden der beiden Endflächen des Substrats verbindet. Bezüglich
jeder Probe wurde der Abstand h mit einem Feintaster gemessen, und
es wurde ein Mittelwert desselben ermittelt. Die Ergebnisse werden
in Tabelle 2 gezeigt. Ein positiver Wert dieses Abstands zeigt an,
dass das Substrat zu einer konvexen Form verzogen ist, d. h. so
dass die obere Hauptfläche hervorragt. [Tabelle 2]
| | Anteil
an Kupferpyrophosphat in elektrisch leitender Paste (Gewichtsprozent) | Betrag
der Verformung des Substrats (μm) | Bemerkungen |
| 11 | 0,1 | 4,8 | |
| 12 | 0,5 | 2,3 | |
| 13 | 1,0 | 0,2 | |
| 14 | 3,0 | –0,07 | |
| 15 | 5,0 | –4,5 | |
| 16 | 10,0 | –6,85 | |
| *17 | | –11,6 | |
| *18 | - | 6,8 | Es
wurde keine elektrisch leitende Pastenschicht gebildet |
- Probennummern mit Sternchen zeigen Proben
an, die außerhalb der Ansprüche der vorliegenden
Erfindung liegen.
-
Wie
aus Tabelle 2 hervorgeht, betrug das Verziehen von Probe 18, bei
der keine elektrisch leitende Pastenschicht gebildet wurde, 6,8 μm,
wogegen die Größenordnung des Verziehens von Probe
17, bei der die kein Kupferpyrophosphat enthaltende elektrisch leitende
Pastenschicht gebildet wurde, –11,6 μm betrug,
und daher wurde ermittelt, dass das Substrat zu einer konkaven Form
verzogen war.
-
Folglich
ist klar, dass die mechanische Spannung, die das Substrat zu der
konkaven Form verzieht, durch Bilden der elektrisch leitenden Pastenschicht
auftrat.
-
Diese
mechanische Spannung ist auf die Begünstigung des Schrumpfens
der ersten keramischen grünen Lage aufgrund der Bildung
der elektrisch leitenden Pastenschicht zurückzuführen.
In dem Fall, da die elektrisch leitende Pastenschicht zwischen der
ersten keramischen grünen Lage und der zweiten keramischen
grünen Lage gebildet wird, führt diese mechanische
Spannung eine Funktion des Abblätterns der elektrisch leitenden
Pastenschicht von der zweiten keramischen grünen Lage aus,
so dass nach dem Brennen ein Abblättern des Innenleiters
bewirkt wird.
-
Dieses
Verziehen tritt in dem Fall, da die elektrisch leitende Pastenschicht
zwischen der ersten keramischen grünen Lage und der zweiten
keramischen grünen Lage ausgebildet ist, nicht so leicht
deutlich hervor. Der Grund hierfür ist, dass die zweite
keramische grüne Lage kaum verformt wird und es daher scheint,
dass insgesamt kein Verziehen auftritt. Selbst in dem Fall, da die
zweite keramische grüne Lage ausgebildet wird, liegt aber
keine Änderung vor, da auf die elektrisch leitende Pastenschicht
aufgrund der Neigung der ersten keramischen grünen Lage,
sich zu verziehen, eine mechanische Spannung ausgeübt wird.
-
Wie
aus Tabelle 2 hervorgeht, wird in dem Fall, da die Zugabemenge von
Kupferpyrophosphat innerhalb eines vorbestimmten Bereichs (z. B.
0,1 Gewichtsprozent (Probe 11) bis 1,0 Gewichtsprozent (Probe 13)) liegt,
das Verziehen des Substrats allmählich korrigiert, wenn
die Zugabemenge des Kupferpyrophosphats zunimmt. D. h. wenn der
elektrisch leitenden Paste Kupferpyrophosphat zugegeben wird, diffundiert
der Phosphorbestandteil in die erste keramische grüne Lage,
das Schrumpfen der ersten keramischen grünen Lage wird
teilweise beschränkt und dadurch wird die mechanische Spannung
zum Verziehen des Substrats zu einer konkaven Form gemindert. Es
ist aber klar, dass, wenn die Zugabemenge von Kupferpyrophosphat
den vorgegebenen Bereich übersteigt (z. B. 3,0 Gewichtsprozent
(Probe 14) übersteigt), ein Verziehen in umgekehrter Richtung
eintritt.
-
Daher
kann unter einer vorgegebenen Bedingung die Größenordnung
und Richtung des Verziehens durch Anpassen der Zugabemenge von Kupferpyrophosphat
gesteuert werden.
-
Gewerbliche Anwendbarkeit
-
Erfindungsgemäß wird
es möglich, das Auftreten von Abblättern und Bruch
des Innenleiters während des Brennschritts bei der Herstellung
des keramischen mehrlagigen Substrats zu beschränken. Folglich
wird es möglich, ein sehr zuverlässiges keramisches
mehrlagiges Substrat an die Hand zu geben.
-
Daher
kann die vorliegende Erfindung weithin bei Verwendungszwecken eingesetzt
werden, zum Beispiel bei einem Multichipmodul (MCM) mit einem Aufbau,
bei dem Halbleitervorrichtungen, z. B. VLSI und ULSI, auf ein keramisches
Substrat bestückt werden.
-
Zusammenfassung
-
Eine
Aufgabe ist es, ein keramisches mehrlagiges Substrat an die Hand
zu geben, das Abblättern und Bruch eines Innenleiters reduzieren
kann, während der Innenleiter zwischen einer als Grundelement
dienenden keramischen Lage und einer keramischen Lage zum Beschränken
von Schrumpfen angeordnet ist.
-
Bei
einem keramischen mehrlagigen Substrat, das eine erste keramische
Lage 11, eine so laminierte zweite keramische Lage 12,
dass sie mit einer Hauptfläche der ersten keramischen Lage 11 in
Berührung kommt, und einen zwischen der ersten keramischen
Lage 11 und der zweiten keramischen Lage 12 angeordneten
Innenleiter 13 umfasst, ist eine Phosphorbestandteillage 16a in
der ersten keramischen Lage 11 mit einem Konzentrationsgefälle
angeordnet, bei dem die Konzentration in eine Richtung weiter weg
von dem Innenleiter 13 abnimmt.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - JP 2000-315864 [0006]
- - JP 10-242644 [0016]
- - JP 2002-95244 [0017]
- - JP 1-220303 [0018]
- - JP 6-204512 [0018]
- - JP 9-241862 [0018]
- - JP 10-9226 [0019]