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Betriebsanzeigeeinrichtung für eine elektromagnetische Schienenbremse
Die Erfindung betrifft eine Betriebsanzeigeeinrichtung für eine elektromagnetische
Schienenbremse, die aus mehreren federnd gelagerten und zueinander vertikal beschränkt
beweglichen Schienenschuhmagnetgliedern besteht.
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Es ist bereits bekannt, an einem in einteiliger Bauform ausgeführten
Schienenbremsmagneten eine Betriebsanzeigeeinrichtung anzubringen, die aus zwei
am Fahrzeugrahmen drehbeweglich gelagerten Winkelhebeln besteht. Diese werden bei
einer durch eine Bremsung mittels des Schienenbremsmagneten bedingten Relativbewegung
des letzteren gegenüber dem Fahrzeugrahmen verschwenkt und betätigen hierbei eine
Anzeigeeinrichtung. Bei dieser Bauform ist es erforderlich, den Schienenbremsmagneten
in Fahrtrichtung elastisch am Fahrzeug zu lagern, was eine teuere und aufwendige
Aufhängevorrichtung des Schienenbremsmagneten bedingt und zur überprüfung der Bremsanlage
die Fahrbewegung des Schienenfahrzeuges voraussetzt.
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Es ist auch bereits bekannt, an den Stirnseiten des derartig aufgehängten
Schienenbremsmagneten Schaltelemente anzubringen, die erst durch eine bestimmte,
nach dem Aufsetzen des Schienenbremsmagneten auf die Schiene infolge der Reibung
zwischen beiden bedingte Relativbewegung des ersteren gegenüber dem Fahrzeugrahmen
den Bremsmagneten einschalten.
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Ebenso ist es zu diesem Zweck bereits bekannt, an Stelle der an den
Stirnseiten angebrachten Schaltelemente am Schienenbremsmagneten aus dessen Gleitfläche
hervorstehende Hebelmechanismen vorzusehen, die erst nach ihrer beim Aufsetzen des
Schienenbremsmagneten auf die Schiene erfolgten Betätigung ein Einschalten des Schienenbremsmagneten
zulassen. Diese Einrichtungen weisen jedoch Verschleißteile auf, bei deren ungleichmäßigem
Verschleiß ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Einrichtung in Frage gestellt ist.
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Bei Schienenbremsmagneten in Gliederbauform ist es auch bekannt, zum
Zwecke eines gleichmäßigen Aufliegens des Schienenbremsmagneten über seine ganze
Länge auf der Schiene die einzelnen Schienenschuhmagnetglieder in Vertikalrichtung
beschränkt beweglich federnd aufzuhängen.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht in der Schaffung
einer Betriebsanzeigeeinrichtung für eine elektromagnetische Schienenbremse der
eingangs angeführten Art, welche einfach und billig zu erstellen ist und ohne besondere
Wartungsmaßnahme betriebssicher bereits im Stillstand des Fahrzeuges arbeitet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eines der Schienenschuhmagnetglieder
entgegen Federkraft gesondert vertikal beweglich angeordnet ist und mit seiner Gleitfläche
im Ruhezustand so weit außerhalb der durch die übrigen Schienenschuhmagnetglieder
gebildetenGleitflächenebene liegt, daß der Verschiebeweg zur Betätigung der Anzeigeeinrichtung
nutzbar ist. Bei Inbetriebnahme des Schienenbremsmagneten führt das federnd aufgehängte
Schienenschuhmagnetglied gegenüber den übrigen Magnetgliedern eine Vertikalbewegung
aus; die zur Betriebsanzeige des Schienenbremsmagneten dient.
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Gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung wird diese Betriebsanzeige
besonders deutlich und einfach erkennbar, wenn das federnd aufgehängte Schienenschuhmagnetglied
mit einer durch die seine Gleitfläche in eine Ebene mit den Gleitflächen der übrigen
Magnetglieder bringenden Vertikalbewegung auslösbaren Anzeigeeinrichtung gekoppelt
ist, die erfindungsgemäß einen durch die Vertikalbewegung des federnd aufgehängten
Magnetgliedes betätigbaren, elektrischen Schalter aufweist, der in. den Stromkreis
einer elektrischenAnzeigeeinrichtung eingeschaltet ist.
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Durch die in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgeschlagene Maßnahme,
die Gleitfläche des gesonderten Magnetgliedes gegenüber derjenigen der übrigen Magnetglieder
vertikal nach oben versetzt anzuordnen, wird erzielt, daß die Betriebsanzeigeeinrichtung
nicht schon beim Aufsetzen des Schienenbremsmagneten auf die Schiene, sondern erst
bei dessen Aufsetzen und Erregung in Tätigkeit tritt.
Eine weitere
Ausbildung der Erfindung besteht darin, die Feder des zurückgesetzten Gliedes so
abzustimmen, daß dieses Glied nur dann in die Ebene der anderen Glieder herabgezogen
wird, wenn eine der vollen Bremswirkung entsprechende Erregung des Magneten erreicht
ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ansicht eines Schienenbremsmagneten und
Fig. 2 den vergrößerten Schnitt entlang der Linie I-I in Fig. 1.
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Ein über ein Gestänge 1 höhenbeweglich an einem nicht gezeigten Schienenfahrzeug
aufgehängter Schienenbremsmagnet besteht aus einem in einer angenäherten Rechteckform
ausgebildeten Spulenkörper 2, dessen Magnetkern einzelne, in Längsrichtung des Magnetes
aneinandergereihte, U-förmige Magnetglieder 3 bilden. Diese Magnetglieder durchragen
den Hohlraum des Spulenkörpers 2, umfassen dessen unteren Längsarm 4 und enden mit
einer bei Bremsungen auf der Schiene aufliegenden Gleitfläche 5. Die Endglieder
sind mit einer geneigten Einlauffläche 6 versehen, die dem stoßfreien übergleiten
von Unregelmäßigkeiten in der Schienenoberfläche, beispielsweise bei Schienenstößen,
dient. Die einzelnen Magnetglieder 3 können mit einer geringen, aus den Fingern
nicht ersichtlichen Relativbeweglichkeit gegeneinander ausgestattet sein. Ein vorzugsweise
mittleres Schienenschuhmagnetglied 7 weist eine gegenüber der Gleitflächenebene
der übrigen Magnetglieder 3 nach hinten versetzt angeordnete Gleitfläche
8 auf. Der den Hohlraum des Spulenkörpers 2
durchragende Steg 9 des
Schienenschuhmagnetgliedes 7 ist derart schmal ausgeführt und über eine Blattfeder
10 gegen den unteren Längsarm 4 des Spulenkörpers 2 abgestützt, daß es entgegen
der Kraft der Blattfeder 10 um ein Maß absenkbar ist, das genügt, seine Gleitfläche
8 in die Ebene der Gleitflächen 5 der übrigen Magnetglieder 3 gelangen zu lassen.
Gegen die obere Fläche des Schienenschuhmagnetgliedes 7 drückt ein Stößel 11 eines
am Spulenkörper 2 befestigten, elektrischen Schalters 12, der bei einer Vertikalbewegung
des Stößels 11 einen elektrischen Kontakt umschaltet. Zwei Leitungen 13 verbinden
den Schalter 12 mit einer nicht gezeigten, akustisch oder optisch wirkenden Betriebsanzeigeeinrichtung.
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Im Ruhezustand der Magnetschienenbremse hebt die Blattfeder 10 das
Schienenschuhmagnetglied 7 relativ zum Spulenkörper 2 in seine dargestellte, obere
Endlage, die es auch bei der Absenkung des Magneten auf die Schienenoberfläche beibehält.
Erst bei Erregung der Magnetspule des Schienenbremsmagneten bewirkt das Magnetfeld
ein Absenken des Schienenschumagnetgliedes 7 entgegen der Kraft der Feder 10, bis
auch seine Gleitfläche 8 auf der Schienenoberfläche aufliegt. Der Stößel
11 führt hierbei eine Vertikalbewegung aus, durch die der im Schalter 12 angeordnete
Kontakt umschaltet und über die Leitungen 13 ein Ansprechen der Betriebsanzeigeeinrichtung
bewirkt.
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Bei Erregung der Magnetspule im von den Schienen abgehobenen Zustand
des Schienenbremsmagneten ist das Magnetfeld nicht in der Lage, das Schienenschuhmagnetglied
7 relativ zum Spulenkörper 2 zu bewegen; der Schalter 12 und mit diesem
die Anzeigeeinrichtung verbleiben in Ruhelage. Die Anzeigeeinrichtung spricht also
nur bei abgesenkten und erregten Schienenbremsmagneten an.
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Falls es erwünscht ist, die Anzeigeeinrichtung bereits beim Absenken
des Schienenbremsmagneten auf die Schiene zu betätigen, muß die Gleitfläche 8 gegenüber
der Gleitflächenebene nicht vertikal nach oben, sondern nach unten versetzt angeordnet
und die federnde Aufhängung des Schienenschuhmagnetgliedes 7 in umgekehrter Richtung
wirkend ausgeführt sein; der Schalter 12 wird dann bereits beim mit dem Absenken
des Schienenbremsmagneten relativ zu den Magnetgliedern 3 erfolgenden Anheben des
Magnetgliedes 7 betätigt.
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Um eine gute Beweglichkeit des Schienenschuh magnetgliedes 7 gegen
die übrigen Magnetglieder 3 zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, in jede Trennfuge
zwischen diesen eine nicht dargestellte, mit dem Spulenkörper 2 verbundene Trennwand
einzufügen.