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DE1119780B - Einrichtung zum Eintreiben und bzw. oder Ziehen von Pfaehlen oder aehnlichen Koerpern mittels eines ausgeuebten Drehmoments - Google Patents

Einrichtung zum Eintreiben und bzw. oder Ziehen von Pfaehlen oder aehnlichen Koerpern mittels eines ausgeuebten Drehmoments

Info

Publication number
DE1119780B
DE1119780B DEB34160A DEB0034160A DE1119780B DE 1119780 B DE1119780 B DE 1119780B DE B34160 A DEB34160 A DE B34160A DE B0034160 A DEB0034160 A DE B0034160A DE 1119780 B DE1119780 B DE 1119780B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling collar
pile
transmission means
pulling
rods
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB34160A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Auger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Braithwaite and Co Engineers Ltd
Original Assignee
Braithwaite and Co Engineers Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Braithwaite and Co Engineers Ltd filed Critical Braithwaite and Co Engineers Ltd
Publication of DE1119780B publication Critical patent/DE1119780B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D11/00Methods or apparatus specially adapted for both placing and removing sheet pile bulkheads, piles, or mould-pipes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Placing Or Removing Of Piles Or Sheet Piles, Or Accessories Thereof (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Eintreiben und bzw. oder Ziehen von Pfählen oder ähnlichen Körpern mittels eines ausgeübten Drehmoments Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Eintreiben und/oder Ziehen von Pfählen oder ähnlichen Körpern mittels eines ausgeübten Drehmoments, bei der an einem den Pfahl umschließenden Kupplungsbund Kraftübertragungsmittel, wie Schubstangen, Kraftzylinder od. dgl., angreifen.
  • Es ist eine derartige Einrichtung bekannt, die nur zum Eintreiben von Pfählen dient und bei der auf die Pfähle abwechselnd ein Drehmoment in entgegengesetzten Richtungen ausgeübt wird. Hier fehlt eine axiale Komponente, die besonders für das Ziehen von Pfählen erforderlich ist. Es ist zwar auch eine Einrichtung bekannt, mit der solche Kräfte auf die Pfähle übertragen werden können, jedoch lassen sich mit dieser Einrichtung die Pfähle eben nur ziehen und nicht zugleich auch in den Erdboden eintreiben.
  • Die Erfindung bezweckt, eine in der Verwendung vielseitigere Einrichtung zu schaffen, und zwar soll sie nach der Aufgabe der Erfindung so ausgebildet werden, daß sie auf den Pfahl sowohl ein Drehmoment als auch eine Axialkraft ausübt, somit zum Eintreiben und zugleich zum Ziehen von Pfählen verwendbar ist.
  • Das geschieht erfindungsgemäß bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Gattung dadurch, daß die Kraftübertragungsmittel tangential zum Pfahl angeordnet und in bezug auf eine rechtwinkligzurLängsachse des Pfahles liegende Ebene schrägstellbar sind.
  • Hierdurch läßt sich ein geschlossener Aufbau der Einrichtung erreichen, und es kann mehr als eine Kraftmitteleinheit um den Pfahl angeordnet und somit ein ausgeglichenes Drehmoment erreicht werden.
  • In weiterer Ausbildung der obigen Einrichtung sind die Kraftübertragungsmittel beim Ziehen des Pfahles vor Ausübung des Drehmoments auf demselben in einer Anfangsschrägstellung angeordnet, die begrenzt ist: Der Antrieb der Einrichtung erfolgt über auf lotrechten Drehzapfen gelagerte Schwenkplatten, an denen die als Verbindungs- und Schubstangen ausgebildeten übertragungsmittel aasgelenkt sind. Diese Anlenkung erfolgt zweckmäßig mittels Kardangelenke.
  • Die Schwenkplatten werden ihrerseits in zu den Verbindungsstangen parallelen Richtungen beispielsweise durch in diesen Richtungen doppelt wirkende hydraulische Zylinder wechselweise angetrieben, die, von oben gesehen, parallel zu den Verbindungsstangen liegen. Die letzteren sind dabei an den Schwenkplatten zwischen deren Drehzapfen und den hydraulischen Zylindern aasgelenkt.
  • Die Einrichtung nach der Erfindung kann ferner dadurch gekennzeichnet sein, daß die Schwenkplatten über den Ecken eines dreieckigen fachwerkartigen Rahmens, der mit einstellbaren Bodenstützen versehen ist, angeordnet sind und daß innerhalb dieses Rahmens der den Pfahl umschließende, in seinen äußeren Umrissen ebenfalls dreieckige Kupplungsbund derart liegt, daß er mit seinen Ecken auf- die Mitte der Seiten des Rahmens oder der gleichlaufenden Antriebsvorrichtung gerichtet ist.
  • An den Ecken des Kupplungsbundes ist von der einen und der entgegengesetzten Seite je eine der längenveränderlichen Verbindungsstangen aasgelenkt, so daß der wechselseitige Antrieb der Schwenkplatten in eine wechselseitige Drehbewegung des Kupplungsbundes umgewandelt wird.
  • Schließlich ist gemäß der Erfindung eine vomDrehantrieb beeinflußte Steuerung vorgesehen, mit welcher zwischen dem Aus- und Wiedereinkuppeln beispielsweise ein axiales Zurückziehen des Kupplungsbundes und/oder eine Drehbewegung desselben durchgeführt wird oder umgekehrt zwischen zwei Drehbewegungen des Kupplungsbundes ein Aus- oder Wiedereinkuppeln erfolgt.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Erläuterung eines in den Zeichnungeä dargestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf die Einrichtung, wobei der Drehantrieb in der Stellung zum Herausziehen des Pfahles dargestellt ist, Fig. 2 eine Seitenansicht dieser Einrichtung,.
  • Fig. 3 und 4 Schemabilder der Einrichtung mit dem Antrieb in zwei äußersten Arbeitsstellungen, Fig. 5 bis 7 Seitenansichten, und zwar Fig. 5 und 6 in der Stellung wie in Fig. 3, wobei der Bund am Ende des Kraftstoßes noch entsprechend angehoben bzw. nach dem darauffolgenden Auskuppeln gesenkt ist, und Fig. 7 in der Stellung wie in Fig. 4, wobei der Bund am Ende des nächsten entgegengesetzt gerichteten Stoßes wiederangehoben ist, Fig. 8 a bis 8 c Schemabilder, welche die Wirkungsweise der Einrichtung beim Eintreiben eines Pfahles ohne Axialschub veranschaulichen, wobei die Teile in Fig.8a am Anfang eines Kraftstoßes, in Fig. 8b am Ende dieses Stoßes und in Fig. 8 c mit dem für den nächsten entgegengesetzten Stoß 'bereits angehobenen Kupplungsbund gezeigt sind, Fig. 9 a bis 9 c ähnliche Schemabilder, welche die. Wirkungsweise der Einrichtung beim Herausziehen eines Pfahles mit aufwärts gerichtetem Axialschub veranschaulichen, und zwar in Fig. 9 a am Anfang des Krafthubes, in Fig. 9b am Ende dieses Hubes, in Fig. 9 c mit dem für den nächsten entgegengesetzten Hub gesenkten Kupplungsbund, Fig. 9 d und 9 e eine Darstellung der eigentümlichen Wege von Punkten am Kupplungsbund bzw. am Pfahl während zweier aufeinanderfolgender entgegengesetzter Hübe zum Herausziehen, Fig. 10 und 11 Seitenansichten eines der verwendeten Stoßstangenpaare mit zugehörigen Teilen von Schwingen oder Schwenkplatten und den Kupplungsbund in der zum Eintreiben des Pfahls bereiten Stellung, wobei Fig. 10 der Stellung gemäß Fig. 8 a entspricht, in welcher -die Anhebvorrichtung für den Kupplungsbund auf ihrer Führung ruht und nicht betätigt ist, und Fig. 11 der Stellung gemäß Fig. 8 b entspricht, in welcher die genannte Anhebvorrichtung unter Druck vor dem- Ausrücken der Kupplung gezeigt ist, Fig. 12 und 13 ähnliche Ansichten der gleichen Anordnung beim Herausziehen des Pfahles, wobei Fig. 12 der Stellung gemäß Fig. 9 a und Fig. 13 der Stellung gemäß Fig. 9 b entspricht und bei beiden Stellungen die Anhebvorrichtung für den Kupplungsbund ganz außer Betrieb ist, Fig. 14 a und 14 b Draufsichten des Kupplungsbundes in eingekuppelter bzw. ausgekuppelter Stellung und Fig. 15 ein Strömungsschaubild, wobei die Kraftzylinder des Drehantriebs bzw. der Kupplungselemente und zwei Ventile, welche zum Beschicken dieser Zylinder mit Druckflüssigkeit in geeigneter Folge dienen, gezeigt sind.
  • Das dreieckige Rahmengestell der Einrichtung nach der Erfindung, wie es insbesondere in Fig. 1 im ganzen gezeigt ist, besteht aus den symmetrisch um den Pfahl P angeordneten Hauptträgern 1, den drei Verstrebungen 2, die ebenfalls in Dreieckform zwischen den Mitten der Hauptträger 1 angeordnet sind, und den drei Eckstücken 3; durch welche die Einrichtung über die einstellbaren Winden 4 am Boden verankert ist. An jedem dieser Eckstücke ist eine Schwenkplatte 5 von dreieckiger Form drehbar auf einem senkrechten Bolzen 6 montiert, der nahe der mittleren Ecke 7 dieser Schwenkplatte 5 angeordnet ist. Diese Ecke 7 ist nach innen gegen den Pfahl zu gerichtet, während die seitlichen Ecken 8 der Schwenkpaltte mit den entsprechenden gegenüberliegenden Ecken der anderen Schwenkplatten durch Verbindungsstangen 9 verbunden sind. Diese Stangen 9 sind mit ihren Enden an den Schwenkplatten 5 drehbar aasgelenkt, derart, daß sie parallel zu den Hauptträgern 1 und innerhalb derselben liegen. Die Schwenkplatten 5 sind durch diese Stangen 9 gezwungen, sich gemeinsam in beiden Richtungen zu drehen.
  • Der Drehantrieb, der die Schwenkplatten veranlaßt, zuerst in der einen und dann in der anderen Richtung zu drehen, wird durch drei Paare von doppelt wirkenden Hydraulik-Zylindern 10 bewirkt, die innerhalb der Hauptträger 1 über den Stangen 9 und im wesentlichen parallel zu diesen angeordnet sind. Je ein Paar solcher Zylinder ist drehbar bei 10a an jedem der Hauptträger 1 in deren Mitte befestigt, wobei die einzelnenZylinder jedes Paares entgegengesetzt gerichtet und angeordnet und ihre Kolbenstangen 10 b drehbar mit den entsprechenden, an den Enden dieses Hauptträgers 1 vorgesehenen Schwenkplatten an deren gegenüberliegenden Ecken, ebenso wie die Stangen 9, befestigt sind.
  • Der mit dem Pfahl zu kuppelnde Bund, allgemein mit 11 bezeichnet, ist, was seine äußere Form anbetrifft, ebenfalls dreieckig ausgebildet, und seine Ecken sind gegen die entsprechenden Hauptträger 1 zu gerichtet. Der Kupplungsbund entspricht in seinen Abmessungen, obgleich etwas größer, im wesentlichen dem durch die Verstrebungen 2 eingeschlossenen Raum, weshalb diese Verstrebungen, wie in Fig.2 dargestellt, genügend unterhalb der Hauptträger 1 angeordnet sind, um dem Kupplungsbund bei Abwärtsbewegung volle Bewegungsfreiheit zu geben. Der Kupplungsbund besteht aus drei Schuhen 12, 13, 14, deren Funktion später beschrieben wird. Jeder dieser Schuhe umfaßt ungefähr ein Drittel des Umfanges des Pfahles und besitzt eine der vorgenannten Ecken 12 a, 13 a bzw. 14 a des Kupplungsbundes. Von den Schwenkplatten 5, zwischen denen je eine dieser Ecken liegt, erstreckt sich zu den Ecken hin eine Übertragungseinrichtung, die aus einem Paar entgegengesetzt gerichteter Verbindungsstangen 15, 16 besteht, von denen jede an beiden Enden drehbar aasgelenkt ist. Dabei liegt der Drehpunkt 15a bzw. 16 a an der entsprechenden Schwenkplatte zwischen deren Gelenkbolzen 6 und dem Verbindungspunkt der benachbarten Kolbenstange 10b an der Schwenkplatte, so daß diese letztere Verbindung außerhalb des genannten Drehpunktes 15a bzw. 16a in bezug auf den Gelenkbolzen 6 angeordnet ist und der wirksame Hebelarm der umgreifenden Kraft dabei beträchtlich erhöht wird. Es soll auch beachtet werden, daß die Verbindungsstangen 15, 16 so nahe wie praktisch möglich tangential zum Pfahl angeordnet werden.
  • Um die erforderliche Axialbewegung des Kupplungsbundes 11 in bezug auf den Rahmen zu ermöglichen, ist es nötig, wenn die Verbindungsstangenpaare 15, 16 zur Stoßübertragung abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen benutzt werden, diese Stangen teleskopartig auszubilden, so daß die eine sich frei verlängern kann; während die andere stößt, wie eindeutig in Fig. 8 und 9 gezeigt ist. Die kleinste wirksame Länge jeder Stange 15, 16 ist diejenige, welche eine Anfangsstellung der Stange zuläßt, in welcher sie mit dem Kupplungsbund im wesentlichen in einer Ebene liegt, wie beim Beginn eines Krafthubes beim Eintreiben eines Pfahles (s. Fig. 8 a und 10). Um die Stangen 15, 16 unter einem Ausgangswinkel schräg stellen zu können und um zu verhindern, daß die Teile beim Beginn eines Krafthubes zurn Herausziehen eines Pfahles (s. Fig. 9 a und 12) in die besagte ebene Anfangsstellung zurückkehren, kann in jede Stange eine Hülse 15b, 16b eingesetzt werden (Fig.1). Die Stangen sind außerdem zur Dämpfung ihrer Schubhübe und des Abfalles des Kupplungsbundes nach Lösen desselben beim Herausziehen des Pfahles (von der Stellung nach Fig. 9 b zu der nach Fig. 9 c) mit Druck-Schraubenfedern 15 c, 16 c versehen.
  • Die Arbeitsdiagramme der Fig. 8 und 9 bedürfen einer kurzen zusätzlichen Erklärung. In beiden Fällen sind die Teile in den Fig. 8 a und 9 a mit geschlossener Kupplung beim Beginn eines Krafthubes nach rechts dargestellt, wie dies der Pfeil s in Fig. 8 b und 9 b zeigt. Pfeil t zeigt in diesen beiden Figuren die Richtung der resultierenden Drehung des Pfahles und der Pfeil u die Abwärtsbewegung des Pfahles zusammen mit dem Kupplungsbund an. In den Fig. 8 c, 9 c zeigt der Pfeil v die Richtung der Axialbewegung des Kupplungsbundes nach dessen Lösen und die gestrichelte Linie den Weg, den die Schubstangen dabei zurücklegen, wobei der Bund in der Ausgangsstellung für den nächstfolgenden, genau gleichen Krafthub in entgegengesetzter Richtung dargestellt ist.
  • Die Einrichtung kann auf diese Art entweder zum Eintreiben oder zum Herausziehen eines Pfahls verwendet werden, obwohl nur im letzteren Falle ihre Möglichkeiten vollständig ausgewertet werden können, da die Ausübung einer axialen Kraft im allgemeinen beim Eintreiben keinen Vorteil gibt, denn die Stangen folgen gewöhnlich einer Abwärtsbewegung des Pfahles und des Kupplungsbundes durch ihr Eigengewicht. Es ist jedoch zweckmäßig, bei einem solchen Eintreiben Mittel zum Anheben des Kupplungsbundes vorzusehen. Dies kann, wie in Fig. 10 und 11 im besonderen gezeigt, in Form einer federnden Einrichtung 17 in der Nähe jeder Ecke des Kupplungsbundes 11 geschehen. Diese Einrichtung 17 ist an ihrem unteren Ende mit einem Rollkörper 17a versehen, mit dem sie auf einer am Rahmengestell angeordneten Schiene 17b aufliegt, wodurch die Drehung des Kupplungsbundes erleichtert wird. Die Federung dieser Kupplungs-Anhebvorrichtung muß ziemlich genau ausgelegt werden, da diese sich zwar unter dem gemeinsamen Gewicht des Kupplungsbundes und demjenigen des zu bewegenden Pfahles zusammendrücken soll, nicht aber unter dem Gewicht des Kupplungsbundes allein.
  • Wird die Einrichtung zum Herausziehen eines Pfahles benutzt, so sind die federnden Mittel 17 infolge der nach oben gerichteten Neigung der Verbindungsstangen 15, 16 außer Betrieb (s. Fig. 12 und 13). Der Kupplungsbund kehrt in diesem Falle lediglich in die Stellung zurück, in welcher er auf den schräggestellten Stangen 15, 16 aufliegt. Es ist einzusehen, daß die Größe dieser Anfangsneigung der Stangen 15, 16 die kleinste Anhebkomponente derselben verursachen kann und daß diese Komponente nur dann wirksam wird, wenn und solange der Widerstand des Pfahles gegen eine Aufwärtsbewegung zu groß ist. Es kann darüber hinaus zusätzlich vorgesorgt werden, daß diese Anhebkraft in Hinblick auf diesen Widerstand nie so groß werden kann, daß die Unterstützungswinden 4 in den Boden ,gedrückt werden, indem die wirksame Länge der Stangen mittels der Hülsen 15 b, 16 b zu der Länge des Krafthubes in eine entsprechende Beziehung gesetzt wird.
  • Zur Kupplung ist insbesondere unter Bezug auf Fig. 14a und 14b weiter zu bemerken, daß zwei der bereits erwähnten Schuhe 13, 14 passend mit dem dritten Schuh 12 an jeder Seite zusammengefügt wer= den, wobei die Verbindung durch ein Gelenk 18 zum Zusammenziehen und zum Lösen der Schuhe, wie dies zum Kuppeln bzw. Entkuppeln des Pfahles mit dem Kupplungsbund nötig ist, hergestellt wird. Dieses Gelenk 18 kann aus einem Hebel 18 a bestehen, der an einem Ende am Schuh 14 und am anderen Ende an einer Lasche 18 b aasgelenkt ist, die ihrerseits am Schuh 13 aasgelenkt ist. Die Lasche 18 b bewirkt das Einrücken der Kupplung, wenn die drei Gelenkpunkte auf einer Linie liegen (s. Fig. 14 a). An der Lasche 18 b greift ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder 19 an, der ebenfalls am Schuh 14 drehbar befestigt und mit seiner Kolbenstange mit dem freien Arm der Lasche 18 b verbunden ist. Das Einrücken der Kupplung wird durch die von diesem Zylinder auf die Lasche 18 b ausgeübte Kraft bewirkt und aufrecht erhalten. Das Lösen der Kupplung geschieht durch umgekehrte Beaufschlagung des Kolbens im Zylinder 19, wobei die Lasche 18 b angezogen wird und so die Gelenkpunkte aus ihrer gemeinsamen Linie gebracht werden (s. Fig. 14b). Obgleich diese Anordnung den Zylinder 19 von jeder wesentlichen Belastung bei geschlossener Kupplung frei macht, kann es trotzdem nötig sein, daß der Zylinder unter Druck bleibt, um den Kupplungseingriff in jedem Fall aufrechtzuerhalten.
  • Die Einrichtung wird durch Zuführung einer Druckflüssigkeit zu den Hydraulikzylindern 10 des Drehantriebs und in entsprechender Folge zu dem Zylinder 19 der Kupplung betätigt. Das kann durch einfache Handsteuerung- von entsprechenden Ventilen bewirkt werden. Es ist jedoch zweckmäßig, eine solche Steuerung automatisch auszubilden. Ein für diesen Zweck geeigneter Flüssigkeits-Kreislauf ist beispielsweise in Fig. 15 gezeigt, wobei sowohl das Ventil 20 zur Versorgung der Zylinder 10 als auch das. Ventil 21 zur Versorgung des Zylinders 19 in bekannter Weise ausgeführt sind und durch einfache Schub- und Zugbewegung von der einen Endstellung zur Druckmittelzufuhr in der anderen Richtung betätigt werden. Zwischen den beiden Endstellungen ist eine mittlere Neutralstellung, welche nur für das Ventil 20, nicht aber für das Ventil 21 benutzt wird, wenn die Kupplung in der gezeigten Weise ausgeführt ist. Das Hydrauliksystem wird von einem Behälter 22 mit einem Filter 22 a gespeist und enthält eine Förderpumpe 23 und ein Überdruckventil 24. Die Ventile 20, 21 können gemäß Fig. 1 je auf einer Seite einer Vorrichtung 25 zu ihrer automatischen Betätigung angeordnet sein, wobei diese Betätigung von einem hin- und hergehenden Teil des Drehantriebes, z. B. einer der Schwenkplatten 5, erfolgt.
  • Nachdem vorstehend die Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel beschrieben worden ist, sollen noch verschiedene mögliche andere Ausführungsarten kurz erwähnt werden. So kann der Drehantrieb der Einrichtung nur in einer Richtung wirken. Es kann dann jeweils von den Verbindungsstangenpaaren 15, 16 beim Eintreiben eines Pfahles diejenige Stange weggelassen werden, welche keine Drehkraft überträgt. Ferner kann die Kupplung so ausgebildet sein, daß sie, bei entsprechender Vorkehrung zum Nachgreifen der Stangen 15, 16, nicht unbedingt ausgerückt werden muß. In diesem Falle kann der zu ihrer Betätigung dienende Hydraulikzylinder 19 einfach wirkend und das Ventil 21 einfach öffnend und schließend ausgebildet sein, ohne daß eine Änderung der Kontroll-bzw. Steuereinrichtung erforderlich ist. Eine davon abweichende Ausführung wäre jedoch notwendig, wenn das Ventil 21 die erwähnte mögliche mittlere Neutralstellung einnehmen muß, während die Kupplung sich selbst hält. Eine andere Möglichkeit ist, daß die Kupplung sich sogar selbst unter Druck setzt, wobei ihre Tätigkeit ganz oder teilweise von der Einwirkung und Nichteinwirkung des Drehmomentes auf den Pfahl bzw. den Kupplungsbund abhängt. Weiter kann es zweckmäßig sein, daß die Einrichtung nur in einer Richtung und dabei aussetzend arbeitet, aber ohne irgendwelche Rückwärtsbewegung. In diesem Falle wäre jedoch eine Änderung erforderlich, um den Drehantrieb fortschreitend mit Unterbrechungen zum erforderlichen Auskuppeln, Zurückkehren des Kupplungsbundes und Wiedereinkuppeln herumbewegen zu können.
  • Die beschriebene Einrichtung nach der Erfindung ermöglicht es, Pfähle einzutreiben oder herauszuziehen unter gleichzeitiger Anwendung eines Drehmomentes und einer Kraft in Achsrichtung des Pfahles, ohne daß hierzu zwei gesonderte Anlagen erforderlich werden. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß der Arbeitshub der kraftausübenden Elemente beim Auftreffen eines einzutreibenden Pfahles auf einen Widerstand im Boden in steigendem Maße zur Erzeugung einer Drehbewegung des Pfahles aufgewendet wird.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Eintreiben und bzw. oder Ziehen von Pfählen oder ähnlichen Körpern mittels eines ausgeübten Drehmoments, bei der an einem den Pfahl umschließenden Kupplungsbund Kraftübertragungsmittel, wie Schubstangen, Kraftzylinder od. dgl., angreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragungsmittel (15, 16) tangential zum Pfahl angeordnet und in bezug auf eine rechtwinklig zur Längsachse des Pfahles liegende Ebene schrägstellbar sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragungsmittel (15, 16) beim Ziehen des Pfahles vor Ausübung des Drehmoments auf denselben in einer Anfangsschrägstellung angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägstellung der Kraftübertragungsmittel (15, 16) begrenzt ist.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Antrieb über auf lotrechten Drehzapfen (6) gelagerte Schwenkplatten (5) erfolgt, an denen die als Verbindungs- und Schubstangen ausgebildeten übertragungsmittel (15, 16) aasgelenkt sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstangen (15, 16) z. B. mittels Kardangelenke an die Schwenkplatten (5) angeschlossen sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkplatten (5) in zu den Verbindungsstangen (15, 16) parallelen Richtungen beispielsweise durch in diesen Richtungen doppelt wirkende hydraulische Zylinder (10) wechselseitig angetrieben werden, die, von oben gesehen, parallel zu den Verbindungsstangen (15, 16) liegen.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstangen (15, 16) an den Schwenkplatten (5) zwischen deren Drehzapfen (6) und dem Angriffspunkt der Zylinder (10) aasgelenkt sind. B.
  8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkplatten (5) über den Ecken eines dreieckigen, fachwerkartigen Rahmens (1), der mit einstellbaren Bodenstützen (3, 4) versehen ist, angeordnet sind und daß innerhalb dieses Rahmens (1) der den Pfahl umschließende, in seinen äußeren Umrissen ebenfalls dreieckige Kupplungsbund (11) derart liegt, daß er mit seinen Ecken auf die Mitte der Seiten des Rahmens (1) oder der gleichlaufenden Antriebsvorrichtung gerichtet ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ecken (12 a, 13 a, 14 a) des Kupplungsbundes (11) von der einen Seite die längenveränderliche Verbindungsstange (15) und von der entgegengesetzten Seite die ebenso ausgebildete Verbindungsstange (16) aasgelenkt ist, so daß der wechselseitige Antrieb der Schwenkplatten (5) in eine wechselseitige Drehbewegung des Kupplungsbundes umgewandelt wird.
  10. 10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine vom Drehantrieb beeinflußte Steuerung vorgesehen ist, mit welcher zwischen dem Aus- und Wiedereinkuppeln beispielsweise ein axiales Zurückschieben des Kupplungsbundes (11) und bzw. oder eine Drehbewegung desselben durchgeführt wird oder umgekehrt zwischen zwei Drehbewegungen des Kupplungsbundes (11) ein Aus- oder Wiedereinkuppeln erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 561800, 1042270.
DEB34160A 1954-01-25 1955-01-17 Einrichtung zum Eintreiben und bzw. oder Ziehen von Pfaehlen oder aehnlichen Koerpern mittels eines ausgeuebten Drehmoments Pending DE1119780B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR561800A (fr) * 1922-12-05 1923-10-27 Dispositif d'arrachage de pieux, tubes, etc., enfoncés dans le sol
FR1042270A (fr) * 1951-09-18 1953-10-30 Dispositif perfectionné permettant d'imprimer aux tubes de forage un mouvement rotatif de sens alternés

Patent Citations (2)

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