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DE1119394B - Einschaltsicheres Differentialstrom-Relais - Google Patents

Einschaltsicheres Differentialstrom-Relais

Info

Publication number
DE1119394B
DE1119394B DEM48791A DEM0048791A DE1119394B DE 1119394 B DE1119394 B DE 1119394B DE M48791 A DEM48791 A DE M48791A DE M0048791 A DEM0048791 A DE M0048791A DE 1119394 B DE1119394 B DE 1119394B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
harmonic
differential current
current relay
nominal frequency
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM48791A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Lauper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Air Defence AG
Original Assignee
Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG filed Critical Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
Publication of DE1119394B publication Critical patent/DE1119394B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/04Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for transformers
    • H02H7/045Differential protection of transformers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Protection Of Transformers (AREA)

Description

  • Einschaltsicheres Differentialstrom-Relais Die Erfindung betrifft ein einschaltsicheres Differentialstrom-Relais, das einen Auslösekreis, einen Kompensationskreis und einen Haltekreis aufweist, wobei der letztere vorzugsweise die zweie Harmonische des Differentialstromes führt.
  • Das Verhalten eines Transformators kann man bekanntlich mit Hilfe des in Fig. 1 gezeigten vereinfachten Ersatzschemas hinreichend genau beschreiben. Dort ist mit X1 der primäre, mit X2 der reduzierte sekundäre Streublindwiderstand und mit X, die Leerlaufreaktanz bezeichnet. Beim einwandfreien Transformator ist 11 -I- J2 stets gleich dem Magnetisierungsstrom J,u. Tritt hingegen ein Windungsschluß, ein Phasenschluß oder eine andere innere Störung auf, so ist an Stelle von X, eine wesentlich kleinere Reaktanz vorhanden, und es fließt ein beträchtlicher Differentialstrom. Diese Tatsache wird benutzt, um Transformatoren durch Differentialstrom-Relais vor den Folgen innerer Kurzschlüsse zu schützen. Ordnet man nämlich gemäß Fig. 2 im Primär- bzw. Sekundärkreis des Transformators die Stromwandler 1 bzw. 2 an, so läßt sich durch entsprechende Wahl der übersetzungsverhältnisse erreichen, daß über das Relais 3 der Differentialstrom !D fließt und beim Auftreten eines Fehlers die Abschaltung des Transformators erfolgt. Falls man die Stromwandler 1 und 2 nicht exakt dem Übersetzungsverhältnis des Transformators anpaßt, entsteht auch unter normalen Bedingungen ein Differentialstrom. Um ein hierdurch bedingtes unberechtigtes Ansprechen zu vermeiden, wird in bekannter Weise gemäß Fig.3 ein stromabhängiges Kompensationssystem 4 vorgesehen, welches dem Differentialsystem 3 entgegenwirkt. Nun tritt jedoch nicht nur bei ungenauer Anpassung der Stromwandler oder bei einem Defekt, sondern auch beim Einschalten eines Transformators ein Differentialstrom auf, so daß es zu Fehlauslösungen kommen könnte. Das Differentialstrom-Relais muß deshalb so gebaut sein, daß eine Unterscheidung zwischen Fehlerströmen und Einschaltstromstößen möglich wird. Die Lösung hierzu ergibt sich aus der harmonischen Analyse von oszillographisch aufgenommenen Fehler- und Einschaltströmen. Während sowohl beim Fehler- als auch beim Einschaltstrom eine Gleichstromkomponente sowie in geringerem Maße höhere Harmonische vorhanden sind, ist der Einschaltstoß durch einen relativ hohen Wert der zweiten Harmonischen (etwa 30 bis 701/o der Grundwelle) gegenüber dem Fehlerstrom eindeutig gekennzeichnet. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, das Differentialstrom-Relais nicht nur mit einem Auslöse- und Kompensationssystem, sondern darüber hinaus mit einem Haltesystem zu versehen, wobei letzteres unter Verwendung von Siebkreisen bzw. Sperrkreisen nur auf die höheren Harmonischen bzw. insbesondere auf die zweite Harmonische anspricht. Sobald diese Harmonischen einen bestimmten Wert besitzen, verhindert das Haltesystem eine Abschaltung des Transformators, da es sich ja um einen Einschaltstoß handelt. Wenn man sämtliche höheren Harmonischen auf das Haltesystem wirken läßt, kann bei heftigen Fehlern, z. B. in der Nähe der Transformatorklemmen, infolge der Sättigung der Stromwandler und der dadurch hervorgerufenen starken Oberwellen ein Einschaltstoß vorgetäuscht werden und der Schutz versagen. Ordnet man hingegen in Reihe zum Haltekreis einen Sperrkreis bzw. parallel zum Haltekreis einen Resonanzkreis für die Grundwelle an, so ist die genaue Abstimmung relativ schwierig, und es werden verhältnismäßig viele Schaltelemente benötigt.
  • Die Nachteile des Bekannten lassen sich vermeiden, wenn erfindungsgemäß der die zweite Harmonische bevorzugende Kreis in Reihe liegt zur Primärwicklung eines Zwischenstromwandlers und wenn diese Primärwicklung einen Abgriff besitzt, der mit einem weiteren Kreis verbunden ist, welcher die zweite Harmonische sperrt.
  • In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel des- Erfindungsgegenstandes schematisch wiedergegeben. Mit 1 wird ein im primären, mit 2 ein im sekundären Transformatorkreis angeordneter Stromwandler bezeichnet. Der Stromwandler 3' führt den Differentialstrom iD, während der Wandler 4' im Zusammenwirken mit der Gleichrichterbrücke 5 dem Auslösesystem 6 eine vom Transformatorbetriebsstrom abhängige Komponente zuführt, welche zur Kompensation desjenigen Differentialstromes dient, der von einer nicht völlig genauen Anpassung der Stromwandler 1 und 2 an das Transformatorübersetzungverhältnis herrührt. Die Sekundärwicklung eines Zwischenstromwandlers 7 ist mit einer Gleichrichterbrücke 8 verbunden, welche den Haltestrom liefert. Die Primärwicklung des Zwischenstromwandlers 7 liegt in Reihe zu einer Drossel 9 und einer Kapazität 10, welche vorwiegend die zweite Harmonische des Differentialstromes führen. Der aus einer Induktivität 11 und einem Kondensator 12 aufgebaute Kreis, welcher einen Sperrkreis für die zweite Harmonische darstellt, steht einerseits mit einer den Auslösestrom abgebenden Gleichrichterbrücke 13 in Verbindung, andererseits mit einem Abgriff 14 der Primärwicklung des Zwischenstromwandlers 7. Der Wandler 3' und die Brücke 13 sind über einen ohmschen Widerstand 15 miteinander verbunden.
  • Zur Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ist folgendes auszuführen: Bei Nennfrequenz verhält sich der aus der Drossel 11 und dem Kondensator 12 bestehende Parallelkreis induktiv, während die aus der Drossel 9 und dem Kondensator 10 gebildete Reihen-Schaltung kapazitiv ist. Die Grundwelle des Differentialstromes hat also zu beiden Seiten des an der Zwischenstromwandler-Primärwicklung angebrachten Abgriffs 14 entgegengesetzte Richtungen. Dies ist in Fig. 5 dargestellt, in welcher gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind wie in Fig. 4. Die Grundwelle wird also bei entsprechender Einstellung des Abgriffs 14 nicht auf die Sekundärseite des Zwischenstromwandlers 7 übertragen und kann damit vom Gleichrichter 8 des Haltesystems ferngehalten werden. Es läßt sich also auf einfachste Weise unter Vermeidung eines zusätzlichen Sperrkreises die Grundwelle aus dem Haltekreis eliminieren. Ähnliches gilt auch für die dritte Oberwelle sowie für die höheren Harmonischen, da bei dreifacher und höherer Nennfrequenz der Parallelkreis 11, 12 kapazitiv und die Reihenschaltung 9, 10 induktiv ist. Zum Zwecke der weiteren Schwächung der dritten Oberwelle im Haltestromkreis wird außerdem die Reihenschaltung 9, 10 bei doppelter Nennfrequenz bereits leicht induktiv eingestellt.
  • Das Auslösesystem 6 (Fig. 4) wird von der Differenz zwischen Auslöse-, Kompensations- und Haltestrom gesteuert. Man könnte jeden der vorgenannten Ströme auf eine separate Wicklung wirken lassen, es ist jedoch auch ein galvanischer Vergleich mit Hilfe der Gleichrichterbrücken 5, 8 und 13 möglich. Solange die an den Klemmen des Auslösesystems 6 auftretende Differenzspannung kleiner ist als die Schwellspannung der Gleichrichter, fließt der gesamte Strom über das Auslösesystem. Bei größeren Spannungen schließt sich dagegen der größte Teil des Stromes über die Gleichrichter von anderer Polarität. Somit können an den Gleichrichtern selbst keine großen Spannungen entstehen. Um einen richtigen Vergleich der Ströme zu gewährleisten, müssen die Gleichrichter-Brücken 5, 8, 13 denselben dynamischen Widerstand und die gleiche Schwellspannung aufweisen. Gemäß Fig. 4 wird der vom Stromwandler 4' gebildete Kompensationsstrom durch den Primärkreis und nur einen Sekundärkreis des Transformators bestimmt. Handelt es sich jedoch um mehr als zwei sekundäre Zweige, beispielsweise bei einem Dreiwicklungstransformator oder vorhandenen Abzweigungen, so ist die wechselstromseitige Addition, wie sie in Fig. 4 vorgenommen wird, nicht mehr anwendbar, da die Kompensation dann bei allen möglichen Fehlern keinesfalls mehr einwandfrei wirkt. In diesem Fall läßt sich die Anordnung entsprechend Fig. 6 verwenden. Die einzelnen Zweige werden über Wandler 16, 17 usw., die zur Einstellung der Kompensationswirkung mit Anzapfungen versehen sind, an die Gleichrichterbrücken 18, 19, 20 gelegt, welche den Gleichrichter 5 speisen. Auf diese Weise erreicht man, daß die dynamischen Widerstände der Brücken 5, 8, 13 einander gleichbleiben.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einschaltsicheres Differentialstrom-Relais, das einen Auslösekreis, einen Kompensationskreis und einen Haltekreis aufweist, wobei der letztere vorzugsweise die zweite Harmonische des Differentialstromes führt, dadurch gekennzeichnet, daß der die zweite Harmonische bevorzugende Kreis in Reihe liegt zur Primärwicklung eines Zwischenstromwandlers (7) und daß diese Primärwicklung einen Abgriff (14) besitzt, der mit einem weiteren Kreis verbunden ist, welcher die zweite Harmonische sperrt.
  2. 2. Differentialstrom-Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die zweite Harmonische sperrende Kreis (11, 12) bei Nennfrequenz induktiv und der die zweite Harmonische bevorzugende Haltekreis (9, 10) bei Nennfrequenz kapazitiv ist.
  3. 3. Differentialstrom-Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die zweite Harmonische sperrende Kreis (11, 12) bei dreifacher Nennfrequenz kapazitiv und der die zweite Harmonische bevorzugende Haltekreis (9, 10) bei dreifacher Nennfrequenz induktiv ist.
  4. 4. Differentialstrom-Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die zweite Harmonische bevorzugende Haltekreis (9, 10) bei doppelter Nennfrequenz leicht induktiv ist.
  5. 5. Differentialstrom-Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Strom des Auslösekreises als auch derjenige des Kompensations- und Haltekreises über Gleichrichterbrücken (5, 8, 13) einem Auslösesystem (6) zugeführt werden.
  6. 6. Differentialstrom-Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kompensationsstrom führende Gleichrichterbrücke (5) von weiteren Gleichrichterbrücken (18, 19, 20) gespeist wird, welche an Wandlern (16, 17 usw.) liegen, die zur Einstellung der Kompensationswirkung mit Anzapfungen versehen sind.
DEM48791A 1960-05-05 1961-04-22 Einschaltsicheres Differentialstrom-Relais Pending DE1119394B (de)

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CH1119394X 1960-05-05

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