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DE1100781B - Schaltungsanordnung fuer einen einschaltsicheren Differential-schutz fuer Transformatoren - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer einen einschaltsicheren Differential-schutz fuer Transformatoren

Info

Publication number
DE1100781B
DE1100781B DES64216A DES0064216A DE1100781B DE 1100781 B DE1100781 B DE 1100781B DE S64216 A DES64216 A DE S64216A DE S0064216 A DES0064216 A DE S0064216A DE 1100781 B DE1100781 B DE 1100781B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
circuit arrangement
arrangement according
transformer
frequency
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES64216A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Eckhard Born
Dipl-Phys Fritz Voigt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES64216A priority Critical patent/DE1100781B/de
Publication of DE1100781B publication Critical patent/DE1100781B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/04Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for transformers
    • H02H7/045Differential protection of transformers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Protection Of Transformers (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für einen einschaltsicheren Differentialschutz für Transformatoren Außer den nach dem Waagebalkensystem mit einem zweispuligen Relais arbeitenden Differentialschutzschaltungen für Transformatoren sind Schaltungsanordnungen für den Differentialschutz mit einem gepolten Relais bekannt, das an den gegeneinandergeschalteten Ausgängen zweier Gleichrichteranordnungen liegt, von denen dem Eingang der einen der aus dem Primärstrom und dem Sekund-ärstrom des Transformators gebildete Summenstrom und dem Eingang der anderen der aus dem Primärstrom und dem Se-kundä,rstrorn,desTransformatorsgebildeteDifferenzstrom zugeführt wird. Diese Schaltungsanordnung ist nun so bemessen, daß das gepolte Relais in die Arbeitslage zwecks Auslösung des Transformators gelangt, wenn der Differenzstrom einen bestimmten, vom Summenstrom abhängigen Wert erreicht. Damit wird mit Sicherheit eine Fehlauslösung des Transformators vermieden, auch wenn ein gewisser Differenzstrom fließt, der aber von einem Fehler hinter dem Transformator (außenliegender Kurzschluß) herrührt.
  • Um bei dieser Schaltungsanordnung eine Fehlauslösung zu verhindern, wenn beim Einschalten eines Transformators kurzzeitig erheblicheMagnetisierungsströme (Rush) auftreten, welche das gepolte Relais in die Arheitslage bringen würden, hat man das Ansprechen des Relais durch ein nachgeschaltetes Zeitrelais oder durch starke Dämpfung verzögert. Damit ist aber auch im Fehlerfall die Auslösung des Transformators verzögert, so daß z. B. ein Kurzschluß im Transformator zu großen Zerstörungen führen kann.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, da in diesen Magnetisierungsströrnen starke Oberschwingungen der Netzfrequenz vorhanden sind, die Auslösung des Transformators zu verhindern, wenn in dein Differenzstrom ein großer Oberwellenanteil enthalten ist.
  • Diesbezüglich ist es bekannt, am Eingang der Gleichrichteranordnung, der der Summenstrom zugeführt wird, auf der Sekundärseite des Hilfsstrornwandlers jeder Phase eine Drosselspule parallel zu schalten und einen ohmschen Widerstand als Vorwiderstand einzuschalten, während am Eingang der Gleichrichteranordnung, der der Differenzstrom zugeführt wird, auf der Sekundärseite des Hilfsstromwandlers jeder Phase ein ohinscher Widerstand parallel geschaltet und eine Drosselspule als Vorwiderstand eingeschaltet wird. Eine Fehlauslösung durch den Einschaltstromstoß des Transformators wird dann dadurch verhindert, daß infolge des Oberwellenanteiles des Summenstromes an der Drosselspule ein wesentlich höherer Spannungsabfall entsteht, als dies einem sinusförn-ligen Strom vom gl-eichen Mittelwert entspräche; hierdurch wird die Haltewirkung über den ohmschen Vorwiderstand und die Gleichrichteranordnung in dem gepolten Relais wesentlich größer als bei einem gleich großen Sinusstrom der Grundfrequenz. Der Oberwellenanteil im Differenzstromkreis wird dagegen infolge des parallel geschalteten ohmschen Widerstandes nicht besonders hervorgehoben; die Drosselspule als Vorwiderstand bewirkt außerdem, daß der von dem Oberwellenanteil herrührende, auf das gepolte Relais auslösend wirkende Teilstrom gegenüber der Grundwelle herabgedrückt wird. Eine Fehlauslösung wird also durch die Verwendung besonderer Filterglieder am Eingang der Gleichrichteranordnung im Summenstromkreis und im Differenzstromkreis verhindert.
  • Bei dieser bekannten Schaltung ergeben sich Schwierigkeiten beim Abstimmen der einzelnen Filterglieder insofern, als diese Glieder parallel zueinander liegen und galvanisch miteinander verbunden sind, so daß das Abstimmen des einen Filtergliedes eine Beeinflussung der anderen Filterglieder ergibt. Besonders schwierig wird das Abstimmen der Filterglieder dann, wenn die Netzfrequenz schwankt und die Abstimmung so vorgenommen werden muß, daß alle Filterglieder innerhalb eines Frequenzbereiches denselben Frequenzgang aufweisen. Hierbei läßt sich nur schwer eine Frequenzunabhängigkeit der Schaltung erzielen.
  • Eine weitere bekannte, die Wirkung der Ober-wellen zur Verhinderung des Fehlauslösens des Transformators ausnutzende Schaltung arbeitet mit einem Waagebalkenrelais, dessen Arbeitsspule durch einen an der Sekundärwicklung des in den Differenzstromkreis eingeschleiften Hilfswandlers liegenden Reihenresonanzkreis mit der Grundwelle des Differenzstrornes gespeist wird und dessen- Haltespule in. einem im wesentlichen aus der Reihenschaltung eines auf die Grundfrequenz abgestimmten Sperrkreises und einer Gleichrichteranordnung bestehenden Stromkreis lieg'. Diese Reihenschaltung ist ebenfalls mit der Sekundärwfcklung des genannten Hilfswandlers verbunden, so daß eine galvanische Verbindung zwischen dem Stromkreis für die Arbeitsspule und dem Stromkreis für die Haltespule besteht. An 'die Ausgangsklemmen der Gleichrichteranordnung im Stromkreis für die Haltespule des Relais ist sowohl die- Wicklung der Haltespule als auch der S ekundärkreis eines in den Summenstromkreis eingeschleiften Hilfswandlers eingeschlossen. Bei dieser Schaltung besteht also eine galvanische Verbindung zwischen drei Stromkreisen, und außerdem sind sowohl im Stromkreis- der Arbeitsspule als auch im Stromkreis der Haltespule frequenzabhängige Glieder notwendig. Dies bewirkt einmal eine starke Frequenzabhängigkeit der Schaltung, und zum anderen beeinflussen sich die drei genannten Stromkreise gegenseitig, z. B. im Falle der Sättigung einer der Spulen.
  • Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung mit einem zum Differentialschutz für Transformatoren dienenden gepolten Relais. Sie stimmt insoweit mit der erstgenannten bekannten Schaltungsanordnung überein, als dieses Relais in einem von zwei Gleichrichteranordnungen gespeisten frequenzunabhängigen Stromkreis liegt, von denen dem Eingang der einen der Summenstrom (Summenströme) und dem Eingang der anderen der Differenzstrom (Differenzströme) zugeführt wird. Ferner enthält sie wie beide bekannten Anordnungen Einrichtungen, welche durch beim Einschalten des Transformators oder nach Beseitigung eines Kurzschlusses auftretende Oberwellen zur Verhinderung von Fehlauslösungen des Transformators beeinflußbar sind.
  • Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung bezweckt, die erwähnten Nachteile - Frequenzabhängigkeit, gegenseitige Beeinflussung der Kreise - der be- kannten Schaltungen zu vermeiden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schaltungsanordnung mit dem Kennzeichen gelöst, daß der im Differenzstrom enthaltene Oberwellenanteil mittels eines Netzwerkes in einem Stromkreis ausgefiltert wird, der von dein durch die Gleichrichteranordnungen gespeisten frequenzunabhängigen Stromkreis - zweckmäßig durch galvanische Trennung - entkoppelt ist, worauf der Oberwellenanteil gleichgerichtet und dem gepolten Relais derart zugeführt wird, daß die Fehlauslösung des Transformators verhindert wird.
  • Die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung 'bietet weiterhin die vorteilhafte Möglichkeit des nachträglichen Einbaus in bereits in Transformatoren installierte Distanzschutzeinrichtungen. Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung findet auch bei Mehrphasentransformatoren lediglich ein einziges, als Filtereinrichtung dienendes Netzwerk Verwendung, so daß eine gegenseitige Beeinflussung zwischen mehreren Filtergliedern ausgeschlossen ist. Die Filtereinrichtung kann daher sehr freizügig gewählt und ausgelegt werden. Von ihr ist nur zu fordern, daß die Netzfrequenz gut unterdrückt wird und die Oberschwingungen gut durchgelassen werden. Infolge des großen Frequenzbereiches ist auch die Einschwingzeit klein, so daß das gepolte Relais keiner Amsprechverzögerung bedarf.
  • Außer diesen Vorteilen werden noch weitere später an Hand des Ausführungsbeispiels erläuterte Vorteile erzielt. Zweckmäßig ist es, das gepolte Relais mit zwei Wicklungen auszurüsten, wobei dann der gleichgerichtete Oberwellenanteil die zusätzliche Wicklung des gepolt.en Relais speist.
  • In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der *Erfindung- dargestellt. Der DrehstromtransformatorT, ist zu schützen. Seine Primärschaltung ist gleich der Sekundärschaltung. Die Netzstromwandler NW, bis NW, übersetzen auf beiden Seiten auf eine gleiche Stromstärke. Im fehlerfreien Betrieb. hat der TransformatorT1 nahezu keinen Eigenverbrauch, so daß die Differenzen der Ströme hinter den Netzstromwandlern NWI und NW4 bzw. NW2 und NW., bzw. NW3 und NW, jeweils Null ergeben. Bei einem Fehler im Transformator Ti entstehen Differenzströme, welche durch die Primärwicklungen der Waundler WDJ> WD2 und WD, fließen. Auf der Sekundärseite der Wandler WD, bis WD, liegt die Gleiclirichteranordnung GID, die im Fehlerfall die Wicklung I des gepolten Relais Rp so speist, daß das Relais von der Ruhelage in die Arbeitslage gelangt und damit den Transformator T, an den Stellen A und B auslöst.
  • Bei einem Fehler hinter dem Transformator T, darf keine Auslösung erfolgen. In diesem Falle, in dem große Ströme über die Netzstromwandler NW, bis Al'W, fließen, würden keine Differenzströme entstehen, wenn die Netzstromwandler richtig übersetzen würden. Das ist aber nicht der Fall, denn die Netzstrolnwandler zeigen bei Strömen, die ein Vielfaches des Nennstromes betragen, meist erhebliche Übersetzungsfehler. Demzufolge treten Differenzströme auf, die das gepolte Relais RP in die Arbeitslage bringen. Um eine solche Fehlauslösung zu verhindern, sind in bekannter Weise noch die Wandler WS, bis WS, mit der Gleichrichteranordnung Gls auf ihrer Sekundärseite vorgesehen. Die Ausgänge der beiden Gleichrichteranordnungen GID und Gls sind in dem zusanimen mit der Wicklung I des gepolten Relais Rp gebildeten frequenzunabhängigen Stromkreis gegeneinandergeschaltet. Bei einem außenliegenden Kurzschluß werden die Wandler WS, bis WS, oder einer von ihnen stark erregt, so daß die Gleichrichteranordnung Gls einen den frequenzunabhängigen Stromkreis und damit die Wicklung I des gepolten Relais Rp in einer solchen Richtung durchfließenden Strom abgibt, daß selbst bei Vorhandensein von Differenzströmen eine Fehlauslösung verhindert ist.
  • Ein an Spannung liegender Transformator verbraucht nur kleine Magnetisierungsströme, welche zwar zu kleinen Differenzströmen durch die Wandler T,T?'D, bis WD. führen; der dadurch hervorgerufene Strom durch das gepolte Relais Rp läßt dieses Relais aber nicht in die Arbeitslage kommen, da sein Wert weit unter dem Ansprechwert des gepolten Relais Rp liegt.
  • Anders liegt der Fall beim Einschalten des Transformators Ti oder nach Beseitigung eines Kurzschlusses. Hierbei entstehen kurzzeitig hohe Magnertisierungsströme (Rush), welche das gepolte Relais Rp zum Ansprechen bringen könnten. Das wird durch die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung verhindert. Hierbei durchfließen die Differenzstörne die Primärwicklungen des Anpassungstransformators TA. An die Klemmen ki und k. auf der Sektindärseite des Anpassungstransformators TA ist das frequenzabhängige Netzwerk FE (Filtereinrichtung) angeschlossen, welches die Netzfrequenz (50 Hz) sperrt, aber die Oberschwingungen (100, Hz und darüber) durchläßt. An die Klemmen k. und k4 ist die Gleichrichteranordnung Gl. angeschlossen. Durch d#iese Gleichrichteranordnung wird der ihr zugeführte Oberwellenanteil der Differenzströme in einen Gleichstrom. umgesetzt, der die Wicklung II des gepolten Relais Rp so speist, daß es in seiner Ruhelage verbleibt, also den Transformator Ti nicht auslöst, selbst wenn die Wicklung I durch einen aus den Differenzströmen gebildeten Gleichstrom am Ausgang, der Gleichrichteranordnung GID beeinflußt werden würde, der sonst ausreichen würde, um das gepolte Relais Rp in die Arbeitslage zu bringen.
  • Gegenüber den bekannten Anordnungen, welche Filterglieder auf der Eingangsseite der durch die Summenströme gespeisten Gleichrichteranordnung und auf der Eingangsseite der durch die Differenzströme gespeisten Gleichrichteranordnung vorsehen, wird der Vorteil der völligen Unabhängigkeit des Schaltungszusatzes gemäß der Erfindung erzielt, da infolge Verwendung einer gemeinsamen Filtereinrichtung keine gegenseitige Beeinflussung der bei den bekannten Anordnungen vorhandenen Einzelfilterglieder erfolgen kann. Demzufolge kann die Filtereinrichtung FE ohne Schwierigkeiten so ausgelegt werden, daß die Netzfrequenz 50 Hz unterdrückt wird, die Oberwellen aber gut durchgelassen werden. Da die Einschwingvorgänge infolge des großen Frequenzbereiches der Filtereinrichtung nur eine geringe Zeit benötigen, braucht für das gepolte Relais Rp keine Verzögerung vorgesehen zu werden. Als Filtereinrichtung FE kann eine Brükkenschaltung Bs gemäß der Fig. 2 verwendet werden, die auf die Netzfrequenz abgestimmt ist. Auch eine Brückenschaltung nach Wien-Robinson, die aus der in Fig. 2 dargestellten Brückenschaltung entsteht, wenn man den Resonanzkreis zwischen den Klemmen k2 und k4 durch die Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators sowie den Widerstand zwischen den Klemmen k. und k. durch die Parallelschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators ersetzt, erfüllt in gleicher Weise die Bedingungen. Diese Brückenschaltungen benötigen einen geringen Aufwand und unterdrücken die Netzfrequenz völlig. Sie geben jedoch an den Klemmen k., k4 einen Ausgangsstrom ab, wenn trotz sinnsförtnigen Eingangsstromes an den Klemmen k, und k. die Netzfrequenz von ihrem Sollwert, auf welchen die Brücke abgeglichen ist, etwas abweicht. Dann entsteht ein Strom für das Halten des gepolten Relais Rp in der Ruhelage, durch welchen auch bei einem gleichzeitigen Transformatorfehler die Auslösung unterbleiben könnte. Zweckmäßiger ist diesbezüglich als Filtereinrichtung FE ein Hochpaß, der in der Fig. 3 als mehrgliedriger Hochpaß HF dargestellt ist. Dadurch wird die Netzfrequenz genügend gut unterdrückt. Die Grenzfrequenz dieses Hochpasses ist auf etwa die 1,5fache Netzfrequenz zu legen.
  • Zum Schutz eines Drehstromtransformators ist es nicht notwendig, den Schaltungszusatz gemäß der Erfindung für jede Phase vorzusehen; es genügt, wie es die Fig. 1 zeigt, den Anpassungstransformator TA als Summierungswandler primärseitig mit mehreren Wicklungen zu versehen und diese in zwei oder drei Phasen einzuschleifen.
  • Hat ein zu schützender Transformator einen inneren Kurzschluß, so entsteht mindestens in einer Phase ein kräftiger Differenzstrorn. Der Oberschwingungsgehalt eines Kurzschlußstronres ist gering. Am stärksten ist die dritte Oberschwingung enthalten. Werden die Netzstromwandler überbürdet bzw. zu klein in ihrer Leistung gewählt, so können auch diese insbesondere die dritte Oberschwingung hervorrufen. Damit dann eine Auslösung bei einem inneren Transformatorfehler nicht unterbleibt, ist es zweckmäßig, die dritte Oberschwingung im Differenzstrorn nicht mit zum Halten des gepolten Relais Rp in der Ruhelagie heranzuziehen. Zu ihrer Unterdrückung wird dann gemäß der Fig. 3 noch das dem Netzwerk FE zugeordnete Filter F, vorgesehen, dessen Glieder hiereinen Saug' kreis für die dritte Oberwelle bilden; es könnte aber auch ein geeignet eingeschleifter Sperrkreis für diese Oberwelle Verwendung finden.
  • Der Differentialschutz stellt für die Netzstromwandler eine Bürde dar; um diese bezüglich des Schaltungszusatz,es für die Netzfrequenz und deren Nachbarfrequenzen nicht zu groß werden zu lassen, kann man in der Fig. 3 noch das auf die Netzfrequenz abgestimmte, dem Netzwerk FE eingangsseitig parallel geschaltete Filter F, (Saugkreis) vorsehen. Ebenfalls kann der als Potentiometer ausgebildeteWiderstandp, zur Verringerung der Bürde beitragen. Durch Verwendung eines spannungsabhängigenWiderstandes Gli (Gleichrichters), der vorzugsweise parallel zur zusätzlichen Wicklung II des gepolten Relais gelegt wird, kann die Amplitude des gleichgerichteten Oberwellenanteils und damit die Wirksamkeit des Schaltungszusatzes nach oben hin begrenzt werden. Dadurch wird eine besonders geringe Ansprechzeit bei sehr kräftigen Kurzschlüssen im Transformator T, erzielt. überschreitet die Gleichspannung an dem Gleichrichter Gl. den Schwellwert, so wächst der Gleichstrom durch die zusätzliche Wicklung II des gepolten Relais Rp nicht weiter an, so daß das Relais durch den Gleichstrom der Gleichrichteranordnung GID schnell anspricht. Die Höhe der B-egrenzung kann mit dem veränderbaren Widerstand R" eingestellt werden. Unterhalb des Schwellwertes läßt sich die Wirksamkeit des Schaltungszusatzes mit dem als Potentiometer P, ausgebildeten Widerstand einregeln. Statt des Widerstandes Pl könnte auch ein Fest-,viderstand vorgesehen werden und die Einregelung an Anzapfungen der Sekundärwicklung des Anpassungstransformators TA stufenweise vorgenommen werden.
  • Die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung arbeitet im Gegensatz zu den bekannten Schaltungen auch bei erheblichen Abweichungen der Netzfrequenz von ihrem Sollwert einwandfrei, wenn als Filtereinrichtung FE ein Hochpaß mit einer Grenzfrequenz der 1,5fachen Sollnetzfrequenz verwendet wird. Überschreitet jedoch die Netzfrequenzabweichung eine bestimmte Größe 2011/o), so ist das einwandfreie Arbeiten nicht mehr gewährleistet. Steigt z. B. die Netzfrequenz auf den 1,5fachen Wert ihres Sollwertes, so wird der Hochpaß für eine solche hohe Frequenz durchlässig. Im Fehlerfall des Transformators T, wird eine Auslösung des Transformators Ti unterbunden, da ein starker Gleichstrom am Ausgang der Gleichrichteranordnung Glo entsteht, durch den das gepolte Relais Rp über seine zusätzliche Wicklung II in der Ruhelage gehalten wird. Die Tatsache, daß zum Zwecke der Verhinderung von Fehlauslösungen in Ab- weichung von den bekannten Anordnungen ein von dem durch die Gleichrichteranordnungen gespeisten frequenzunabhängigen Stromkreis getrennter Stromkreis vorgesehen ist, der den ganzen Schaltungszusatz enthält, macht es auch möglich, diesen Gleichstrom durch den KontaktKF eines Frequenzrelais für die zusätzliche WicklungII des gepolten RelaisRp unwirksam züi machen. Man kann sogar so weit gehen, daß man den Schaltungszusatz nur wirksam werden läßt, wenn er benötigt wird, insbesondere beim Zuschalten des zu schützenden TransformatorsT, und nach Kurzschlüssen im Netz bei Wiederkehr der Spannung. Die Wirksamkeit wird einige Sekunden aufrechterhalten. Nach Abklingen des erhöhten Magnetisierungsstromes wird der genannte Kontakt ge- schlossen. Dazu müßte der Kontakt von Spannungsrelais der Netzspannung oder von Stromrelais des Magnetisierungsstromes des Transformators T, über ein Zeitrelais gesteuert werden.
  • Eine weitere: Maßnahme, um für große Kurzschlußströme, fals diese einen großen Oberwellenanteil enthalten oder falls die Netzfrequenz stark von ihrem Sollwert abweicht, bei einem Transformatorfehlerimmer eine Auslösung zu erhalten, besteht darin, daß man ein frequenzunabhängiges, etwas zeitverzögertes, gepoltes Relais RV vorsieht. Dieses Relais ist auf einen solchen Ansprechwert einzustellen, daß es auch bei den größten bei Einschaltung des Transformators T:, auftretenden Stromspitzen nicht anspricht. Die Kontakte des gepolten Relais Rp und des verzögerten Relais RV sind parallel zu schalten. Das frequenzunabhängige. Relais RV stellt damit einen Reserveschutz dar.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-. 1. Schaltungsanordnung mit einem zum Differentialschlutz für Transformatoren dienenden ge- polten Relais, welches in einem von zwei Gleichrichteranordnungen gespeist-en frequenzunabhängigen Stromkreis liegt, von denen dem Eingang der einen der Summenstrom (Summenströme) und dem Eingang der anderen der Differenzstrom (Differenzströme) zugeführt wird, und mit - Einrichtungen, welche durch beim Einschalten des Transformators oder nach Beseitigung eines Kurzschlusses auftretende Oberwellen zur Verhinderung von Fehlauslösungen des Transformators beeinflußbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der im Differenzstrom enthaltene Oberwellenanteil mittels eines Netzwerkes in einem Stromkreis ausgefiltert wird, der von dem durch die Gleichrichteranordnungen gespeisten frequenzunabhängigen Stromkreis - zweckmäßig durch galvanische Trennung - entkoppelt ist, worauf der Oberwellenanteil gleichgerichtet und dem gepolten Relais derart zugeführt wird, daß die Fehlauslösung des Transformators verhindert ist.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichgerichtete Oberwellenanteil eine zusätzliche Wicklung des gepolten Relais speist. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 für Drehstromtransforma.toren, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichgerichtete Oberwellenanteil dem entkoppelten Stromkreis über einen Anpassungstransformator zugeführt wird, der als Summierungswandler in zwei oder drei Phasen der Differenzzweige eingeschleifte Primärwicklungen besitzt. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Netzwerk eine auf die Netzfrequenz abgestimmte Brückenschaltung dient. 5. Schaltungsanürdnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Netzwerk ein die Oberwellen des Differenzstromes durchlassender Hochpaß dient. 6. SchaltungsanordnungnachAnspruchl oder3, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Oberwelle durch dem Netzwerk zugeordnete Filter unterdrückt wird. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf die Netzfrequenz* abgestimmter Saugkreis und/oder ein ohmscher Widerstand parallel zum Eingang des Netzwerkes geschaltet ist 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des gleichgerichteten Oberwelle ' nanteiles ein spannungsabhängiger Widerstand (z. B. Gleichrichter) parallel zum gepolten Relais, vorzugsweise zur zusätzlichen Wicklung des gepolten Relais, geschaltet ist. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, da- durch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Begrenzung dem gepolten Relais ein veränderlicher Widerstand (-R1) vorgeschaltet ist. 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärwicklung des Anpassungstransformators mit Anzapfungen zur Regelung des gleichgerichteten Oberwellenanteiles versehen ist. 11. S chaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichgerichtete Oberwellenamteil durch einen Kontakt unwirksam gemacht wird, der durch ein Frequenzrelais bei Frequenzen betätigt wird, die etwa um 20% von der Netzfrequenz abweichen. 12. SchaltungsanordnungnachAnspruchl oder3, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichgerichtete Oberwellenanteil durch einen Kontakt wirksam gemacht wird, der durch bei Einschaltung des Transformators beeinflußte Relais betätigt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung A 10274 VIII b / 21 c (bekanntgemacht am 18. 7. 1953) ; deutsche Auslegeschriften Nr. 1048 328, 1046 162-
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1297197B (de) * 1963-11-20 1969-06-12 Asea Ab Transformatiordifferentialschutz
EP0014175A1 (de) * 1979-01-17 1980-08-06 Fuji Electric Co. Ltd. Differentialschutzanordnung für einen mehrphasigen Transformator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1046162B (de) * 1956-04-23 1958-12-11 Licentia Gmbh Relais mit einer von der Kurvenform der zu ueberwachenden elektrischen Groesse abhaengigen Ansprechempfindlichkeit
DE1048328B (de) * 1959-01-08

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