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DE1119230B - Verfahren zur Herstellung eines Filters aus uebereinandergelegten Drahtgeweben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Filters aus uebereinandergelegten Drahtgeweben

Info

Publication number
DE1119230B
DE1119230B DEE18556A DEE0018556A DE1119230B DE 1119230 B DE1119230 B DE 1119230B DE E18556 A DEE18556 A DE E18556A DE E0018556 A DEE0018556 A DE E0018556A DE 1119230 B DE1119230 B DE 1119230B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wires
filter
fabric
openings
weft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE18556A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Eilhauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEE18556A priority Critical patent/DE1119230B/de
Publication of DE1119230B publication Critical patent/DE1119230B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/10Filter screens essentially made of metal
    • B01D39/12Filter screens essentially made of metal of wire gauze; of knitted wire; of expanded metal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Filters aus übereinandergelegten Drahtgeweben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Filters mit quadratischen oder rechteckigen Öffnungen aus übereinandergelegten Drahtgeweben, deren Ketten- oder Schußdrähte aus chemisch oder physikalisch entfembarem Material bestehen.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß mindestens zwei derartige Gewebe so aufeinandergelegt werden, daß die Drähte aus dem nicht entfernbaren Werkstoff quadratische oder rechteckige Maschen bilden, die beiden aufeinanderliegenden Lagen in beliebiger Weise miteinander vereinigt und gleichzeitig oder anschließend aus dem so erhaltenen Körper der entfembare Werkstoff durch physikalische oder chemische Maßnahmen in an sich bekannter Weise entfernt wird.
  • Es sind bereits Filtergewebe aus dünnen Drähten hergestellt worden, wobei die Drähte vor dem Verweben mit einem entfernbaren Überzug versehenworden sind. Durch das Entfernen dieses Überzuges können nur die schon vorher festgelegten Abstände zwischen den einzelnen Bestandteilen des Filters freigelegt werden. Demgegenüber wird durch die erfindungsgemäße Verwendung eines aus nicht entfernbaren Drähten bestehenden Filters die Verringerung der Größe der Filteröffnungen erzielt. Bei der Erfindung haben demgegenüber die aus entfernbarem Werkstoff bestehenden Drähte die Aufgabe, eine besonders große Feinheit des Filters zu gewährleisten, da die Möglichkeit besteht, nur die Drähte in dem endgültigen Filter übrigzulassen, die einen besonders geringen Abstand voneinander aufweisen.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Filter von einer solchen Feinheit und Genauigkeit der Öffnungen bei größter Stabilität herstellen, wie dies nach allen bisher bekannten Verfahren nicht möglich ist. So haben die feinsten bekannten Drahtgewebe etwa 50 000 Öffnungen je Quadratzentimeter und eine quadratische Öffnung von etwa 20 bis 25 p Weite. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Gewebe mit der vielfachen Anzahl bei praktisch unbegrenzter Feinheit dieser Öffnungen erzielen, wobei außerdem die Genauigkeit und Gleichmäßigkeit der Öffnungen infolge der Anwendbarkeit eines einfachen Webprozesses erhöht werden. Da die so erzielten Öffnungen des Filters außerdem unabhängig von der Drahtstärke sind, läßt sich auch eine genügende Stabilität dieser Feinstfilter erreichen.
  • Weiterhin sind Filter bekannt, bei denen zwei oder mehr aufeinanderliegende Gewebe zu einem einheitlichen Siebkörper vereinigt sind. Dadurch entsteht eine Art poröses Blech mit Öffnungen verschiedener Größe und Struktur, weil Ketten- und Schußdrähte der zu einem Ganzen vereinigten Gewebe erhalten bleiben. Damit lassen sich die vorerwähnten Vorteile aber ebensowenig erreichen, wie mit den bekannten Tressengeweben und den aus diesen gebildeten Siebnetzen mit ihren langgestreckten Dreiecken ähnelnden Filteröffnungen.
  • Nach der Erfindung wird ein Gewebe hergestellt, bei dem z. B. die Dichte der Schußdrähte ein Vielfaches der Dichte der Kettendrähte ist. Außerdem bestehen die Schußdrähte aus einem von dem der Kettendrähte abweichenden Werkstoff, die letzteren z.B. aus Bronze, die Schußdrähte jedoch aus nichtrostendem Stahl. Wenn nun zwei dieser Gewebe unter einem Winkel von 90° aufeinandergelegt und durch einen Sinterprozeß die nichtrostenden Stahldrähte miteinander verbunden werden, so bilden sie quadratische Öffnungen. Die Bronze-Kettendrähte dagegen schmelzen bei diesem Prozeß und können mittels bekannter chemischer Verfahren herausgelöst werden.
  • Oft ist es zweckmäßig, diesem Prozeß weiterhin einen besonderen Sinter- und Walzprozeß folgen zu lassen.
  • Ein Beispiel soll das Verfahren weiter erläutern: Wenn z. B. ein Gewebe verwendet wird mit 100 Bronzedrähten von 0,03 mm Durchmesser je cm in der Kette und 400 Drähte aus nichtrostendem Stahl von 0,02mm Durchmesser je cm im Schuß, so daß diese einen Abstand von 5 jt erhalten, dann entsteht nach dem Sinterprozeß und dem Herauslösen der Bronzedrähte ein Filter mit 400 x 400 Drähten je cm = 160 000 Öffnungen je qcm, wobei die Größe der Öffnung 5 u beträgt. Durch Änderungen der Drahtstärke oder des Abstandes der Drähte voneinander lassen sich die Größe der Öffnungen und die Anzahl der Öffnungen je qcm beeinflussen. Da die Stärke des Drahtes das Vielfache der Öffnung sein kann, erhält man eine genügende Stabilität der Filter, die nach dem Verwendungszweck variiert werden kann.
  • An diesen Feinstfiltern von großer Maschengleichmäßigkeit besteht ein dringender Bedarf in der chemischen Industrie, besonders zum Filtern hochwertiger Treibstoffe. Um kontinuierlich größere Längen herzustellen, geht man zweckmäßigerweise so vor, daß eines der Gewebe die engen Maschen im Schuß hat, das andere Gewebe jedoch die engen Maschen aus dem gleichen Werkstoff in der Kette besitzt.
  • Diese beiden Gewebe können dann in beliebig großen Längen aufeinandergelegt durch den Sinterofen und anschließend durch ein chemisches Bad zum Herauslösen des zweiten Materials laufen und, wenn nötig, durch einen weiteren Sinterwalzprozeß verbessert werden.
  • Wenn die Drähte, die den Filter bilden sollen, unterschiedliche Stärke oder unterschiedliche Abstände voneinander haben, dann entsteht ein Filter, dessen Öffnungen rechteckigen Querschnitt haben.
  • Das Verbinden der beiden Gewebebahnen oder -bahnabschnitte erfolgt nach bekannten Verfahren, z. B. durch einen Sinterprozeß oder durch Hart- oder Weichlöten, Verschmelzen, Verkleben oder auch durch Kalt- (Rekristallisations-, Ultraschall-) bzw.
  • Warmschweißung. Es muß aber so erfolgen, daß das zweite Material von diesem Prozeß nicht erfaßt wird, so daß es sich auf chemischem oder physikalischem Wege entfernen läßt.
  • Es lassen sich je nach dem Verwendungszweck entweder Filter für einen verhältnismäßig großen mengenmäßigen Durchsatz je Quadratzentimeter der Filterfläche, d. h. mit vielen Öffnungen, herstellen, die dann allerdings wegen der geringen Stärke der dabei zu verwendenden Drähte keine allzu erhebliche mechanische Widerstandsfähigkeit aufweisen, oder aber Filter mit einer geringeren Flächendichte der gleich großen Öffnungen, die dann aus stärkeren Drähten gebildet und somit mechanisch widerstandsfähiger sind.
  • Stellt man die Filter unter Anwendung der Erfindung im kontinuierlichen Verfahren her, so findet die Maschenfeinheit ihre obere Grenze an der praktisch verwirklichbaren Feinheit des Webstuhlrieds. Die Dicke der das Ried oder Blatt bildenden Stäbe bestimmt den minimalen Abstand der Kettendrähte der verwendeten übereinandergeführten Gewebe. Da bei dem kontinuierlichen Verfahren des parallellaufenden Aufeinanderlegens der beiden Drahtgewebe aber mindestens das eine derselben aus bleibenden, nicht herausgelösten Kettenfäden besteht, bestimmt deren Abstand, der heute allenfalls bis zu 200 bis 250 Drähten je cm getrieben werden kann, die Weite der erzielbaren quadratischen Sieböffnungen.
  • Diese Begrenzung, der unter Anwendung der Erfindung erzielbaren Siebmaschenfeinheit ist nicht maßgebend, wenn im diskontinuierlichen Verfahren unter Drehung der aufeinanderzulegenden Drahtgewebebahnabschnitte um 90° gegeneinander gearbeitet wird.
  • Dann läßt es sich erreichen, daß bei beiden aufeinanderzulegenden Gewebebahnabschnitten nur die Schußfäden aus dem bleibenden Werkstoff gefertigt sind. Ihre Dichte läßt sich schon heute ohne weiteres nahezu beliebig weit steigern. Man erreicht Schußdrahtdichten von 1000 Drähten je cm.
  • PATENTANSPRÜCHB: 1. Verfahren zur Herstellung eines Filters mit quadratischen oder rechteckigen Öffnungen aus übereinandergelegten Drahtgeweben, deren Ketten-oder Schußdrähte aus chemisch oder physikalisch entfernbarem Material bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei derartige Gewebe so aufeinandergelegt werden, daß die Drähte aus dem nicht entfernbaren Werkstoff quadratische oder rechteckige Maschen bilden, die beiden aufeinanderliegenden Lagen in beliebiger Weise miteinander vereinigt und gleichzeitig oder anschließend aus dem so erhaltenen Körper der entfernbare Werkstoff durch physikalische oder chemische Maßnahmen in an sich bekannter Weise entfernt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht entfernbaren Drähte bei dem einen Gewebe in der Längsrichtung, bei dem anderen in der Querrichtung verlaufen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in Schußrichtung verlaufenden Drähte mindestens des einen Gewebes einen anderen gegenseitigen Abstand aufweisen wie die in Kettenrichtung verlaufenden Drähte dieses Gewebes.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gewebe fortlaufend, vorzugsweise unmittelbar im Anschluß an den sie herstellenden Webvorgang, übereinanderführt und anschließend dem vorzugsweise in kontinuierlichem Verfahren durchgeführten Vereinigungs- und Entfernungsprozeß unterwirft.
    5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die eine, beispielsweise in der Schußrichtung besonders enge Maschen aufweisende Gewebebahn in Längen zerschneidet, die höchstens gleich der Breite der anderen beispielsweise in der Kettenrichtung besonders enge Maschen aufweisenden Gewebebahn sind, anschließend die so erhaltenen Abschnitte quer auf die andere Gewebebahn legt und darauf die übereinanderliegenden Gewebe dem Vereinigungs-und Entfernungsprozeß unterzieht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 942 625, 869 191, 817448.
DEE18556A 1959-11-26 1959-11-26 Verfahren zur Herstellung eines Filters aus uebereinandergelegten Drahtgeweben Pending DE1119230B (de)

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DE1119230B true DE1119230B (de) 1961-12-14

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ID=7069799

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DEE18556A Pending DE1119230B (de) 1959-11-26 1959-11-26 Verfahren zur Herstellung eines Filters aus uebereinandergelegten Drahtgeweben

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1278996B (de) * 1963-06-12 1968-10-03 Filtrox Werk Ag Filterschicht sowie Verfahren zu deren Herstellung

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE817448C (de) * 1950-01-13 1951-10-18 Degussa Filter- oder Siebnetze geringer Maschenweite
DE869191C (de) * 1942-02-01 1953-03-05 Josef Kufferath Filterbespannung, insbesondere fuer Scheibenfilter und Innenfilter
DE942625C (de) * 1954-05-18 1956-05-03 Dr Reinhold Kraushaar Verfahren zur Herstellung eines Spaltfilters aus festem Material

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