DE823396C - Loetgitter zum spannungsfreien Verbinden von Hartmetall - Google Patents
Loetgitter zum spannungsfreien Verbinden von HartmetallInfo
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Description
- Lötgitter zum spannungsfreien Verbinden von Hartmetall Hartmetall muß, um eine möglichst wirtschaftliche lerspannungsarbeit leisten zu können, ohne innere Spannung zur Verwendung gelangen.
- Falls ein Aufklemmen oder Aufschrauben nicht in Frage kommt, muß das Hartmetall auf den Schaft des Werkzeuges aufgelötet werden. Schwierig wird ein spannungsfreies Löten dadurch, daB der Wärmedehnungsunterschied zwischen Stahl und Hartmetall (im Mittel) sich verhält wie 12,2 :6.
- Die neuzeitliche Löttechnik der Verbindung von Hartmetall mit seiner Stahlunterlage zielt also darauf lein, den Wärcnedehnungsunterschied zwischen Stahl und Hartmetall auszugleichen. Besonders bei Werkzeugen, die großer Flie'h'kraft und starken Stößen ausgesetzt sind, müssen die Spannungen im Hartmetall vermieden werden.
- Es sind bereits Lötverfahren bekannt, mit denen die Verbindung von Hartmetall und Stahl hergestellt werden: Man verwendet Elektrolytkupfer und nutzt deren plastische Verformungen möglichst beim Erkalten aus. Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieses nicht genügt, so daß man zu Zwischenlagen übergegangen ist. Vielfach angewandt wurden Zwischenlagen aus Eisendrahtnetz, Nickel- und Konstantanblech. Aus diesen Erwägungen sind auch Lötfolien geschaffen worden, in denen Materialstreifen oder Eisenspäne mit dem erforderlichen Lötkupfer zusammengewalzt waren. Diese Folien oder Zwischenlagen sind jedoch nur für Schmelztemperaturen von Kupfer zu verwenden.
- Einwandfrei ist bewiesen, daß eine netzförmige Zwischenlage einer einfachen Blecheinlage überlegen ist. Nachteilig hat sich jedoch gezeigt, daß die Kohäsion eines Drahtnetzes sehr gering ist. Man ist aus diesem Grunde dazu übergegangen, lose Eisenspäne in eine Kupferfolie einzubringen, lediglich um eine bessere Adhäsion zu erreichen, obwohl hiermit der Nachteil des ungeordneten Verschwimmens während des Lötvorganges gegeben sein kann.
- Nicht beachtet wurde jedoch, .den Vorteil des Gitters wahrzunehmen, wobei die Drähte oder Bänder zur Erhöhung der Kohäsion und Adhäsion eine vergrößerte Oberfläche besitzen, die Drähte öder Bänder zur Erhöhung der Elastizität diagonal gewebt sind und die sich kreuzenden Drähte oder Bänder aus zwei verschiedenen Materialien bestehen, die zueinander eine hohe Klebetemperatur besitzen, oder auch aus demselben Material mit hoher Klebetemperatur, damit sie während des Lötens nicht verschweißen.
- Am stärksten wird diese Kohäsionswirkung erzielt, wenn die Drähte des Netzes eine möglichst grobkristallinische Oberfläche mit starken Ausblühungen erhalten.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Abbildung zeigt ein Lötgitter in Draufsicht.
- Das Lötgitter ist aus Drähten oder Bändern oder Stäben usw. zusammengesetzt, die aus einem Material von hoher Klebetemperatur bestehen. Dabei sind die das Lötgitter bildenden Drähte so miteinander verbunden, daß sie sich diagonal kreuzen. Die diagonale Verbindung der Drähte ergibt eine große Nachgiebigkeit in waagerechter Richtung, die in erheblichem Maße zum Spannungsausgleich zwischen dem Schaftmaterial des Werkstückes und seiner Hartmetallauflage beiträgt. Nach der Erfindung sind ferner die einzelnen das Lötgitter bildenden Drähte nach der Verbindung mit einem grobkristallinischen porösen Überzug, z. B. aus Kupfer, versehen, b, der eine Vervielfachung der Oberfläche hervorruft. Diese Oberflächenrauhigkeit darf sich jedoch nicht an den Berührungsflächen der sich kreuzenden Drähte oder Bänder oder Stäbe usw. befinden, damit die gleitende Wirkung zueinander nicht leidet, c. Die Gitterdrähte sollen sich wegen der gewünschten hohenKlebetemperatur an den Knotenpunkten ohne Zwischenlagen berühren.
- Die poröse grobkristallinische Oberfläche an den Gitterdrähten bzw. Bändern usw. innerhalb der Masche bewirkt eine Vervielfachung der Zwischenlagenoberfläche und somit eine Verbesserung der Kohäsion und Adhäsion.
- Eine schnelle und sichere Lötung, die über eine ganze Fläche geht, ist gewährleistet, ganz gleich, ob mit niedrig schmelzenden Loten oder Loten mit hoher Schmelztemperatur gearbeitet wird.
- Die grobkristallinische, poröse, die Oberfläche vervielfachende Formgebung läßt sich auf verschiedene Weise erreichen: z. B. durch chemische Behandlung, durch mechanische Behandlung, wie Walzen, Aufrauhen, Einfräsen usw., durch Auftragung, sei es durch Spritzen, Aufwalzen, Aufgalvanisieren usw. des gleichen Materials oder eines anderen, z. B. Kupfer, Nickel, Konstantan usw., in möglichst poröser Form mit starken Ausblühungen.
- Die Kombination der oben aufgeführten vier Eigenschaften führt zu einer Lötzwischenlage, die eine sichere flächenhafte Lötung ermöglicht, die Spannungen zwischen Hartmetall und Schaftmaterial ausgleicht und ein elastisches Polster gegen stoßartige Belastung nach dem Erkalten an der Lötstelle bildet.
- Die poröse Oberfläche in den Maschen des Netzes ermöglicht außerdem, daß sich die Alterung von schnellfließenden Loten wesentlich besser, schneller und inniger vollzieht.
Claims (1)
- PATENTANSPRGCHE: i. Lötgitter zum spannungsfreien Verbinden von Hartmetall mit Schaftmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einem maschenartigen Drahtgewebe bestehende Lötgitter mit einer kristallinisch porösen Oberfläche versehen ist. z. Lötgitter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kristallinisch poröse Gestaltung der Gitteroberfläche derart vorgenommen ist, daß die das Gewebe bildenden einzelnen Drähte lediglich zwischen ihren Kreuzungsstellen eine Oberflächenvergrößerung erfahren, an ihren Kreuzungsstellen selbst dagegen eine glatte Oberfläche behalten. 3. Lötgitter nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitter aus einem zu seiner waagerechten oder senkrechten Grundrichtung diagonal verlaufenden Drahtgewebe besteht. 4. Lötgitter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die maschenbildenden einzelnen Drähte, Bänder, Stäbe o. dgl. aus einem Material von hoher Klebetemperatur bestehen oder aus verschiedenem Material, welches zueinander eine hohe Klebetemperatur besitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED5250A DE823396C (de) | 1950-08-12 | 1950-08-12 | Loetgitter zum spannungsfreien Verbinden von Hartmetall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED5250A DE823396C (de) | 1950-08-12 | 1950-08-12 | Loetgitter zum spannungsfreien Verbinden von Hartmetall |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE823396C true DE823396C (de) | 1952-05-26 |
Family
ID=7031338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DED5250A Expired DE823396C (de) | 1950-08-12 | 1950-08-12 | Loetgitter zum spannungsfreien Verbinden von Hartmetall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE823396C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946322C (de) * | 1950-10-05 | 1956-07-26 | Wallram Hartmetall | Spannungsausgleichende Zwischenlage fuer mit Hartmetall zu bestueckende Werkzeuge |
-
1950
- 1950-08-12 DE DED5250A patent/DE823396C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946322C (de) * | 1950-10-05 | 1956-07-26 | Wallram Hartmetall | Spannungsausgleichende Zwischenlage fuer mit Hartmetall zu bestueckende Werkzeuge |
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