DE1118832B - Schaltungsanordnung zur Verkleinerung der Zeitkonstante von temperaturabhaengigen Widerstaenden, insbesondere fuer die Pegelregelung in Vielkanal-Traegerfrequenz-Nachrichtenuebertragungssystemen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verkleinerung der Zeitkonstante von temperaturabhaengigen Widerstaenden, insbesondere fuer die Pegelregelung in Vielkanal-Traegerfrequenz-NachrichtenuebertragungssystemenInfo
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Description
Bei der Verwendung eines indirekt geheizten Thermistors zu Regelzwecken, insbesondere für die Pegelregelung
in Vielkanal-Trägerfrequenz-Nachrichtenübertragungssystemen, ist bereits vorgeschlagen worden,
den Heizstrom mit Hilfe einer elektronischen, digitalen Einstellvorrichtung stufenweise zu verändern.
Dabei werden die Heizstromstufen vorzugsweise einander gleich groß gemacht, d. h., bei jedem Regelimpuls,
der auf die Einstellvorrichtung gelangt, ändert sich der Heizstrom/ um einen gleichen Betrag AI
und bleibt dann unverändert, bis ein neuer Regelimpuls auftritt. Soll der Thermistor aufgeheizt werden,
so wird der Heizstrom stufenweise jeweils um AI vergrößert; soll der Thermistor dagegen abgekühlt
werden, so wird der Heizstrom stufenweise jeweils um AI verkleinert.
Infolge der großen, mehrere Sekunden betragenden Zeitkonstante des Thermistors ändert sich bekanntlich
der Thermistorwiderstand bei einer plötzlich auftretenden Heizstromänderung nur langsam nach einer
e-Funktion. Dadurch läuft der Regelvorgang sehr langsam ab, und es wird gegebenenfalls hierdurch
eine kurzzeitige Fehlersummierung bei der Hintereinanderschaltung mehrerer Regler in einer längeren
Übertragungsstrecke verursacht. Außerdem sind die Abkühlzeitkonstante und die Aufheizzeitkonstante
des Thermistors nicht gleich groß; das Aufheizen erfolgt schneller als das Abkühlen.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt den zeitlichen Verlauf des zur Zeit J1 bzw. t2 um eine Stufe herab- bzw.
heraufgesetzten Thermistorheizstromes In und den
entsprechenden Verlauf des Thermistorwiderstandes R7.
Die die genannten Nachteile vermeidende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Verkleinerung
der Zeitkonstante von insbesondere indirekt geheizten, temperaturabhängigen Widerständen, deren
Heizstrom beispielsweise mittels einer elektronischen, digitalen Einstellvorrichtung stufenweise geregelt
wird, insbesondere für die Pegelregelung in Vielkanal-Trägerfrequenz-Nachrichtenübertragungssystemen.
Erfindungsgemäß sind zwei zeitgesteuerte Schalter vorgesehen, die beispielsweise von der Steuerschaltung
der Einstellvorrichtung gleichzeitig mit dieser derart betätigt werden, daß bei einer stufenweisen Erhöhung
des Heizstromes der eine Schalter für eine kurze Zeit eine zusätzliche, wesentliche Erhöhung
des Heizstromes bewirkt und bei einer stufenweisen Verringerung des Heizstromes der andere Schalter
für eine kurze Zeit eine zusätzliche, wesentliche Verringerung des Heizstromes hervorruft.
Die Dauer der zusätzlichen Stromimpulse kann
Schaltungsanordnung
zur Verkleinerung der Zeitkonstante
von temperaturabhängigen Widerständen,
insbesondere für die Pegelregelung
in Vielkanal -Trägerf requenz-Nachrichten-
übertragungssystemen
Anmelder:
Telefunken
Patentverwertungsgesellschaft m. b. H.,
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Dipl.-Ing. Joel Korn, Backnang (Württ.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
entweder durch die Steuerschaltung von außen oder durch die innere Dimensionierung der Schalteranordnung
bestimmt werden.
Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf des Heizstromes und des Thermistorwiderstandes bei Verwendung der
Schaltungsanordnung nach der Erfindung. Wie ersichtlich, wird beim Eintreffen eines Regelimpulses,
der eine Abkühlung des Thermistors veranlassen soll, im Zeitpunkt tx der Strom I11 über den der normalen
Stromstufe (Fig. 1) entsprechenden Betrag hinaus stark herabgesetzt und bis zu einem Zeipunkt t( auf
diesem Wert gehalten. Innerhalb dieses Zeitraums, der durch die Steuerung des Schalters für die zusätzlichen
negativen Stromimpulse gegeben ist, wird der Thermistor schnell abgekühlt. Im Zeitpunkt t±' wird
der Schalter umgeschaltet, der zusätzliche negative Stromimpuls kommt in Fortfall, und der Strom IH
steigt auf den der Stromstufe entsprechenden normalen Wert an. Beim Eintreffen eines Regelimpulses,
der ein Aufheizen des Thermistors veranlassen soll, wird im Zeitpunkt t2 der andere Schalter wirksam
und liefert für kurze Zeit einen großen zusätzlichen positiven Stromimpuls, der den Thermistor schnell
aufheizt. Nach einer bestimmten, durch die Steuerung dieses zweiten Schalters gegebenen Zeitdauer wird im
Zeitpunkt L2' der zusätzliche positive Stromimpuls
abgeschaltet, so daß der Strom IH auf seinen der normalen
Stromstufe entsprechenden Wert herabsinkt.
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Der Widerstand RT zeigt dabei den dargestellten Verlauf
mit scharf ausgeprägter, angenähert rechteckförmiger Stufe. Die Impulshöhe des zusätzlichen Impulses
hängt von der gewünschten Zeitkonstantenverkürzung ab, während die Impulsdauer so bemessen sein s.
muß, daß gerade nach Erreichen des der normalen Stromstufe entsprechenden Thermistorwiderstandes
der zusätzliche Strom aufhört.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Schaltungsanordnung nach der Erfindung in stark schematisierter
Darstellung. Die von einer Steuerschaltung St den erforderlichen Regelschritten entsprechend gesteuerte
elektronische Einstellvorrichtung EV liefert aus einer Gleichspannungsquelle — U, 0 in den Heizwiderstand
RH des Thermistors einen stufenweise veränderlichen,
eingeprägten Strom. Die beiden Schalter S1, S2, die
für kurze Zeit einen großen zusätzlichen Stromimpuls durch den Heizwiderstand Rn liefern, sind als monostabile
Multivibratoren M1 bzw. M2 ausgebildet und
beispielsweise mit je zwei Transistoren bestückt. Der ao Multivibrator M1 liegt an der Spannung — U, 0 derart,
daß die Kollektorspannung der Transistoren den Wert — U oder 0 annehmen kann. Der Multivibrator
M2 liegt an der Spannung — 2£/, — U derart, daß
die Kollektorspannung der Transistoren den Wert —2 U oder — U annehmen kann. Die Multivibratoren
sind als Umschalter angedeutet. Im Ruhezustand liegen die beiden Umschalter auf Stellung — U und
liefern keinen Strom in den Heizwiderstand RH.
Soll nach einem Regelimpuls der Heizstrom um eine Stufe erhöht werden, so wird von der Steuerschaltung
St aus gleichzeitig mit der Einstellvorrichtung EV auch der Multivibrator M1 betätigt; der
Schalter S1 wird in Stellung 0 gebracht, und für die Impulsdauer des Multivibrators M1 fließt über einen
Widerstand R1 und den Heizwiderstand R11 ein zusätzlicher
positiver Strom. Der Betrag dieses Stromes ist wesentlich größer als der Betrag einer Stromstufe
JI. Der Heizwiderstand wird also kurzzeitig von einem überhöhten Strom durchflossen.
Soll nach einem Regelimpuls der Heizstrom um eine Stufe verkleinert werden, so wird entsprechend
von der Steuerschaltung Si aus gleichzeitig mit der Einstellvorrichtung EV auch der Multivibrator M2
betätigt. Der SchalterS2 wird in Stellung— 2U gebracht,
und für die Impulsdauer des Multivibrators M2 fließt über einen Widerstand R2 und den
Heizwiderstand RH ein zusätzlicher negativer Strom.
Der Strom im Heizwiderstand RH wird dadurch kurzzeitig
stark verkleinert.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Impulsdauer der zeitgesteuerten Schalter S1 bzw. S2 durch
die Impulsdauer der Multivibratoren M1 bzw. M2 gegeben.
Die zeitgesteuerten Schalter S1, S2 können außer
als monostabile Multivibratoren auch als zeitgesteuerte bistabile Multivibratoren, als Sperrschwinger
oder auch als Relaisschaltungen realisiert werden. Man kann auch einen der Schalter weglassen, um
z. B. nur die Zeitkonstante für die Abkühlung oder nur die Zeitkonstante für die Aufheizung des Thermistors
zu verkürzen.
Die Multivibratoren M1 und M2 können mit Transistoren
gleichen Leitfähigkeitstyps, z. B. pnp-Transistoren, ausgerüstet werden. In diesem Fall liegt entsprechend
Fig. 3 der Multivibrator M1 für positive Stromimpulse an derselben Betriebsspannung (— U, 0)
wie die Einstellvorrichtung EV und der Multivibrator M2 für negative Stromimpulse an einer zusätzlichen,
mit der ersteren Betriebsspannung in Reihe liegenden Betriebsspannung (-2 U, -U) derart, daß
die beiden Multivibratoren wie Umschalter wirken, die über die Vorwiderstände R1, R2 an die eine
Klemme des Heizwiderstandes Rn kurzzeitig jeweils
den nicht gemeinsamen Pol (0, —2 t/) ihrer Betriebsspannungsquellen
durchschalten, während die andere Klemme des Heizwiderstandes am gemeinsamen Pol
(-U) der beiden Betriebsspannungen liegt.
Werden die Multivibratoren M1 und M2 dagegen
mit Transistoren verschiedenen Leitfähigkeitstyps ausgerüstet, z. B. M1 mit pnp-Transistoren und M2
mit npn-Transistoren, so liegt der Multivibrator M1 für positive Stromimpulse an derselben Betriebsspannung
(—C/, 0) wie die Einstellvorrichtung EV und
der Multivibrator M2 für negative Stromimpulse an einer zusätzlichen Betriebsspannung (0, + U), die mit
der ersteren Betriebsspannung in Reihe geschaltet ist. Die beiden Multivibratoren arbeiten dann als Umschalter,
die über die Vorwiderstände R1, R2 an die
eine Klemme des Heizwiderstandes RH kurzzeitig jeweils
den nicht gemeinsamen Pol(— U, +U) ihrer Betriebsspannungsquellen durchschalten, während die
andere Klemme des Heizwiderstandes am gemeinsamen Pol (0) der beiden Betriebsspannungen liegt.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur Verkleinerung der Zeitkonstante von insbesondere indirekt geheizten,
temperaturabhängigen Widerständen, deren Heizstrom beispielsweise mittels einer elektronischen,
digitalen Einstellvorrichtung stufenweise geregelt wird, insbesondere für die Pegelregelung
in Vielkanal-Trägerfrequenz-Nachrichtenübertragungssystemen, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei zeitgesteuerte Schalter (S1, S2) vorgesehen
sind, die beispielsweise von der Steuerschaltung (Si) der Einstellvorrichtung (EV) gleichzeitig mit
dieser derart betätigt werden, daß bei einer stufenweisen Erhöhung des Heizstromes der eine
Schalter (S1) für eine kurze Zeit eine zusätzliche, wesentliche Erhöhung des Heizstromes bewirkt
und bei einer stufenweisen Verringerung des Heizstromes der andere Schalter (S2) für eine
kurze Zeit eine zusätzliche, wesentliche Verringerung des Heizstromes hervorruft.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Schalter (S1, S2)
zwei monostabile Multivibratoren (M1 M2) dienen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Multivibratoren
Transistoren gleichen Leitfähigkeitstyps, z.B. pnp-Transistoren, aufweisen und daß der Multivibrator
(M1) für positive Stromimpulse an derselben Betriebsspannung (— U, 0) liegt wie die
Einstellvorrichtung (EV) und der Multivibrator (M2) für negative Stromimpuls© an einer zusätzlichen,
mit der ersteren Betriebsspannung in Reihe geschalteten Betriebsspannung (—2 U,
— U) liegt, derart, daß die beiden Multivibratoren wie Umschalter wirken, die über entsprechende
Vorwiderstände (R1, R2) an die eine Klemme des
Heizwiderstandes (RH) kurzzeitig jeweils den nicht gemeinsamen PoI(O, —2 U) ihrer Betriebsspannungsquellen
durchschalten, während die andere Klemme des Heizwiderstandes (RH) am
gemeinsamen Pol(— U) der beiden Betriebsspannungsquellen
liegt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Multivibratoren
(M1, M2) mit Transistoren verschiedenen Leitfähigkeitstyps
ausgerüstet sind, d. h. der eine Multivibrator mit pnp-Transistoren und der andere mit npn-Transistoren, daß der Multivibrator
(M1) für positive Stromimpulse an derselben Betriebsspannung (— U, 0) liegt wie die Einstellvorrichtung
(EV) und daß der Multivibrator (M2) für negative Stromimpulse an einer zusätzlichen,
mit der ersteren Betriebsspannung in Reihe geschalteten Betriebsspannung (0, + U) liegt, derart,
daß die beiden Multivibratoren wie Umschalter wirken, die über entsprechende Vorwiderstände
(Ii1, R2) an die eine Klemme des Heizwiderstandes
(RH) kurzzeitig jeweils den nicht gemeinsamen Pol(— U, +U) ihrer Betriebsspannunsquellen
durchschalten, während die andere Klemme des Heizwiderstandes (RH) am
gemeinsamen Pol (0) der beiden Betriebsspannungsquellen liegt.
5. Abänderung der Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur
ein zeitgesteuerter Schalter vorgesehen ist, um nur die Zeitkonstante für die Abkühlung oder
für die Aufheizung des Thermistors zu verkürzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 748/336 11.61
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DET20142A DE1118832B (de) | 1961-05-10 | 1961-05-10 | Schaltungsanordnung zur Verkleinerung der Zeitkonstante von temperaturabhaengigen Widerstaenden, insbesondere fuer die Pegelregelung in Vielkanal-Traegerfrequenz-Nachrichtenuebertragungssystemen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1118832B true DE1118832B (de) | 1961-12-07 |
Family
ID=7549594
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET20142A Pending DE1118832B (de) | 1961-05-10 | 1961-05-10 | Schaltungsanordnung zur Verkleinerung der Zeitkonstante von temperaturabhaengigen Widerstaenden, insbesondere fuer die Pegelregelung in Vielkanal-Traegerfrequenz-Nachrichtenuebertragungssystemen |
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